Morbus Legg-Calvé-Perthes beim Hund – das Krankheitsbild, Ursache, Symptome, betroffene Rassen und Diagnose

Morbus Legg-Calvé-Perthes beim Hund – das Krankheitsbild, Ursache, Symptome, betroffene Rassen und Diagnose

Legg-Calvé-Perthes wird auch als aseptische Femurkopfnekrose bezeichnet. Eine Nekrose bedeutet das Absterben von einer oder mehreren Zellen. Bei Morbus Legg-Calvé-Perthes handelt es sich um eine Erkrankung des Oberschenkelkopfes beim Welpen und Junghund, bei der es zu einem Absterben von Gewebe des Femurkopfes kommt. Dieser Prozess entsteht allerdings nicht durch eine Entzündung oder einen Erreger.

Wie kann es zum Absterben des Femurkopfes (Oberschenkelkopfes) kommen?

Bei dieser Erkrankung des Bewegungsapparatrs handelt es sich um eine Wachstumsstörung beum jungen Hund. Diese tritt vor dem Epiphysenfugenschluss (Schließen der Wachstumsfugen) auf. Es kommt zu einer mangelhaften Blutversorgung, wodurch das Gewebe des Oberschenkelkopfes abstirbt. Er kann sich also nicht zu seiner normalen Größe entwickeln. Hinzu kommt, dass es zu starken Verformungen kommt, was durch den Knochenabbau (Osteolyse) verursacht ist. Der Oberschenkelkopf kann so matürlich nicht mehr optimal in die Gelenkpfanne passen. Es kommt zwangsläufig zur Entstehung einer Hüftarthrose, die für den Hund sehr schmerzhaft ist.

Wie kommt es zu den Durchblutungsstörungen und der mangelhaften Blutversorgung des Oberschenkelkopfes?

Der Grund für hierfür ist nicht gänzlich geklärt. Eine genetische Vorbelastung wird sehr stark vermutet. Auch Stoffwechselstörungen, Fehlstellung von Gliedmaßen und hormonelle Faktoren werden diskutiert.

Welche Hunde sind betroffen?

Von Legg-Calvé-Perthes sind meistens kleinere Hunde betroffen, die weniger als 10 Kilogramm wiegen. Häufig betroffene Rassen sind z.B.:

  • Malteser
  • Yorkshire Terrier
  • Zwergdackel
  • Pekinesen
  • Zwergpudel
  • West Highland Terrier
  • Zwergschnauzer
  • Cairn Terrier

Meistens tritt die Erkrankung nur einseitig auf.

Was sind häufige Symptome für Legg-Calvé-Perthes?

Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 3. – 10. Lebensmonat auf. Sie ähneln denen einer Hüftdysplasie. Sie können über mehrere Monate anhalten und dann abklingen. Das Abklingen der Symptome ist ursächlich im Abschluss des Knochenwachstums. Die durch die Erkrankung entstandenen Deformierungen des Oberschenkelkopfes und des Oberschenkelhalses verhindern jedoch eine normale Funktion des Gelenks.

  • Schmerzen in der Bewegung
  • Berührungsempfindlichkeit an der Hüfte
  • Nach hinten Schnappen zur Hüfte, als wäre dort eine Fliege
  • Beschlecken und Beknabbern des Hüftbereiches
  • Leichte bis schwere Lahmheit
  • Schmerzen beim Aufstehen
  • Deutlicher Verlust der Muskulatur am Oberschenkel und Gesäß
  • Verminderte Spiel- und Bewegungsfreude
  • Schnelleres Ermüden und Hinlegen
  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte

Sollte dein Hund eines oder mehrere der Symptome zeigen, empfehle ich dir, ihn in jedem Fall deinem Tierarzt vorzustellen, um ihn entsprechend untersuchen zu lassen.

Wie wird Morbus Legg-Calvé-Perthes diagnostiziert?

Die typischen Symptome und ein orthopädischer Untersuchungsgang geben erste Anhaltspunkte, die durch entsprechende Röntgenaufnahmen bestätigt werden.

Im nächsten Artikel erfährst du, wie Legg-Calvé-Perthes behandelt wird, was Physiotherapie bringt und was du als Hundehalter selbst tun kannst, um deinen Hund sinnvoll zu unterstützen.

Alles Liebe, deine Tina

 

 

Dein Hund will nicht mehr springen? – das sind mögliche Ursachen

Dein Hund will nicht mehr springen? – das sind mögliche Ursachen

Wenn dein Hund (plötzlich) nicht mehr springen will, gibt es verschiedene Ursachen. Die eine kann sein, dass er es einfach nicht möchte. Häufig ist es aber so, dass er es nicht mehr kann, bzw. ihm die Bewegung schwer fällt oder Schmerzen bereitet. Springen tun Hunde nicht nur im Hundesport. Eigentlich ist es eine recht alltägliche Bewegung. Für viele Hunde ist es ganz normal, ins Auto zu springen oder aufs Sofa oder Bett zu springen.  Besonders wenn es sich um liebgewonnene Gewohnheiten deines Hundes handelt und er für sein Leben gern neben dir auf dem Sofa kuschelt und das nicht mehr tut, solltest du aufmerksam werden.

Oft kann man dann beobachten, dass der Hund beispielsweise in diesen Situationen um das Sofa oder Bett herumschleicht und Ansätze für einen Sprung macht, aber immer wieder abbricht. Auch kommt es häufig vor, dass Hunde Sprünge nicht sofort komplett vermeiden, sondern die Sprungbewegung plötzlich anders und schwerfälliger oder ungelenker aussieht. Ähnlich sieht die Situation aus, wenn der Hund wie immer ins Auto hüpfen soll und plötzlich zögerlich vor dem Auto steht und von einer Pfote auf die andere tippelt. Das hat in den wenigsten Fällen etwas mit Sturheit oder „Ungehorsam“ zu tun.

Wenn dir ein solches Verhalten auffällt solltest du dir im ersten Schritt einige Fragen stellen wie z.B.: Hund will nicht mehr springen

  • Leidet dein Hund eventuell bereits an einer Erkrankung des Bewegungsapparates?
  • Hast du in der letzten Zeit festgestellt, dass dein Hund lahmt?
  • Ist das Verhalten deines Hundes verändert?
  • Gibt es weitere Dinge, die er hinsichtlich Bewegungen verändert hat?
  • Zeigt dein Hund Probleme mit der Koordination?
  • Ist seine Muskulatur weniger geworden?
  • Schleift er häufiger mal mit den Pfoten?
  • Schnappt er manchmal plötzlich nach hinten, als würde er nach einer Fliege schnappen?

Wenn du hier feststellst, dass einer oder mehrere Punkte bei deinem Hund zutreffen, dann liegt es nahe, dass er Sprünge vermeidet, weil er Schmerzen im Bewegungsapparat hat. Hund will nicht mehr springen

Der Hund geht in ein schmerzmeidendes Verhalten

Das bedeutet, dass er mehrfach festgestellt hat, dass er in einer Bewegung einen Schmerz gespürt hat und diese deswegen vermeidet. Das ist eine ganz logische Konsequenz, die wir auch von uns Menschen kennen. Wenn wir spüren, dass in einer Bewegung wiederholt ein Schmerz auftritt, beginnen wir ganz automatisch diese zu vermeiden. Hund will nicht mehr springen

Was können die Ursachen für Schmerz oder körperliche Schwäche sein?

  • (neurologische) Rückenerkrankungen wie Spondylose, Cauda Equina Kompressions Syndrom oder Bandscheibenvorfall. Hierbei schmerzt zum einen der Rücken, aber es kommt vielfach auch zu Störungen in der Nervenfunktion, Koordinationsproblemen und geschwächter Muskulatur. Das Vertrauen in die Hinterhand und die Kraft gehen mehr und mehr verloren und der Hund schafft es nicht mehr, zu springen.
  • Hüftprobleme wie Hüftdysplasie können ebenfalls zu einem Meideverhalten bei Sprüngen führen. Es fehlt an Kraft und Muskulatur und die Bewegung tut im Hüftgelenk weh.
  • Erkrankungen im Kniegelenk können auch dazu führen, dass Hunde Sprünge vermeiden. Arthrose im Knie z.B. ist besonders im fortgeschrittenen Stadium sehr schmerzhaft. Die Beweglichkeit im Kniegelenk ist eingeschränkt, oftmals ist auch die Muskulatur bereits geschwächt und so bereitet es große Probleme aufs Sofa oder Bett oder ins Auto zu hüpfen.
  • Das Alter deines Hundes – den Alterungsprozess unserer Vierbeiner können wir zwar verzögern und sie auch im Alter fit halten. Doch im Verlaufe des Alterungsprozesses kommt es zwangsläufig zu fortschreitender körperlicher Schwäche. Die Kraft und die Muskulatur werden dann bei vielen Hunden sukzessive weniger. Dies kann auch dazu führen, dass wie bei uns Menschen bestimmte Bewegungen dann nunr noch beschwerlich möglich sind.
Was kannst du tun? Hund will nicht mehr springen

Keinesfalls sollst du es nun einfach als gegeben hinnehmen, dass dein Hund es halt nicht mehr zu dir aufs Sofa schafft. Ich empfehle dir unbedingt, der Ursache auf den Grund zu gehen und deinen Hund tierärztlich untersuchen zu lassen. Oftmals kann man – besonders wenn man früh genug handelt – die schmerzauslösende Ursache beseitigen oder zumindest eine Linderung herbeiführen. Dies ist sehr wichtig, damit es neben der Problematik im Bewegungsapparat nicht auch noch zu einer Chronifizierung des Schmerzes kommt.

Wenn sich herausstellt, dass dein Hund unter einer Erkrankung des Bewegungsapparates leidet, dann solltest du ihn beim Einstieg ins Auto z.B. mit einer Hunderampe unterstützen, oder ihn ins Auto heben. Wenn du nicht darauf verzichten möchtest, dass dein Hund auf dem Sofa oder im Bett liegt, gibt es hierfür Aufstiegshilfen und Treppen, die du ihm zur Unterstützung anbieten kannst.

Alles Liebe, deine Tina

Schmerzen beim Hund – Wahrnehmung von Schmerz und sinnvolle Schmerztherapie

Schmerzen beim Hund – Wahrnehmung von Schmerz und sinnvolle Schmerztherapie

Heutzutage klingt es für uns befremdlich, doch noch in den späten 1980er Jahren ging man davon aus, dass Tiere kein dem Menschen vergleichbares Schmerzempfinden haben. Das ist gar nicht so lange her und kaum nachvollziehbar. Mittlerweile wurde dies erfreulicherweise widerlegt. Schon im direkten Vergleich des zentralen (Rückenmark und Gehirn) und peripheren Nervensystems (das Nervensystem außerhalb von Rückenmark und Gehirn), sind die Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Tier offensichtlich. Die Forschung zeigt auch, dass messbare Reaktionen auf Schmerzreize sehr ähnlich sind.

Doch was ist Schmerz überhaupt genau?

So seltsam es klingen mag, doch Schmerz ist eine geniale Funktion des Körpers. Er ist eine Schutzfunktion des Körpers auf alles, was schädigend ist. Das beinhaltet externe Faktoren, wie z.B. Verletzungen, Druck oder Hitze- und Kälteeinwirkung, aber auch innere Faktoren wie z.B. Tumore, degenerative Prozesse, Entzündungen oder Durchblutungsstörungen.

Zugleich funktioniert er als Alarmsignal, das zeigt, dass etwas im Körper nicht so ist, wie es sein sollte. Doch es gibt auch Situationen, in denen der Körper Schmerzen selbst regulieren und sie dämpft oder sogar ausschaltet. Das kann ist Situationen von großem Stress oder Flucht sein.

Wie nimmt der Hund Schmerzen wahr?

Wie wir Menschen, nimmt der Hund Schmerzen individuell wahr. Wie intensiv sie wahrgenommen werden und wie die Schmerztoleranz ist, ist sogar von der Tagesform abhängig.

Wenn ein Hund unter Schmerzen leidet, sollte dieser so gut und schnell wie möglich behandelt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass aus einem akuten Schmerz ein chronischer Schmerz wird. Der Schmerz wird selbst zu einem Krankheitsbild und der Hund befindet sich in einem Teufelskreis aus Schmerz, Verspannung, Bewegungseinschränkung etc.. Zur gezielten Behandlung eines Schmerzes ist eine entsprechende Diagnostik, um Ort und Ursache des Schmerzes zu definieren und auch die Intensität des Schmerzes einzuschätzen unverzichtbar. Im Anschluss ist es dann wichtig, Maßnahmen für den Hund abzuleiten, um die Schmerzen zu beseitigen oder zumindest Linderung zu verschaffen.

Primäre Ziele der Schmerztherapie

  • Beseitigung der Schmerzursache – Beendigung des Schmerzzustandes durch Beseitigung der schmerzauslösenden Faktoren
  • Bei chronischen Erkrankungen sollte eine bestmögliche Linderung des Schmerzes im Fokus stehen.
  • Steigerung der Lebensqualität und Minderung des Leidensdrucks
  • Vermeidung eines Schmerzgedächtnis

Wege aus dem Schmerz – Möglichkeiten der Schmerztherapie beim Hund

Vielleicht muss ich dich an dieser Stelle enttäuschen. Auch wenn es mir selbst schmerzt zu sehen und zu wissen, dass ein Lebewesen Schmerzen leidet: Ich kann dir kein Patentrezept gegen Schmerzen beim Hund geben. Es gibt keine allgemeingültige Formel und keine Allround-Pille, die Schmerzen stillt und beseitigt.

Was ich dir aber sagen ist, dass die Tiermedizin sich fortwährend mit großen Schritten weiterentwickelt. Dazu gehört auch die Behandlung von Schmerzen. Die medikamentöse Behandlung mit Schmerzmitteln sollte ausschließlich durch einen Tierarzt erfolgen. Ich rate davon ab, selbst nach Gefühl Medikamente auszuwählen, die man ggfs. noch im Haus hat. Da sowohl die Art des Schmerzes, als auch die Intensität je nach Erkrankung und Verletzung völlig unterschiedlich ist, bedarf es auch entsprechender fachkundiger Auswahl der Medikation. Aus diesem Grund gehe ich nicht dezidiert auf die verschiedenen Arten an Schmerzmitteln und ihre Wirkung ein. Ergänzend/Ersetzend zur konservativen Schmerztherapie gibt es allerdings eine große Bandbreite an Maßnahmen, die ebenfalls in der Schmerztherapie eingesetzt werden können.

Meiner Erfahrung nach, ist es sehr sinnvoll verschiedene Maßnahmen sinnvoll miteinander zu kombinieren, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. So können beispielsweise Akupunktur und auch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel schmerzlindernd eingesetzt werden. Auch viele physiotherapeutische Behandlungsformen zielen primär darauf ab, dem Hund Schmerzen zu nehmen.

Dazu gehören z.B.:

Viele Maßnahmen können nach fachkundiger Anleitung auch von dir Zuhause durchgeführt werden. So kannst du selbst aktiv die Schmerztherapie deines Hundes begleiten, indem du Massagen durchführst, mit Wärme oder Kälte Linderung verschaffst, Wickel anlegst, aktive Bewegungsübungen durchführst, etc.. Wichtig zu sagen ist mir, dass du nicht „wild“ selbst therapieren solltest, sondern dich hier von einem Hundephysiotherapeuten anleiten lassen solltest und mit ihm für deinen Hund passende Maßnahmen besprichst.

Schmerzen nehmen bedeutet handeln

Was mir ein großes Anliegen ist, ist dass es unverzichtbar ist, seinem Hund Schmerzen bestmöglich zu nehmen. Immer wieder bin ich mit Hundehaltern im Kontakt, die große Angst vor den Nebenwirkungen von Medikamente haben und deshalb eine Medikation ablehnen. Natürlich sollte man nicht willkürlich und leichtfertig zu Schmerzmitteln greifen. Doch wenn ein Hund Schmerzen leidet, sollte ihm dieser genommen werden. Vielfach ist unter einem guten Schmerzmanagement die Reduktion oder der gänzliche Verzicht auf konservative Schmerzmittel möglich. Doch selbst wenn nicht, sollte grundsätzlich die Lebensqualität des Hundes im Vordergrund stehen. Und Schmerzen haben einen großen Einfluss darauf, wie gut diese ist. Zusätzlich kann durch die Schmerztherapie einer Entstehung eines Schmerzgedächtnis entgegengewirkt werden.

Ein individuelles Schmerzkonzept

Wichtig ist es, ein individuell auf den Hund zugeschnittenes Schmerzmanagement zu entwickeln. Dabei widersprechen sich die unterschiedlichen Maßnahmen nicht, sondern können hervorragend zusammen funktionieren und sich ergänzen. Es spricht also nichts dagegen, einen Hund konservativ mit Schmerzmitteln zu behandeln, ihn aber zusätzlich mit Nahrungsergänzungsmitteln und physiotherapeutischen Maßnahmen oder auch z.B. Akupunktur zu unterstützen.

Ich empfehle sogar eine Kombination verschiedener Möglichkeiten, Schmerzen zu lindern und zu nehmen, da sie sich gegenseitig unterstützen und so dem Hund mehr Lebensqualität bieten. Ein gelungenes Schmerzmanagement ist also bestenfalls immer eine sich ergänzende Kombination verschiedener Maßnahmen, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden.

Alles Liebe, deine Tina

Bandagen und Orthesen für Hunde – wie sie wirken und mehr Stabilität für Gelenke bieten

Bandagen und Orthesen für Hunde – wie sie wirken und mehr Stabilität für Gelenke bieten

Der orthopädische Bereich für Hunde entwickelt sich mehr und mehr weiter und so haben sich besonders die Bereiche der Orthesen und Bandagen für Hunde rasant entwickelt. Was eine Bandage kann und wo sie eingesetzt wird und was Orthesen beim Hund leisten können und wie sie unterstützen, habe ich dir hier verständlich zusammengefasst. Zudem erfährst du, was man bei der Auswahl beachten sollte und wann man nicht „von der Stange“ kaufen sollte.

Bandagen für Hunde – wann sie eingesetzt werden

Bandagen bieten Hunden, die unter einer altersbedingten Gelenkschwäche, Bänder- oder Muskelschwäche, degenerativen Gelenkerkrankung wie Arthrose, neurologischen Erkrankungen oder akuten Verletzungen leiden, eine gute Unterstützung und Sicherheit in der Bewegung. Aber auch im Hundesport oder bei intensiver Belastung wie Wanderungen, werden sie vermehrt zur Prävention eingesetzt. Orthesen für Hunde

So funktionieren Bandagen Orthesen für Hunde

In ihrer Funktion stabilisieren und/oder fixieren Bandagen Gelenke. Sie sind weicher, leichter und flexibler aufgebaut als Orthesen. Aufgrund der verwendeten Materialien behindern sie die Bewegung des Hundes nicht.

Diese Unterschiede gibt es bei Bandagen

Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. So wird z.B. über die Dicke des Materials eine unterschiedlich stabilisierende Funktion erreicht. Weiterhin können auch Gelenkschienen zur weiteren Stabilisierung zum Einsatz kommen. In ihrer Form sind die Bandagen auf das entsprechende Gelenk angepasst. Orthesen für Hunde

Eine wichtige Passform ist sehr wichtig, damit die Bandage auch in ihrer Funktion wirken kann. So darf sie weder zu weit sein und rutschen, noch einschneiden. Druckstellen sollten vermieden werden und auf ein luftdurchlässiges Material geachtet werden. Hier wird gerne Neopren eingesetzt. Orthesen für Hunde

Viele Gelenkbandagen gibt es mittlerweile „vorgefertigt“ zu kaufen. Bei Kniebandagen beispielsweise empfehle ich, nach Möglichkeit auf eine Maßanfertigung zurückzugreifen. Sie können temporär aber auch dauerhaft eingesetzt werden.

Orthesen für Hunde – Unterstützung in der Reha, Stabilität für Gelenke und mehr

Im Gegensatz zur Bandage ist eine Orthese ist eine feste Schiene. Sie ist aus einer stabilen Rahmen- oder Schalenkonstruktion gefertigt. Dies ist besonders hilfreich, wenn der Hund unter Funktionseinschränkungen an einem Gelenk der auch der Wirbelsäule leidet. Auch Orthesen können sowohl temporär, als auch dauerhaft eingesetzt werden.

Der Unterschied zwischen Schalenorthesen und Zweischalenorthesen beim Hund und wie sie wirken

Man unterscheidet zwischen Schalenorthesen, bei denen die Schale mit Hilfe von Gurten am Lauf befestigt wird. Hierdurch erreicht man eine Stabilisierung eines Gelenkes. Dies ist hilfreich bei Erkrankungen wie Arthrose oder jenen, die Bänder und Sehnen betreffen. Auch Fehlstellungen können hiermit unterstützt werden. Schalenorthesen gibt es mit Gelenkfunktion, die z.B. in der Rehabilitation eine sukzessiv gesteigerte Gelenkbewegung ermöglicht. Gerne empfehle ich Orthesen auch für ältere Hunde, denen man eine Operation nicht mehr zumuten möchte, um möglichst physiologische Bewegungsabläufe zu erhalten, indem man mit Hilfe der Orthese zur Entlastung des betroffenen Laufes beiträgt und auch Schmerzen lindern kann. Auch nach einer Amputation kann eine Orthese am gegenüberliegenden Lauf gute Dienste zur Entlastung leisten.

Auf der anderen Seite gibt es Zweischalenorthesen, die den gesamten Lauf umschließen. Dadurch erreicht man eine intensive Stabilisierung. Sie kommt z.B. zum Einsatz bei Gelenkversteifungen, Lähmungen oder sehr großen Hunden.

Orthesen können vielfältig eingesetzt werden und werden in ihrer Funktionalität auf die Bedürfnisse des Hundes angepasst. Die genannten Anwendungsbeispiele bieten nur einen kleinen Überblick, wann Orthesen zum Einsatz kommen können. Ein Orthopädietechniker kann im individuellen Fall beraten und auf den Hund zugeschnitten eine Orthese anfertigen.

Hast du schon Erfahrungen mit Bandagen oder Orthesen bei deinem Hund gemacht? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Hundefitness für die Vorderhand deines Hundes – 3 aktive Übungen für Muskulatur und Beweglichkeit

Hundefitness für die Vorderhand deines Hundes – 3 aktive Übungen für Muskulatur und Beweglichkeit

Bei Erkrankungen der Vorderhand des Hundes wie beispielsweise einer Ellbogendysplasie oder OCD der Schulter, ist es sehr wichtig, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten. Auch die Muskulatur sollte stabil gehalten werden, denn eine schwache Muskulatur wirkt sich wiederum nachteilig auf das Gelenk aus. Gleichzeitig sollte eine gleichmäßige Belastung beider Vorderläufe trainiert werden und normale Bewegungsabläufe, damit der Hund mit seiner Gelenkerkrankung gut zurecht kommt und das fortschreiten der Erkrankung aufgehalten wird. Doch auch bei sportlich geführten Hunden werden Körperpartien gezielt trainiert. Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Sowohl bei Gelenkerkrankungen, als auch zur Prävention oder im Sport eignen sich aktive Bewegungsübungen besonders gut. Über die aktive Mitarbeit und Bewegung trainiert der Hund seine Bewegungsabläufe und nimmt sie bewusst wahr. Neben einer besseren Beweglichkeit und guter Muskulatur haben Hund und Halter auch gleichzeitig noch eine spannende gemeinsame Aktivität. Aus diesem Grund stelle ich dir hier eine Reihe aktiver Bewegungsübungen vor, die die Vorderhand und den Schultergürtel gezielt trainieren. Bei aktiven Bewegungsübungen geht es nicht um eine besonders hohe Komplexität, sondern darum, dass der Hund die Bewegung möglichst präzise, langsam und konzentriert durchführt. Schon sehr einfach erscheinende Bewegungsabläufe haben einen hohen Trainingseffekt.

Das gibt es beim Training zu beachten: Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Achte beim Training darauf, dass dein Hund auf einem rutschfesten Untergrund steht, nehme dir Zeit für ihn und konzentriere dich ausschließlich auf die Übungen. Bitte habe Geduld mit deinem Hund und erwarte keine Perfektion vom ersten Moment an. Der Weg ist das Ziel und dein Hund soll vor allem Freude an den Übungen haben.

Pfote geben Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Trainierte Bereiche: Vorderläufe und Schultern

Wirkung

Pfote geben macht deinem Hund nicht nur viel Spaß, es eignet sich auch, um die Beweglichkeit des Ellbogens zu fördern. Zusätzlich trainierst du die Muskulatur des Vorderlaufes und die Koordination deines Hundes. Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Wann nicht: bei versteiften Ellbogengelenken

Ausführung

Dein Hund befindet sich im Sitz, Du hockst dich vor ihn und ihr schaut euch an. Animiere deinen Hund, seine Pfote in deine Hand zu legen. Um der Übung etwas mehr Abwechslung und Anspruch zu geben und die Gelenkbeweglichkeit zu fördern, biete deinem Hund die Hand in unterschiedlichen und wechselnden Höhen an, bis hin zum High-Five. Lasse dir beide Pfoten abwechselnd geben.

Variation

Wenn dein Hund sich bei der Übung nicht setzen kann oder möchte, kann er die Pfote auch im Liegen oder Stehen geben. Ist dein Hund sicher und erfahren mit der Übung, kannst du die Übung auch auf einem flexiblen Untergrund durchführen.

Sitz Platz Transfer

Trainierte Körperbereiche: Muskulatur der Vorderläufe, Brustmuskeln, Schultern und Rücken Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Wirkung

Der Sitz-Platz Transfer ist ein Krafttraining für die Vorderläufe, Brustmuskeln und Schultern. Indirekt wird auch der Rücken trainiert. Zusätzlich wird die Gelenkbeweglichkeit der Vorderläufe gefördert.

Wann nicht

Versteifte Gelenke

So geht´s Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Dein Hund befindet sich in der Grundposition Platz. Dabei sollte er gerade liegen und nicht bequem auf die Seite gerutscht sein. Nun gibst du ihm das Signal aus dem Platz ins Sitz zu wechseln. Du kannst das Wortsignal auch noch mit einer Handbewegung und einem Leckerli, dass du vor seiner Nase nach oben führst unterstützen. Belohne ihn dann, wenn er sich im Sitz befindet.

Ziel ist, dass dein Hund mit Hinterläufen möglichst in seiner Position bleibt und die Bewegung rein aus der Vorderhand kommt. Indem du recht nah vor ihm stehst, unterstützt du dies. Aus dem Sitz kannst du ihn nun wieder ins Platz bringen und die Übung wiederholen.

Wenn es deinem Hund schwerfällt, mit den Hinterpfoten auf einer Position zu bleiben, kann ein Target unter den Hinterpfoten helfen.

Isometrisches Training Vorderhand

Trainierte Körperbereiche: Muskulatur der Vorderläufe, der Schultern und des Rumpfes, Brustmuskulatur

Wirkung

Stärkung der Muskulatur von Brust, Vorderläufen, Schultern und Rumpf. Gleichzeitig werden Körpergefühl, Balance und Koordination trainiert. Mit isometrischen Übungen trainiert man sehr effektiv die Muskulatur. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da man die Muskulatur anspannt, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand der Hand oder gegen die Schwerkraft.

Wann nicht

Keine Einschränkung Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Equipment

Für Fortgeschrittene z. B. Balance Pad, Kissen, Trampolin, nachgiebiger Untergrund

So geht´s

Ausgangsposition für alle Varianten: Dein Hund befindet sich im Steh, auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund

Variante A: Du hockst dich vor deinen Hund, sodass ihr euch anschaut. Lege deine Hände seitlich auf die Schultern deines Hundes. Übe mit deiner linken Hand leichten, gleichbleibenden Druck auf die Schulter aus, bis du merkst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die im Trainingsplan angegebene Zeit, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder locker und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf die andere Schulter aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position wieder für die im Trainingsplan angegebene Zeit und lasse dann langsam locker.

Variante B: Lege deine Hände auf die Brust deines Hundes und übe leichten Druck aus, als würdest du ihn von dir wegschieben. Halte den Druck wieder für die im Trainingsplan angegebene Zeit.

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gib deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Variation Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Wenn dein Hund die Übung sicher beherrscht, kannst du sie auch auf einem weichen Untergrund wie zum Beispiel einem Kissen, Balance Pad durchführen. Das verstärkt den Trainingseffekt deutlich.

Bitte beachte beim regelmäßigen Training immer auch die Tagesform deines Hundes. Auch unsere Vierbeiner sind nicht jeden Tag in gleich guter Verfassung. Arbeite nie mit Druck und zwinge deinen Hund nicht in eine Position. Der Spaß am Training soll immer im Vordergrund stehen. Wenn er Schwierigkeiten mit einer Übung hat, nehme diese bitte Ernst und gehe der Ursache auf den Grund.

Ich wünsche dir viel Freude bei den hier vorgestellten aktiven Bewegungsübungen für die Vorderhand deines Hundes! Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Alles Liebe, deine Tina

Die 7 wichtigsten Symptome der OCD der Schulter beim Junghund

Die 7 wichtigsten Symptome der OCD der Schulter beim Junghund

Auf den ersten Blick klingt es verwunderlich, aber es gibt verschiedene Gelenkerkrankungen, von denen bereits junge Hunde betroffen sind. Dazu gehört auch die OCD der Schulter. Sie gehört zu den typischen Junghunderkrankungen, die zwischen dem 4.- 9. Lebensmonat auftreten. In den meisten Fällen ist das Schultergelenk betroffen. Grundsätzlich kann eine OCD auch im Kniegelenk, Ellenbogen oder Sprunggelenk auftreten. Immer sind allerdings sind Gelenke betroffen, die besonderer Belastung ausgesetzt sind. Symptome der OCD

Was bedeutet OCD genau?

Bei einer OCD handelt es sich um eine Wachstumsstörung. Der Knorpel nimmt ungleichmäßig an Dicke zu. So werden Knorpel und Knochenmasse, die darunter liegen, nicht mehr ausreichend versorgt und sterben ab. Wenn es nun zu einer größeren Belastung kommt, reißt der Knorpel ein. Die Gelenkflüssigkeit dringt nun in den entstandenen Spalt ein. Dadurch wird verhindert, dass das abgelöste Knorpelstück wieder anheilt. Es schwimmt jetzt frei im Gelenk umher. Zudem verhindert es die volle Beweglichkeit des Gelenks und löst in der Bewegung Schmerzen aus. Es entsteht Arthrose im betroffenen Gelenk.

Doch wie zeigt sich eine OCD im Gelenk? Ich habe dir die wichtigsten Anzeichen einer OCD beim Hund zusammengefasst. So kannst du schnell handeln, wenn dein Hund eines oder mehrere der genannten Symptome zeigt.

Wie sind die Symptome der OCD?

Die ersten Symptome zeigen sich in der Regel sehr früh und zwar zwischen dem 4. und 9. Lebensmonat.

  1. Der Hund zeigen eine Lahmheit – meist nach Belastung.
  2. Er dreht den betroffenen Lauf nach außen und drückt somit den Oberarm an den Körper.
  3. Das Gelenk zeigt Entzündungszeichen und ist warm und geschwollen.
  4. Beim Beugen und Strecken zeigt der Hund deutliche Zeichen von Schmerzen.
  5. Die Schrittlänge ist verkürzt und die Beweglichkeit des Laufes eingeschränkt. Betroffene Hunde vermeiden beispielsweise Sprünge. Und andere Bewegungen, die eine stärkere Belastung bedeuten.
  6. Im Verlauf verlieren betroffene Vierbeiner deutlich an Muskulatur am betroffenen Vorderlauf.
  7. Durch die Schonhaltung und Überbelastung bilden sich Verspannungen in den restlichen Bereichen des Körpers – die wiederum auch schmerzhaft sind.

Häufig wird bei den Symptomen zunächst gedacht, der Vierbeiner hat sich vertreten. Natürlich ist auch dies möglich. Wenn dein Hund allerdings eines oder mehrere dieser Symptome zeigt und diese nicht nach 1-2 Tagen Schonung wieder verschwunden sind, solltest du ihn auf jeden Fall von deinem Tierarzt untersuchen lassen.

Du möchtest mehr zur OCD der Schulter erfahren? Im Artikel OCD der Schulter – das Krankheitsbild habe ich dir umfangreiche Informationen zum Krankheitsbild rund um Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten, etc. zusammengestellt.

Alles Liebe, deine Tina

Symptome der OCd Symptome der OCD

 

Schmerzen lindern beim Hund mit Hot Packs, Rotlicht & Co.

Schmerzen lindern beim Hund mit Hot Packs, Rotlicht & Co.

Schmerzen lindern beim Hund ist ein großes Themenfeld. Doch kann man manchmal auch die Gabe von Schmerzmitteln verhindern – und wenn ja, wie?! Auf jeden Fall! Mit Wärme beispielsweise kannst du deinem Hund sehr gut helfen, wenn er unter Schmerzen leidet. Sie tut deinem Hund gut, wenn er zum Beispiel unter Muskelverspannungen leidet. Sie hilft auch bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, die nicht akut entzündlich sind. Dazu gehören beispielsweise Hüftdysplasie, Spondylose oder Arthrose außerhalb eines akuten Schubs. Auch bei chronisch-rheumatischen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen hilft Wärme hervorragend. Auch deinem älteren Hund kannst du mit Wärme etwas Gutes tun. Sie lindert nicht nur Schmerzen, Wärme hilft auch, beweglicher zu werden.

Auch dem gesunden Hund tut Wärme gut

Du kannst Wärmebehandlungen sowohl alleine aber auch begleitend zur Massage anwenden. Auch als Vorbereitung auf aktive Übungen, nach dem Sport, vor oder nach dem Spaziergang kannst du deinem Hund mit Wärme etwas Gutes tun und ihm Wohlgefühl verschaffen.

Wann ist sie bei deinem Hund tabu?

Nicht anwenden solltest du Wärme bei deinem Hund bei akuten Entzündungen, Fieber und Infektionserkrankungen. Auch bei Ödemen, Hämatomen und Blutungen ist Wärme tabu. Zudem solltest du auf Wärmetherapie verzichten, wenn dein Hund unter einer Herzinsuffizienz leidet, bei Tumoren und auch bei Trächtigkeit, da sie wehenfördernd sein kann.

Schmerzen lindern beim Hund – Warum hilft Wärme gegen Schmerzen?

Je nach Art der Anwendung geht die Wärme ca. 1-2 cm in die Tiefe. Wenn man hier z.B. den Vorderlauf des Hundes betrachtet, ist dies schon recht tief. Sie hat verschiedene Effekte. Die Durchblutung wird angeregt, weil sich durch die Wärme die Gefäße weiten und das Blut schneller fließt. Positiver Effekt hierbei ist: entzündliche Stoffe werden abtransportiert und die Sauerstoffzufuhr wird erhöht (somit Stoffwechselsteigerung im Gewebe). Somit führt sie bei chronisch- entzündlichen Erkrankungen zu einer Hemmung der Entzündung, da durch die Wärme die entzündlichen Stoffe abtransportiert werden. Gleichzeitig entspannt die Muskulatur und Schmerzen werden gelindert. Die Gelenkbeweglichkeit wird erhöht, da durch die Wärme die Gelenkflüssigkeit weniger zähflüssig ist und bindegewebige Strukturen wie Bänder und Sehnen werden elastischer. Die Steifigkeit der Gelenke wird weniger und dein Hund wird mobiler und beweglicher.

Schmerzen lindern beim Hund mit Wärme:

Formen der Wärmetherapie sind beispielsweise Rotlicht, Hotpacks, verschiedene Kern- und Körnerkissen, Wärmflasche, heiße Rolle und Dampfbad z.B. bei bronchialen Infekten.

Rotlicht

Rotlicht ist sehr gut, um größere Bereiche zu behandeln. Die Rotlichtlampe sollte ca. 30-40 cm vom Hund entfernt sein. Optimal ist es, wenn die Infrarotstrahlen in einem 90Grad Winkel auf deinen Hund auftreffen. Da die Wärme sehr intensiv sein kann solltest du Dauer und Intensität individuell anpassen. Dein Hund kann je nach dem wie er es mag 15-30 Minuten unter dem Rotlicht bleiben.

Hot Packs

Sie sind sehr einfach im Handling und eignen sich besonders zur lokalen Anwendung. Erwärme sie in der Mikrowelle oder im Wasserbad. Sie halten die Temperatur ca. 1 Stunde. Nachdem du das Hotpack erwärmt hast, wickele es in ein Handtuch, damit die Wärme nicht zu intensiv wird und lege es auf den Körperbereich, den du behandeln möchtest. Das Hot Pack kühlt mit der Zeit ab und kann 15-30 Minuten auf deinem Hund verbleiben.

Körner-/Kernkissen

Auch Körner- oder Kirschkernkissen eignen sich sehr gut zur lokalen Behandlung. Erwärme sie im Backofen oder in der Mikrowelle und lege sie dann für ca. 15-30 Minuten auf den Körperbereich, den du behandelst. Körnerkissen verschaffen übrigens auch bei Bauchschmerzen Erleichterung.

Wie oft kannst du deinen Hund mit Wärme behandeln?

Du kannst deinen Hund bei Bedarf täglich – auch mehrmals – behandeln.

Aber Achtung:

Lasse deinen Hund bei der Wärmetherapie nicht alleine, damit du ihn vor Überhitzung und Überreaktion schützt. Du solltest auch auf keinen Fall ein Hot Pack, Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche auf deinem Verbeiner befestigen. Er muss jederzeit die Möglichkeit haben, der Wärme auszuweichen und die Behandlung abzubrechen. Schmerzen lindern beim Hund Schmerzen lindern beim Hund Schmerzen lindern beim Hund Schmerzen lindern beim Hund Schmerzen lindern beim Hun

Im Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ gehen wir noch einmal intensiv auf das Thema Gelenkschmerzen beim Hund ein, aber auch auf typische Auffälligkeiten in der Bewegung, die auf verschiedene Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation o.ä. hindeuten können. Hier kannst du dabei sein: Zum Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ anmelden. Übrigens mit dem Rabattcode: WEBINAR-FJI erhältst du 10% Rabatt!

Du hast noch Fragen zum Thema oder zum Webinar? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir eine Email an: tina@doggy-fitness.de .

Alles Liebe, deine Tina

 

Schmerzen beim Hund – Wenn der Hund sich nicht setzt und Training nichts nützt – Gastartikel Bothshunde

Schmerzen beim Hund – Wenn der Hund sich nicht setzt und Training nichts nützt – Gastartikel Bothshunde

Schmerzen beim Hund ist großes Thema. Hunde zeigen auf unterschiedliche Weise, dass sie Schmerzen haben. Auch im Verhalten kann sich zeigen, dass ein Hund unter Schmerzen leidet. Da die Themen Schmerz und Verhalten beim Hund sehr eng zusammenhängen, freue ich mich sehr, dass Sarah vom Hundeblog Bothshunde einen Gastartikel auf Doggy Fitness zu diesem Thema veröffentlicht. Aber lese selbst, welche Erfahrungen Sarah im Hundetraining mit dem Thema „Schmerzen & Verhalten“ gemacht hat:

„Es ist zum Verrücktwerden – Buddy setzt sich einfach nicht mehr hin, wenn ich ihm das Signal gebe. Kannst du mir helfen?“ 
So begann eines meiner Trainings in diesem Jahr. Buddy ist ein 6 Jahre alter Cattle Dog Rüde. Ihn kannte ich schon eine längere Zeit, da seine Halterin Jasmin und ich uns bereits auf einigen Seminaren begegnet waren. Im Alltag war Buddy ein absolut unauffälliger Hund, der sehr gut erzogen war. Außerdem betrieben die beiden gemeinsam Zughundesport und auch da war Buddy äußerst kooperativ und immer voll motiviert.
Dass er sich nun auf Aufforderung nicht mehr hinsetzt, erschien mir schon merkwürdig. Jasmin, die sich mit Hundetraining eigentlich gut auskennt, wusste nicht mehr weiter.
Ich war gespannt auf die Stunde, denn ich vermutete keines der üblichen Probleme, sondern einen Spezialfall.

Jasmin erzählte mir zu Beginn der Stunde, dass Buddy anfangs nur ab und an nicht mehr reagierte. Sie vermutete andere Ursachen und brachte die „Weigerung“ nicht in Zusammenhang mit diesem speziellen Signal. Die beiden waren schon länger nicht mehr im Training – bezogen auf ihren Sport, da Jasmin sich verletzt hatte. „Ich habe es im Alltag schleifen lassen und jetzt habe ich mir alle Signale kaputt gemacht“, folgerte sie.
Ich forschte weiter nach und fand heraus, dass alle anderen Signale, die die beiden im Alltag nutzen durchaus noch problemlos funktionieren. Er würde zwar nicht mehr so schnell wie früher reagieren, aber alles (außer das Sitz) ohne Weiteres ausführen.

Was kommt mir als Hundetrainerin in den Sinn, wenn Hunde plötzliche Verhaltensveränderungen zeigen?

Wenn Verhaltensveränderungen plötzlich und so unerklärlich auftreten, klingeln bei mir zunächst andere Glocken als: „Das Signal sollte neu aufgebaut werden oder es ist ein Fehler im Training passiert“. Welche Optionen ich dabei berücksichtige und welche ich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten abzuklären, das möchte ich dir heute einmal erzählen.

1) Hat der Hund Schmerzen?

Hunde sind sehr gut darin, etwaige Schmerzen nicht offen zu zeigen und das vorhandene Problem bühnenreif zu überspielen. Nur selten bekommen wir Menschen davon etwas mit, solange es nicht wirklich richtig schlimm ist.

Meine Hündin hatte letzten Sommer einen verschobenen Brustwirbel. Weder habe ich das gesehen, noch habe ich ihr wirklich angemerkt, dass etwas weh tut. Wenn du schon einmal Probleme mit verschobenen Wirbeln hattest, dann weißt du, wie unangenehm das ist. Mir fiel lediglich auf, dass meine Hündin nicht mehr sofort auf Aufforderung ins Auto sprang, ich vermutete jedoch nicht sofort eine Einschränkung. Erst als sie auch Veränderungen im Gangbild beim Treppenlaufen zeigte, wurde ich richtig hellhörig und lies sie vom Profi durchchecken. Siehe da, der verschobene Wirbel wurde entdeckt und wieder an die richtige Stelle gebracht. Von da an war das ins-Auto-springen kein Problem mehr.

Vor einigen Wochen war eine Kundin bei mir, deren Hund Probleme mit der Leinenführigkeit hatte. Der Hund hatte Schmerzen beim Stehen und langsam laufen, weil seine Krallen zu lang waren. Die ganze Geschichte zu „101 Methoden zur Leinenführigkeit“ kannst du hier lesen.

Schmerzen können durch verschiedene Ursachen entstehen

Von muskulären Verspannungen oder Überlastungen, über Verletzungen, bis hin zu Gelenkproblemen ist alles denkbar. Manche Schmerzen treten nur kurz auf, andere bleiben dumpf allgegenwärtig. Viele – so wie die Arthrose – werden in ihrer Schmerzintensität stark von den äußeren Bedingungen beeinflusst. Jetzt in der kälteren Jahreszeit werden sich die Tierarztbesuche häufen – bei Hunden, die plötzlich nicht mehr gut laufen.
Hat der Hund Schmerzen, dann ist es völlig normal, dass bestimmte Bewegungen nicht mehr möglich sind. In der Folge wird der Hund vermeiden, diese Bewegung zu machen. Denkbar ist auch, dass Hunde plötzlich aggressiv reagieren, weil ihnen bestimmte Dinge wehtun. Wenn ein Hund Schmerzen beim Laufen hat, dann wird er möglicherweise gereizt auf andere Hunde reagieren, mit denen er sonst gespielt hat, da er mit der Bewegung schmerzen verbindet.

• 2) Gibt es Veränderungen in der Wahrnehmung?

Gerne gesehen sind auch die gereizter werdenden älteren Hunde. Manchmal wird das Verhalten dann abgetan mit „jetzt wird er alt und komisch“. Manchmal steckt aber schlichtweg eine verschlechterte Wahrnehmung dahinter. Sieht oder hört der Hund nicht mehr so gut, kann es sein, dass andere Hunde, die sich schnell nähern ihn erschrecken. Es gibt also eine Ursache. In dem Fall kann die Ursache nicht behoben werden, aber es gibt sie und ich als Mensch kann meinem Hund in solchen Situationen helfen, wenn ich weiß, was ihm Probleme bereitet. Das ist ein klarer Unterschied zu „er wird alt, da kann man nichts machen“.

Tumore und jegliche Gewebeveränderung bringen ebenfalls eine starke Belastung für den Organismus mit und können zu Verhaltensveränderungen führen.

• 3) Gab es einschneidende Erlebnisse/ Fehlverknüpfungen

In Buddys Fall wäre es durchaus denkbar gewesen, dass er das Sitz mit etwas verbindet, das ihm Angst macht.
Ähnlich dem Hund, der Kühe als Schreckensszenario ansieht, weil er beim Anblick einer Kuh einmal an einen Stromzaun geraten ist.
Hund lernen immer und besonders wenn große Emotionen im Spiel sind, dann reicht manchmal schon eine Erfahrung, um einen massiven Eindruck zu hinterlassen. So hätte es durchaus sein können, dass Buddy sich hingesetzt hat und in dem Moment etwas einschneidendes erlebt hat – einen sehr lauter Knall zum Beispiel.

In diesem Fall hätten wir Schritt für Schritt daran arbeiten können, ihm das Setzen, eventuell sogar mit neuem Wortsignal, positiv zu belegen.

Fazit – Training über Probleme hinweg macht keinen Sinn, es gilt die Problemursache zu finden!

Bei Schmerzen und körperlichen Veränderung bin ich als Hundetrainerin nicht der Profi um genau alle Details zu kennen und schon gar nicht um die Probleme zu lösen. Gleichzeitig sollte ein guter Trainer erkennen können – oder zumindest die Möglichkeit im Hinterkopf haben-, dass eine „Weigerung“ des Hundes auch immer andere Ursachen haben kann. Hier gilt es zunächst alle körperlichen Fragen abzuklären, bevor man ins weitere Training mit dem Hund einsteigt. Denn ein Training auf Biegen und Brechen durchzuziehen – solange noch körperliche Beschwerden bestehen -, ist in meinen Augen mehr als unfair.

Bei Buddy war es schlussendlich so, dass er durch eine wilde Toberei mit einem der Kumpels eine Zerrung im Oberschenken hatte und sich die Hüfte leicht verschoben hatte. Nachdem beide Probleme behoben waren, lief er wieder beschwerdefrei und auch das „Sitz“ konnte er gewohnt schnell und zuverlässig umsetzen.

Zur Person, Sarah Both von Bothshunde:

Mein Name ist Sarah Both und ich möchte dir zu einem entspannteren Umgang mit deinem Hund verhelfen.
In diesem Zusammenhang gibt es für mich nichts Schöneres als wortloses Verstehen zwischen Mensch und Hund.
Mein Ziel ist es, im Einklang mit dem Hund und der Natur zu leben. Den Weg zu dieser Idylle möchte ich auch dir und deinem Hund ebnen. Ganz besonders am Herzen liegen mir hierbei die nervösen (hyperaktiven, sensiblen) Hunde dieser Welt. Ich zeige dir den Weg zum entspannten Alltag. Aber auch gemütlichere Charaktere können ihre Problemchen haben. – Löse gemeinsam mit mir deine alltäglichen Hundeprobleme.
Das Feedback meiner Kunden im Training vor Ort und auch Online ist für mich so toll, es freut mich sehr, dass ich mir meiner Arbeit vielen Menschen dabei helfen kann einen stressfreien Alltag mit entspannten Hunden zu leben.

Viele weitere spannende Artikel von Sarah findest du übrigens auf ihrem Blog BOTHSHUNDE. Ich kann dir wirklich sehr empfehlen, dort vorbeizuschauen!

 

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Wasserrute beim Hund – extrem schmerzhafte Erkrankung

Wasserrute beim Hund – extrem schmerzhafte Erkrankung

Besonders im Sommer tritt sie häufig auf: die Wasserrute beim Hund. Dabei handelt es sich um eine sehr wenig erforschte Erkrankung beim Hund, die sehr schmerzhaft ist. Sie tritt häufig auf, wenn Hunde viel geschwommen sind. Daher auch der Name. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Schwanzlähmung. Betroffene Hunde können ihre Rute nicht mehr bewegen und haben sehr starke Schmerzen.

Welche Hunde sind betroffen?

Grundsätzlich kann jeder Vierbeiner an einer Wasserrute erkranken. Häufiger sind Rüden als Hündinnen betroffen. Häufig trifft es Setter, Foxhounds, Beagle, Pointer oder Retriever.
Die Erkrankung tritt meist im Sommer auf und vielfach bei Hunden, die gerne schwimmen.

Kann man vermeiden, dass ein Hund an einer Wasserrute erkrankt?

Man sagt, dass gut trainierte Hunde seltener an einer Wasserrute erkranken.

Anzeichen einer Wasserrute

Sehr typisch ist die auffällige Rutenhaltung: betroffene Hunde halten ihre Rute an der Schwanzbasis horizontal und die restliche Rute hängt schlaff herab. Das Hinsetzen ist für betroffene Vierbeiner sehr schmerzhaft. Deshalb rutschen sie im Sitz meist auf die Seite. Einige Hunde können aufgrund der starken Schmerzen kaum Kot und Urin absetzen. Der Rutenansatz ist stark geschwollen und sehr berührungsempfindlich bis hochschmerzhaft. Man sagt, der Schmerz ist vergleichbar mit dem einen Hexenschuss.

Ursachen

Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Allerdings wird die Wasserrute oft mit starker Belastung oder Schwimmen in sehr kaltem Wasser in Verbindung gebracht.
Aber es sind auch Fälle bekannt, in denen ein Hund sehr lange in einer Box oder im Auto gesessen hat und sich wenig bewegen konnten.
Eine schlechte Durchblutung könnte also eine Ursache sein oder aber eine Stauchung im Bereich der Schwanzwirbelsäule.

Behandlungsmöglichkeiten

Behandelt wird eine Wasserrute vor allem mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln. Dadurch wird zum einen eine Schmerzlinderung und auch ein Abklingen der Entzündung bewirkt.

Zusätzlich helfen Wärmeanwendungen an der Schwanzwurzel und die Behandlung durch einen Physiotherapeuten.
Bei schneller und richtiger Behandlung genesen die Vierbeiner meist recht schnell und ohne Spätfolgen.

Hat dein Hund schon einmal unter einer Wasserrute gelitten? Wenn ja, wie hat sie sich bei deinem Vierbeiner gezeigt? Hinterlasse mir gern einen Kommentar!

Alles Liebe, deine Tina

 

Arthritis beim Hund – Diagnose, Behandlung & Verhaltenstipps

Arthritis beim Hund – Diagnose, Behandlung & Verhaltenstipps

Im letzten Blogbeitrag ging es bereits um die Arthritis beim Hund. Du hast alles über das Krankheitsbild und die verschiedenen Formen der Arthritis erfahren, die Symptome und welche drastischen Folgen sie haben kann.

Aber was kann man tun, wenn ein Hund unter Arthritis leidet und wie wird sie überhaupt festgestellt? In diesem Artikel erfährst du alles über die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und was du als Hundehalter tun kannst, um deinem Hund zu helfen.

Arthritis beim Hund – die Diagnose

  • Meist geben die Symptome schon deutliche Hinweise auf eine Arthritis. Je nach Ausprägung können verschiedene weitere Untersuchungen Sinn machen. Häufig gibt das klinische Bild bereits deutliche Hinweise auf eine Gelenkentzündung. Je nach Schwere und Eindeutigkeit der Befunde können folgende weiterführende Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen:
  • Mittels Röntgen können andere Erkrankungen, wie z.B. ein Knochenbruch ausgeschlossen werden. Gleichzeitig werden knöcherne Zubildungen und Schädigungen des Knorpels sichtbar gemacht.
  • Durch eine Punktion des Gelenks unter Vollnarkose wird Gelenkflüssigkeit entnommen, die untersucht werden kann. So können z.B. Bakterien und Entzündungszellen festgestellt werden.
  • Bei der Untersuchung von Blut und Urin können Veränderungen in der Zusammensetzung festgestellt werden.
  • Bei einem Verdacht auf eine Immunbedingte Arthritis empfiehlt sich auch eine Untersuchung der inneren Organe.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Wahl der Therapie ist abhängig von der Form der Arthritis.

Bei der infektiösen Arthritis wird das Gelenk punktiert und gespült. So werden Bakterien und Knorpelstücke gründlich entfernt. Die Wunde wird verbunden, engmaschig überwacht. Häufige Verbandswechseln und hygienischen Bedingungen sind unerlässlich. Es muss unbedingt vermieden werden, dass der Vierbeiner an der wunde leckt, um eine neue Infektion zu vermeiden. Parallel wird der Hund mit einem Antibiotikum versorgt. Auch die Gabe eines Schmerzmittels und entzündungshemmenden Medikamenten ist wichtig.

Bei der traumatisch bedingten Arthritis wird der Vierbeiner mit entzündungshemmenden Medikamenten versorgt und einer entsprechenden Schmerztherapie. Eine Eröffnung des Gelenks ist nicht notwendig. Wichtig ist, den Vierbeiner möglichst ruhig zu halten und das Gelenk zu schonen.

Bei einer Immunbedingten Arthritis werden immunsuppressive Medikamente eingesetzt. Sie müssen meist über einen langen Zeitraum von mehreren Monaten gegeben werden.

Bei einer rheumatoiden Arthritis empfehle ich unbedingt eine Goldakupunktur..

Im Anschluss einer jeden Form der Arthritis hilft den Hunden eine physiotherapeutische Behandlung zur Förderung der Gelenkbeweglichkeit, Muskelaufbau, dem Lockern von Verspannungen und dem Training eines normalen Bewegungsablaufs.

Verhaltenstipps für Hundehalter

  • Ruhighalten, Schonen des betroffenen Gelenks
  • Leinenzwang
  • Bewegung nach Abklingen der Entzündung sehr langsam steigern, um ein Wiederaufflammen zu vermeiden

Wie du deinen Vierbeiner unterstützen kannst

Auch du selbst kannst deinen Vierbeiner bei einer Arthritis nach Absprache mit deinem Tierarzt unterstützen. Wenn keine offene Wunde vorliegt, helfen z.B. kühlende Wickel oder Cool Packs deinem Hund sehr. Sie lindern die Schmerzen und hemmen die Entzündung. Besonders Quarkwickel kann ich dir sehr ans Herz legen.

Zusätzlich können entzündungshemmende und schmerzlindernde Nahrungsergänzungsmittel eine gute Erleichterung für deinen Vierbeiner schaffen.

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Quarkwickel beim Hund – schneller Notfallhelfer bei Schmerzen und Co.

Quarkwickel beim Hund – schneller Notfallhelfer bei Schmerzen und Co.

Wenn ich Hundehalter frage, ob sie Quarkwickel kennen, sagen die Meisten „Ja klar“. In der Regel haben sie aber nicht darüber nachgedacht, dass sie auch ihrem Hund damit etwas Gutes tun können. Dabei liegen die einfachsten Dinge meistens so nah. Ich liebe diese althergebrachten und in ihrer Wirkung erprobten „Hausmittel“, die von Generation zu Generation weitergetragen werden.

Das Beste daran ist, dass sie meistens sehr einfach anzuwenden sind und man alles im Haus hat, was dafür benötigt wirkt. Deshalb möchte ich dir heute den Quarkwickel empfehlen, den ich schon vielen Hundehaltern ans Herz gelegt habe. Der Quarkwickel ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Am effizientesten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung/Reizung. Ich setze ihn gern ein, wenn Hunde z.B. unter Bänderrissen leiden, bei einer Verstauchung, aber auch wenn der Rücken mal wieder akut wehtut aufgrund eines Spondyloseschubs. Quarkwickel beim Hund

Wie wirkt der Quarkwickel beim Hund?

Allgemein wird durch Kälte die Geschwindigkeit der Nervenfasern herabgesetzt, die den Schmerz leiten. Daher wirkt Kälte schmerzlindernd, vor allem bei akuten Schmerzen. Zusätzlich sorgt Kälte dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen. Damit wird die Durchblutung gebremst und der Zellstoffwechsel reduziert. Somit wirkt sie entzündungshemmend und abschwellend.

Quark selbst zeichnet noch eine Besonderheit aus:

Einer der Hauptbestandteile von Quark ist Kasein. Wenn Kasein über die Haut einwirkt, wirkt es entzündungshemmend. Dadurch das Quark einen sehr hohen Flüssigkeitsgehalt hat, verdunstet diese und erzeugt so eine angenehm kühlende Verdunstungskälte.

Wann hilft ein Quarkwickel deinem Hund?

Wie macht man ihn richtig?

Es geht wirklich sehr einfach. Nehme den Quark am Besten einige Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank, damit er nicht zu kalt ist. Streiche den Quark ca. 0,5 cm auf ein Leinentuch und schlage es wie ein flaches Päckchen zusammen. Lege das Päckchen auf die Stelle auf, die du behandeln möchtest. Lasse den Wickel 10-15 Minuten aufliegen. Wenn er Quark warm und bröselig wird, solltest du den Wickel runternehmen. Auch wenn der Quark keinen direkten Hautkontakt hat, entfaltet er seine volle Wirkung.

TIPP: Da der Quark die entzündlichen Stoffe aufnimmt, ist es wichtig, dass dein Hund den Quark nach der Anwendung nicht ableckt. Wenn dein Hund gerne Quark nascht, dann lasse ihm einen Löffel übrig, den er naschen kann.

Wann ist der Quarkwickel tabu? Quarkwickel beim Hund

Es gibt auch Erkrankungen, bei denen du auf die Anwendung eines Quarkwickels verzichten solltest. Dazu gehören:

  • Offene Wunden
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • Schwere Herzerkrankungen
  • Arterielle Durchblutungsstörungen
  • Karzinom
  • Überempfindlichkeit gegen Kälte
Bitte bleibe während der Anwendung bei deinem Hund

Wenn du deinen Hund behandelst, solltest du grundsätzlich an seiner Seite sein. Auch wenn du einen Quarwickel anwendest, solltest du ihn immer unter Beobachtung halten und schauen, ob er sich wohl fühlt. Auch wenn es unwahrscheinlich ist: Für den Fall, dass er in irgendeiner Form auf den Quark überreagiert, solltest du sofort reagieren können. Dein Hund muss jederzeit die Chance haben zu entweichen, wenn die Kälte unangenehm ist. Befestige den Wickel also bitte nicht auf ihm. Kontrolliere bitte auch in regelmäßigen Abständen die Stelle, die du mit dem Quarkwickel behandelst.

Wie oft kann man den Quarkwickel anwenden?

Nach Bedarf kannst du die Anwendungen beliebig oft wiederholen. Im Akutfall ohne Bedenken auch mehrmals täglich.

Alles Liebe, deine Tina

Im Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ gehen wir noch einmal intensiv auf das Thema Gelenkschmerzen beim Hund ein, aber auch auf typische Auffälligkeiten in der Bewegung, die auf verschiedene Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation o.ä. hindeuten können. Hier kannst du dabei sein: Zum Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ anmelden. Übrigens mit dem Rabattcode: WEBINAR-FJI erhältst du 10% Rabatt!

Du hast noch Fragen zum Thema oder zum Webinar? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir eine Email an: tina@doggy-fitness.de .

 

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