Hoopers Agility – ein genialer, gelenkschonender Hundesport für Jederhund

Hoopers Agility – ein genialer, gelenkschonender Hundesport für Jederhund

Hoopers Agility auch bekannt unter N.A.D.A.C Hoppers oder einfach nur Hoopers, ist eine Hundesportart, die eigentlich aus den USA nach Europa kam. In Europa erfreuen sich immer mehr Hundehalter daran und die Sportart wird immer bekannter.

Doch was ist Hoopers Agility genau?

Im Hoopers Agility geht es darum, einen weitläufigen Geräteparcours in einer bestimmten Reihenfolge zu absolvieren. Dieser besteht aus Geräten wie z.B. Tonnen (Barrel), Tunnel, den sogenannten Zäunen (Gates) und Bögen (Hoops).  Gesprungen wird beim Hoopers nicht. Dieser sollte möglichst fehlerfrei absolviert werden. Dafür bedarf es einer tollen Kommunikation zwischen Mensch und Hund, Timing und Geschicklichkeit.

Wie sind die Regeln für den Sport und was unterscheidet ihn vom Agility?

Wie viele Geräte auf dem Parcours absolviert werden, wie die Reihenfolge und die Distanz zwischen den Geräten sind, ist immer abhängig davon, in welcher Klasse die Mensch Hund Teams starten. Anders als im klassischen Agility läuft der Hundehalter beim Hoopers nicht mit. Der Hund wird an den Start und geht dann in einen Führbereich, der nicht verlassen werden darf. Das macht Hoopers natürlich zu einer genialen Hundesportart für Menschen, die selbst Gelenkprobleme haben oder anderweitig in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Der Hund wird über Distanz mittels Sicht- und Hörzeichen und der Körpersprache des Hundehalters geführt.

Warum finde ich als Hundephysiotherapeutin Hoopers Agility klasse?

Du fragst dich sicher, warum ich so begeistert über Hoopers schreibe. Ganz einfach: Es ist eine Sportart für Hunde, die ausgesprochen gelenkfreundlich ist. Der Parcours ist weitläufig, was bedeutet, dass es keine engen Wendungen und kurze Stopps gibt. Zudem gibt es keine Sprünge, die bekanntermaßen nicht besonders gelenkfreundlich sind. Das macht es zu einer Sportart, die sich wirklich für „Jederhund“ eignet. Ob klein oder groß, jung oder alt. Jeder kann sich hier entfalten. Auch für Hunde mit Gelenkerkrankungen wie Arthrose ist es eine Hundesportart, die sich sehr gut eignet, da sie gelenkschonend ist.

Hast du schon mal Hoopers mit deinem Hund probiert? Wie sind deine Erfahrungen? Teile sie gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Bandagen und Orthesen für Hunde – wie sie wirken und mehr Stabilität für Gelenke bieten

Bandagen und Orthesen für Hunde – wie sie wirken und mehr Stabilität für Gelenke bieten

Der orthopädische Bereich für Hunde entwickelt sich mehr und mehr weiter und so haben sich besonders die Bereiche der Orthesen und Bandagen für Hunde rasant entwickelt. Was eine Bandage kann und wo sie eingesetzt wird und was Orthesen beim Hund leisten können und wie sie unterstützen, habe ich dir hier verständlich zusammengefasst. Zudem erfährst du, was man bei der Auswahl beachten sollte und wann man nicht „von der Stange“ kaufen sollte.

Bandagen für Hunde – wann sie eingesetzt werden

Bandagen bieten Hunden, die unter einer altersbedingten Gelenkschwäche, Bänder- oder Muskelschwäche, degenerativen Gelenkerkrankung wie Arthrose, neurologischen Erkrankungen oder akuten Verletzungen leiden, eine gute Unterstützung und Sicherheit in der Bewegung. Aber auch im Hundesport oder bei intensiver Belastung wie Wanderungen, werden sie vermehrt zur Prävention eingesetzt. Orthesen für Hunde

So funktionieren Bandagen Orthesen für Hunde

In ihrer Funktion stabilisieren und/oder fixieren Bandagen Gelenke. Sie sind weicher, leichter und flexibler aufgebaut als Orthesen. Aufgrund der verwendeten Materialien behindern sie die Bewegung des Hundes nicht.

Diese Unterschiede gibt es bei Bandagen

Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. So wird z.B. über die Dicke des Materials eine unterschiedlich stabilisierende Funktion erreicht. Weiterhin können auch Gelenkschienen zur weiteren Stabilisierung zum Einsatz kommen. In ihrer Form sind die Bandagen auf das entsprechende Gelenk angepasst. Orthesen für Hunde

Eine wichtige Passform ist sehr wichtig, damit die Bandage auch in ihrer Funktion wirken kann. So darf sie weder zu weit sein und rutschen, noch einschneiden. Druckstellen sollten vermieden werden und auf ein luftdurchlässiges Material geachtet werden. Hier wird gerne Neopren eingesetzt. Orthesen für Hunde

Viele Gelenkbandagen gibt es mittlerweile „vorgefertigt“ zu kaufen. Bei Kniebandagen beispielsweise empfehle ich, nach Möglichkeit auf eine Maßanfertigung zurückzugreifen. Sie können temporär aber auch dauerhaft eingesetzt werden.

Orthesen für Hunde – Unterstützung in der Reha, Stabilität für Gelenke und mehr

Im Gegensatz zur Bandage ist eine Orthese ist eine feste Schiene. Sie ist aus einer stabilen Rahmen- oder Schalenkonstruktion gefertigt. Dies ist besonders hilfreich, wenn der Hund unter Funktionseinschränkungen an einem Gelenk der auch der Wirbelsäule leidet. Auch Orthesen können sowohl temporär, als auch dauerhaft eingesetzt werden.

Der Unterschied zwischen Schalenorthesen und Zweischalenorthesen beim Hund und wie sie wirken

Man unterscheidet zwischen Schalenorthesen, bei denen die Schale mit Hilfe von Gurten am Lauf befestigt wird. Hierdurch erreicht man eine Stabilisierung eines Gelenkes. Dies ist hilfreich bei Erkrankungen wie Arthrose oder jenen, die Bänder und Sehnen betreffen. Auch Fehlstellungen können hiermit unterstützt werden. Schalenorthesen gibt es mit Gelenkfunktion, die z.B. in der Rehabilitation eine sukzessiv gesteigerte Gelenkbewegung ermöglicht. Gerne empfehle ich Orthesen auch für ältere Hunde, denen man eine Operation nicht mehr zumuten möchte, um möglichst physiologische Bewegungsabläufe zu erhalten, indem man mit Hilfe der Orthese zur Entlastung des betroffenen Laufes beiträgt und auch Schmerzen lindern kann. Auch nach einer Amputation kann eine Orthese am gegenüberliegenden Lauf gute Dienste zur Entlastung leisten.

Auf der anderen Seite gibt es Zweischalenorthesen, die den gesamten Lauf umschließen. Dadurch erreicht man eine intensive Stabilisierung. Sie kommt z.B. zum Einsatz bei Gelenkversteifungen, Lähmungen oder sehr großen Hunden.

Orthesen können vielfältig eingesetzt werden und werden in ihrer Funktionalität auf die Bedürfnisse des Hundes angepasst. Die genannten Anwendungsbeispiele bieten nur einen kleinen Überblick, wann Orthesen zum Einsatz kommen können. Ein Orthopädietechniker kann im individuellen Fall beraten und auf den Hund zugeschnitten eine Orthese anfertigen.

Hast du schon Erfahrungen mit Bandagen oder Orthesen bei deinem Hund gemacht? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Methylsulfonylmethan – MSM – Nahrungsergänzungsmittel für die Gelenke deines Hundes

Methylsulfonylmethan – MSM – Nahrungsergänzungsmittel für die Gelenke deines Hundes

Wenn ein Hund unter Gelenkproblemen leidet, sind Hundehalter oft auf der Suche nach einem Nahrungsergänzungsmittel, mit dem sie die Gelenke des Hundes aktiv unterstützen können. Den Körper dabei zu unterstützen, sich selbst zu helfen, halte ich für eine wichtige Komponente und sich dabei natürlichen Hilfsmitteln zu bedienen noch viel wichtiger. MSM Hund

Daher stelle ich dir heute MSM (Methylsulfonylmethan) vor und fasse dir die wichtigsten Fakten kompakt und leicht verständlich zusammen.

MSM – was verbirgt sich hinter dem komplizierten Namen Methylsulfonylmethan?

MSM ist eine organische, sprich körpereigene Schwefelverbindung. Sie kommt zu einem großen Anteil in Knochen, Muskeln und Haut vor. Als Bestandteil von Chondroitinsulfat spielt Schwefel im Knorpelgewebe eine Rolle. Auch wenn dieses Nahrungsergänzungsmittel in den letzten Jahren einen großen Hype erlebt, ist die Wirksamkeit von Schwefel schon seit mehr als 100 Jahren bekannt. In früheren Zeiten wurden vor allem Salben und Heilbäder angewendet.

Doch nicht nur im Körper selbst kommt MSM vor. Auch durch die Nahrung wird die Schwefelverbindung aufgenommen. Sie ist in allen rohen und frischen Nahrungsmitteln wie z. B. im Fleisch, Meeresfrüchten, Eiern, Milch, Obst und Gemüse enthalten. Durch Erhitzung oder Trocknung geht sie allerdings verloren.

Wie wirkt MSM und was bringt es deinem Hund? MSM Hund

Die Wirkung ist breit gefächert. So soll es das Immunsystem und die Darmfunktion unterstützen. Bei Gelenkerkrankungen  wie Arthrose, Ellbogendysplasie oder Hüftdysplasie wird es aufgrund der sschmerzlindernden, abschwellenden und entzündungshemmenden Wirkung angewandt. Die Gelenkbeweglichkeit und -belastbarkeit werden zudem erhöht. Zusätzlich lindert MSM auch Muskelschmerzen, fördert die Durchblutung, wirkt abschwellend und unterstützt die allgemeine Fitness.

MSM unterstützt vor allem in Kombination mit Glucosamin die Zellerneuerung von Gelenknorpel, Sehnen und Bändern. Auch Haut, Fell und Krallen profitieren. Das Gehirn ist leistungsfähiger und das Gedächtnis funktioniert besser. MSM Hund

Wirkt MSM bei jedem Hund?

Grundsätzlich ist es hier wie mit allen Nahrungsergänzungsmitteln: Es gibt Hunde, denen hilft die Gabe eines Mittels sehr, andere wiederum scheinen nicht davon zu profitieren.

Wie kann man MSM dem Hund verabreichen? MSM Hund

In der Regel wird Methylsulfonylmethan in Form von Pulver oder Kapseln angeboten. Hier solltest du schauen, was dein Hund besser annimmt. Eine genaue Dosierung entnimmst du am besten immer der jeweiligen Produktbeschreibung.

Meine Erfahrungen mit MSM

Ich selbst habe MSM meiner schwer gelenkkranken Hündin Snowy kurweise verabreicht und kann sagen, dass auch bei ihr eine deutliche Verbesserung sichtbar war. Auch wenn man mit Nahrungsergänzungsmitteln Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Hüftdysplasie nicht heilen kann, so kann man doch dazu beitragen, dass Gelenke besser genährt werden, Schmerzen gelindert werden und dazu beitragen, dass der Hund mit seiner Gelenkerkrankung besser zurechtkommt. MSM Hund

Alles Liebe, deine Tina

Kraft- und Muskelaufbau beim Hund – warum Muskulatur so wichtig ist und wie du das Training richtig gestaltest

Kraft- und Muskelaufbau beim Hund – warum Muskulatur so wichtig ist und wie du das Training richtig gestaltest

Muskelaufbau beim Hund ist nicht nur ein Thema bei Sporthunden. Auch bei Gelenkproblemen, nach längerer Immobilität ist es wichtig, die Muskulatur Schritt für Schritt wieder aufzubauen. Beim Kraft- und Muskeltraining ist gibt es allerdings einige wichtige Eckpunkte zu beachten. Denn viel hilft hier – wie bei vielen anderen Themen auch – nicht zwangsläufig viel. Vielmehr geht es um ein gut strukturiertes Training. Im Artikel erfährst du zum einen, was im Körper beim Muskelaufbau passiert, wie man Muskulatur trainieren kann und was du beim Training beachten solltest. Weiterhin stelle ich dir einige Maßnahmen zum Outdoor Muskeltraining vor.

Muskelaufbau im Hundesport

Immer mehr Hundehalter sind mit ihrem Hund im Hundesport aktiv. Auch die Anzahl der Hundesportarten wächst stetig und die Sportarten entwickeln sich weiter. Ebenso entsteht ein Bewusstsein dafür, dass es für erfolgreich und verantwortungsvoll betriebenen Sport nicht ausreicht, regelmäßig der sportlichen Aktivität nachzugehen. Vielmehr wird immer deutlicher, dass der Erfolg und auch die Gesundheit des Hundes stark abhängig sind von einem effektiven Training von Kondition, einem guten Körpergefühl, Koordination, Beweglichkeit, Balance, Kraft und Muskulatur. Dies sind die Komponenten, die es im Zusammenspiel erst möglich machen, dass der Hund erfolgreich und vor allem mit möglichst geringem Verletzungsrisiko dem Sport nachgehen kann.

Gezieltes Kraft- und Muskeltraining unterstützt Deinen Hund bei Belastungen im Sport. Bei einem gut bemuskelten Hund werden Gelenke und Wirbelsäule besser vor Verletzungen geschützt. Gelenke werden gesund gehalten, die Bänder bleiben straff und der Gelenkknorpel wird gut ernährt und bleibt belastbar.

Kraft ist nötig, z.B. um schnell beschleunigen und eine hohe Geschwindigkeit während des Rennens und Springens aufrechterhalten zu können. Kommt es doch einmal zu einer Verletzung, regeneriert ein gut trainierter Hundekörper deutlich schneller. Gleichzeitig wird auch die Leistungsfähigkeit des Hundes gesteigert. Kraft und starke Muskulatur sind für jeden sportlich geführten Hund essentiell wichtig.

Muskelaufbau beim Hund – das passiert im Körper

Kraft kann man durch gezieltes Training um etwa 40% steigern. Dabei wird der Muskelaufbau verbessert. Es kommt zu einer Zunahme der Anzahl der Myofibrillen in den Muskelfasern. Dadurch wird der Muskelfaserquerschnitt vergrößert. Durch die verbesserte Erregungsübertragung können mehr Einheiten innerhalb eines Muskels gereizt werden. Auch die intramuskuläre Koordination – das bedeutet das Zusammenspiel zwischen Nerv und Muskel – wird verbessert.

Was ist beim Kraft- und Muskeltraining zu beachten?

Viel hilft nicht viel. Gönne deinem Hund regelmäßig Trainingspausen. Steigere das Pensum langsam und vorsichtig. Achte darauf, dass du deinen Hund im Training nicht überlastest. Es kann sonst zu Schäden in der Muskulatur kommen wie z.B. Muskelkater und Muskelfaserrissen. Auch überlastungsbedingte Verschleißerscheinungen der Gelenke wie Arthrose können bei übertrainierten Hunden entstehen. Achte auch darauf, immer gleichmäßig den gesamten Körper zu trainieren. Muskelaufbau beim Hund

Wie viel und wie lange?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn dies ist abhängig vom Trainingsstatus deines Hundes. Jeder Hund ist individuell zu betrachten. Im Allgemeinen empfehle ich, Krafttraining ca. zweimal bis dreimal wöchentlich zu absolvieren. Halte intensive Trainingseinheiten die eine hohe Konzentration erfordern kurz. Steigere Intensität und Dauer des Trainings nur langsam.

Wie kann man Kraft und Muskulatur trainieren?

Kraft und Muskulatur kann man zum einen über aktive Bewegung aber auch über Spannungsübungen ohne aktive Gelenkbewegung trainieren z.B. mit Hilfe von isometrischen Übungen. Optimal ist eine Kombination aus Beidem. Bei beiden Varianten wird auch Balance, Körpergefühl und Koordination trainiert. Beim aktiven Training auch die Gelenkbeweglichkeit. Alle Komponenten sind im alltäglichen Leben wie auch im Hundesport unerlässlich.

Kraft- und Muskeltraining Outdoor Muskelaufbau beim Hund

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, die Kraft und Muskulatur deines Hundes Outdoor zu trainieren. Diese stelle ich dir im Folgenden kurz vor.

Joggen

Beim Laufen im Trab werden schonend Kraft und Muskulatur aufgebaut. Gleichzeitig werden die Kondition und das Herz-Kreislaufsystem des Hundes trainiert. Gut geeignet ist das Laufen auf weichem Boden. Starte mit wenigen Minuten im leichten Trab und wechsele dann für kurze Zeit in den Schritt, bevor du die nächste Einheit im Trab anschließt. Dein Hund muss die Möglichkeit haben, fit zu werden und Kondition aufzubauen. Für sportlich geführte Hunde, ist das eine sehr gute Möglichkeit des Trainings. Wenn dein Hund unter Gelenkproblemen leidet oder bereits älter ist, empfehle ich dir, statt des Joggens auf Wassertreten oder aktive Bewegungsübungen zurückzugreifen, um die Muskulatur zu trainieren.

Laufen am Rad

Dein Hund kann auch neben dem Rad traben. Auch hierbei trainierst du ebenfalls gezielt Kraft und Muskulatur deines Hundes, sowie Kondition und ein starkes Herz-Kreislaufsystem. Beginne auch hier mit kurzen Einheiten im Wechsel von Schritt und Trab und baue schonend und langsam auf. Diese Art des Trainings ist sehr gut für bereits sportlich geführte, gesunde Hunde. Bei Hunden mit Gelenkproblemen und Seniorhunden würde ich auch hier eher zu Maßnahmen wie dem Wassertreten und aktiven Bewegungsübungen zurückgreifen.

Schwimmen und Wassertreten

Auch Schwimmen und Wassertreten sind speziell in der warmen Jahreszeit eine gute Möglichkeit zum Muskelaufbau. Der Vorteil beim Training im Wasser ist, dass dein Hund sehr gelenkschonend trainiert. Denn im Wasser werden die Gelenke maximal entlastet. Gleichzeitig ist der Trainingseffekt durch den Wasserwiderstand sehr hoch. Aber natürlich auch die Anstrengung! Achte daher darauf, dass du deinen Hund nicht überanstrengst. Das Wassertreten ist eine besonders schonende Variante für ältere Hunde und Vierbeiner mit Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Bergauf-Bergaublaufen

Beim Bergauf und Bergabtraining wird die Kraft und Muskulatur des gesamten Körpers trainiert. Bergaufgehen trainiert die Muskulatur der Hinterbeine und des unteren Rückens – bergab, die Brustmuskulatur, die der Vorderbeine und des Schultergürtels. Dabei sollte die Dauer immer langsam gesteigert werden. Es ist hier bereits ein kleiner Hügel völlig ausreichend, an dem du deinen Hund hinauf und hinunter führst, oder ihr einen Hügel im Zickzack hinauf und hinunter lauft. Hier eignen sich kürzere Einheiten auch sehr gut für ältere Hunde oder bei Gelenkerkrankungen.

Du hast somit viele Möglichkeiten, die du Outdoor mit deinem Hund machen kannst, um gezielt Muskulatur aufzubauen und die Kraft deines Hundes zu trainieren.

Grundsätzliches zum Muskelaufbau beim Hund

Bei allen Trainingsaktivitäten empfehle ich dir, deinen Hund immer kurz aufzuwärmen und auch im Anschluss das Cool Down nicht zu vergessen. Beobachte deinen Hund nach dem Training aufmerksam. Sind seine Bewegungsabläufe und seine Aktivität normal? Oder bewegt er sich schwerfällig und ist auffällig ruhig? Auch Hunde können einen schmerzhaften Muskelkater bekommen, wenn sie zu intensiv trainieren. Falls das vorkommt, solltest du das Trainingspensum unbedingt anpassen. Gönne deinem Hund auch regelmäßige Trainingspausen. Der Körper braucht Zeit, um sich zu erholen und die Muskulatur baut sich nur in den Pausen auf. Ist dein Hund krank oder nicht gut drauf, solltest du auf jeden Fall aufs Training verzichten.

Für ein umfassendes Muskel- und Krafttraining ist es ebenso wichtig, dass du mit deinem Hund regelmäßig ergänzend Fitness- und  Bewegungsübungen durchführst. Eine Kombination aus aktivem Training bestehend beispielsweise aus regelmäßigen Einheiten vom Laufen am Rad kombiniert mit gezielten Bewegungsübungen, sichern ein effektives Training. Hier gibt es eine sehr große Auswahl an Möglichkeiten. Grundsätzlich sollte immer der gesamte Körper im Training berücksichtigt werden. Dabei geht es nicht darum, dass die Übungen möglichst spektakulär aussehen oder nur unter größter Anstrengung umgesetzt werden. Vielmehr geht es hierbei um eine präzise, langsame und bewusste Umsetzung.

Im nächsten Artikel stelle ich dir aktive Bewegungsübungen vor, mit denen du den Muskelaufbau beim Hund trainieren kannst.

Alles liebe, deine Tina

Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund – diese 3 aktive Übungen fördern die Gelenkbeweglichkeit und stärken die Muskulatur

Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund – diese 3 aktive Übungen fördern die Gelenkbeweglichkeit und stärken die Muskulatur

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund. Oft sind die Gelenke  betroffen, die das meiste Gewicht des Körpers tragen.  Dazu gehören Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte. Grundsätzlich können aber alle Gelenke von Arthrose betroffen sein. Sogar die kleinen Zehengelenke. Im Verlaufe ihres Lebens erkrankt nahezu jeder Hund an Arthrose – auch wenn diese häufig lange unbemerkt bleibt. Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Die häufigsten Ursachen von Arthrose beim Hund

  • Verschleiß in Folge des natürlichen Alterns
  • Übergewicht
  • Fehl- und Überbelastung
  • Inaktivität und Fehlstellungen von Gelenken

Ist Schonen die Lösung? Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Komplettes Schonen ist nicht die Lösung. Das Wichtigste ist es, die Beweglichkeit zu erhalten. Denn die Arthrose schreitet sonst weiter fort. Dein Hund verliert weiter an Muskulatur. Und je weniger Muskulatur er hat, desto mehr müssen die Gelenke ausgleichen. Allerdings muss die Belastung dem Krankheitszustand deines Hundes anpasst werden. Es ist besser, mehrere kurze Spaziergänge am Tag zu machen, als zwei ausgiebige Gassirunden.

So unterstützt du mit aktive Bewegungsübungen deinen arthrosekranken Hund

Durch gezielte Übungen aus der Bewegungstherapie kannst du die Beweglichkeit, den Muskelerhalt und eine Schmerzfreiheit deines Hundes aktiv unterstützen. Der Hund kommt so besser mit seiner Erkrankung zurecht. Normale und gesunde Bewegungsabläufe speichert das Gehirn durch regelmäßige, langsame Durchführung ab. Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Bei den hier vorgestellten Bewegungsübungen stehen eine langsame und präzise Durchführung sowie leichte Anwendbarkeit für Hund und Halter im Vordergrund. Dennoch haben auch einfach erscheinende Übungen einen sehr großen Trainingseffekt.

Allgemeine Tipps zum Training

Achte bitte immer auf die Tagesform deines Hundes. Wie wir Menschen, sind auch unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig. Passe das Training dementsprechend an. Die Freude am Training steht ganz klar im Vordergrund.

Gönne deinem Hund alle 2-3 Tage eine Trainingspause, damit die Muskulatur „wachsen“ kann. An diesen Tagen solltest du entweder ganz auf das Training verzichten, oder das Pensum deutlich reduzieren. Wenn du feststellst, dass dein Hund sich mit einer Übung unwohl fühlt und diese wiederholt verweigert, nehme seine Zeichen bitte ernst. Ich empfehle dir, der Ursache auf den Grund zu gehen und ihn bei deinem Tierarzt oder Physiotherapeuten vorzustellen.

Auch diese Punkte solltest du beim Training beachten

Achte darauf, dass dein Hund auf einem rutschfesten Untergrund steht. Weiterhin steht im Vordergrund, dass die Übungen langsam und präzise durchgeführt werden. Um einen gesunden Bewegungsablauf zu trainieren, ist es wichtig, dass die Übungen möglichst langsam durchgeführt werden. Nur so gelingt es, die vom Gehirn automatisierten Bewegungsmuster zu unterbrechen, die in einer gewissen Grundgeschwindigkeit ohne aktive Beteiligung des Gehirns ablaufen.

Habe Geduld mit deinem Hund und baue die Übungen langsam auf. Dein Hund sollte die Chance bekommen, mitzudenken und seine Bewegungen bewusst wahrzunehmen und zu entwickeln.

3 aktive Übungen für mehr Gelenkbeweglichkeit und eine stärkere Muskulatur bei Arthrose Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Mikado – Cavaletti Training

Wirkung

Beim Cavalettitraining Mikado werden die Gelenkbeweglichkeit und die Muskulatur aller vier Läufe trainiert. Mittels langsamer, bewusster Bewegungen werden ein gesunder Bewegungsablauf, Balance und Koordination des gesamten Hundekörpers gefördert.

Wann nicht

Bei versteiften Gelenken

Equipment

4–7 Hindernisse wie Äste, Stangen, Besenstiele

So geht´s

Die Mikado Variante, ist eine Abwandlung des klassischen Cavaletti Trainings. Grundsätzlich bietet das Cavaletti Training viele verschiedene Varianten mit deinem Hund zu trainieren.

Für die Mikado Variante nimmst du 4-7 Hindernisse wie Cavaletti Stangen, Besenstiele oder Äste und ordnest diese wie ein Mikado Spiel an. Die Stangen liegen also in unterschiedlichen Abständen und Höhen und auf relativ engem Raum. Aufgabe ist nun, dass dein Hund langsam und bewusst Pfote für Pfote über die Stangen klettert. Wichtig ist hier vor allem, dass dein Hund sich langsam und bewusst bewegt.

Wenn diese Variante deinem Hund zu schwerfällt, dann empfehle ich dir folgende Variante:

Du setzt dich mit gespreizten Beinen auf den Boden. Dein Hund sollte neben dir absitzen. So kommt er zur Ruhe und kann sich konzentrieren.
Führe ihn langsam, Schritt für Schritt über deine Beine. Damit er versteht, was du von ihm möchtest, ist es zu Beginn sinnvoll, wenn du deine Hand über deine Beine führst. So folgt er deiner Hand und steigt über deine Beine. Auf der anderen Seite angekommen, kannst du ihn wieder absitzen lassen und ihn belohnen. Nun geht es wieder zurück über deine Beine. Je langsamer dein Hund geht, desto besser ist es, denn so werden die gesunden Bewegungsabläufe im Gehirn des Hundes abgespeichert. Wenn dein Hund verstanden hat, worum es geht, kannst du das Gehen über deine Beine auch mit einem Wortsignal verbinden. Belohnen solltest du ihn dann jeweils, wenn er auf der anderen Seite angekommen ist. So ist er nicht auf das Futter konzentriert, sondern voll und ganz bei der Bewegung. Bewegungstraining bei Arthrose beim Hund

Pfoten anheben

Wirkung

Die Übung ist ein effektives Muskeltraining, ohne dass eine aktive Gelenkbewegung nötig ist. Daher spricht man von einer isometrischen Übung (Muskelstärkung ohne aktive Bewegung des Gelenks). Zusätzlich trainierst du das Körpergefühl, die Koordination und die Balance deines Hundes.

Wann nicht

Keine Einschränkung

So geht´s

Dein Hund ist in der Ausgangsposition Steh. Du hockst zunächst vor oder neben ihm. Greife nun einen Vorderlauf (oberhalb der Pfote) und hebe ihn für 3-5 Sekunden an. Setze die Pfote ab, greife den anderen Vorderlauf und hebe das Bein ebenfalls leicht an und halte die Position.


Hocke dich nun hinter deinen stehenden Hund. Hebe den einen Hinterlauf – ebenfalls oberhalb der Pfote – an und beuge den Lauf leicht, so wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Halte die Pfote wieder für die angegebene Dauer.

Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.
Beim Anheben des Laufs kräftigst du durch die Gewichtsverlagerung die Muskulatur der übrigen drei Läufe und dein Hund muss die Verlagerung des Körperschwerpunktes ausgleichen.

Steh Platz Transfer

Wirkung

Der Steh-Platz-Transfer ist eine sehr effektive Übung, um die Muskulatur aller vier Läufe und des Rückens zu trainieren. Zusätzlich trainierst du die Gelenkbeweglichkeit und dein Hund muss sich ausbalancieren. Seine Körperspannung und das Körpergefühl werden gestärkt. Ein perfektes Ganzkörpertraining also.

Wann nicht

Instabilität oder Schmerzen von Wirbelsäule oder Gelenken, versteifte Gelenke

So geht´s

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Steh. Für die korrekte Ausführung der Übung hilft es vielen Hunden, wenn die auf einer räumlichen Begrenzung wie einer Matte o.ä. stehen. Gebe deinem Hund das Signal vom Steh direkt ins Platz zu gehen. Wenn er noch kein Signal dafür kennt, kannst du zu Beginn ein Leckerli nehmen und dies vor seiner Nase nach unten führen. Sukzessive kannst du das dann mit einem Wortsignal oder/und Sichtsignal verbinden. Wenn dein Hund im Platz ist, sollte er gerade liegen und nicht mit dem Po auf die Seite rutschen.

Vom Platz geht es denn wieder ins Steh, und zwar ohne, dass dein Hund sich zunächst hinsetzt. Kennt dein Hund hierfür ein Signal, kannst du dies nutzen. Alternativ kannst du ein Leckerli von seiner Nase aus zügig nach oben führen.

Dein Hund sollte bei der Übung mit seinen vier Pfoten möglichst auf der Stelle bleiben, ohne nach vorne zu gehen. So ist der Trainingseffekt am größten. Wenn du recht nah vor deinem Hund stehst, unterstützt du dies. Besonders zu Beginn wird dies eventuell nicht sofort gelingen. Gebe ihm etwas Zeit, entsprechend an seiner Körperspannung und Muskulatur zu arbeiten. Der Weg ist das Ziel.

Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude bei den hier vorgestellten aktiven Bewegungsübungen zur Förderung der Gelenkbeweglichkeit und Muskulatur bei Arthrose! Falls du mehr Übungen für deinen Hund suchst und gerne gezielt dauerhaft mit ihm trainieren möchtest, lege ich dir meine Online Kurse für Hundehalter zum Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde ans Herz.

Alles Liebe, deine Tina

Das Kniegelenk des Hundes – warum es besonders anfällig für Gelenkprobleme ist & wie du als Hundehalter es stärken kannst

Das Kniegelenk des Hundes – warum es besonders anfällig für Gelenkprobleme ist & wie du als Hundehalter es stärken kannst

Das Kniegelenk des Hundes ist das wohl komplexeste Gelenk des Hundes. Hinzu kommt, dass es neben dem Ellbogen- und dem Hüftgelenk zu den Gelenken des Hundekörpers gehört, das der größten Belastung ausgesetzt ist. Du kannst dir sicher vorstellen, dass die Kombination aus Komplexität und Belastung es für Verletzungen und Verschleißerkrankungen anfällig macht. Kniegelenk Hund

Die Anatomie des Kniegelenks – so ist das Knie des Hundes aufgebaut Kniegelenk Hund

Das Kniegelenk des Hundes wird gebildet aus dem Oberschenkel, dem Schienbein, dem Wadenbein und der Kniescheibe. Soweit die knöchernen Bestandteile. Wenn man bedenkt, dass die meisten Gelenke nur aus zwei oder maximal drei Gelenkpartnern bestehen, erkennt man schon hier die Komplexität des Konstruktes „Kniegelenk“.

Um diesem komplexen Gelenk mit seinen verschiedenen Knochen Stabilität zu verleihen, wird es durch verschiedene Bestandteile stabilisiert. Dazu gehören die Gelenkkapseln, die Menisken, verschiedene Muskeln und das Kniescheibenband. Es gibt weiterhin zwei Seitenbänder, die ein seitliches Abknicken verhindern sowie zwei Kreuzbänder, die das Knie nach vorne und nach hinten stabilisieren.

Eine wichtige Rolle spielt die Kniescheibe. Sie ist ein Sesambein und in die Patellasehne eingelagert. Beim Strecken und Beugen des Knies gleitet sie in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens.

Ein gesundes Bewegen des Kniegelenks setzt also ein reibungsloses Zusammenspiel dieser vielen gelenkbildenden und gelenkunterstützenden Bestandteile untereinander voraus.

Doch dies ist nicht immer der Fall. Das Knie des Hundes ist anfällig für Verletzungen und Gelenkerkrankungen. Zu den häufigsten gehören der Kreuzbandriss und die Patellaluxation. Auf diese beiden Krankheitsbilder möchte ich im Folgenden kurz eingehen, um dir einen Überblick über die wichtigsten Fakten zu geben.

Häufige Erkrankungen des Kniegelenks Kniegelenk Hund

Patellaluxation

Das wohl auffälligste Anzeichen der Patellaluxation hast du sicher selbst schon bei Rassen wie z.B. dem Jack Russel Terrier gesehen: das Schütteln des Hinterbeins während des Laufens. Häufig wird es als Tick des Hundes abgetan.

Was passiert bei der Patellaluxation?

In einem gesunden Kniegelenk gleitet die Kniescheibe beim Beugen und Strecken des Beins in der Gleitrinne. Bei der Patellaluxation hingegen rutscht sie in der Bewegung entweder seitlich oder mittig aus der Gleitrinne.

Ursächlich kann hier zum einen sein, dass die Gleitrinne nicht tief genug ausgeprägt ist. Weiterhin kann es vorkommen, dass die Kniescheibe zu klein oder zu groß ist. Dadurch passt sie nicht richtig in die Führung. Hinzu kommt dann oft noch, dass bindegewebige Strukturen wie Bänder, Sehnen und die Gelenkkapsel zu schwach sind und zu wenig Halt bieten.

Beim Hund ist es so, dass in 3/4 der Fälle die Kniescheibe medial rutscht. Das passiert in der Regel bei kleinen Hunden. Bei 1/4 rutscht sie nach außen, also lateral. Hiervon sind meist große Hunde betroffen.

Bei der Patellaluxation gibt es eine Einteilung in vier Schweregrade, die auch der Art der Behandlung beeinflusst.

Patellaluxation – die Ursachen

Die häufigste Ursache ist, dass sie vererbt wird. Sie kann aber auch in der Wachstumsphase des Junghundes durch falsche Ernährung oder übermäßige Bewegung entstehen und verschlimmert werden. In wenigen Fällen kann auch ein Trauma eine Patellaluxation verursachen. Kniegelenk Hund

Der Kreuzbandriss

Beim Kreuzbandriss handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen des hündischen Kniegelenks und wird Dank fortschreitender Diagnostik im Veterinärbereich immer häufiger diagnostiziert. Bei einem Kreuzbandriss reißt meist das vordere Kreuzband.

Der Auslöser für den Kreuzbandriss: in der Regel ein Bagatelltrauma wie z.B. eine falsche Bewegung, ein Stolperer beim Spiel mit einem anderen Hund oder das Treten in ein Erdloch. Kniegelenk Hund

Wie entsteht ein Kreuzbandriss – die Ursachen Kniegelenk Hund

Man geht davon aus, dass es eine genetische Vorbelastung gibt, die den vorzeitigen und fortschreitenden Verschleiß der Kreuzbänder begünstigt. Diese sorgt durch schwaches Bandgewebe kontinuierlich kleine Risse im Kreuzband. Jetzt kommt wieder das Bagatelltrauma ins Spiel: irgendwann reicht eine falsche Bewegung und das Kreuzband ist gerissen. Somit ist das Trauma, wie ein Stolperer im Spiel nur der Auslöser.

Fatal ist, dass bei vielen Hunden auch am zweiten Knie im Laufe der Zeit durch Überlastung in der Heilungsphase das vordere Kreuzband ebenfalls reißt. Ist das Kreuzband eingerissen oder gerissen, wird das Kniegelenk instabil. In kürzester Zeit entsteht Arthrose und auch die Menisken werden beschädigt. Es kommt zu einer Entzündung im Kniegelenk. Die Gelenkkapsel schwillt an. Der Hund möchte den Lauf nicht mehr nutzen. Oft verbessert sich die Situation nach 2-3 Tagen Schonung wieder, gefolgt von einer weiteren Verschlimmerung und Lahmheit. Ein Kreuzbandriss ist eine Gelenkverletzung, die akut behandelt werden muss. Kniegelenk Hund

Welche Hunde sind häufig vom Kreuzbandriss betroffen?

Häufig sind mittelgroße bis große Hunde betroffen und eine genetische Vorbelastung begünstigt in vielen Fällen den vorzeitigen Verschleiß der Kreuzbänder. Aber auch Faktoren wie Überlastung und Fehlbelastung, sowie Übergewicht, fördern einen Kreuzbandriss beim Hund.

Extratipp für deinen Hund mit Kreuzbandriss

Dein Hund leidet unter einem Kreuzbandriss und möchte nach dem Kreuzbandriss partout seinen Hinterlauf nicht belasten? Es gibt einen sehr hilfreichen Tipp: lege ihm ein Haargummi um das betroffene Hinterbein (oberhalb der Pfote). Das macht ihm sein Bein bewusst und unterstützt so, dass er wieder alle vier Läufe gleichermaßen benutzt. Kniegelenk Hund

Gelenkschäden im Knie vermeiden – so geht es

Knieschäden sind meist komplex und langwierig in der Heilung. Daher sollte man nach Möglichkeit versuchen, sie zu vermeiden. Das bedeutet nicht, den Hund in Watte zu packen. Auch wenn bei einer Patellaluxation und dem Kreuzbandriss auch genetische Faktoren eine Rolle spielen, haben Faktoren wie Übergewicht, falsche Ernährung und übermäßige Belastung oder fehlendes Aufwärmen im Sport einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Auch eine ganz simple Arthrose kann hierdurch entstehen. So macht es durchaus Sinn Bewegungen, die eine große Belastung für die Knie sind, zu vermeiden. Dazu gehören Bewegungen, die Scherkräfte im Gelenk auslösen, wie enges Slalom oder enge Wendungen. Aber auch Sprünge ins Auto sind eine intensive Belastung für das Kniegelenk.

Auch Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da dies zu einer unmittelbaren Überlastung und möglichen Schädigung des Gelenks führt. Achte beim heranwachsenden Hund auf eine optimale Zusammensetzung von Nährstoffen im Futter.

Möglichkeiten zur Stärkung des Kniegelenks Kniegelenk Hund

Wichtig ist eine stabile Muskulatur, die eine gute Entlastung für das Gelenk bietet und gleichzeitig Stabilität gibt. Gleichzeitig ist es wichtig, die Beweglichkeit dieses komplexen Gelenks zu erhalten. Es gibt einfache Übungen, die du als Hundehalter im Alltag leicht integrieren kannst, um dies zu gewährleisten. Kniegelenk Hund

Aktive Übungen für stabile Kniegelenke Kniegelenk Hund

Eine stabile Muskulatur bietet immer einen Schutz für die Strukturen eines Gelenks. Im aktiven Bewegungstraining gibt es eine Vielzahl an Übungen, mit denen man das Kniegelenk und die Hinterhand stärken kann. Dazu gehört z.B. das Cavalettitraining, dass du selbst mit deinem Hund durchführen kannst. In einer vereinfachten Variante kannst du dich hierzu auf den Boden setzen, die Beine leicht spreizen und deinen Hund dann im Schritt langsam über deine Beine steigen lassen. Beginne bei der Übung mit 2-3 Wiederholungen. Wichtiger als die Quantität ist, dass dein Hund die Übung langsam und möglichst korrekt durchführt. Beim Bewegungstraining  ist rutschfester Untergrund unverzichtbar.

Nahrungsergänzungsmittel

Es ist grundsätzlich sinnvoll die Gelenke des Hundes durch Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen. Da es sich um Naturprodukte handelt, ist die Wirksamkeit bzw. ihre Intensität individuell. Um die Gelenke zu nähren, empfiehlt sich beispielsweise Grünlippmuschelextrakt.

Dein Hund leidet unter Knieproblemen? – so kannst du ihn unterstützen

Neben verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln wie Kollagenpeptiden o.ä. die die Genesung des Gelenks unterstützen, kannst du deinen Hund bei Knieschmerzen auch beispielsweise mit einem einfachen Quarkwickel unterstützen. Dieser lindert die Schmerzen und auch die Entzündung im Kniegelenk. Kniegelenk Hund

Wenn dein Hund unter Knieproblemen leidet, empfehle ich dir, ihn in jedem Fall deinem Tierarzt vorzustellen. Knieverletzungen sind häufig komplex und je später sie behandelt werden, desto größer ist das Risiko von Folgeschäden.

Alles Liebe, deine Tina!

Der richtige Untergrund im Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde – warum er so wichtig ist!

Der richtige Untergrund im Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde – warum er so wichtig ist!

Eigentlich hatte ich nie wirklich geplant, dieses Thema in einem Blogbeitrag aufzugreifen. Aber es ist tatsächlich immer noch ziemlich häufig so, dass ich viele Fotos und Videos sehe, in denen mit dem Hund auf dem bloßen Fliesenboden, Parkett oder Laminat trainiert wird. Man sieht, dass der Hund seine liebe Mühe hat, die Übung einigermaßen auszuführen und Hundehalter, die sich wundern, dass die Übung nicht wirklich präzise klappt. Aber wie denn auch, wenn der Hund mit seinen Pfoten auf einem Untergrund trainiert, der Null Griffigkeit hat?! Untergrund Hundefitness

Lust auf einen kleinen Selbsttest? Untergrund Hundefitness

Um einen Vergleich herzustellen, könnte man selbst einmal versuchen, eine Pilatesübung mit Socken auf glattem Untergrund durchzuführen. Selbst wenn du es nicht selbst ausprobierst, kannst du dir vorstellen, wie es wohl aussehen wird. Es dürfte in jedem Fall einen ähnlichen Effekt haben, wie wenn der Hund auf glattem Untergrund Übungen absolviert.

Wie sieht es mit der Effizienz des Trainings auf glattem Untergrund aus?

Übrigens nicht nur hinsichtlich der Präzision der Übung, sondern auch hinsichtlich des Trainingseffekts. Der bleibt nämlich aus. In einer solchen körperlichen Anspannung sind weder physiologische Bewegungen, noch aktiver Muskelaufbau oder Erhöhung der Beweglichkeit möglich. Untergrund Hundefitness

Im Gegenteil: der Hund verkrampft in seiner Haltung und bei dem Versuch, die Übung einigermaßen hinter sich zu bringen und seine Muskulatur verspannt. Mehr noch. Im schlimmsten Fall riskierst du Verletzungen. Dein Hund kann ausrutschen oder fallen. Die Folge können z.B. Muskelzerrungen, Prellungen oder Verletzungen von Bändern und Sehnen sein. Daher: ein vernünftiger Untergrund beim Hundefitnesstraining ist unverzichtbar!

Extrawissen: Selbiges gilt auch für den Fall, wenn Hunde auf viel zu kleinen Trainingsutensilien Übungen durchführen sollen.

Weitere ungeeignete Untergründe

Man mag sich denken: ja dann eben auf Asphalt. Der ist doch griffig. Das mag sein, irgendwie zumindest. Doch ein gelenkschonendes Training ist nicht wirklich möglich, denn Asphaltboden ist einfach nur hart. Es gibt keinerlei Dämpfung.

Was ich auch immer wieder auf Workshops und in Videos sehe, sind dünne „Messeteppiche“, die zwar robust sind, aber auch hier gibt es keinerlei Dämpfung. Doch die ist für die Hundegelenke ebenso wichtig.

Ideen für guten Trainingsuntergrund:

  • Im Haus kannst du auf Teppichboden trainieren. Wichtig ist hier allerdings, dass er rutschfest ist.
  • Auch Yogamatten kann man im Training nutzen. Dabei solltest du auf qualitativ hochwertige Matten achten, die rutschfest sind und auch groß genug für deinen Hund.
  • Bodenpuzzlematten (vielfach im Kinderbedarf verwendet). Auch diese Matten sollten dick genug sein und rutschfest.
  • Kunstrasen eignet sich in der Regel auch gut zum Training.

Was ist noch wichtig bei der Auswahl des Untergrundes? Untergrund Hundefitness

Grundsätzlich gilt, dass der gewählte Untergrund nicht nur rutschfest ist, sondern auch genügend Fläche bietet, damit der Hund sich darauf gut bewegen kann. Für ein erfolgreiches und gesundes Bewegungstraining ist ebenso ein guter Untergrund, der genügend Halt bietet und eine gewisse Dämpferfunktion hat, absolut unverzichtbar. Wenn der Hund fortwährend damit beschäftigt ist, Halt zu finden und/oder auch einem schlecht gedämpften Untergrund trainiert, ist eine präzise Ausführung der Übung nicht möglich und auch nicht gelenkschonend. Das der Untergrund dick genug ist und eine dämpfende Wirkung auf die Gelenke hat, ist übrigens nicht nur wichtig, wenn dein Hund bereits unter Gelenkproblemen leidet, sondern ebenso für gesunde Hundegelenke.

Es lohnt sich also, wenn man gesundes Bewegungstraining mit seinem Hund betreiben möchte, auch auf einen entsprechenden Untergrund zu achten. Er hat einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie effektiv und auch schonend das Training ist. Ein guter Trainingsuntergrund hat für dein Training mit deinem Hund noch einen weiteren tollen Effekt. Wenn dein Hund diesen Untergrund mit euren gemeinsamen Trainingseinheiten verbindet, dann ritualisiert ihr euer Training, was sich positiv auf eure Bindung auswirkt und auch darauf, dass euer Hund sich konzentriert. Er weiss, was ansteht und kann sich mental darauf einstellen. So trainiert er sicherer und konzentrierter.

Welchen Untergrund nutzt du im Training mit deinem Hund? Teile deine Erfahrungen gern mit mir in den Kommentaren!

Alles Liebe, deine Tina

Das Steh Training beim Hund – warum die Position Steh die Basis für Bewegung (-straining) ist

Das Steh Training beim Hund – warum die Position Steh die Basis für Bewegung (-straining) ist

Das Steh Training beim Hund – viele Hundehalter kennen es als Signal für das Stehenbleiben z.B. vor dem Überqueren einer Straße. Aber seien wir mal ehrlich: Niemand achtet doch wirklich darauf, wie der Hund steht, oder?!

Man geht einfach davon aus, dass der Hund es kann und mit dem Steh einfach „ausgestattet“ ist. Das stimmt auch grundsätzlich. Aber es bedeutet nicht, dass der Hund dabei dann auch richtig steht. Das verhält sich eigentlich genauso, wie das Sitzen beim Hund. Auch hier denken wir, dass der Hund das schon kann. Wenn man aber genau hinschaut, sieht man, dass viele Hunde im Sitz nicht gerade sitzen, mit dem Po auf die Seite rutschen, einen Lauf abwinkeln, einen runden Rücken machen, etc..

Ähnlich verhält es sich beim Steh. Auch hier ist es häufig so, dass der Hund nicht wirklich ausbalanciert steht, die Läufe sind nicht sauber und paarig, parallel ausgerichtet. Der Hund steht wie ein Schluck Wasser in der Kurve.

Ist es nicht egal, wie der Hund steht?

Nein, denn wenn der Hund nicht sauber stehen kann, dann ist er nicht ausbalanciert und sein Körper nicht im Gleichgewicht. Das korrekte Stehen ist die Basis für korrekte Bewegungen und auch die Basis dafür, dass man korrektes und effizientes Bewegungs- und Fitnesstraining mit seinem Hund machen kann. Denn wie soll der Hund eine Übung sauber durchführen, wenn er nicht korrekt Stehen oder Sitzen kann. Wenn die Ausgangsposition nicht stimmig ist, kann die Bewegung, die wir im Anschluss durchführen möchten, auch nicht korrekt sein.

Schon aus diesem Grund ist die Übung Steh ein Bestandteil in jedem meiner Online Kurse zum Bewegungstraining. Und ich weiß, dass sie gern mal vernachlässigt wird. Sie sieht ja nicht so spektakulär aus. Genau wie das korrekte Sitzen. Als Feedback bekomme ich hier dann zu hören: „Mein Hund kann stehen und sitzen, warum soll ich das als Übung machen! Ich will etwas neues lernen!“.

Wenn ich dann darum bitte, mir doch Videosequenzen zu senden, in denen der Hund steht oder sitzt, dann überrascht mich das Ergebnis häufig nicht. Klar, der Hund kann stehen oder sitzen. Nur nicht richtig. Wenn ich mit dem Hundehalter dann gemeinsam die Grundpositionen des Hundes analysiere, schärft sich hier der Blick und es entsteht ein Bewusstsein dafür, wie sehr der Vierbeiner wie ein „Schluck Wasser in der Kurve“ steht oder sitzt.

Das Training der Position Steh – sieht einfacher aus, als es ist

Mit dem Bewusstsein für die Bewegungen des eigenen Hundes kommt dann auch immer schnell die Erkenntnis, dass es gar nicht so einfach für den Hund ist, ein korrektes Stehen zu trainieren. Es braucht Zeit und Geduld, dass Bewusstsein des Hundes für die Position/Lage seines Körpers und seiner Gliedmaßen im Raum zu schulen und seine Bewegungen und seine Körperhaltung sukzessive zu verändern.

Dies geht nicht von heute auf morgen, sondern nur über kontinuierliche Wiederholungen der Position. Du möchtest gern das richtige und gesunde Stehen mit deinem Hund trainieren? Dann stelle ich dir hier die Übung aus meinen Online Kursen vor:

Steh Training beim Hund als Übung aus dem Bewegungstraining – so lernt dein Hund korrekt zu stehen

Equipment: Eventuell eine kleine Erhöhung als räumliche Begrenzung

Steh Training beim Hund

Steh Training beim Hund

So geht´s

Die Anfangsposition ist das Sitz. Gebe deinem Hund das Signal vom Sitz ins Steh zu wechseln. Dein Hund sollte mit allen vier Läufen sauber stehen. Das bedeutet, seine Vorderläufe paarig nebeneinander und auch die Hinterläufe paarig nebeneinander. Kein Lauf sollte ausgestellt sein. Das Gewicht sollte gleichmäßig auf seinen Läufen verteilt sein.

Aufgabe ist, dass dein Hund ruhig und ausbalanciert auf allen vier Läufen steht. Der Kopf sollte in Verlängerung der Wirbelsäule getragen werden und die Wirbelsäule sollte eine gerade Linie bilden. Was sich so einfach anhört, ist komplex für den Hund.

Steht er ruhig und korrekt, belohne dies. Im Verlauf des Trainings kannst du dann auch ein Wort- und Sichtsignal einbauen. Löse dann die Übung auf, bevor du eine neue Wiederholung startest. Ziel ist es, dass dein Hund ruhig steht und sich von selbst in der Position seiner Pfoten ausrichtet und ausbalanciert. Halte deinen Hund zu Beginn nur kurz in der Position – für wenige Sekunden – in der Position, bevor du sie auflöst.

Als Unterstützung hilft es vielen Hunden auf einer niedrigen, ausreichend großen, festen Erhöhung zu stehen, die eine räumliche Begrenzung bietet. Alternativ kannst du auch einfach eine Begrenzung vor seine Vorderpfoten legen, die ihn am Vorgehen hindert.

Steh Training beim Hund macht immer Sinn!

Das bewusste Training des Stehens ist übrigens auch für gesunde Hunde, die sauber stehen eine gute Übung, da so gesunde und richtige Bewegungen und die Position des Körpers im Raum kontinuierlich trainiert und erhalten werden.

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren der Übung! Du hast Fragen? Dann schreibe mir gern eine Email und wir tauschen uns aus (tina@doggy-fitness.de).

Alles Liebe,

deine Tina

Bewegungstraining bei Hüftdysplasie und Hüftarthrose beim Hund – mit diesen 2 Übungen stärkst du gezielt die Hüfte & Hinterhand deines Hundes

Bewegungstraining bei Hüftdysplasie und Hüftarthrose beim Hund – mit diesen 2 Übungen stärkst du gezielt die Hüfte & Hinterhand deines Hundes

Nachdem ich kürzlich schon zwei aktive Übungen vorgestellt habe, die du bei Rückenproblemen deines Hundes nutzen kannst, stelle ich dir in diesem Artikel zwei aktive Übungen aus dem Bewegungstraining zur Stärkung der Hüfte vor. Die Hüftdysplasie und die Hüftarthrose sind sehr häufige Gelenkerkrankungen beim Hund. Beide treten übrigens oft in Kombination mit Rückenproblemen, wie Spondylose auf. Diers liegt vor allem daran, dass durch den LSÜ Twist in der Hüftbewegung – was wir umgangssprachlich als Hüftschwung beim Hund bezeichnen – eine unphysiologische Bewegung in der Lendenwirbelsäule entsteht. Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Das passiert bei Hüftproblemen beim Hund

Der LSÜ Twist ist übrigens eines der klassischen Symptome, die auf ein Hüftproblem beim Hund hinweisen. Viele Hundehalter finden es lustig, wenn ihr Hund besonders im Schritt Tempo ausgeprägt mit dem Po hin und her wackelt. Ohne zu wissen, dass dies ein deutlicher Hinweis auf ein Hüftproblem ist.

Bei Hüftdysplasie ist das Problem, dass das Hüftgelenk nicht kongruent ist. Das bedeutet, dass die beiden Gelenkpartner Hüftpfanne und Hüftkopf nicht optimal zueinander passen. Das sorgt zum einen für eine Instabilität im Gelenk, zum anderen entsteht schmerzhafte Arthrose.

Bei aktiven Bewegungsübungen sollte also im Fokus stehen, dass man zum einen durch eine gute Muskulatur dem Hüftgelenk Stabilität gibt. Zum anderen sollte die Gelenkbeweglichkeit erhalten, bzw. gefördert werden, um das Fortschreiten der Arthrose im Gelenk zu verzögern bzw. zu verhindern. Zudem ist es wichtig, ein möglichst normales Gangbild zu trainieren.

Um das zu erreichen ist natürlich eine Kombination aus verschiedenen aktiven Bewegungsübungen notwendig. Dennoch möchte ich dir zwei Übungen vorstellen, die auch fester Bestandteil in meinem Hüftfit Kurs sind. Hiermit kannst du schon mal erste Schritte im Bewegungstraining machen und damit beginnen, deinen Hund damit zu unterstützen. Bitte bedenke, dass die vorgestellten Übungen weder einen Tierarztbesuch ersetzen, noch eine Behandlung durch einen Physiotherapeuten oder ein gezieltes aktives Bewegungstraining.

Zwei Übungen aus dem Bewegungstraining bei Hüftproblemen

M11 – Isometrisches Training hinten Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Trainierte Bereiche: Hinterläufe und unterer Rücken

Wirkung

Stärkung der Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens. Gleichzeitig werden Körpergefühl, Balance und Koordination trainiert. Mit isometrischen Übungen trainiert man sehr effektiv die Muskulatur. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da man die Muskulatur anspannt, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand der Hand oder gegen die Schwerkraft.

Wann nicht

Keine Einschränkung

So geht´s

Ausgangsposition für alle Varianten: Dein Hund befindet sich im Steh, auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund

Variante A: Hocke dich hinter deinen stehenden Hund und lege deine Hände seitlich auf seine Oberschenkel. Übe mit der linken Hand leichten, gleichbleibenden Druck auf den Oberschenkel aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die im Trainingsplan angegebene Zeit, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder los und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf den anderen Oberschenkel aus, bis du wieder spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position so lange, wie im Trainingsplan angegeben, und lasse anschließend langsam los.

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Variante B: Als Nächstes umfasst du die Oberschenkel vorne. Ziehe ganz leicht in deine Richtung, als würdest du deinen Hund zu dir ziehen wollen, bis du merkst, dass dein Hund gegenhält. Halte für die angegebene Dauer und lasse wieder locker.

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Variante C: Nun legst du deine Hände flach auf den unteren Rücken/Po deines Hundes, als würdest du ihn in den Sitz drücken. Übe leichten Druck nach unten aus, bis du spürst, dass dein Hund gegenhält, und halte wieder für die im Plan angegebene Dauer. Lasse dann langsam wieder locker.

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Isometrisches Training Hund Hinterhand

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gebe deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Trainingsempfehlung Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Auch wenn isometrische Übungen nach wenig aussehen, sind sie für den Hund sehr anstrengend. Beginne mit 2-3 Wiederholungen á 2-3 Sekunden.

M3 – Steh Sitz Transfer

Trainierte Körperbereiche: Hinterläufe und unterer Rücken

Wirkung

Der Steh Sitz Transfer ist ein sehr effektives Kraft- und Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe deines Hundes. Zudem wird die Muskulatur des unteren Rückens trainiert.

Wann nicht Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

Schmerzen oder Instabilität des Hinterlaufs, versteifte Gelenke oder Versteifung des unteren Rückens

So geht´s

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Sitz und du stehst vor deinem Hund – mit dem Blick zueinander. Dein Hund sollte möglichst gerade sitzen und nicht auf die Seite rutschen oder einen Lauf bequem abwinkeln. Ziel ist eine möglichst hohe Körperspannung.

Steh Sitz Transfer - Doggy Fitness

Steh Sitz Transfer – Doggy Fitness

Steh Sitz Transfer - Doggy Fitness

Steh Sitz Transfer – Doggy Fitness

Gebe deinem Hund nun das Signal vom Sitz ins Steh zu wechseln. In dieser Bewegung sollte er den Schwung möglichst aus den Hinterläufen nehmen und sich nicht über die Vorderläufe nach oben ziehen. Unterstützen kannst du die Bewegung deines Hundes damit, dass du selbst eine kleine Bewegung nach hinten machst und ihn mit einem Leckerli lockst. Achte darauf, dass der Abstand zwischen dir und deinem Hund nicht zu groß ist, sonst motiviert ihn das im Umkehrschluss eine deutliche Vorwärtsbewegung zu machen. In der Position Steh belohnst du dann deinen Hund. Du kannst ihn aus dieser Position nun wieder ins Sitz bringen für die nächste Wiederholung der Übung. Bewegungstraining bei Hüftdysplasie

So ist sichergestellt, dass wir gezielt die Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens trainieren und eine physiologische Belastung des Hundekörpers trainieren.

Ein sauberer Wechsel vom Sitz ins Steh und umgekehrt ist für die meisten Hunde schwieriger als wir denken. Gebe deinem Hund daher die Möglichkeit seine Bewegungsabläufe im Verlauf des Trainings zu verbessern. Kontinuierliche Wiederholungen schulen das Bewusstsein für korrekte Bewegungsabläufe.

Extratipp: Es hilft vielen Hunden sehr, wenn sie die Übung auf einer fest umrissenen, leicht erhöhten Fläche durchführen, wie z.B. einem Target oder einem Stepper.

Trainingsempfehlung

Die Übung sieht sehr einfach aus, bedeutet aber eine hohe Körperspannung für deinen Hund und eine große Anstrengung für die korrekte Ausführung. Beginne mit 2-3 Wiederholungen.

Dein Hund leidet unter Hüftproblemen und du möchtest ihn gern intensiver unterstützen? Melde dich gern bei mir und wir tauschen uns aus, wie du ihm helfen kannst!

Übrigens: Diese Übungen und viele mehr findest du auch in meinen Online Kurse zum Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde – hier lernst du gezielt und gesund mit deinem Hund zu trainieren!

Alles Liebe, Tina

 

 

Schmerzfrei durch Herbst und Winter mit Gelenkproblemen – 5 Tipps, mit denen du deinen Hund im Alltag unterstützt!

Schmerzfrei durch Herbst und Winter mit Gelenkproblemen – 5 Tipps, mit denen du deinen Hund im Alltag unterstützt!

Wenn unseren Hunden bei Gelenkproblemen eines zusetzt, dass ist es das nasskalte Wetter im Herbst und Winter. Wenn dann auch noch Wind dazu kommt…na bravo! Hunde sind – wie wir Menschen auch – durchaus wetterfühlig. Das bedeutet, dass der Hund schon meist Tage vor einem Wetterwechsel in seinen Gelenken spürt, dass das Wetter umschlägt. Das bedeutet: schmerzende und steife Gelenke, die jede Bewegung unangenehm werden lassen. Gelenkschmerzen Hund

Genauso geht es dann natürlich weiter, wenn die Schlechtwetterfront da ist. Wirklich Ruhe in Sachen Gelenken haben gelenkkranke Hunde eigentlich nur, wenn es trocken-kaltes Wetter gibt.

Das Wetter gehört allerdings zu den Dingen, die wir einfach nicht beeinflussen können. Dennoch Allerdings gibt es eine ganze Reihe Maßnahmen, womit man Hunden die Kombination aus nasskaltem Wetter und Gelenkproblemen erleichtern kann.

Das zaubert die Arthrose, Spondylose oder Hüftdysplasie zwar nicht weg, aber es verschafft Erleichterung und lindert die Beschwerden.  Im Folgenden habe ich dir eine Reihe von Tipps zusammengestellt, wie du deinen Hund in der dunklen und kalten Jahreszeit aktiv unterstützen kannst und ihm so große Erleichterung verschaffst.

So unterstützt du deinen Hund im Herbst und Winter bei Gelenkerkrankungen Gelenkschmerzen Hund

In Bewegung bleiben – „wer rastet der rostet“

Ja, ich weiß, dass ist ein abgedroschener und blöder Spruch. Aber er ist war. Es ist völlig legitim, dass bei miesem Wetter und Gelenkschmerzen die Spaziergänge kürzer ausfallen. Wir sollten da in jedem Fall die Bedürfnisse unserer Hunde respektieren. Dennoch ist es wichtig, dass dein Hund in Bewegung bleibt. Nur so stellst du sicher, dass seine Gelenke nicht einrosten. Ist die Beweglichkeit erst eingeschränkt, hat die Arthrose freie Bahn und auch die Muskulatur baut ab. Dein Hund befindet sich dann in einem Teufelskreis. Wenn also Spaziergänge kürzer ausfallen, braucht dein Hund einen Ausgleich. Dies mit gezieltem Bewegungstraining unterstützen. Das kannst du super im Haus oder in der Wohnung machen und hast zugleich gleichzeitig eine wunderbare Indoor-Beschäftigung für deinen Hund bei Schmuddelwetter.

Schützender Hundemantel Gelenkschmerzen Hund

Zu einem Spaziergang bei nasskaltem Wetter in Kombination mit Gelenkerkrankungen sollte sich in jedem Fall ein Hundemantel gesellen. Er bietet deinem Hund einen hochfunktionellen Schutz. Und zwar ganz gleich wie groß dein Hund ist, oder ob er langes Fell hat. Wenn ein Hund Gelenkprobleme hat, ist ein Hundemantel immer eine sinnvolle Sache. Kälte und Feuchtigkeit wird effektiv daran gehindert, an den Hund zu gelangen und in die Gelenke zu „kriechen“ – was wiederum Schmerzen verursachen würde.

Warmer Liegeplatz

Ja, auch wir kuscheln uns gern an den warmen Kamin. Die meisten Hunde tun es uns gleich. Tessa liebt es sogar im Winter, zugedeckt zu werden. In jedem Fall solltest du aber darauf achten, dass der Liegeplatz deines Hundes an einem zugfreien Ort steht und das er warm ist. Achte auch darauf, dass er eine gute Matratze hat. Nur so ist sichergestellt, dass seine Gelenke schonend gelagert sind, genauso wie seine Wirbelsäule. Auch eine gute Durchblutung ist sichergestellt und kann so auch eine Schmerzlinderung unterstützen. Ich schwöre hier wirklich auf ein gutes orthopädisches Hundebett – bei 17-20 Schlaf am Tag sollte man dem Schlafplatz seines Hundes durchaus etwas Aufmerksamkeit schenken.

Wohltuende Wärme

Wärme leistet bei Schmerzen und Gelenkproblemen gute Dienste. Das ist ein Fakt. Ausgeschlossen sind allerdings entzündliche Gelenkerkrankungen. Dann ist sie tabu. Doch bei beispielsweise bei Arthrose, Ellbogen- und Hüftdysplasie und auch bei Spondylose profitiert dein Hund enorm von z.B. Rotlicht. Bei der Spondylose ist es wichtig, mit Wärme nur außerhalb eines akuten Schubs zu arbeiten. Übrigens auch wenn dein Hund unter einer chronisch-rheumatischen oder chronisch-entzündlichen Erkrankung leidet, hilft Wärme sehr gut. Schmerzen werden in allen Fällen gelindert, Verspannungen gelockert und die Gelenke beweglicher.

Schmerzlindernde Wickel – wie früher bei Oma

Ich liebe Wickel. Ganz im Ernst! Meine persönlichen Lieblingswickel: Quarkwickel, Beinwell- und Retterspitzwickel. Sie sind leicht anzuwenden und haben sich einfach über viele Generationen sehr bewährt in ihrer Wirksamkeit. Besonders gern empfehle ich Quarkwickel. Er ist in seiner Anwendung besonders einfach. Er ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Er lässt sich sehr gut direkt am schmerzenden Gelenk positionieren und wirkt damit auf den Punkt. Hier findest du übrigens eine Anleitung für den Quarkwickel. Gelenkschmerzen Hund

Komm gut mit deinem Hund durch den Herbst und wir wünschen euch viele schöne, gemeinsame Herbstspaziergänge!

Alles Liebe, Tina

Rückentraining für Hunde – mit diesen zwei Übungen stärkst du die Muskulatur und förderst die Beweglichkeit

Rückentraining für Hunde – mit diesen zwei Übungen stärkst du die Muskulatur und förderst die Beweglichkeit

Viele Hunde haben im Verlaufe ihres Lebens Rückenprobleme und Hundehalter möchten ihre Vierbeiner mit einem gezielten Rückentraining für Hunde unterstützen.

Ich bin sehr froh, dass unter Hundehaltern mittlerweile ein größeres Bewusstsein für den Rücken ihres Hundes und damit mögliche Probleme bzw. Erkrankungen gegeben ist. Noch vor wenigen Jahren waren Erkrankungen wie beispielsweise Spondylose eher Zufallsbefunde und Vierbeiner haben sich vielfach über einen langen Zeitraum mit Rückenschmerzen gequält, obwohl sie ihrem Menschen doch deutliche Symptome gezeigt haben.

Im Bewegungstraining sind die Möglichkeiten und Übungen sehr vielfältig, vor allem aber auch abhängig davon, was man trainieren möchte. Wenn man beispielsweise einen Sporthund hat, dessen Rückenmuskulatur gestärkt werden soll, aber keine Erkrankungen der Wirbelsäule vorliegen, können andere Übungen Sinn machen, als bei einem Hund mit Spondylose, nach einem Bandscheibenvorfall oder bei einem Cauda Equina Compressions Syndrom. Hier muss dann natürlich entsprechend Rücksicht auf die Erkrankung der Wirbelsäule genommen werden.

Das ist wichtig bei Rückenübungen für Hunde

In diesem Artikel stelle ich dir zwei Übungen vor, die dein Hund leicht erlernen kann und die man gezielt einsetzen kann, um zum einen die Flexibilität der Wirbelsäule und der Muskulatur zu erhöhen und zwar mittels einem aktiven Stretching. Auf der anderen Seite stärken die Übungen die Rückenmuskulatur und geben so der Wirbelsäule Stabilität. Rückentraining für Hunde

Die Kombination aus beiden Faktoren ist sehr wichtig, denn eine verkürzte Muskulatur und bei einer eingeschränkten Beweglichkeit kann man nicht wirklich gezielt Muskulatur aufbauen.

Beide Übungen sind Bestandteile eines effektiven Trainings und ich nutze sie sehr gern in meinen Kursen, besonders im Rückenfit Kurs. Sie bieten dir einen Einstieg und einen Einblick in das Bewegungstraining, ersetzen allerdings keinen Besuch beim Tierarzt oder ein gezieltes Training.

Rückentraining für Hunde – 2 aktive Übungen aus meinen Kursen

K9 – Umrunden

Umrunden B

Trainierte Körperbereiche

Rückenmuskulatur Rückentraining für Hunde

Wirkung

Das Umrunden ist ein intensives, aktives Stretching der Rückenmuskulatur. Zusätzlich werden Balance und Koordination des gesamten Körpers sowie gleichmäßige Belastung beider Körperseiten gefördert.

So geht’s

Umrunden a

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition „Steh“ vor dir. Locke nun deinen Hund mit einem Leckerli in der rechten Hand rechts um deine Beine herum. Wenn dein Hund hinter dir ist, kommt deine linke Hand zum Einsatz und du holst ihn hinter dir mit dem Leckerli in deiner linken Hand ab und führst ihn wieder vor dich. Die Übung kannst du natürlich auch im nächsten Schritt mit einem Signalwort aufbauen und das Leckerli nach der Hälfte des Weges weglassen. So wird die Bewegung dann immer flüssiger. Achte darauf, dass dein Hund in beide Richtungen läuft, damit beide Körperhälften gleichmäßig trainiert werden.

Übrigens: Es ist nicht außergewöhnlich, wenn du feststellst, dass das Umrunden deinem Hund in eine der beiden Richtungen leichter fällt. Auch Hunde haben eine Schokoladenseite. Über das kontinuierliche Training kannst du die schwächere Seite allerdings stärken.

Trainingsempfehlung

Starte mit 2-3 Umrundungen pro Richtung.

S4 – Sit Pretty Rückentraining für Hunde

Sit pretty b

Trainierte Körperbereiche

Schultermuskulatur und Vorderläufe, Nacken-, Rücken- und Kruppenmuskulatur

Wirkung

Stretching von Nacken- sowie Rückenmuskulatur, Training der Muskulatur der Vorderläufe und der Schultern, der Muskulatur des Rückens und der Kruppe, Balance und Koordination des gesamten Körpers

So geht´s

Sit pretty a

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition „Sitz“. Du stehst neben deinem Hund und ihr schaut in die gleiche Richtung. Halte ein Leckerli dicht über die Nase deines Hundes und führe es sehr langsam senkrecht ein wenig nach oben, sodass dein Hund sich danach streckt. Achte darauf, dass er nicht aufspringt; wenn das passiert, warst du zu schnell bzw. dann hältst du das Leckerli zu hoch. Optimal ist die Übung ausgeführt, wenn dein Hund nicht nur den Hals streckt, sondern sich mit den Vorderpfoten leicht auf die Zehenspitzen stellt. Halte die Position für etwa 3 Sekunden. Führe das Leckerli langsam wieder in die Ausgangsposition bevor du deinen Hund belohnst.

Tipp: Wenn es deinem Hund schwerfällt, auf der Stelle sitzen zu bleiben, dann kannst du dir auch ein Target zur Hilfe nehmen, auf das er seine Vorderpfoten stellt. Alternativ zum Training mit dem Leckerli kannst du auch mit dem Nasentouch arbeiten, falls er deinem Hund vertraut ist.

Variante: Beherrscht dein Hund die Übung sicher, kann er mit seinen Vorderpfoten auch auf einem flexiblen Untergrund stehen, um den Trainingseffekt der Übung zu steigern.

Trainingsempfehlung Rückentraining für Hunde

Die Übung sieht sehr einfach aus, bedeutet aber eine hohe Körperspannung für deinen Hund und eine große Anstrengung. Beginne mit 2-3 Wiederholungen á 3 Sekunden.

Dein Hund leidet unter Rückenproblemen und du möchtest ihn gern intensiver unterstützen? Melde dich gern bei mir und wir tauschen uns aus, wie du ihm helfen kannst! Rücke

Übrigens: Diese und viele Übungen mehr findest du auch in meinen Online Kurse zum Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde – hier lernst du gezielt und gesund mit deinem Hund zu trainieren! Rückentraining für Hunde

Alles Liebe, Tina

HAPPYFIT 2.0 Hundefitness – gratis 6 Tage-Trainingsplan und Übungsanleitungen für deinen Hund!

HAPPYFIT 2.0 Hundefitness – gratis 6 Tage-Trainingsplan und Übungsanleitungen für deinen Hund!

Das Thema Hundefitness und Bewegungstraining wird bei Hundehaltern immer beliebter. Ich begeistere mich schon seit einigen Jahren damit und für mich ist es mein absoluter Schwerpunkt in meiner Arbeit mit Hunden geworden. Es fasziniert mich immer wieder, wie man schon mit wenigen, einfachen Übungen die Gesundheit und Basisfitness des Hundes stärken kann.

Hundefitness – ist das was für meinen Hund?!

Auf jeden Fall! Hundefitness ist nicht nur ein Thema für gesunde Hunde. Man kann es perfekt für wirklich jeden Hund nutzen. Ganz gleich ob präventiv zur Förderung der allgemeinen Fitness beim gesunden Hund oder Sporthund, für ältere Hunde, um die Mobilität wieder zu fördern, bei Vierbeinern mit Gelenkproblemen oder für junge Hunde, um ihnen von Beginn an ein gutes Körpergefühl zu geben.

Ich freue mich über jeden einzelnen Hundehalter, den ich für das Thema Bewegungstraining oder auch Fitnesstraining begeistern kann. Das Tolle ist nämlich, dass du es nach entsprechender Instruktion durch eine Fachfrau/einen Fachmann auch regelmäßig selbst mit deinem Hund machen kannst.

Hierbei ist es zum einen wichtig, dass du genau weißt, wie du die Übungen durchführst, aber auch welche Übungen für die körperlichen Bedürfnisse deines Hundes passend sind. Zusätzlich solltest du nicht willkürlich trainieren, sondern einen passenden Trainingsplan haben, in dem Übungen sinnvoll miteinander kombiniert werden und auch eine passende Anzahl an Wiederholungen für jede Übung definiert werden. Du brauchst also Struktur.

Möchtest du auch gerne einen Einstieg in das Thema finden und bist noch nicht sicher, ob dein Hund mitmacht und Spaß daran hat? Hundefitness

Ich finde es toll, dass du offen für das Thema bist! Damit du einen ersten Einblick in das Thema bekommst, stelle ich dir hier einige Übungen aus dem Hundefitness Training vor. Diese Übungen sind für jeden Hund geeignet und du kannst sie leicht nachmachen. Damit du auch eine entsprechende Struktur für dein Training hast, kannst du dir kostenfrei noch den passenden 6 Tage HAPPYFIT Trainingsplan herunterladen! HIER HAPPYFIT TRAININGSPLAN HERUNTERLADEN.

Mit diesen Übungen gewähre ich dir gleichzeitig einen kleinen Einblick in meine Online Kurse zum Fitness- und Bewegungstraining für Hunde, die du zu verschiedenen Themen auf Doggy Fitness findest. Wenn du Freude am Training gefunden hast und weitermachen möchtest, aber noch unsicher bist, welcher Kurs für deinen Hund passt, melde dich jederzeit gern bei mir und wir können uns austauschen: tina@doggy-fitness.de . Hundefitness

Einige wichtige Punkte zum Training:

  • Du benötigst kein Equipment, sondern kannst Dinge aus deinem Haushalt nutzen
  • Achte immer auf einen rutschfesten Untergrund, damit dein Hund stabil steht
  • Berücksichtige immer die Tagesform deines Hundes. Wie wir Menschen sind unsere Hunde nicht immer gleich gut drauf
  • Arbeite immer positiv mit deinem Hund. Bestrafung ist tabu. Zwinge deinen Hund auch nicht, wenn er ausweicht!
  • Halte dich bitte an die im Trainingsplan angegebene Anzahl von Wiederholungen – mehr hilft nicht mehr
  • Was für dich so einfach aussieht, ist für deinen Hund durchaus anstrengend – Leistungsdruck ist tabu. Es geht um bewusstes Bewegungstraining, im Sinne der Gesundheit

HAPPYFIT 2.0 – deine Übungsanleitungen

K2 – Slalomlaufen durch die Beine Hundefitness

Wirkung

Beim Slalomlaufen durch die Beine werden eine gleichmäßige Belastung aller vier Läufe, ein gesunder Bewegungsablauf sowie Balance und Koordination trainiert. Gleichzeitig wird die Beugung der Wirbelsäule intensiviert und die Muskulatur des Rückens und der Läufe gestärkt.

Wann nicht

Instabilität oder Schmerzen in der Wirbelsäule

So geht´s

Für das Achtenlaufen durch die Beine stellst du dich mit gegrätschten Beinen hin und lockst deinen Hund mit einem Leckerli zwischen deinen Beinen hindurch und außen um deine Beine herum. Dies solltest du in beide Richtungen durchführen, damit dein Hund seine Wirbelsäule in beide Richtungen stretcht. Hat dein Hund verstanden, was er machen soll, lässt du das Leckerli weg und lockst deinen Hund mit der Handbewegung und kannst auch ein  Wortsignal ergänzen. Belohne deinen Hund dann immer, wenn er eine ganze Acht gelaufen ist, damit der Bewegungsablauf möglichst flüssig ist.

K4 – Balance Training auf der Decke

Wirkung

Das Balance Training fördert gezielt die Koordination, das Gleichgewicht und ein gutes Körpergefühl deines Hundes. Zugleich wird mit der Übung das Vertrauen in seinen Körper und die gesamte Muskulatur gestärkt.

Equipment

Decke oder großes Handtuch

So geht´s

Für die Übung nimmst du dir ein größeres Handtuch oder eine Decke – je nach Größe deines Hundes. Dein Hund soll sich dann etwa mittig auf diese Decke stellen. Nun beginnst du leicht und langsam an unterschiedlichen Ecken der Decke oder des Handtuchs leicht zu ziehen. Dein Hund muss so den Belastungsschwerpunkt von einem Lauf auf den anderen geben und sich ausbalancieren. Zusätzlich nimmt er so seinen Körper gesamthaft wahr. Die Übung ist für deinen Hund anstrengender, als es auf den ersten Blick aussehen mag. Starte mit einer Einheit von 20-30 Sekunden und steigere die Einheiten dann langsam.

M1 – Pfote geben

Wirkung

Das Pfote geben eignet sich, um die Beweglichkeit des Ellbogens zu fördern. Auch die Muskulatur des gesamten Vorderlaufes wird trainiert. Zusätzlich förderst du die Koordination deines Hundes, da er beim wechselweisen Pfote geben sein Gleichgewicht verlagern muss. Hundefitness

Wann nicht

Schmerzen im Vorderlauf, bei versteiften Ellbogengelenken

So geht´s

Dein Hund sollte sich zunächst in der Grundposition Sitz befinden. Wenn dein Hund den Trick Pfote geben bereits kennt, lässt du dir nun abwechseln beide Vorderpfoten in verschiedenen Höhen geben.

Kennt dein Hund den Trick noch nicht, kannst du die Übung folgendermaßen aufbauen:

Dein Hund befindet sich in der Anfangsposition Sitz. Nehme nun ein Leckerli in eine Hand und halte sie in Höhe der Handgelenke deines Hundes vor ihn. Dein Hund wird nun Interesse an deiner Hand und dem versteckten Leckerli zeigen. Versucht er, es mit der Nase zu erlangen, ignorierst du dies. Wenn dein Hund mit der Pfote deine Hand berührt, lobst du ihn (oder clickst das Verhalten) und gibst ihm das Leckerli.

Das wiederholst du, bis dein Hund eine Pfote sicher hebt. Im nächsten Schritt motivierst du ihn, seine Pfoten abwechselnd zu geben, indem du deine Hand vor seinen jeweiligen Lauf hältst. Funktioniert auch das, bietest du ihm nicht mehr die geschlossene Hand mit dem Leckerli, sondern deine offene flache Hand, in die er seinen Vorderlauf legt. Du kannst die Übung nun auch mit einem Wortsignal verbinden. Er sollte die Position der gehobenen Pfote 2-4 Sekunden halten.

M3 – Steh Sitz Transfer

Wirkung

Der Steh Sitz Transfer ist ein sehr effektives Kraft- und Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe deines Hundes. Zudem wird die Muskulatur des unteren Rückens trainiert.

Wann nicht

Schmerzen oder Instabilität des Hinterlaufs, versteifte Gelenke oder Versteifung des unteren Rückens

So geht´s

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Sitz und du stehst vor deinem Hund – mit dem Blick zueinander. Dein Hund sollte möglichst gerade sitzen und nicht auf die Seite rutschen oder einen Lauf bequem abwinkeln. Ziel ist eine möglichst hohe Körperspannung.

Gebe deinem Hund nun das Signal vom Sitz ins Steh zu wechseln. In dieser Bewegung sollte er den Schwung möglichst aus den Hinterläufen nehmen und sich nicht über die Vorderläufe nach oben ziehen. Unterstützen kannst du die Bewegung deines Hundes damit, dass du selbst eine kleine Bewegung nach hinten machst und ihn mit einem Leckerli lockst. Achte darauf, dass der Abstand zwischen dir und deinem Hund nicht zu groß ist, sonst motiviert ihn das im Umkehrschluss eine deutliche Vorwärtsbewegung zu machen. In der Position Steh belohnst du dann deinen Hund. Du kannst ihn aus dieser Position nun wieder ins Sitz bringen für die nächste Wiederholung der Übung.

So ist sichergestellt, dass wir gezielt die Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens trainieren und eine physiologische Belastung des Hundekörpers trainieren.

Ein sauberer Wechsel vom Sitz ins Steh und umgekehrt ist für die meisten Hunde schwieriger als wir denken. Gebe deinem Hund daher die Möglichkeit seine Bewegungsabläufe im Verlauf des Trainings zu verbessern. Kontinuierliche Wiederholungen schulen das Bewusstsein für korrekte Bewegungsabläufe.

Extratipp: es hilft vielen Hunden sehr, wenn sie die Übung auf einer fest umrissenen, leicht erhöhten Fläche durchführen, wie z.B. einem Target oder einem Stepper.

M9 – Mikado – Cavaletti Training

Wirkung

Beim Cavalettitraining Mikado werden die Gelenkbeweglichkeit und die Muskulatur aller vier Läufe trainiert. Mittels langsamer, bewusster Bewegungen werden ein gesunder Bewegungsablauf, Balance und Koordination des gesamten Hundekörpers gefördert.

Wann nicht

Bei versteiften Gelenken

Equipment

4–7 Hindernisse wie Äste, Stangen, Besenstiele

So geht´s

Dein Hund sollte für die Mikado Variante, die Basisvariante des Cavalettitrainings sicher beherrschen.

Für die Mikado Variante nimmst du 4-7 Hindernisse wie Cavaletti Stangen, Besenstiele oder Äste und ordnest diese wie ein Mikado Spiel an. Die Stangen liegen also in unterschiedlichen Abständen und Höhen und auf relativ engem Raum. Aufgabe ist nun, dass dein Hund langsam und bewusst Pfote für Pfote über die Stangen klettert

M15 – Pfoten anheben

Wirkung

Die Übung ist ein effektives Muskeltraining, ohne dass eine aktive Gelenkbewegung nötig ist. Daher spricht man von einer isometrischen Übung (Muskelstärkung ohne aktive Bewegung des Gelenks). Zusätzlich trainierst du das Körpergefühl, die Koordination und die Balance deines Hundes.

Wann nicht

Keine Einschränkung

So geht´s

Dein Hund ist in der Ausgangsposition Steh. Du hockst zunächst vor oder neben ihm. Greife nun einen Vorderlauf (oberhalb der Pfote) und hebe ihn für die im Trainingsplan angegebene Zeit an. Setze die Pfote ab, greife den anderen Vorderlauf und hebe das Bein ebenfalls leicht an und halte die Position. Hundefitness

Hocke dich nun hinter deinen stehenden Hund. Hebe den einen Hinterlauf – ebenfalls oberhalb der Pfote – an und beuge den Lauf leicht, so wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Halte die Pfote für die im Trainingsplan angegebene Dauer.

Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.

Beim Anheben des Laufs kräftigst du durch die Gewichtsverlagerung die Muskulatur der übrigen drei Läufe und dein Hund muss die Verlagerung des Körperschwerpunktes ausgleichen.

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Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude beim Training!

Alles Liebe, deine Tina

Verwaltet von Viethback IT - Sebastian Vieth mit freundlicher Unterstützung von Pro Concept Store