Doggy Fitness https://doggy-fitness.de Bewegungs- und Fitnesstraining für Hunde Wed, 02 Sep 2020 14:47:37 +0000 de-DE hourly 1 https://doggy-fitness.de/wp-content/uploads/cropped-doggy_oben_200x200-1-32x32.png Doggy Fitness https://doggy-fitness.de 32 32 HAPPYFIT 2.0 Hundefitness – gratis 6 Tage-Trainingsplan und Übungsanleitungen für deinen Hund! https://doggy-fitness.de/hundefitness/ https://doggy-fitness.de/hundefitness/#respond Wed, 02 Sep 2020 14:47:37 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=32191 Das Thema Hundefitness und Bewegungstraining wird bei Hundehaltern immer beliebter. Ich begeistere mich schon seit einigen Jahren damit und für mich ist es mein absoluter Schwerpunkt in meiner Arbeit mit Hunden geworden. Es fasziniert mich immer wieder, wie man schon mit wenigen, einfachen Übungen die Gesundheit und Basisfitness des Hundes stärken kann. Hundefitness – ist das […]

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Das Thema Hundefitness und Bewegungstraining wird bei Hundehaltern immer beliebter. Ich begeistere mich schon seit einigen Jahren damit und für mich ist es mein absoluter Schwerpunkt in meiner Arbeit mit Hunden geworden. Es fasziniert mich immer wieder, wie man schon mit wenigen, einfachen Übungen die Gesundheit und Basisfitness des Hundes stärken kann.

Hundefitness – ist das was für meinen Hund?!

Auf jeden Fall! Hundefitness ist nicht nur ein Thema für gesunde Hunde. Man kann es perfekt für wirklich jeden Hund nutzen. Ganz gleich ob präventiv zur Förderung der allgemeinen Fitness beim gesunden Hund oder Sporthund, für ältere Hunde, um die Mobilität wieder zu fördern, bei Vierbeinern mit Gelenkproblemen oder für junge Hunde, um ihnen von Beginn an ein gutes Körpergefühl zu geben.

Ich freue mich über jeden einzelnen Hundehalter, den ich für das Thema Bewegungstraining oder auch Fitnesstraining begeistern kann. Das Tolle ist nämlich, dass du es nach entsprechender Instruktion durch eine Fachfrau/einen Fachmann auch regelmäßig selbst mit deinem Hund machen kannst.

Hierbei ist es zum einen wichtig, dass du genau weißt, wie du die Übungen durchführst, aber auch welche Übungen für die körperlichen Bedürfnisse deines Hundes passend sind. Zusätzlich solltest du nicht willkürlich trainieren, sondern einen passenden Trainingsplan haben, in dem Übungen sinnvoll miteinander kombiniert werden und auch eine passende Anzahl an Wiederholungen für jede Übung definiert werden. Du brauchst also Struktur.

Möchtest du auch gerne einen Einstieg in das Thema finden und bist noch nicht sicher, ob dein Hund mitmacht und Spaß daran hat? Hundefitness

Ich finde es toll, dass du offen für das Thema bist! Damit du einen ersten Einblick in das Thema bekommst, stelle ich dir hier einige Übungen aus dem Hundefitness Training vor. Diese Übungen sind für jeden Hund geeignet und du kannst sie leicht nachmachen. Damit du auch eine entsprechende Struktur für dein Training hast, kannst du dir kostenfrei noch den passenden 6 Tage HAPPYFIT Trainingsplan herunterladen! HIER HAPPYFIT TRAININGSPLAN HERUNTERLADEN.

Mit diesen Übungen gewähre ich dir gleichzeitig einen kleinen Einblick in meine Online Kurse zum Fitness- und Bewegungstraining für Hunde, die du zu verschiedenen Themen auf Doggy Fitness findest. Wenn du Freude am Training gefunden hast und weitermachen möchtest, aber noch unsicher bist, welcher Kurs für deinen Hund passt, melde dich jederzeit gern bei mir und wir können uns austauschen: tina@doggy-fitness.de . Hundefitness

Einige wichtige Punkte zum Training:

  • Du benötigst kein Equipment, sondern kannst Dinge aus deinem Haushalt nutzen
  • Achte immer auf einen rutschfesten Untergrund, damit dein Hund stabil steht
  • Berücksichtige immer die Tagesform deines Hundes. Wie wir Menschen sind unsere Hunde nicht immer gleich gut drauf
  • Arbeite immer positiv mit deinem Hund. Bestrafung ist tabu. Zwinge deinen Hund auch nicht, wenn er ausweicht!
  • Halte dich bitte an die im Trainingsplan angegebene Anzahl von Wiederholungen – mehr hilft nicht mehr
  • Was für dich so einfach aussieht, ist für deinen Hund durchaus anstrengend – Leistungsdruck ist tabu. Es geht um bewusstes Bewegungstraining, im Sinne der Gesundheit

HAPPYFIT 2.0 – deine Übungsanleitungen

K2 – Slalomlaufen durch die Beine Hundefitness

Wirkung

Beim Slalomlaufen durch die Beine werden eine gleichmäßige Belastung aller vier Läufe, ein gesunder Bewegungsablauf sowie Balance und Koordination trainiert. Gleichzeitig wird die Beugung der Wirbelsäule intensiviert und die Muskulatur des Rückens und der Läufe gestärkt.

Wann nicht

Instabilität oder Schmerzen in der Wirbelsäule

So geht´s

Für das Achtenlaufen durch die Beine stellst du dich mit gegrätschten Beinen hin und lockst deinen Hund mit einem Leckerli zwischen deinen Beinen hindurch und außen um deine Beine herum. Dies solltest du in beide Richtungen durchführen, damit dein Hund seine Wirbelsäule in beide Richtungen stretcht. Hat dein Hund verstanden, was er machen soll, lässt du das Leckerli weg und lockst deinen Hund mit der Handbewegung und kannst auch ein  Wortsignal ergänzen. Belohne deinen Hund dann immer, wenn er eine ganze Acht gelaufen ist, damit der Bewegungsablauf möglichst flüssig ist.

K4 – Balance Training auf der Decke

Wirkung

Das Balance Training fördert gezielt die Koordination, das Gleichgewicht und ein gutes Körpergefühl deines Hundes. Zugleich wird mit der Übung das Vertrauen in seinen Körper und die gesamte Muskulatur gestärkt.

Equipment

Decke oder großes Handtuch

So geht´s

Für die Übung nimmst du dir ein größeres Handtuch oder eine Decke – je nach Größe deines Hundes. Dein Hund soll sich dann etwa mittig auf diese Decke stellen. Nun beginnst du leicht und langsam an unterschiedlichen Ecken der Decke oder des Handtuchs leicht zu ziehen. Dein Hund muss so den Belastungsschwerpunkt von einem Lauf auf den anderen geben und sich ausbalancieren. Zusätzlich nimmt er so seinen Körper gesamthaft wahr. Die Übung ist für deinen Hund anstrengender, als es auf den ersten Blick aussehen mag. Starte mit einer Einheit von 20-30 Sekunden und steigere die Einheiten dann langsam.

M1 – Pfote geben

Wirkung

Das Pfote geben eignet sich, um die Beweglichkeit des Ellbogens zu fördern. Auch die Muskulatur des gesamten Vorderlaufes wird trainiert. Zusätzlich förderst du die Koordination deines Hundes, da er beim wechselweisen Pfote geben sein Gleichgewicht verlagern muss. Hundefitness

Wann nicht

Schmerzen im Vorderlauf, bei versteiften Ellbogengelenken

So geht´s

Dein Hund sollte sich zunächst in der Grundposition Sitz befinden. Wenn dein Hund den Trick Pfote geben bereits kennt, lässt du dir nun abwechseln beide Vorderpfoten in verschiedenen Höhen geben.

Kennt dein Hund den Trick noch nicht, kannst du die Übung folgendermaßen aufbauen:

Dein Hund befindet sich in der Anfangsposition Sitz. Nehme nun ein Leckerli in eine Hand und halte sie in Höhe der Handgelenke deines Hundes vor ihn. Dein Hund wird nun Interesse an deiner Hand und dem versteckten Leckerli zeigen. Versucht er, es mit der Nase zu erlangen, ignorierst du dies. Wenn dein Hund mit der Pfote deine Hand berührt, lobst du ihn (oder clickst das Verhalten) und gibst ihm das Leckerli.

Das wiederholst du, bis dein Hund eine Pfote sicher hebt. Im nächsten Schritt motivierst du ihn, seine Pfoten abwechselnd zu geben, indem du deine Hand vor seinen jeweiligen Lauf hältst. Funktioniert auch das, bietest du ihm nicht mehr die geschlossene Hand mit dem Leckerli, sondern deine offene flache Hand, in die er seinen Vorderlauf legt. Du kannst die Übung nun auch mit einem Wortsignal verbinden. Er sollte die Position der gehobenen Pfote 2-4 Sekunden halten.

M3 – Steh Sitz Transfer

Wirkung

Der Steh Sitz Transfer ist ein sehr effektives Kraft- und Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe deines Hundes. Zudem wird die Muskulatur des unteren Rückens trainiert.

Wann nicht

Schmerzen oder Instabilität des Hinterlaufs, versteifte Gelenke oder Versteifung des unteren Rückens

So geht´s

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Sitz und du stehst vor deinem Hund – mit dem Blick zueinander. Dein Hund sollte möglichst gerade sitzen und nicht auf die Seite rutschen oder einen Lauf bequem abwinkeln. Ziel ist eine möglichst hohe Körperspannung.

Gebe deinem Hund nun das Signal vom Sitz ins Steh zu wechseln. In dieser Bewegung sollte er den Schwung möglichst aus den Hinterläufen nehmen und sich nicht über die Vorderläufe nach oben ziehen. Unterstützen kannst du die Bewegung deines Hundes damit, dass du selbst eine kleine Bewegung nach hinten machst und ihn mit einem Leckerli lockst. Achte darauf, dass der Abstand zwischen dir und deinem Hund nicht zu groß ist, sonst motiviert ihn das im Umkehrschluss eine deutliche Vorwärtsbewegung zu machen. In der Position Steh belohnst du dann deinen Hund. Du kannst ihn aus dieser Position nun wieder ins Sitz bringen für die nächste Wiederholung der Übung.

So ist sichergestellt, dass wir gezielt die Muskulatur der Hinterläufe und des unteren Rückens trainieren und eine physiologische Belastung des Hundekörpers trainieren.

Ein sauberer Wechsel vom Sitz ins Steh und umgekehrt ist für die meisten Hunde schwieriger als wir denken. Gebe deinem Hund daher die Möglichkeit seine Bewegungsabläufe im Verlauf des Trainings zu verbessern. Kontinuierliche Wiederholungen schulen das Bewusstsein für korrekte Bewegungsabläufe.

Extratipp: es hilft vielen Hunden sehr, wenn sie die Übung auf einer fest umrissenen, leicht erhöhten Fläche durchführen, wie z.B. einem Target oder einem Stepper.

M9 – Mikado – Cavaletti Training

Wirkung

Beim Cavalettitraining Mikado werden die Gelenkbeweglichkeit und die Muskulatur aller vier Läufe trainiert. Mittels langsamer, bewusster Bewegungen werden ein gesunder Bewegungsablauf, Balance und Koordination des gesamten Hundekörpers gefördert.

Wann nicht

Bei versteiften Gelenken

Equipment

4–7 Hindernisse wie Äste, Stangen, Besenstiele

So geht´s

Dein Hund sollte für die Mikado Variante, die Basisvariante des Cavalettitrainings sicher beherrschen.

Für die Mikado Variante nimmst du 4-7 Hindernisse wie Cavaletti Stangen, Besenstiele oder Äste und ordnest diese wie ein Mikado Spiel an. Die Stangen liegen also in unterschiedlichen Abständen und Höhen und auf relativ engem Raum. Aufgabe ist nun, dass dein Hund langsam und bewusst Pfote für Pfote über die Stangen klettert

M15 – Pfoten anheben

Wirkung

Die Übung ist ein effektives Muskeltraining, ohne dass eine aktive Gelenkbewegung nötig ist. Daher spricht man von einer isometrischen Übung (Muskelstärkung ohne aktive Bewegung des Gelenks). Zusätzlich trainierst du das Körpergefühl, die Koordination und die Balance deines Hundes.

Wann nicht

Keine Einschränkung

So geht´s

Dein Hund ist in der Ausgangsposition Steh. Du hockst zunächst vor oder neben ihm. Greife nun einen Vorderlauf (oberhalb der Pfote) und hebe ihn für die im Trainingsplan angegebene Zeit an. Setze die Pfote ab, greife den anderen Vorderlauf und hebe das Bein ebenfalls leicht an und halte die Position. Hundefitness

Hocke dich nun hinter deinen stehenden Hund. Hebe den einen Hinterlauf – ebenfalls oberhalb der Pfote – an und beuge den Lauf leicht, so wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Halte die Pfote für die im Trainingsplan angegebene Dauer.

Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.

Beim Anheben des Laufs kräftigst du durch die Gewichtsverlagerung die Muskulatur der übrigen drei Läufe und dein Hund muss die Verlagerung des Körperschwerpunktes ausgleichen.

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Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude beim Training!

Alles Liebe, deine Tina

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So kannst du als Hundehalter deinen Hund nach einem Bänderriss gezielt unterstützen! https://doggy-fitness.de/behandlung-baenderriss-hund/ https://doggy-fitness.de/behandlung-baenderriss-hund/#comments Tue, 18 Aug 2020 14:35:07 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=32184 Wenn ein Hund einen Bänderriss erleidet, stellt sich oft die Frage, was man als Hundehalter aktiv tun kann, um den Heilungsprozess des Hundes zu unterstützen. Es gibt eine Vielzahl an unterstützende Maßnahmen und Übungen, die du selbst (nach entsprechender Anleitung) anwenden kann. Wichtig hierbei ist immer: diese Maßnahmen ersetzen keine Behandlung durch einen Tierarzt, sondern […]

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Wenn ein Hund einen Bänderriss erleidet, stellt sich oft die Frage, was man als Hundehalter aktiv tun kann, um den Heilungsprozess des Hundes zu unterstützen. Es gibt eine Vielzahl an unterstützende Maßnahmen und Übungen, die du selbst (nach entsprechender Anleitung) anwenden kann. Wichtig hierbei ist immer: diese Maßnahmen ersetzen keine Behandlung durch einen Tierarzt, sondern sind als begleitende Unterstützung gedacht. Gerne stelle ich dir im Folgenden einige flankierende Maßnahmen vor. Bänderriss Hund

Kühlen ist wichtig – Quarkwickel Bänderriss Hund

Der Quarkwickel ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Am effizientesten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung/Reizung

Wie wirkt der Quarkwickel?

Allgemein wird durch Kälte die Geschwindigkeit der Nervenfasern herabgesetzt, die den Schmerz leiten. Daher wirkt Kälte schmerzlindernd, vor allem bei akuten Schmerzen. Zusätzlich sorgt Kälte dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen. Damit wird die Durchblutung gebremst und der Zellstoffwechsel reduziert. Somit wirkt sie entzündungshemmend und abschwellend.

Quark selbst zeichnet noch eine Besonderheit aus:

Einer der Hauptbestandteile von Quark ist Kasein. Wenn Kasein über die Haut einwirkt, wirkt es entzündungshemmend. Dadurch das Quark einen sehr hohen Flüssigkeitsgehalt hat, verdunstet diese und erzeugt so eine angenehm kühlende Verdunstungskälte.

Wie macht man ihn richtig? Bänderriss Hund

Nehme den Quark am Besten einige Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank, damit er nicht zu kalt ist. Streiche den Quark ca. 0,5 cm auf ein Leinentuch und schlage es wie ein flaches Päckchen zusammen. Lege das Päckchen auf die Stelle auf, die du behandeln möchtest. Bänderriss Hund

Lasse den Wickel 10-15 Minuten aufliegen. Wenn er Quark warm und bröselig wird, solltest du den Wickel runternehmen. Auch wenn der Quark keinen direkten Hautkontakt hat, entfaltet er seine volle Wirkung.

TIPP:

Da der Quark die entzündlichen Stoffe aufnimmt, ist es wichtig, dass dein Hund den Quark nach der Anwendung nicht ableckt.

Wann ist der Quarkwickel tabu?

  • Offene Wunden
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • Schwere Herzerkrankungen
  • Arterielle Durchblutungsstörungen
  • Karzinom
  • Überempfindlichkeit gegen Kälte

Bitte beachten!

Halte deinen Hund während der Anwendung unter Beobachtung, um Verbrennungen und Überreaktionen zu vermeiden. Er muss jederzeit die Chance haben zu entweichen, wenn die Kälte unangenehm ist. Kontrolliere bitte auch in regelmäßigen Abständen die Stelle, die du mit dem Quarkwickel behandelst. Bänderriss Hund

Wie oft?

Nach Bedarf kannst du die Anwendungen beliebig oft wiederholen.

Vertrauen in den betroffenen Lauf stärken mittels Koordinations- & Propriozeptionstraining

Übung: Laufen über verschiedene Untergründe

Wirkung

Das propriozeptive Training stärkt die Eigenwahrnehmung des Körpers und seiner Position im Raum, sowie die Position der einzelnen Körperteile im Raum. Das stärkt das Körpergefühl und fördert zusätzlich eine gute Koordination und Balance.

So geht´s

Ziel der Übung ist es, dass dein Hund bewusst auf die unterschiedlichen Materialien tritt, langsam darüber läuft und die unterschiedlichen Materialen bewusst erlebt. Je nachdem ob du drinnen oder draußen trainierst, kannst du verschiedenste und immer wieder auch wechselnde Materialien nutzen, damit sich bei deinem Hund kein Gewohnheitseffekt einstellt.

Ideen für verwendete Materialien:

Drinnen:

  • Noppenfolie
  • Balancekissen
  • Eine Schale mit Bällen
  • Schale mit Korken
  • Behälter mit Papierkugeln
  • Folie
  • Fussmatte/Kokosmatte
  • Kissen
  • Handtuch
  • Yogamatte

Draußen:

  • Sand
  • Umgepflügtes Feld
  • Waldboden
  • Kies
  • Schotter
  • Tannenzapfen, Eicheln, etc.
  • Pfütze
  • Hohes Gras
  • Wurzeln
  • Laub
  • Steine

Bei der Auswahl der Materialien solltest du immer darauf achten, dass dein Hund sich nicht verletzen kann und dass sie der Körpergröße deines Hundes angemessen sind. Die Aufgabe ist, dass dein Hund langsam und sehr bewusst über die Materialien läuft. Versuche ihn möglichst zwischen unterschiedlichen zu belohnen und nicht, wenn er sich darauf befindet. Sonst ist er abgelenkt und es ist vorbei mit der Konzentration.

Tipp: Wenn dein Hund eher hektisch unterwegs ist, dann führe ihn an der Leine oder lege einzelne Leckerlis zwischen die Materialien. Bänderriss Hund

Bei der Übung wird gleichzeitig das Zusammenspiel zwischen Muskeln, Sehnen, Bändern und Nervensystem verbessert.

Förderung der Beweglichkeit und Stärkung der Muskulatur durch Bewegungstraining

Die vorgestellte Übung des propriozeptiven Trainings ist natürlich nur eine von vielen verschiedenen möglichen Übungen. Welche Bewegungsübungen sonst noch genutzt werden, hängt individuell vom Gesundungszustand des Hundes ab und auf vom betroffenen Gelenk. Je nachdem, ob der Hund operativ behandelt wurde – und mit welcher Methode, oder eine konservative Behandlung erfolgte, sollte man in Absprache mit der/dem behandelnden Hundephysiotherapeutin/ten Bewegungsübungen definieren. Hierbei ist es nicht entscheidend, dass die Übungen möglichst komplex sind, sondern das der Hund sie gut absolvieren kann und gesunde Bewegungsabläufe und Alltagsbewegungen gefördert werden. Mit einem simplen Steh Sitz Transfer, Steh Platz Transfer oder auch dem Pfote geben, kann man schon sehr gezielt und erfolgreich trainieren.

Hilfe aus der Natur mittels Nahrungsergänzungsmitteln

Es gibt eine große Vielfalt an Nahrungsergänzungsmitteln, die gezielt die Gelenke des Hundes nähren und stärken. Bei Bandverletzungen empfehlen sich beispielsweise Kollagenpeptide. Aber auch Grünlippmuschelextrakt, Chondroitin und Glucosam leisten gute Dienste.

Bänderriss beim Hund – richtig behandelt kann er ohne bleibende Schäden abheilen

Grundsätzlich ist ein Bänderriss eine Verletzung, die sehr individuell betrachtet und behandelt werden muss. Dennoch gibt es eine Reihe hilfreicher Maßnahmen, die du als Hundehalter anwenden kannst, um die Heilung zu fördern. Ein Bänderriss ist gut behandelbar. Wichtig ist, den Hund entsprechend der Empfehlung der behandelnden Ärzte und Therapeuten zu schonen und ihm Zeit für seine Gesundung zu geben. Bänderriss Hund

Alles Liebe, Tina

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Bänderriss beim Hund – Ursachen, Symptome, Diagnose & Behandlung https://doggy-fitness.de/baenderriss-beim-hund/ https://doggy-fitness.de/baenderriss-beim-hund/#respond Tue, 11 Aug 2020 11:24:33 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=32168 Der Bänderriss beim Hund ist eine der häufigsten Verletzungen im Hundesport. Der Hundekörper verfügt über eine Vielzahl von Bändern, die Gelenken Stabilität geben und unter Belastung oder durch ein Trauma beschädigt werden können. Bei Bandverletzungen gibt es drei verschiedene Schweregrade: Bandverletzung Grad eins: Bänderdehnung (einzelne Fasern des Bandes sind überdehnt) Grad zwei einer Bandverletzung : […]

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Der Bänderriss beim Hund ist eine der häufigsten Verletzungen im Hundesport. Der Hundekörper verfügt über eine Vielzahl von Bändern, die Gelenken Stabilität geben und unter Belastung oder durch ein Trauma beschädigt werden können.

Bei Bandverletzungen gibt es drei verschiedene Schweregrade:

  • Bandverletzung Grad eins: Bänderdehnung (einzelne Fasern des Bandes sind überdehnt)
  • Grad zwei einer Bandverletzung : Bänderanriss (nur Teile der Bandfasern sind gerissen)
  • Schweregrad drei: Bänderriss (kompletter Riss der Bandfasern)

Bei einer sehr schweren Bandruptur ist es möglich, dass ein Knochenfragment mit abgerissen wird. Zudem werden auch häufig die Gelenkkapsel beschädigt oder die Syndesmose reißt. Therapie und Heilungsdauer sind immer auch von der Schwere der Verletzung abhängig.

Welche Ursachen kann ein Bänderriss haben? Bänderriss beim Hund

Neben dem Verschleiß eines Bandes kann auch ein starkes Trauma, wie ein Sturz oder eine Verdrehung eines Gelenkes oder z.B. eine Luxation für einen Bänderriss verantwortlich sein.
Das passiert vor allem bei Sportarten, die enge Wendungen, kurze Stopps und Drehbewegungen beinhalten.

Bänderriss – die typischen Symptome

Vor allem ein plötzlich einsetzender und sehr starker Schmerz ist ein wesentliches Symptom eines Bänderrisses. Hinzu können folgende Anzeichen kommen:

  • Druck- und Belastungsschmerz
  • starke Schwellung
  • Bluterguss (Hämatom)
  • Entzündung
  • Rötung

Zudem ist ein Bänderriss mit einem großen Instabilitätsgefühl im Gelenk verbunden.

Im ersten Schritt gilt die sogenannte PECH-Regel bei einem Verdacht auf einen Bänderriss:

P: Pausieren

E: Eis (Eisbeutel oder Kühlpad immer mit einem Tuch auf die Haut auflegen – sonst Erfrierungsgefahr)

C: Kompressionsverband (englisch: „compression“)

H: Hochlagerung

Die Diagnose

  • klinische Untersuchung durch den Arzt
  • Röntgenaufnahmen
  • Kernspintomografie (MRT)
  • Computertomographie
  • Ultraschall

Auf einem Röntgenbild lassen sich zwar knöcherne Strukturen darstellen, aber Sehnen und Bänder sind nicht sichtbar. Im ersten Schritt wird dennoch meist eine Röntgenaufnahme gemacht, um knöcherne Verletzungen auszuschließen. Darüber hinaus können Röntgenbilder auch einen Hinweis auf weitere Verletzungen des Bandapparats liefern. Ist zum Beispiel der Abstand zwischen Schien- und Wadenbeinknochen zu groß, deutet dies auf einen Riss der Syndesmose (Verbindungsband zwischen Schien- und Wadenbein) hin. Weiterführend werden dann oft noch Untersuchungen mittels Ultraschall, MRT oder CT durchgeführt.

Die Behandlung eines Bänderrisses

In vielen Fällen ist bei einem Bänderriss eine konservative Behandlung ausreichend – also eine Behandlung ohne operativen Eingriff. Bei Sporthunden wird allerdings noch häufig operativ eingegriffen. Genauso bei Patienten, bei denen die Syndesmose verletzt ist oder knöcherne Teile betroffen sind.

Der Gesundungsprozess nach einem Bänderriss beim Hund

Sowohl mit als auch ohne OP ist im ersten Schritt Ruhe unverzichtbar. Das bedeutet, dass der vierbeinige Patient maximal ruhig gehalten werden sollte. Zunächst sind nur „5-Minuten-Pipirunden“ an der Leine und im Schritttempo indiziert. Dauer und Intensität der Belastung sind dann entsprechend des individuellen Heilungsverlaufes des Hundes zu gestalten. Das Bein darf benutzt werden, es sollten aber rutschige Böden, Treppen und jegliche Art von Sprüngen und unkontrollierten Bewegungen vermieden werden.

Die Aktivität kann langsam und kontrolliert über die nächsten 6 Wochen gesteigert werden. Ein realistisches Ziel sind 3x täglich 20-30 Minuten Spaziergänge an der Leine nach 6 Wochen. Mit physiotherapeutischen Maßnahmen sollte man zeitnah beginnen.

Kann man einem Bänderriss im Sport vorbeugen Bänderriss beim Hund

Durch gezielten Muskelaufbau können die von einem Riss gefährdeten Bänder gestärkt werden. Auch der richtige Untergrund ist wichtig. sollte man den Hund immer ausreichend aufwärmen.

Was sind mögliche Komplikationen?

In aller Regel verheilt ein Bänderriss gut und bleibt ohne dauerhafte Folgen. Wenn man allerdings zu früh mit der Belastung beginnt, kann es wesentlich länger dauern, bis die Bandverletzung abgeheilt ist.  Zudem kann es passieren, dass Bänder zu locker wieder zusammenwachsen. Dann spricht man von einer mechanischen Instabilität.

Alles Liebe, deine Tina

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Hundefitness-Training vs. Tricktraining – was sind die Unterschiede? https://doggy-fitness.de/hundefitness-training/ https://doggy-fitness.de/hundefitness-training/#respond Tue, 04 Aug 2020 17:16:21 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=32039 In letzter Zeit bin ich häufiger gefragt worden, wo der Unterschied zwischen Hundefitness–Training bzw. Bewegungstraining und dem Tricktraining ist. Grundsätzlich hat beides eigentlich nicht viel miteinander zu tun, bzw. Ziel und Fokus sind völlig unterschiedlich. Beim Tricktraining geht es vorrangig um “Spaß”, Hobby, Beschäftigung und Auslastung. Das soll nicht abwertend klingen – im Gegenteil – es […]

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In letzter Zeit bin ich häufiger gefragt worden, wo der Unterschied zwischen Hundefitness–Training bzw. Bewegungstraining und dem Tricktraining ist. Grundsätzlich hat beides eigentlich nicht viel miteinander zu tun, bzw. Ziel und Fokus sind völlig unterschiedlich. Beim Tricktraining geht es vorrangig um “Spaß”, Hobby, Beschäftigung und Auslastung. Das soll nicht abwertend klingen – im Gegenteil – es ist für die Hunde hochanspruchsvoll und beeindruckend, was viele Hunde lernen. Aber es geht eben um das Erlernen von Tricks. Beim Bewegungstraining geht es um das Erlernen bestimmter Bewegungen und im Fokus steht ausschließlich der gesundheitliche Aspekt.

Die Ziele des Bewegungstrainings Hundefitness-Training

Es geht um gesunde Bewegungen und Bewegungsabläufe, um ein gutes Körpergefühl, gleichmäßige Bemuskelung, Beweglichkeit und Koordination.

Wie erreicht man das?

Das setzt man im ersten Schritt mit ganz alltäglichen Bewegungsabläufen um. Denn schon da hapert es bei den meisten Vierbeinern – auch bei den gesunden Hunden. Viele Hunde haben keine gute Wahrnehmung ihres eigenen Körpers. Wenn wir hier mit hochkomplexen Bewegungen herangehen würden, würde das nur zu Anspannung führen, aber nicht zu einer besseren Wahrnehmung des eigenen Körpers und den eigenen Bewegungsabläufen. Es ist wichtig, dass Bewegungen vom Hund bewusst und gezielt durchführt werden. Dabei sind es auch oft kleine Bewegungen, die sehr punktuell sind.

Alltagsbewegungen wie korrektes Sitzen, Stehen und auch Liegen werden häufig vernachlässigt Hundefitness-Training

Ich habe bereits in einem anderen Artikel darüber geschrieben, dass viele Hunde nicht „korrekt“ sitzen können. Das ist so ein Klassiker, genau wie das Stehen oder Liegen. Hast du schon einmal darauf geachtet, wie dein Hund sitzt? Man kann bei vielen Hunden beobachten, dass sie im Sitz oft mit dem Po auf die Seite rutschen, einen Lauf abwinkeln und wie ein Schluck Wasser in der Kurve sitzen. Das ist nicht nur bei älteren oder gelenkkranken Hunden so, sondern genauso bei gesunden Hunden und auch Sporthunden. Ist halt bequem. So wie wir als Teenager oft nicht gerade gesessen haben. Wenn ein Hund es lernt, Grundbewegungen bewusst und korrekt auszuführen und mit weiteren Bewegungsübungen, die alle langsam durchgeführt werden sollten, dann hat dies Einfluss auf seine gesamte Fortbewegung. Hundefitness-Training

Auch im Sport. Der Hund hat eine bessere Haltung, Körperspannung und ein besseres Körpergefühl. Das ermöglicht, dass er seinen Körper im Sport viel besser und gezielter einsetzen kann. In der Folge ist er leistungsfähiger aber auch das Verletzungsrisiko wird minimiert.

Ich habe viele Sporthunde und Sporthundehalter in meinen Kursen, die mich dann fragen, warum der Hund einen Steh Sitz Transfer als Übung machen soll – kann er doch alles schon. Aber wenn ich die Kursteilnehmer dann bitte, den Hund bei den Bewegungen zu filmen und wir das gemeinsam anschauen und analysieren, sieht man, wie viele Hunde hier noch viel Potenzial haben, ihre Bewegungsabläufe zu optimieren. Der Teufel steckt oft im Detail.  Über die Zeit hin zeigt sich dann auch, dann man plötzlich merkt, dass der Hund sich im Sport beginnt zu verändern und seinen Körper anders einsetzt.

Bei der Hundefitness geht es nicht um Entertainment

Unseren Hunden macht das Bewegungstraining Spaß. Ich habe in den letzten knapp drei Jahren eigentlich keinen Hund erlebt, der nicht mit Spaß bei der Sache war. Dabei muss ich ganz klar sagen,  dass es zwar wichtig für das Training ist, dass der Hund mit Freude mitmacht. Doch der Grund, weshalb wir mit ihm trainieren ist weder Entertainment noch darum, ihm „kreative“ Bewegungen beizubringen. Es geht vielmehr um das gezielte Fördern von optimalen Bewegungen, ganz gleich, ob ich die wiederherstellen möchte oder ob ich präventiv arbeite. Hundefitness-Training

Aber einige Übungen aus dem Tricktraining sind doch auch gut für die Fitness des Hundes, oder?

Ganz bestimmt sogar! Häufig wird die Beweglichkeit gefördert und auch die Balance. Doch das steht einfach beim Tricktraining nicht im Fokus. Demensprechend wird auch nicht auf bestimmte Trainingsmuster geachtet, die sich positiv auf die Fitness auswirken.

Das ist wichtig beim Hundefitness-Training

Beim Hundefitness – Training werden die Übungen nach Trainingseffekten gezielt ausgewählt und miteinander kombiniert. So wie es die Bedürfnisse des Hundes erfordern. Sprich berücksichtig wird immer: trainieren wir mit einem Sporthund, einem älteren Vierbeiner, mit einem, bei dem wir präventiv die Basisfitness fördern möchten, mit einem jungen Hund oder mit einem Hund der Gelenkerkrankungen hat. Trainiert werden sollte nach einem Trainingsplan, damit das Training auch einen roten Faden hat. Es geht um ein Ganzkörpertraining – das zwar je nachdem auch körperliche Schwerpunkte hat – aber grundsätzlich immer den gesamten Körper ins Training einbezieht. Zudem ist es auch wichtig, dass es immer eine gesunde Mischung aus Muskeltraining, Förderung der Beweglichkeit, Stretching, Koordination und Training des Körpergefühls ist. Auch die Kondition sollte berücksichtigt werden. So kann man in der Summe sagen, es macht die Kombination der Übungen, die auf die verschiedenen Körperbereiche abzielt, aber auch die verschiedenen Aspekte eines Fitnesstrainings. Das will alles sinnvoll abgestimmt sein. Diese Faktoren spielen beim Tricktraining ebenfalls keine übergeordnete Rolle.

Du siehst, Tricktraining und Hundefitness-Training liegen thematisch weit auseinander und haben einen ganz unterschiedlichen Fokus. Ich finde übrigens das Tricktraining eine ganz tolle Möglichkeit, um Hunde auszulasten – auch wenn sie schon älter sind oder Gelenkprobleme haben. Hundefitness-Training

Alles Liebe,

deine Tina

 

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Zerrung beim Hund – wie sie entsteht, was es bedeutet und wie man sie behandelt https://doggy-fitness.de/zerrung-beim-hund/ https://doggy-fitness.de/zerrung-beim-hund/#respond Thu, 16 Jul 2020 12:46:52 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=32005 Genau wie wir Menschen können sich auch Hunde eine Zerrung zuziehen. Vielleicht kennst du es, dass dein Hund gerade noch fröhlich und wild mit seinem Hundefreund gerannt ist und plötzlich humpelt und sein Bein nicht mehr belasten will? Eine Ursache hierfür kann eine Zerrung sein. Die ist auch für unsere Vierbeiner äußerst schmerzhaft. Da das […]

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Genau wie wir Menschen können sich auch Hunde eine Zerrung zuziehen. Vielleicht kennst du es, dass dein Hund gerade noch fröhlich und wild mit seinem Hundefreund gerannt ist und plötzlich humpelt und sein Bein nicht mehr belasten will? Eine Ursache hierfür kann eine Zerrung sein. Die ist auch für unsere Vierbeiner äußerst schmerzhaft. Da das Schmerzempfinden unserer Hunde dem menschlichen extrem ähnlich ist, kann man gut nachvollziehen, wie weh eine Zerrung unseren Hunden tut.

Was passiert bei einer Zerrung?

Bei einer Zerrung – auch Distension genannt – kommt es zu einer Verletzung von Muskeln, Sehnen oder Bändern. Dies passiert durch eine ruckartige Kontraktion, ein Trauma, eine plötzliche Überbelastung oder eine unphysiologische Dehnung. Je nach betroffener Region spricht man dann von einer Muskelzerrung, Sehnenzerrung, Bänderdehnung oder Leistenzerrung.

Mögliche Ursachen einer Zerrung beim Hund

Wie eingangs bereits beschrieben, kann eine Zerrung z.B. durch eine unglückliche Bewegung beim Spielen, Springen oder Laufen entstehen. Auch Übergewicht kann zu einer Zerrung führen. Aber auch falsch ausgeführte Stretching Bewegungen können im schlimmsten Fall Distensionen verursachen.

Welche Körperbereiche sind besonders betroffen?

Bei unseren Hunden sind besonders die Bereiche der Hüfte oder Oberschenkel betroffen.

Die Anzeichen einer Zerrung beim Hund

Folgende Symptome zeigen Hunde häufig, wenn sie sich eine Zerrung zugezogen haben:

  • Schonung des betroffenen Laufs
  • Aufjaulen
  • Humpeln
  • Anschwellung des betroffenen Bereichs
  • Verändertes Verhalten

In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn du deinen Hund dem Tierarzt vorstellst, um eine entsprechende Diagnose zu stellen. Zudem sollten grudnsätzlich schwerere Verletzungen am Bewegungsapparat ausgeschlossen werden. Dein Tierarzt wird deinen Hund entsprechend untersuchen, ihn abtasten und möglicherweise auch eine Röntgenaufnahme machen, um eine Fraktur auszuschließen.

Was du tun kannst, um deinen Hund bei einer Zerrung zu unterstützen

Wenn dein Hund sich eine Zerrung zugezogen hat, kannst du ihm beispielsweise mit kühlenden Wickeln, wie einem Quarkwickel Erleichterung verschaffen, seine Schmerzen lindern und dafür sorgen, dass die Schwellung im betroffenen Bereich schneller zurückgeht.

In jedem Fall solltest du deinen Hund schonen, bis die Verletzung auch wirklich abgeklungen ist. Wildes Spiel, Sprünge etc. sollten unbedingt vermieden werden. Belastet dein Hund sich zu früh wieder zu stark, kann es dazu führen, dass die Symptome sich wieder verstärken und die Heilung sich verzögert.

Erst wenn dein Hund mehrere Tage absolut beschwerdefrei läuft, solltest du die Bewegung und die Spaziergänge langsam und Schritt für Schritt wieder steigern. Zerrung beim Hund 

Alles Liebe, Tina

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Vestibularsyndrom – so unterstützt du die Mobilität des Hundes https://doggy-fitness.de/vestibularsyndrom-mobilitaet/ https://doggy-fitness.de/vestibularsyndrom-mobilitaet/#respond Tue, 23 Jun 2020 14:51:50 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=31996 Das Vestibularsyndrom ist eine Erkrankung, die vorwiegend ältere Hunde trifft. Für Hundehalter ist sie meist mit einem großen Schreck verbunden, da der Hund von einem Moment auf den anderen immobil ist, sich nicht mehr koordinieren kann und „wie betrunken“ wirkt. Immer noch viel zu häufig werden Hunde mit einem Vestibularsyndrom einfach eingeschläfert, obwohl die Chancen […]

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Das Vestibularsyndrom ist eine Erkrankung, die vorwiegend ältere Hunde trifft. Für Hundehalter ist sie meist mit einem großen Schreck verbunden, da der Hund von einem Moment auf den anderen immobil ist, sich nicht mehr koordinieren kann und „wie betrunken“ wirkt. Immer noch viel zu häufig werden Hunde mit einem Vestibularsyndrom einfach eingeschläfert, obwohl die Chancen sehr groß sind, dass sie sich wieder weitestgehend erholen. Bei einigen Hunden bleibt eine leichte Kopfschiefhaltung. Doch innerhalb der ersten Tag verbessern sich die allgemeinen Symptome zusehends.

Wichtige Fakten zur Erkrankung des Gleichgewichtsorgans für dich zusammengefasst

Das Vestibularsyndrom hat übrigens nichts mit einem Schlaganfall zu tun, sondern betrifft rein das Gleichgewichtsorgan des Hundes. Da hinsichtlich des Vestibularsyndroms immer noch viel Unwissenheit und Unsicherheit herrscht, habe ich in meinem Artikel zu dieser Erkrankung des Gleichgewichtsorgans die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Zudem findest du in diesem Artikel wichtige Verhaltenstipps für dich als Hundehalter.

Wenn beim Hund die Diagnose gestellt wurde braucht er vor allem eines: Ruhe. Es ist wichtig, für die Regeneration, dass der betroffene Patient viel schlafen kann und ein ruhiges Umfeld hat. Laute Musik, Fernsehergeräusche und Besuch sind in diesem Moment Fehl am Platze. vestibularsyndrom Mobilität

Neben Ruhe ist der Erhalt der Mobilität wichtig Vestibularsyndrom Mobilität

Je nach Ausprägung des Vestibularsyndrom sind die Symptome unterschiedlich stark und oftmals ist es so, dass der Hund sich nicht mehr gut auf den Beinen halten kann. Hinzu kommt das viele ältere Hunde generell über wenig Muskulatur verfügen und steife Gelenke haben. Wenn der Hund dann länger liegt, passiert es im Nu, dass er immobil wird und an Kraft verliert. Es wird dann immer schwieriger, ihn wieder zu mobilisieren.

Daher ist es sehr wichtig, dass du als Hundehalter dafür Sorge trägst, die Mobilität nach Möglichkeit zu erhalten. Dafür stelle ich dir hier einige Tipps zusammen. Vestibularsyndrom Mobilität

So erhältst du die Mobilität deines Hundes beim Vestibularsyndrom

Assistiertes Stehen  Vestibularsyndrom Mobilität

Da betroffene Hunde sich häufig kaum selbständig auf den Beinen halten können, sind Stürze vorprogrammiert. Daher ist es wichtig, dass du deinen Hund unterstützt, wenn er sich hinstellt und im nächsten Schritt bewegt. Falls du keine Tragehilfe Zuhause hast, kannst du ein normales Duschhandtuch nehmen und unter dem Bauch deines Hundes durchführen und die beiden Enden in der Hand halten. Damit unterstützt du vor allem seine Hinterhand und er hat die Möglichkeit aufzustehen und zu stehen.

Assistiertes Gehen

Du weißt, es kommt zwangsläufig der Moment, wo dein Hund sich lösen muss. Aber wie? Da ihr im ersten Schritt das assistierte Stehen geübt habt, kann man nun im nächsten Schritt zum assistierten Gehen übergehen. So kann dein Hund mit dem Handtuch unter seinem Bauch und durch dich gehalten nun auch erste Schritte machen. Das bietet sich auch an, wenn es in den Garten oder vor die Türe zum Lösen geht. Normale Spaziergänge sind in aller Regel nicht möglich und dein Hund braucht einfach auch Ruhe.

Mit dem unterstützten Stehen und Gehen, das du am besten mehrmals am Tag mit deinem Hund für ein paar Schritte, also in kurzen Intervallen machst, erhältst du nicht nur seine Mobilität, sondern bringst auch den Kreislauf in Schwung und unterstützt die Rehabilitation. Vestibularsyndrom Mobilität

Passives Bewegen – bitte mit entsprechender Anleitung Vestibularsyndrom Mobilität

Auch das passive Bewegen ist eine gute Möglichkeit, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und normale Bewegungsabläufe zu fördern. Da dein Hund dabei entspannt liegen und ruhen kann, bietet es sich sehr an, um es mehrmals täglich anzuwenden.

Hierbei werden die Läufe des Hundes und damit seine Gelenke ohne sein Zutun bewegt, indem du die Gliedmaße in die Beugung und in die Streckung führst. Da hierbei Scherkräfte ausgelöst werden können, gebe ich dir hier keine genaue Anleitung dazu, sondern bitte dich, dich hierzu an einen Physiotherapeuten zu wenden, der es dir vor Ort zeigt. Da es deinem Hund bei einem Vestibulärsyndrom sehr schwindelig ist, empfehle ich dir, den/die Physiotherapeuten/in zu bitten, zu euch nach Hause zu kommen, um deinem Hund eine Autofahrt und zusätzliche Anstrengung nach Möglichkeit zu ersparen.

Vestibularsyndrom – kein Grund aufzugeben

Diese Störung des Gleichgewichtsorganes ist in aller Regel kein Todesurteil für deinen Hund und die schweren Symptome bilden sich im Laufe der ersten Tage Schritt für Schritt zurück. Manchmal kann es auch wenige Wochen dauern, doch die Prognose ist meist gut. Daher solltest du deinem Hund die Chance geben, sich wieder zu erholen und kannst ihn in der Gesundungsphase mit diesen einfachen Dingen unterstützen, um seine Mobilität zu erhalten und zu fördern. Wenn du unsicher bist, oder Fragen hast, kannst du dich auch jederzeit gern bei mir melden!

Alles Liebe,

deine Tina

 

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Warum Leistungsdruck im Bewegungs- & Fitnesstraining beim Hund fehl am Platze ist https://doggy-fitness.de/fitnesstraining-hund/ https://doggy-fitness.de/fitnesstraining-hund/#respond Wed, 10 Jun 2020 15:13:20 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=31978 In der letzten Zeit erleben Bewegungstraining und Hundefitness einen wahren Hype. Grundsätzlich freue ich mich natürlich darüber, dass Hundehalter sich mit der Gesundheit ihrer Hunde beschäftigen und sich aktiv einbringen möchten. Genau das ist es, was ich mit meinem Trainingsansatz erreichen möchte. Wenn du als Hundehalter mit deinem Hund trainierst – natürlich immer nach entsprechender fachlicher […]

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In der letzten Zeit erleben Bewegungstraining und Hundefitness einen wahren Hype. Grundsätzlich freue ich mich natürlich darüber, dass Hundehalter sich mit der Gesundheit ihrer Hunde beschäftigen und sich aktiv einbringen möchten. Genau das ist es, was ich mit meinem Trainingsansatz erreichen möchte. Wenn du als Hundehalter mit deinem Hund trainierst – natürlich immer nach entsprechender fachlicher Anleitung – förderst du nicht nur die Gesundheit deines Hundes, hältst und machst ihn mobil, verzögerst den Alterungsprozess und vieles mehr. Auch dein Blick und deine Wahrnehmung für die Bewegungsabläufe deines Hundes verbessern sich. Fitnesstraining Hund Fitnesstraining Hund

Du siehst plötzlich, ob dein Hund korrekt sitzt, ob er im Passgang läuft, oder er eine andere Auffälligkeit in der Bewegung hat.

Natürlich sollst du hier nicht die Diagnose eines Tierarztes übernehmen. Aber deine Wahrnehmung ist sensibilisiert und so besteht die Chance, dass Erkrankungen des Bewegungsapparates früher erkannt und behandelt werden. So weit so gut.

Höher, schneller, weiter – zum Wohle der Gesundheit?

Das Ganze hat leider auch eine Kehrseite. Was mir in letzter Zeit immer häufiger aufgefallen ist, ist das das Gesundheitstraining seltsame Blüten treibt. Was mir in der Entwicklung des Hundefitness Trainings und des Bewegungstrainings nicht gefällt ist, dass es immer wieder Hundehalter gibt, die eindeutig überambitioniert sind.

Nicht nur, dass den Hunden abstruse Bewegungsabläufe abverlangt werden, die keinerlei gesundheitlichen Effekt haben. Denn wie soll z.B. ein Border Collie mit allen vier Läufen auf einem kleinen Balancepad platziert tatsächlich noch seine Muskulatur trainieren, wenn er sich eben auf diesem Balancepad völlig verkrampft hält?

Nein, es entsteht ein gefühlter Leistungsdruck. Und den halte ich so oder so im Leben mit unseren Hunden für unangebracht. Aber wenn es um eine Aktivität geht, die der Gesundheit förderlich sein soll und auch noch Spaß machen soll, dann erst Recht. Das, was bei uns Menschen schon lange Einzug gehalten hat, scheint sich mehr und mehr auch im Leben mit unseren Hunden niederzuschlagen. Der Hund muss funktionieren, Leistung bringen, egal wann wir es wollen.

Deshalb ist Leistungsdruck im Hundefitness-Training unangebracht

Ich sehe diese Entwicklung ausgesprochen kritisch. Wenn ich mit einem Hund eine Übung aufbauen möchte – und sei sie in meinen Augen – noch so einfach, dann funktioniert dies nur erfolgreich, wenn ich mit meinem Hund trainieren. Will heißen, so wie mein Hund es körperlich kann und wie er es geistig umsetzen kann.

Da sind Leistungsdruck, Funktionieren-Müssen und Ungeduld einfach fehl am Platze. Im Gegenteil. Ich halte es für extrem wichtig, um einen nachhaltigen Trainingseffekt zu haben, dass ich meinem Hund die Chance gebe, nachzudenken. Er soll sich die Übung in seinem Tempo und so kleinschrittig, wie er es benötigt, erarbeiten. Nur so haben wir die Chance, dass neue, gesunde Bewegungsabläufe tatsächlich im Gehirn manifestieren.

Und wenn der Hund nur eine oder zwei Wiederholungen schafft, ist das auch völlig in Ordnung. Es ist um Welten sinnvoller, wenn der Hund eine Übung 1-2 Mal wiederholt und dafür korrekt, als 5 Mal und dafür sind die letzten drei Wiederholungen nur so halb wirklich gelungen.

Kurzum: langsam ist die Devise und weniger ist mehr

Dein Hund ist nicht jeden Tag gleich leistungsfähig Fitnesstraining Hund

Kennst du das? Du stellst alles für die Trainingseinheit bereit, dein Hund steht zwar freudig da, aber irgendwie läuft es nicht wirklich rund. Ich gebe ehrlich zu: bei mir und Tessa kommt das vor. Sogar ziemlich regelmäßig. Genau wie wir Menschen sind unsere Hunde nämlich auch nicht jeden Tag gleich leistungsfähig. Und da gilt es nicht, dass Programm des Trainingsplanes stumpf abzuarbeiten, sondern Rücksicht auf die Bedürfnisse des Hundes zu nehmen. Ist der Hund nicht gut drauf, ist er auch nicht wirklich bei der Sache. Er kann sich schlechter konzentrieren und führt Bewegungen nicht präzise aus. Am Ende bleibe auf beiden Seiten nur Frust.

Was tun, wenn der Hund nicht in „Trainingslaune“ ist? Fitnesstraining Hund

Ganz einfach: akzeptieren! Wenn du spürst, dass dein Hund sich nicht konzentrieren kann oder er körperlich einfach nicht auf der Höhe ist, ist das der einzig vernünftige Weg. Wenn ich in dieser Situation bin, mache ich immer eines. Das Training positiv abschließen. Ist Tessa unkonzentriert und fahrig, gehe ich dazu über, eine Übung mit ihr zu machen, die garantiert immer sitzt und schließe das Training damit sofort wieder ab. Auch wenn es die einzige Übung sein wird. Bei Tessa ist das der Doggy Twist – dabei dreht sie sich rechtsherum und linksherum um ihre eigene Achse. Das klappt immer. Und damit ist es dann auch gut.

Ich möchte nicht, dass Tessa das Gefühl hat, “versagt” zu haben

Für mich ist Leistungsdruck tabu, ich spule kein Programm ab – auch wenn es auf meinem Trainingsplan steht. Denn mein Trainingspartner ist mein Hund – ein Lebewesen. Da gilt es Rücksicht zu nehmen und zu respektieren, wenn mein Hund nicht leistungsfähig ist.

Neuer Tag, neues Glück Fitnesstraining Hund

Wenn du dein Training abschließt, wie ich es mit Tessa mache, wird auch dein Hund spüren, dass du seine Bedürfnisse wahrnimmst und respektierst. Nur so ist sichergestellt, dass er am nächsten Tag, wieder freudig bei der nächsten Trainingseinheit dabei ist und euer Training nicht mit Frust und Zwang verbunden ist, sondern mit Spaß. Nur so kannst du dauerhaft erfolgreich beim Bewegungstraining mit deinem Hund sein. Fitnesstraining Hund

Alles Liebe, deine Tina

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Arthrose = Schonen? – Warum es so wichtig ist, dass dein Hund bei Gelenkproblemen in Bewegung bleibt https://doggy-fitness.de/hund-schonen-arthrose/ https://doggy-fitness.de/hund-schonen-arthrose/#respond Tue, 26 May 2020 09:02:05 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=31902 Wenn Hundehalter die Diagnose Arthrose bei ihrem Hund erhalten, sind sie meist unsicher, was in Sachen Bewegung noch gut für ihren Hund ist. Der erste Gedanke ist in der Regel, dass man den Hund nun gänzlich schonen müsse, um ein Fortschreiten der Arthrose zu vermeiden. Dies ist aber so nicht richtig und kann sogar schädlich […]

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Wenn Hundehalter die Diagnose Arthrose bei ihrem Hund erhalten, sind sie meist unsicher, was in Sachen Bewegung noch gut für ihren Hund ist. Der erste Gedanke ist in der Regel, dass man den Hund nun gänzlich schonen müsse, um ein Fortschreiten der Arthrose zu vermeiden. Dies ist aber so nicht richtig und kann sogar schädlich für deinen Hund sein.

Was passiert, wenn du deinen Hund bei Arthrose und anderen Gelenkerkrankungen komplett schonst

Gelenke brauchen Bewegung, damit die Ernährung des Knorpels gewährleistet ist. Das liegt daran, dass die Nährstoffe mittels einer Pumpbewegung über die Gelenkflüssigkeit in den Knorpel gelangt. Diese entsteht durch die Bewegung des Gelenks. Bleibt die Bewegung aus, wird der Knorpel nicht mehr ausreichend genährt. In der Folge entsteht weitere Arthrose.

Zudem verändert die Gelenkflüssigkeit ihre Konsistenz und wird zäh, wenn ein Gelenk nicht ausreichend bewegt wird. Auch die Bänder, Sehnen und Muskeln werden in Mitleidenschaft gezogen und die Gelenkbeweglichkeit ist eingeschränkt. Die Muskulatur baut ab, was wiederum eine zusätzliche Belastung für die Gelenke bedeutet. Du siehst, bei kompletter Schonung oder zu wenig Bewegung gerät dein Hund sehr schnell in einen Teufelskreis. Dieser zieht ein Fortschreiten der Arthrose nach sich.

Es ist also klar, dass eine komplette Schonung bei einer Gelenkarthrose nicht das Mittel der Wahl sein kann, um ein Fortschreiten der Arthrose zu verhindern und eine sinnvolle Unterstützung für den Hund zu bieten. Doch was ist der richtige Weg?

In Bewegung bleiben – aber dem Gesundheitszustand angepasst

Angepasste Bewegung ist das Zauberwort. Ich weiß, es ist ein dehnbarer Begriff und wenig greifbar, weil es nicht einfach eine Zahl ist, die man pauschal in den Raum werfen kann. Denn jeder Hund ist unterschiedlich.

Grundsätzlich sollte die tägliche Bewegung deines Hundes seinem Gesundheitszustand angepasst sein. So ist es bei Gelenkerkrankungen sinnvoll, dass dein Hund nicht mehr beispielsweise zweimal täglich lange Spaziergänge macht. Besser ist, über den Tag verteilt mehrere kürzere Spaziergänge zu machen. Das hat den positiven Effekt, dass dein Hund nicht so sehr erschöpft und zugleich die Erholungsphase deutlich verkürzt wird.

So schaffst du es trotz Arthrose, die nötige Bewegung zu gewährleisten. Wie gesagt kann man hier keinen Pauschalwert nennen, wie lang die einzelnen Spaziergänge sein dürfen. Hier muss man sich wirklich herantasten und schauen, was dem Hund gut tut.

„Aber mein Hund läuft doch trotz Arthrose seine große Runde und hat auch Spaß daran!“

Klar, dein Hund hat ja auch kein Vernunftsdenken! Die Aussage, dass Hunde trotz schwerer Gelenkprobleme förmlich bis zum Umfallen laufen und über ihre Grenzen hinausgehen höre ich gar nicht selten. Das liegt ganz einfach daran, dass unsere Hunde kein Vernunftsdenken haben. Dein Hund denkt sich nicht: „Ich sollte jetzt besser nach Hause gehen, sonst tut mir mein Knie morgen wieder weh.“ Oder „Nee, besser spiele ich nicht so wild mit meinem Hundekumpel, sonst kann ich morgen wieder kaum aufstehen.“.

Wir müssen diesen Job für unsere Hunde übernehmen und es ist die Verantwortung von uns als Hundehalter, für unsere Hunde vernünftig zu sein. Das bedeutet nicht, alles zu reglementieren und dem Hund nichts mehr zu gönnen. Ein gesundes Gleichgewicht ist immer wichtig. Dem Hund seine liebsten Aktivitäten gänzlich zu nehmen, um sicherzustellen, dass seiner Gesundheit hinreichend Genüge getan wird, ist auch nicht sinnvoll. Dann haben wir zwar einen Hund, der ganz sicher nichts macht, was ihm schaden könnte, aber wir haben einen auch einen Hund, der womöglich depressiv wird, weil seine Lebensqualität einfach sehr negativ beeinflusst wird.

Es gilt also immer entsprechend abzuwägen.

Reichen Spaziergänge alleine, um das Fortschreiten der Arthrose aufzuhalten?

Die Spaziergänge sind in jedem Fall ein sehr wichtiger Faktor. Zusätzlich ist es hilfreich, deinen Hund gezielt mit verschiedenen Bewegungsübungen zu unterstützen. Das ist wie ein regelmäßiges Gymnastizieren, um die Muskulatur und Beweglichkeit zu erhalten und zu fördern. So wie es auch ein Humanphysiotherapeut empfehlen würde, wenn du Gelenkprobleme hast. Hier kann ich dir übrigens meinen Arthrosfit Selbstlernkurs für Hundehalter ans Herz legen. Dort lernst du gezielt Bewegungsübungen für deinen Hund, die ihn bei Arthrose in Bewegung halten: ARTHROSEFIT BEWEGUNGSTRAINING.

Fazit – Arthrose = Schonen?!

Schonen ist keinesfalls die alleinige Lösung. Es ist wichtig, eine gewisse Bewegung und Beweglichkeit deines Hundes zu erhalten, um damit das Fortschreiten der Gelenkprobleme zu verhindern. Angepasste Spaziergänge – häufiger, dafür kürzer – und zusätzlich gezieltes Bewegungstraining sind optimal, um deinen Hund bei Gelenkproblemen richtig und ausreichend zu bewegen, ohne ihn zu überlasten und ohne die Gelenke durch übermäßiges Schonen „einrosten“ zu lassen.

Alles Liebe, deine Tina!

 

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Neurologische Probleme beim Hund – so förderst du die Nervenweiterleitung mit dem Ausstreichen der Zehenzwischenräume https://doggy-fitness.de/neurologische-probleme-beim-hund/ https://doggy-fitness.de/neurologische-probleme-beim-hund/#respond Wed, 13 May 2020 10:53:28 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=31886 Eine ganze Reihe von Rückenerkrankungen bringen gleichzeitig auch neurologische Probleme mit sich. Häufige Erkrankungen, die eng mit neurologischen Problemen verbunden sind, sind typischerweise Bandscheibenvorfälle, das Cauda Equina Compressions Syndrom, Spondylose oder Rückenmarksinfarkt – um nur einige zu nennen. Eine Erkrankung, die keine neurologische Ursache hat, aber neurologische Symptome nach sich zieht, ist die Degenerative Myelopathie. […]

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Eine ganze Reihe von Rückenerkrankungen bringen gleichzeitig auch neurologische Probleme mit sich. Häufige Erkrankungen, die eng mit neurologischen Problemen verbunden sind, sind typischerweise Bandscheibenvorfälle, das Cauda Equina Compressions Syndrom, Spondylose oder Rückenmarksinfarkt – um nur einige zu nennen. Eine Erkrankung, die keine neurologische Ursache hat, aber neurologische Symptome nach sich zieht, ist die Degenerative Myelopathie.

So zeigen sich neurologische Probleme beim Hund

Sie zeigen sich häufig durch ganz typische Anzeichen, wie beispielsweise das klassische Pfotenschleifen, aber auch koordinative Probleme. Zudem wird die Muskulatur immer schwächer. Betroffene Hunde stolpern häufiger, stehen nicht mehr wirklich stabil, bei Rüden klappt das Beinchen heben nicht mehr so recht und auch Alltagsbewegungen werden gemieden. Dazu können Dinge wie Treppenlaufen gehören.

Was kann man tun, um die Nervenweiterleitung zu fördern?

Das macht uns als Hundehalter natürlich hilflos. Doch in vielen Fällen gibt es viele Möglichkeiten, die Nervenweiterleitung wieder zu verbessern. Dazu gehören neben dem Bewegungstraining, stimulierenden Massagen, passivem Bewegen auch Maßnahmen, wie das Ausstreichen der Zehenzwischenräume. Das schlage ich Hundehaltern mit Hunden mit neurologischen Problemen gern als Hausaufgabenübung vor, denn es ist sehr einfach, nicht wirklich fehleranfällig und extrem effektiv. Umso mehr wundere ich mich, dass es immer noch so wenige Menschen kennen. neurologische Probleme beim Hund

Reizsetzungen sorgen dafür, dass Nervenimpulse wieder ankommen

Wenn wir die Nervenweiterleitung unserer Hunde fördern wollen, müssen wir natürliche Reize setzen, denn bei neurologischen Problemen, ist die Nervenweiterleitung gestört. Das führt dazu, dass die “Botschaft” nicht mehr bis in die Muskeln und Zehen weitergeleitet wird. In der Konsequenz kommt es dann dazu, dass Hunde an Stabilität verlieren, die Muskulatur abbaut und Bewegungen immer schwerer fallen. In letzter Konsequenz kann es eine Lähmung des Hundes nach sich ziehen. neurologische Probleme beim Hund

Die gute Nachricht: so lange noch eine Tiefensensibilität da ist, haben wir gute Chancen, den Zustand deutlich zu verbessern (das darfst du nun natürlich bitte nicht als „Diagnose“ oder Versprechen werten!). Solange der Hund also noch „Gefühl“ in seinen Pfoten hat – sprich ein wenig der Botschaft, die die Nerven senden, kommen noch in der Peripherie an, können wir dieses auch wieder verstärken. Wir können dies wieder fördern, indem wir am anderen Ende, sprich an den Zehen anfangen zu stimulieren und so dem Gehirn signalisieren, dass da etwas ist. So fördern wir die Weiterleitung und Verbindung.

So geht das Ausstreichen der Zehenzwischenräume:

Du brauchst keine Angst zu haben – es funktioniert ganz einfach. Wenn du meine Artikel schon länger liest, weißt du, dass ich besonders gern Dinge mag, die einfach sind und eine große Wirkung haben. Diese Übung gehört definitiv dazu!

Du gehst dafür einfach mehrmals täglich mit deinen Fingern in die Zehenzwischenräume der Hinterpfoten und massierst sie sanft und streichst sie aus. Zusätzlich kannst du auch leicht an den Häärchen in den Zehenzwischenräumen und den Schwimmhäuten “zubbeln” – natürlich nur sanft. Das stimuliert und fördert sehr effektiv die Nervenweiterleitung. Wenn dein Hund kitzelig ist, dann achte darauf, dass du die Zehen nicht zu „zart“ anfasst.

„Steter Tropfen höhlt den Stein“ neurologische probleme beim Hund

Natürlich wirst du nicht nach einmaligem Ausstreichen der Zehenzwischenräume ein Wunder erleben. Aber wenn du kontinuierlich am besten mehrmals täglich die Zwischenräume der Hundepfoten ausstreichst und massierst, wirst du – vor allem in Kombination mit anderen Maßnahmen – eine deutliche Verbesserung erreichen.

Alles Liebe, deine Tina

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Gesunder Hundesport – die Gesundheit deines Hundes im Blick! Interview bei Hundesport Nubi https://doggy-fitness.de/gesunder-hundesport-nubi/ https://doggy-fitness.de/gesunder-hundesport-nubi/#comments Tue, 28 Apr 2020 13:19:08 +0000 https://doggy-fitness.de/?p=31875 Das Thema Hundesport – und vor allem gesunder Hundesport – begegnet mir als Hundephysiotherapeutin immer wieder und immer mehr. „Gott sei Dank!“ – muss ich sagen. Es zeigt mir, dass das Bewusstsein von Hundesportlern für die Gesundheit ihrer Hunde immer intensiver und auch wichtiger wird. Hunde sind für mich einfach kein „Sportgerät“ sondern Partner, mit […]

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Das Thema Hundesport – und vor allem gesunder Hundesport – begegnet mir als Hundephysiotherapeutin immer wieder und immer mehr. „Gott sei Dank!“ – muss ich sagen. Es zeigt mir, dass das Bewusstsein von Hundesportlern für die Gesundheit ihrer Hunde immer intensiver und auch wichtiger wird. Hunde sind für mich einfach kein „Sportgerät“ sondern Partner, mit denen man gemeinsam Sport betreibt.

Es wird sich immer genauer mit der Bewegung der Hunde und dem Bewegungsapparat beschäftigt, denn es zeigt sich nachhaltig, dass verantwortungsvoll betriebener Hundesport dazu führt, dass die Vierbeiner nicht nur leistungsfähiger sind, sondern auch Verletzungen vermieden und gemindert werden. Aber auch Gelenkerkrankungen als Folge von Über- und Fehlbelastung wird minimiert. Das ist gut so!

Gesunder Hundesport – Das Team von Hundesport Nubi hat mir Löcher in den Bauch gefragt – danke dafür!

Ich habe mich wirklich sehr gefreut, als unser schon seit langer Zeit bestehender Kontakt darin mündete, dass Mara und Tim vom Blog Hundesport Nubi mich zum Thema Hundesport interviewt haben. Beide sind, wie der Name des Blogs es schon sagt, absolut Hundesport-begeistert. Dabei ist es ihnen genauso wichtig, dass sie mit ihren beiden Hunden Wollie und Nubi, ihren Hundesport immer mit dem Blick auf die Gesundheit ihrer beiden Vierbeiner betreiben.

Diese Fragen lagen den Beiden besonders am Herzen:

  • Was unseren Hunden beim Hundesport am meisten schadet – Stichworte: Warm Up, direkt aus dem Auto auf den Platz, kritische Bewegungen etc..
  • Wo der Unterschied zwischen Hundefitness und Tricktraining liegt – ja eine sehr wichtige Frage – es gibt zwar ein paar Gemeinsamkeiten, aber grundsätzlich zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.
  • Das Thema Fußarbeit – wie es auf den Hundekörper wirkt, mit welchen Übungen man unterstützen und gegensteuern kann. Auch eine super Frage, man sieht nämlich viele Hund, die durch intensive Fußarbeit in den Passgang verfallen.
  • Welche Gelenkerkrankungen man mit Fitnesstraining beim Hund vorbeugen kann. Das sind natürlich eine ganze Menge.
  • Wie ich Tessa beim Training motiviere – es scheint, als sei auch zu ihnen durchgedrungen, dass Podencos manchmal etwas – sagen wir – autark in ihrem Handeln sind.

Ich bin mir sicher, dass alles das Fragen und Themen sind, die dich auch interessieren. Auch wenn sie hundesportspezifisch sind, so sind einige Fragen auch relevant für das ganz alltägliche Leben mit Hund. Wenn dich meine Antworten dazu interessieren, dann geht es hier zum Interview bei Hundesport Nubi mit Martina Flocken. Hundesport Nubi hält übrigens im Artikel auch noch einen exklusiven Rabattcode für die Doggy Fitness Kurse bereit. Danke an Tim & Mara, dass es euch eine Herzensache ist, dass die Gesundheit unserer Hunde beim Sport immer im Fokus steht!

Viel Freude wünsche ich dir mit dem Artikel!

Alles Liebe, Tina

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