Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

Wenn ein Hund an einem Rückenmarksinfarkt erkrankt, sind die betroffenen Hundehalter meistens sehr hilflos und übermannt von großer Angst um den Hund. Es fällt ihnen schwer, mit der Situation umzugehen. Wie kann man seinen Hund am Besten unterstützen? Daher ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, welche Maßnahmen man ergreifen kann, wenn der eigene Hund an einem Rückenmarksinfarkt oder auch einer anderen neurologischen Erkrankung erkrankt.

In diesem Artikel habe ich dir eine Reihe wichtiger Tipps zusammengefasst, wie du deinen Hund in dieser Situation unterstützen kannst.

Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt

Pfotenschutz

Solange dein Hund mit den Hinterpfoten schleift, unterstütze ihn mit Pfotenschuhen. Sie bieten ihm deutlich mehr Stabilität und er läuft sich seine Pfoten nicht blutig. Es gibt verschiedenen Varianten, die im Haus oder auch draußen getragen werden können. Wichtig ist eine gute Passform, um ein Rutschen oder Druckstellen zu vermeiden.

Antirutsch im Haus

Die neurologischen Störungen und/oder Lähmungen machen deinem Hund im Alltag große Probleme. Jeder Schritt ist mit Unsicherheit verbunden. Du kannst ihm viel Erleichterung verschaffen, wenn du dafür sorgst, dass er sich nur auf rutschfesten Untergründen bewegt. Klar, man kann nicht mal eben das gesamte Haus oder die Wohnung mit Teppich auslegen. Aber du kannst in den Bereichen, in denen dein Hund sich in der Regel viel bewegt z.B. vorübergehend mit rutschfesten Läufern auslegen oder Yogamatten.

Komfortabel aufs Sofa und ins Auto

Zum einen strapazieren Sprünge unnötig den Rücken deines Hundes, zum anderen fallen ihm Koordination und Balance schwer. Vermeide deshalb Sprünge in den und aus dem Kofferraum. Die Verletzungsgefahr ist groß. Falls du deinen Hund nicht in den Kofferraum heben kannst, gibt es praktische Hunderampen. Hunde gewöhnen sich meist schnell daran. Dein Hund liebt es auf dem Sofa zu schlafen? Dann solltest du vermeiden, dass er aufs Sofa springt. Wenn du ihn nicht hochheben kannst, es gibt tolle Steighilfen und Hundetreppen. Die kannst du ihm als Hilfe anbieten.

Hilfe und Sicherheit beim Treppensteigen

Dein Hund sollte möglichst wenige Treppen steigen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, gibt es praktische Tragehilfen. Damit kannst du deinen Hund unterstützen und entlasten – und gibst im Halt und Sicherheit.

Schütze den Rücken deines Hundes

Vermeide das Aufreiten anderer Hunde. Der Rücken ist besonders empfindlich und sollte geschützt werden. Auch das gutgemeinte Klopfen und Tätscheln auf dem Rücken ist für deinen Hund unangenehm und schädlich.

Angepasste Bewegung

Natürlich soll dein Hund in Bewegung bleiben. Passe jedoch Spaziergänge und Belastungen dem aktuellen Krankheitszustand deines Hundes an. Am Besten in Absprache mit deinem Physiotherapeuten oder Tierarzt. Mache lieber kürzere Spaziergänge, dafür häufiger.

Normalgewicht ist Pflicht!

Grundsätzlich schadet Übergewicht deinem Hund. Doch besonders jetzt ist eine Gewichtsreduktion unumgänglich, wenn dein Hund zu viel wiegt. Jedes Gramm zu viel auf den Rippen ist eine zusätzliche Belastung für den Bewegungsapparat.

Bitte kein Sport!

Leistungssport ist tabu. Kurze Stopps, enge Wendungen und Sprünge sind für den Körper außergewöhnliche Belastungen. Auch nach der Gesundung solltest du dies deinem Hund auf keinen Fall zumuten. Wenn es der Gesundheitszustand deines Hundes zulässt, lege ich dir sportliche Aktivitäten wie Mobility oder Degility ans Herz. Sie sind auf Hunde mit Bewegungseinschränkungen ausgerichtet und können individuell auf die Bedürfnisse deines Hundes angepasst erden.

Gut gebettet

Ein guter Schlafplatz ist immer sehr wichtig für deinen Hund. Unseren Hunden geht es wie uns: wenn wir auf einer guten Matratze schlafen, haben wir keine Rücken- und Gelenkschmerzen und sind ausgeruht. Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Ein orthopädisches Hundebett bietet eine wunderbare Druckentlastung für den Rücken. Dein Hund schläft wie auf Wolken. Es eignet sich für gesunde und erkrankte, sowie ältere Hunde gleichermaßen.

Bei der Auswahl des Schlafplatzes solltest du darauf achten, dass er ausreichend groß ist und die Möglichkeit bietet, dass dein Hund sich komplett ausstrecken kann. Das Hundebett sollte möglichst nicht in kalten, zugigen Bereichen stehen.

Bewegungstraining

Um zu vermeiden, dass dein Hund Muskulatur verliert und die Gelenke einrosten, ist es wichtig, dass du gezielt mit ihm arbeitest. Zusätzlich sollten auch Körpergefühl, Balance und Koordination gefördert werden. Lasse dir hier bitte von einer Fachperson entsprechende Übungen zeigen, die du regelmäßig Zuhause durchführen kannst.

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Degenerative Myelopathie – Verhaltenstipps Teil III der Blogreihe

Degenerative Myelopathie – Verhaltenstipps Teil III der Blogreihe

Die Degenerative Myelopathie ist eine gefürchtete Erkrankung unter Hundehaltern. Vermutet wird eine genetische Ursache, doch gänzlich geklärt ist es nicht. Besonders gefürchtet ist diese Erkrankung, weil sie nicht heilbar ist und sicher einen tödlichen Verlauf nimmt.

Die Diagnose ist für Hundehalter ein großer Schock, bedeutet sie doch den sicheren Tod des geliebten Vierbeiners. Dennoch wäre Aufgeben der falsche Weg. Es gibt zwar keine Heilung, aber es gibt Möglichkeiten, das Fortschreiten der Erkrankung deutlich zu verzögern.

Physiotherapie – wichtigste Maßnahme

Der wichtigste Faktor ist dabei die intensive physiotherapeutische Betreuung des Hundes. Es gibt viele Erfahrungsberichte die zeigen, das Hunde dadurch noch mehrere Jahre ein lebenswertes Leben führen konnten und der Fortschritt der Degenerativen Myelopathie enorm verlangsamt wurde.

Mittels Physiotherapie kann dem Verlust der Muskulatur und den Lähmungen entgegengewirkt werden. Die Gelenkbeweglichkeit wird erhalten und auch Koordination und Balance können lange stabilisiert werden. So gibt man dem Vierbeiner die Chance auf ein deutlich längeres aktives Hundeleben.

Auch so kannst du deinen Vierbeiner bei einer Degenerativen Myelopathie unterstützen

Pfotenschutz

Pfotenschuhe geben deinem Hund Halt.. Sie verhindern ein Wegrutschen und somit Stürze. Sie schützen auch Pfoten und Krallen bei Hunden, die mit den Pfoten schleifen. Wenn ein Vierbeiner nur unter einer Schwäche der Hinterläufe leidet, reichen ggfs. Schuhe an den Hinterpfoten.

Ich empfehle dir immer darauf zu achten, dass die Schuhe optimal passen. Sie dürfen nicht zu eng sein, aber auch nicht rutschen. Dann schaden sie eher als das sie nutzen. Es gibt Schuhe, die so beschaffen sind, dass man sie im Haus nutzen kann. Ebenso gibt es spezielle Outdoor Schuhe, die aus anderen Materialien hergestellt sind. Die Sohlen haben ein anderes Profil.

Weiche Liegeplätze

Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Er sollte nicht in kalten, zugigen Bereichen liegen. Ein orthopädisches Hundebett beispielweise bietet eine wunderbare Druckentlastung für den Rücken. Dein Hund schläft wie auf Wolken. Übrigens kann ich dir orthopädische Hundebetten wärmstens empfehlen. Sie eignen sich für gesunde und erkrankte sowie ältere Hunde gleichermaßen.

Rutschfester Untergrund im Haus

Falls ein Hund von Degenerativer Myelopathie betroffen ist und im Haus keine Pfotenschuhe trägt, solltest du unbedingt rutschige Untergründe vermeiden. Bereiche im Haus, die er regelmäßig nutzt, kannst du beispielsweise mit Teppichresten oder ähnlichem sicherer gestalten. Du vermeidest so ein Wegrutschen und auch Stürze. Dein Vierbeiner bewegt sich lieber und leichter im Haus.

Belastung dem Krankheitszustand anpassen

Dabei sollte das Maß an Bewegung immer an den aktuellen Gesundheitszustand des Vierbeiners angepasst sein. Mache lieber kurze Spaziergänge, die deinen Hund nicht so sehr erschöpfen lassen. Auch die Regenerationsphase wird so verkürzt.

Rampen

Vermeide Sprünge in und aus dem Kofferraum. Falls du deinen Hund nicht in den Kofferraum heben kannst, gibt es praktische Hunderampen. Hunde gewöhnen sich meist schnell daran.

Tragehilfe

Es gibt praktische Tragehilfen. Damit kannst du deinen Hund unterstützen und entlasten. Sie geben ihm viel Sicherheit, wenn er wackelig auf den Beinen ist. Du solltest bei der Auswahl der Tragehilfe darauf achten, dass sie gut sitzt und aus einem reißfesten, stabilen Material gefertigt ist. Weiterhin sollte das Material weich sein und an keiner Stelle einschneiden. Häufig wird Neopren verwendet, was zudem leicht zu reinigen ist und schnell trocknet.

Erhöhter Trink- & Futterplatz

Besonders bei größeren Hunden ist ein erhöhter Trink- und Futterplatz eine gute Entlastung. Dein Hund muss sich nicht vorne überbeugen. Die Belastung auf die Gelenke ist dabei gleichmäßig verteilt. Er kann seine Mahlzeit in bequemer Haltung einnehmen.

Doch auch im Alltag gibt es einige Dinge zu beachten

  • Vermeide unbedingt das Aufreiten anderer Hunde.
  • Auch das Klopfen und Tätscheln auf dem Rücken ist für deinen Hund unangenehm.

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