So bewegst du deinen Hund nach einem Bandscheibenvorfall richtig!

So bewegst du deinen Hund nach einem Bandscheibenvorfall richtig!

Wenn ein Hund einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, denkt man im ersten Moment, dass er in diesem Moment alles braucht, aber keine Bewegung. Doch das ist nur begrenzt richtig. Nach einem Bandscheibenvorfall kann es sein, dass der Hund je nach Schwere und Lokalisation des Vorfalls an den Hinterläufen, aber auch allen vier Läufen gelähmt ist. Zumindest sind aber neurologische Probleme und Gangbildstörungen sehr wahrscheinlich. Bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Kein Wunder, denn durch das vorgefallene Bandscheibenmaterial wurde Druck auf das Rückenmark und die Nerven ausgelöst und das verursacht in der Folge eine gestörte Nervenweiterleitung.

Lähmungen und gestörte Bewegungsabläufe verunsichern Hundehalter bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Also Hundehalter möchte man dann alles richtig machen, zumal die gestörten Bewegungsabläufe, Gleichgewichtsstörungen oder sogar Lähmungen uns verständlicherweise Angst machen und wir in großer Sorge um unseren Hund sind. Zudem ist ein Bandscheibenvorfall schmerzhaft, genau wie für uns Menschen, sehr schmerzhaft. Wir sind also zuerst einmal sehr hilflos.

Deshalb ist Boxenruhe in vielen Fällen sehr wichtig

Richtig in Sachen Bewegung nach einem Bandscheibenvorfall ist in jedem Fall, dass deinem Hund Ruhe verordnet wurde. Vielfach wird sogar Boxenruhe verordnet. Das dient dazu, dass der betroffene Hund keine unkontrollierten Bewegungen macht und sich das Trauma zurückbilden kann. Du solltest unbedingt darauf achten, dass dein Hund gut gebettet ist und seine Gelenke und die Wirbelsäule gelenkschonend gelagert sind. Auf der anderen Seite ist es aber auch sehr wichtig, sogar unverzichtbar, dass umgehend nach einem Bandscheibenvorfall daran gearbeitet wird, dass die Nervenweiterleitung sich verbessert und der Patient „wieder ans Laufen kommt“. bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Wie kann man das erreichen und widerspricht sich das nicht?

Es wird empfohlen, in den ersten 24-48 Stunden mit der Physiotherapie zu beginnen. Das gilt unabhängig davon, ob der Bandscheibenvorfall operiert wurde oder er konservativ behandelt wird. Das Ziel ist, Schmerzen zu lindern und überlastete Bereiche zu entspannen. Muskulatur und Beweglichkeit sollen erhalten und trainiert werden. Die Nervenweiterleitung wird geschult. So werden neurologischen Störungen entgegengewirkt. Es ist wichtig die Koordination und das Körpergefühl deines Hundes zu trainieren. Ebenso ist ein gesunder Bewegungsablauf wichtig.

Den Hundehalter in das Bewegungstraining mit einzubinden ist wichtig für die Genesung des Hundes! bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Der behandelnde Therapeut sollte dann dem Hundehalter die ersten Bewegungsübungen an die Hand geben, mit denen man Bewegungsabläufe trainiert. Diese werden natürlich immer individuell dem Gesundheitszustand des Hundes angepasst. Im ersten Schritt wird meist mit assistiertem Aufstehen und Stehen begonnen. Auch passiv werden die Gelenke des Hundes bewegt und so normale Bewegungsabläufe simuliert und Bewegungsanbahnungen gefördert.

Der Entwicklung des Hundes entsprechend werden die Bewegungsübungen dann sukzessive erweitert. So wird dann unterstütztes Gehen beübt. Auch mit isometrischen Übungen kann nach einem Bandscheibenvorfall viel gearbeitet werde. Wichtig ist, dass das immer im Austausch mit dem behandelnden Therapeuten erfolgt.

Was ist mit Spaziergängen, wenn der Hund wieder beginnt, selbständig zu laufen?

In den ersten 4-6 Wochen ist strikter Leinenzwang angesagt. Die Bewegung und Belastung soll dem Krankheitszustand angepasst sein. Ganz wichtig sind sehr kurze Bewegungseinheiten über den Tag. Hier sollte man wirklich mit wenigen Minuten beginnen. Lange Spaziergänge, ruckartige Bewegungen und enge Wendungen sind tabu. Auch Springen, Treppensteigen und kurze Stopps solltest du vermeiden. Das Aufreiten anderer Hunde sollte unbedingt vermieden werden. Dasselbe gilt für das Tätscheln und Klopfen auf den Rücken durch den Menschen. Wenn der Hunde einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule erlitten hat, sollte dein Hund unbedingt ein Geschirr tragen. bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Extratipp: Bei nasskaltem Wetter empfehle ich dir, deinem Hund einen Hundemantel anzuziehen. Das schützt seinen Rücken.

Was ist mit Hundesport nach einem Bandscheibenvorfall?

Leistungssport ist nach einem Bandscheibenvorfall absolut tabu. Die Gefahr eines weiteren Bandscheibenvorfalls ist groß und der Rücken deines Hundes sein Schwachpunkt. Daher lege ich dir nach der Genesung deines Hundes höchstens gelenkschonende sportliche Aktivitäten wie Degility oder Mobility ans Herz

Darf der Hund nach einem Bandscheibenvorfall buddeln, spielen und rennen?

Als Hundehalter möchte man dem geliebten Vierbeiner ein möglichst normales Leben ermöglichen. Häufig ist aber die Unsicherheit groß, was der Hund eigentlich noch darf. Dabei muss man natürlich abwägen, was dem Hund schadet, aber auf der anderen Seite auch seinen Spaß und die Lebensqualität im Blick behalten. Oft sind die betroffenen Hunde nach Wochen der Schonung und des Leinenzwangs nur noch schwer ruhig zu halten. Dennoch empfehle ich zu vermeiden, dass dein Hund wild spielt und sich unkontrolliert bewegt. Wildes Zergeln sollte man ebenfalls vermeiden genauso wie Sprünge und Wendungen, die die Wirbelsäule stark belasten. bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Das sind geeignete Alternativen für deinen Hund

Einen kontrollierten und wohldosierten Kontakt mit anderen Hunden halte ich für gut und wichtig, doch der Halter sollte hier entsprechend aufpassen und Vernunft walten lassen. Damit dein Hund nicht frustriert ist, kannst du ihn zusätzlich mit z.B. Suchspielen (Leckerli verstecken, Futterdummy verstecken), dem Spiel mit einem Schnüffelteppich etc. beschäftigen. Auch das regelmäßige Bewegungstraining, dass deinen Hund während der Genesung aber auch danach begleiten sollte, kann zu einer spannenden Beschäftigung für deinen Hund werden.

Hast du noch Fragen dazu, wie du deinen Hund nach einem Bandscheibenvorfall richtig bewegst? Dann teile sie gern mit mir in den Kommentaren oder schreibe mir eine Email an: tina@doggy-fitness.de.

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Wie lange darf mein alter Hund spazieren gehen und wie viel Bewegung braucht er überhaupt noch?!

Wie lange darf mein alter Hund spazieren gehen und wie viel Bewegung braucht er überhaupt noch?!

Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Doch wie viel Bewegung ist tatsächlich gut für ältere Hunde? Und kann man dazu überhaupt eine pauschale Aussage tätigen?

Ganz klar nein! – jeder Hund ist individuell

Das erste Problem, das es im Umgang mit älteren Hunden gibt ist, dass Hundehalter nicht erkennen, wenn der Hund bereits erschöpft ist. Wenn du aktiv darauf achtest, wirst du viele ältere Hunde unterwegs sehen, die ihrem Halter mühsam hinterherlaufen. Immer bemüht, irgendwie Schritt zu halten. Das der Hundehalter sein Tempo anpasst und mit dem Hund läuft: Fehlanzeige! Da sehen wir dann also völlig abgehetzte und ausgepowerte alte Hundeseelchen, die einfach nicht mehr mit dem Tempo des Halters Schritt halten können. Ob diese Art von Spaziergang gesund ist oder sogar Spaß macht – die Frage kann man sich eigentlich selbst beantworten.

Aber da gibt es noch ein weiteres Bewegungsproblem bei unseren Seniorhunden

Das zweite Problem in Sachen Bewegung beim älteren Hund ist, dass Hunde vorschnell zum alten Eisen gezählt werden. Doch nur wer in Bewegung bleibt, der kann auch fit bleiben.

Ja, dann ist er halt alt!

Wenn der Hund älter ist und man merkt, er kommt nicht mehr so recht mit und am Fahrrad nebenher laufen klappt auch nicht mehr: ja dann ist er halt alt! In der Folge, gibt es nur noch die absolut unvermeidbare Bewegung und das bedeutet meistens eine kurze Pipirunde, bevor der Hund sich wieder in sein Bettchen zurückzieht.

Die Folge: es ist ihm sterbenslangweilig. Sein Geist verkümmert und sein Körper ebenfalls. Er hat keine Kondition mehr, verliert an Muskulatur, die Gelenke rosten ein. Es entstehen Arthrose und andere Gelenkerkrankungen. Jede Bewegung schmerzt. Auch das Herz-Kreislaufsystem ist nicht mehr leistungsfähig. In der Folge wird dann einfach noch weniger bewegt. Der Hund ist in einem Teufelskreis.

Aber die Frage ist ja, wie man alte Hunde richtig bewegt!

Die Bewegung des älteren Hundes lässt sich sehr gut mit der Bewegung älterer Menschen vergleichen. So sollte sie zwar angepasst werden an das Alter und den Gesundheitszustand, doch ist sie weiterhin ein wichtiger Bestandteil des täglichen Hundelebens!

Das bedeutet in der Praxis, dass tägliche Spaziergänge für deinen Hund weiterhin wichtig sind. Und zwar für seinen Körper aber auch für sein seelisches Befinden. Achte bei euren Spaziergängen darauf, dass du das Tempo und auch die Strecke, an sein Befinden anpasst.

Er sollte deinem Tempo gut Schritt halten können und sich nicht abhetzen müssen. Passe dein Tempo also an das deines Hundes an. Ansonsten überanstrengt er unnötig. Die Dauer des Spaziergangs solltest du so anpassen, dass er beendet ist, bevor dein Hund erschöpft ist, sprich bevor er müde hinterherschlufft. Empfehlenswert sind mehrere kleine Spaziergänge, anstatt zwei großer Runden. Dadurch verkürzt sich auch die Regenerationszeit deines Hundes signifikant. Auch die Gelenke werden nicht übermäßig belastet.

Wenn dein Hund zu den Vierbeinern gehört, die mehr Couchpotatoe sind als aktiver und rüstiger Seniorhund – dann solltest du etwas ändern.

Ja, dein Hund darf und soll mehr Ruhephasen haben. Aber er soll auch agil und fit gehalten werden. Dabei geht es nicht darum, das er ewig jung bleibt. Es geht darum, dass er schmerzfrei und würdig mit viel Lebensqualität älter werden darf.

Wie du das erreichen kannst!

Wenn du jetzt hochmotiviert bist, dann muss ich dich erst einmal bremsen! Eine solche Veränderung erreicht man langsam und kontinuierlich. Es ist also Ausdauer gefragt. Mit einem ausgiebigen Spaziergang – ganz wie früher – um den Lieblingssee, beruhigst du zwar wahrscheinlich kurzfristig dein Gewissen. Aber deinem Hund hilft es überhaupt nicht.

Empfehlenswert ist es, die Spaziergänge langsam zu steigern. Hier spreche ich von einer minutenweisen Steigerung. Also alle paar Tage, so wie es für deinen Hund gut machbar ist, eine Minute mehr pro Spaziergang. Wenn du spürst, dass das zuviel ist, dann starte mit 30 Sekunden mehr.

Für dich hört sich das vielleicht albern an.

– „Soll ich jetzt etwa die Zeit stoppen?!“

Ja genau, das sollst du! Schaue auf die Uhr und plane den Spaziergang so, dass eine langsame Steigerung der Bewegung möglich ist. Nur so gewöhnt sich der Körper deines Hundes daran und es baut sich langsam aber sicher Kondition auf. Ergänzend empfehle ich dir, auf dem Spaziergang auch etwas für Beweglichkeit und Koordination zu tun. Die bleibt bei älteren Hunden häufig auch auf der Strecke. Ganz zu schweigen von einem guten Körpergefühl.

Diese Übungen sind prima für unterwegs:

Ein guter Einstieg sind simple Alltagsbewegungen wie:

  • Steh-Sitz
  • Pfote geben
  • um Poller oder Baumstümpfe Slalom laufen
  • über Äste Hürden laufen lassen
Das tägliche Fitnessprogramm für Zuhause

Zusätzlich macht es wirklich Sinn, dass du auch Zuhause ein- bis zweimal täglich mit deinem Hund einige aktive Bewegungsübungen durchführst. So wie eine tägliche Pilateseinheit beim Menschen. Damit tust du nicht nur eine Menge für seine körperliche Fitness – und den Trainingseffekt wirst du sehr schnell bemerken – du schaffst auch ein tolles Ritual für euch, auf das dein Hund sich täglich freuen kann!

Du glaubst nicht, wie viele Hundehalter mir erzählen, dass ihre Hunde das tägliche Training nunmehr von sich aus einfordern. Oder sie sich vor Freude kaum einkriegen, sobald sie die Trainingsutensilien erblicken.

Beim Training werden übrigens auch Endorphine ausgeschüttet. Das macht deinen Hund glücklich. Sie geben ihm Lebensfreude und gleichzeitig helfen sie gegen Schmerzen. Für mich gibt es daher keinen Grund, dass alte Hunde nicht mehr bewegt werden und sich so viele Hundehalter einfach keine Mühe mehr mit der Bewegung des älteren Hundes geben.

Was hält dich noch auf?

Du siehst, ich kann dir keinen genauen Zeitrahmen nennen, wie viel du deinen älteren Hund bewegen darfst und sollst. Ich kann dir nur ans Herz legen ein gesundes Mittelmaß zu finden zwischen „mein Hund gehört zum alten Eisen“ und „ich laufe einfach und ignoriere sein Alter“.

Das ist gar nicht so schwer, wenn man ein Gefühl dafür entwickelt, was der eigene Hund noch kann. Unsere Hunde zeigen uns das sehr deutlich. So mag es sein, dass ein Seniorhund keine zwei Stunden mehr um den See laufen kann. Das mindert aber die Qualität der gemeinsamen Aktivität nicht. Passe eure gemeinsame Bewegung an und investiere wenige Minuten am Tag in die Mobilität und Fitness deines Hundes. Es wird sich langfristig auszahlen!

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Wir können es nicht verhindern – unsere Hunde werden älter und bauen körperlich ab. Oft macht uns diese Tatsache hilflos. Denn was passiert eigentlich im Hundekörper, wenn Hunde altern? Wie können wir unsere Vierbeiner unterstützen, mobil halten und den Alterungsprozess sogar verzögern?! Und was kann ich meinem Hund noch zumuten, was macht älteren Hunden Spaß und wie gehe ich mit dem Älterwerden meines Vierbeiners um?

Ich vermittele dir einen Einblick in den biologischen Prozess des Älterwerdens und verschafft ein gutes Verständnis. Gleichzeitig gebe ich dir Maßnahmen an die Hand, wie du den eigenen Hund im Prozess des Älterwerdens aktiv unterstützen und begleiten kannst- inkl. Eines kleinen Workouts für deinen Seniorhund.

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5 Dinge, die du unbedingt über Degility wissen solltest! – midoggy Blogparade

5 Dinge, die du unbedingt über Degility wissen solltest! – midoggy Blogparade

Die midoggy Parade im Monat Februar läuft unter dem Thema “Diese Hundesportart macht jeden Sportmuffel zum Sportfreak”. Für mich als Physiotherapeutin steht beim Thema Hundesport natürlich vor allem der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Denn klar, Hundesport soll Spass machen, aber bitte nicht auf Kosten der Gesundheit. Aber es gibt durchaus Sportarten, die auch mein Physiotherapeuten-Herz höher schlagen lässt. Dazu gehört vor allem Degility.

Aber warum?

Degility ist für mich eine der Sportarten, die für alle Hunde geeignet ist. Ganz gleich welchen Alters, ob sie Beschwerden haben oder topfit sind. Ich werde nicht müde, immer wieder zu wiederholen, wie wichtig aktive Bewegung für unsere geliebten Vierbeiner ist. Gezielte und sinnvolle Bewegung macht und hält fit. Sie verzögert den Alterungsprozess und verbessert den Gesundheitszustand signifikant.

Und so bietet Degility die Möglichkeit, mit seinem Hund aktiv zu sein und ihn in Bewegung zu halten und dabei den aktuellen Gesundheitszustand immer zu berücksichtigen und intensiv darauf einzugehen. Wenn mich Hundehalter fragen, welchen Sport ich empfehlen kann, dann gehört Degility ganz sicher immer dazu.

Die fünf wichtigsten Fakten zum Degility habe ich dir zusammengefasst

  1. Was ist Degility und wie funktioniert es?

Degility kombiniert Elemente des Agility und des Mobility miteinander. Dabei gilt es, gelenkschonend verschiedene Hindernisse zu überwinden. Das können z.B. Balanceboards, Stege, Cavaletti und Slalom in angenehmem Abstand bzw. Höhe sein – und der Kreativität des Trainers sind keine Grenzen gesetzt. Klingt unspektakulär, ich weiß. Ist es aber nicht. Denn dabei werden Motorik, Gleichgewicht und Koordination gefördert. Gleichzeitig werden Muskelaufbau, Beweglichkeit und Körpergefühl trainiert.

Gleichzeitig hast du viel Spaß mit deinem Hund, begleitest ihn dabei, wie er die Hindernisse in seinem Tempo überwindet und eure Bindung wird gestärkt.

  1. Dabei sein ist alles – jeder Hund darf mitmachen

Degility ist nicht nur für gesunde Hunde geeignet, sondern aufgrund der Tatsache, dass es so gelenkschonend ist, profitieren auch Hunde mit Handicaps, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Senioren enorm. Größe und Gewicht des Hundes spielen dabei keine Rolle. Jeder Hund darf mitmachen – also auch bei Arthrose, Ellbogendysplasie, Spondylose, etc.. Geräte wie z.B. die Steilwand gibt es nicht. Finde ich toll, den sie hat einen sehr stark stauchenden Effekt und belastet die Gelenke stark.

  1. Individualität ist gefragt!

In der Ruhe liegt die Kraft und der Weg ist das Ziel. Geduld, Ruhe und Zeit sind gefragt! Gemeinsam erarbeiten Hund und Halter Hindernisse wie Hängebrücken und Stege. Dabei geht ihr in eurem ganz eigenen Tempo vor und auch die Hindernisse werden dabei individuell auf die Bedürfnisse des Vierbeiners angepasst. Der Hund kann  die Hindernisse in Ruhe erkunden und bewusst absolvieren. Druck und Zwang sind absolut tabu. Klingt gut, oder?!

  1. Slow down – no need for speed!

Im Gegenteil, Schnelligkeit steht absolut nicht im Vordergrund. Gefragt sind Präzision, Konzentration und bewusstes, ruhiges Arbeiten. Besonders für temperamentvolle und impulsive Hunde kann dies schnell eine Herausforderung sein – und zugleich ein wunderbares Training. Die Sicherheit, die der Vierbeiner auf dem Platz durch das erfolgreiche Absolvieren des Parcours erfährt, trägt sich natürlich auch in den Alltag. Alltagssituationen lassen sich leichter meistern.

  1. Langsam heißt nicht langweilig!

Degility als langweilig oder anspruchslos zu bezeichnen, wäre absolut fehl am Platze. Der Anspruch den das Degility an unsere Vierbeiner hat, ist nicht zu unterschätzen. Im Gegenteil, das langsame und bewusste Erarbeiten der Hindernisse ist anspruchsvoll für jeden Hunde – auch den Gesunden – und erfordert Training.

Die wichtigsten, positive Fakten zum Degility auf den Punkt:

  • Gelenkschonendes Training von Muskulatur, Beweglichkeit, Koordination und Balance
  • Besseres Körpergefühl & bessere Motorik
  • perfekt geeignet bei Gelenkerkrankungen wie Spondylose, Arthrose, Hüftdysplasie & Co.
  • Erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Training für den Kopf und erhöhte geistige Leistungsfähigkeit
  • Der Alterungsprozess wird durch das Training verzögert
  • Degility macht glücklich: Es werden Endorphine ausgeschüttet – dein Hund ist zufriedener
  • Toll Bindung und bessere Kommunikation zwischen dir und deinem Hund
  • Faktor Spaß: ihr verbringt gemeinsam eine tolle Zeit und habt Spaß zusammen. Was gibt es tolleres für Mensch und Hund?!

 

Sport mit älteren Hunden – was du unbedingt beachten solltest

Sport mit älteren Hunden – was du unbedingt beachten solltest

Können Hunde eigentlich auch im Alter noch sportlich aktiv sein?

Sport mit älteren Hunden ist oft ein strittiges Thema. Doch was spricht eigentlich gegen dem Alter entsprechende und verantwortungsvoll betriebene sportliche Aktivitäten? Viele Vierbeiner, die ihr Leben lang Sport betrieben haben, haben auch im Alter oft noch Freude an sportlicher Aktivität. Gleichzeitig ist Bewegung auch im Alter sinnvoll und hält den Senior fit und beweglich. Eine gute Muskulatur, Mobilität, ein gutes Körpergefühl, Balance und Koordination sind auch für Seniorhunde unverzichtbar. Dennoch sieht man viele Vierbeiner, die eine schlechte Muskulatur haben und sehr wackelig auf den Beinen sind. Das muss nicht sein.
Sport und gezielte Bewegungsübungen können deinen Hund dabei unterstützen, wieder fitter zu werden und zu bleiben.

Wenn du dich dazu entscheidest, mit deinem älteren Hund sportlich aktiv zu sein, sollte sich die Sportart, Häufigkeit, Anspruch und Intensität immer nach dem Gesundheitszustand deines Hundes richten. Besonders Sportarten wie Hoopers Agility, Degility oder Mobility eignen sich hervorragend für ältere Vierbeiner und jene mit Erkrankungen des Bewegungsapparates. Aber auch Obedience oder Longieren finde ich klasse für Seniorhunde. Dabei geht es nicht um Leistung und Tempo sondern vor allem um Spaß, Erhalt der Fitness und Mobilität.

Es gibt einige Punkte, die du beim Sport mit älteren Hunden beachten solltest:

Tierarzt – und Physio-Check Up

Besonders bei älteren Hunden ist ein regelmäßiger Gesundheits-Check Up unverzichtbar. Herz-Kreislaufsystem, Bewegungsapparat sollten gecheckt werden und auch ein geriatrisches Blutbild ist wichtig. Mit Tierarzt und Physiotherapeut kannst du auch besprechen, welche Sportarten sich für deinen Hund eignen. Gleichzeitig sollte der Hundephysiotherapeut deinen Vierbeiner regelmäßig sehen, um die Entwicklung des Bewegungsapparates immer im Blick zu haben.

Bandagen – geniale Hilfsmittel

Bandagen kommen nicht nur bei Verletzungen zum Einsatz. Auch als Unterstützung für die Gelenke eines älteren Hunde z.B. beim Sport sind sie eine tolle Sache. Se stabilisieren und geben deinem Hund Sicherheit. Gleichzeitig wird das Verletzungsrisiko gemindert.

Sorgfältiges Warm-Up

Ein gutes Warm Up ist im Hundesport natürlich bei jedem Hund unverzichtbar. Auch bei einem Seniorhund solltest du dir die Zeit für ein umfassendes Warm Up nehmen. Da der Körper im Alter etwas länger braucht, um auf Touren zu kommen, solltest du das Warm Up ein wenig ausdehnen.

Cool Down

Nach dem Sport ist ein ausgiebiges Cool Down wichtig, damit dein Hund wieder in den Ruhemodus kommt. So wie dein älterer Hund etwas länger braucht, um aufzuwärmen, so braucht er auch etwas länger, bis sein Körper wieder im Ruhezustand ist. Nehme dir also ausreichend Zeit dafür.

Das richtige Pensum – niemals überfordern

Wie viel Sport ist gut für deinen Hund? Du solltest deinen Hund keinesfalls überlasten. Daher sollte die sportliche Aktivität beendet sein BEVOR dein Hund Anzeichen von Erschöpfung oder Müdigkeit zeigt. Kleine gut dosierte Einheiten machen ihm nicht nur mehr Freude, sie schützen auch seine Gesundheit.

Beobachten – auch beim Sport mit älteren Hunden unverzichtbar

Achte bei jeder Trainingseinheit genau darauf, ob dein Hund ohne Probleme mithalten kann. Die Tagesform spielt bei einem älteren Hund eine immer größere Rolle und Übungen, die beim letzten Mal kein Problem waren, können beim nächsten Mal schon schwer fallen. Du solltest dann keinesfalls auf das gewohnte Pensum oder die gewohnte Übung bestehen, sondern ernst nehmen, wenn du siehst, dass bestimmte Dinge deinem Hund schwerer fallen – und das Training anpassen.

PS: Dich interessiert, das Thema „Älterer Hund“? – Dann empfehle ich dir mein Webinar zu dem Thema:

Wir können es nicht verhindern – unsere Hunde werden älter und bauen körperlich ab. Oft macht uns diese Tatsache hilflos. Denn was passiert eigentlich im Hundekörper, wenn Hunde altern? Wie können wir unsere Vierbeiner unterstützen, mobil halten und den Alterungsprozess sogar verzögern?! Und was kann ich meinem Hund noch zumuten, was macht älteren Hunden Spaß und wie gehe ich mit dem Älterwerden meines Vierbeiners um?

Ich vermittele dir einen Einblick in den biologischen Prozess des Älterwerdens und verschafft ein gutes Verständnis. Gleichzeitig gebe ich dir Maßnahmen an die Hand, wie du den eigenen Hund im Prozess des Älterwerdens aktiv unterstützen und begleiten kannst- inkl. Eines kleinen Workouts für deinen Seniorhund.

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