Du möchtest mit Massage Schmerzen lindern – aber ohne Griffe zu erlernen? So geht es!

Du möchtest Schmerzen lindern und Verspannungen deines Hundes lösen? Das ist klasse! Aber dein Hund lässt sich nicht gerne massieren, fühlt sich bei direkten, intensiven Berührungen durch eine Hand unwohl? Oder du magst dich noch nicht so richtig an die Massagegriffe heranwagen? Es gibt Möglichkeiten, die Muskulatur deines Hundes zu entspannen und seine Schmerzen zu lindern. Und das ohne dafür spezielle Massagegriffe erlernen zu müssen. Hierfür gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln, die du zur Massage einsetzen kannst.

Die Massage mit Hilfsmitteln eignet sich übrigens auch bei Hunden, die neurologische Erkrankungen haben. Du kannst damit Körperteile und- regionen wieder bewusster machen und bei Lähmungen unterstützen.

Welche Hilfsmittel kannst du zur Massage nutzen?

Verschiedene Bürsten

Es gibt eine ganze Reihe von Utensilien, die du zur Massage nutzen kannst. Zum einen kannst du deinen Hund mit verschiedenen Arten von Bürsten massieren. Sehr gut eignen sich Sisalbürsten oder bei kurzfelligen Hunden auch Babybürsten. Auf harte Bürsten solltest du verzichten, da sie die Haut des Hundes unnötig reizen und ihn schmerzen könnten. Beim Kauf kannst du durch ein einfaches Streichen über deinen Handrücken schnell feststellen, ob die Borsten als angenehm empfunden werden.

Verschiedene Striegel

Auch Pferdestriegel eignen sich für eine Massage beim Hund. Du solltest darauf achten, dass du einen Gummistriegel nutzt, weil die Nutzung eines Metallstriegels für deinen Hund schmerzhaft wäre. Es gibt eine große Auswahl an Gummistriegeln, häufig mit verschiedenen Noppen auf beiden Seiten, die die Massage für deinen Hund wohltuend und angenehm machen.

Massagehandschuhe

Im Handel gibt es auch verschiedene Arten von Massagehandschuhen, die du nutzen kannst. Du solltest darauf achten, dass das Material des Handschuhs weich ist, weil starre Handschuhe dir das Gefühl in der Hand bei der Massage nehmen.

Igelball

Für die Massage mit einem Igelball brauchst du zwar ein wenig Übung, aber auch damit kannst du die Muskulatur deines Hundes sehr gut lockern. Die Igelbälle gibt es in verschiedenen Größen und Formen und du solltest darauf achten, dass er nicht zu groß ist und gut in deiner Hand liegt. Einige Hersteller bieten Igelbälle auch in ovaler Form an, das macht die Anwendung einfacher.

Angenehme Materialen sind wichtig

Egal für welches Utensil du dich entscheidest, achte darauf, dass du auf spröde, drahtige Materialien aus hartem Material verzichtest. Dein Hund wird diese Materialien nicht als angenehm empfinden und es besteht die Gefahr, dass du die Haut deines Hundes reizt.

Wie wirkt die Massage mit den kleinen Helferlein und wann wendest du sie an?

Grundsätzlich wirkt die Massage mit Hilfsmitteln wie eine klassische Massage. Die Intensität reicht allerdings nicht an eine klassische Massage mit den Händen heran. Die Bereiche, die du massierst, werden erwärmt, die Durchblutung wird gesteigert und du regst das Herz-Kreislaufsystem an. Du linderst Schmerzen und entspannst die Muskulatur deines Hundes. Dein Hund wird wieder beweglicher und agiler. Dies hilft ihm bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrose , Hüftdysplasie oder Spondylose. Wenn du die Massage mit den Hilfsmitteln bei Hunden mit neurologischen Erkrankungen wie zum Beispiel einem Bandscheibenvorfall anwendest, unterstützt du damit, dass die behandelten Körperteile bewusster wahrgenommen werden und die Nerven stimuliert werden. Das hilft auch bei der Behandlung von Lähmungen.

Falls du dich doch an eine klassische Massage mit den Händen heranwagen möchtest, schlage ich dir meine Blogreihe zur Massage vor, in der ich dir verschiedene Griffe ausführlich in Videos erkläre. Es ist leichter, als du denkst. Nur Mut!

Du kannst diese Art der Massage auch anwenden, um die Muskulatur vor aktiver Bewegung zu erwärmen. Es ersetzt allerdings kein komplettes Aufwärmtraining vor dem Hundesport. Übrigens wird auch ein gesunder Hund die kleine Massage zwischendurch lieben.

Wann solltest du eine Massage mit Bürste, Striegel, Igelball und Co. nicht anwenden?

Grundsätzlich gelten hier dasselbe wie bei einer klassischen Massage. Massagen sollten nicht durchgeführt werden, bei Entzündungen, Trächtigkeit, Tumoren, Fieber, Herzerkrankungen, Infektionserkrankungen, frische Verletzung und Blutungsneigungen. Alle Punkte dazu habe ich dir in meinem Artikel Massage aufgeführt. Hinzu kommt, dass bei nervösen Hunden eine Massage mit Hilfsmitteln keinen Sinn macht, da er ohnehin leicht reizbar ist und ihn diese Art der Massage aufregen könnte. Auch bei histaminempfindlichen Hunden ist Vorsicht geboten, da die Histaminausschüttung verstärkt wird.

Massage mit Igelball – beim ballverspielten Hund ein No Go

Wenn dein Hund langfellig oder ballverspielt ist, solltest du auf eine Massage mit einem Igelball verzichten. Dein Hund wird auf der Jagd nach dem Ball oder wenn sich der Igelball in seinem Fell verheddert keine Entspannung finden wird. Greife statt dessen auf einen Striegel, eine Bürste oder einen Massagehandschuh zurück. Achte bei sehr kurzfelligen Hunden darauf, dass die Bürste oder der Striegel den du nutzt sehr weich ist, da aufgrund des fehlenden Unterfells sofort Hautkontakt gegeben ist.

Wie führst du die Massage und was musst du beachten?

Die Vorstellung, dass nur durch hartes, deutlich spürbares Bürsten eine Wirkung erreicht wird, ist falsch. Tatsächlich gilt: Eine mit leichtem Druck durchgeführte Massage ist immer angenehm und entspannend. Weiche Borsten oder Noppen und leichtes Streichen genügen. Sie regen die Hautdurchblutung an, entspannen deinen Hund und lindern seine Schmerzen. In die Massage kannst du den Rücken, die Schultern und Vorderläufe, Kruppe und Hinterläufe einbeziehen. Wenn dein Hund unter einer neurologischen Erkrankung leidet, beziehe auch die Pfoten mit ein. Empfindliche Bereiche des Körpers sparst du aus. Dazu gehören der Kopf, die Geschlechtsteile und die Brustwarzen.

Auch das ist wichtig

Bei der Massage mit Bürste, Striegel oder Ball streichst du immer in einer fließenden Bewegung mit dem Strich. Deine Bewegungen können auch kreisend sein. Du solltest nicht zu lange und intensiv auf einer Stelle massieren. Halte den Druck immer gleich. Massiere immer im Bereich der Muskulatur und spare knöcherne Bereiche aus. Eine Massage auf den Knochen ist schmerzhaft. Gegen den Strich massierst du nur, wenn dein Hund unter Lähmungen leidet und du die Wahrnehmung in den betroffenen Läufen trainieren möchtest. Eine Massage solltest du niemals nebenbei oder zwischendurch durchführen. Dein Hund wird deine volle Aufmerksamkeit schätzen und eine entspannte Atmosphäre. Fernseher und Telefon sind bei der Massage tabu, die Raumtemperatur und das Licht sollten angenehm sein. Ganz so, wie wir es uns bei einer Massage auch wünschen.

Damit du genau weißt, wie du die Massage anwendest, zeige ich dir im Video beispielhaft an der Rückenmuskulatur, wie es funktioniert.

Hier geht es zum Video “Massage mit Hilfsmittel”

Wie häufig wendest du diese Art der Massage an?

Bei Hunden mit neurologischen Erkrankungen darfst die betroffenen Gliedmaßen täglich mit einer Bürste, Igelball oder Handschuh massiert werden. Ich würde dir in diesem Fall empfehlen in die Auswahl des Utensils etwas Abwechslung zu bringen, damit sich kein „Abnutzungseffekt“ einstellt. Ansonsten solltest du, im Gegensatz zur klassischen Massagen, diese Art der Massage nur ein bis zwei Mal pro Woche anwenden. Die Behandlung ist sehr intensiv und bei häufigerer Anwendung kann es zu einer Überreizung kommen und für deinen Hund unangenehm werden. 

Wie lange sollte die Massage dauern?

Je nach Größe deines Hundes und abhängig davon, ob du den gesamten Hund oder nur einen Teilbereich wie den Rücken massierst, sollte die Behandlung nicht länger als 10-15 Minuten dauern.

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Deine Tina

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