Wenn ich Hundehalter frage, ob sie Quarkwickel kennen, sagen die Meisten „Ja klar“. In der Regel haben sie aber nicht darüber nachgedacht, dass sie auch ihrem Hund damit etwas Gutes tun können. Dabei liegen die einfachsten Dinge meistens so nah. Ich liebe diese althergebrachten und in ihrer Wirkung erprobten „Hausmittel“, die von Generation zu Generation weitergetragen werden.

Das Beste daran ist, dass sie meistens sehr einfach anzuwenden sind und man alles im Haus hat, was dafür benötigt wirkt. Deshalb möchte ich dir heute den Quarkwickel empfehlen, den ich schon vielen Hundehaltern ans Herz gelegt habe. Der Quarkwickel ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Am effizientesten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung/Reizung. Ich setze ihn gern ein, wenn Hunde z.B. unter Bänderrissen leiden, bei einer Verstauchung, aber auch wenn der Rücken mal wieder akut wehtut aufgrund eines Spondyloseschubs. Quarkwickel beim Hund

Wie wirkt der Quarkwickel beim Hund?

Allgemein wird durch Kälte die Geschwindigkeit der Nervenfasern herabgesetzt, die den Schmerz leiten. Daher wirkt Kälte schmerzlindernd, vor allem bei akuten Schmerzen. Zusätzlich sorgt Kälte dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen. Damit wird die Durchblutung gebremst und der Zellstoffwechsel reduziert. Somit wirkt sie entzündungshemmend und abschwellend.

Quark selbst zeichnet noch eine Besonderheit aus:

Einer der Hauptbestandteile von Quark ist Kasein. Wenn Kasein über die Haut einwirkt, wirkt es entzündungshemmend. Dadurch das Quark einen sehr hohen Flüssigkeitsgehalt hat, verdunstet diese und erzeugt so eine angenehm kühlende Verdunstungskälte.

Wann hilft ein Quarkwickel deinem Hund?

Wie macht man ihn richtig?

Es geht wirklich sehr einfach. Nehme den Quark am Besten einige Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank, damit er nicht zu kalt ist. Streiche den Quark ca. 0,5 cm auf ein Leinentuch und schlage es wie ein flaches Päckchen zusammen. Lege das Päckchen auf die Stelle auf, die du behandeln möchtest. Lasse den Wickel 10-15 Minuten aufliegen. Wenn er Quark warm und bröselig wird, solltest du den Wickel runternehmen. Auch wenn der Quark keinen direkten Hautkontakt hat, entfaltet er seine volle Wirkung.

TIPP: Da der Quark die entzündlichen Stoffe aufnimmt, ist es wichtig, dass dein Hund den Quark nach der Anwendung nicht ableckt. Wenn dein Hund gerne Quark nascht, dann lasse ihm einen Löffel übrig, den er naschen kann.

Wann ist der Quarkwickel tabu? Quarkwickel beim Hund

Es gibt auch Erkrankungen, bei denen du auf die Anwendung eines Quarkwickels verzichten solltest. Dazu gehören:

  • Offene Wunden
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • Schwere Herzerkrankungen
  • Arterielle Durchblutungsstörungen
  • Karzinom
  • Überempfindlichkeit gegen Kälte
Bitte bleibe während der Anwendung bei deinem Hund

Wenn du deinen Hund behandelst, solltest du grundsätzlich an seiner Seite sein. Auch wenn du einen Quarwickel anwendest, solltest du ihn immer unter Beobachtung halten und schauen, ob er sich wohl fühlt. Auch wenn es unwahrscheinlich ist: Für den Fall, dass er in irgendeiner Form auf den Quark überreagiert, solltest du sofort reagieren können. Dein Hund muss jederzeit die Chance haben zu entweichen, wenn die Kälte unangenehm ist. Befestige den Wickel also bitte nicht auf ihm. Kontrolliere bitte auch in regelmäßigen Abständen die Stelle, die du mit dem Quarkwickel behandelst.

Wie oft kann man den Quarkwickel anwenden?

Nach Bedarf kannst du die Anwendungen beliebig oft wiederholen. Im Akutfall ohne Bedenken auch mehrmals täglich.

Alles Liebe, deine Tina

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