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Agility ist längst nicht mehr nur eine Sportart für Border Collie & Co.

Auch immer mehr kleine Hunde erobern die Trainingsplätze. Ob groß oder klein – viele Vierbeiner haben Spaß an aktivem Hundesport. Wer Agility mit kleinen Hunden betreiben möchte, sollte unbedingt ein paar Dinge beachten, damit der Vierbeiner keinen gesundheitlichen Schaden nimmt. Grundsätzlich dürfen und sollten auch kleinere Hunde Hundesport betreiben – auch Agility. Auch wenn ich der Meinung bin, dass ein Dackel zum Beispiel aufgrund seiner Anatomie auf einem Agilityparcour nicht gut aufgehoben ist. Die kurzen, leicht gekrümmten Beinchen und der lange Rücken bieten keine Basis für diese Art von Sport.

Dies sind die wichtigsten Dinge, die du beachten musst, wenn du verantwortungsvoll mit einem kleinen Hund Agility betreiben möchtest:

1. Das passende Equipment und angepasste Hindernisse

Grundsätzlich ist es wichtig, dass ein kleiner Hund die Hindernisse nicht in derselben Höhe überwinden muß, wie z.B. ein Border Collie. Wenn du mit einem kleineren Hund Agility machen möchtest, achte darauf, dass die Ausrüstung an die Größe deines Hundes angepasst ist. Es gibt sogar Tunnel, Hürden und Wippen, die extra für Agility mit kleinen Hunden gedacht sind.

2. Gesundheitscheck auch für kleine Hunde

Jeder Hund sollte bevor er mit dem Sport beginnt durchgecheckt werden. Auch wenn es häufig eher die größeren Hunde sind, die von Hüft– und Ellbogendysplasie betroffen sind, solltest du auch einen kleinen Hund gründlich untersuchen lassen, bevor es auf dem Platz geht. Es ist wichtig zu wissen, ob es Probleme mit dem Bewegungsapparat gibt, denn dies bedeutet, dass gewisse Sportarten deinem Hund schaden.

3. Vernünftiges Trainingspensum

Oft scheinen unsere Hunde unermüdlich und die kleinen Hunde sind unglaublich quirlig. Dennoch ist das Training gerade zu Beginn anstrengend für Deinen Hund und die Beanspruchung und die Anforderungen an den Hundekörper neu und sehr fordernd. Regelmäßige Pausen und ein langsam aufgebautes Training sind elementar für einen gesunden Hundesport. Die Schädigungen des Bewegungsapparates durch Überlastung sind nicht zu unterschätzen.

4. Ausgewachsen trainiert es sich besser

Auch bei kleinen Hunden ist es extrem wichtig, dass du mit dem Hundesport wartest, bis er ausgewachsen ist. Spätfolgen wie Gelenkerkrankungen und Bandscheibenvorfälle durch zu frühe und falsche Belastung sind ansonsten kaum zu vermeiden.

5. Nicht jeder kleine Hund ist geeignet

Für die meisten kleinen Hunderassen ist Agility kein Problem. Bei einigen Rassen sollte man zugunsten der Gesundheit allerdings auf das Agility verzichten. Dazu gehören Hunde mit einem sehr langen Rücken oder sehr kurzen, krummen Beinen, wie zum Beispiel Dackel.

6. Egal ob groß oder klein: WARM UP IST EIN MUSS!

Dieser Punkt liegt mir besonders am Herzen. Immer wieder sehe ich es, dass die Hunde aus dem Auto direkt auf den Trainingsplatz gehen, ohne sich zuvor aufzuwärmen. Die körperlichen Anforderungen, wie enge Wendungen, kurze Stopps, Sprints, Sprünge, die das Agility mit sich bringt, machen ein Warm up absolut unverzichtbar! Du minderst damit das Verletzungsrisiko enorm, machst deinen Hund leistungsfähiger, weil der Körper auf die Bewegungen vorbereitet wird und du vermeidest Langzeitschäden des Bewegungsapparates. Auch wenn dein Hund klein ist und sehr wenig und quirlig ist, benötigt sein Körper eine entsprechende Vorbereitung auf das Training! Hier erfährst du alles zum Thema WARM UP.

7. Nach dem Training das Cool Down nicht vergessen!

Auch hier gilt: auch ein kleiner Hund braucht nach dem Training ein Cool Down, um die Regeneration ach dem Sport zu unterstützen. HIER erfährst du wie es geht!

PS: die meisten Punkte haben natürlich ebenso bei allen anderen Hunden Gültigkeit und sind unverzichtbar!

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Deine Tina

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