Morbus Legg-Calvé-Perthes beim Hund – Behandlungsmöglichkeiten, Physiotherapie und Tipps, wie du die Genesung aktiv unterstützen kannst

Morbus Legg-Calvé-Perthes beim Hund – Behandlungsmöglichkeiten, Physiotherapie und Tipps, wie du die Genesung aktiv unterstützen kannst

Bereits im letzten Artikel ging es um Morbus Legg-Calvé-Perthes. Du hast erfahren, was die Erkrankung bedeutet, was häufige Symptome sind, was Ursachen und häufig betroffene Rassen sind. Im heutigen Artikel geht es darum, wie man Legg-Calvé-Perthes behandeln kann, wie Physiotherapie helfen kann und was du als Hundehalter aktiv tun kannst, um deinen Hund bei der Genesung bestmöglich zu unterstützen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung ist immer individuell abhängig von der Ausprägung der Erkrankung. Eine konservative Behandlung mittels Schonung, Schmerztherapie und Physiotherapie kann über einen kurzen Zeitraum von bis zu drei Monaten versucht werden, wenn noch keine irreversiblen Schäden aufgetreten sind. Allerdings bleibt zu bedenken, dass bereits vorhandene Schäden im Gelenk bestehen bleiben.

Vielfach wird daher eine operative Behandlung vorgezogen. Möglichkeiten hierbei sind zum einem die Entfernung des Oberschenkelkopfes (und -halses). Das ist die sogenannte Femurkopfresektion. Im Bereich, wo zuvor der Oberschenkelkopf war, bildet sich eine bindegewebige und sehr stabile Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Becken. Diese chirurgische Methode ist besonders bei kleinen bis mittelgroßen Hunden sehr erfolgsversprechend.

Alternativ kann ein Hüftgelenkersatz, also eine Implatation einer Endoprothese vorngenommen werden. Die Endoprothese wird insbesondere bei großen und schweren Hunden gewählt.

Die Femurkopfresektion ist in jedem Fall die günstigere Variante und auch weniger invasiv.

Physiotherapie bei Morbus Legg-Calvé-Perthes

Ganz gleich, ob man sich für eine operative Behandlung oder eine konservative Behandlung entscheidet, ist die physiotherapeutische Begleitung unverzichtbar.

Ziele der Physiotherapie

  • Schmerzlinderung
  • Erhalt und Förderung der Gelenkbeweglichkeit
  • Muskelaufbau
  • Förderung physiologischer (gesunder) Bewegungsabläufe und Vertrauen in den betroffenen Lauf
  • Entlastung überlasteter Strukturen

Welche Behandlungsformen der Hundephysiotherapie kann man einsetzen?

  • Mit Massagen kann man Verspannungen in den überlasteten Bereichen, die durch die Schonhaltung entstanden sind, lindern. Hierdurch erreichen wir auch eine Schmerzlinderung. Begleitend kann hier z.B. auch Wärmetherapie eingesetzt werden.
  • Passives Bewegen erhöht die Gelenkbeweglichkeit und unterstützt physiologische Bewegungsabläufe.
  • Mittels Lasertherapie und Elektrotherapie kann der Heilungsprozess gefördert werden und Schmerzen gemindert werden.
  • Das aktive Bewegungstraining ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, der nach fachlicher Anleitung auch vom Hundehalter Zuhause durchgeführt werden kann. Hiermit fördern wir gesunde Bewegungsabläufe, stärken die Muskulatur und das Vertrauen in den betroffenen Lauf.
So kannst du deinen Hund im Alltag unterstützen
  • Achte darauf, dass dein Hund im Haus oder der Wohnung nicht ausrutschen kann. Bereiche, in denen er sich häufig bewegt, kannst du vorrübergehend z.B. mit Läufern auslegen.
  • Die Spaziergänge sollten in den ersten Wochen sehr kurz sein und langsam gesteigert werden. Bitte richte dich hier nach den Empfehlungen des behandelnden Arztes.
  • Es ist wichtig, dass du deinen Hund an der Leine führst. Er sollte möglichst im Schritt laufen.
  • Wildes Spiel, enge Wendungen und kurze Stopps sind tabu und Gift für deinen Hund. Daher solltest du auch bei Kontakten mit anderen Hunden sehr bedacht sein.
  • Achte darauf, das andere Hunde ihm nicht aufreiten.
  • Sprünge sind ebenfalls tabu. Fürs Auto kannst du hier auf Hunderampen zurückgreifen.
  • Beim Treppensteigen solltest du darauf achten, dass dein Hund möglichst wenig Treppen läuft und wenn nur langsam und bewusst. Unterstützen kannst du ihn mit einer Tragehilfe.
  • Als Liegeplatz eignet sich ein orthopädischer Schlafplatz, da dieser druckentlastend auf die Gelenke wirkt.
  • Achte darauf, dass dein Hund nicht unter Übergewicht leidet.
  • Mit Nahrungsergänzungsmitteln kannst du deinen Hund in der Genesungsphase gut unterstützen.
  • Die Übungen aus dem Bewegungstraining solltest du regelmäßig und nach Absprache mit deinem behandelnden Physiotherapeuten durchführen. Sie beschleunigen die Heilung enorm. Bitte experimentiere hier nicht eigenmächtig, sondern halte dich an das Übungskonzept deines Therapeuten.
  • Lasse dir vom Therapeuten Massagegriffe zeigen, um deinen Hund auch Zuhause zu massieren und Verspannungen zu mindern.

Hast du schon einmal vom Legg-Calvé-Perthes gehört oder Erfahrungen damit? Teile diese gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

 

 

Morbus Legg-Calvé-Perthes beim Hund – das Krankheitsbild, Ursache, Symptome, betroffene Rassen und Diagnose

Morbus Legg-Calvé-Perthes beim Hund – das Krankheitsbild, Ursache, Symptome, betroffene Rassen und Diagnose

Legg-Calvé-Perthes wird auch als aseptische Femurkopfnekrose bezeichnet. Eine Nekrose bedeutet das Absterben von einer oder mehreren Zellen. Bei Morbus Legg-Calvé-Perthes handelt es sich um eine Erkrankung des Oberschenkelkopfes beim Welpen und Junghund, bei der es zu einem Absterben von Gewebe des Femurkopfes kommt. Dieser Prozess entsteht allerdings nicht durch eine Entzündung oder einen Erreger.

Wie kann es zum Absterben des Femurkopfes (Oberschenkelkopfes) kommen?

Bei dieser Erkrankung des Bewegungsapparatrs handelt es sich um eine Wachstumsstörung beum jungen Hund. Diese tritt vor dem Epiphysenfugenschluss (Schließen der Wachstumsfugen) auf. Es kommt zu einer mangelhaften Blutversorgung, wodurch das Gewebe des Oberschenkelkopfes abstirbt. Er kann sich also nicht zu seiner normalen Größe entwickeln. Hinzu kommt, dass es zu starken Verformungen kommt, was durch den Knochenabbau (Osteolyse) verursacht ist. Der Oberschenkelkopf kann so matürlich nicht mehr optimal in die Gelenkpfanne passen. Es kommt zwangsläufig zur Entstehung einer Hüftarthrose, die für den Hund sehr schmerzhaft ist.

Wie kommt es zu den Durchblutungsstörungen und der mangelhaften Blutversorgung des Oberschenkelkopfes?

Der Grund für hierfür ist nicht gänzlich geklärt. Eine genetische Vorbelastung wird sehr stark vermutet. Auch Stoffwechselstörungen, Fehlstellung von Gliedmaßen und hormonelle Faktoren werden diskutiert.

Welche Hunde sind betroffen?

Von Legg-Calvé-Perthes sind meistens kleinere Hunde betroffen, die weniger als 10 Kilogramm wiegen. Häufig betroffene Rassen sind z.B.:

  • Malteser
  • Yorkshire Terrier
  • Zwergdackel
  • Pekinesen
  • Zwergpudel
  • West Highland Terrier
  • Zwergschnauzer
  • Cairn Terrier

Meistens tritt die Erkrankung nur einseitig auf.

Was sind häufige Symptome für Legg-Calvé-Perthes?

Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 3. – 10. Lebensmonat auf. Sie ähneln denen einer Hüftdysplasie. Sie können über mehrere Monate anhalten und dann abklingen. Das Abklingen der Symptome ist ursächlich im Abschluss des Knochenwachstums. Die durch die Erkrankung entstandenen Deformierungen des Oberschenkelkopfes und des Oberschenkelhalses verhindern jedoch eine normale Funktion des Gelenks.

  • Schmerzen in der Bewegung
  • Berührungsempfindlichkeit an der Hüfte
  • Nach hinten Schnappen zur Hüfte, als wäre dort eine Fliege
  • Beschlecken und Beknabbern des Hüftbereiches
  • Leichte bis schwere Lahmheit
  • Schmerzen beim Aufstehen
  • Deutlicher Verlust der Muskulatur am Oberschenkel und Gesäß
  • Verminderte Spiel- und Bewegungsfreude
  • Schnelleres Ermüden und Hinlegen
  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte

Sollte dein Hund eines oder mehrere der Symptome zeigen, empfehle ich dir, ihn in jedem Fall deinem Tierarzt vorzustellen, um ihn entsprechend untersuchen zu lassen.

Wie wird Morbus Legg-Calvé-Perthes diagnostiziert?

Die typischen Symptome und ein orthopädischer Untersuchungsgang geben erste Anhaltspunkte, die durch entsprechende Röntgenaufnahmen bestätigt werden.

Im nächsten Artikel erfährst du, wie Legg-Calvé-Perthes behandelt wird, was Physiotherapie bringt und was du als Hundehalter selbst tun kannst, um deinen Hund sinnvoll zu unterstützen.

Alles Liebe, deine Tina

 

 

Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund – diese 3 aktive Übungen fördern die Gelenkbeweglichkeit und stärken die Muskulatur

Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund – diese 3 aktive Übungen fördern die Gelenkbeweglichkeit und stärken die Muskulatur

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund. Oft sind die Gelenke  betroffen, die das meiste Gewicht des Körpers tragen.  Dazu gehören Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte. Grundsätzlich können aber alle Gelenke von Arthrose betroffen sein. Sogar die kleinen Zehengelenke. Im Verlaufe ihres Lebens erkrankt nahezu jeder Hund an Arthrose – auch wenn diese häufig lange unbemerkt bleibt. Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Die häufigsten Ursachen von Arthrose beim Hund

  • Verschleiß in Folge des natürlichen Alterns
  • Übergewicht
  • Fehl- und Überbelastung
  • Inaktivität und Fehlstellungen von Gelenken

Ist Schonen die Lösung? Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Komplettes Schonen ist nicht die Lösung. Das Wichtigste ist es, die Beweglichkeit zu erhalten. Denn die Arthrose schreitet sonst weiter fort. Dein Hund verliert weiter an Muskulatur. Und je weniger Muskulatur er hat, desto mehr müssen die Gelenke ausgleichen. Allerdings muss die Belastung dem Krankheitszustand deines Hundes anpasst werden. Es ist besser, mehrere kurze Spaziergänge am Tag zu machen, als zwei ausgiebige Gassirunden.

So unterstützt du mit aktive Bewegungsübungen deinen arthrosekranken Hund

Durch gezielte Übungen aus der Bewegungstherapie kannst du die Beweglichkeit, den Muskelerhalt und eine Schmerzfreiheit deines Hundes aktiv unterstützen. Der Hund kommt so besser mit seiner Erkrankung zurecht. Normale und gesunde Bewegungsabläufe speichert das Gehirn durch regelmäßige, langsame Durchführung ab. Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Bei den hier vorgestellten Bewegungsübungen stehen eine langsame und präzise Durchführung sowie leichte Anwendbarkeit für Hund und Halter im Vordergrund. Dennoch haben auch einfach erscheinende Übungen einen sehr großen Trainingseffekt.

Allgemeine Tipps zum Training

Achte bitte immer auf die Tagesform deines Hundes. Wie wir Menschen, sind auch unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig. Passe das Training dementsprechend an. Die Freude am Training steht ganz klar im Vordergrund.

Gönne deinem Hund alle 2-3 Tage eine Trainingspause, damit die Muskulatur „wachsen“ kann. An diesen Tagen solltest du entweder ganz auf das Training verzichten, oder das Pensum deutlich reduzieren. Wenn du feststellst, dass dein Hund sich mit einer Übung unwohl fühlt und diese wiederholt verweigert, nehme seine Zeichen bitte ernst. Ich empfehle dir, der Ursache auf den Grund zu gehen und ihn bei deinem Tierarzt oder Physiotherapeuten vorzustellen.

Auch diese Punkte solltest du beim Training beachten

Achte darauf, dass dein Hund auf einem rutschfesten Untergrund steht. Weiterhin steht im Vordergrund, dass die Übungen langsam und präzise durchgeführt werden. Um einen gesunden Bewegungsablauf zu trainieren, ist es wichtig, dass die Übungen möglichst langsam durchgeführt werden. Nur so gelingt es, die vom Gehirn automatisierten Bewegungsmuster zu unterbrechen, die in einer gewissen Grundgeschwindigkeit ohne aktive Beteiligung des Gehirns ablaufen.

Habe Geduld mit deinem Hund und baue die Übungen langsam auf. Dein Hund sollte die Chance bekommen, mitzudenken und seine Bewegungen bewusst wahrzunehmen und zu entwickeln.

3 aktive Übungen für mehr Gelenkbeweglichkeit und eine stärkere Muskulatur bei Arthrose Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Mikado – Cavaletti Training

Wirkung

Beim Cavalettitraining Mikado werden die Gelenkbeweglichkeit und die Muskulatur aller vier Läufe trainiert. Mittels langsamer, bewusster Bewegungen werden ein gesunder Bewegungsablauf, Balance und Koordination des gesamten Hundekörpers gefördert.

Wann nicht

Bei versteiften Gelenken

Equipment

4–7 Hindernisse wie Äste, Stangen, Besenstiele

So geht´s

Die Mikado Variante, ist eine Abwandlung des klassischen Cavaletti Trainings. Grundsätzlich bietet das Cavaletti Training viele verschiedene Varianten mit deinem Hund zu trainieren.

Für die Mikado Variante nimmst du 4-7 Hindernisse wie Cavaletti Stangen, Besenstiele oder Äste und ordnest diese wie ein Mikado Spiel an. Die Stangen liegen also in unterschiedlichen Abständen und Höhen und auf relativ engem Raum. Aufgabe ist nun, dass dein Hund langsam und bewusst Pfote für Pfote über die Stangen klettert. Wichtig ist hier vor allem, dass dein Hund sich langsam und bewusst bewegt.

Wenn diese Variante deinem Hund zu schwerfällt, dann empfehle ich dir folgende Variante:

Du setzt dich mit gespreizten Beinen auf den Boden. Dein Hund sollte neben dir absitzen. So kommt er zur Ruhe und kann sich konzentrieren.
Führe ihn langsam, Schritt für Schritt über deine Beine. Damit er versteht, was du von ihm möchtest, ist es zu Beginn sinnvoll, wenn du deine Hand über deine Beine führst. So folgt er deiner Hand und steigt über deine Beine. Auf der anderen Seite angekommen, kannst du ihn wieder absitzen lassen und ihn belohnen. Nun geht es wieder zurück über deine Beine. Je langsamer dein Hund geht, desto besser ist es, denn so werden die gesunden Bewegungsabläufe im Gehirn des Hundes abgespeichert. Wenn dein Hund verstanden hat, worum es geht, kannst du das Gehen über deine Beine auch mit einem Wortsignal verbinden. Belohnen solltest du ihn dann jeweils, wenn er auf der anderen Seite angekommen ist. So ist er nicht auf das Futter konzentriert, sondern voll und ganz bei der Bewegung. Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Pfoten anheben

Wirkung

Die Übung ist ein effektives Muskeltraining, ohne dass eine aktive Gelenkbewegung nötig ist. Daher spricht man von einer isometrischen Übung (Muskelstärkung ohne aktive Bewegung des Gelenks). Zusätzlich trainierst du das Körpergefühl, die Koordination und die Balance deines Hundes.

Wann nicht

Keine Einschränkung

So geht´s

Dein Hund ist in der Ausgangsposition Steh. Du hockst zunächst vor oder neben ihm. Greife nun einen Vorderlauf (oberhalb der Pfote) und hebe ihn für 3-5 Sekunden an. Setze die Pfote ab, greife den anderen Vorderlauf und hebe das Bein ebenfalls leicht an und halte die Position.


Hocke dich nun hinter deinen stehenden Hund. Hebe den einen Hinterlauf – ebenfalls oberhalb der Pfote – an und beuge den Lauf leicht, so wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Halte die Pfote wieder für die angegebene Dauer.

Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.
Beim Anheben des Laufs kräftigst du durch die Gewichtsverlagerung die Muskulatur der übrigen drei Läufe und dein Hund muss die Verlagerung des Körperschwerpunktes ausgleichen.

Steh Platz Transfer

Wirkung

Der Steh-Platz-Transfer ist eine sehr effektive Übung, um die Muskulatur aller vier Läufe und des Rückens zu trainieren. Zusätzlich trainierst du die Gelenkbeweglichkeit und dein Hund muss sich ausbalancieren. Seine Körperspannung und das Körpergefühl werden gestärkt. Ein perfektes Ganzkörpertraining also.

Wann nicht

Instabilität oder Schmerzen von Wirbelsäule oder Gelenken, versteifte Gelenke

So geht´s

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Steh. Für die korrekte Ausführung der Übung hilft es vielen Hunden, wenn die auf einer räumlichen Begrenzung wie einer Matte o.ä. stehen. Gebe deinem Hund das Signal vom Steh direkt ins Platz zu gehen. Wenn er noch kein Signal dafür kennt, kannst du zu Beginn ein Leckerli nehmen und dies vor seiner Nase nach unten führen. Sukzessive kannst du das dann mit einem Wortsignal oder/und Sichtsignal verbinden. Wenn dein Hund im Platz ist, sollte er gerade liegen und nicht mit dem Po auf die Seite rutschen.

Vom Platz geht es denn wieder ins Steh, und zwar ohne, dass dein Hund sich zunächst hinsetzt. Kennt dein Hund hierfür ein Signal, kannst du dies nutzen. Alternativ kannst du ein Leckerli von seiner Nase aus zügig nach oben führen.

Dein Hund sollte bei der Übung mit seinen vier Pfoten möglichst auf der Stelle bleiben, ohne nach vorne zu gehen. So ist der Trainingseffekt am größten. Wenn du recht nah vor deinem Hund stehst, unterstützt du dies. Besonders zu Beginn wird dies eventuell nicht sofort gelingen. Gebe ihm etwas Zeit, entsprechend an seiner Körperspannung und Muskulatur zu arbeiten. Der Weg ist das Ziel.

Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude bei den hier vorgestellten aktiven Bewegungsübungen zur Förderung der Gelenkbeweglichkeit und Muskulatur bei Arthrose! Falls du mehr Übungen für deinen Hund suchst und gerne gezielt dauerhaft mit ihm trainieren möchtest, lege ich dir meine Online Kurse für Hundehalter zum Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde ans Herz.

Alles Liebe, deine Tina

Das Kniegelenk des Hundes – warum es besonders anfällig für Gelenkprobleme ist & wie du als Hundehalter es stärken kannst

Das Kniegelenk des Hundes – warum es besonders anfällig für Gelenkprobleme ist & wie du als Hundehalter es stärken kannst

Das Kniegelenk des Hundes ist das wohl komplexeste Gelenk des Hundes. Hinzu kommt, dass es neben dem Ellbogen- und dem Hüftgelenk zu den Gelenken des Hundekörpers gehört, das der größten Belastung ausgesetzt ist. Du kannst dir sicher vorstellen, dass die Kombination aus Komplexität und Belastung es für Verletzungen und Verschleißerkrankungen anfällig macht. Kniegelenk Hund

Die Anatomie des Kniegelenks – so ist das Knie des Hundes aufgebaut Kniegelenk Hund

Das Kniegelenk des Hundes wird gebildet aus dem Oberschenkel, dem Schienbein, dem Wadenbein und der Kniescheibe. Soweit die knöchernen Bestandteile. Wenn man bedenkt, dass die meisten Gelenke nur aus zwei oder maximal drei Gelenkpartnern bestehen, erkennt man schon hier die Komplexität des Konstruktes „Kniegelenk“.

Um diesem komplexen Gelenk mit seinen verschiedenen Knochen Stabilität zu verleihen, wird es durch verschiedene Bestandteile stabilisiert. Dazu gehören die Gelenkkapseln, die Menisken, verschiedene Muskeln und das Kniescheibenband. Es gibt weiterhin zwei Seitenbänder, die ein seitliches Abknicken verhindern sowie zwei Kreuzbänder, die das Knie nach vorne und nach hinten stabilisieren.

Eine wichtige Rolle spielt die Kniescheibe. Sie ist ein Sesambein und in die Patellasehne eingelagert. Beim Strecken und Beugen des Knies gleitet sie in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens.

Ein gesundes Bewegen des Kniegelenks setzt also ein reibungsloses Zusammenspiel dieser vielen gelenkbildenden und gelenkunterstützenden Bestandteile untereinander voraus.

Doch dies ist nicht immer der Fall. Das Knie des Hundes ist anfällig für Verletzungen und Gelenkerkrankungen. Zu den häufigsten gehören der Kreuzbandriss und die Patellaluxation. Auf diese beiden Krankheitsbilder möchte ich im Folgenden kurz eingehen, um dir einen Überblick über die wichtigsten Fakten zu geben.

Häufige Erkrankungen des Kniegelenks Kniegelenk Hund

Patellaluxation

Das wohl auffälligste Anzeichen der Patellaluxation hast du sicher selbst schon bei Rassen wie z.B. dem Jack Russel Terrier gesehen: das Schütteln des Hinterbeins während des Laufens. Häufig wird es als Tick des Hundes abgetan.

Was passiert bei der Patellaluxation?

In einem gesunden Kniegelenk gleitet die Kniescheibe beim Beugen und Strecken des Beins in der Gleitrinne. Bei der Patellaluxation hingegen rutscht sie in der Bewegung entweder seitlich oder mittig aus der Gleitrinne.

Ursächlich kann hier zum einen sein, dass die Gleitrinne nicht tief genug ausgeprägt ist. Weiterhin kann es vorkommen, dass die Kniescheibe zu klein oder zu groß ist. Dadurch passt sie nicht richtig in die Führung. Hinzu kommt dann oft noch, dass bindegewebige Strukturen wie Bänder, Sehnen und die Gelenkkapsel zu schwach sind und zu wenig Halt bieten.

Beim Hund ist es so, dass in 3/4 der Fälle die Kniescheibe medial rutscht. Das passiert in der Regel bei kleinen Hunden. Bei 1/4 rutscht sie nach außen, also lateral. Hiervon sind meist große Hunde betroffen.

Bei der Patellaluxation gibt es eine Einteilung in vier Schweregrade, die auch der Art der Behandlung beeinflusst.

Patellaluxation – die Ursachen

Die häufigste Ursache ist, dass sie vererbt wird. Sie kann aber auch in der Wachstumsphase des Junghundes durch falsche Ernährung oder übermäßige Bewegung entstehen und verschlimmert werden. In wenigen Fällen kann auch ein Trauma eine Patellaluxation verursachen. Kniegelenk Hund

Der Kreuzbandriss

Beim Kreuzbandriss handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen des hündischen Kniegelenks und wird Dank fortschreitender Diagnostik im Veterinärbereich immer häufiger diagnostiziert. Bei einem Kreuzbandriss reißt meist das vordere Kreuzband.

Der Auslöser für den Kreuzbandriss: in der Regel ein Bagatelltrauma wie z.B. eine falsche Bewegung, ein Stolperer beim Spiel mit einem anderen Hund oder das Treten in ein Erdloch. Kniegelenk Hund

Wie entsteht ein Kreuzbandriss – die Ursachen Kniegelenk Hund

Man geht davon aus, dass es eine genetische Vorbelastung gibt, die den vorzeitigen und fortschreitenden Verschleiß der Kreuzbänder begünstigt. Diese sorgt durch schwaches Bandgewebe kontinuierlich kleine Risse im Kreuzband. Jetzt kommt wieder das Bagatelltrauma ins Spiel: irgendwann reicht eine falsche Bewegung und das Kreuzband ist gerissen. Somit ist das Trauma, wie ein Stolperer im Spiel nur der Auslöser.

Fatal ist, dass bei vielen Hunden auch am zweiten Knie im Laufe der Zeit durch Überlastung in der Heilungsphase das vordere Kreuzband ebenfalls reißt. Ist das Kreuzband eingerissen oder gerissen, wird das Kniegelenk instabil. In kürzester Zeit entsteht Arthrose und auch die Menisken werden beschädigt. Es kommt zu einer Entzündung im Kniegelenk. Die Gelenkkapsel schwillt an. Der Hund möchte den Lauf nicht mehr nutzen. Oft verbessert sich die Situation nach 2-3 Tagen Schonung wieder, gefolgt von einer weiteren Verschlimmerung und Lahmheit. Ein Kreuzbandriss ist eine Gelenkverletzung, die akut behandelt werden muss. Kniegelenk Hund

Welche Hunde sind häufig vom Kreuzbandriss betroffen?

Häufig sind mittelgroße bis große Hunde betroffen und eine genetische Vorbelastung begünstigt in vielen Fällen den vorzeitigen Verschleiß der Kreuzbänder. Aber auch Faktoren wie Überlastung und Fehlbelastung, sowie Übergewicht, fördern einen Kreuzbandriss beim Hund.

Extratipp für deinen Hund mit Kreuzbandriss

Dein Hund leidet unter einem Kreuzbandriss und möchte nach dem Kreuzbandriss partout seinen Hinterlauf nicht belasten? Es gibt einen sehr hilfreichen Tipp: lege ihm ein Haargummi um das betroffene Hinterbein (oberhalb der Pfote). Das macht ihm sein Bein bewusst und unterstützt so, dass er wieder alle vier Läufe gleichermaßen benutzt. Kniegelenk Hund

Gelenkschäden im Knie vermeiden – so geht es

Knieschäden sind meist komplex und langwierig in der Heilung. Daher sollte man nach Möglichkeit versuchen, sie zu vermeiden. Das bedeutet nicht, den Hund in Watte zu packen. Auch wenn bei einer Patellaluxation und dem Kreuzbandriss auch genetische Faktoren eine Rolle spielen, haben Faktoren wie Übergewicht, falsche Ernährung und übermäßige Belastung oder fehlendes Aufwärmen im Sport einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Auch eine ganz simple Arthrose kann hierdurch entstehen. So macht es durchaus Sinn Bewegungen, die eine große Belastung für die Knie sind, zu vermeiden. Dazu gehören Bewegungen, die Scherkräfte im Gelenk auslösen, wie enges Slalom oder enge Wendungen. Aber auch Sprünge ins Auto sind eine intensive Belastung für das Kniegelenk.

Auch Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da dies zu einer unmittelbaren Überlastung und möglichen Schädigung des Gelenks führt. Achte beim heranwachsenden Hund auf eine optimale Zusammensetzung von Nährstoffen im Futter.

Möglichkeiten zur Stärkung des Kniegelenks Kniegelenk Hund

Wichtig ist eine stabile Muskulatur, die eine gute Entlastung für das Gelenk bietet und gleichzeitig Stabilität gibt. Gleichzeitig ist es wichtig, die Beweglichkeit dieses komplexen Gelenks zu erhalten. Es gibt einfache Übungen, die du als Hundehalter im Alltag leicht integrieren kannst, um dies zu gewährleisten. Kniegelenk Hund

Aktive Übungen für stabile Kniegelenke Kniegelenk Hund

Eine stabile Muskulatur bietet immer einen Schutz für die Strukturen eines Gelenks. Im aktiven Bewegungstraining gibt es eine Vielzahl an Übungen, mit denen man das Kniegelenk und die Hinterhand stärken kann. Dazu gehört z.B. das Cavalettitraining, dass du selbst mit deinem Hund durchführen kannst. In einer vereinfachten Variante kannst du dich hierzu auf den Boden setzen, die Beine leicht spreizen und deinen Hund dann im Schritt langsam über deine Beine steigen lassen. Beginne bei der Übung mit 2-3 Wiederholungen. Wichtiger als die Quantität ist, dass dein Hund die Übung langsam und möglichst korrekt durchführt. Beim Bewegungstraining  ist rutschfester Untergrund unverzichtbar.

Nahrungsergänzungsmittel

Es ist grundsätzlich sinnvoll die Gelenke des Hundes durch Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen. Da es sich um Naturprodukte handelt, ist die Wirksamkeit bzw. ihre Intensität individuell. Um die Gelenke zu nähren, empfiehlt sich beispielsweise Grünlippmuschelextrakt.

Dein Hund leidet unter Knieproblemen? – so kannst du ihn unterstützen

Neben verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln wie Kollagenpeptiden o.ä. die die Genesung des Gelenks unterstützen, kannst du deinen Hund bei Knieschmerzen auch beispielsweise mit einem einfachen Quarkwickel unterstützen. Dieser lindert die Schmerzen und auch die Entzündung im Kniegelenk. Kniegelenk Hund

Wenn dein Hund unter Knieproblemen leidet, empfehle ich dir, ihn in jedem Fall deinem Tierarzt vorzustellen. Knieverletzungen sind häufig komplex und je später sie behandelt werden, desto größer ist das Risiko von Folgeschäden.

Alles Liebe, deine Tina!

Bewegungstraining bei Hüftdysplasie und Hüftarthrose beim Hund – mit diesen 2 Übungen stärkst du gezielt die Hüfte & Hinterhand deines Hundes

Bewegungstraining bei Hüftdysplasie und Hüftarthrose beim Hund – mit diesen 2 Übungen stärkst du gezielt die Hüfte & Hinterhand deines Hundes

Nachdem ich kürzlich schon zwei aktive Übungen vorgestellt habe, die du bei Rückenproblemen deines Hundes nutzen kannst, stelle ich dir in diesem Artikel zwei aktive Übungen aus dem Bewegungstraining zur Stärkung der Hüfte vor. Die Hüftdysplasie und die Hüftarthrose sind sehr häufige Gelenkerkrankungen beim Hund. Beide treten übrigens oft in Kombination mit Rückenproblemen, wie Spondylose auf. Diers liegt vor allem daran, dass durch den LSÜ Twist in der Hüftbewegung – was wir umgangssprachlich als Hüftschwung beim Hund bezeichnen – eine unphysiologische Bewegung in der Lendenwirbelsäule entsteht. Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Das passiert bei Hüftproblemen beim Hund

Der LSÜ Twist ist übrigens eines der klassischen Symptome, die auf ein Hüftproblem beim Hund hinweisen. Viele Hundehalter finden es lustig, wenn ihr Hund besonders im Schritt Tempo ausgeprägt mit dem Po hin und her wackelt. Ohne zu wissen, dass dies ein deutlicher Hinweis auf ein Hüftproblem ist.

Bei Hüftdysplasie ist das Problem, dass das Hüftgelenk nicht kongruent ist. Das bedeutet, dass die beiden Gelenkpartner Hüftpfanne und Hüftkopf nicht optimal zueinander passen. Das sorgt zum einen für eine Instabilität im Gelenk, zum anderen entsteht schmerzhafte Arthrose.

Bei aktiven Bewegungsübungen sollte also im Fokus stehen, dass man zum einen durch eine gute Muskulatur dem Hüftgelenk Stabilität gibt. Zum anderen sollte die Gelenkbeweglichkeit erhalten, bzw. gefördert werden, um das Fortschreiten der Arthrose im Gelenk zu verzögern bzw. zu verhindern. Zudem ist es wichtig, ein möglichst normales Gangbild zu trainieren.

Um das zu erreichen ist natürlich eine Kombination aus verschiedenen aktiven Bewegungsübungen notwendig. Dennoch möchte ich dir zwei Übungen vorstellen, die auch fester Bestandteil in meinem Hüftfit Kurs sind. Hiermit kannst du schon mal erste Schritte im Bewegungstraining machen und damit beginnen, deinen Hund damit zu unterstützen. Bitte bedenke, dass die vorgestellten Übungen weder einen Tierarztbesuch ersetzen, noch eine Behandlung durch einen Physiotherapeuten oder ein gezieltes aktives Bewegungstraining.

Zwei Übungen aus dem Bewegungstraining bei Hüftproblemen

M11 – Isometrisches Training hinten Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Trainierte Bereiche: Hinterläufe und unterer Rücken

Wirkung

Stärkung der Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens. Gleichzeitig werden Körpergefühl, Balance und Koordination trainiert. Mit isometrischen Übungen trainiert man sehr effektiv die Muskulatur. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da man die Muskulatur anspannt, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand der Hand oder gegen die Schwerkraft.

Wann nicht

Keine Einschränkung

So geht´s

Ausgangsposition für alle Varianten: Dein Hund befindet sich im Steh, auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund

Variante A: Hocke dich hinter deinen stehenden Hund und lege deine Hände seitlich auf seine Oberschenkel. Übe mit der linken Hand leichten, gleichbleibenden Druck auf den Oberschenkel aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die im Trainingsplan angegebene Zeit, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder los und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf den anderen Oberschenkel aus, bis du wieder spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position so lange, wie im Trainingsplan angegeben, und lasse anschließend langsam los.

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Variante B: Als Nächstes umfasst du die Oberschenkel vorne. Ziehe ganz leicht in deine Richtung, als würdest du deinen Hund zu dir ziehen wollen, bis du merkst, dass dein Hund gegenhält. Halte für die angegebene Dauer und lasse wieder locker.

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Variante C: Nun legst du deine Hände flach auf den unteren Rücken/Po deines Hundes, als würdest du ihn in den Sitz drücken. Übe leichten Druck nach unten aus, bis du spürst, dass dein Hund gegenhält, und halte wieder für die im Plan angegebene Dauer. Lasse dann langsam wieder locker.

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gebe deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Trainingsempfehlung Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Auch wenn isometrische Übungen nach wenig aussehen, sind sie für den Hund sehr anstrengend. Beginne mit 2-3 Wiederholungen á 2-3 Sekunden.

M3 – Steh Sitz Transfer

Trainierte Körperbereiche: Hinterläufe und unterer Rücken

Wirkung

Der Steh Sitz Transfer ist ein sehr effektives Kraft- und Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe deines Hundes. Zudem wird die Muskulatur des unteren Rückens trainiert.

Wann nicht Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Schmerzen oder Instabilität des Hinterlaufs, versteifte Gelenke oder Versteifung des unteren Rückens

So geht´s

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Sitz und du stehst vor deinem Hund – mit dem Blick zueinander. Dein Hund sollte möglichst gerade sitzen und nicht auf die Seite rutschen oder einen Lauf bequem abwinkeln. Ziel ist eine möglichst hohe Körperspannung.

Steh Sitz Transfer - Doggy Fitness

Steh Sitz Transfer – Doggy Fitness

Steh Sitz Transfer - Doggy Fitness

Steh Sitz Transfer – Doggy Fitness

Gebe deinem Hund nun das Signal vom Sitz ins Steh zu wechseln. In dieser Bewegung sollte er den Schwung möglichst aus den Hinterläufen nehmen und sich nicht über die Vorderläufe nach oben ziehen. Unterstützen kannst du die Bewegung deines Hundes damit, dass du selbst eine kleine Bewegung nach hinten machst und ihn mit einem Leckerli lockst. Achte darauf, dass der Abstand zwischen dir und deinem Hund nicht zu groß ist, sonst motiviert ihn das im Umkehrschluss eine deutliche Vorwärtsbewegung zu machen. In der Position Steh belohnst du dann deinen Hund. Du kannst ihn aus dieser Position nun wieder ins Sitz bringen für die nächste Wiederholung der Übung. Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

So ist sichergestellt, dass wir gezielt die Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens trainieren und eine physiologische Belastung des Hundekörpers trainieren.

Ein sauberer Wechsel vom Sitz ins Steh und umgekehrt ist für die meisten Hunde schwieriger als wir denken. Gebe deinem Hund daher die Möglichkeit seine Bewegungsabläufe im Verlauf des Trainings zu verbessern. Kontinuierliche Wiederholungen schulen das Bewusstsein für korrekte Bewegungsabläufe.

Extratipp: Es hilft vielen Hunden sehr, wenn sie die Übung auf einer fest umrissenen, leicht erhöhten Fläche durchführen, wie z.B. einem Target oder einem Stepper.

Trainingsempfehlung

Die Übung sieht sehr einfach aus, bedeutet aber eine hohe Körperspannung für deinen Hund und eine große Anstrengung für die korrekte Ausführung. Beginne mit 2-3 Wiederholungen.

Dein Hund leidet unter Hüftproblemen und du möchtest ihn gern intensiver unterstützen? Melde dich gern bei mir und wir tauschen uns aus, wie du ihm helfen kannst!

Übrigens: Diese Übungen und viele mehr findest du auch in meinen Online Kurse zum Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde – hier lernst du gezielt und gesund mit deinem Hund zu trainieren!

Alles Liebe, Tina

 

 

Schmerzfrei durch Herbst und Winter mit Gelenkproblemen – 5 Tipps, mit denen du deinen Hund im Alltag unterstützt!

Schmerzfrei durch Herbst und Winter mit Gelenkproblemen – 5 Tipps, mit denen du deinen Hund im Alltag unterstützt!

Wenn unseren Hunden bei Gelenkproblemen eines zusetzt, dass ist es das nasskalte Wetter im Herbst und Winter. Wenn dann auch noch Wind dazu kommt…na bravo! Hunde sind – wie wir Menschen auch – durchaus wetterfühlig. Das bedeutet, dass der Hund schon meist Tage vor einem Wetterwechsel in seinen Gelenken spürt, dass das Wetter umschlägt. Das bedeutet: schmerzende und steife Gelenke, die jede Bewegung unangenehm werden lassen. Gelenkschmerzen Hund

Genauso geht es dann natürlich weiter, wenn die Schlechtwetterfront da ist. Wirklich Ruhe in Sachen Gelenken haben gelenkkranke Hunde eigentlich nur, wenn es trocken-kaltes Wetter gibt.

Das Wetter gehört allerdings zu den Dingen, die wir einfach nicht beeinflussen können. Dennoch Allerdings gibt es eine ganze Reihe Maßnahmen, womit man Hunden die Kombination aus nasskaltem Wetter und Gelenkproblemen erleichtern kann.

Das zaubert die Arthrose, Spondylose oder Hüftdysplasie zwar nicht weg, aber es verschafft Erleichterung und lindert die Beschwerden.  Im Folgenden habe ich dir eine Reihe von Tipps zusammengestellt, wie du deinen Hund in der dunklen und kalten Jahreszeit aktiv unterstützen kannst und ihm so große Erleichterung verschaffst.

So unterstützt du deinen Hund im Herbst und Winter bei Gelenkerkrankungen Gelenkschmerzen Hund

In Bewegung bleiben – „wer rastet der rostet“

Ja, ich weiß, dass ist ein abgedroschener und blöder Spruch. Aber er ist war. Es ist völlig legitim, dass bei miesem Wetter und Gelenkschmerzen die Spaziergänge kürzer ausfallen. Wir sollten da in jedem Fall die Bedürfnisse unserer Hunde respektieren. Dennoch ist es wichtig, dass dein Hund in Bewegung bleibt. Nur so stellst du sicher, dass seine Gelenke nicht einrosten. Ist die Beweglichkeit erst eingeschränkt, hat die Arthrose freie Bahn und auch die Muskulatur baut ab. Dein Hund befindet sich dann in einem Teufelskreis. Wenn also Spaziergänge kürzer ausfallen, braucht dein Hund einen Ausgleich. Dies mit gezieltem Bewegungstraining unterstützen. Das kannst du super im Haus oder in der Wohnung machen und hast zugleich gleichzeitig eine wunderbare Indoor-Beschäftigung für deinen Hund bei Schmuddelwetter.

Schützender Hundemantel Gelenkschmerzen Hund

Zu einem Spaziergang bei nasskaltem Wetter in Kombination mit Gelenkerkrankungen sollte sich in jedem Fall ein Hundemantel gesellen. Er bietet deinem Hund einen hochfunktionellen Schutz. Und zwar ganz gleich wie groß dein Hund ist, oder ob er langes Fell hat. Wenn ein Hund Gelenkprobleme hat, ist ein Hundemantel immer eine sinnvolle Sache. Kälte und Feuchtigkeit wird effektiv daran gehindert, an den Hund zu gelangen und in die Gelenke zu „kriechen“ – was wiederum Schmerzen verursachen würde.

Warmer Liegeplatz

Ja, auch wir kuscheln uns gern an den warmen Kamin. Die meisten Hunde tun es uns gleich. Tessa liebt es sogar im Winter, zugedeckt zu werden. In jedem Fall solltest du aber darauf achten, dass der Liegeplatz deines Hundes an einem zugfreien Ort steht und das er warm ist. Achte auch darauf, dass er eine gute Matratze hat. Nur so ist sichergestellt, dass seine Gelenke schonend gelagert sind, genauso wie seine Wirbelsäule. Auch eine gute Durchblutung ist sichergestellt und kann so auch eine Schmerzlinderung unterstützen. Ich schwöre hier wirklich auf ein gutes orthopädisches Hundebett – bei 17-20 Schlaf am Tag sollte man dem Schlafplatz seines Hundes durchaus etwas Aufmerksamkeit schenken.

Wohltuende Wärme

Wärme leistet bei Schmerzen und Gelenkproblemen gute Dienste. Das ist ein Fakt. Ausgeschlossen sind allerdings entzündliche Gelenkerkrankungen. Dann ist sie tabu. Doch bei beispielsweise bei Arthrose, Ellbogen- und Hüftdysplasie und auch bei Spondylose profitiert dein Hund enorm von z.B. Rotlicht. Bei der Spondylose ist es wichtig, mit Wärme nur außerhalb eines akuten Schubs zu arbeiten. Übrigens auch wenn dein Hund unter einer chronisch-rheumatischen oder chronisch-entzündlichen Erkrankung leidet, hilft Wärme sehr gut. Schmerzen werden in allen Fällen gelindert, Verspannungen gelockert und die Gelenke beweglicher.

Schmerzlindernde Wickel – wie früher bei Oma

Ich liebe Wickel. Ganz im Ernst! Meine persönlichen Lieblingswickel: Quarkwickel, Beinwell- und Retterspitzwickel. Sie sind leicht anzuwenden und haben sich einfach über viele Generationen sehr bewährt in ihrer Wirksamkeit. Besonders gern empfehle ich Quarkwickel. Er ist in seiner Anwendung besonders einfach. Er ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Er lässt sich sehr gut direkt am schmerzenden Gelenk positionieren und wirkt damit auf den Punkt. Hier findest du übrigens eine Anleitung für den Quarkwickel. Gelenkschmerzen Hund

Komm gut mit deinem Hund durch den Herbst und wir wünschen euch viele schöne, gemeinsame Herbstspaziergänge!

Alles Liebe, Tina

Rückentraining für Hunde – mit diesen zwei Übungen stärkst du die Muskulatur und förderst die Beweglichkeit

Rückentraining für Hunde – mit diesen zwei Übungen stärkst du die Muskulatur und förderst die Beweglichkeit

Viele Hunde haben im Verlaufe ihres Lebens Rückenprobleme und Hundehalter möchten ihre Vierbeiner mit einem gezielten Rückentraining für Hunde unterstützen.

Ich bin sehr froh, dass unter Hundehaltern mittlerweile ein größeres Bewusstsein für den Rücken ihres Hundes und damit mögliche Probleme bzw. Erkrankungen gegeben ist. Noch vor wenigen Jahren waren Erkrankungen wie beispielsweise Spondylose eher Zufallsbefunde und Vierbeiner haben sich vielfach über einen langen Zeitraum mit Rückenschmerzen gequält, obwohl sie ihrem Menschen doch deutliche Symptome gezeigt haben.

Im Bewegungstraining sind die Möglichkeiten und Übungen sehr vielfältig, vor allem aber auch abhängig davon, was man trainieren möchte. Wenn man beispielsweise einen Sporthund hat, dessen Rückenmuskulatur gestärkt werden soll, aber keine Erkrankungen der Wirbelsäule vorliegen, können andere Übungen Sinn machen, als bei einem Hund mit Spondylose, nach einem Bandscheibenvorfall oder bei einem Cauda Equina Compressions Syndrom. Hier muss dann natürlich entsprechend Rücksicht auf die Erkrankung der Wirbelsäule genommen werden.

Das ist wichtig bei Rückenübungen für Hunde

In diesem Artikel stelle ich dir zwei Übungen vor, die dein Hund leicht erlernen kann und die man gezielt einsetzen kann, um zum einen die Flexibilität der Wirbelsäule und der Muskulatur zu erhöhen und zwar mittels einem aktiven Stretching. Auf der anderen Seite stärken die Übungen die Rückenmuskulatur und geben so der Wirbelsäule Stabilität. Rückentraining für Hunde

Die Kombination aus beiden Faktoren ist sehr wichtig, denn eine verkürzte Muskulatur und bei einer eingeschränkten Beweglichkeit kann man nicht wirklich gezielt Muskulatur aufbauen.

Beide Übungen sind Bestandteile eines effektiven Trainings und ich nutze sie sehr gern in meinen Kursen, besonders im Rückenfit Kurs. Sie bieten dir einen Einstieg und einen Einblick in das Bewegungstraining, ersetzen allerdings keinen Besuch beim Tierarzt oder ein gezieltes Training.

Rückentraining für Hunde – 2 aktive Übungen aus meinen Kursen

K9 – Umrunden

Umrunden B

Trainierte Körperbereiche

Rückenmuskulatur Rückentraining für Hunde

Wirkung

Das Umrunden ist ein intensives, aktives Stretching der Rückenmuskulatur. Zusätzlich werden Balance und Koordination des gesamten Körpers sowie gleichmäßige Belastung beider Körperseiten gefördert.

So geht’s

Umrunden a

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition „Steh“ vor dir. Locke nun deinen Hund mit einem Leckerli in der rechten Hand rechts um deine Beine herum. Wenn dein Hund hinter dir ist, kommt deine linke Hand zum Einsatz und du holst ihn hinter dir mit dem Leckerli in deiner linken Hand ab und führst ihn wieder vor dich. Die Übung kannst du natürlich auch im nächsten Schritt mit einem Signalwort aufbauen und das Leckerli nach der Hälfte des Weges weglassen. So wird die Bewegung dann immer flüssiger. Achte darauf, dass dein Hund in beide Richtungen läuft, damit beide Körperhälften gleichmäßig trainiert werden.

Übrigens: Es ist nicht außergewöhnlich, wenn du feststellst, dass das Umrunden deinem Hund in eine der beiden Richtungen leichter fällt. Auch Hunde haben eine Schokoladenseite. Über das kontinuierliche Training kannst du die schwächere Seite allerdings stärken.

Trainingsempfehlung

Starte mit 2-3 Umrundungen pro Richtung.

S4 – Sit Pretty Rückentraining für Hunde

Sit pretty b

Trainierte Körperbereiche

Schultermuskulatur und Vorderläufe, Nacken-, Rücken- und Kruppenmuskulatur

Wirkung

Stretching von Nacken- sowie Rückenmuskulatur, Training der Muskulatur der Vorderläufe und der Schultern, der Muskulatur des Rückens und der Kruppe, Balance und Koordination des gesamten Körpers

So geht´s

Sit pretty a

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition „Sitz“. Du stehst neben deinem Hund und ihr schaut in die gleiche Richtung. Halte ein Leckerli dicht über die Nase deines Hundes und führe es sehr langsam senkrecht ein wenig nach oben, sodass dein Hund sich danach streckt. Achte darauf, dass er nicht aufspringt; wenn das passiert, warst du zu schnell bzw. dann hältst du das Leckerli zu hoch. Optimal ist die Übung ausgeführt, wenn dein Hund nicht nur den Hals streckt, sondern sich mit den Vorderpfoten leicht auf die Zehenspitzen stellt. Halte die Position für etwa 3 Sekunden. Führe das Leckerli langsam wieder in die Ausgangsposition bevor du deinen Hund belohnst.

Tipp: Wenn es deinem Hund schwerfällt, auf der Stelle sitzen zu bleiben, dann kannst du dir auch ein Target zur Hilfe nehmen, auf das er seine Vorderpfoten stellt. Alternativ zum Training mit dem Leckerli kannst du auch mit dem Nasentouch arbeiten, falls er deinem Hund vertraut ist.

Variante: Beherrscht dein Hund die Übung sicher, kann er mit seinen Vorderpfoten auch auf einem flexiblen Untergrund stehen, um den Trainingseffekt der Übung zu steigern.

Trainingsempfehlung Rückentraining für Hunde

Die Übung sieht sehr einfach aus, bedeutet aber eine hohe Körperspannung für deinen Hund und eine große Anstrengung. Beginne mit 2-3 Wiederholungen á 3 Sekunden.

Dein Hund leidet unter Rückenproblemen und du möchtest ihn gern intensiver unterstützen? Melde dich gern bei mir und wir tauschen uns aus, wie du ihm helfen kannst! Rücke

Übrigens: Diese und viele Übungen mehr findest du auch in meinen Online Kurse zum Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde – hier lernst du gezielt und gesund mit deinem Hund zu trainieren! Rückentraining für Hunde

Alles Liebe, Tina

HAPPYFIT 2.0 Hundefitness – gratis 6 Tage-Trainingsplan und Übungsanleitungen für deinen Hund!

HAPPYFIT 2.0 Hundefitness – gratis 6 Tage-Trainingsplan und Übungsanleitungen für deinen Hund!

Das Thema Hundefitness und Bewegungstraining wird bei Hundehaltern immer beliebter. Ich begeistere mich schon seit einigen Jahren damit und für mich ist es mein absoluter Schwerpunkt in meiner Arbeit mit Hunden geworden. Es fasziniert mich immer wieder, wie man schon mit wenigen, einfachen Übungen die Gesundheit und Basisfitness des Hundes stärken kann.

Hundefitness – ist das was für meinen Hund?!

Auf jeden Fall! Hundefitness ist nicht nur ein Thema für gesunde Hunde. Man kann es perfekt für wirklich jeden Hund nutzen. Ganz gleich ob präventiv zur Förderung der allgemeinen Fitness beim gesunden Hund oder Sporthund, für ältere Hunde, um die Mobilität wieder zu fördern, bei Vierbeinern mit Gelenkproblemen oder für junge Hunde, um ihnen von Beginn an ein gutes Körpergefühl zu geben.

Ich freue mich über jeden einzelnen Hundehalter, den ich für das Thema Bewegungstraining oder auch Fitnesstraining begeistern kann. Das Tolle ist nämlich, dass du es nach entsprechender Instruktion durch eine Fachfrau/einen Fachmann auch regelmäßig selbst mit deinem Hund machen kannst.

Hierbei ist es zum einen wichtig, dass du genau weißt, wie du die Übungen durchführst, aber auch welche Übungen für die körperlichen Bedürfnisse deines Hundes passend sind. Zusätzlich solltest du nicht willkürlich trainieren, sondern einen passenden Trainingsplan haben, in dem Übungen sinnvoll miteinander kombiniert werden und auch eine passende Anzahl an Wiederholungen für jede Übung definiert werden. Du brauchst also Struktur.

Möchtest du auch gerne einen Einstieg in das Thema finden und bist noch nicht sicher, ob dein Hund mitmacht und Spaß daran hat? Hundefitness

Ich finde es toll, dass du offen für das Thema bist! Damit du einen ersten Einblick in das Thema bekommst, stelle ich dir hier einige Übungen aus dem Hundefitness Training vor. Diese Übungen sind für jeden Hund geeignet und du kannst sie leicht nachmachen. Damit du auch eine entsprechende Struktur für dein Training hast, kannst du dir kostenfrei noch den passenden 6 Tage HAPPYFIT Trainingsplan herunterladen! HIER HAPPYFIT TRAININGSPLAN HERUNTERLADEN.

Mit diesen Übungen gewähre ich dir gleichzeitig einen kleinen Einblick in meine Online Kurse zum Fitness- und Bewegungstraining für Hunde, die du zu verschiedenen Themen auf Doggy Fitness findest. Wenn du Freude am Training gefunden hast und weitermachen möchtest, aber noch unsicher bist, welcher Kurs für deinen Hund passt, melde dich jederzeit gern bei mir und wir können uns austauschen: tina@doggy-fitness.de . Hundefitness

Einige wichtige Punkte zum Training:

  • Du benötigst kein Equipment, sondern kannst Dinge aus deinem Haushalt nutzen
  • Achte immer auf einen rutschfesten Untergrund, damit dein Hund stabil steht
  • Berücksichtige immer die Tagesform deines Hundes. Wie wir Menschen sind unsere Hunde nicht immer gleich gut drauf
  • Arbeite immer positiv mit deinem Hund. Bestrafung ist tabu. Zwinge deinen Hund auch nicht, wenn er ausweicht!
  • Halte dich bitte an die im Trainingsplan angegebene Anzahl von Wiederholungen – mehr hilft nicht mehr
  • Was für dich so einfach aussieht, ist für deinen Hund durchaus anstrengend – Leistungsdruck ist tabu. Es geht um bewusstes Bewegungstraining, im Sinne der Gesundheit

HAPPYFIT 2.0 – deine Übungsanleitungen

K2 – Slalomlaufen durch die Beine Hundefitness

Wirkung

Beim Slalomlaufen durch die Beine werden eine gleichmäßige Belastung aller vier Läufe, ein gesunder Bewegungsablauf sowie Balance und Koordination trainiert. Gleichzeitig wird die Beugung der Wirbelsäule intensiviert und die Muskulatur des Rückens und der Läufe gestärkt.

Wann nicht

Instabilität oder Schmerzen in der Wirbelsäule

So geht´s

Für das Achtenlaufen durch die Beine stellst du dich mit gegrätschten Beinen hin und lockst deinen Hund mit einem Leckerli zwischen deinen Beinen hindurch und außen um deine Beine herum. Dies solltest du in beide Richtungen durchführen, damit dein Hund seine Wirbelsäule in beide Richtungen stretcht. Hat dein Hund verstanden, was er machen soll, lässt du das Leckerli weg und lockst deinen Hund mit der Handbewegung und kannst auch ein  Wortsignal ergänzen. Belohne deinen Hund dann immer, wenn er eine ganze Acht gelaufen ist, damit der Bewegungsablauf möglichst flüssig ist.

K4 – Balance Training auf der Decke

Wirkung

Das Balance Training fördert gezielt die Koordination, das Gleichgewicht und ein gutes Körpergefühl deines Hundes. Zugleich wird mit der Übung das Vertrauen in seinen Körper und die gesamte Muskulatur gestärkt.

Equipment

Decke oder großes Handtuch

So geht´s

Für die Übung nimmst du dir ein größeres Handtuch oder eine Decke – je nach Größe deines Hundes. Dein Hund soll sich dann etwa mittig auf diese Decke stellen. Nun beginnst du leicht und langsam an unterschiedlichen Ecken der Decke oder des Handtuchs leicht zu ziehen. Dein Hund muss so den Belastungsschwerpunkt von einem Lauf auf den anderen geben und sich ausbalancieren. Zusätzlich nimmt er so seinen Körper gesamthaft wahr. Die Übung ist für deinen Hund anstrengender, als es auf den ersten Blick aussehen mag. Starte mit einer Einheit von 20-30 Sekunden und steigere die Einheiten dann langsam.

M1 – Pfote geben

Wirkung

Das Pfote geben eignet sich, um die Beweglichkeit des Ellbogens zu fördern. Auch die Muskulatur des gesamten Vorderlaufes wird trainiert. Zusätzlich förderst du die Koordination deines Hundes, da er beim wechselweisen Pfote geben sein Gleichgewicht verlagern muss. Hundefitness

Wann nicht

Schmerzen im Vorderlauf, bei versteiften Ellbogengelenken

So geht´s

Dein Hund sollte sich zunächst in der Grundposition Sitz befinden. Wenn dein Hund den Trick Pfote geben bereits kennt, lässt du dir nun abwechseln beide Vorderpfoten in verschiedenen Höhen geben.

Kennt dein Hund den Trick noch nicht, kannst du die Übung folgendermaßen aufbauen:

Dein Hund befindet sich in der Anfangsposition Sitz. Nehme nun ein Leckerli in eine Hand und halte sie in Höhe der Handgelenke deines Hundes vor ihn. Dein Hund wird nun Interesse an deiner Hand und dem versteckten Leckerli zeigen. Versucht er, es mit der Nase zu erlangen, ignorierst du dies. Wenn dein Hund mit der Pfote deine Hand berührt, lobst du ihn (oder clickst das Verhalten) und gibst ihm das Leckerli.

Das wiederholst du, bis dein Hund eine Pfote sicher hebt. Im nächsten Schritt motivierst du ihn, seine Pfoten abwechselnd zu geben, indem du deine Hand vor seinen jeweiligen Lauf hältst. Funktioniert auch das, bietest du ihm nicht mehr die geschlossene Hand mit dem Leckerli, sondern deine offene flache Hand, in die er seinen Vorderlauf legt. Du kannst die Übung nun auch mit einem Wortsignal verbinden. Er sollte die Position der gehobenen Pfote 2-4 Sekunden halten.

M3 – Steh Sitz Transfer

Wirkung

Der Steh Sitz Transfer ist ein sehr effektives Kraft- und Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe deines Hundes. Zudem wird die Muskulatur des unteren Rückens trainiert.

Wann nicht

Schmerzen oder Instabilität des Hinterlaufs, versteifte Gelenke oder Versteifung des unteren Rückens

So geht´s

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Sitz und du stehst vor deinem Hund – mit dem Blick zueinander. Dein Hund sollte möglichst gerade sitzen und nicht auf die Seite rutschen oder einen Lauf bequem abwinkeln. Ziel ist eine möglichst hohe Körperspannung.

Gebe deinem Hund nun das Signal vom Sitz ins Steh zu wechseln. In dieser Bewegung sollte er den Schwung möglichst aus den Hinterläufen nehmen und sich nicht über die Vorderläufe nach oben ziehen. Unterstützen kannst du die Bewegung deines Hundes damit, dass du selbst eine kleine Bewegung nach hinten machst und ihn mit einem Leckerli lockst. Achte darauf, dass der Abstand zwischen dir und deinem Hund nicht zu groß ist, sonst motiviert ihn das im Umkehrschluss eine deutliche Vorwärtsbewegung zu machen. In der Position Steh belohnst du dann deinen Hund. Du kannst ihn aus dieser Position nun wieder ins Sitz bringen für die nächste Wiederholung der Übung.

So ist sichergestellt, dass wir gezielt die Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens trainieren und eine physiologische Belastung des Hundekörpers trainieren.

Ein sauberer Wechsel vom Sitz ins Steh und umgekehrt ist für die meisten Hunde schwieriger als wir denken. Gebe deinem Hund daher die Möglichkeit seine Bewegungsabläufe im Verlauf des Trainings zu verbessern. Kontinuierliche Wiederholungen schulen das Bewusstsein für korrekte Bewegungsabläufe.

Extratipp: es hilft vielen Hunden sehr, wenn sie die Übung auf einer fest umrissenen, leicht erhöhten Fläche durchführen, wie z.B. einem Target oder einem Stepper.

M9 – Mikado – Cavaletti Training

Wirkung

Beim Cavalettitraining Mikado werden die Gelenkbeweglichkeit und die Muskulatur aller vier Läufe trainiert. Mittels langsamer, bewusster Bewegungen werden ein gesunder Bewegungsablauf, Balance und Koordination des gesamten Hundekörpers gefördert.

Wann nicht

Bei versteiften Gelenken

Equipment

4–7 Hindernisse wie Äste, Stangen, Besenstiele

So geht´s

Dein Hund sollte für die Mikado Variante, die Basisvariante des Cavalettitrainings sicher beherrschen.

Für die Mikado Variante nimmst du 4-7 Hindernisse wie Cavaletti Stangen, Besenstiele oder Äste und ordnest diese wie ein Mikado Spiel an. Die Stangen liegen also in unterschiedlichen Abständen und Höhen und auf relativ engem Raum. Aufgabe ist nun, dass dein Hund langsam und bewusst Pfote für Pfote über die Stangen klettert

M15 – Pfoten anheben

Wirkung

Die Übung ist ein effektives Muskeltraining, ohne dass eine aktive Gelenkbewegung nötig ist. Daher spricht man von einer isometrischen Übung (Muskelstärkung ohne aktive Bewegung des Gelenks). Zusätzlich trainierst du das Körpergefühl, die Koordination und die Balance deines Hundes.

Wann nicht

Keine Einschränkung

So geht´s

Dein Hund ist in der Ausgangsposition Steh. Du hockst zunächst vor oder neben ihm. Greife nun einen Vorderlauf (oberhalb der Pfote) und hebe ihn für die im Trainingsplan angegebene Zeit an. Setze die Pfote ab, greife den anderen Vorderlauf und hebe das Bein ebenfalls leicht an und halte die Position. Hundefitness

Hocke dich nun hinter deinen stehenden Hund. Hebe den einen Hinterlauf – ebenfalls oberhalb der Pfote – an und beuge den Lauf leicht, so wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Halte die Pfote für die im Trainingsplan angegebene Dauer.

Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.

Beim Anheben des Laufs kräftigst du durch die Gewichtsverlagerung die Muskulatur der übrigen drei Läufe und dein Hund muss die Verlagerung des Körperschwerpunktes ausgleichen.

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Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude beim Training!

Alles Liebe, deine Tina

Bänderriss beim Hund – Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Bänderriss beim Hund – Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung

Der Bänderriss beim Hund ist eine der häufigsten Verletzungen im Hundesport. Der Hundekörper verfügt über eine Vielzahl von Bändern, die Gelenken Stabilität geben und unter Belastung oder durch ein Trauma beschädigt werden können.

Bei Bandverletzungen gibt es drei verschiedene Schweregrade:

  • Bandverletzung Grad eins: Bänderdehnung (einzelne Fasern des Bandes sind überdehnt)
  • Grad zwei einer Bandverletzung : Bänderanriss (nur Teile der Bandfasern sind gerissen)
  • Schweregrad drei: Bänderriss (kompletter Riss der Bandfasern)

Bei einer sehr schweren Bandruptur ist es möglich, dass ein Knochenfragment mit abgerissen wird. Zudem werden auch häufig die Gelenkkapsel beschädigt oder die Syndesmose reißt. Therapie und Heilungsdauer sind immer auch von der Schwere der Verletzung abhängig.

Welche Ursachen kann ein Bänderriss haben? Bänderriss beim Hund

Neben dem Verschleiß eines Bandes kann auch ein starkes Trauma, wie ein Sturz oder eine Verdrehung eines Gelenkes oder z.B. eine Luxation für einen Bänderriss verantwortlich sein.
Das passiert vor allem bei Sportarten, die enge Wendungen, kurze Stopps und Drehbewegungen beinhalten.

Bänderriss – die typischen Symptome

Vor allem ein plötzlich einsetzender und sehr starker Schmerz ist ein wesentliches Symptom eines Bänderrisses. Hinzu können folgende Anzeichen kommen:

  • Druck- und Belastungsschmerz
  • starke Schwellung
  • Bluterguss (Hämatom)
  • Entzündung
  • Rötung

Zudem ist ein Bänderriss mit einem großen Instabilitätsgefühl im Gelenk verbunden.

Im ersten Schritt gilt die sogenannte PECH-Regel bei einem Verdacht auf einen Bänderriss:

P: Pausieren

E: Eis (Eisbeutel oder Kühlpad immer mit einem Tuch auf die Haut auflegen – sonst Erfrierungsgefahr)

C: Kompressionsverband (englisch: „compression“)

H: Hochlagerung

Die Diagnose

  • klinische Untersuchung durch den Arzt
  • Röntgenaufnahmen
  • Kernspintomografie (MRT)
  • Computertomographie
  • Ultraschall

Auf einem Röntgenbild lassen sich zwar knöcherne Strukturen darstellen, aber Sehnen und Bänder sind nicht sichtbar. Im ersten Schritt wird dennoch meist eine Röntgenaufnahme gemacht, um knöcherne Verletzungen auszuschließen. Darüber hinaus können Röntgenbilder auch einen Hinweis auf weitere Verletzungen des Bandapparats liefern. Ist zum Beispiel der Abstand zwischen Schien- und Wadenbeinknochen zu groß, deutet dies auf einen Riss der Syndesmose (Verbindungsband zwischen Schien- und Wadenbein) hin. Weiterführend werden dann oft noch Untersuchungen mittels Ultraschall, MRT oder CT durchgeführt.

Die Behandlung eines Bänderrisses

In vielen Fällen ist bei einem Bänderriss eine konservative Behandlung ausreichend – also eine Behandlung ohne operativen Eingriff. Bei Sporthunden wird allerdings noch häufig operativ eingegriffen. Genauso bei Patienten, bei denen die Syndesmose verletzt ist oder knöcherne Teile betroffen sind.

Der Gesundungsprozess nach einem Bänderriss beim Hund

Sowohl mit als auch ohne OP ist im ersten Schritt Ruhe unverzichtbar. Das bedeutet, dass der vierbeinige Patient maximal ruhig gehalten werden sollte. Zunächst sind nur „5-Minuten-Pipirunden“ an der Leine und im Schritttempo indiziert. Dauer und Intensität der Belastung sind dann entsprechend des individuellen Heilungsverlaufes des Hundes zu gestalten. Das Bein darf benutzt werden, es sollten aber rutschige Böden, Treppen und jegliche Art von Sprüngen und unkontrollierten Bewegungen vermieden werden.

Die Aktivität kann langsam und kontrolliert über die nächsten 6 Wochen gesteigert werden. Ein realistisches Ziel sind 3x täglich 20-30 Minuten Spaziergänge an der Leine nach 6 Wochen. Mit physiotherapeutischen Maßnahmen sollte man zeitnah beginnen.

Kann man einem Bänderriss im Sport vorbeugen Bänderriss beim Hund

Durch gezielten Muskelaufbau können die von einem Riss gefährdeten Bänder gestärkt werden. Auch der richtige Untergrund ist wichtig. sollte man den Hund immer ausreichend aufwärmen.

Was sind mögliche Komplikationen?

In aller Regel verheilt ein Bänderriss gut und bleibt ohne dauerhafte Folgen. Wenn man allerdings zu früh mit der Belastung beginnt, kann es wesentlich länger dauern, bis die Bandverletzung abgeheilt ist.  Zudem kann es passieren, dass Bänder zu locker wieder zusammenwachsen. Dann spricht man von einer mechanischen Instabilität.

Alles Liebe, deine Tina

Zerrung beim Hund – wie sie entsteht, was es bedeutet und wie man sie behandelt

Zerrung beim Hund – wie sie entsteht, was es bedeutet und wie man sie behandelt

Genau wie wir Menschen können sich auch Hunde eine Zerrung zuziehen. Vielleicht kennst du es, dass dein Hund gerade noch fröhlich und wild mit seinem Hundefreund gerannt ist und plötzlich humpelt und sein Bein nicht mehr belasten will? Eine Ursache hierfür kann eine Zerrung sein. Die ist auch für unsere Vierbeiner äußerst schmerzhaft. Da das Schmerzempfinden unserer Hunde dem menschlichen extrem ähnlich ist, kann man gut nachvollziehen, wie weh eine Zerrung unseren Hunden tut.

Was passiert bei einer Zerrung?

Bei einer Zerrung – auch Distension genannt – kommt es zu einer Verletzung von Muskeln, Sehnen oder Bändern. Dies passiert durch eine ruckartige Kontraktion, ein Trauma, eine plötzliche Überbelastung oder eine unphysiologische Dehnung. Je nach betroffener Region spricht man dann von einer Muskelzerrung, Sehnenzerrung, Bänderdehnung oder Leistenzerrung.

Mögliche Ursachen einer Zerrung beim Hund

Wie eingangs bereits beschrieben, kann eine Zerrung z.B. durch eine unglückliche Bewegung beim Spielen, Springen oder Laufen entstehen. Auch Übergewicht kann zu einer Zerrung führen. Aber auch falsch ausgeführte Stretching Bewegungen können im schlimmsten Fall Distensionen verursachen.

Welche Körperbereiche sind besonders betroffen?

Bei unseren Hunden sind besonders die Bereiche der Hüfte oder Oberschenkel betroffen.

Die Anzeichen einer Zerrung beim Hund

Folgende Symptome zeigen Hunde häufig, wenn sie sich eine Zerrung zugezogen haben:

  • Schonung des betroffenen Laufs
  • Aufjaulen
  • Humpeln
  • Anschwellung des betroffenen Bereichs
  • Verändertes Verhalten

In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn du deinen Hund dem Tierarzt vorstellst, um eine entsprechende Diagnose zu stellen. Zudem sollten grudnsätzlich schwerere Verletzungen am Bewegungsapparat ausgeschlossen werden. Dein Tierarzt wird deinen Hund entsprechend untersuchen, ihn abtasten und möglicherweise auch eine Röntgenaufnahme machen, um eine Fraktur auszuschließen.

Was du tun kannst, um deinen Hund bei einer Zerrung zu unterstützen

Wenn dein Hund sich eine Zerrung zugezogen hat, kannst du ihm beispielsweise mit kühlenden Wickeln, wie einem Quarkwickel Erleichterung verschaffen, seine Schmerzen lindern und dafür sorgen, dass die Schwellung im betroffenen Bereich schneller zurückgeht.

In jedem Fall solltest du deinen Hund schonen, bis die Verletzung auch wirklich abgeklungen ist. Wildes Spiel, Sprünge etc. sollten unbedingt vermieden werden. Belastet dein Hund sich zu früh wieder zu stark, kann es dazu führen, dass die Symptome sich wieder verstärken und die Heilung sich verzögert.

Erst wenn dein Hund mehrere Tage absolut beschwerdefrei läuft, solltest du die Bewegung und die Spaziergänge langsam und Schritt für Schritt wieder steigern. Zerrung beim Hund 

Alles Liebe, Tina

Arthrose = Schonen? – Warum es so wichtig ist, dass dein Hund bei Gelenkproblemen in Bewegung bleibt

Arthrose = Schonen? – Warum es so wichtig ist, dass dein Hund bei Gelenkproblemen in Bewegung bleibt

Wenn Hundehalter die Diagnose Arthrose bei ihrem Hund erhalten, sind sie meist unsicher, was in Sachen Bewegung noch gut für ihren Hund ist. Der erste Gedanke ist in der Regel, dass man den Hund nun gänzlich schonen müsse, um ein Fortschreiten der Arthrose zu vermeiden. Dies ist aber so nicht richtig und kann sogar schädlich für deinen Hund sein.

Was passiert, wenn du deinen Hund bei Arthrose und anderen Gelenkerkrankungen komplett schonst

Gelenke brauchen Bewegung, damit die Ernährung des Knorpels gewährleistet ist. Das liegt daran, dass die Nährstoffe mittels einer Pumpbewegung über die Gelenkflüssigkeit in den Knorpel gelangt. Diese entsteht durch die Bewegung des Gelenks. Bleibt die Bewegung aus, wird der Knorpel nicht mehr ausreichend genährt. In der Folge entsteht weitere Arthrose.

Zudem verändert die Gelenkflüssigkeit ihre Konsistenz und wird zäh, wenn ein Gelenk nicht ausreichend bewegt wird. Auch die Bänder, Sehnen und Muskeln werden in Mitleidenschaft gezogen und die Gelenkbeweglichkeit ist eingeschränkt. Die Muskulatur baut ab, was wiederum eine zusätzliche Belastung für die Gelenke bedeutet. Du siehst, bei kompletter Schonung oder zu wenig Bewegung gerät dein Hund sehr schnell in einen Teufelskreis. Dieser zieht ein Fortschreiten der Arthrose nach sich.

Es ist also klar, dass eine komplette Schonung bei einer Gelenkarthrose nicht das Mittel der Wahl sein kann, um ein Fortschreiten der Arthrose zu verhindern und eine sinnvolle Unterstützung für den Hund zu bieten. Doch was ist der richtige Weg?

In Bewegung bleiben – aber dem Gesundheitszustand angepasst

Angepasste Bewegung ist das Zauberwort. Ich weiß, es ist ein dehnbarer Begriff und wenig greifbar, weil es nicht einfach eine Zahl ist, die man pauschal in den Raum werfen kann. Denn jeder Hund ist unterschiedlich.

Grundsätzlich sollte die tägliche Bewegung deines Hundes seinem Gesundheitszustand angepasst sein. So ist es bei Gelenkerkrankungen sinnvoll, dass dein Hund nicht mehr beispielsweise zweimal täglich lange Spaziergänge macht. Besser ist, über den Tag verteilt mehrere kürzere Spaziergänge zu machen. Das hat den positiven Effekt, dass dein Hund nicht so sehr erschöpft und zugleich die Erholungsphase deutlich verkürzt wird.

So schaffst du es trotz Arthrose, die nötige Bewegung zu gewährleisten. Wie gesagt kann man hier keinen Pauschalwert nennen, wie lang die einzelnen Spaziergänge sein dürfen. Hier muss man sich wirklich herantasten und schauen, was dem Hund gut tut.

„Aber mein Hund läuft doch trotz Arthrose seine große Runde und hat auch Spaß daran!“

Klar, dein Hund hat ja auch kein Vernunftsdenken! Die Aussage, dass Hunde trotz schwerer Gelenkprobleme förmlich bis zum Umfallen laufen und über ihre Grenzen hinausgehen höre ich gar nicht selten. Das liegt ganz einfach daran, dass unsere Hunde kein Vernunftsdenken haben. Dein Hund denkt sich nicht: „Ich sollte jetzt besser nach Hause gehen, sonst tut mir mein Knie morgen wieder weh.“ Oder „Nee, besser spiele ich nicht so wild mit meinem Hundekumpel, sonst kann ich morgen wieder kaum aufstehen.“.

Wir müssen diesen Job für unsere Hunde übernehmen und es ist die Verantwortung von uns als Hundehalter, für unsere Hunde vernünftig zu sein. Das bedeutet nicht, alles zu reglementieren und dem Hund nichts mehr zu gönnen. Ein gesundes Gleichgewicht ist immer wichtig. Dem Hund seine liebsten Aktivitäten gänzlich zu nehmen, um sicherzustellen, dass seiner Gesundheit hinreichend Genüge getan wird, ist auch nicht sinnvoll. Dann haben wir zwar einen Hund, der ganz sicher nichts macht, was ihm schaden könnte, aber wir haben einen auch einen Hund, der womöglich depressiv wird, weil seine Lebensqualität einfach sehr negativ beeinflusst wird.

Es gilt also immer entsprechend abzuwägen.

Reichen Spaziergänge alleine, um das Fortschreiten der Arthrose aufzuhalten?

Die Spaziergänge sind in jedem Fall ein sehr wichtiger Faktor. Zusätzlich ist es hilfreich, deinen Hund gezielt mit verschiedenen Bewegungsübungen zu unterstützen. Das ist wie ein regelmäßiges Gymnastizieren, um die Muskulatur und Beweglichkeit zu erhalten und zu fördern. So wie es auch ein Humanphysiotherapeut empfehlen würde, wenn du Gelenkprobleme hast. Hier kann ich dir übrigens meinen Arthrosfit Selbstlernkurs für Hundehalter ans Herz legen. Dort lernst du gezielt Bewegungsübungen für deinen Hund, die ihn bei Arthrose in Bewegung halten: ARTHROSEFIT BEWEGUNGSTRAINING.

Fazit – Arthrose = Schonen?!

Schonen ist keinesfalls die alleinige Lösung. Es ist wichtig, eine gewisse Bewegung und Beweglichkeit deines Hundes zu erhalten, um damit das Fortschreiten der Gelenkprobleme zu verhindern. Angepasste Spaziergänge – häufiger, dafür kürzer – und zusätzlich gezieltes Bewegungstraining sind optimal, um deinen Hund bei Gelenkproblemen richtig und ausreichend zu bewegen, ohne ihn zu überlasten und ohne die Gelenke durch übermäßiges Schonen „einrosten“ zu lassen.

Alles Liebe, deine Tina!

 

Gesunder Hundesport – die Gesundheit deines Hundes im Blick! Interview bei Hundesport Nubi

Gesunder Hundesport – die Gesundheit deines Hundes im Blick! Interview bei Hundesport Nubi

Das Thema Hundesport – und vor allem gesunder Hundesport – begegnet mir als Hundephysiotherapeutin immer wieder und immer mehr. „Gott sei Dank!“ – muss ich sagen. Es zeigt mir, dass das Bewusstsein von Hundesportlern für die Gesundheit ihrer Hunde immer intensiver und auch wichtiger wird. Hunde sind für mich einfach kein „Sportgerät“ sondern Partner, mit denen man gemeinsam Sport betreibt.

Es wird sich immer genauer mit der Bewegung der Hunde und dem Bewegungsapparat beschäftigt, denn es zeigt sich nachhaltig, dass verantwortungsvoll betriebener Hundesport dazu führt, dass die Vierbeiner nicht nur leistungsfähiger sind, sondern auch Verletzungen vermieden und gemindert werden. Aber auch Gelenkerkrankungen als Folge von Über- und Fehlbelastung wird minimiert. Das ist gut so!

Gesunder Hundesport – Das Team von Hundesport Nubi hat mir Löcher in den Bauch gefragt – danke dafür!

Ich habe mich wirklich sehr gefreut, als unser schon seit langer Zeit bestehender Kontakt darin mündete, dass Mara und Tim vom Blog Hundesport Nubi mich zum Thema Hundesport interviewt haben. Beide sind, wie der Name des Blogs es schon sagt, absolut Hundesport-begeistert. Dabei ist es ihnen genauso wichtig, dass sie mit ihren beiden Hunden Wollie und Nubi, ihren Hundesport immer mit dem Blick auf die Gesundheit ihrer beiden Vierbeiner betreiben.

Diese Fragen lagen den Beiden besonders am Herzen:

  • Was unseren Hunden beim Hundesport am meisten schadet – Stichworte: Warm Up, direkt aus dem Auto auf den Platz, kritische Bewegungen etc..
  • Wo der Unterschied zwischen Hundefitness und Tricktraining liegt – ja eine sehr wichtige Frage – es gibt zwar ein paar Gemeinsamkeiten, aber grundsätzlich zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.
  • Das Thema Fußarbeit – wie es auf den Hundekörper wirkt, mit welchen Übungen man unterstützen und gegensteuern kann. Auch eine super Frage, man sieht nämlich viele Hund, die durch intensive Fußarbeit in den Passgang verfallen.
  • Welche Gelenkerkrankungen man mit Fitnesstraining beim Hund vorbeugen kann. Das sind natürlich eine ganze Menge.
  • Wie ich Tessa beim Training motiviere – es scheint, als sei auch zu ihnen durchgedrungen, dass Podencos manchmal etwas – sagen wir – autark in ihrem Handeln sind.

Ich bin mir sicher, dass alles das Fragen und Themen sind, die dich auch interessieren. Auch wenn sie hundesportspezifisch sind, so sind einige Fragen auch relevant für das ganz alltägliche Leben mit Hund. Wenn dich meine Antworten dazu interessieren, dann geht es hier zum Interview bei Hundesport Nubi mit Martina Flocken. Hundesport Nubi hält übrigens im Artikel auch noch einen exklusiven Rabattcode für die Doggy Fitness Kurse bereit. Danke an Tim & Mara, dass es euch eine Herzensache ist, dass die Gesundheit unserer Hunde beim Sport immer im Fokus steht!

Viel Freude wünsche ich dir mit dem Artikel!

Alles Liebe, Tina

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