Urlaub mit Hund – Fit im Urlaub mit diesem einfachen Training! (Anzeige)

Urlaub mit Hund – Fit im Urlaub mit diesem einfachen Training! (Anzeige)

Die Urlaubssaison beginnt wieder und was gibt es für uns Hundehalter Schöneres, als den Urlaub mit unseren Hunden zu verbringen. Auch wenn wir versuchen, jeden Tag bewusst zu erleben, genieße ich Urlaubstage mit Tessa und Snowy immer sehr. Endlich viel gemeinsame Zeit, die man voll und ganz auskosten möchte – durchatmen, ausschlafen, neue Dinge entdecken und die Seele baumeln lassen. Man kann fernab vom normalen (Arbeits-) Alltag gemeinsame Zeit verbringen und gemeinsam Dinge erleben und die Umgebung erkunden.

Bei so viel gemeinsamer Zeit: was liegt näher, als sich täglich ein paar Minuten für die Fitness und Gesundheit deines Hundes zu nehmen?

Klar, das ist für deinen Hund auch im normalen täglichen Leben wichtig und unverzichtbar. Doch oft fehlt die Motivation zu starten – man schiebt es immer weiter auf. So ein gemeinsamer Urlaub ist der richtige Zeitpunkt, in das Training einzusteigen und eine Routine zu finden, die man im Alltag nach dem Urlaub weiter umsetzen kann. Schon kurze Trainingseinheiten mit einfachen aktiven Übungen haben einen großen Effekt. Du tust du viel für die Gesundheit deines Hundes. Nicht nur Beweglichkeit, Muskulatur, Koordination und Balance werden trainiert. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird in Schwung gebracht.

Zusätzlich habt ihr eine Menge Spaß zusammen und du stärkst eure Bindung. Deshalb habe ich dir 4 einfache Übungen zusammengestellt, die du im Urlaub täglich mit deinem Hund durchführen kannst – ganz egal wo ihr seid. Du benötigst nämlich kein Equipment. Wir nutzen Übungen, die die meisten Vierbeiner bereits aus dem täglichen Leben kennen – die aber einen hohen Trainingseffekt haben.

Bewegungstraining leicht gemacht – vier einfache und effektive Übungen

Wichtig bei allen Übungen

– alle Bewegungen sollen möglichst langsam durchgeführt werden, damit sich dein Hund konzentrieren muss.

– starte pro Übung mit 3 Wiederholungen pro Tag.

– für alle Übungen sollte dein Hund auf einem rutschfesten, ebenen Untergrund stehen.

Die erste Übung STEH-SITZ-TRANSFER:

Übung Sitz Tessa Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Sitz Tessa Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Du bringst deinen Hund vom Stand in den Sitz und dann wieder vom Sitz in den Stand. Dabei sollte er möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen. Stehst du recht nah vor ihm, ist es für ihn einfacher auf der Stelle zu bleiben.

Mit dieser Übung trainierst du die Muskulatur und Beweglichkeit der Hinterläufe, die Muskulatur des unteren Rückens und die gesamte Balance und Koordination.

Die zweite Übung SITZ-PLATZ-TRANSFER:

Du bringst deinen Hund in den Sitz. Nun gibst du ihm das Signal ins Platz zu gehen. Von dort soll er wieder in den Sitz wechseln.

Die Übung trainiert vor allem die Beweglichkeit der Vorderläufe und die Muskulatur des Schultergürtels, des oberen Rückens und der Vorderläufe.

Übung Sitz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Sitz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Die dritte Übung STEH-PLATZ-TRANSFER:

Dein Hund steht. Gib ihm nun das Signal ins Platz zu gehen. Er soll sich nicht erst setzen, sondern aus dem Steh direkt ins Platz gehen. Lasse ihn dann wieder vom Platz direkt ins Steh gehen. Auch bei dieser Übung sollte er beim Aufstehen möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen.

Die Übung ist ein wahres Ganzkörper-Workout! Die Beweglichkeit aller Gelenke wird trainiert, die Muskulatur aller vier Läufe und auch des Rückens. Gleichzeitig förderst du Balance und Koordination deines Vierbeiners.

Übung Steh Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Steh Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Die vierte Übung GIB FÜNF!:

Übung Pfote Snowy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Pfote Snowy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Beim Pfote geben sollte dein Hund am besten sitzen. Lass dir abwechselnd beide Pfoten von ihm geben. Du kannst auch in der Höhe variieren und dir die Pfote in verschiedenen Höhen geben lassen – bis hin zum High Five!

Das Pfote geben kennen die meisten Hunde. Aber wusstest du auch, dass du Beweglichkeit und Muskulatur der Vorderläufe trainierst, den Schultergürtel stärkst und dein Hund auch seine Koordination und Balance trainiert?

Wann sind die Übungen tabu?

Das Training ist für deinen Hund tabu, wenn dein Hund unter Schmerzen oder akuten Entzündungen im Gelenk leidet. Hat dein Hund versteifte Gelenke, verzichte auf die Übungen, die eine Beugung des betroffenen Gelenks erfordern. Auch bei akuten Infekten und Fieber solltest du deinen Hund schonen.

Alle vier Übungen kannst du im Haus, aber auch draußen durchführen. Sogar auf euren Spaziergängen kannst du sie einbauen.

Doch auf euren Spaziergängen und Ausflügen kannst du noch mehr tun!

1.     Bewegungstraining im Wasser

Ausgedehnte Strandspaziergänge und frische Meeresluft sind traumhaft. Viele Hunde genießen es, durch das Meerwasser zu tollen. Wenn du deinen Hund im Schritt und Trab durch das Meerwasser führst, ist das ein effizientes Training für die Muskulatur und die Gelenkbeweglichkeit. Dein Hund muss sich bewusst bewegen und präzise ausbalancieren. Das ist gut für sein Körpergefühl! Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land. Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer er durchs Wasser watet. Beginnt mit der Übung im flachen Wasser und steigert euch dann zum knietiefen Wassertreten. Beginne mit 1-2 Minuten und steigere die Einheiten langsam.

Kein Meer in Sicht?

Kein Problem, ein See mit einem flachen Ufer eignet sich auch für euer Training! Das Wassertreten könnt ihr im See genauso durchführen und der Trainingseffekt ist derselbe. Beginnt auch hier mit 1-2 Minuten waten durch das flache Wasser. Das kann im Wechsel im Schritt und Trab erfolgen. Steigert euch dann bis auf knietiefes Wasser.

2. Auf zu neuen Ufern – Training im Sand

Am Strand aber auch an vielen Seeufern gibt es Sand – und den nutzen wir für euer Training. Das Laufen im Sand ist sehr anstrengend – viel anstrengender als auf normalem festen Boden. Dein Hund trainiert dabei Kraft und Muskulatur, muss seine Pfoten höher heben und seine Gelenke mehr beugen als auf hartem, ebenen Untergrund. Auch seine Balance und Koordination werden gefördert.

3. Wald und Wiesen als Balanceparcours

In der Natur geht es über Stock und Stein. Intensive Gerüche umgeben deinen Hund und er bahnt sich den Weg durch Wiesen und den Wald. Das ist total spannend! Aber es trainiert auch seine Fitness. Die unebenen und vielen verschiedenen Untergründe sind das optimale Balance- und Koordinationstraining für deinen Hund. Dein Hund nimmt Bewegungen bewusst wahr und sein Körpergefühl wird trainiert und verbessert. Zusätzlich wird die Muskulatur und Gelenkbeweglichkeit gefördert.

4. Zwei zusätzliche Outdoor Übungen: Baumstamm & Co. als Trainingsgerät

Suche dir auf dem Spaziergang mehrere dicke Äste. Sie sollten so sein, dass dein Hund leicht darüber klettern kann. Lege sie in einer Hundelänge Abstand hintereinander. Dann lässt du deinen Hund langsam und Schritt für Schritt drüber laufen. Dabei trainierst du seine Gelenkbeweglichkeit, Balance und Koordination. Zusätzlich werden Muskulatur und ein gesunder Bewegungsablauf gefördert.

Auch Baumstümpfe und dicke Steine kannst du nutzen. Führe deinen Hund langsam im Slalom um die Hindernisse herum. Wie beim Cavaletti Training sollte der Abstand der Hindernisse ca. eine Hundelänge sein. Mit dieser Übung trainierst du Körpergefühl, Balance und Koordination deines Hundes. Gleichzeitig wird die Wirbelsäule in eine leichte Seitwärtsbeugung gebracht, beweglich gehalten und die Muskulatur trainiert. Auch für einen gesunden Bewegungsablauf ist diese Übung toll!

Beide Übungen kannst du je drei Mal wiederholen. Wenn du deinen Hund auch nach dem Urlaub fit halten möchtest, nehme dir die Zeit und führe die Übungen Zuhause weiter durch!

Wie sieht es mit eurer Urlaubplanung aus

Urlaub mit Hund - ferienwohnungen.de

Urlaub mit Hund – ferienwohnungen.de

Habt ihr schon das passende Urlaubsdomizil für euch und euren Vierbeiner gefunden oder seid ihr noch auf der Suche nach einer passenden Unterkunft?

Dann schaut doch mal bei Ferienwohnungen.de vor­bei. Dort findet ihr auch ein sehr großes Angebot europaweit mit tollen, hundefreundlichen Unterkünften.

Dieser Blogbeitrag ist entstanden im Rahmen eines Fotowet­tbe­werbs aufmerk­sam gewor­den, bei dem auch ich mit­mache: Postet bis Ende des Jahres euer schön­stes Urlaub­s­foto mit dem Hashtag

#mein­hun­deurlaub

bei Insta­gram. Natür­lich gibt’s auch etwas zu gewin­nen. Alle Infos finden sich unter diesem YouTube-Spot.

Ich wünsche euch eine wunderbare Urlaubszeit und viele tolle, unvergessliche Erlebnisse!

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Alles Liebe, deine Tina

 

 

Aus dem Nähkästchen geplaudert – mein Weg zur Hundephysio

Aus dem Nähkästchen geplaudert – mein Weg zur Hundephysio

Ich bin nicht als Hundephysio auf die Welt gekommen. Puh, so jetzt ist es raus. 😉

“Was bedeutet der Hund als Berufung für dich?”

Dieser Frage stellte ich mich im Rahmen der Blogparade von Anna Meissner von „Der Hund als Berufung“ und möchte damit auch die Frage vieler Leser des Blogs beantworten, die mich immer wieder fragen „Wie bist du eigentlich dazu gekommen, Physiotherapeutin für Hunde zu werden“. Als Blogger lässt man seine Leser ja so oder so – auch auf verschiedenen Social Media Kanälen – unweigerlich immer wieder an seinem Leben teilhaben. Aber so richtig aus dem Nähkästchen geplaudert habe ich auf meinem Blog hier noch nicht. Also muss ich mal gaaaaanz tief durchatmen, denn heute geht es nicht um Gelenkerkrankungen, Übungen und Tipps, sondern um meine persönliche Story.

Hier nun also meine persönliche Story auf dem Weg zur Hundephysio 

Meine Liebe zu Tieren begleitet mich eigentlich schon mein Leben lang. Ein Leben ohne Tiere – für mich unvorstellbar. Doch das Beruf etwas mit Berufung zu tun hat, war mir mit 18 Jahren noch nicht so klar. Ich habe das “Rufen” zwar gehört und auch gespürt, aber der Einfluß von aussen war einfach stärker. Einen Beruf zu erlernen, der mit Tieren zu tun hat, kurz nach meinem Abitur also unvorstellbar. Geprägt durch das gute Zureden der Familie lernte ich „erst mal etwas vernünftiges“. So wurde ich schnell in der Hotellerie erfolgreich und als ich mit ca. 24 Jahren die Wahl hatte, im nächsten Schritt ein Hotel zu leiten, kam mir schon der Gedanke „das kann doch nicht alles gewesen sein – da muss noch mehr sein“.

Das führte allerdings zunächst dazu, dass ich mich in einer Media Agentur bewarb. Medienbranche hört sich ja immer cool an. Auch dort wurde ich schnell erfolgreich. Aber nicht glücklicher. Getrieben von einem unerschütterlichen Ehrgeiz arbeitete ich viele, viele Stunden in der Woche, verdiente gutes Geld und bekam viel Anerkennung.

Trotzdem – ich fühlte mich nicht erfüllt. Ich war nicht glücklich. Glücklich machte mich in dieser Konstellation nur mein damaliger Hundejunge Juan, der mich täglich treu in die Agentur begleitete und schlussendlich den Ausschlag dafür gab, dass ich aktiv wurde und nachdachte. Also war da immer dieses leise Rufen, dass mir sagte “da ist noch etwas anderes”.

Mit 28 Jahren fällte ich dann die Entscheidung: bevor ich 30 Jahre alt bin, muss ich etwas ändern. Ich dachte viel nach, horchte in mich hinein. Was würde mich beruflich erfüllen und glücklich machen? Was könnte ich mir vorstellen? Die nächste Beförderung, die nächste Gehaltserhöhung, der nächstgrößere Firmenwagen. All das ganz sicher nicht.

Der Wunsch danach, mit Tieren zu arbeiten wurde immer präsenter und nahm Formen an. Ich begann zu recherchieren, welche Möglichkeiten es gab, die Liebe zu Tieren mit dem Beruf zu verbinden. Mit Ende 20 Tiermedizin studieren? Das schien mir wenig greifbar und aufgrund meiner Lebensumstände auch schwer realisierbar. Und ich wollte gern intensiv und bewusst Zeit mit den Tieren verbringen. Mir Zeit nehmen können. Und mir wurde mehr und mehr klar, dass ich gern selbständig arbeiten wollte.

Ich stieß dann auf die Ausbildung zur Physiotherapeutin für Hunde. Das faszinierte mich gleich unglaublich. Eine intensive Arbeit, im Kontakt mit Hunden und Katzen sein und das auch noch selbständig.

Überlegt habe ich dann nicht mehr lange – muss ich zugeben – ich wollte Hundephysio werden

Trotz 70 Stunden Woche in der Agentur schrieb ich mich für die Ausbildung ein. Über gut 1,5 Jahre bedeutete dies nun eine Doppelbelastung. Weiter mein Pensum in der Agentur in einer Führungsposition bewältigen und gleichzeitig jede freie Sekunde Pauken und an den Wochenenden Unterricht. Aber es fühlte sich endlich nach dem richtigen Weg an.

Als ich meinem Geschäftsführer eröffnete, dass ich die Agentur verlassen wollte ließ ich mich auch von seiner Aussage „Wenn du meinst, von nun an Waldi die Pfote einrenken zu wollen“ nicht abschrecken. Nicht nur er hielt mich für verrückt, einen gutbezahlten Job, gegen eine Vision und einen Traum einzutauschen.

Mein eigene Praxis – ein Traum wurde wahr

Ich ließ mich nicht beirren und liebte diesen Beruf gleich von der ersten Stunde an. Mein Plan für meine eigene Praxis mit dem passenden Equipment und der Businessplan standen. Pünktlich zur bestandenen Prüfung war die Praxis renoviert fertig eingerichtet und bereit für die ersten Patienten. Ich hatte keine Zweifel. Denn ich war dem “Rufen” gefolgt und konnte nun endlich meine Berufung leben. Mit meinen Hunden und für Hunde.

Fünf wunderbare Jahre habe ich viele tolle Hunde, Katzen und Menschen kennenlernen dürfen und viele berührende Momente erlebt. Ich lebte meine Berufung. Endlich.

Doch meine Berufung entwickelte sich weiter

Vor allem durch meine beiden Hundemädchen Tessa und Snowy , die mich immer in die Praxis begleitet haben und eine tolle Unterstützung für mich, die Hundehalter aber auch die anderen Hunde waren, wuchs die Idee, etwas neues und anderes schaffen zu wollen. Ich spürte wie sehr etwas Snowy mit all ihren Handicaps half, nicht nur physiotherapeutisch behandelt zu werden, sondern vor allem auch mit aktivem Bewegungstraining viel mehr Sicherheit hatte und Fortschritte machte. Auch mit Tessa arbeitete ich viel mit aktivem Training, was ihr als Angsthund viel Sicherheit gab.

Und so wurde Dank Tessa und Snowy die Idee zu Doggy Fitness geboren und mir die Chance gegeben mich und meine Berufung aufs Neue weiterzuentwickeln. Der Gedanke, Hundehaltern wie meinen Patientenbesitzern ein umfangreiches, auf die Bedürfnisse der Vierbeiner zugeschnittenes Übungskonzept mit an die Hand zu geben, um selbst etwas zu tun und dem Hund zu Fortschritten zu verhelfen, ließ mich nicht mehr los.

Wieder hielten mich alle für verrückt – aber das kennen wir ja schon

So begann ich Mitte 2015 an einem Konzept zu arbeiten und mit Tessa und Snowy Übungen zu entwickeln und zu testen, die ich Hundehaltern an die Hand geben konnte. Sie sollten leicht umsetzbar sein, nicht fehleranfällig, trotzdem effektiv und vor allem gut in den Alltag zu integrieren. Nur der Weg, wie sie die Hundehalter erreichen sollte war noch nicht ganz klar.

Ich wusste nur: ich wollte den Weg (auch) digital gehen und das Konzept gleich auf ein Level heben, das es so noch nicht gab. Wieder erklärten mich alle für verrückt. Aber das kannte ich ja schon: Kopfschütteln und Augenrollen….

Also begann ich mich mit dem Thema „Video“ und Online Kurse respektive E-Learning zu beschäftigen. Ein völlig neues Feld. Aber ich wollte wieder alles von Grund auf selbst lernen.
Die Basis des Konzeptes sollte ein Blog sein, in dem Hundehalter valide Informationen rund um die Bewegung und Erkrankungen des Bewegungsapparates finden sollten. Denn schon in der Praxis stellte ich immer wieder fest, das Hundehalter es schwer hatten, umfassende und verständliche Informationen zu der Erkrankung ihres Hundes zu finden, oder gar Tipps, wie sie ihren Hund im Alltag unterstützen können.

Also dachte ich mir, „baue“ ich eine Website selbst – mit WordPress – und beginne zu bloggen. Zu diesem Zeitpunkt, waren für mich Plugins, Widgets und all das andere „Webseiten-Fachchinesisch“ völlig neu. Leichter gesagt als getan, aber in meinem ungebrochenen Enthusiasmus ließ ich mich nicht bremsen und baute nächtelang an meiner Webseite.

Schnell fanden sich die ersten Leser und ich bekam viele Fragen und es entstand ein intensiver Dialog mit vielen Lesern. Ihre Fragen und Probleme halfen mir, mein Konzept ganz gezielt umzusetzen.

Für mich bei der Entwicklung meiner Kurse extrem wertvoll und unverzichtbar.

Hundehalter-Hunde-und-Alltags-gerecht

Nachdem ich gut 1,5 Jahre am Konzept gefeilt hatte, die Idee zig Mal wieder umgestaltet habe, stand Anfang 2017 „Fit durchs Leben“. Mein erstes Buch, das 25 Übungen für Hundehalter enthielt und die „Vorstufe“ zu meinen Kursen bildete.

Doch nun sollten auch die Kurse endlich „geboren“ werden. Das bedeutete wieder viel, viel Technik und Try & Error. Nach vielen Monaten voll mit Videodrehs, Erstellung von Trainingsplänen, Videos schneiden, Gestaltung der Kurse standen im September 2017 endlich die ersten 5 Online Video Kurse für Hundehalter. Mittlerweile sind daraus10 Kurse geworden, zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse.

Ich gebe zu, ich hatte Zweifel – und konnte es dennoch nicht erwarten

Meine großen Zweifel, ob eine solche Idee, die es bis dato noch nicht in dieser Form gibt, tragfähig ist, lösten sich schnell in Luft auf.

Eine ständig wachsende Zahl an Hundehaltern hat große Freude und auch großen Erfolg damit, mit den eigenen Vierbeiner aktiv zu sein. Es wird ihnen Hilflosigkeit genommen und die Hunde haben mehr Lebensfreude und sind deutlich fitter. Das Feedback von Kursteilnehmern, die mir begeistert berichten und sich so sehr freuen, zeigt mir jedes Mal aufs Neue, das es sich lohnt an einer (für andere augenscheinlich verrückten) Idee festzuhalten und seinen Traum und seine Vision in die Realität umzusetzen.

So, ich persönlich kann sagen, es hat gar nicht so “weh” getan, so offen von sich zu erzählen, auch wenn es nicht ganz einfach ist. Aber ich zeige und sage gerne offen, dass es nicht immer der direkte und gerade Weg ist, den man im Leben geht. Es sind viele Windungen, Wendungen und vielleicht auch Wirrungen. Das Wichtigste jedoch ist, das man für sich ankommt und glücklich ist.

Wie ergeht es dir? Hast du deine Berufung bereits gefunden? Wünschst du dir oder lebst du gar schon deine “Berufung in der Hundewelt”? Wenn ja, wie sieht sie aus? Schreibe mir gerne einen Kommentar, ich bin gespannt!

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Alles Liebe, deine Tina Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio Hundephysio

Fit und beweglich trotz Hüftdysplasie – So kämpft Maggie gegen ihre HD

Fit und beweglich trotz Hüftdysplasie – So kämpft Maggie gegen ihre HD

Eine Hüftdysplasie ist für die meisten Hundehalter erst einmal eine Schockdiagnose und macht hilflos. Es stellen sich 1000 Fragen:

  • Ist eine Operation notwendig?
  • Wenn ja, welche OP Methode ist sinnvoll?
  • Oder kann man eine OP vermeiden?
  • Was kann ich meinem Hund sonst Gutes tun?
  • Was darf er, was darf er nicht?

Um nur einige Beispiele zu nennen. Jenny und Maggie haben sich entschieden, nach mehreren erfolglosen Behandlungen, der Hüftdysplasie den Kampf anzusagen.

Schon vor wenigen Wochen hat Jenny über Maggie hier auf Doggy Fitness berichtet. Heute gibt es nun Teil II der Geschichte. Wie es ihr ergangen ist, ob es die richtige Entscheidung war und wie es Maggie nun geht, erfährst du im Artikel.

Maggie und der Hüftfit Kurs – ein Erfahrungsbericht, der Mut macht – Bitte lest selbst! 

In unserem letzten Artikel habe ich euch von Maggies Vorgeschichte erzählt, der niederschmetternden Diagnose HD, unseren Behandlungen dagegen (OP, Goldakupunktur und Physiotherapie). Ich habe euch bereits angedeutet dass sich durch den Hüftfit Kurs einiges für uns geändert hat. Doch was genau, darauf möchte ich diesmal näher eingehen. Ich hatte von Doggy Fitness durch die Mithilfe von Maggies Facebook-Fans einen Online Kurs gewonnen.

Welche Auswahlmöglichkeiten hatte ich?

Da gibt es neben dem HüftFit Kurs noch den Happy Move Kurs, der die Koordination fördert, den Puppy Move Kurs, für die altersgerechte Förderung von Junghunden. Zusätzlich  den Arthrosefit Kurs, für alle Arthrose-geplagten (dieser Kurs wäre meine zweite Wahl für Maggie gewesen). Auch einen  Rückenfit Kurs gibt es, denn auch Hunde neigen zu Rückenproblemen. Der Seniorfit Kurs verschafft Vierbeinern mehr Mobilität im Alter. Auch zwei Kurse für gesunde Hunde gibt es zur Prävention: den Basicfit Kurs, für gesunde Hunde die mit dem Training anfangen und den Profifit Kurs, für Hundehalter, die bereits fortgeschritten sind.

Was ist der Hüftfit Kurs?

Ich entschied mich also für unsere größte Baustelle und wählte den Hüftfit Kurs. Der Kurs ist eine Art Online Seminar. Er ist in sechs Wochen-Module gegliedert. In jeder Woche erhält man einen spezifisch auf die Baustelle des Hundes zugeschnittenen Trainingsplan. Im Trainingsplan sind täglich drei bis vier verschiedene Übungen zu absolvieren. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit für Fleißige ein bis zwei Ergänzungsübungen täglich zu absolvieren.

Wie werden die einzelnen Übungen erklärt?

Dies ist wirklich klasse gelöst, denn unter jeder Trainingswoche findet man die zum Plan passenden Videos. Jede Übung wird einzeln in einem Video zunächst theoretisch erklärt und dann auch mit unterschiedlichen Hunden mehrmals vorgemacht. Es wird gesagt worauf genau man achten soll, wie man dem Hund helfen kann und was genau die Übung bewirkt.

Was ist wenn mein Hund eine Übung nicht machen kann? Sie nicht versteht oder einfach nicht schafft?

In diesem Fall ist es total hilfreich dass man mit Kursbeginn in die Facebook Gruppe eintreten kann. Dort ist die Kursentwicklerin Martina regelmäßig online und erklärt geduldig alternative Ansätze um dem Hund eine Übung leichter vermitteln zu können oder aber wie man eine Übung für den Hund vereinfachen kann, sodass er die entsprechenden Muskelgruppen mit aufbaut, aber nicht überlastet.

Maggie Gewichtsverlagerung - Hüftfit - Doggy Fitness

Maggie Gewichtsverlagerung – Hüftfit – Doggy Fitness

Wieviel Zeit haben wir täglich mit den Übungen verbracht?

In etwa waren es 15 bis 20 Minuten. Wir konnten es also immer prima in unseren Alltag integrieren und für mich war es eine tolle Möglichkeit Maggie bevor ich zur Arbeit ging mal zu beschäftigen, reines Gassi reicht meiner Maus leider selten, sie will halt einfach auch kopfmässig ausgelastet werden. Das zeigt sie einem auch ganz deutlich, Maggie ist eh nie subtil, wenn sie unausgelastet ist, dann wird sie knatschig und verweigert jegliches Futter. Man muss sich für die kleine Berner- Prinzesschen also immer was einfallen lassen. Dank unseres Trainingsplans brauchte ich nun vor der Arbeit nicht groß kreativ sein, sondern machte mit ihr nach dem Gassi einfach die täglichen Übungen und siehe da, die Maus konnte danach zufrieden fressen.

Was braucht man für die Übungen?

In aller Regel braucht man für die Übungen außer dem Hund und Leckerchen für die bessere Motivation und die gezielte Einwirkung, sowie einem rutschfesten Untergrund nichts. Da Maggie allerdings recht groß ist, 70cm Schulterhöhe und ich selbst nicht ganz stabil auf den Beinen steh, haben wir uns für die Achten Pylonen genommen. Diese werden im Original durch die Beine des Hundehalters ersetzt. Und für das Hochstellen, wo der Hund im Original am Halter hochspringt und durch diesen gestützt wird, haben wir in der endschleunigten Variante mit unserer Aufstiegshilfe am Stall absolviert.

Maggie beim Slalom Training - Hüftfit - Doggy Fitness

Maggie beim Slalom Training – Hüftfit – Doggy Fitness

Wie waren die Übungen für uns?

Wir waren zu Beginn bereits Feuer und Flamme, ich weil ich unbedingt Maggies Muskulatur stärken wollte und Maggie weil sie einfach mal wieder etwas neues nur mit mir machen konnte und immernoch kann. Sie genießt die Zeit, es ist regelrecht Quality Time für sie. Sie hatte die meisten Übungen sehr schnell drauf und verdiente sich daher fleißig Lob und Leckerchen. Uns fiel es durch unsere Motivation teilweise schwer dass immer der letzte Tag des Wochenplans einen Tag Pause vorsah 😉

Was für Erfolge haben wir festgestellt und wie?

Maggie wird regelmäßig, mindestens alle 14 Tage von unserer Physiotherapeutin betreut. Dieser hatte ich nicht gesagt wann ich den Kurs gestartet habe und welche Übungen er enthielt, sodass sie unvoreingenommen ihr Urteil geben konnte. Nach zwei Wochen mit dem Kurs stellte sie fest, dass Maggies Hüftkapsel straffer in Muskelatur gebettet war, die Oberschenkel im Umfang um einiges gewachsen waren, der Gang stabiler geworden war und der ganze Hund trotzdem einfach locker war, von Muskelkater also keine Spur. Dies spricht dafür dass der Plan auch für sehr angeschlagene Hunde wirklich realisierbar ist, denn als solchen muss man Maggie leider betrachten und wir haben es wirklich geschafft sie ohne Überforderung aufzubauen.

Wie geht es weiter?

Im Anschluss an das 6 Wochen Programm gibt es einen Stay-Fit Plan. Dieser soll also dafür sorgen, dass man die Muskulatur, die nun aufgebaut wurde erhält. Wir werden diesen definitiv fleißig nutzen. Außerdem läuft ja schon wieder das nächste Gewinnspiel, wäre toll wenn wir nochmal Glück hätten, aber ansonsten werden wir uns auf Dauer einen weiteren Kurs zusammensparen, denn für uns hat es sich definitiv gelohnt.

So und wie Maggie sich bei verschiedenen Übungen so angestellt hat, dass könnt ihr auf den beigefügten Fotos erkennen.

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Alles Liebe,

Deine Tina Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie

Jahresrückblick und ein kleiner Ausblick aufs Jahr 2018!

Jahresrückblick und ein kleiner Ausblick aufs Jahr 2018!

Jahresrückblick – noch wenige Tage und das Jahr 2017 ist schon wieder Geschichte.

Wie war das Jahr für dich und deine Vierbeiner?

Für Tessa, Snowy und mich war es ein sehr aufregendes Jahr. Wir haben viel geschafft, erlebt und können viele Erfahrungen mitnehmen – sowohl mit Doggy Fitness als auch privat.

Der Launch der Online Video Kurse war das wohl größte und aufregendste Projekt in diesem Jahr. Und so viel Neues hat sich für 2018 daraus ergeben. Das hätten wir uns nie träumen lassen. Mit einem so großen Erfolg und dieser großen Nachfrage haben wir einfach nicht gerechnet.
Aber es zeigt uns: wir sind auf dem richtigen Weg und das Feedback, dass wir von Menschen wie dir bekommen ist unglaublich – und geht uns mitten ins Herz! Dafür möchte ich danke sagen.

DANKE, dass du dabei bist, dass du uns begleitest und uns treu bist! All das positive Feedback motiviert uns weiterzumachen. Neue Ideen zu spinnen und Projekte zu starten. Das nächste Jahr hält einiges bereit und wir stehen schon in den Startlöchern.

Und wir schauen gespannt und positiv auf das Jahr 2018. Geht es dir auch so? Wie sehen deine Pläne aus?

Ein kleiner exklusiver Ausblick für dich:

Es gibt zwei neue Kurse, in denen es sich alles um Balance, Koordination und Körpergefühl dreht: HappyMove und PuppyMove – die seit kurzem, pünktlich zum Jahreswechsel und als motivierter Start ins nächste Jahr – buchbar sind.

Für das kommende Jahr möchte ich dir von ganzem Herzen nur das Beste wünschen! Viel Liebe, Glück, allerliebste und wunderschöne Momente, Gesundheit, Mut und Zuversicht!

Jahresrückblick – und hier nun – wie versprochen – die beliebtesten Artikel aus dem Jahr 2017! Viel Freude damit!

Rückenschmerzen beim Hund – so erkennst du sie!

Passgang beim Hund – was es heisst und worauf er hindeutet

Beknabbern und Belecken der Gelenke – das ist kein Putzfimmel

Arthrose beim Hund – die wichtigsten Symptome

7 Tipps, wie du den Alterungsprozess deines Hundes verzögerst

Alles Liebe und einen guten Rutsch

deine Tina!

 

Gastartikel – Maggies Leben mit der Diagnose Hüftdysplasie

Gastartikel – Maggies Leben mit der Diagnose Hüftdysplasie

Diagnose Hüftdysplasie – doch wie gehen Hundehalter damit um? Oft ist der Weg lang und es ist nicht einfach, die richtige Behandlung für den Vierbeiner zu finden. Ich freue mich, dass Jenny vom Hundeblog Maggie – Lebensfreude trotz Krebs in diesem Blogartikel die Geschichte Ihres Hundemädchens Maggie mit uns teilt. Mit 11 Monaten wurde bei Maggie eine Hüftdysplasie diagnostiziert. Aber lest selbst….

Das Leben mit den beiden großen bösen Buchstaben – HD

Meine Berner Sennenhündin Maggie wurde zwar im Spätherbst des Jahres 2009 geboren, doch sie trägt den Sonnenschein im Herzen. Das erste Jahr mit ihr war turbulent und kunterbunt, doch hier und da zeigte sich, welche böse Wolke als Schatten über ihr lastete. Den Sommer 2010 verbrachten wir mit ihren vielen Junghundkumpels regelmäßig in der Hundeschule oder im Aachener Wald. Doch irgendetwas schien immer weniger zu stimmen.

Maggie Diagnose Hüftdysplasie aktive Übungen Behandlung HD Doggy Fitness

Diagnose Hüftdysplasie

Denn war Maggie sonst eigentlich immer vorne mit dabei, wenn es ums Rennen mit und teilweise auch recht bewusst gegen die anderen Hunde ging, so wirkte sie immer öfter teilnahmslos, lustlos, zog sich in sich zurück, verlor immer mehr das Interesse an den anderen und klebte teilweise regelrecht an mir, als suche sie in meiner Nähe Schutz vor dem wilden Treiben. Ich konnte es damals noch nicht so genau einordnen, was meinen kleinen Wirbelwind so verstummen ließ, machte mir jedoch immer häufiger Gedanken. Als sie sich dann ,wenige Wochen später, immer wieder hinlegte, statt ihren besten Hundekumpel stürmisch zu begrüßen, waren endgültig alle Alarmglocken bei mir an.

Der Termin beim Tierarzt – Diagnose Hüftdysplasie

Schnell war ein Termin beim Tierarzt unseres Vertrauens gemacht und Röntgenbilder sollten die traurige Wahrheit offenbaren – HD. Zwei große Buchstaben, deren wahre Bedeutung sich auf den Bildern offenbarten. Hierfür werden die Beine des Hundes im Liegen (unter Narkose) überstreckt um die feste Lage der Oberschenkelköpfe in den Hüftpfannen zu beurteilen. Naja, von fester Lage konnte bei Maggie keine Rede sein. Die Pfannen waren viel zu flach, umschlossen gerade mal die Hälfte der Oberschenkelköpfe, so dass diese kaum Stabilität hatten. Was das genau beim Hund verursacht, da nahm unser Tierarzt kein Blatt vor den Mund. Bei jedem Schritt, jedem Sprung, jedem Aufstehen rutschten die Köpfe aus den Pfannen, Knochen schliff auf Knochen. Es kam somit immer unweigerlich zu Schäden und somit auch zu Schmerzen.

Hilflosigkeit

Diese Nachricht hatte gesessen. Während vor mir die elf Monate alte Maggie gerade wieder wach wurde. Ich fühlte mich hilflos, wusste nicht wohin mit mir oder mit ihr. Hatte nur noch Sorgen und ein schlechtes Gewissen. Mein Kopf war so voller Gedanken und gleichzeitig so leer in Sachen Lösung. Die Diagnose war so niederschmetternd gewesen. So sehr hatte ich meinen Tierarzt bei meiner alten Hündin gefeiert. War er doch der Einzige gewesen, der ihre Infektion erkannt und erfolgreich behandelt hatte und uns drei Jahre geschenkt hatte. Wie konnte dieser Held nun so schwarz malen? Er wusste doch dass ich Maggie brauchte, sie liebte, immer für sie da und immer für sie kämpfen würde. Wie konnte er bei einem elf Monate alten Hund davon sprechen, dass sie leiden würde? Das man gucken müsse, ob die Lebensqualität noch ausreichte um den weiteren Gang zu rechtfertigen???

Die erste Operation – Denervation

Maggie brauchte jetzt Hilfe und zwar ganz dringend, denn das darf nicht wahr sein. Nicht der kleine Sonnenschein Maggie. Die darf jetzt noch nicht gehen. Und so suchte ich uns Hilfe. Wir fanden in der gleichen Praxis einen orthopädischen Chirurgen und der machte Mut. Zwar könne er die Hüfte nicht retten, aber die Schmerzen lindern. Hierfür würden ein Muskel und mehrere Nerven gekappt. Es klang nach einer Hoffnung und genau danach, was wir nun brauchten. Um es Maggie aber nicht zu schwer zu machen entschieden wir uns, zunächst nur die linke Seite – welche zu dem Zeitpunkt die meisten Schmerzen verursachte – zu behandeln. Gesagt – getan. Und erst sah es auch sinnvoll aus, denn Maggie konnte wieder alleine aufstehen, wollte in der Schonzeit, an der Leine, schon wieder mit anderen Hunden toben, doch die düstere Wolke blieb über unseren Köpfen. Die HD war nicht weg. Die Illusion hatte ich nie und beobachtete meine Maus immer kritisch.

Diagnose Hüftdysplasie aktive Übungen Behandlung HD Doggy Fitness

Maggie Diagnose Hüftdysplasie

Wieder ein Rückschlag

Und ich sollte Recht behalten. Vier Jahre nach der OP waren die Schmerzen nun rechts – und zwar übermächtig. Hatten wir davor schöne Zeiten am Stall erlebt und waren als Personensuchhund fleißig unterwegs, so überforderten uns nun 500 Meter. Denn auf diesen 500 Metern blieb sie an guten Tagen 3 mal stehen, an Schlechten legte sie sich 5 mal für mehrere Minuten hin. Das war also genau das, was der erste Tierarzt prophezeit hatte. Und nun? Die zweite Seite operieren erschien mir nicht logisch. Seitdem läuft Maggie X-Beinig, was die Knie natürlich stark belastet, so dass sich hier mittlerweile Arthrose gebildet hatte. Wieder war guter Rat schwer zu finden und teuer. Doch wieder spielte uns das Schicksal in die Karten und wir wurden auf die Goldakupunktur aufmerksam. Nun sollten uns Goldimplantate helfen.

Die Goldakupunktur – ein großer Fortschritt

Nach der Vergoldung wurde uns immer wieder geraste, dass wir Muskeln aufbauen müssen – aber wie? Wir hatte zwar immer Physiotherapie und gingen brav nach Plan unsere Runden, aber mit dem Wechseln der Jahreszeiten, wechselte auch die Muskelmasse und jeden Herbst und Winter taten wir uns schwer. Ich las viel, kaufte mir Bücher, beriet mich immer wieder mit anderen Betroffenen – doch das Auf und Ab blieb.

Ich fing an Maggies Geschichte und ihre Entwicklung zu veröffentlichen, um anderen Rat geben zu können, aber auch um von anderen Rat anzunehmen. Irgendwann stieß ich auf das Gewinnspiel, was uns zu Doogy Fitness führte. Der Gedanke endlich einen Leitfaden zu bekommen der uns beim Muskelaufbau konkret helfen konnte war ein Traum. So mobilisierte ich Maggies Fans uns doch zum Gewinn zu helfen und wir schafften es. Die Freude war riesig. Und wir mega motiviert.

Unsere ersten Trainingswochen

Die Skripte sind leicht verständlich, die Videos erklären und zeigen alles im Detail und sind dennoch Fragen, so hat man in der FB Gruppe immer eine super freundliche und geduldige Tina, die Rede und Antwort steht. Wir begannen vor zwei Wochen mit dem Training im HüftFit Kurs. Täglich absolviert man im Wechsel kleine Übungen und ich war sooo gespannt was unsere Physio dazu sagen würde. Denn heute nach zwei Wochen stand wieder unser gemeinsamer Termin an. Ja was soll ich euch sagen? Nach zwei Wochen haben wir es zum ersten Mal geschafft dass wir das rechte Knie stabiler haben. Die rechte Hüftkapsel ist von einer guten Muskelschicht gestützt und das Maggienchen war locker. Hach das tat einfach gut zu hören. Zwar hatte ich selbst schon Positives an Maggie festgestellt und das ihre Beine zugenommen hatten war mir aufgefallen, aber manchmal bildet man sich Schönes ja leider auch ein. Um so mehr freut es mich, dass nun von einem neutralen Profi, der uns nun fast drei Jahre auf unserem Weg begleitet, bestätigt zu haben. Wir sind endlich trotz unserer Problemjahreszeit auf einem Hoch und wir wollen und werden weiter machen. Die beiden großen bösen Buchstaben werden uns immer begleiten, aber sie haben jetzt wieder ein wenig von ihrem Schrecken verloren, denn wir haben wieder eine kleine Schlacht gegen sie gewonnen.

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Alles Liebe 

Deine Tina Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie Diagnose Hüftdysplasie

Liebster Award – DOGGY FITNESS wurde nominiert! YEAH!

Liebster Award – DOGGY FITNESS wurde nominiert! YEAH!

Liebster Award – wir wurden nominiert

Eigentlich wurden wir sogar schon zum zweiten Mal für den Liebster Award nominiert. Allerdings ist uns das beim ersten Mal irgendwie durchgegangen. Daher gibt es jetzt gleich die doppelte Dosis. Eigentlich mag ich keine Kettenbriefe – mochte ich noch nie. Aber da viele von euch gern auch etwas mehr über uns „persönlich“ erfahren möchten, stellen wir uns den Fragen von Cäsar – mein Leben auf vier Pfoten und Lieblingsviech.

Was ist der „Liebster Award“?

Eigentlich ist der „Liebster Award“ wie gerade schon erwähnt eine Art Kettenbrief unter Bloggern. Das Prinzip ist denkbar einfach: man wird von Bloggern nominiert 10 Fragen zu beantworten und man stellt wiederum 10 Fragen an die selbst ausgewählten Bloggern. Vorteil für euch: ihr lernt neuen Blogs kennen und erfahrt etwas mehr über uns.

Die Regeln:

Nenne den Blogger, der dich nominiert hat. Beantworte die 10 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt. Nominiere weitere Blogger für den „Liebster Award“. Stelle eine neue Liste mit 10 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen. Informiere den Nominierten über die Nominierung Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.

Ich nominiere:

MEIN WANDERHUND und CLEAN FEEDING. Beide wie ich finde großartige Bloggerinnen mit spannenden Themen, die ihr unbedingt kennen solltet. Ich freue mich sehr auf die Antworten der Beiden.

Diese Fragen hatte CÄSAR – MEIN LEBEN AUF VIER PFOTEN an uns:

Wie seid ihr auf den Hund gekommen?

Das war bei mir ganz klassisch. Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Einige Jahre war es mir beruflich nicht möglich, einen Hund zu halten. Doch fast zeitgleich mit meinem Start als Hundephysiotherapeutin zog Tessa bei mir ein. Eigentlich als Pflegehund, aber die Sache war – trotz einiger Herausforderungen – schnell entschieden. Ziemlich genau ein Jahr später kam Snowy zu uns. Ebenfalls als Pflegehund. Mit ihren Handicaps sollte ich sie physiotherapeutisch unterstützen, damit sie dann vermittelt werden kann. Als Snowy am Frankfurter Flughafen aus ihrer Box krabbelte, war es um mein Herz bereits geschehen.

Was war bis jetzt die größte Herausforderung mit eurem 4-Beiner?

Tessa und Snowy vom Katzenfutter fern zu halten.

Tessa & Snowy: in einem unbeobachteten Moment ans Katzenfutter zu kommen.

Wie würdet ihr euren Charakter beschreiben?

Tessa ist ein hoffnungsloser Kontrollfreak und Futterverschlinger. Zuhause ist sie ein Couchpotatoe, draußen ein Rennschwein. Sie freut sich gerne laut und stimmgewaltig – nicht immer zur Freude der Nachbarn.

Snowy: sie teilt sich mit Tessa die Leidenschaft fürs Sofa, draussen mimt sie gerne sie Gehörlose. Sie ist ein großer Menschenfreund, immer gut gelaunt und hungrig. Dabei ist sie allerdings an passionierter Gemüsehasser. Kleinen Kindern klaut sie gern im Vorbeigehen das Essen aus der Hand.

Ich: Ich habe eine große Liebe zu Tieren. Mit Tieren bin ich sehr geduldig, mit Menschen meist weniger. Ich bin recht perfektionistisch, immer voller Ideen und emotional. Ich liebe die frühen Morgenstunden, bin aber ein militanter Morgenmuffel.

Was war das peinlichste was euch unterwegs mit Hund passiert ist?

Tessa & Tina: Da fällt uns spontan gar nix ein. Ausser wenn Snowy mal wieder auf fremden Picknickdecken einfällt und versucht, etwas zu Essen abzustauben.

Snowy: wenn Tina versucht, mich von fremden Picknickdecken wegzuholen. Als wüsste ich nicht, was gut für mich ist.

Sommer oder Winter?

Wir sind allesamt ausgeprägte Sommer- und Sonnenmenschen. Daher gibt es bei uns gern mal Drängeleien um die Plätze auf den Sonnenliegen.

Was bringt euch so richtig auf die Palme?

Rücksichtslose, humorlose und engstirnige Menschen.

Tessa & Snowy: Regen = IGITT!

Kennt ihr diesen Moment wo man voller Stolz platzen könnte? Was war es bei euch?

Ja, vor Stolz bzw. Glück. Das war z.B. als Snowy sich das erste Mal auf dem Rücken wälzen konnte.

Tessa & Snowy: Klar, wenn wir mal wieder unentdeckt ans Katzenfutter kommen.

Wie seid ihr auf das Bloggen gekommen?

Bei mir ist es der Wunsch, den Menschen alles um das Thema Bewegung beim Hund näher zu bringen. Im Internet findet man leider so viel wenig fundierte Infos zu Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten. Und ich wünsche mir, über das Bloggen die Menschen zu motivieren, selbst mit ihrem Hund aktiv zu werden.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir noch ganz viele Jahre gemeinsam mit Tessa und Snowy geniessen dürfen.

Tessa & Snowy: Hundeleckerli, so viel wir wollen.

Was ist euer Lieblingszitat?

Es ist nie zu spät das zu sein, was man hätte sein können.

Diese Fragen hatte LIEBLINGSVIECH an uns:

1. Hund im Bett ja oder nein? 

Jein. In der Regel residieren die Mädels in ihrem Bettchen. Wenn es blitzt und donnert, zieht es sie allerdings ins Bett.

2. Was bedeutet Freiheit für dich ?

Meinen Tag weitestgehend selbst bestimmen zu können und dort zu leben, wo es uns gut tut.

Tessa & Snowy: den Rinderknochen heimlich aufs Sofa zu schleppen.

3. Wonach sehnt sich dein Inneres Kind am meisten?

Sonne, Ruhe, Meer, Schokolade und Pasta & WiFi.

Tessa & Snowy: Hundeleckerli

4. Wie entspannst du dich nach einem anstrengenden Tag?

Beim Hundespaziergang und/ oder einem Glas Wein und leckerem Essen.

Tessa & Snowy: Rinderknochen knabbern

5. Glück ist…?

Dort leben zu können, wo ich mich wohl fühle und das tun zu können, was ich liebe. Und dabei meine Liebsten um mich zu haben.

Tessa & Snowy: BOAH! RINDERKNOCHEN!

6. Süss oder salzig?

BEIDES!

Tessa & Snowy: schonmal einen süßen Rinderknochen gesehen?!

7. Bekommt dein Hund Essen vom Tisch?

Tessa und Snowy sagen: Sharing is caring….

8. Hast du einen Lieblingsort oder Lieblingsplatz?

Viele verschiedene sogar. Aber eigentlich immer gern am Meer.

9. Was hat sich durch deinen Blog/Hund verändert?

Ich durfte durch meinen Blog viele interessante Menschen kennenlernen und habe selbst viel gelernt. Denn das Bloggen bedeutet viele Rollen in einer Person abzubilden. Neben meinem eigentlichen Thema arbeitet man sich noch in Themen wie Tools & Technik etc ein.

10. Welcher Superheld wärst du gerne und warum?

Puh, ich habe so gar keine Affinität zu Superhelden. Aber ich kenne einige Menschen, die für mich “Superhelden” sind, weil sie im alltäglichen Leben Großes leisten.

Unsere Fragen von uns an Mein Wanderhund und Clean Feeding:

  1. Wenn ihr ein Hund wärt, wie und wer würdet ihr sein?
  2. In welchen Momenten bringt dich dein Hund zum Lachen?
  3. Wie seid ihr zu eurem Blogthema gekommen?
  4. Süß oder sauer?
  5. Wen würdest du gern mal für deinen Blog interviewen?
  6. Urlaub mit oder ohne Hund?
  7. Was hilft dir, wenn du schlecht drauf bist?
  8. Hund im Bett – ja oder nein?
  9. Glück ist?
  10. In diesen Momenten kannst du einfach nicht auf deinen Hund verzichten:

 

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Deine Tina Lie

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Dog Story 4 Bella – Kampf dem Kreuzbandriss

Dog Story 4 Bella – Kampf dem Kreuzbandriss

Bella turnt gegen den Kreuzbandriss

Die kleine Bella ist nach ihrem Kreuzbandriss nun schon mitten in der Reha. Sie genießt die entspannenden Massagen sehr, da sich innerhalb kürzester Zeit Verspannungen durch die Fehlbelastung gebildet haben. Nach anfänglicher Aufregung schließt sie sogar nach einiger Zeit die Augen und ist sogar schon während der Massage eingeschlafen. Auch die Lasertherapie und das Magnetfeld helfen ihr sehr zur Schmerztherapie und Unterstützung des Heilungsprozesses.

Bellas Frauchen ist ganz diszipliniert und trainiert mit Bella täglich. Da die Übungen für Bella und ihre Besitzerin unkompliziert und einfach zu erlernen sind, lassen sie sich prima in den täglichen Ablauf integrieren. 

Mit folgenden Übungen haben wir das tägliche Training gestartet:

Pfoten anheben: Trainiert Muskulatur, Koordination und Balance

Steh Sitz Transfer: Trainiert Kraft, Muskulatur, Koordination und Beweglichkeit der Hinterläufe

Stretching Rücken: Stretcht die Rückenmuskulatur, unterstützt die Beweglichkeit des Rückens, Trainiert zusätzlich Balance und Körpergefühl

Auch wenn Bella unter einem Kreuzbandriss leidet, ist es wichtig, dass wir ihren ganzen Körper fit und beweglich halten.

Hat das „magische Haargummi“ gehalten was es verspricht?

Auch der Trick mit dem Haargummi an Bellas Hinterbein ist genial. Die anfängliche Sorge von Bellas Besitzerin, die könnte versuchen, es abzunehmen, war unbegründet. Bella setzt ihr Hinterbein tatsächlich viel häufiger auf, wenn auch noch sehr zaghaft. Wenn sie langsam und kontrolliert im Schritt geht, nutzt sie das Bein vorsichtig bei fast jedem Schritt.

Die große Herausforderung beim Kreuzbandriss: den Wirbelwind ruhig halten!

Es ist schwierig den kleinen Wirbelwind immer so ruhig zu halten, wie es sein sollte. Sie sieht ihre Hundefreundin Gucci wild rennen und möchte zu gern mitlaufen. Und auch die eine oder andere Spielaufforderung von Gucci kann sie einfach nicht ausschlagen. Und das Frauchen kann die Kleine nicht 24 Stunden bewachen. Eine schwierige Situation. Dennoch versucht sie, Bella so ruhig wie möglich zu halten.

Großartig findet Bella die Spaziergänge im Tragegeschirr und die kleinen Schnupperpausen mit ihrer Hundefreundin zwischendurch. Dabei sein ist alles für sie!

PREVIEW: So geht es weiter…

Bella war beim Tierarzt. Was sagt er zu Bellas Fortschritten? Bella durchlebt ihre erste „Reha-Trotzphase“. Was das heißt und welche Folgen das für Bella haben kann, verrate ich dir in meinem nächsten Artikel!

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Deine Tina

Dog Story 3 Bella – Rehabeginn nach dem Kreuzbandriss

Dog Story 3 Bella – Rehabeginn nach dem Kreuzbandriss

Bella startet nach der Diagnose “Kreuzbandriss” mit der Reha

Bei der kleinen Bella ging es hoch her. Der Schock nach dem Kreuzbandriss war groß. Die Optionen wurden abgewägt und eine Entscheidung getroffen: Bellas Kreuzbandriss soll nicht operiert werden. Nun soll es schnell weitergehen, damit wir bei Bella´s Genesung keine Zeit verlieren und bleibende Schäden vermieden werden.

Wir haben bereits erste Maßnahmen für Bella´s tägliches Leben definiert. Dazu gehören sehr kurze Spaziergänge, an der Leine im Schrittempo. Bella soll keine Treppen steigen, nicht springen, rennen und spielen. Das hat in den ersten Tagen nachdem ich Bella kennenlernte auch toll geklappt und Bella´s Besitzerin ist wahnsinnig diszipliniert. Das hilft der kleinen Maus ungemein.

Wir sind nun drei Wochen nach dem Kreuzbandriss. Die Kleine kommt schon ohne Schmerzmittel zurecht und es ist nur eine geringe Schwellung und Erwärmung im Gelenk zu spüren.

Bellas Trainingsziele zur Heilung des Kreuzbandriss sind definiert:

  • Sie soll keine Schmerzen haben
  • Verspannungen sollen gelöst werden, damit sie sich insgesamt wieder besser und weniger verkrampft bewegt
  • Sie muss ihrem Hinterbein wieder vertrauen und es benutzen
  • Wir müssen Muskulatur aufbauen, um die Gelenke zu entlasten und vor allem das andere Knie zu entlasten.
  • Ein gesunder und normaler Bewegungsablauf

Bella bekommt ihren eigenen Trainingsplan – speziell für den Kreuzbandriss

Um die Zeit zwischen den Behandlungen sinnvoll zu nutzen, und damit Bella schnell wieder fit wird, bekommt Bella einen Trainingsplan. Mit den einfachen aber effektiven Übungen unterstützt Bella´s Frauchen täglich die Genesung. Es macht übrigens nicht die Menge der Übungen, sondern wie effektiv sie miteinander kombiniert werden. Auch in diesem Fall gilt: „Viel hilft nicht viel.“ Wichtig ist dabei, dass wir uns nicht nur auf ihr Bein mit dem Kreuzbandriss konzentrieren, sondern auch den restlichen Körper im Auge behalten. Das heißt, wir trainieren neben der Muskulatur und Beweglichkeit des Hinterbeins auch den restlichen Körper, ihr Körpergefühl, ihre Balance und Beweglichkeit.

In der ersten Woche starten wir mit folgenden Übungen:

Pfoten anheben: Trainiert Muskulatur, Koordination und Balance

Steh-Sitz Transfer: Trainiert Kraft, Muskulatur, Koordination und Beweglichkeit der Hinterläufe

Stretching Rücken: Stretcht die Rückenmuskulatur, unterstützt die Beweglichkeit des Rückens, Trainiert zusätzlich Balance und Körpergefühl

Ein großes Problem, dass oft vor allem kleinere Hunde haben, wenn sie eine Verletzung am Lauf haben: sie kompensieren sehr gut und kommen perfekt auf drei Beinen zurecht. Das macht es schwer, sie dazu zu bringen, ihr verletztes Bein wieder zu nutzen. Sie „vergessen“ es förmlich und es gehört nicht mehr zu ihrem Körper.

Dafür gibt es einen genialen Trick, den wir auch bei Bella anwenden:

„Das magische Haargummi“: Bellas Frauchen legt ihr ein Haargummi oberhalb der Pfote des betroffene Beins an. Wichtig ist, darauf zu achten, dass es nicht einschneidet und unangenehm ist. Durch das Haargummi nimmt Bella ihr Bein bewusst wahr und unterstützt dabei, es schneller zu nutzen. Der Verlust der Muskulatur wird verringert, die Überlastung des andern Hinterbeins, des Rückens und der Vorderläufe ist geringer.

Ein ganz wichtiges Thema ist übrigens auch der (wunde) Punkt Futter:

Die kleine Bella hat eine tolle Figur. Damit das so bleibt und sie in der Phase der geringeren Bewegung nicht zunimmt und so die Gelenke noch mehr belastet, wird ihre Futterration auf die aktuelle Bewegung angepasst. Und was erst einmal auf den Rippen ist, geht umso schwerer wieder runter.

PREVIEW: So geht es weiter…

Wie wird Bella die Übungen annehmen und wie kooperativ ist sie? Funktioniert der Trick mit dem Haargummi wirklich?! Wie die ersten Trainingseinheiten laufen und wie die Herausforderungen im Alltag sind; dass teile ich in meinem nächsten Beitrag mit dir! 

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Deine Tina

Hundeblogger Domino – wir sind dabei!

Hundeblogger Domino – wir sind dabei!

Hundeblogger Domino – Was ist das?!

Kürzlich hat die liebe Julia von midoggy das “Hundeblogger-Domino” gestartet. Ich bin freue mich sehr von Hundekind Abby nominiert worden zu sein! Dafür einen ganz lieben Dank!

Doggy Fitness ist ja erst seit Anfang 2016 in der Welt der “Hundeblogs” unterwegs und es ist schön, dass mein Blog auch anderen Hundebloggern gefällt.  Bevor ich begann über das Thema “Physiotherapie bei Hunden” zu bloggen, hatte ich mit Hundeblogs nicht besonders viel zu tun. Umso intensiver lese ich nun, was andere Hundeblogger bewegt, sie beschäftigt und mit welchen Tips sie das Leben von uns Hundemenschen bereichern.

Und was ist nun ein Hundeblogger-Domino?

Ich bin kein großer Freund von Kettenbriefen und ähnlichen Geschichten. Aber es gibt so viele Hundeblogs und ich finde es schön, wenn sie durch eine solche Idee neue treue Leser finden.

Also so geht´s: Das Dominospiel kennt man ja. Man muss immer passende Dominosteine aneinander legen. Und nun ist es beim Hundeblogger Domino meine Aufgabe, zwei Dominosteine, in Form von zwei Blogs auszuwählen , die ich besonders gern mag und sie zu nominieren. Keine einfache Sache, denn es gibt mehr Blog rund um das Thema Hund als man denkt! Und so viele sind auf ihre ganz eigene Art informativ, schön, mitreissend und spannend.

Zwei Blogs, die ich sehr gerne lese, sind die folgenden:

Doggy Fitness - Blog für Physiotherapie bei Hunden

Doggy Fitness – Blog für Physiotherapie bei Hunden

MÄDCHENHUND:

  1. Ich finde die Art zu schreiben von Mädchenhund erfrischend, fröhlich und so herrlich normal. Manchmal hat man sogar das Gefühl mittendrin und dabei zu sein.
  2. Der ein oder andere Artikel hat das Potenzial, dass man sich selbst ein wenig wiedererkennt.
  3. Die Inhalte des Blogs sind abwechslungsreich, deckt alle Bereiche des Hundelebens ab. Manchmal lacht man, manchmal kommt man ins Grübeln, wie beim Thema: Was den mit unseren Vierbeiner passiert, wenn uns etwas passiert . 

 

Doggy Fitness - Blog für Physiotherapie bei Hunden

Doggy Fitness – Blog für Physiotherapie bei Hunden

WUFFLOG:

  1. Ich finde die Bilder von Mailo einfach immer wunderschön und es gelingt Claudia seinen wachen Blick und auch die enge Verbindung zwischen den Beiden ganz zauberhaft einzufangen.
  2. Bei Wufflog “verlese” ich mich insbesondere gern in der Sparte “Wissenswertes”.
  3. Einer meiner liebsten Artikel dreht sich um die erste Gassirunde am Morgen. Ich finde mich dort mehr als wieder. Und Claudia hat so recht. Hat man sich erst einmal aufgerafft, gibt es Energie und Kraft für den Tag.

Ich würde mich freuen, wenn ihr 2 mitmacht und die Dominosteine weiterreicht.

Hier findet ihr die Spielregeln:

  • Erstelle einen Blogbeitrag und füge den Dominostein ein, mit welchem Du eingeladen wurdest und verlinke den einladenden Hundeblog.
  • Wähle zwei Hundeblogs aus, die Du gerne liest und erstelle für sie jeweils einen Dominostein (links Dein(e) Hund(e), rechts der/die des anderen Blogs).
  • Füge die Dominosteine ein und nenne jeweils 3 Gründe, warum Du diese Blogs gerne liest und verlinke sie über die entsprechenden Dominosteine.
  • Kopiere die Spielanleitung in den Beitrag.
  • Benachrichtige die ausgewählten Hundeblogs und lade sie ein das Dominospiel fortzuführen.
  • Nutze gerne den Hashtag #HundebloggerDomino beim Teilen des Beitrags auf Deinen Social-Media-Kanälen.

Habe viel Spaß!

Eure Tina!

Amputation: Auf 3 Beinen glücklich durchs Leben!

Amputation: Auf 3 Beinen glücklich durchs Leben!

Dreibeinige Hunde und ein Leben nach der Amputation

Den meisten von uns sind sie schon häufiger begegnet: Hunde auf drei Beinen nach einer Amputation. Du hast sogar selbst einen dreibeinigen Hund oder denkst darüber nach, einen zu adoptieren? Großartig! Ein Leben auf drei Pfoten ist kein Schlechteres als eines auf vier Pfoten!

Ein Hund will ein Hund sein – auch nach einer Amputation

Wenn ein Hund auf drei Beinen durch sein Leben rennt ist er aber vor allem eins: ein Hund. Mit all seinen Bedürfnissen. Das heißt, dass er rennen, toben, spielen möchte, dich auf all deinen Wegen begleiten möchte. Kurzum: er möchte alles das tun, was Hunden eben Spaß macht. Und das geht. Wenn einem Hund ein Bein amputiert wurde, braucht er auf jeden Fall eine Zeit, um sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen. Doch die meisten Hunde arrangieren sich sehr gut und schnell mit der neuen Situation und dem neuen Laufgefühl. Und mit ein wenig Hilfestellung bei der einen oder anderen Sache durch ihren Menschen klappt vieles noch einfacher!

Was passiert nach einer Amputation?

Das Körpergefühl eines Hundes verändert sich komplett, denn das Körpergewicht verteilt sich neu. Wenn dem Hund ein Vorder- oder Hinterbein fehlt, übernimmt das Bein daneben einen Großteil der Last und trägt das Gewicht, was zuvor beide Beine getragen habe. Es macht dabei einen Unterschied, ob ein Vorderbein oder ein Hinterbein amputiert wurde. Die Vorderläufe tragen den größeren Teil des Körpergewichtes und geben Stabilität. Wenn ein Lauf fehlt, bedeutet dies, dass der verbleibende Lauf zusätzliches Gewicht übernehmen muss. Auch die Hinterläufe übernehmen einen Teil der Last. Ihre Aufgabe besteht bei einem gesunden Hund darin, die PS auf die Straße zu bringen.  Das heisst, sie geben den Schub, der über die Wirbelsäule nach vorne gegeben wird. Das setzt den Hund in Bewegung. Denn Hunde sind „Heckantriebler“.

Wie sieht es nach einer Amputation des Hinterlaufs aus?

Umgekehrt, wenn deinem Hund ein Hinterlauf fehlt, muss der verbleibende Hinterlauf die Kraft aufbringen, den Schub nach vorne zu bringen. Dabei unterstützen neben dem verbleibenden Hinterlauf auch die Vorderläufe diesen Prozess. Auch für sie ist diese zusätzliche Aufgabe neben dem Tragen des Körpergewichtes und dem Geben der Stabilität eine Mehrbelastung.

Was sind nun die Folgen und Konsequenzen für den Hundekörper?

Hier geht es zum ARTIKEL ALS PDF (KLICK)

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Deine Tina

Beitragsfoto: ein liebes Dankeschön für das Foto zum Beitrag an www.hundeimpressionen.de

Mein Leben mit einem Handicap-Hund – besonders und bereichernd

Mein Leben mit einem Handicap-Hund – besonders und bereichernd

Ein Einblick in unser Leben mit der Handicap-Hündin Snowy

Wenn ein Hund in unser Leben tritt, haben wir meist ein Bild vor Augen, wie die Zukunft mit unserem Liebling aussehen wird. Ein fröhlicher Hund, der mit strahlenden Augen auf den gemeinsamen Spaziergängen freudig und leichtfüßig durchs Leben läuft. Ein müheloses Leben.

Was bedeutet das für das Zusammenleben mit dem Handicap-Hund?

Ganz gleich, ob man einen Handicap Hund adoptiert hat, so wie wir unser mittlerweile achtjähriges Podenco-Mädchen Snowy oder ob ein Unfall oder eine Erkrankungen im Verlauf des gemeinsamen Lebens zu einem Handicap führt. Das Leben mit einem Handicap Hund ist anders. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es macht keinen Unterschied.

Als Snowy vor etwas vier Jahren zu uns kam, konnte sie kaum gehen. Sie war gezeichnet, von den Jahren, die sie bei einem Jäger in einer Holzkiste verbrachte. Die Hinterläufe verformt, schwere Arthrose in den Hüften, beide Knie kaum mehr als Gelenke erkennbar, nicht zu sagen, ob durch einen Unfall oder durch äußere Gewalteinwirkung. Auch der Rücken zeigte erste Schädigungen in Form von Spondylosen. Zusätzlich hat sie einen achten Lendenwirbel und die Ellbogen waren durch die dauerhafte Überbelastung geschädigt.

Ein Handicap verändert vieles – aber nicht alles zum Schlechten

Es gibt Menschen, die sich direkt bei der Adoption für einen Hund mit Handicap entscheiden. Und es gibt Menschen, die einen gesunden Hund adoptieren und wird er krank. Plötzlich ist alles anders. Eine Gelenkerkrankung, ein Bandscheibenvorfall, eine Amputation – und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Man kann lernen, sein Leben darauf einzurichten.

Wie wir mit Snowy unser tägliches Leben bestreiten

Trotz ihrer Beschwerden har Snowy immer gute Laune, verzaubert jeden mit ihrer freundlichen Art und läuft fröhlich durchs Leben. Seit Snowy bei uns lebt, wird sie physiotherapeutisch behandelt. Das hat ihrem Körper enorm geholfen. Wir haben sehr viele kleine Schritte gemacht und machen sie noch immer. Sie bewegt sich viel besser und sie fühlt sich wohler in ihrem Körper. Auch die Goldakupunktur, die sie im Jahr 2015 bekam und die zahlreichen Nahrungsergänzungsmittel helfen ihr. Aber sie wird immer ein Hund mit Handicap sein.

Unsere Spaziergänge werden nie so lang sein, wie mit einem gesunden Hund. Sie wird ins Auto gehoben und bekommt Unterstützung, wo auch immer sie uns zeigt, das sie diese benötigt. Den Sprung aufs Sofa lässt sie sich allerdings nicht nehmen und auch ins Bett schleicht sich Snowy gern auch mal ohne fremde Hilfe.

Uns ist bewusst, dass sich ihr Gesundheitszustand mit fortschreitendem Alter verschlechtern wird. Aber darauf sind wir gefasst und vorbereitet. Wir werden Snowy jeden Weg ebnen, um ihr das Leben so unkompliziert, angenehm und barrierefrei wie möglich zu gestalten.

Die schlechten Tage

Ich gebe ehrlich zu, dass auch wir manchmal schlechte Tage haben. Wenn es mit dem Laufen nicht gut klappt oder sie sich schwerfälliger als sonst bewegt. Dann keimt auch bei mir die Angst hoch und ein flaues Gefühl entsteht im Magen. Dann beschleichen mich Ängste und Sorgen, ob ich alles richtig mache, ob es ihr noch gut geht, ob wir etwas anders machen sollten. Und ich habe Angst sie zu verlieren. Aber ich glaube, das diese Ängste und Sorgen normal und menschlich sind. Dann schaue ich Snowy an und weiß, sie braucht kein Mitleid. Ich darf mitfühlend sein, vor allem aber sollte ich sie motivieren, lieben, begleiten und jeden Tag mit ihr genießen.

Wir passen uns (Lebens- )Tempo an Snowy an

Wir spazieren in dem Tempo, wie sie es kann und passen auch die Länge der Spaziergänge an. Oft machen wir kürzere Spaziergänge und dafür dann häufiger und gönnen uns kleine Ruhepausen unterwegs.

Das schmältert die Qualität unserer Spaziergänge und Ausflüge nicht. Im Gegenteil. Wir erleben sie noch bewusster und versuchen vor allem eines: Snowy so „normal“ wie möglich Hund sein zu lassen und sie Dinge ausprobieren lassen. Sie soll ihre Erfahrungen machen. Und das kann auch mal bedeuten, dass sie strauchelt und stolpert. Aber durch ein übermäßiges Behüten würden wir sie verunsichern und einschränken. Und Snowy möchte so viel wie möglich ein normaler Hund sein. Ihre Grenzen auszutesten, nicht überbehütet zu werden, stärkt sie. Und wenn sie eine Situation alleine gemeistert hat, kann man den Stolz und die Freude in ihrem Gesicht sehen.

Das Leben mit Snowy bereichtert unser Leben ungemein

Manchmal wird man einfach gezwungen langsamer zu machen und einen Gang runterzuschalten. Jeden Tag bewundere ich aufs Neue ihre Stärke und ihre gute Laune. Sie lässt sich nie hängen, sie jammert nicht, sie genießt jede Sekunde. Sie nimmt ihr Leben so an wie es ist und sie geniesst es. Das ist eine große Bereicherung, weil es uns bewusster Leben lässt.

Auch wenn es an manchen Tagen beschwerlicher ist, ich würde keine Sekunde tauschen wollen. Wir haben nicht das Gefühl, das wir im Zusammenleben mit Snowy etwas verpassen oder es mit einem gesunden Hund schöner sein könnte. Ich kann nur alle Menschen dazu ermutigen, einen Hund aufzunehmen, der ein Handicap hat. Auch mit dem Wissen, dass der Alltag manchmal Hürden bereit hält und man sich mehr sorgt.

Da ich es oft in meiner Praxis erlebt habe, das Hundebesitzer meist völlig verunsichert waren, wenn ein Handicap Hund ins Haus kommt, oder der zuvor gesunde Hund plötzlich mit einem Handicap leben muss, teile ich gern eine ganze Reihe von Tipps mit dir, wie du euer Zusammenleben erleichtern kannst

Man kann so vieles tun, um seinem Handicap-Hund den Alltag zu erleichtern:

  • erhöhter Wasser-/Futternapf
  • ein wärmender Mantel im Winter
  • orthopädische Hundebetten
  • Hunderampen fürs Auto
  • Treppchen für das Sofa
  • Rutschfeste Untergründe im Haus
  • Tragehilfen beim Treppensteigen

Die Orthopädietechnik hält eine Vielzahl an Lösungen bereit:

  • Bandagen
  • Orthesen
  • Prothesen
  • Hunderolli

Ein Physiotherapeut kann deinen Hund unterstützen mit:

  • Laser
  • Elektrotherapie
  • Hydrotherapie
  • Akupunktur
  • Manuellen Therapieformen

Du kannst mit gezielten Übungen aus der Physiotherapie selbst unterstützen:

  • entspannende Massagen
  • passive Bewegungsübungen
  • aktive Übungen für eine gute Muskulatur, Beweglichkeit, Koordination, Balance und Körpergefühl

Wir genießen jeden Moment, den wir mit Snowy haben

Wir freuen uns und staunen, wenn sie wie ein Reh durch den Garten springt, wenn sie über Stock und Stein klettert, weil sie vergisst, dass ihre Knochen nicht gesund sind. Und wir sind glücklich, wenn wir sehen, wie sie am Abend selig in ihrem geliebten Bettchen liegt und ihr ganzes Gesicht voller Freude ist.

Und wir wissen, wie wertvoll jeder Tag mit ihr ist.

Teilst du dein Leben auch mit einem Handicap-Hund? Wie beeinflusst es dein Leben und was tust du, um euer Leben zu erleichtern? Teile gern deine Erfahrungen mit mir!

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Deine Tina

 

 

Dog Story 2 Bella – Operation des Kreuzbandriss oder nicht?!

Dog Story 2 Bella – Operation des Kreuzbandriss oder nicht?!

Was machen wir nun mit dem Kreuzbandriss?

Die Diagnose des Kreuzbandrisses war für Bella´s Frauchen ein echter Schock. Damit hatte niemand gerechnet. Nun musste eine Entscheidung getroffen werden. Soll Bellas Kreuzbandriss operiert werden, oder versucht man ihn ohne Operation zu behandeln?

Im Fall von Bella war die Entscheidung schnell getroffen

Das Narkoserisiko durch Bellas Gaumensegel ließ ihre Besitzerin keine Sekunde zögern. Eine Operation sollte unbedingt vermieden werden. Die Angst, dass sie die Narkose nicht überlebt, war einfach zu groß. Der Tierarzt verschrieb ihr entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente. Begleitend soll Bella Physiotherapie bekommen. So traf ich Bella und darf sie auf ihrem Weg der Genesung begleiten.

Bellas Besitzerin hat große Sorge um Bella. Die Situation ist völlig neu für sie und es ist einfach schlimm zu sehen, dass es dem eigenen Vierbeiner schlecht geht. Gleichzeitig macht sich eine große Hilflosigkeit breit.

Der Kreuzbandriss hat für Bella schnell spürbare Folgen:

  • Die Muskulatur an Bella´s betroffenem Bein wurde schnell schwächer. Binnen weniger als zwei Wochen ist Bellas linker Hinterlauf deutlich dünner geworden.
  • Die Muskulatur am Rücken, ihren Vorderbeinen und am rechten Hinterbein ist verspannt und schmerzt. Sie bewegt sich nicht mehr gern.
  • Gerade bei so kleinen Hunden wie Bella besteht das Risiko, dass sie schnell kompensieren und gut auf drei Beinen zu Recht kommen. Sie vergessen das vierte Bein und nutzen es nicht mehr. Das macht es dann zu einer echten Herausforderung, einen gesunden Bewegungsablauf zu trainieren.

Weitere Folgen und Risiken können sein:

  • Es entsteht Arthrose im betroffenen Knie.
  • Durch die Überbelastung der anderen Gelenke, besteht auch hier das Risiko von Arthrose.
  • Es kann im Laufe der Zeit ein Kreuzbandriss im anderen Knie entstehen, da es durch die vermehrte Belastung noch mehr strapaziert wird und leidet.

Also haben wir folgende Herausforderungen bei Bella:

  • Sie soll keine Schmerzen haben.
  • Verspannungen sollen gelöst werden, damit sie sich insgesamt wieder besser und weniger verkrampft bewegt.
  • Sie muss ihrem Hinterbein wieder vertrauen und es benutzen.
  • Wir müssen Muskulatur aufbauen, um die Gelenke zu entlasten und vor allem das andere Knie zu entlasten.
  • Sie soll wieder einen gesunden und normalen Bewegungsablauf haben.

Die ersten Maßnahmen für Bella

  • Bella läuft nur sehr kurze Strecken und diese möglichst im Schritt.
  • Aufgrund ihrer Größe kann sie Treppen hoch und auch ins Auto getragen werden.
  • Sprünge, Rennen und wildes Spiel mit Hundefreundin Gucci sind aktuell tabu.

Zu den körperlichen Schmerzen kommt hinzu, dass Bella´s Erkrankung auch Auswirkungen auf ihre Stimmung und ihr Verhalten hat. Das ist gar nicht ungewöhnlich, denn körperliche Gebrechen beeinflussen immer auch die Psyche. Bella ist nervöser, etwas ängstlicher und fühlt sich so gar nicht mehr wohl in ihrer Haut.

Eine ganz tolle Idee hatte da Bella´s Frauchen

Bella´s Frauchen hat ein Tragegeschirr gekauft. So kann Bella weiterhin überall dabei sein. Bella kann ihre Hundefreundin und die Besitzerin auch weiterhin auf Spaziergängen begleiten. Zwischendurch wird sie immer wieder zum Schnüffeln und für kurze Bewegungseinheiten runtergelassen.Eine ganz tolle Lösung insbesondere für kleine Hunde, damit sie auch weiterhin am Leben weitestgehend teilhaben können. Gerade in Mehrhundehaushalten vereinfacht es die Abläufe enorm.

PREVIEW: So geht es weiter…

Bella wird einen Trainingsplan bekommen, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. So kann Bella´s Frauchen auch in den Tagen, an denen wir uns nicht sehen, mit Bella trainieren und eine schnelle Genesung unterstützen. Wie die Übungen aussehen, mit welchem Trick wir Bella dazu bringen ihr Bein wieder bewusst zu nutzen, wie die ersten Trainingseinheiten laufen und wie die Herausforderungen sind, das teile ich in meinem nächsten Beitrag mit dir!

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Deine Tina