Der Kreuzbandriss beim Hund – gefürchtet von vielen Hundehalter, denn er tritt so unberechenbar auf. Daher geht es in diesem Blogartikel vor allem um die Ursachen des Kreuzbandriss und seinen Folgen. Der Kreuzbandriss beim Hund ist eine recht häufige Gelenkerkrankung und wird Dank fortschreitender Diagnostik im Veterinärbereich immer häufiger diagnostiziert. Bei einem Kreuzbandriss ist es meist das vordere Kreuzband das reißt.

Der Auslöser für den Kreuzbandriss: in der Regeln ein Bagatelltrauma wie z.B. eine falsche Bewegung, ein Stolperer beim Spiel mit einem anderen Hund oder das Treten in ein Erdloch.

Doch wie kann es dazu kommen?

Natürlich sollte ein Band nicht einfach so reißen. Schon gar nicht bei einer doch recht alltäglichen Bewegung. Um zu verstehen, was im Gelenk passiert, werfen wir zunächst einen Blick auf die Anatomie des Kniegelenks.

Wie ist das Kniegelenk des Hundes aufgebaut?

Das Kniegelenk ist das komplexeste Gelenk des Hundes. Es setzt sich zusammen aus folgenden knöchernen Bestandteilen: Oberschenkel, Schienbein, Wadenbein und Kniescheibe. Es sind also zur Bildung dieses einen Gelenks schon 4 knöcherne Elemente beteiligt. Diese benötigen viel Halt und Stabilität, da ein großer Teil des Körpergewichts auf dem Knie lastet und es viel in Bewegung ist – nämlich bei jedem Schritt.

Verschiedene Bestandteile sorgen so für Stabilität und Belastbarkeit auf der einen Seite und der nötigen Flexibilität auf der anderen Seite. Hierzu gehören Muskeln, die Menisken, die Gelenkkapsel und das Kniescheibenband. Es gibt 2 Seitenbänder, die ein seitliches Abknicken verhindern.

Jetzt kommen auch die Kreuzbänder ins Spiel. Es gibt ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Sie geben dem Kniegelenk jeweils nach vorne und nach hinten Stabilität. Soweit zur Anatomie.

Wie entsteht ein Kreuzbandriss?

Man geht davon aus, dass es eine genetische Vorbelastung gibt, die den vorzeitigen und fortschreitenden Verschleiß der Kreuzbänder begünstigt. Diese sorgt durch schwaches Bandgewebe kontinuierlich kleine Risse im Kreuzband. Jetzt kommt wieder das Bagatelltrauma ins Spiel: irgendwann reicht eine einige falsche Bewegung und das Kreuzband ist gerissen. Somit ist das Trauma, wie ein Stolperer im Spiel nur der Auslöser.

Fatal ist, dass bei vielen Hunden auch am zweiten Knie im Laufe der Zeit das vordere Kreuzband ebenfalls reißt. Ist das Kreuzband eingerissen oder gerissen, wird das Kniegelenk instabil. Es entsteht rasend schnell Arthrose und auch die Menisken werden beschädigt. Es entsteht eine Entzündung im Kniegelenk. Die Gelenkkapsel schwillt an. Das ist eine Reaktion des Körpers, die durchaus hilfreich ist. Sie gibt dem Kniegelenk wieder Stabilität.

Doch neben dem Kreuzbandriss wird auch der restliche Körper in Mitleidenschaft gezogen. Die Lahmheit und Schonung des betroffenen Hinterlaufs läßt Verspannungen in den überbelasteten Bereichen wie z.B. der Rückenmuskulatur und den Schultermuskeln entstehen.

Welche Hunde sind häufig vom Kreuzbandriss betroffen?

Häufig sind mittelgroße bis große Hunde betroffen. Wie bereits oben im Artikel erwähnt, begünstigt eine genetischen Vorbelastung den vorzeitigen Verschleiß der Kreuzbänder. Aber auch Faktoren wie Überlastung und Fehlbelastung, sowie Übergewicht, fördern einen Kreuzbandriss beim Hund.

Extratipp für deinen Hund mit Kreuzbandriss

Dein Hund möchte nach dem Kreuzbandriss seinen Hinterlauf nicht belasten? Damit ist er nicht alleine. Es gibt aber einen sehr hilfreichen Tipp: lege ihm ein Haargummi um das betroffene Hinterbein (oberhalb der Pfote). Das macht ihm sein Bein bewusst und unterstützt so, dass er wieder alle vier Läufe benutzt.

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Alles Liebe, deine Tina