Dein Hund kann nicht richtig sitzen? – Was die Sitzposition über den Bewegungsapparat deines Hundes aussagt

Dein Hund kann nicht richtig sitzen? – Was die Sitzposition über den Bewegungsapparat deines Hundes aussagt

Wenn es um die Befundung von Erkrankungen des Bewegungsapparates geht, wird hier zumeist das Gangbild des Hundes angeschaut. Nur selten wird ein Blick darauf geworfen, wie die Positionswechsel des Hundes aussehen. Doch auch anhand seiner Sitz Position kann man körperliche Probleme des Hundes erkennen. Daher sollte man – wenn man herausfinden möchte, ob der Hund möglicherweise unter einer Erkrankung des Bewegungsapparates leidet immer auch anschauen, wie er die verschiedenen Positionswechsel mit begutachten.

Auch für dich als Hundemensch ist es wertvoll zu wissen, welche Auffälligkeiten es bei der Position Sitz geben kann. Denn wenn dein Hund eine oder mehrere der aufgezählten Dinge zeigt, solltest du in jedem Fall einen Blick auf seinen Bewegungsapparat werfen lassen und der Ursache auf den Grund gehen. Hund kann nicht richtig sitzen

Auffälligkeiten in der Position Sitz des Hundes: Hund kann nicht richtig sitzen

– starke Krümmung des Rückens
– einseitiges auf die Seite kippen
– nach außen oder innen gedrückte Kniegelenke
– gestreckte Kniegelenke des Hundes
– der Kopf wird hängen gelassen
– Entlastung eines Vorderlaufes oder wechselseitiges Entlasten der Vorderläufe

Die Auffälligkeiten können auch in Kombination miteinander auftreten.

Nicht immer ist eine Krankheit ursächlich. Es kann auch über eine längere Zeit hin angewöhnt sein. In vielen Fällen ist dies allerdings der Fall. Durch eine orthopädische Untersuchung kann dies herausgefunden werden.

Welche Probleme können bestehen? Hund kann nicht richtig sitzen

Die gesundheitlichen Probleme können unterschiedlich sein. Häufig sind:

– Knieerkrankungen
– Hüfterkrankungen wir Hüftdysplasie oder Hüftarthrose
– Rückenerkrankungen wie Spondylose

die Ursache.

Warum ist eine korrekte Sitzposition beim Hund so wichtig?

Eine Fehlhaltung im Sitz hat auch Einfluss darauf, wie dein Hund sich bewegt. Wenn wir als Beispiel davon ausgehen, dass der Hund sich in der Position Sitz auf eine Seite rutschen läßt, und dann aufstehen möchte, kann diese Bewegung nicht „physiologisch“ also normal ablaufen. Er hat hier nicht die Möglichkeit, sich gleichmäßig aus der Hinterhand hochzustemmen, sondern nutzt unterstützend den Schultergürtel und die Vorderhand. Hund kann nicht richtig sitzen

Dauerhaft bleibt das nicht ohne Folgen

Es kommt zu einer Überlastung der Muskulatur der Vorderläufe und in der Folge Verspannungen der Muskulatur und möglicherweise auch Überlastungsschäden am Gelenkknorpel der Vorderläufe zur Folge. Die Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens werden schwächer. Auch Blockaden im Rücken sind möglich. In der Fortbewegung wird dein Hund mehr und mehr auf seine Vorderläufe setzen und die Hinterläufe laufen halt so mit.

Was kannst du tun?

Ob schlechte Angewohnheit oder eine Erkrankung des Bewegungsapparates als Ursache – es ist wichtig, eine gesunde Sitzposition zu trainieren. Hund kann nicht richtig sitzen

Dies kann man zum einen darüber, dass man den Steh Sitz Wechsel regelmäßig trainiert. In meinen Online Kursen z.B. ist der Steh Sitz Wechsel eine wichtige Übung, da es für viele Hunde eine Alltagsbewegung und somit eine wichtige Basis bedeutet. Der Positionswechsel selbst ist übrigens überhaupt nicht langweilig, sondern eine Übung, die sowohl die Gelenkbeweglichkeit der gesamten Hinterhand, als auch die Muskulatur des unteren Rückens und der Hinterhand fördert.

Sie allein ist allerdings in der Regel nicht ausreichend. Entsprechend der Diagnose etc.. ist es sinnvoll, eine Kombination aus verschiedenen aktiven Bewegungsübungen regelmäßig zu machen, um sukzessive die korrekte Position zu fördern und gesunde Bewegungsabläufe zu trainieren.

Kann dein Hund sich korrekt hinsetzen oder zeigt er Ausweichbewegungen? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit mir.

Alles Liebe, deine Tina

Die Nervenfunktion stärken beim Hund – so geht´s!

Die Nervenfunktion stärken beim Hund – so geht´s!

Wenn Hunde unter Rückenerkrankungen leiden, wie z.B. einem Bandscheibenvorfall, dem Cauda Equina Compressions Syndrom, einer Spondylose, ist häufig die Nervenfunktion gestört. Ursache ist hier in der Regel eine Kompression der Nerven, wodurch die Nervenweiterleitung nicht wie gewohnt funktioniert. Doch auch bei Erkrankungen wie der Fibrokartilaginösen Embolie – dem Rückenmarksinfarkt kann es zu Störungen der Nervenfunktion kommen. Alle diese Erkrankungen können je nach Dauer und Intensität der Kompression zu kompletten Lähmungen führen. Nervenfunktion stärken beim Hund

Was sind weitere Symptome für eine gestörte Nervenfunktion?

Mögliche Anzeichen können beispielsweise sein: Nervenfunktion stärken beim Hund

  • Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme
  • Pfotenschleifen
  • schwächer werdende Muskulatur
  • Unsicherheit bei bestimmten Bewegungen
  • Einknicken mit der Hinterhand
  • Inkontinenz

Warum funktioniert so oft der Muskelaufbau bei neurologischen Erkrankungen nicht oder nur unzureichend? Nervenfunktion stärken beim Hund

In der Rehabilitation ist dann ein wichtiges Therapieziel, die Muskulatur des Hundes zu erhalten und auch wieder zu stärken. Doch dies kann nur funktionieren, wenn wir eine ausreichende Nervenfunktion haben. Immer noch häufig höre ich von Fällen, in denen trotz intensiven Muskeltrainings keine oder nur sehr wenig Muskulatur aufgebaut wird. Dies ist dann vielfach ursächlich darin, dass in der Therapie nicht berücksichtigt wurde, dass die Nervenfunktion hinreichend gewährleistet ist.

Das bedeutet, dass in der Weiterleitung der Information vom Gehirn über das Rückenmark und den Nerv hin zum Muskel eine Unterbrechung oder mangelhafte Weiterleitung vorliegt. Die Information für den Muskel zur Anspannung kann vom Nerv nicht oder nur unzureichend weitergegeben werden. Ein Muskelaufbau über reines Krafttraining wird hier daher niemals funktionieren.

Wie kann man die Nervenfunktion fördern und verbessern? Nervenfunktion stärken beim Hund

  • Sehr hilfreich und effektiv ist das Ausstreichen der Zehenzwischenräume. Dies sollte man am besten mehrmals täglich durchführen. Eine Anleitung zum Ausstreichen der Zehenzwischenräume findest du in diesem Artikel von mir.
  • Zusätzlich helfen stimulierende Massagen, die Nervenfunktion zu verbessern. Du kannst diese mit einem weichen Gummistriegel für Pferde oder einem Massagehandschuh. Durchführen. Auch hierzu habe ich eine ausführliche Anleitung für dich erstellt, die du hier findest: Massage mit dem Massagehandschuh.
  • Die Pfoten kannst du mit einer weichen Babybürste ausstreichen, damit die Nervenweiterleitung verbessert wird. Achte darauf, dass du weder mit zu viel, noch mit zu wenig Druck arbeitest.
  • Auch das aktive Bewegungstraining darf natürlich nicht fehlen. Hier hilft es sehr, zusätzlich die Übungen auf stimulierenden Untergründen mit Noppen (Targets oder Sensimats) zu machen, oder einfach eine Kokosmatte zu nutzen. In diese Artikel erfährst du genau, was es beim aktiven Bewegungstraining bei neurologischen Erkrankungen zu beachten gibt, damit es erfolgreich ist.

Leidet dein Hund ebenfalls unter einer Erkrankung, die neurologische Störungen verursacht? Wenn auch du Probleme hast, seine Muskulatur zu stärken, melde dich gern bei mir und wir tauschen uns aus! (tina@doggy-fitness.de)

Alles Liebe, deine Tina Nervenfunktion stärken beim Hund

Aufgewölbter Rücken beim Hund – das ist die Ursache

Aufgewölbter Rücken beim Hund – das ist die Ursache

Immer wieder sieht man Hunde, die einen deutlich aufgewölbten Rücken zeigen, kombiniert mit einer sehr steifen Haltung und einem steifen Gang. Vielfach tritt dies akut auf. Bei einigen Hunden ist es aber auch ein schleichender Prozess, bei dem der Rücken fortlaufend runder gehalten wird. aufgewölbter Rücken beim Hund

Was ist die Ursache für einen aufgewölbten Rücken?

„Katzenbuckel“ oder „Karpfenrücken“ sind häufig genutzte Begriffe, wenn es darum geht ein häufiges Symptom für Rückenprobleme bei unseren Hunden zu benennen. Denn leiden Hunde unter z.B. Spondylose, Bandscheibenvorfällen. Cauda Equina Compressions Syndrom oder ähnlichem, führt dies häufig zu starken Rückenschmerzen. In der Folge ziehen die betroffenen Hunde ihren Rücken auf, so das ein regelrechter Rundrücken entsteht.

Wie entsteht der Karpfenrücken beim Hund und was macht dieses Symptom so gefährlich? aufgewölbter Rücken beim Hund

Der Hund nimmt eine Schonhaltung ein und versucht Bewegungen zu vermeiden, die ihm unangenehm sind. Grundsätzlich ist dies eine sehr gute Maßnahme des Hundekörpers, um schmerzhafte Strukturen zu schonen. Allerdings bleibt auch dies nicht folgenlos. Durch den aufgezogenen Rücken entstehen schmerzhafte muskuläre Verspannungen, die in der Folge zu weiteren und stärkeren Schonhaltungen führen. Hinzu kommt, dass die verspannte Muskulatur auf beeinträchtigte Strukturen wie Bandscheibenvorfälle drücken kann, die dadurch noch verstärkt werden. So wird die Kompression bei einem Bandscheibenvorfall oder bei einem Cauda Equina Kompressions Syndrom weiter erhöht. Die Strukturen werden weiter geschädigt und die Schmerzen werden stärker. Der Hund befindet sich in einem Teufelskreis.

Ähnlich ist es bei einer Spondylose. Im akuten Schub ist eine Spondylose schmerzhaft. Der Hund schont sich, wenn man ihm die Schmerzen nicht nimmt. Es entstehen Verspannungen, die zu weiteren Bewegungseinschränkungen führen. Dabei ist es bei Spondylose sehr wichtig, die Beweglichkeit der Wirbelsäule bestmöglich zu erhalten. aufgewölbter Rücken beim Hund

Was tun, wenn man einen aufgezogenen Rücken beim Hund beobachtet?

In allen Fällen ist unbedingt schnelles Handeln gefragt. Solltest du dies also bei deinem Hund beobachten, ist es wichtig, das Symptom ernst zu nehmen und deinen Hund einem Tierarzt vorzustellen. Besonders bei einem akuten Bandscheibenvorfall beispielsweise zählt hier jede Minute. Grundsätzlich sollte man einen Hund Schmerzen nicht „aushalten“ lassen, da ansonsten ein Schmerzgedächtnis entsteht. Der Schmerz bleibt dann, obwohl die ursprüngliche Ursache längst beseitigt ist. In diesem Fall ist es so, dass der Schmerz selbst zum Krankheitsbild geworden ist. aufgewölbter Rücken beim Hund

Konntest du dieses Symptom schon einmal bei deinem Hund beobachten? Teile deine Erfahrungen gern mit uns in den Kommentaren!

Alles Liebe, deine Tina

Schüttelt sich dein Hund normal? So richtig von vorne bis nach hinten?

Schüttelt sich dein Hund normal? So richtig von vorne bis nach hinten?

Vielleicht hast du dir diese Frage noch nie wirklich bewusst gestellt und dir daher auch noch nie bewusst angeschaut, wie dein Hund sich schüttelt. Es hört sich im ersten Moment auch ausgesprochen seltsam an, denn was soll so besonders daran sein, wenn dein Hund sich schüttelt? Meine Empfehlung an dich ist, regelmäßig darauf zu achten, wie dein Hund sich schüttelt. Warum?  Es kann dir sehr viel über das Befinden deines Hundes zeigen.

Sich zu schütteln ist für unsere Hunde „Daily Business“. Nicht nur, wenn sie nass geworden sind, schütteln sie sich. Auch wenn sie „Stress abschütteln“ wollen. Die meisten Hunde schütteln sich, bevor sie nach einem Spaziergang zurück ins Haus gehen, manchmal auch nach dem Aufstehen.

Tessa schüttelt sich z.B. grundsätzlich, wenn wir vom Spaziergang zurück kommen bevor sie wieder ins Haus geht.

Wie schüttelt sich ein Hund normal?

Im Normalfall schüttelt dein Hund sich so richtig von vorne – also von der Nasenspitze – bis hinten – bis zur Rutenspitze – gleichmäßig durch. Die Bewegung ist fließend und der Hund bleibt im Gleichgewicht.

Wann ist das Schütteln beim Hund als auffällig zu betrachten?

Einige Hunde stoppen etwa ab der Rückenmitte, lassen den unteren Rücken aus und brechen das Schütteln ab. Wieder andere kommen beim Schütteln aus dem Gleichgewicht. Beides ist auffällig und kann auf körperliche Probleme hindeuten.

Was sind mögliche Ursachen?

Wenn du einen der beiden Punkte bei deinem Hund feststellst, oder das Schütteln sonst irgendwie seltsam angespannt oder unkoordiniert aussieht, kann das beispielsweise auf Rückenerkrankungen verbunden mit Rückenschmerzen und neurologische Probleme hindeuten. Auch ältere Hunde sind häufig nicht mehr „standfest“ und geraten aus dem Gleichgewicht. Mein Rat ist, dies in jedem Fall abklären zu lassen!

Übrigens: Auch wenn du beobachtest, dass dein Hund sich besonders häufig schüttelt, solltest du dem auf den Grund gehen. Dies kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben, denen man auf den Grund gehen sollte.

Hast du schon einmal Auffälligkeiten bei deinem Hund beobachtet, wenn er sich schüttelt? Teile sie gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

10 Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

10 Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

Wenn ein Hund an einem Rückenmarksinfarkt erkrankt, sind die betroffenen Hundehalter meistens sehr hilflos und übermannt von großer Angst um den Hund. Es fällt ihnen schwer, mit der Situation umzugehen. Wie kann man seinen Hund am Besten unterstützen? Daher ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, welche Maßnahmen man ergreifen kann, wenn der eigene Hund an einem Rückenmarksinfarkt oder auch einer anderen neurologischen Erkrankung erkrankt.

In diesem Artikel habe ich dir eine Reihe wichtiger Tipps zusammengefasst, wie du deinen Hund in dieser Situation unterstützen kannst.

Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt

1. Pfotenschutz

Solange dein Hund mit den Hinterpfoten schleift, unterstütze ihn mit Pfotenschuhen. Sie bieten ihm deutlich mehr Stabilität und er läuft sich seine Pfoten nicht blutig. Es gibt verschiedenen Varianten, die im Haus oder auch draußen getragen werden können. Wichtig ist eine gute Passform, um ein Rutschen oder Druckstellen zu vermeiden.

2. Antirutsch im Haus Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt

Die neurologischen Störungen und/oder Lähmungen machen deinem Hund im Alltag große Probleme. Jeder Schritt ist mit Unsicherheit verbunden. Du kannst ihm viel Erleichterung verschaffen, wenn du dafür sorgst, dass er sich nur auf rutschfesten Untergründen bewegt. Klar, man kann nicht mal eben das gesamte Haus oder die Wohnung mit Teppich auslegen. Aber du kannst in den Bereichen, in denen dein Hund sich in der Regel viel bewegt z.B. vorübergehend mit rutschfesten Läufern auslegen oder Yogamatten.

3. Komfortabel aufs Sofa und ins Auto

Zum einen strapazieren Sprünge unnötig den Rücken deines Hundes, zum anderen fallen ihm Koordination und Balance schwer. Vermeide deshalb Sprünge in den und aus dem Kofferraum. Die Verletzungsgefahr ist groß. Falls du deinen Hund nicht in den Kofferraum heben kannst, gibt es praktische Hunderampen. Hunde gewöhnen sich meist schnell daran. Dein Hund liebt es auf dem Sofa zu schlafen? Dann solltest du vermeiden, dass er aufs Sofa springt. Wenn du ihn nicht hochheben kannst, es gibt tolle Steighilfen und Hundetreppen. Die kannst du ihm als Hilfe anbieten.

4. Hilfe und Sicherheit beim Treppensteigen Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt

Dein Hund sollte möglichst wenige Treppen steigen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, gibt es praktische Tragehilfen. Damit kannst du deinen Hund unterstützen und entlasten – und gibst im Halt und Sicherheit.

5. Schütze den Rücken deines Hundes

Vermeide das Aufreiten anderer Hunde. Der Rücken ist besonders empfindlich und sollte geschützt werden. Auch das gutgemeinte Klopfen und Tätscheln auf dem Rücken ist für deinen Hund unangenehm und schädlich. Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt

6. Angepasste Bewegung

Natürlich soll dein Hund in Bewegung bleiben. Passe jedoch Spaziergänge und Belastungen dem aktuellen Krankheitszustand deines Hundes an. Am Besten in Absprache mit deinem Physiotherapeuten oder Tierarzt. Mache lieber kürzere Spaziergänge, dafür häufiger.

7. Normalgewicht ist Pflicht!

Grundsätzlich schadet Übergewicht deinem Hund. Doch besonders jetzt ist eine Gewichtsreduktion unumgänglich, wenn dein Hund zu viel wiegt. Jedes Gramm zu viel auf den Rippen ist eine zusätzliche Belastung für den Bewegungsapparat.

8. Bitte kein Sport!

Leistungssport ist tabu. Kurze Stopps, enge Wendungen und Sprünge sind für den Körper außergewöhnliche Belastungen. Auch nach der Gesundung solltest du dies deinem Hund auf keinen Fall zumuten. Wenn es der Gesundheitszustand deines Hundes zulässt, lege ich dir sportliche Aktivitäten wie Mobility oder Degility ans Herz. Sie sind auf Hunde mit Bewegungseinschränkungen ausgerichtet und können individuell auf die Bedürfnisse deines Hundes angepasst erden.

9. Gut gebettet

Ein guter Schlafplatz ist immer sehr wichtig für deinen Hund. Unseren Hunden geht es wie uns: wenn wir auf einer guten Matratze schlafen, haben wir keine Rücken- und Gelenkschmerzen und sind ausgeruht. Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Ein orthopädisches Hundebett bietet eine wunderbare Druckentlastung für den Rücken. Dein Hund schläft wie auf Wolken. Es eignet sich für gesunde und erkrankte, sowie ältere Hunde gleichermaßen.

Bei der Auswahl des Schlafplatzes solltest du darauf achten, dass er ausreichend groß ist und die Möglichkeit bietet, dass dein Hund sich komplett ausstrecken kann. Das Hundebett sollte möglichst nicht in kalten, zugigen Bereichen stehen.

10. Bewegungstraining

Um zu vermeiden, dass dein Hund Muskulatur verliert und die Gelenke einrosten, ist es wichtig, dass du gezielt mit ihm arbeitest. Zusätzlich sollten auch Körpergefühl, Balance und Koordination gefördert werden. Lasse dir hier bitte von einer Fachperson entsprechende Übungen zeigen, die du regelmäßig Zuhause durchführen kannst.

Du hast Fragen zum Thema? Dann melde dich gern bei mir!

Alles Liebe, deine Tina

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Degenerative Myelopathie – das sind die häufigsten Symptome

Degenerative Myelopathie – das sind die häufigsten Symptome

In Teil I der Blogreihe zur Degenerativen Myelopathie hast du bereits viele wichtigen Informationen rund um das Krankheitsbild erfahren. In diesem Artikel dreht sich alles um die Symptome der Degenerativen Myelopathie. Degenerative Myelopathie Symptome

Ein frühes Erkennen der Erkrankung ist sehr wichtig, damit betroffene Vierbeiner möglichst schnell behandelt werden und der Fortschritt der Erkrankung möglichst verzögert wird.  Daher sollte man mit den wichtigsten Anzeichen vertraut sein. Natürlich können diese Anzeichen auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten.
Es ist daher sehr wichtig, seinen Hund untersuchen zu lassen, sobald er eines oder mehrere der aufgeführten Symptome zeigt.

Degenerative Myelopathie – die Symptome

  • Zunächst zeigen die Hunde Probleme bei der Koordination der Hinterhand und sie schleifen mit den Krallen.
  • Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es immer mehr auch zum Überkreuzen der Hinterläufe, Überköten, Wegkippen und Einsacken beim Drehen.
  • Es bilden sich Verspannungen der Muskulatur in den überlasteten Bereichen.
  • Betroffene Vierbeiner ziehen die Hinterläufe nach durch die fortschreitende Lähmung.
  • Der Hund zeigt unkoordinierte Bewegungen der Hinterhand.
  • Die Eigenwahrnehmung der an einer Degenerativen Myelopathie erkrankten Vierbeiner ist gestört.
  • Auch die Reflexe sind gestört.
  • Es kommt zu Harn und Kotinkontinenz. Degenerative Myelopathie Symptome

Auch diese Symptome kann ein Hund bei einer Degenerativen Myelopathie zeigen:

  • Je nach Schwergrad und Stadium kommt es zum Einknicken auf der Hinterhand, neurologischen Ausfallerscheinungen und Gleichgewichtsproblemen.
  • Krallen-/Pfotenschleifen – die Krallen sind stark abgenutzt.
  • Hunde zeigen Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Hinlegen.
  • Erkrankte Vierbeiner haben Koordinationsschwierigkeiten z.B. beim Beinchenheben oder Schütteln.
  • Auch Sensibilitätsstörungen in den Pfoten treten auf.
  • Es kommt zum Verlust der Muskulatur.
  • Die Beweglichkeit ist immer mehr eingeschränkt.
  • Ein weiteres Symptom ist ein Tremor in den Hinterläufen.
  • Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es dann zu einer kompletten Lähmung des Hundes.
  • Der Verlauf der Erkrankung ist absolut schmerzfrei.

Dein Hund zeigt verschiedene der genannten Anzeichen? Dann solltest du diese auf jeden Fall ernst nehmen und deinen Vierbeiner untersuchen lassen. Degenerative Myelopathie Symptome

Auch wenn keine Degenerative Myelopathie vorliegt, können die Symptome auch auf andere Erkrankungen des Bewegungsapparates hindeuten, wie beispielsweise einen Bandscheibenvorfall, Spondylose oder ein Cauda Equina Compressions Syndrom.

Alles Liebe, deine Tina

 

 

10 unverzichtbare Tipps, wenn dein Hund unter Spondylose leidet!

10 unverzichtbare Tipps, wenn dein Hund unter Spondylose leidet!

Spondylose ist bei unseren Hunden eine wahre „Volkskrankheit“. Viele unserer Vierbeiner erkranken im Verlauf ihres Lebens daran – nicht selten wird die Spondylose allerdings erst recht spät diagnostiziert. Besonders zu schaffen macht die Erkrankung unseren Hunden meist im akuten Schub. Doch auch außerhalb eines Schubs sind die Folgen der Knochenspangen vielfach spürbar. Im täglichen Zusammenleben mit deinem Hund, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, deinen Hund zu unterstützen. Zum einen gibt es Maßnahmen, die Beschwerden lindern, aber auch viele Dinge, die du aktiv tun kannst, um das Fortschreiten der Spondylose zu verzögern, bzw. zu verhindern. Im Artikel stelle ich dir 10 Tipps vor, die du unkompliziert umsetzen kannst.

Das hilft deinem Hund bei Spondylose

  • Passe Spaziergänge und Belastungen dem aktuellen Krankheitszustand deines Hundes an. Mache lieber kürzere Spaziergänge, dafür häufiger.
  • Ist dein Hund übergewichtig, so ist eine Gewichtsreduktion unumgänglich. Denn jedes Gramm zu viel auf den Rippen ist eine zusätzliche Belastung für die Knochen. Es fördert das Fortschreiten der Spondylose.
  • Leistungssport ist bei Spondylose tabu. Kurze Stopps, enge Wendungen und Sprünge sind für den Körper außergewöhnliche Belastungen. Die solltest du deinem Hund mit Spondylose nicht zumuten . Es gibt allerdings mittlerweile viele hundesportliche Angebote wie Mobility oder Degility. Sie sind auf Hunde mit Bewegungseinschränkungen ausgerichtet.
  • Vermeide Sprünge in und aus dem Kofferraum. Falls du deinen Hund nicht in den Kofferraum heben kannst, gibt es praktische Hunderampen. Hunde gewöhnen sich meist schnell daran.
  • Deinem Hund macht das Treppenlaufen Probleme? Es gibt praktische Tragehilfen. Damit kannst du deinen Hund unterstützen und entlasten.

Auch das hilft deinem Vierbeiner:

  • Vermeide unbedingt das Aufreiten anderer Hunde. Auch das Klopfen und Tätscheln auf dem Rücken ist für deinen Hund unangenehm.
  • Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Er sollte nicht in kalten, zugigen Bereichen liegen. Ein orthopädisches Hundebett beispielweise bietet eine wunderbare Druckentlastung für den Rücken. Dein Hund schläft wie auf Wolken.
  • Die Natur hält eine Fülle an Nahrungsergänzungsmitteln bereit, um deinen Hund zu unterstützen. Grünlippmuschelextrakt unterstützt beispielsweise die Gelenke. Weihrauch und Teufelskralle wirken schmerzlindernd.
  • Die kalte Jahreszeit macht Hunden mit Spondylose besonders zu schaffen. Die Kälte und Feuchtigkeit verursachen Schmerzen und ziehen in die Gelenke. Vermeide das Auskühlen des Rückens im Winter. Ein Hundemantel hält deinen Hund warm, schützt seinen Körper und macht die Spaziergänge auch bei nasskaltem Wetter viel erträglicher.
  • Wer rastet der rostet. Trotz und gerade wegen der Spondylose ist es wichtig, dass du deinen Hund beweglich, gut bemuskelt und fit hältst. Mit gezielten BEWEGUNGSÜBUNGEN kannst du dafür sorgen, dass sein Rücken beweglich bleibt. Auch seine Rückenmuskulatur bleibt stabil. So verzögerst du das Fortschreiten der Spondylose.

Alles Liebe, deine Tina

 

 

Zwei Übungen aus dem Hundefitness Training, die deinem Hund bei Spondylose helfen

Zwei Übungen aus dem Hundefitness Training, die deinem Hund bei Spondylose helfen

Dein Hund hat Spondylose und du möchtest aktiv werden?

Was Spondylose für deinen Hund bedeutet war das Thema meines letzten Beitrags. Wie versprochen zeige ich dir in diesem Beitrag zwei Übungen, die deinem Hund helfen, das Voranschreiten der Spondylose aufzuhalten; sie trainieren die Muskulatur, Beweglichkeit und Koordination.

Spondylose Übungen: 1. Das Stretchen des Rückens

Und so funktioniert sie:

Dein Hund steht auf einem festen und ebenen Untergrund. Du stellst dich über deinen Hund (etwas in Höhe der Hüften) und ihr blickt in dieselbe Richtung. Dann führst du ein Leckerchen von der Nase deines Hundes in einem Bogen langsam in Richtung deines Knies. Um an das Leckerchen zu kommen, muss dein Hund sich in Richtung deines Knies beugen. Dabei darf er seine Grundposition nicht verlassen. Halte diese Position für ca. 3 Sekunden. Führe das Leckerchen dann zurück bis dein Hund wieder in der Ausgangsposition ist. Jetzt gibst du ihm das Leckerchen. Möglicherweise ist dein Hund zu Beginn des Trainings noch etwas steif im Rücken. Es geht nicht darum, dass ihr direkt in die maximale Beugung geht, sondern die Beugung langsam steigert. So wie dein Hund es ohne Schwierigkeiten ausüben kann. Du solltest auf keinen Fall durch Drücken am Kopf nachhelfen, du könntest ihm Schmerzen zufügen.

Wie oft und wie ist der Effekt?

Ich empfehle dir zu Beginn des Trainings einmal täglich mit 3 Wiederholungen pro Seite. Du kannst die Übung steigern, indem dein Hund sich weiter beugt und Du die Anzahl der Wiederholungen erhöhst.

Mit der Übung dehnst du die Muskulatur des Halses und Rückens, hältst sie elastisch und steigerst die Beweglichkeit deines Hundes. Zusätzlich trainierst du die Koordination und das Gleichgewicht.

Spondylose Übungen: 2. Die Gewichtsverlagerung vorne-hinten 

Und so funktioniert sie:

Du kniest dich vor deinen Hund und dein Hund soll sich mit den Vorderläufen auf eine Erhöhung stellen. Die Erhöhung kann eine Stufe sein, ein Bordstein, Bücher oder ein niedriger Baumstumpf. Die Erhöhung sollte etwa in Höhe seines Handgelenkes sein, so dass dein Hund die Gewichtsverlagerung stabil halten kann. Dadurch verlagert er sein Gewicht zunächst auf die Hinterläufe und den unteren Rücken. Nun nimmst du ein Leckerchen und führst dies vor der Nase deines Hundes etwas nach vorne, so dass dein Hund seinen Hals reckt. Wenn du mit z.B. mit dem Nasentouch arbeitest, kannst du auch diesen nutzen. Er verlagert nun sein Gewicht auf die Vorderläufe und trainiert die Muskulatur der Vorderläufe und der Schultern. Die Hinterläufe bleiben in ihrer ursprünglichen Position. Du hältst diese Position für ca. 3 Sekunden. Dann gibst du ihm das Leckerchen.

Der zweite Schritt

Nun führst du aus der Position ein zweites Leckerchen über den Kopf deines Hundes, so dass er seinen Kopf nach oben nimmt. Er wird deiner Hand folgen und das Gewicht auf die Hinterläufe und den unteren Rücken verlagern. In dieser Position verbleibt ihr ebenfalls ca. 3 Sekunden bevor du ihm das Leckerchen gibst.

Wie oft und wie ist der Effekt?

Ich empfehle dir zu Beginn einmal täglich 3 Wiederholungen nach vorn und hinten. Du kannst diese Übung steigern, indem du deinen Hund länger in der Position verbleiben lässt und die Anzahl der Wiederholungen erhöhst.

Diese Übung ist ideal bei Spondylose, da du sehr viele Muskeln deines Hundes trainierst und gleichzeitig seine Koordination und Gleichgewicht.

Berücksichtige bei euren Trainingseinheiten immer die Tagesform deines Hundes. Auch dein Hund ist nicht jeden Tag gleich gut drauf und leistungsfähig.

Los geht´s! Jetzt bist du dran! Viel Spaß beim Training mit deinem Hund! Du hast Fragen zu den Übungen? Ich beantworte sie dir gern!

Dir haben die Übungen gefallen? Du findest sie inklusive Videoanleitung und viele weitere Übungen in meinem Rückenfit Online Kurs. Perfekt für dich, wenn dein Hund Rückenprobleme hat. HIER GIBT ES MEHR INFOS ZUM KURS

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