Das Kniegelenk des Hundes – warum es besonders anfällig für Gelenkprobleme ist & wie du als Hundehalter es stärken kannst

Das Kniegelenk des Hundes – warum es besonders anfällig für Gelenkprobleme ist & wie du als Hundehalter es stärken kannst

Das Kniegelenk des Hundes ist das wohl komplexeste Gelenk des Hundes. Hinzu kommt, dass es neben dem Ellbogen- und dem Hüftgelenk zu den Gelenken des Hundekörpers gehört, das der größten Belastung ausgesetzt ist. Du kannst dir sicher vorstellen, dass die Kombination aus Komplexität und Belastung es für Verletzungen und Verschleißerkrankungen anfällig macht. Kniegelenk Hund

Die Anatomie des Kniegelenks – so ist das Knie des Hundes aufgebaut Kniegelenk Hund

Das Kniegelenk des Hundes wird gebildet aus dem Oberschenkel, dem Schienbein, dem Wadenbein und der Kniescheibe. Soweit die knöchernen Bestandteile. Wenn man bedenkt, dass die meisten Gelenke nur aus zwei oder maximal drei Gelenkpartnern bestehen, erkennt man schon hier die Komplexität des Konstruktes „Kniegelenk“.

Um diesem komplexen Gelenk mit seinen verschiedenen Knochen Stabilität zu verleihen, wird es durch verschiedene Bestandteile stabilisiert. Dazu gehören die Gelenkkapseln, die Menisken, verschiedene Muskeln und das Kniescheibenband. Es gibt weiterhin zwei Seitenbänder, die ein seitliches Abknicken verhindern sowie zwei Kreuzbänder, die das Knie nach vorne und nach hinten stabilisieren.

Eine wichtige Rolle spielt die Kniescheibe. Sie ist ein Sesambein und in die Patellasehne eingelagert. Beim Strecken und Beugen des Knies gleitet sie in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens.

Ein gesundes Bewegen des Kniegelenks setzt also ein reibungsloses Zusammenspiel dieser vielen gelenkbildenden und gelenkunterstützenden Bestandteile untereinander voraus.

Doch dies ist nicht immer der Fall. Das Knie des Hundes ist anfällig für Verletzungen und Gelenkerkrankungen. Zu den häufigsten gehören der Kreuzbandriss und die Patellaluxation. Auf diese beiden Krankheitsbilder möchte ich im Folgenden kurz eingehen, um dir einen Überblick über die wichtigsten Fakten zu geben.

Häufige Erkrankungen des Kniegelenks Kniegelenk Hund

Patellaluxation

Das wohl auffälligste Anzeichen der Patellaluxation hast du sicher selbst schon bei Rassen wie z.B. dem Jack Russel Terrier gesehen: das Schütteln des Hinterbeins während des Laufens. Häufig wird es als Tick des Hundes abgetan.

Was passiert bei der Patellaluxation?

In einem gesunden Kniegelenk gleitet die Kniescheibe beim Beugen und Strecken des Beins in der Gleitrinne. Bei der Patellaluxation hingegen rutscht sie in der Bewegung entweder seitlich oder mittig aus der Gleitrinne.

Ursächlich kann hier zum einen sein, dass die Gleitrinne nicht tief genug ausgeprägt ist. Weiterhin kann es vorkommen, dass die Kniescheibe zu klein oder zu groß ist. Dadurch passt sie nicht richtig in die Führung. Hinzu kommt dann oft noch, dass bindegewebige Strukturen wie Bänder, Sehnen und die Gelenkkapsel zu schwach sind und zu wenig Halt bieten.

Beim Hund ist es so, dass in 3/4 der Fälle die Kniescheibe medial rutscht. Das passiert in der Regel bei kleinen Hunden. Bei 1/4 rutscht sie nach außen, also lateral. Hiervon sind meist große Hunde betroffen.

Bei der Patellaluxation gibt es eine Einteilung in vier Schweregrade, die auch der Art der Behandlung beeinflusst.

Patellaluxation – die Ursachen

Die häufigste Ursache ist, dass sie vererbt wird. Sie kann aber auch in der Wachstumsphase des Junghundes durch falsche Ernährung oder übermäßige Bewegung entstehen und verschlimmert werden. In wenigen Fällen kann auch ein Trauma eine Patellaluxation verursachen. Kniegelenk Hund

Der Kreuzbandriss

Beim Kreuzbandriss handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen des hündischen Kniegelenks und wird Dank fortschreitender Diagnostik im Veterinärbereich immer häufiger diagnostiziert. Bei einem Kreuzbandriss reißt meist das vordere Kreuzband.

Der Auslöser für den Kreuzbandriss: in der Regel ein Bagatelltrauma wie z.B. eine falsche Bewegung, ein Stolperer beim Spiel mit einem anderen Hund oder das Treten in ein Erdloch. Kniegelenk Hund

Wie entsteht ein Kreuzbandriss – die Ursachen Kniegelenk Hund

Man geht davon aus, dass es eine genetische Vorbelastung gibt, die den vorzeitigen und fortschreitenden Verschleiß der Kreuzbänder begünstigt. Diese sorgt durch schwaches Bandgewebe kontinuierlich kleine Risse im Kreuzband. Jetzt kommt wieder das Bagatelltrauma ins Spiel: irgendwann reicht eine falsche Bewegung und das Kreuzband ist gerissen. Somit ist das Trauma, wie ein Stolperer im Spiel nur der Auslöser.

Fatal ist, dass bei vielen Hunden auch am zweiten Knie im Laufe der Zeit durch Überlastung in der Heilungsphase das vordere Kreuzband ebenfalls reißt. Ist das Kreuzband eingerissen oder gerissen, wird das Kniegelenk instabil. In kürzester Zeit entsteht Arthrose und auch die Menisken werden beschädigt. Es kommt zu einer Entzündung im Kniegelenk. Die Gelenkkapsel schwillt an. Der Hund möchte den Lauf nicht mehr nutzen. Oft verbessert sich die Situation nach 2-3 Tagen Schonung wieder, gefolgt von einer weiteren Verschlimmerung und Lahmheit. Ein Kreuzbandriss ist eine Gelenkverletzung, die akut behandelt werden muss. Kniegelenk Hund

Welche Hunde sind häufig vom Kreuzbandriss betroffen?

Häufig sind mittelgroße bis große Hunde betroffen und eine genetische Vorbelastung begünstigt in vielen Fällen den vorzeitigen Verschleiß der Kreuzbänder. Aber auch Faktoren wie Überlastung und Fehlbelastung, sowie Übergewicht, fördern einen Kreuzbandriss beim Hund.

Extratipp für deinen Hund mit Kreuzbandriss

Dein Hund leidet unter einem Kreuzbandriss und möchte nach dem Kreuzbandriss partout seinen Hinterlauf nicht belasten? Es gibt einen sehr hilfreichen Tipp: lege ihm ein Haargummi um das betroffene Hinterbein (oberhalb der Pfote). Das macht ihm sein Bein bewusst und unterstützt so, dass er wieder alle vier Läufe gleichermaßen benutzt. Kniegelenk Hund

Gelenkschäden im Knie vermeiden – so geht es

Knieschäden sind meist komplex und langwierig in der Heilung. Daher sollte man nach Möglichkeit versuchen, sie zu vermeiden. Das bedeutet nicht, den Hund in Watte zu packen. Auch wenn bei einer Patellaluxation und dem Kreuzbandriss auch genetische Faktoren eine Rolle spielen, haben Faktoren wie Übergewicht, falsche Ernährung und übermäßige Belastung oder fehlendes Aufwärmen im Sport einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Auch eine ganz simple Arthrose kann hierdurch entstehen. So macht es durchaus Sinn Bewegungen, die eine große Belastung für die Knie sind, zu vermeiden. Dazu gehören Bewegungen, die Scherkräfte im Gelenk auslösen, wie enges Slalom oder enge Wendungen. Aber auch Sprünge ins Auto sind eine intensive Belastung für das Kniegelenk.

Auch Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da dies zu einer unmittelbaren Überlastung und möglichen Schädigung des Gelenks führt. Achte beim heranwachsenden Hund auf eine optimale Zusammensetzung von Nährstoffen im Futter.

Möglichkeiten zur Stärkung des Kniegelenks Kniegelenk Hund

Wichtig ist eine stabile Muskulatur, die eine gute Entlastung für das Gelenk bietet und gleichzeitig Stabilität gibt. Gleichzeitig ist es wichtig, die Beweglichkeit dieses komplexen Gelenks zu erhalten. Es gibt einfache Übungen, die du als Hundehalter im Alltag leicht integrieren kannst, um dies zu gewährleisten. Kniegelenk Hund

Aktive Übungen für stabile Kniegelenke Kniegelenk Hund

Eine stabile Muskulatur bietet immer einen Schutz für die Strukturen eines Gelenks. Im aktiven Bewegungstraining gibt es eine Vielzahl an Übungen, mit denen man das Kniegelenk und die Hinterhand stärken kann. Dazu gehört z.B. das Cavalettitraining, dass du selbst mit deinem Hund durchführen kannst. In einer vereinfachten Variante kannst du dich hierzu auf den Boden setzen, die Beine leicht spreizen und deinen Hund dann im Schritt langsam über deine Beine steigen lassen. Beginne bei der Übung mit 2-3 Wiederholungen. Wichtiger als die Quantität ist, dass dein Hund die Übung langsam und möglichst korrekt durchführt. Beim Bewegungstraining  ist rutschfester Untergrund unverzichtbar.

Nahrungsergänzungsmittel

Es ist grundsätzlich sinnvoll die Gelenke des Hundes durch Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen. Da es sich um Naturprodukte handelt, ist die Wirksamkeit bzw. ihre Intensität individuell. Um die Gelenke zu nähren, empfiehlt sich beispielsweise Grünlippmuschelextrakt.

Dein Hund leidet unter Knieproblemen? – so kannst du ihn unterstützen

Neben verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln wie Kollagenpeptiden o.ä. die die Genesung des Gelenks unterstützen, kannst du deinen Hund bei Knieschmerzen auch beispielsweise mit einem einfachen Quarkwickel unterstützen. Dieser lindert die Schmerzen und auch die Entzündung im Kniegelenk. Kniegelenk Hund

Wenn dein Hund unter Knieproblemen leidet, empfehle ich dir, ihn in jedem Fall deinem Tierarzt vorzustellen. Knieverletzungen sind häufig komplex und je später sie behandelt werden, desto größer ist das Risiko von Folgeschäden.

Alles Liebe, deine Tina!

Bänderriss beim Hund – Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Bänderriss beim Hund – Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Der Bänderriss beim Hund ist eine der häufigsten Verletzungen im Hundesport. Der Hundekörper verfügt über eine Vielzahl von Bändern, die Gelenken Stabilität geben und unter Belastung oder durch ein Trauma beschädigt werden können.

Bei Bandverletzungen gibt es drei verschiedene Schweregrade:

  • Bandverletzung Grad eins: Bänderdehnung (einzelne Fasern des Bandes sind überdehnt)
  • Grad zwei einer Bandverletzung : Bänderanriss (nur Teile der Bandfasern sind gerissen)
  • Schweregrad drei: Bänderriss (kompletter Riss der Bandfasern)

Bei einer sehr schweren Bandruptur ist es möglich, dass ein Knochenfragment mit abgerissen wird. Zudem werden auch häufig die Gelenkkapsel beschädigt oder die Syndesmose reißt. Therapie und Heilungsdauer sind immer auch von der Schwere der Verletzung abhängig.

Welche Ursachen kann ein Bänderriss haben? Bänderriss beim Hund

Neben dem Verschleiß eines Bandes kann auch ein starkes Trauma, wie ein Sturz oder eine Verdrehung eines Gelenkes oder z.B. eine Luxation für einen Bänderriss verantwortlich sein.
Das passiert vor allem bei Sportarten, die enge Wendungen, kurze Stopps und Drehbewegungen beinhalten.

Bänderriss – die typischen Symptome

Vor allem ein plötzlich einsetzender und sehr starker Schmerz ist ein wesentliches Symptom eines Bänderrisses. Hinzu können folgende Anzeichen kommen:

  • Druck- und Belastungsschmerz
  • starke Schwellung
  • Bluterguss (Hämatom)
  • Entzündung
  • Rötung

Zudem ist ein Bänderriss mit einem großen Instabilitätsgefühl im Gelenk verbunden.

Im ersten Schritt gilt die sogenannte PECH-Regel bei einem Verdacht auf einen Bänderriss:

P: Pausieren

E: Eis (Eisbeutel oder Kühlpad immer mit einem Tuch auf die Haut auflegen – sonst Erfrierungsgefahr)

C: Kompressionsverband (englisch: „compression“)

H: Hochlagerung

Die Diagnose

  • klinische Untersuchung durch den Arzt
  • Röntgenaufnahmen
  • Kernspintomografie (MRT)
  • Computertomographie
  • Ultraschall

Auf einem Röntgenbild lassen sich zwar knöcherne Strukturen darstellen, aber Sehnen und Bänder sind nicht sichtbar. Im ersten Schritt wird dennoch meist eine Röntgenaufnahme gemacht, um knöcherne Verletzungen auszuschließen. Darüber hinaus können Röntgenbilder auch einen Hinweis auf weitere Verletzungen des Bandapparats liefern. Ist zum Beispiel der Abstand zwischen Schien- und Wadenbeinknochen zu groß, deutet dies auf einen Riss der Syndesmose (Verbindungsband zwischen Schien- und Wadenbein) hin. Weiterführend werden dann oft noch Untersuchungen mittels Ultraschall, MRT oder CT durchgeführt.

Die Behandlung eines Bänderrisses

In vielen Fällen ist bei einem Bänderriss eine konservative Behandlung ausreichend – also eine Behandlung ohne operativen Eingriff. Bei Sporthunden wird allerdings noch häufig operativ eingegriffen. Genauso bei Patienten, bei denen die Syndesmose verletzt ist oder knöcherne Teile betroffen sind.

Der Gesundungsprozess nach einem Bänderriss beim Hund

Sowohl mit als auch ohne OP ist im ersten Schritt Ruhe unverzichtbar. Das bedeutet, dass der vierbeinige Patient maximal ruhig gehalten werden sollte. Zunächst sind nur „5-Minuten-Pipirunden“ an der Leine und im Schritttempo indiziert. Dauer und Intensität der Belastung sind dann entsprechend des individuellen Heilungsverlaufes des Hundes zu gestalten. Das Bein darf benutzt werden, es sollten aber rutschige Böden, Treppen und jegliche Art von Sprüngen und unkontrollierten Bewegungen vermieden werden.

Die Aktivität kann langsam und kontrolliert über die nächsten 6 Wochen gesteigert werden. Ein realistisches Ziel sind 3x täglich 20-30 Minuten Spaziergänge an der Leine nach 6 Wochen. Mit physiotherapeutischen Maßnahmen sollte man zeitnah beginnen.

Kann man einem Bänderriss im Sport vorbeugen Bänderriss beim Hund

Durch gezielten Muskelaufbau können die von einem Riss gefährdeten Bänder gestärkt werden. Auch der richtige Untergrund ist wichtig. sollte man den Hund immer ausreichend aufwärmen.

Was sind mögliche Komplikationen?

In aller Regel verheilt ein Bänderriss gut und bleibt ohne dauerhafte Folgen. Wenn man allerdings zu früh mit der Belastung beginnt, kann es wesentlich länger dauern, bis die Bandverletzung abgeheilt ist.  Zudem kann es passieren, dass Bänder zu locker wieder zusammenwachsen. Dann spricht man von einer mechanischen Instabilität.

Alles Liebe, deine Tina

Zerrung beim Hund – wie sie entsteht, was es bedeutet und wie man sie behandelt

Zerrung beim Hund – wie sie entsteht, was es bedeutet und wie man sie behandelt

Genau wie wir Menschen können sich auch Hunde eine Zerrung zuziehen. Vielleicht kennst du es, dass dein Hund gerade noch fröhlich und wild mit seinem Hundefreund gerannt ist und plötzlich humpelt und sein Bein nicht mehr belasten will? Eine Ursache hierfür kann eine Zerrung sein. Die ist auch für unsere Vierbeiner äußerst schmerzhaft. Da das Schmerzempfinden unserer Hunde dem menschlichen extrem ähnlich ist, kann man gut nachvollziehen, wie weh eine Zerrung unseren Hunden tut.

Was passiert bei einer Zerrung?

Bei einer Zerrung – auch Distension genannt – kommt es zu einer Verletzung von Muskeln, Sehnen oder Bändern. Dies passiert durch eine ruckartige Kontraktion, ein Trauma, eine plötzliche Überbelastung oder eine unphysiologische Dehnung. Je nach betroffener Region spricht man dann von einer Muskelzerrung, Sehnenzerrung, Bänderdehnung oder Leistenzerrung.

Mögliche Ursachen einer Zerrung beim Hund

Wie eingangs bereits beschrieben, kann eine Zerrung z.B. durch eine unglückliche Bewegung beim Spielen, Springen oder Laufen entstehen. Auch Übergewicht kann zu einer Zerrung führen. Aber auch falsch ausgeführte Stretching Bewegungen können im schlimmsten Fall Distensionen verursachen.

Welche Körperbereiche sind besonders betroffen?

Bei unseren Hunden sind besonders die Bereiche der Hüfte oder Oberschenkel betroffen.

Die Anzeichen einer Zerrung beim Hund

Folgende Symptome zeigen Hunde häufig, wenn sie sich eine Zerrung zugezogen haben:

  • Schonung des betroffenen Laufs
  • Aufjaulen
  • Humpeln
  • Anschwellung des betroffenen Bereichs
  • Verändertes Verhalten

In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn du deinen Hund dem Tierarzt vorstellst, um eine entsprechende Diagnose zu stellen. Zudem sollten grudnsätzlich schwerere Verletzungen am Bewegungsapparat ausgeschlossen werden. Dein Tierarzt wird deinen Hund entsprechend untersuchen, ihn abtasten und möglicherweise auch eine Röntgenaufnahme machen, um eine Fraktur auszuschließen.

Was du tun kannst, um deinen Hund bei einer Zerrung zu unterstützen

Wenn dein Hund sich eine Zerrung zugezogen hat, kannst du ihm beispielsweise mit kühlenden Wickeln, wie einem Quarkwickel Erleichterung verschaffen, seine Schmerzen lindern und dafür sorgen, dass die Schwellung im betroffenen Bereich schneller zurückgeht.

In jedem Fall solltest du deinen Hund schonen, bis die Verletzung auch wirklich abgeklungen ist. Wildes Spiel, Sprünge etc. sollten unbedingt vermieden werden. Belastet dein Hund sich zu früh wieder zu stark, kann es dazu führen, dass die Symptome sich wieder verstärken und die Heilung sich verzögert.

Erst wenn dein Hund mehrere Tage absolut beschwerdefrei läuft, solltest du die Bewegung und die Spaziergänge langsam und Schritt für Schritt wieder steigern. Zerrung beim Hund 

Alles Liebe, Tina

Vestibularsyndrom – so unterstützt du die Mobilität des Hundes

Vestibularsyndrom – so unterstützt du die Mobilität des Hundes

Das Vestibularsyndrom ist eine Erkrankung, die vorwiegend ältere Hunde trifft. Für Hundehalter ist sie meist mit einem großen Schreck verbunden, da der Hund von einem Moment auf den anderen immobil ist, sich nicht mehr koordinieren kann und „wie betrunken“ wirkt. Immer noch viel zu häufig werden Hunde mit einem Vestibularsyndrom einfach eingeschläfert, obwohl die Chancen sehr groß sind, dass sie sich wieder weitestgehend erholen. Bei einigen Hunden bleibt eine leichte Kopfschiefhaltung. Doch innerhalb der ersten Tag verbessern sich die allgemeinen Symptome zusehends.

Wichtige Fakten zur Erkrankung des Gleichgewichtsorgans für dich zusammengefasst

Das Vestibularsyndrom hat übrigens nichts mit einem Schlaganfall zu tun, sondern betrifft rein das Gleichgewichtsorgan des Hundes. Da hinsichtlich des Vestibularsyndroms immer noch viel Unwissenheit und Unsicherheit herrscht, habe ich in meinem Artikel zu dieser Erkrankung des Gleichgewichtsorgans die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Zudem findest du in diesem Artikel wichtige Verhaltenstipps für dich als Hundehalter.

Wenn beim Hund die Diagnose gestellt wurde braucht er vor allem eines: Ruhe. Es ist wichtig, für die Regeneration, dass der betroffene Patient viel schlafen kann und ein ruhiges Umfeld hat. Laute Musik, Fernsehergeräusche und Besuch sind in diesem Moment Fehl am Platze. vestibularsyndrom Mobilität

Neben Ruhe ist der Erhalt der Mobilität wichtig Vestibularsyndrom Mobilität

Je nach Ausprägung des Vestibularsyndrom sind die Symptome unterschiedlich stark und oftmals ist es so, dass der Hund sich nicht mehr gut auf den Beinen halten kann. Hinzu kommt das viele ältere Hunde generell über wenig Muskulatur verfügen und steife Gelenke haben. Wenn der Hund dann länger liegt, passiert es im Nu, dass er immobil wird und an Kraft verliert. Es wird dann immer schwieriger, ihn wieder zu mobilisieren.

Daher ist es sehr wichtig, dass du als Hundehalter dafür Sorge trägst, die Mobilität nach Möglichkeit zu erhalten. Dafür stelle ich dir hier einige Tipps zusammen. Vestibularsyndrom Mobilität

So erhältst du die Mobilität deines Hundes beim Vestibularsyndrom

Assistiertes Stehen  Vestibularsyndrom Mobilität

Da betroffene Hunde sich häufig kaum selbständig auf den Beinen halten können, sind Stürze vorprogrammiert. Daher ist es wichtig, dass du deinen Hund unterstützt, wenn er sich hinstellt und im nächsten Schritt bewegt. Falls du keine Tragehilfe Zuhause hast, kannst du ein normales Duschhandtuch nehmen und unter dem Bauch deines Hundes durchführen und die beiden Enden in der Hand halten. Damit unterstützt du vor allem seine Hinterhand und er hat die Möglichkeit aufzustehen und zu stehen.

Assistiertes Gehen

Du weißt, es kommt zwangsläufig der Moment, wo dein Hund sich lösen muss. Aber wie? Da ihr im ersten Schritt das assistierte Stehen geübt habt, kann man nun im nächsten Schritt zum assistierten Gehen übergehen. So kann dein Hund mit dem Handtuch unter seinem Bauch und durch dich gehalten nun auch erste Schritte machen. Das bietet sich auch an, wenn es in den Garten oder vor die Türe zum Lösen geht. Normale Spaziergänge sind in aller Regel nicht möglich und dein Hund braucht einfach auch Ruhe.

Mit dem unterstützten Stehen und Gehen, das du am besten mehrmals am Tag mit deinem Hund für ein paar Schritte, also in kurzen Intervallen machst, erhältst du nicht nur seine Mobilität, sondern bringst auch den Kreislauf in Schwung und unterstützt die Rehabilitation. Vestibularsyndrom Mobilität

Passives Bewegen – bitte mit entsprechender Anleitung Vestibularsyndrom Mobilität

Auch das passive Bewegen ist eine gute Möglichkeit, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und normale Bewegungsabläufe zu fördern. Da dein Hund dabei entspannt liegen und ruhen kann, bietet es sich sehr an, um es mehrmals täglich anzuwenden.

Hierbei werden die Läufe des Hundes und damit seine Gelenke ohne sein Zutun bewegt, indem du die Gliedmaße in die Beugung und in die Streckung führst. Da hierbei Scherkräfte ausgelöst werden können, gebe ich dir hier keine genaue Anleitung dazu, sondern bitte dich, dich hierzu an einen Physiotherapeuten zu wenden, der es dir vor Ort zeigt. Da es deinem Hund bei einem Vestibulärsyndrom sehr schwindelig ist, empfehle ich dir, den/die Physiotherapeuten/in zu bitten, zu euch nach Hause zu kommen, um deinem Hund eine Autofahrt und zusätzliche Anstrengung nach Möglichkeit zu ersparen.

Vestibularsyndrom – kein Grund aufzugeben

Diese Störung des Gleichgewichtsorganes ist in aller Regel kein Todesurteil für deinen Hund und die schweren Symptome bilden sich im Laufe der ersten Tage Schritt für Schritt zurück. Manchmal kann es auch wenige Wochen dauern, doch die Prognose ist meist gut. Daher solltest du deinem Hund die Chance geben, sich wieder zu erholen und kannst ihn in der Gesundungsphase mit diesen einfachen Dingen unterstützen, um seine Mobilität zu erhalten und zu fördern. Wenn du unsicher bist, oder Fragen hast, kannst du dich auch jederzeit gern bei mir melden!

Alles Liebe,

deine Tina

 

Zehengelenksarthrose beim Hund – wenn die Pfoten bei jedem Schritt schmerzen

Zehengelenksarthrose beim Hund – wenn die Pfoten bei jedem Schritt schmerzen

Wenn ein Hund unter Arthrose in den Zehen – also unter einer Zehengelenksarthrose –  leidet, wird das meist kleingeredet und verharmlost. Das ist ja nur eine Arthrose im Zeh. Dabei hat eine Arthrose im kleinen Zeh eine große Auswirkung auf das Befinden deines Hundes.

Die Pfoten deines Hundes sind täglich im Einsatz

Dein Hund braucht seine Pfoten. Und zwar täglich. Die Zehengelenke müssen jede Bewegung des Körpers mitmachen. Wenn er unter einer Arthrose in den Zehengelenken leidet, wirkt sich das auf jeden seiner Schritte aus. Und zwar schmerzhaft. Zwar ist ein Zehengelenk nur ein sehr kleines Gelenk im Vergleich z.B. zur Hüfte, doch wenn es schmerzt, wirkt sich das dennoch stark auf die Fortbewegung deines Hundes aus.

Er beginnt zu humpeln, vielleicht dauerhaft, vielleicht auch „nur“ intermittierend, möchte seine Pfote nicht mehr richtig belasten. Das hat Folgen für den gesamten Hundekörper. Die betroffene Pfote wird entlastet, andere Körperbereiche werden dadurch vermehrt belastet. Dies bietet übrigens den perfekten Nährboden, dass durch Überlastung nun auch Arthrose in anderen (Zehen-) Gelenken entsteht. In diesem Artikel findest du übrigens viele allgemeine Informationen zum Krankheitsbild der Arthrose.

Der normale Bewegungsablauf ist gestört und zusätzlich können auch muskuläre Verspannungen auftreten. Das in aller Kürze zusammengefasst.

Die Anatomie der Zehengelenke beim Hund

Schauen wir einmal kurz auf die Pfote deines Hundes. Anatomisch gesehen werden die Zehengelenke gern vernachlässigt und Hüfte, Ellbogen / Co. sind in unserer Wahrnehmung viel präsenter. Die Zehengelenke des Hundes sind die Gelenkverbindungen zwischen den einzelnen Zehengliedern, aber auch der Zehengrundglieder mit den Mittelfußknochen.

Vom Aufbau her unterscheidet man zwischen Zehengrund-, Zehenmittel- und Zehenendgelenken.

Der Aufbau der einzelnen Gelenke entspricht dem eines ganz „normalen“ Gelenks. Das heißt zu den gelenkbildenden Bestandteilen gehören die knöchernen Gelenkpartner, die Gelenkkapsel, Gelenkknorpel, Gelenkflüssigkeit, sowie stabilisierende Bänder. Aber alles in sehr, sehr kleiner Ausführung, wenn man ein Zehengelenk beispielsweise mit dem Kniegelenk vergleicht.

In der Behandlung der Zehengelenksarthrose macht es uns diese Feingliedrigkeit nicht wirklich einfacher. Aber dazu später mehr.

Wie kann eine Arthrose in den Zehengelenken entstehen?

  • Verletzungen
  • Verschleiß aufgrund des Alters
  • Übergewicht
  • Fehlstellungen
  • Übermäßige Belastung

Diese Anzeichen können auf eine Arthrose in den Zehengelenken hindeuten

  • Lahmheit – dauerhaft oder intermittierend
  • Häufiges Belecken der Pfoten und Gelenke, was häufig als Putzen missverstanden wird
  • Immer wieder Hochhalten der Pfote
  • Der Hund läuft „wie auf Eiern“
  • Berührungsempfindlichkeit an den Pfoten
  • Spürbare Erwärmung der Gelenke
  • Schwierigkeiten bei Alltagsbewegungen wie Treppensteigen, ins Auto steigen
  • Weniger Freude bei Spaziergängen
  • Der Hund läuft steifbeinig
  • Spielfreude lässt nach

Dies ist natürlich nur eine Auswahl an Symptome. Wichtig ist, wenn du die Anzeichen bei deinem Hund erkennst, dass du ihn deinem Tierarzt für weitere Untersuchungen vorstellst. Notiere dir am besten vor dem Arztbesuch, was du beobachtet hast. In der Aufregung beim Tierarzt sind oft plötzlich alle Gedanken verschwunden, die man sich vorher dazu gemerkt hat.

So diagnostiziert der Tierarzt die Arthrose in den Zehengelenken

Der Arzt wird die Pfote genau untersuchen und die Beweglichkeit der Gelenke überprüfen. Auch auf mögliche Schmerzanzeichen achtet er dabei. Zudem ist es wichtig zu hören, ob das Gelenk eventuell Krepitationsgeräusche (trockenes, mahlendes Geräusch des Gelenks) durch den Knorpelschaden zeigt. Weiterhin wird er natürlich untersuchen, ob dein Hund eventuell eine andere Verletzung hat, wie durch einen Dorn o.ä.. Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme kann durch die Bildgebung die Arthrose im Zehengelenk sichtbar gemacht werden.

Wie behandelt man eine Zehengelenksarthrose beim Hund?

Wie eben bereits angesprochen ist die Behandlung ausgesprochen schwierig. Aber nicht unmöglich. Keinesfalls solltest du mit der Haltung „Es ist ja nur ein Zehengelenk, das macht nichts!“ agieren und es einfach ad acta legen. Wie zu Beginn des Artikels beschrieben hat auch eine „kleine“ Arthrose im Zehengelenk große Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat des Hundes.

Die Behandlungsziele sollten sein:

  • Schmerzlinderung
  • Das Fortschreiten der Arthrose aufzuhalten
  • Die Gelenkbeweglichkeit und Gelenkfunktion erhalten und fördern
  • Eine möglichst normale Belastung der Pfote, damit normale und gesunde Bewegungsabläufe des gesamten Körpers möglich sind.
  • Entzündungshemmung

Behandlungsmöglichkeiten

Aus tierärztlicher Sicht wird meist zu einer konservativen Therapie mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern geraten. Das lindert möglicherweise (aber nicht immer) den Schmerz, aber die Arthrose hat trotzdem weiterhin freie Bahn. Im nächsten Schritt wird die Zehe dann oft amputiert. Doch das hat signifikante Auswirkungen auf die Bewegung des Hundes. Man muss dazu sagen, dass der Hund eine Amputation einer der äußeren Zehen besser kompensieren kann, als wenn es sich um mittlere Zehen handelt, die im Mittelpunkt der Belastung stehen.

Doch auch wenn die Behandlung der Zehengelenksarthrose nicht einfach ist, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten aus dem physiotherapeutischen Bereich, auf die wir zurückgreifen können. Einige davon kannst du auch als Hundehalter Zuhause (nach Absprache mit dem Physio) durchführen.

Meine Empfehlung bei der Behandlung einer Zehengelenksarthrose:

Ich setze beispielsweise gern die Lasertherapie ein, die gute Erleichterung schafft und die Entzündung und Schmerzen lindert, sowie die Beweglichkeit erhöht. Auch das passive Bewegen der Zehengelenke ist sehr hilfreich. Dies kann auch als Hausaufgabenübung durch den Hundehalter durchgeführt werden.

Zusätzlich sind Wickel, wie z.B. Quarkwickel, Beinwell– oder Retterspitzwickel gute Möglichkeiten, die ebenfalls durch den Hundehalter angewandt werden können.

Regelmäßige Bewegungsübungen aus dem aktiven Bewegungstraining helfen deinem Hund, wieder gesunde Bewegungsabläufe zu trainieren. Auch bei einer Zehengelenksarthrose ist im Endeffekt der gesamte Körper beteiligt und sollte auch in der Behandlung berücksichtigt werden.

Zusätzlich kann es deinem Hund helfen, unterwegs einen Pfotenschuh zu tragen. Auch das schützt das Zehengelenk, puffert etwas und dämpft mögliche Schmerzen ab. Achte dabei darauf, dass der Pfotenschuh nicht zu eng, aber bitte auch nicht zu locker sitzt. Zudem sollte er nicht auf die betroffene Zehe drücken. Mittlerweile werden auch Orthesen angeboten, die die betroffene Pfote schützend umgeben und ähnlich wie der Pfotenschuh wirken. Hier solltest du eine Orthese von einem Orthopädietechniker für Hunde anfertigen lassen.

Zusätzlich bieten Nahrungsergänzungsmittel, die die Gelenke nähren, eine gute Möglichkeit deinen Hund zu unterstützen. Hier seien als Beispiele Kollagenpeptide, Grünlippmuschelextrakt, Teufelskralle, & Co. genannt.

Was kann und sollte man im Alltag bei einer Zehengelenksarthrose beim Hund beachten?

Bitte vermeide unbedingt, dass dein Hund auf hartem Untergrund läuft. Du wirst feststellen, dass er auf einem Untergrund wie Asphalt deutlich mehr lahmt. Wähle stattdessen nachgiebige Untergründe wie beispielsweise Waldboden. Der ist gelenkschonender und dämpft deutlich ab. Für einen Hund mit Arthrose in den Zehen ist das eine riesige Erleichterung.
Passe zudem die Spaziergänge dem Befinden und der Erkrankung deines Hundes an. Die Spaziergänge sollten so gestaltet sein, dass du kürzere Runden läufst und dafür häufiger. Das ist besser, als zwei große Spaziergänge am Tag zu machen.

Du siehst, es gibt bei einer Arthrose im Zehengelenk beim Hund viele Möglichkeiten ihn zu unterstützen. In jedem Fall sollte die Gelenkerkrankung ernst genommen werden und nicht aufgrund der geringen Gelenksgröße verharmlost werden.

Du hast noch Fragen zum Thema? Schreibe mir gern eine Email an tina@doggy-fitness oder hinterlasse mir einen Kommentar!

Alles Liebe,

Tina

Gelenkschmerzen beim Hund – wenn jeder Schritt unangenehm ist

Gelenkschmerzen beim Hund – wenn jeder Schritt unangenehm ist

Gelenkschmerzen beim Hund ist ein Thema, dass immer mehr an Wahrnehmung und Bedeutung gewinnt. Das war jedoch nicht immer so. Wenn man bedenkt, dass man bis in die 1980er Jahre davon ausgegangen ist, dass Hunde keinen oder sehr begrenzt überhaupt Schmerzen empfinden, kann man sich vorstellen, dass es lange dauerte, bis in den Köpfen der Menschen ein Umdenken stattgefunden hat.

Was passiert, wenn ein Gelenk schmerzt und nicht funktioniert

Dabei kennen wir Menschen es doch selbst: wenn das Knie schmerzt, dann vermeiden wir Bewegungen und Belastungen. Zusätzlich führt es zu einer Unsicherheit und fehlendem Vertrauen in das betroffene Gelenk. Ich selbst kann davon ein Lied singen. Ich bin mit hypermobilen Kniescheiben gesegnet und kann dir sagen: eine Patellaluxation ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Aber nicht nur das. Jahrelang wäre ich niemals eine Treppe herunter gegangen, ohne mich am Geländer festzuhalten. Jeden Schritt habe ich mit äußerstem Bedacht gemacht. Einfach weil ich meinen Kniegelenken nicht vertraut habe.

Wie geht es unseren Hunden in dieser Situation

Wenn ein Hund Gelenkschmerzen hat und unter einer Erkrankung des Bewegungsapparates leidet, verändert das ebenfalls das Vertrauen in den Körper und beeinflusst das Körpergefühl signifikant. Grundsätzlich geht es unseren Hunden in einer solchen Situation nicht anders, als uns Menschen. Beim Vierbeiner mag es so sein, dass er durch externe Reize eher dazu tendiert, sein Handicap mal zu vergessen. Da setzt bei uns Menschen das Vernunftsdenken ein, das unseren Hunden fehlt.

Wie empfinden Hunde Schmerz?

Das Schmerzempfinden unserer Hunde ist so individuell wie die Hunde selbst. Charakter und Konstitution haben großen Einfluss darauf, wie stark oder schwach ein Schmerz empfunden wird und wie hoch die jeweilige Schmerztoleranz ist.

Gelenkschmerzen beim Hund und Auffälligkeiten in der Bewegung werden oft übersehen

Ein großes Problem ist, dass wir Menschen ganz klar artikulieren können, wenn uns etwas weh tut oder wir eine Schwäche im Gelenk spüren und das unsere Bewegung beeinflusst. Das kann unser Hund natürlich nicht so. Deshalb ist es immer noch in vielen Fällen so, dass Hunde Auffälligkeiten im Bewegungsablauf zeigen oder auch ganz klare Schmerzsymptome, die aber nicht erkannt werden. Häufig entgegen Hundehalter darauf angesprochen: „Der ist schon immer so gelaufen, das macht der so!“ oder „Er ist jetzt halt schon älter und deshalb läuft der so!“.

Dadurch das viele pathologischen Veränderungen in den Bewegungsabläufen schleichend vonstatten gehen, kommt es uns tatsächlich häufig so vor, als würde der Hund schon immer so laufen. Daher ist es sehr wichtig, dass wir als Hundehalter sensibilisiert sind, wie unsere Hunde uns zeigen, wenn sie unter Schmerzen leiden. Genauso wichtig ist es aber auch, dass wir in der Lage sind einige wichtige Auffälligkeiten im Bewegungsablauf unserer Hunde zu erkennen.

Was passiert, wenn ein Hund einen Gelenkschmerz hat?

Da wir nun wissen, dass er Schmerzen empfindet, wie wir Menschen, handelt er auch ähnlich: er schont das betroffene Gelenk. Er versucht Bewegungen nur so weit auszuführen, wie es für ihn erträglich ist. Um zu kompensieren, belastet er in der Folge andere Körperteile mehr.

Das hat natürlich Folgen. Weniger Belastung und Bewegung bedeuten einen Verlust der Muskulatur und schlechterer Ernährung des Gelenks und des Gelenkknorpels. Arthrose ist vorprogrammiert. Auch die anderen Gelenke, die nun überlastet werden, sind schnell gefährdet, eine Arthrose zu entwickeln. Zusätzlich kommt es zu Verspannungen in der Muskulatur. Der Hund befindet sich in einem Teufelskreis.

Gelenkschmerzen beim Hund haben Auswirkungen auf seine Lebensqualität

Schmerzen zu haben, beeinflusst die Lebensqualität und der Schmerz selbst wird zum Krankheitsbild. Hunde bewegen sich nicht mehr gern, werden unleidlich, ziehen sich zurück, sind schlecht gelaunt und reagieren bei sozialen Kontakten schneller gereizt. Und obwohl es den Menschen bekannt ist, dass Hunde Schmerz spüren, fehlt es in vielen Fällen zum einen daran, klar zu erkennen, dass der Hund Schmerzen hat, aber auch in der Konsequenz an einem adäquaten Schmerzmanagement.

Warum ist es wichtig, dass man etwas gegen die Schmerzen tut?

Wenn wir erkennen, dass unser Hund Gelenkprobleme hat und Anzeichen für Schmerzen zeigt, sollten wir frühzeitig handeln, damit der Hund gar nicht erst in den Teufelskreis aus Schmerz und potenzieller Arthrose kommt. Ein frühzeitiges Schmerzmanagement ist in jedem Fall angebracht. Das bedeutet nicht, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Aber es bedeutet, dass es in unserer Verantwortung als Hundehalter liegt, dass wir die Anzeichen für Schmerzen beim Hund kennen und frühzeitig ernstnehmen und entsprechend – dem Schmerzgeschehen angemessen – handeln und behandeln lassen.

Muss es immer gleich Schmerzmittel sein?

Nicht zwangsläufig. Aber ein Hund sollte definitiv auch keine Schmerzen haben. Manchmal reicht schon eine Gabe von Medikamenten für wenige Tage oder im akuten Fall. Auch mit Maßnahmen wie Physiotherapie, Nahrungsergänzung, Bewegungstraining etc. kann ein erfolgreiches Schmerzmanagement gestaltet werden. Die Mittel der Wahl sind dabei immer individuell abhängig vom betroffenen Hund und sollte abgestimmt werden mit dem behandelnden Tierarzt oder/ Physiotherapeuten.

Typische Symptome eines Bewegungsschmerzes

Zwar ist die Wahrnehmung des Schmerzes immer individuell, doch gibt es diverse typische Anzeichen für Gelenkschmerzen beim Hund. In der Folge findest du eine kleine Auswahl an sehr häufigen Anzeichen für Schmerzen. Die Anzeichen des Hundes, die auf einen Gelenkschmerz hindeuten, sind sehr vielfältig und können in den unterschiedlichsten Kombinationen auftreten.

  • Dauerhafte oder intermittierende Lahmheit
  • Vermehrtes Ruhe- und Schlafbedürfnis
  • Weniger Freude an Bewegung – der Hund geht ungern spazieren
  • Der Gang des Hundes ist steifbeinig oder staksig
  • Alltägliche Bewegungen werden vermieden oder fallen schwer
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen und Hinlegen
  • Lautäußerungen wie Schmatzen oder Seufzen
  • Es fällt dem Hund schwer eine Ruheposition zu finden und er zeigt Rastlosigkeit.
  • Knabbern an den Gelenken
  • Verlust der Muskulatur
  • Warme Stellen an Gelenken oder am Rücken
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Muskuläre Verspannungen
  • Veränderungen am Fell des Hundes: es ist struppig, schuppig, fettig oder riecht
  • Ein veränderter Gesichtsausdruck, er hat Ränder oder Vertiefungen unter den Augen
  • Vermehrtes Hecheln, Schmatzen oder Gähnen
  • Verändertes Sozialverhalten – z.B. Angst, Aggression oder Unsicherheit

Wenn du noch mehr Anzeichen für einen Gelenkschmerz beim Hund und auch die Symptome für akuten Schmerz kennenlernen möchtest, dann ist der Artikel 21 Anzeichen für Schmerzen beim Hund perfekt für dich!

Wenn dein Hund eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, nehme sie bitte ernst und stelle deinen Hund dem Tierarzt vor, denn dein Hund simuliert niemals. Eher würde der Vierbeiner versuchen, einen Schmerz zu verbergen, da es sich um ein Zeichen von Schwäche handelt.

Im Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ gehen wir noch einmal intensiv auf das Thema Gelenkschmerzen beim Hund ein, aber auch auf typische Auffälligkeiten in der Bewegung, die auf verschiedene Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation o.ä. hindeuten können. Hier kannst du dabei sein: Zum Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ anmelden. Übrigens mit dem Rabattcode: WEBINAR-FJI erhältst du 10% Rabatt!

Du hast noch Fragen zum Thema oder zum Webinar? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir eine Email an: tina@doggy-fitness.de .

6 wertvolle Tipps für den Herbst – so unterstützt du deinen arthrosegeplagten Hund

6 wertvolle Tipps für den Herbst – so unterstützt du deinen arthrosegeplagten Hund

Wenn ein Hund unter Gelenkerkrankungen wie Arthrose, Hüftdysplasie oder Spondylose leidet, kommt mit dem Herbst die Jahreszeit, in denen die Gelenke oft Schmerzen und jeder Schritt schwer fällt.

Zwar kann man die Gelenkprobleme meist nicht „beseitigen“ und heilen, aber es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinem Hund bei nasskaltem Wetter Erleichterung verschaffen kannst.

Nun neigt sich der Sommer langsam dem Ende und die Tage werden kürzer. Doch auch die Temperaturen sinken und die regnerischen Tage werden mehr. Da sich die widrigen Wetterbedingungen meist über viele Monate ziehen, kannst du mit dem Tipps, die ich dir in diesem Artikel verrate, die Lebensqualität deines Hundes deutlich verbessern.

Mit diesen 6 Tipps kommt dein Hund besser durch die kalte Jahreszeit, wenn er unter Gelenkproblemen leidet

Wärme

Wärme hilft deinem Hund sehr gut, wenn er unter Gelenkschmerzen leidet. So kann man sie sehr gut einsetzen, wenn ein Hund unter nichtentzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates leidet. Ich wende Wärme gern bei Arthrose, Ellbogendysplasie, Hüftdysplasie und Spondylose ein – immer außerhalb eines akuten Schubs. Aber auch bei chronisch-rheumatischen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen hilft Wärme hervorragend. Zusätzlich fördert die Wärme auch die Gelenkbeweglichkeit.

Du kannst Wärmetherapie ganz einfach einsetzen mit Hilfe von Rotlicht, Kirschkernkissen und Hotpacks. Eine ausführliche Anleitungen, wie es richtig funktioniert, findest du hier: Wärmetherapie – so setzt du sie bei Gelenkerkrankungen richtig ein.

Quarkwickel

Nicht nur Wärme hilft sehr gut bei Gelenkbeschwerden sondern auch Kälte. Besonders gern empfehle ich hier Quarkwickel. Sie sind schnell gemacht, man hat eigentlich immer alles dafür im Haus und sie wirken schnell.

Ich liebe diese althergebrachten und in ihrer Wirkung erprobten „Hausmittel“, die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Deshalb möchte ich dir heute den Quarkwickel empfehlen. Der Quarkwickel ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Am effizientesten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung/Reizung. Wie du ihn am besten anwendest und was du dafür brauchst, habe ich dir hier zusammengefasst: Quarkwickel – so hilft er deinem Hund bei Schmerzen.

Hundemantel

Entscheidend, ob ein Hund einen Hundemantel benötigt, ist weder seine Größe, noch die Länge des Fells. Klar, für viele kurzfellige und windhundartige Hunderassen ist er so oder so unverzichtbar. Aber nicht nur da macht er Sinn.

Besonders für ältere Hunde und Vierbeiner mit Gelenkerkrankungen ist ein Hundemantel sehr sinnvoll, denn er schützt den Rücken und die Gelenke vor widrigen Wetterbedingungen. Er bietet umfassenden Schutz davor, dass Kälte und Feuchtigkeit in die Gelenke kriechen. Alle wichtigen Fakten erfährst du in meinem Artikel zu den wichtigsten Fakten bei der Auswahl des Hundemantels.

Warmer Liegeplatz

Hunde schlafen viel mehr, als wir es meist wahrnehmen. 17-20 Stunden sind ganz normal. Und auch wenn sie nicht schlafen, liegen sie oft in ihrem Bettchen und ruhen sich aus und dösen. Daher sollte man grundsätzlich – aber insbesondere wenn ein Hund Gelenkprobleme hat oder älter ist – darauf achten, dass er auf einem hochwertigen Hundebett liegt, dass eine gute Matratze hat. Das sorgt nicht nur für eine gute Lagerung der Gelenke und der Wirbelsäule und eine gute Durchblutung sondern kann auch eine Schmerzlinderung unterstützen.

Angepasste Bewegung – aber nicht komplett schonen

Wenn das Wetter so richtig schmuddelig wird, werden auch die Spaziergänge  manches Mal kürzer. Das ist auch legitim. Dennoch ist es wichtig, deinen Hund mobil zu halten. Ansonsten schreitet die Arthrose im Gelenk weiter fort und die Muskulatur deines Hundes baut ab. Ein gezieltes, regelmäßiges Bewegungstraining mit aktiven Übungen ist eine tolle Möglichkeit, kürzere Spaziergänge auszugleichen.

Extratipp: bei Gelenkproblemen ist es so oder so sinnvoll, dass dein Hund mehrere kürzere Spaziergänge über den Tag verteilt hat. So verkürzt sich die Regenerationszeit deutlich. hier wichtig für deinen Hund als Ergänzung zu täglichen Spaziergängen.

Schmerzlinderung mit Nahrungsergänzungsmitteln

Es gibt viele Helferlein aus der Natur, mit denen du deinen Hund bei Gelenkproblemen gut unterstützen kannst. Je nach dem wirken sie schmerzlindernd und auch entzündungshemmend. Viele nähren das Gelenk auch und unterstützen den Knorpel. Weihrauch, Teufelskralle, Ingwer, Hagebutte und Sanddornbeere sind nur einige Beispiele. Insgesamt hält unsere Natur eine große Vielfalt an natürlichen Mitteln bereit, um den Gelenken des Hundes Unterstützung zu bieten.

 Arthrose Hund Arthrose Hund

Bewegung von Welpen & Junghunden – Übungsideen für Balance & Koordination & welche Bewegungen tabu sind!

Bewegung von Welpen & Junghunden – Übungsideen für Balance & Koordination & welche Bewegungen tabu sind!

Im letzten Artikel ging es bereits darum, wieviel ein Welpe bzw. Junghund bewegt werden darf und sollte. In diesem Artikel möchte ich dir Anregungen und Ideen geben, wie du deinen Welpen oder Junghund gezielt bewegen kannst, um sein Körpergefühl, Balance und Koordination zu trainieren. Weiterhin erfährst du auch, welche Bewegungen tatsächlich schädlich für ihn sind.

Gezielte Bewegungsübungen für Welpen und junge Hunde sind sinnvoll, um ihren Bewegungsapparat zu stärken und gesunde Bewegungen zu fördern. Gleichzeitig sind sie eine tolle Möglichkeit, den jungen Hund sinnvoll zu beschäftigen und auch die Bindung zum Hund zu stärken. Einige Anregungen stelle ich hier vor:

Das Laufen über verschiedene unebene Untergründe

Hierbei wird gezielt die Propriozeption gefördert, das bedeutet die Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum. Aber auch Koordination und Gleichgewicht werden trainiert. Hierzu braucht es kein spezielles Equipment. Beispielsweise kann man verschiedene Untergründe nutzen, die sich auf dem Spaziergang anbieten wie Sand, ein umgepflügter Acker, ein Waldboden voller Wurzeln etc., über die man den jungen Hund führt.

Aber auch eine Luftmatratze mit wenig Luft darin kann genutzt werden, damit der junge Hund darüber läuft und sich ausbalanciert. Doch auch Kieselsteine oder eine Luftpolsterfolie über die der Hund läuft, eignen sich super, um das Gefühl für den eigenen Körper zu stärken.

Weitere Ideen für Bewegungsübungen für Welpen

Zudem eignen sich Äste, um darüberzusteigen, Baumstümpfe um sie zu umrunden oder ein Sandhügel, den man erklimmen kann. Im Garten ist auch ein Planschbecken mit Bällen gefüllt ein riesiger Spaß.

Der eigenen Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Allerdings sollte man immer auf die Sicherheit des Hundes achten. Gebe deinem Hund dabei ausreichend Führung und sichere ihn bitte an Geschirr und Leine. Lasse es auch hier bitte langsam angehen und führe deinen jungen Hund Schritt für Schritt an neue Übungen heran. Zu Beginn reichen 1-2 Übungen völlig aus. Nach und nach kann man dann neue Übungen hinzunehmen. Die Übungseinheiten sollten kurz sein, da sie eine hohe Konzentration erfordern, auch wenn es so spielerisch aussieht. Beginne mit ca. 30 Sekunden und steigere die Einheiten sehr langsam.

Diese Bewegungen sollte man beim Welpen und Junghund meiden

Es gibt Bewegungen, die den Gelenken eines Welpen und Junghundes eher schaden. Daher sollte man versuchen, sie zu meiden:

Diese Bewegungen sollte man beim Welpen vermeiden:

  • Ball- und Zerrspiele sowie Spiele mit dem Stöckchen
  • Renn- und Fangspiele
  • das Springen über Hindernisse (auch wenn sie nur niedrig sind)

Bei diesen Bewegungen kommt es zu einem vermehrten Schub der Hinterhand und gleichzeitigem Bremsen mit der Vorderhand. Das hat eine sehr starke Belastung der Vorderläufe zur Folge.

Auch Frisbees zu fangen, oder Bälle aus dem Sprung heraus zu fangen ist tabu. Wenn man sich diese Bewegungen anschaut, erkennt man, dass es hier zu einer enormen körperlichen Belastung kommt. Neben der bereits intensiven Belastung durch das Bremsen und Landen kommt es zusätzlich zu einer Wendung des Körpers in der Luft.  Hier entstehen massive Scherkräfte, die auf die Gelenke einwirken. Studien haben ergeben, dass bei Bewegungen dieser Art je nach Geschwindigkeit, Gangart des Hundes und Körpergewicht zwischen 700-1000% des Körpergewichtes des Hundes auf seine Gelenke einwirken.

Diese wichtigen Punkte gibt es ebenfalls bei der Bewegung des Welpen und Junghundes zu beachten:

  • Fahrradfahren und Joggen sind erst frühestens ab dem 12.Lebensmonat erlaubt! Immer wieder sieht man Junghunde, die neben dem Fahrrad herlaufen. Das ist nicht gesund. Mache deinen Hund gern mit dem Fahrrad ansich vertraut und lasse ihn auch nebenhergehen, wenn du das Rad schiebst. Aber das aktive Laufen am Rad ist bis zum Ende des Wachstums nicht gesund!
  • Nach einem ausgiebigen Spaziergang sollte der Welpen nicht noch mit anderen Hunde toben. Die Verletzungsgefahr durch die Erschöpfung ist deutlich erhöht. Hier sollte man Vernunft walten lassen.
  • Zu wildes Spiel ist ebenfalls nicht gut. Richtig, der Hund soll spielen und seine Erfahrungen machen. Wenn es allerdings zu wild und rau zu geht, liegt es in deiner Verantwortung, das Spiel zu unterbrechen. Sonst sind schwere Prellungen und Gelenkverletzungen die mögliche Folge.

Darf mein Welpen oder Junghund Treppensteigen?

Dies ist ein leidiges und viel diskutiertes Thema. Grundsätzlich darf er das. Und zwar kontrolliert und in einem gesunden Maß! So darf der Welpe oder junge Hund kontrolliert an der Leine eine Treppe laufen. Dies trägt auch dazu bei, dass er mit den Bewegungen vertraut wird und diese sicher ausführt. Es ist wenig sinnvoll, einen Hund erst mit 9 Monaten an Treppenstufen zu gewöhnen. Er wird dann wesentlich unsicherer an diese Bewegungen herangehen, als wenn du es in einem gesunden Maß bereits im Welpenalter mit ihm geübt hast. Wenn viele Stufen allerdings mehrmals täglich bewältigt werden müssen, sollte man den Hund dann tragen.

Wenn ein Welpe oder Junghund verdächtige Symptome zeigt

Wenn der Welpe oder Junghund sich plötzlich steifbeinig bewegt, normale Bewegungen vermeidet oder gar humpelt, sollte man dies in jedem Fall ernst nehmen. Dann empfehle ich, den Hund unbedingt für weitere Untersuchungen bei deinem Tierarzt vorzustellen.

Fazit: Bewegung beim Welpen und Junghund

Grundsätzlich sollte man bei der Bewegung eines jungen Hundes den gesunden Menschenverstand walten lassen. Weder zu viel noch zu wenig Bewegung sind förderlich für die Gesundheit. Packe deinen Hund nicht in Watte, aber übertreibe es auch nicht. Schließlich möchtest du ja eine möglichst lange Zeit mit deinem viereinigen Gefährten an deiner Seite verbringen!

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Wasserrute beim Hund – deshalb erkranken nicht nur Hunde, die schwimmen

Wasserrute beim Hund – deshalb erkranken nicht nur Hunde, die schwimmen

Die Wasserrute beim Hund ist immer noch eine sehr wenig erforschte Krankheit. Ihren Namen hat sie daher erhalten, dass häufig Hunde betroffen sind, die viel geschwommen sind oder aber, die es nicht gewohnt sind viel zu schwimmen und dadurch dann die Rute überstrapaziert ist.

Da unsere Hunde vorwiegend im Sommer schwimmen gehen, tritt die Wasserrute hierzulande auch besonders in den wärmeren Jahreszeiten auf. Wenn ein Hund von einer Wasserrute betroffen ist, dann kann er seine Rute nicht mehr bewegen und er hat sehr starke Schmerzen im Bereich der Rute. Es kommt zu einer Schwanzlähmung.

Anzeichen für eine Wasserrute Hund

Betroffene Hunde zeigen eine sehr auffällige Rutenhaltung. Die Rute wird an der Schwanzbasis horizontal gehalten und die restliche Rute hängt dann schlaff herab. Zusätzlich haben betroffene Hunde auch starke Schmerzen beim Hinsetzen. Sie lassen sich dann meist auf eine Seite rutschen, um dem starken Schmerz auszuweichen. Auch der Absatz von Kot und Urin ist aufgrund der starken Schmerzen sehr problematisch. Der Rutenansatz ist stark geschwollen und sehr berührungsempfindlich bis hochschmerzhaft. Der Schmerz einer Wasserrute wird oft mit dem eines Hexenschusses verglichen. Für Menschen, die bereits unter einem Hexenschuss litten, macht es das etwas nachvollziehbarer, unter welchen Schmerzen der Hund leidet.

Ursachen

Da die Erkrankung wenig erforscht ist, ist auch die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Wie eingangs bereits beschrieben, wird sie allerdings häufig mit ausgiebigem Schwimmen oder aber Schwimmen im kalten Wasser in Verbindung gebracht. Dies ist aber kein Muss. Es sind auch vermehrt Fälle bekannt, in denen Hunde sehr lange in einer Box oder im Auto gesessen haben und wenig Bewegungsfreiraum hatten. Man resultiert daraus, dass auch eine schlechte Durchblutung oder eine Stauchung im Bereich der Rute Ursachen für eine Wasserrute sein können.

Welche Hunde sind betroffen?

Grundsätzlich kann jeder Vierbeiner an einer Wasserrute erkranken. Häufiger sind Rüden als Hündinnen betroffen. Häufig trifft es Setter, Foxhounds, Beagle, Pointer oder Retriever.
Die Erkrankung tritt meist im Sommer auf und vielfach bei Hunden, die gerne schwimmen.

Kann man vermeiden, dass ein Hund an einer Wasserrute erkrankt?

Man vermutet, dass gut trainierte Hunde seltener an einer Wasserrute erkranken. Zudem sollte man darauf achten, dass Hunde auch bei längeren Autofahrten oder sonstigen Aufenthalten in einer Box immer ausreichend Platz haben, um sich zu bewegen.

Behandlungsmöglichkeiten

Behandelt wird eine Wasserrute in der Regel mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln. Dadurch wird zum einen eine schnelle Schmerzlinderung herbeigeführt und auch ein Abklingen der Entzündung bewirkt.

Zusätzlich helfen Wärmeanwendungen an der Schwanzwurzel und die Behandlung durch einen Physiotherapeuten.

Bei schneller und richtiger Behandlung genesen die Vierbeiner meist recht schnell und ohne Spätfolgen.

Hat dein Hund schon einmal unter einer Wasserrute gelitten? Wenn ja, wie hat sie sich bei deinem Vierbeiner gezeigt? Hinterlasse mir gern einen Kommentar! Wasserrute Hund Wasserrute Hund

 

Vestibularsyndrom beim Hund – die wichtigsten Fakten zur Erkrankung!

Vestibularsyndrom beim Hund – die wichtigsten Fakten zur Erkrankung!

Wie viele von euch wissen hat Snowy kürzlich ein Vestibularsyndrom erlitten. Auch ich als Hundephysio bin in diesem Moment einfach „nur“ Hundehalter und es hat mich völlig überraschend getroffen. Auch wenn ich aufgrund meiner Erfahrung wusste, was zu tun ist und leichter mit einem Handicap Hund umgehen kann.

Dennoch war ich völlig geschockt, als Snowy am Morgen nicht wie gewohnt aufstand, um nach Katzenfutter-Resten zu stöbern und kurz eine Runde durch den Garten zu stiefeln.

Es traf uns über Nacht

Das ist übrigens ganz klassisch. Häufig tritt es quasi über Nacht auf. Auch Snowy war in den Tagen zuvor super drauf und es traf uns absolut überraschend. Snowy konnte nicht mehr aufstehen. In diesem Moment schießt einem alles mögliche Gedanken durch den Kopf.  Wer Snowy kennt weiß, dass sie ja bereits unter Rückenproblemen leidet. Im ersten Moment befürchtete ich einen Bandscheibenvorfall. Doch aufgrund ihrer Anzeichen kam mir das Vestibularsyndrom schnell in den Sinn. Ich trug sie in den Garten, um zu sehen wie Bewegungen aussehen, wo die Probleme sind. Dann überprüfte ich ihre Reflexe, die deutlich verzögert waren. Snowy wankte, wie ein Betrunkener und konnte sich nur mit Unterstützung auf den Beinen halten. Sie wirkte unruhig und verängstigt und wusste nicht, wie ihr geschah. Sofort meldeten wir uns beim Tierarzt an.

Snowy beim Tierarzt

Mittels eines neurologischen Untersuchungsgangs wurde mein Verdacht des Vestibulärsyndroms bestätigt. Snowy litt z.B. auch unter dem für  den Symptomkomplex klassischen Nystagmus. Wieder Zuhause bettete ich Snowy erst einmal, damit sie zur Ruhe kommen konnte. Dann musste ich mich sammeln und überlegen, wie ich sie am Besten unterstützen und wieder auf die Beine bringen kann.

Dabei fiel mir auf, dass ich auf Doggy Fitness noch nie über das Vestibulärsyndrom geschrieben habe. Dabei ist es ein sehr häufiger Symptomkomplex und ebenso oft kommt es zu Fehldiagnosen. Grund genug also jetzt die wichtigsten Infos rund um das Vestibulärsyndrom zusammenzustellen.

Was ist das Vestibularorgan?

Das Vestibularorgan ist das Gleichgewichtsorgan. Es ist ein sehr komplex aufgebautes Organ, das die Orientierung im dreidimensionalen Raum ermöglicht um die Bewegungen des Körpers entsprechend seiner Lage zu koordinieren. Es liegt gleich am Ohr und steht im andauernden Austausch mit dem Gehirn.

Was passiert, wenn das Gleichgewichtsorgan gestört ist?

Wenn das Gleichgewichtsorgan gestört ist, gerät der Hund aus dem Gleichgewicht und kann sich nicht mehr auf den Beinen halten.

Der Hund hat ein Gefühl, als säße es in einem Karussell. Er weiß nicht mehr, wo oben und unten ist und wo er sich im Raum befindet. Das Vestibularsyndrom kann bei Hunden und Katzen, aber auch bei Kaninchen und Meerschweinchen auftreten. Die Störung kann wenige Tage, aber auch mehrere Wochen andauern.

Wie es genau zu einer Störung des Gleichgewichtsorgans kommt ist immer noch nicht gänzlich geklärt. Grundsätzlich kann es jeden Hund treffen. Häufig sind jedoch ältere Hunde betroffen.

Das Vestibularsyndrom hat übrigens nicht mit einem Schlaganfall zu tun, auch wenn es im Volksmund häufig so genannt wird. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Krankheitsbilder. Der Schlaganfall beim Hund kommt nur sehr selten vor und es handelt sich um dabei eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Das Vestibulärsyndrom bezieht sich jedoch rein auf das Gleichgewichtsorgan.

Woran erkennt man das Vestibularsyndrom? – Die Anzeichen

Die Anzeichen für ein Vestibulärsyndrom sind sehr typisch.

  • Die Hunde halten ihren Kopf oft schief, teils auch den Körper.
  • Sie halten ihn immer zu der Seite hin, die betroffen ist.
  • Betroffene Hunde wirken wie betrunken.
  • Es kommt zu extremen Bewegungsstörungen.
  • Die Hunde laufen im Kreis. Dies nennt man Manegeverhalten.
  • Schielen ist ein weiteres Anzeichen.
  • Rhytmische horizontale Augenbewegungen – der sogenannte Nystagmus – sind ein unverwechselbares Symptom.
  • Die Stellreflexe des betroffenen Hundes sind verzögert.
  • Bei einem Vestibulärsyndrom leiden Hunde unter starker Übelkeit. Sie verweigern das Essen und leiden unter Erbrechen.

Was sind die Folgen einer Störung des Gleichgewichtsorgans?

Immer wieder höre ich von Hunden, die wegen eines Vestibularsyndroms eingeschläfert wurde. Völlig unnötig! Es braucht ein wenig Geduld. Doch innerhalb der ersten 48 Stunden treten meist erste Verbesserungen auf. Das Erbrechen und der Schwindel lassen nach genauso wie der Nystagmus. Der Hund kann sich von einem Vestibulärsyndrom wieder vollständig erholen. Bei wenigen Patienten bleibt eine leichte Kopfschiefhaltung zurück, auch leichte Störungen in der Bewegung bzw. Koordination sind möglich.

Diagnosemöglichkeiten

  • neurologischer Untersuchungsgang
  • CT für die Differenzialdiagnose
  • klinische Untersuchungen wie Blutuntersuchung und klassischer Untersuchungsgang (Ohren, Maul, Temperatur etc. prüfen) auch speziell für die Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnose

Es gibt einige andere Erkrankungen, die ähnliche oder überschneidende Anzeichen des Vestibulärsyndroms zeigen.  Dazu gehören:

  • Ohrenentzündung
  • Trauma im Kopfbereich
  • Fremdkörper im Ohr
  • Infektionskrankheiten wie Staupe oder FIP bei Katzen
  • Toxoplasmose
  • Tumor

Wie kann man das Vestibularsyndrom behandeln?

In erster Linie braucht dein Hund Ruhe. Viel Ruhe. Unterstützend ist eine Gabe von Medikamenten gegen Übelkeit und Erbrechen sowie durchblutungsfördernde Medikamente sinnvoll. Auch eine Infusionstherapie kann unterstützend wirken. Zusätzlich solltest du deinen Hund mit gezielten Bewegungsanbahnungen mobilisieren. Ziel ist es, da besonders ältere Hunde betroffen sind, dass sie nicht immobil werden. In einem weiteren Artikel werde ich dir einfache und effektive Übungen beim Vestibulärsyndrom zusammenstellen und Verhaltenstipps, wenn dein Hund an einem Vestibulärsyndrom erkrankt. In dieser akuten Situation ist man sehr überfordert und natürlich auch aufgeregt. Wenn man weiß, wie man richtig reagiert und wie man seinen Hund gut unterstützen kann, dann macht es viele Dinge leichter. Besonders das habe ich aus der Situation mitgenommen. Wie bei Erster Hilfe wusste ich genau, was zu tun ist. Mir liegt es am Herzen, dass auch du dich im Umgang mit Erkrankungen sicher fühlst.

PS: Natürlich halte ich dich auch weiter über Snowys Genesung auf dem Laufenden!

 

Patellaluxation: Ursachen, Folgen und wichtige Fakten zum Krankheitsbild

Patellaluxation: Ursachen, Folgen und wichtige Fakten zum Krankheitsbild

Die meisten Hundehalter haben schon einmal von der Patellaluxation im Zusammenhang mit Gelenkerkrankungen beim Hund gehört. Man kann davon ausgehen, dass auch jeder schon häufig Hunde mit einer Patellaluxation gesehen hat – wenn auch nicht bewusst. Sie ist nämlich eine der Gelenkerkrankungen, die sehr häufig übersehen wird.

Das wohl auffälligste Anzeichen der Patellaluxation das Schütteln der Hinterbeinchen während des Laufens wird nämlich häufig als Tick  des Hundes abgetan. Oder aber gar nicht bewusst wahrgenommen. Denn das hat der Hund ja immer schon so gemacht.  Die Anzeichen für eine Patellaluxation treten bereits ab dem Junghundalter auf, was dem Hundehalter vermitteln könnte, es handele sich um eine individuelle Besonderheit seines Hundes. Aber weit gefehlt.

Doch werfen wir zunächst einen Blick auf die Anatomie des Kniegelenks, um im Anschluss die Patellaluxation besser zu verstehen.

Die Anatomie des Kniegelenks

Das Knie ist das komplexeste Gelenk deines Hundes. Es besteht aus dem Oberschenkel, dem Schienbein, dem Wadenbein und der Kniescheibe. Um diesem komplexen Gelenk mit seinen verschiedenen Knochen Stabilität zu verleihen, wird es durch verschiedene Bestandteile stabilisiert. Dazu gehören die Gelenkkapseln, die Menisken, verschiedene Muskeln und das Kniescheibenband. Es gibt  weiterhin zwei Seitenbänder, die ein seitliches Abknicken verhindern sowie zwei Kreuzbänder, die das Knie nach vorne und nach hinten stabilisieren.

Eine wichtige Rolle spielt die Kniescheibe. Sie ist ein Sesambein und  in die Patella Sehne eingelagert. Beim Strecken und Beugen des Knies gleitet sie in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens.

Was passiert bei einer Patellaluxation?

In einem gesunden Kniegelenk gleitet die Kniescheibe beim Beugen und Strecken des Beins in der Gleitrinne. Bei der Patellaluxation hingegen rutscht sie in der Bewegung entweder seitlich oder mittig aus der Gleitrinne.

Ursächlich kann hier zum einen sein, dass die Gleitrinne nicht tief genug ausgeprägt ist. Als weitere Ursache kann es vorkommen, dass die Kniescheibe zu klein oder zu groß ist. Dadurch passt sie nicht richtig in die Führung. Hinzu kommt dann oft noch, dass bindegewebige Strukturen wie Bänder, Sehnen und die Gelenkkapsel zu schwach sind und zu wenig Halt bieten.

Beim Hund ist es so, dass in 3/4 der Fälle die Kniescheibe medial rutscht. Das passiert in der Regel bei kleinen Hunden. Bei 1/4 rutscht sie nach außen, also lateral. Hiervon sind meist große Hunde betroffen.

Bei der Patellaluxation gibt es eine Einteilung in vier Schweregrade. In diesem Artikel habe ich bereits die wichtigsten Fakten dazu zusammengefasst:

DIE 4 SCHWEREGRADE DER PATELLALUXATION

Was sind die Folgen?

Das Luxieren der Kniescheibe hat weitreichende und vor allem dauerhafte Folgen. Springt die Kniescheibe immer wieder während der Bewegung aus der Gleitrinne, schädigt es das Gelenk nachhaltig. Es entsteht Arthrose und es kann zu Entzündungen im Gelenk kommen.

Je nach Schweregrad kann es sogar zu Deformationen kommen. Hunde schonen das betroffene Bein und verlieren dadurch stark an Muskulatur. Hinzu kommen Fehlbelastungen, die zu Verspannungen in der Muskulatur und Überlastung der anderen Gelenke führt. Die Sehnen und Bänder verkürzen sich, der Gelenkknorpel leidet massiv und die Gelenkflüssigkeit wird immer dünner und weniger.

Die Beweglichkeit des Gelenks ist mehr und mehr eingeschränkt. Betroffene Hunde haben Schmerzen, wenn die Kniescheibe herausspringt und auch Schmerzen während der Bewegung. In der Folge zögern sie, das Bein zu benutzen. Sie sind in einem Teufelskreis.

Patellaluxation: Ursachen Patellaluxation Ursachen

Die häufigste Ursache für eine Patellaluxation ist, dass sie vererbt wird. Sie kann aber auch in der Wachstumsphase des Junghundes durch falsche Ernährung oder übermäßige Bewegung entstehen und verschlimmert werden. In wenigen Fällen kann auch ein Trauma eine Patellaluxation verursachen.

Welche Hunde sind betroffen?

Es ist nachgewiesen, dass Hündinnen häufiger betroffen sind als Rüden. In den meisten Fällen sind es kleine Hunderassen, die an einer Patellaluxation erkranken. Häufig betroffene Rassen sind z.B.  Chihuahua, Jack Russel Terrier, Yorkshire Terrier, Klein- und Zwergpudel, Pekinese & Foxterrier.

Größere Rassen, die häufiger von der Luxation der Kniescheibe betroffen sind, sind beispielsweise Appenzeller-  oder Berner Sennen Hund, Chow Chow, Shar Pei und Cocker Spaniel.

Du fragst dich, wie man die Patellaluxation erkennen kann? Ich habe sie bereits in einem früheren Artikel zusammengefasst: DIE WICHTIGSTEN SYMPTOME EINER PATELLALUXATION und du kannst sie dort nachlesen.

 

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Du willst einen Hundemantel kaufen? – das solltest du beachten

Du willst einen Hundemantel kaufen? – das solltest du beachten

Im Artikel „Hundemantel – für welche Hunde ist er unverzichtbar“ hast du bereits erfahren, weshalb und wann ein Hundemantel wichtig und hilfreich für einen Hund ist. Die Auswahl an Hundemänteln wird immer größer. Dabei ist es gerade als Laie schwierig zu erkennen, welcher Hundemantel gut ist und welcher eher weniger geeignet ist. Die meisten Hundehalter schauen als erstes auf die Optik und erst bei zweiten Blick befassen sie sich mit Schnitt und Material.

Doch die Optik ist beim Hundemantel nicht alles

Das schickste Design bringt nur leider nichts, wenn die wesentlichen Körperbereiche nicht gut geschützt sind und der Hund trotzdem friert. Oder der Schnitt so ungünstig für deinen Hund ist, dass er in seiner Bewegung gehemmt wird. Da ist dann die Gefahr groß, dass er den Mantel nicht annimmt, weil er sich nicht wohl fühlt.

Hundemantel kaufen, darauf solltest du achten:

Daher habe ich dir zusammengefasst, auf welche Aspekte man beim Kauf des Hundemantels auf jeden Fall achten sollte.

  • Funktionalität ist der wichtigste Punkt bei der Auswahl des Hundemantels. Es gibt verschiedene Materialien, die Regen und Wind fern halten und schlechtem Wetter trotzen.
  • Die gewählten Materialien sollten wetterfest auf der einen Seite aber auch atmungsaktiv auf der anderen Seite sein.
  • Innen ist es für den Hund angenehm, wenn das Innenfutter des Mantels weich und kuschelig ist.
  • Es ist wichtig, dass der Hundemantel waschbar ist. Bei Regen, Schnee und Matsch ist es kaum zu vermeiden, dass der Mantel durch Dreckspritzer verschmutzt wird.
  • Der Mantel sollte deinem Hund optimal passen. Ist er zu groß verrutscht er und wird durchlässig für Feuchtigkeit, Kälte und Wind. Ist er zu klein, schneidet er ein und dein Hund kann sich nicht gut bewegen. Manchmal kann ein zu kleiner Mantel zwicken und weh tun. So wird dein Hund dem Mantel möglicherweise ablehnend gegenüberstehen.
  • Ist der Mantel am Rücken zu kurz, wird dieser nicht gut geschützt und warm gehalten. Oft stehen Mäntel dann am Hinterteil auch ab und bieten Raum für Kälte und Nässe.
  • Oft vergessen, aber ebenso wichtig: auch der Bauch soll schön warm gehalten werden. Er ist sehr kälteempfindlich, denn am Bauch ist das Fell dünner und manche Hunde haben einen nackten Bauch. Viele Mäntel sind leider immer noch so geschnitten, das der Bauch komplett frei und schutzlos ist. Das hat zur Folge, dass dein Hund friert. Er zieht den Bauch ein und verkrampft sich, was Verspannungen vor allem am Rücken zur Folge hat.
  • Da es so viele unterschiedliche Körperformen beim Hund gibt, finden sich immer mehr Anbieter, die Maßanfertigungen anbieten. So ist eine optimale Passform sicher und den körperlichen Anforderungen deines Hundes kann entsprochen werden. Snowy z.B. hat einen Mantel erhalten, der sogar bis über die Knie geht, da diese zu ihren größten „Baustellen“ gehören. So ist sie nun prima geschützt und Wind und Wetter können ihr nicht so zusetzen.

PS: Ein Freund von schlechtem Wetter ist sie übrigens trotzdem nicht…. J

Wie sind deine Erfahrungen mit dem Thema Hundemantel? Trägt dein Hund im Winter einen Mantel als Schutz Hund?  Wenn ja, was sind deine Gründe und worauf hast du bei der Auswahl besonders Wert gelegt?

 

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