So hilft isometrisches Training deinem Hund entspannt durch stressige Weihnachtstage zu kommen!

So hilft isometrisches Training deinem Hund entspannt durch stressige Weihnachtstage zu kommen!

Die Weihnachtstage und auch die Vorweihnachtszeit können auch für unsere Hunde stressig sein. Sie spüren einfach, dass auch wir Menschen im Jahresendspurt sind. Aber auch an den Feiertagen selbst, wenn die Familie zu Besuch ist und das Haus voll ist, kann das für unsere Hunde schnell eine stressige Angelegenheit werden. Wenn der Vierbeiner dann noch von Natur aus eher nervös, leicht erregbar oder ängstlich ist, dann wird es für ihn umso schwieriger.

Es gibt allerdings Möglichkeiten, wie du deinem Hund zu Entspannung verhelfen kannst, auch wenn es mal etwas trubeliger zugeht. Da auch Tessa schnell nervös wird, besonders wenn andere Menschen da sind und die Stimmung etwas „aufgeregter“ ist, unterstütze ich sie in diesen Situationen gern mit isometrischen Übungen.

Wie wirken isometrische Übungen?

Bei isometrischen Übungen haben wir eine gezielte Muskelan- und entspannung ohne eine aktive Muskelbewegung. Die An- und Entspannung wird über den leichten Druck der Hand des Menschen ausgelöst. Zudem wird hierbei die Eigenwahrnehmung des Körpers gefördert. Der Hund muss sich auf sich selbst und seinen Körper konzentrieren und fährt so seinen Erregungszustand sukzessive runter. Körper und Geist befinden sich immer in einem engen Zusammenspiel. Und so können wir mit isometrischen Übungen über die Bewusstmachung des Körpers auch eine geistige und seelische Entspannung herbeiführen.

Es ist übrigens sinnvoll, wenn du nicht erst im Stressmoment selbst mit dem Aufbau der isometrischen Übungen beginnst, sondern schon vorher. So kennt dein Hund sie bereits und sie können als konditionierte Entspannung genutzt werden. Ich stelle dir im Folgenden verschiedenen isometrische Handgriffe vor, die du sehr leicht mit deinem Hund umsetzen kannst.

Isometrische Übungen zur Stressreduktion deines Hundes

Für die Übungen sollte dein Hund immer auf einem rutschfesten, ebenen Untergrund stehen.

Die erste Position:

Hocke dich als erstes hinter deinen Hund. Lege nun deine Hände seitlich auf die Oberschenkel deines Hundes. Gebe mit deiner rechten Hand leichten Druck auf den Oberschenkel nach links. Du wirst spüren, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position ca. 3 Sekunden und federe nicht nach. Lasse nun langsam wieder locker. Gebe jetzt mit der linken Hand leichten Druck nach rechts. Du wirst wieder spüren, dass dein Hund seine Muskeln anspannt und gegenhält.

Halte diese Position wieder für ca. 3 Sekunden und lasse dann langsam locker.

Die zweite Position:

Hocke dich nun vor deinen Hund, sodass ihr euch anschaut. Lege deine Hände seitlich auf die Schultern deines Vierbeiners. Als erstes übst du mit deiner rechten Hand leichten Druck auf die Schulter aus. Du wirst nun wieder spüren, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit. Federe nicht nach und erhöhe auch nicht den Druck. Lasse langsam wieder locker und übe mit der linken Hand einen leichten Druck auf die andere Schulter aus. Wenn du spürst, dass dein Hund gegenhält, hältst du diese Position wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit und lasse dann langsam locker.

Für den nächsten Griff legst du deine Hände auf die Brust deines Hundes. Übe nun einen leichten Druck aus, als würdest du ihn von dir wegschieben. Halte den Druck wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit.

Achte darauf, dass der Druck, den du ausübst, nie stark oder ruckartig passiert. Gib deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Wie oft und wie lange?

Beginne mit einmal täglich 3 Wiederholungen á 3 Sekunden pro Übung.

Der große Vorteil an isometrischen Übungen ist, dass du sie immer und überall und in wirklich jeder Situation mit deinem Hund durchführen kannst. Welche Tipps hast du, damit dein Hund sich in stressigen Situationen entspannt? Teile sie gern in den Kommentaren mit anderen Hundefreunden!

 

So bewegst du deinen Hund nach einem Bandscheibenvorfall richtig!

So bewegst du deinen Hund nach einem Bandscheibenvorfall richtig!

Wenn ein Hund einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, denkt man im ersten Moment, dass er in diesem Moment alles braucht, aber keine Bewegung. Doch das ist nur begrenzt richtig. Nach einem Bandscheibenvorfall kann es sein, dass der Hund je nach Schwere und Lokalisation des Vorfalls an den Hinterläufen, aber auch allen vier Läufen gelähmt ist. Zumindest sind aber neurologische Probleme und Gangbildstörungen sehr wahrscheinlich. Bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Kein Wunder, denn durch das vorgefallene Bandscheibenmaterial wurde Druck auf das Rückenmark und die Nerven ausgelöst und das verursacht in der Folge eine gestörte Nervenweiterleitung.

Lähmungen und gestörte Bewegungsabläufe verunsichern Hundehalter bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Also Hundehalter möchte man dann alles richtig machen, zumal die gestörten Bewegungsabläufe, Gleichgewichtsstörungen oder sogar Lähmungen uns verständlicherweise Angst machen und wir in großer Sorge um unseren Hund sind. Zudem ist ein Bandscheibenvorfall schmerzhaft, genau wie für uns Menschen, sehr schmerzhaft. Wir sind also zuerst einmal sehr hilflos.

Deshalb ist Boxenruhe in vielen Fällen sehr wichtig

Richtig in Sachen Bewegung nach einem Bandscheibenvorfall ist in jedem Fall, dass deinem Hund Ruhe verordnet wurde. Vielfach wird sogar Boxenruhe verordnet. Das dient dazu, dass der betroffene Hund keine unkontrollierten Bewegungen macht und sich das Trauma zurückbilden kann. Du solltest unbedingt darauf achten, dass dein Hund gut gebettet ist und seine Gelenke und die Wirbelsäule gelenkschonend gelagert sind. Auf der anderen Seite ist es aber auch sehr wichtig, sogar unverzichtbar, dass umgehend nach einem Bandscheibenvorfall daran gearbeitet wird, dass die Nervenweiterleitung sich verbessert und der Patient „wieder ans Laufen kommt“. bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Wie kann man das erreichen und widerspricht sich das nicht?

Es wird empfohlen, in den ersten 24-48 Stunden mit der Physiotherapie zu beginnen. Das gilt unabhängig davon, ob der Bandscheibenvorfall operiert wurde oder er konservativ behandelt wird. Das Ziel ist, Schmerzen zu lindern und überlastete Bereiche zu entspannen. Muskulatur und Beweglichkeit sollen erhalten und trainiert werden. Die Nervenweiterleitung wird geschult. So werden neurologischen Störungen entgegengewirkt. Es ist wichtig die Koordination und das Körpergefühl deines Hundes zu trainieren. Ebenso ist ein gesunder Bewegungsablauf wichtig.

Den Hundehalter in das Bewegungstraining mit einzubinden ist wichtig für die Genesung des Hundes! bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Der behandelnde Therapeut sollte dann dem Hundehalter die ersten Bewegungsübungen an die Hand geben, mit denen man Bewegungsabläufe trainiert. Diese werden natürlich immer individuell dem Gesundheitszustand des Hundes angepasst. Im ersten Schritt wird meist mit assistiertem Aufstehen und Stehen begonnen. Auch passiv werden die Gelenke des Hundes bewegt und so normale Bewegungsabläufe simuliert und Bewegungsanbahnungen gefördert.

Der Entwicklung des Hundes entsprechend werden die Bewegungsübungen dann sukzessive erweitert. So wird dann unterstütztes Gehen beübt. Auch mit isometrischen Übungen kann nach einem Bandscheibenvorfall viel gearbeitet werde. Wichtig ist, dass das immer im Austausch mit dem behandelnden Therapeuten erfolgt.

Was ist mit Spaziergängen, wenn der Hund wieder beginnt, selbständig zu laufen?

In den ersten 4-6 Wochen ist strikter Leinenzwang angesagt. Die Bewegung und Belastung soll dem Krankheitszustand angepasst sein. Ganz wichtig sind sehr kurze Bewegungseinheiten über den Tag. Hier sollte man wirklich mit wenigen Minuten beginnen. Lange Spaziergänge, ruckartige Bewegungen und enge Wendungen sind tabu. Auch Springen, Treppensteigen und kurze Stopps solltest du vermeiden. Das Aufreiten anderer Hunde sollte unbedingt vermieden werden. Dasselbe gilt für das Tätscheln und Klopfen auf den Rücken durch den Menschen. Wenn der Hunde einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule erlitten hat, sollte dein Hund unbedingt ein Geschirr tragen. bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Extratipp: Bei nasskaltem Wetter empfehle ich dir, deinem Hund einen Hundemantel anzuziehen. Das schützt seinen Rücken.

Was ist mit Hundesport nach einem Bandscheibenvorfall?

Leistungssport ist nach einem Bandscheibenvorfall absolut tabu. Die Gefahr eines weiteren Bandscheibenvorfalls ist groß und der Rücken deines Hundes sein Schwachpunkt. Daher lege ich dir nach der Genesung deines Hundes höchstens gelenkschonende sportliche Aktivitäten wie Degility oder Mobility ans Herz

Darf der Hund nach einem Bandscheibenvorfall buddeln, spielen und rennen?

Als Hundehalter möchte man dem geliebten Vierbeiner ein möglichst normales Leben ermöglichen. Häufig ist aber die Unsicherheit groß, was der Hund eigentlich noch darf. Dabei muss man natürlich abwägen, was dem Hund schadet, aber auf der anderen Seite auch seinen Spaß und die Lebensqualität im Blick behalten. Oft sind die betroffenen Hunde nach Wochen der Schonung und des Leinenzwangs nur noch schwer ruhig zu halten. Dennoch empfehle ich zu vermeiden, dass dein Hund wild spielt und sich unkontrolliert bewegt. Wildes Zergeln sollte man ebenfalls vermeiden genauso wie Sprünge und Wendungen, die die Wirbelsäule stark belasten. bandscheibenvorfall Hund Bewegung

Das sind geeignete Alternativen für deinen Hund

Einen kontrollierten und wohldosierten Kontakt mit anderen Hunden halte ich für gut und wichtig, doch der Halter sollte hier entsprechend aufpassen und Vernunft walten lassen. Damit dein Hund nicht frustriert ist, kannst du ihn zusätzlich mit z.B. Suchspielen (Leckerli verstecken, Futterdummy verstecken), dem Spiel mit einem Schnüffelteppich etc. beschäftigen. Auch das regelmäßige Bewegungstraining, dass deinen Hund während der Genesung aber auch danach begleiten sollte, kann zu einer spannenden Beschäftigung für deinen Hund werden.

Hast du noch Fragen dazu, wie du deinen Hund nach einem Bandscheibenvorfall richtig bewegst? Dann teile sie gern mit mir in den Kommentaren oder schreibe mir eine Email an: tina@doggy-fitness.de.

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Der Hund im Sommer – Schwimmen, Bewegung & Beschäftigung – Sommer Best Of

Der Hund im Sommer – Schwimmen, Bewegung & Beschäftigung – Sommer Best Of

Wir stecken schon mitten in der Urlaubs- und Ferienzeit und da stehen natürlich auch wieder tolle Aktivitäten mit unseren Hunden auf dem Programm. Vielleicht genießt du gerade die Auszeit vom Arbeitsalltag und hast Zeit und Lust etwas zu stöbern. Mir kam die Idee eine Art „Sommer Best Of“ für dich zusammenzustellen rund um das Thema: Hund im Sommer. Daher habe ich dir in diesem Artikel eine Auswahl  verschiedener Blogartikel zusammengefasst rund um dieses Thema.

Ein viel diskutiertes Thema möchte ich gern direkt zu Beginn ansprechen. Und zwar geht es darum, was du in Sachen Bewegung beim Hund bei hohen Temperaturen beachten solltest. Das ist einer meiner neuesten Artikel und eventuell hast du ihn bereits gelesen. Falls nicht kannst du hier weiterlesen:  „Diese Punkte gibt es im Sommer bei der Bewegung deines Hundes zu beachten!“

Dein Hund schwimmt gern? Dann sind diese Artikel perfekt für dich! Hund Sommer

Auch das Thema Schwimmen mit Hund spielt besonders in den warmen Monaten eine große Rolle. Daher lege ich dir nicht nur meine Artikel zum Thema „Schwimmen“ ans Herz. Hier sollte man nämlich einige Punkte zu Gunsten der Gesundheit deines Hundes beachten.

Hier kannst du weiterlesen: „Schwimmen mit Hund – diese Punkte solltest du beachten“

Da nicht jeder Hund gern schwimmt, gibt es hier natürlich auch passende Alternativen. Das Wassertreten beispielsweise ist eine tolle Erfrischung auch für wasserscheue Hunde – gleichzeitig bietest du deinem Hund bei Gelenkproblemen ein gelenkschonendes Training im kühlen Nass. Auch wenn es sich „altmodisch“ anhört, den meisten Hunden gefällt es ausgesprochen gut, durchs Wasser zu waten.

Hier findest du den Artikel zum Thema „Wassertreten mit Hund“.  Hund Sommer

Wenn du meinen Blog schon länger liest, weißt du, dass mir auch das Thema Bewegungstraining sehr (und besonders) am Herzen liegt. Gerade wenn es mal etwas wärmer ist, fallen die Spaziergänge gerne mal kürzer aus. Das ist auch sehr gut so! Wenn du deinen Hund trotzdem ein wenig fit halten möchtest und du ihm auch ein wenig Beschäftigung bieten möchtest, empfehle ich dir meinen kostenfreien Happyfit Trainingsplan. Den kannst du dir ganz einfach runterladen. Die passenden Übungsanleitungen habe ich dir in diesem Artikel zusammengefasst.

Einer meiner meistgelesenen Blogartikel ist jener zur Wasserrute.  Was das bedeutet, warum sie oft auftritt, wenn Hunde im Wasser waren und wie du sie vermeiden kannst, kannst du hier lesen: „Wasserrute beim Hund – deshalb erkranken nicht nur Hunde, die schwimmen!“

Radfahren & Joggen mit Hund – auch hier gibt es einiges zu beachten

Im Sommer sind viele Hundehalter mit ihren Hunden am Rad unterwegs oder lieben es ihn als Jogging Partner dabei zu haben. Kann man machen, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Worauf du beim Joggen mit Hund achten solltest, kannst du hier lesen:  „Joggen mit Hund“.Wenn dich das Thema Radfahren mit Hund interessiert, habe ich hier alle wichtigen Informationen für dich zusammengefasst: „10 wichtige Fakten zum Radfahren mit Hund.“

So nun solltest du eine breitgefächerte Sommerlektüre rund um das Thema „Der Hund im Sommer“ und den passenden Aktivitäten haben. Ich hoffe, dass du die Artikel ganz gemütlich in der Hängematte oder im Liegestuhl genießen kannst – und sicher einige Inspirationen mitnehmen kannst, wie du die Zeit mit deinem Hund verbringen kannst.

PS: Auch nichts tun ist wichtig! Das gilt nicht nur für dich, sondern auch für deinen Hund. Faulenzen, einen heißen Sommertag einfach im Schatten liegend verstreichen lassen und ein leckeres Eis essen – das sollte definitiv mehr als einmal auf der „Tagesordnung“ stehen!

Hund Sommer

Diese Punkte gibt es bei hohen Temperaturen im Sommer bei der Bewegung deines Hund zu beachten – ohne wenn und aber!

Diese Punkte gibt es bei hohen Temperaturen im Sommer bei der Bewegung deines Hund zu beachten – ohne wenn und aber!

In meiner Doggy Fitness Trainingsgruppe wurde kürzlich die Frage gestellt, wie man es denn am besten an diesen besonders warmen Tagen macht, hinsichtlich Aktivitäten. Da uns auch in diesem Sommer wieder die eine oder andere Hitzewelle erreichen wird, habe ich in diesem Artikel einige wichtige Punkte zum Thema Hund im Sommer und auch Aktivitäten mit Hund bei Hitze zusammengefasst.

Diese Punkte solltest du in jedem Fall beachten Hund Hitze

  1. Eure täglichen Spaziergänge solltest du in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend machen. In der brütenden Mittagshitze sind Spaziergänge ein absolutes Gesundheitsrisiko. Es spricht auch nichts dagegen, wenn die Spaziergänge deutlich kürzer ausfallen. Die Hitze ist anstrengend für den Hundekörper und hier auf die normale Gassirunde zu bestehen, eher wenig sinnvoll und im Zweifelsfall ein Gesundheitsrisiko.

 

  1. Schattige Waldwege oder Parks eignen sich optimal für die Spaziergänge im Sommer. Vermeide, dass dein Hund auf heißem Asphalt oder freien Feldern ohne schützenden Schatten läuft. Wenn du dir unsicher bist, ob der Boden für deinen Hund zu heiß ist, lege deine flache Hand 5 Sekunden auf den Boden. Oder stelle dich selbst einmal barfuß auf den Boden. Hunde können sich auf heißem Boden Verbrennungen an den Pfoten holen. Daher unterschätze diese Gefahr bitte nicht.

Hundesport & Bewegungstraining – was geht und was nicht!

  1. Hundesportliche Aktivitäten, Joggen und Radfahren sollten ebenfalls nur am frühen Morgen oder späten Abend stattfinden. Ist es auch zu diesen Zeiten bereits warm, lasse es bitte zum Wohle deines Hundes einfach sein! Da gibt es meiner Meinung nach keine Diskussion. Die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs oder Hitzschlags ist sonst sehr hoch. Training in der Sonne ist absolut tabu. Solltest du dich für ein Training entscheiden, achte darauf, dass dein Hund immer Zugang zu Wasser hat. Hund Hitze

 

    1. Hinsichtlich des aktiven Bewegungstrainings solltest du schauen, wie das Befinden deines Hundes ist. Ist es sehr heiß und rührt er sich ohnehin kaum von der Stelle, dann solltest du das respektieren. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen am Morgen oder Abend, wenn es kühler ist, einige Übungen durchzuführen. Du kannst das Programm im Zweifelsfall entsprechend reduzieren. Schau bitte, dass das Training im Schatten stattfindet und dein Hund immer Zugang zu Wasser hat.

Gehe auf die Bedürfnisse deines Hundes ein!

  1. Viel Schlaf: Ruhe ist für den menschlichen Körper bei Wärme das Wichtigste. Genauso sieht es bei deinem Hund aus. Viel Schlaf und ein schattiges, kühles Plätzchen, an dem man entspannt den Tag verschlafen oder vor sich hindösen kann, ist optimal.

 

  1. Ein Ausflug zum See oder Bach am Morgen oder Abend ist eine schöne Möglichkeit, dass dein Hund sich zum einen bewegen kann und zum anderen eine angenehme Erfrischung erfährt. Achte hier darauf, dass er nicht überhitzt ins kühle Nass springt. Auch wenn dein Hund nicht schwimmen geht, sondern nur ein wenig mit den Füßen durchs Wasser watet, ist das eine tolle Erfrischung! Was du beim Schwimmen und Wassertreten beachten solltest, habe ich dir in diesem Artikel nochmal zusammengefasst: Schwimmen und Wassertreten mit Hund.

Fazit – Hund im Sommer – das gibt es in Sachen Bewegung zu beachten! Hund Hitze

Es ist nicht schlimm, wenn dein Hund sich an warmen oder heißen Tagen weniger bewegt. Es ist schlicht und einfach ein völlig natürliches Verhalten, dass du bitte respektieren solltest! Passe eure Aktivitäten daran an und bestehe keinesfalls darauf, dass dein Hund ein bestimmtes Programm zu absolvieren hat!

Hund Hitze

 

4 Tipps damit ein Hund mit Gelenkproblemen schnell wieder fit wird & was du vermeiden solltest!

4 Tipps damit ein Hund mit Gelenkproblemen schnell wieder fit wird & was du vermeiden solltest!

Gelenkprobleme beim Hund sind ein Thema, was fast jeden Hundehalter im Laufe eines Hundelebens trifft. Immer wieder fragen mich dann Hundehalter nach Tipps, wie sie ihren Hund bei Gelenkproblemen wieder fit bekommen und was für den Hund absolut tabu ist. Ich habe dir in diesem Artikel eine Reihe wichtiger Punkte zusammengestellt, wie du deinen Hund unterstützen kannst und was du am Besen vermeidest – bzw. was sinnvolle Alternativen sind.

Angepasste Bewegung – aber nicht komplett schonen

Wichtig ist, die Beweglichkeit zu erhalten. Ansonsten schreitet die Arthrose im Gelenk weiter fort und die Muskulatur deines Hundes baut ab. Ein gezieltes Bewegungstraining mit aktiven Übungen ist hier wichtig für deinen Hund als Ergänzung zu täglichen Spaziergängen. So kann man das Fortschreiten der Arthrose aufhalten.

Passe die Bewegung und Belastung deines Hundes seinem Gesundheitszustand an. Ich empfehle dir, statt weniger kurzer mit der Diagnose Arthrose auf mehrere kürzere Spaziergange über den Tag verteilt umzustellen. Dein Hund erschöpft nicht so und die Erholungsphase ist deutlich kürzer. Zusätzlich ist aktives Bewegungstraining unverzichtbar, um die Beweglichkeit und Muskulatur zu erhalten

Nahrungsergänzungsmittel zur Schmerztherapie und Gelenkunterstützung

Helfer aus der Natur – wie Weihrauch, Teufelskralle, Ingwer, Hagebutte und Sanddornbeere –  wirken entzündungshemmend, lindern Schmerzen, unterstützen die Gelenke und helfen deinem Hund bei einer Arthrose.

Mit der Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln kannst du dazu beitragen, Gelenke und Knochen zu unterstützen. Auch Präparate wie Kollagenpeptide oder Grünlippmuschel können gute Dienste leisten, die Gelenke zu pflegen und zu versorgen. Insgesamt hält unsere Natur eine große Vielfalt an natürlichen Mitteln bereits, die den Hundekörper unterstützen.

Ein mit bedacht gewählter Schlafplatz

Unsere Hunde schlafen 17-20 Stunden am Tag. Auch wenn sie nicht schlafen, nutzen sie ihr Hundebett, um sich auszuruhen, zu dösen oder sich zurückzuziehen. Deshalb ist es wichtig, auf eine gute Qualität des Schlafplatzes zu achten. Dabei sollte man vor allem einen Blick auf das Innere des Hundebetts werfen und Wert auf eine qualitativ hochwertige Matratze legen. Sehr empfehlen kann ich orthopädische Hundebetten, da ein gutes orthopädisches Hundebett druckentlastend auf die Gelenke und die Wirbelsäule wirkt. Somit wird ein gelenkschonendes Liegen gefördert, eine gute Durchblutung ist gewährleistet und Gelenkschmerzen durch schlechtes Liegen werden verhindert. Hier lege ich dir natürlich gern unsere von mir entwickelten orthopädischen Hundebetten ans Herz. Was sie ausmacht, erfährst du hier: orthopädische 2-Komponenten Matratze.

Extratipp: mit Wärme und Kälte Schmerzlinderung verschaffen

Bei schmerzenden Gelenken durch Arthrose kann man sehr gut entweder auf Rotlicht oder Kirschkernkissen aber auch auf kühlende Quarkwickel zurückgreifen. Sie lindern auf natürliche Weise die Schmerzen im Gelenk und verschaffen so mehr Mobilität.

Gibt es Dinge, die ein Hund mit Gelenkbeschwerden auf keinen Fall machen sollte?

Übergewicht ist bei Arthrose (und eigentlich grundsätzlich!) tabu!

Übergewicht macht deinen Hund krank und ist bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose extrem schädlich. Bereits ein wenig zu viel auf den Rippen schadet deinem Hund dauerhaft! Die „paar Gramm“ bis hin zu starkem Übergewicht sind eine Hauptursache für Gelenkerkrankungen und verschlimmern sie noch weiter.

Die Gelenke deines Hundes werden dauerhaft über- und fehlbelastet, die Beweglichkeit wird eingeschränkt, es entstehen Schmerzen und Verspannungen, die Muskulatur baut ab. Ein wahrer Teufelskreis. Dein Hund hat zu viel auf den Rippen? Dann beginne jetzt mit einer Diät in Kombination mit angepasster Bewegung.

Hundesport – immer an die Erkrankung angepasst

Hundesport ist bei Arthrose und anderen Gelenkerkrankungen immer gezielt auszuwählen. Sportarten wie beispielsweise Agility empfehle ich zu vermeiden. Stattdessen sollte man auf Sportarten wie zum Beispiel Degility oder Mobility auszuweichen. Hierbei werden die Erkrankungen deines Vierbeiners berücksichtigt und ihr habt viel Spaß zusammen. Die Art der sportlichen Aktivität sollte auch immer auf die körperlichen Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt sein.

Vermeide übermäßige Belastungen, die ein arthrosekrankes Gelenk zusätzlich belasten

Dazu gehört beispielsweise, dass man bei einer Arthrose in einem Gelenk der Vorderläufe kurze Stopps, enge Wendungen etc. vermeidet. Die entstehen besonders bei Aktivitäten wie Bällchenspielen , Frisbee und Stöckchenwerfen. Sprünge belasten Vorder- und Hinterläufe gleichermaßen. So sind Sprünge in und aus dem Auto zu vermeiden und auch Sportarten, die Sprünge erfordern tabu. Beim Auto kann man beispielsweise auf Rampen zurückgreifen.

 Gelenkprobleme Hund

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Bewegung von Welpen & Junghunden – Übungsideen für Balance & Koordination & welche Bewegungen tabu sind!

Bewegung von Welpen & Junghunden – Übungsideen für Balance & Koordination & welche Bewegungen tabu sind!

Im letzten Artikel ging es bereits darum, wieviel ein Welpe bzw. Junghund bewegt werden darf und sollte. In diesem Artikel möchte ich dir Anregungen und Ideen geben, wie du deinen Welpen oder Junghund gezielt bewegen kannst, um sein Körpergefühl, Balance und Koordination zu trainieren. Weiterhin erfährst du auch, welche Bewegungen tatsächlich schädlich für ihn sind.

Gezielte Bewegungsübungen für Welpen und junge Hunde sind sinnvoll, um ihren Bewegungsapparat zu stärken und gesunde Bewegungen zu fördern. Gleichzeitig sind sie eine tolle Möglichkeit, den jungen Hund sinnvoll zu beschäftigen und auch die Bindung zum Hund zu stärken. Einige Anregungen stelle ich hier vor:

Das Laufen über verschiedene unebene Untergründe

Hierbei wird gezielt die Propriozeption gefördert, das bedeutet die Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum. Aber auch Koordination und Gleichgewicht werden trainiert. Hierzu braucht es kein spezielles Equipment. Beispielsweise kann man verschiedene Untergründe nutzen, die sich auf dem Spaziergang anbieten wie Sand, ein umgepflügter Acker, ein Waldboden voller Wurzeln etc., über die man den jungen Hund führt.

Aber auch eine Luftmatratze mit wenig Luft darin kann genutzt werden, damit der junge Hund darüber läuft und sich ausbalanciert. Doch auch Kieselsteine oder eine Luftpolsterfolie über die der Hund läuft, eignen sich super, um das Gefühl für den eigenen Körper zu stärken.

Weitere Ideen für Bewegungsübungen für Welpen

Zudem eignen sich Äste, um darüberzusteigen, Baumstümpfe um sie zu umrunden oder ein Sandhügel, den man erklimmen kann. Im Garten ist auch ein Planschbecken mit Bällen gefüllt ein riesiger Spaß.

Der eigenen Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Allerdings sollte man immer auf die Sicherheit des Hundes achten. Gebe deinem Hund dabei ausreichend Führung und sichere ihn bitte an Geschirr und Leine. Lasse es auch hier bitte langsam angehen und führe deinen jungen Hund Schritt für Schritt an neue Übungen heran. Zu Beginn reichen 1-2 Übungen völlig aus. Nach und nach kann man dann neue Übungen hinzunehmen. Die Übungseinheiten sollten kurz sein, da sie eine hohe Konzentration erfordern, auch wenn es so spielerisch aussieht. Beginne mit ca. 30 Sekunden und steigere die Einheiten sehr langsam.

Diese Bewegungen sollte man beim Welpen und Junghund meiden

Es gibt Bewegungen, die den Gelenken eines Welpen und Junghundes eher schaden. Daher sollte man versuchen, sie zu meiden:

Diese Bewegungen sollte man beim Welpen vermeiden:

  • Ball- und Zerrspiele sowie Spiele mit dem Stöckchen
  • Renn- und Fangspiele
  • das Springen über Hindernisse (auch wenn sie nur niedrig sind)

Bei diesen Bewegungen kommt es zu einem vermehrten Schub der Hinterhand und gleichzeitigem Bremsen mit der Vorderhand. Das hat eine sehr starke Belastung der Vorderläufe zur Folge.

Auch Frisbees zu fangen, oder Bälle aus dem Sprung heraus zu fangen ist tabu. Wenn man sich diese Bewegungen anschaut, erkennt man, dass es hier zu einer enormen körperlichen Belastung kommt. Neben der bereits intensiven Belastung durch das Bremsen und Landen kommt es zusätzlich zu einer Wendung des Körpers in der Luft.  Hier entstehen massive Scherkräfte, die auf die Gelenke einwirken. Studien haben ergeben, dass bei Bewegungen dieser Art je nach Geschwindigkeit, Gangart des Hundes und Körpergewicht zwischen 700-1000% des Körpergewichtes des Hundes auf seine Gelenke einwirken.

Diese wichtigen Punkte gibt es ebenfalls bei der Bewegung des Welpen und Junghundes zu beachten:

  • Fahrradfahren und Joggen sind erst frühestens ab dem 12.Lebensmonat erlaubt! Immer wieder sieht man Junghunde, die neben dem Fahrrad herlaufen. Das ist nicht gesund. Mache deinen Hund gern mit dem Fahrrad ansich vertraut und lasse ihn auch nebenhergehen, wenn du das Rad schiebst. Aber das aktive Laufen am Rad ist bis zum Ende des Wachstums nicht gesund!
  • Nach einem ausgiebigen Spaziergang sollte der Welpen nicht noch mit anderen Hunde toben. Die Verletzungsgefahr durch die Erschöpfung ist deutlich erhöht. Hier sollte man Vernunft walten lassen.
  • Zu wildes Spiel ist ebenfalls nicht gut. Richtig, der Hund soll spielen und seine Erfahrungen machen. Wenn es allerdings zu wild und rau zu geht, liegt es in deiner Verantwortung, das Spiel zu unterbrechen. Sonst sind schwere Prellungen und Gelenkverletzungen die mögliche Folge.

Darf mein Welpen oder Junghund Treppensteigen?

Dies ist ein leidiges und viel diskutiertes Thema. Grundsätzlich darf er das. Und zwar kontrolliert und in einem gesunden Maß! So darf der Welpe oder junge Hund kontrolliert an der Leine eine Treppe laufen. Dies trägt auch dazu bei, dass er mit den Bewegungen vertraut wird und diese sicher ausführt. Es ist wenig sinnvoll, einen Hund erst mit 9 Monaten an Treppenstufen zu gewöhnen. Er wird dann wesentlich unsicherer an diese Bewegungen herangehen, als wenn du es in einem gesunden Maß bereits im Welpenalter mit ihm geübt hast. Wenn viele Stufen allerdings mehrmals täglich bewältigt werden müssen, sollte man den Hund dann tragen.

Wenn ein Welpe oder Junghund verdächtige Symptome zeigt

Wenn der Welpe oder Junghund sich plötzlich steifbeinig bewegt, normale Bewegungen vermeidet oder gar humpelt, sollte man dies in jedem Fall ernst nehmen. Dann empfehle ich, den Hund unbedingt für weitere Untersuchungen bei deinem Tierarzt vorzustellen.

Fazit: Bewegung beim Welpen und Junghund

Grundsätzlich sollte man bei der Bewegung eines jungen Hundes den gesunden Menschenverstand walten lassen. Weder zu viel noch zu wenig Bewegung sind förderlich für die Gesundheit. Packe deinen Hund nicht in Watte, aber übertreibe es auch nicht. Schließlich möchtest du ja eine möglichst lange Zeit mit deinem viereinigen Gefährten an deiner Seite verbringen!

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Wie lange darf mein alter Hund spazieren gehen und wie viel Bewegung braucht er überhaupt noch?!

Wie lange darf mein alter Hund spazieren gehen und wie viel Bewegung braucht er überhaupt noch?!

Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Doch wie viel Bewegung ist tatsächlich gut für ältere Hunde? Und kann man dazu überhaupt eine pauschale Aussage tätigen?

Ganz klar nein! – jeder Hund ist individuell

Das erste Problem, das es im Umgang mit älteren Hunden gibt ist, dass Hundehalter nicht erkennen, wenn der Hund bereits erschöpft ist. Wenn du aktiv darauf achtest, wirst du viele ältere Hunde unterwegs sehen, die ihrem Halter mühsam hinterherlaufen. Immer bemüht, irgendwie Schritt zu halten. Das der Hundehalter sein Tempo anpasst und mit dem Hund läuft: Fehlanzeige! Da sehen wir dann also völlig abgehetzte und ausgepowerte alte Hundeseelchen, die einfach nicht mehr mit dem Tempo des Halters Schritt halten können. Ob diese Art von Spaziergang gesund ist oder sogar Spaß macht – die Frage kann man sich eigentlich selbst beantworten.

Aber da gibt es noch ein weiteres Bewegungsproblem bei unseren Seniorhunden

Das zweite Problem in Sachen Bewegung beim älteren Hund ist, dass Hunde vorschnell zum alten Eisen gezählt werden. Doch nur wer in Bewegung bleibt, der kann auch fit bleiben.

Ja, dann ist er halt alt!

Wenn der Hund älter ist und man merkt, er kommt nicht mehr so recht mit und am Fahrrad nebenher laufen klappt auch nicht mehr: ja dann ist er halt alt! In der Folge, gibt es nur noch die absolut unvermeidbare Bewegung und das bedeutet meistens eine kurze Pipirunde, bevor der Hund sich wieder in sein Bettchen zurückzieht.

Die Folge: es ist ihm sterbenslangweilig. Sein Geist verkümmert und sein Körper ebenfalls. Er hat keine Kondition mehr, verliert an Muskulatur, die Gelenke rosten ein. Es entstehen Arthrose und andere Gelenkerkrankungen. Jede Bewegung schmerzt. Auch das Herz-Kreislaufsystem ist nicht mehr leistungsfähig. In der Folge wird dann einfach noch weniger bewegt. Der Hund ist in einem Teufelskreis.

Aber die Frage ist ja, wie man alte Hunde richtig bewegt!

Die Bewegung des älteren Hundes lässt sich sehr gut mit der Bewegung älterer Menschen vergleichen. So sollte sie zwar angepasst werden an das Alter und den Gesundheitszustand, doch ist sie weiterhin ein wichtiger Bestandteil des täglichen Hundelebens!

Das bedeutet in der Praxis, dass tägliche Spaziergänge für deinen Hund weiterhin wichtig sind. Und zwar für seinen Körper aber auch für sein seelisches Befinden. Achte bei euren Spaziergängen darauf, dass du das Tempo und auch die Strecke, an sein Befinden anpasst.

Er sollte deinem Tempo gut Schritt halten können und sich nicht abhetzen müssen. Passe dein Tempo also an das deines Hundes an. Ansonsten überanstrengt er unnötig. Die Dauer des Spaziergangs solltest du so anpassen, dass er beendet ist, bevor dein Hund erschöpft ist, sprich bevor er müde hinterherschlufft. Empfehlenswert sind mehrere kleine Spaziergänge, anstatt zwei großer Runden. Dadurch verkürzt sich auch die Regenerationszeit deines Hundes signifikant. Auch die Gelenke werden nicht übermäßig belastet.

Wenn dein Hund zu den Vierbeinern gehört, die mehr Couchpotatoe sind als aktiver und rüstiger Seniorhund – dann solltest du etwas ändern.

Ja, dein Hund darf und soll mehr Ruhephasen haben. Aber er soll auch agil und fit gehalten werden. Dabei geht es nicht darum, das er ewig jung bleibt. Es geht darum, dass er schmerzfrei und würdig mit viel Lebensqualität älter werden darf.

Wie du das erreichen kannst!

Wenn du jetzt hochmotiviert bist, dann muss ich dich erst einmal bremsen! Eine solche Veränderung erreicht man langsam und kontinuierlich. Es ist also Ausdauer gefragt. Mit einem ausgiebigen Spaziergang – ganz wie früher – um den Lieblingssee, beruhigst du zwar wahrscheinlich kurzfristig dein Gewissen. Aber deinem Hund hilft es überhaupt nicht.

Empfehlenswert ist es, die Spaziergänge langsam zu steigern. Hier spreche ich von einer minutenweisen Steigerung. Also alle paar Tage, so wie es für deinen Hund gut machbar ist, eine Minute mehr pro Spaziergang. Wenn du spürst, dass das zuviel ist, dann starte mit 30 Sekunden mehr.

Für dich hört sich das vielleicht albern an.

– „Soll ich jetzt etwa die Zeit stoppen?!“

Ja genau, das sollst du! Schaue auf die Uhr und plane den Spaziergang so, dass eine langsame Steigerung der Bewegung möglich ist. Nur so gewöhnt sich der Körper deines Hundes daran und es baut sich langsam aber sicher Kondition auf. Ergänzend empfehle ich dir, auf dem Spaziergang auch etwas für Beweglichkeit und Koordination zu tun. Die bleibt bei älteren Hunden häufig auch auf der Strecke. Ganz zu schweigen von einem guten Körpergefühl.

Diese Übungen sind prima für unterwegs:

Ein guter Einstieg sind simple Alltagsbewegungen wie:

  • Steh-Sitz
  • Pfote geben
  • um Poller oder Baumstümpfe Slalom laufen
  • über Äste Hürden laufen lassen
Das tägliche Fitnessprogramm für Zuhause

Zusätzlich macht es wirklich Sinn, dass du auch Zuhause ein- bis zweimal täglich mit deinem Hund einige aktive Bewegungsübungen durchführst. So wie eine tägliche Pilateseinheit beim Menschen. Damit tust du nicht nur eine Menge für seine körperliche Fitness – und den Trainingseffekt wirst du sehr schnell bemerken – du schaffst auch ein tolles Ritual für euch, auf das dein Hund sich täglich freuen kann!

Du glaubst nicht, wie viele Hundehalter mir erzählen, dass ihre Hunde das tägliche Training nunmehr von sich aus einfordern. Oder sie sich vor Freude kaum einkriegen, sobald sie die Trainingsutensilien erblicken.

Beim Training werden übrigens auch Endorphine ausgeschüttet. Das macht deinen Hund glücklich. Sie geben ihm Lebensfreude und gleichzeitig helfen sie gegen Schmerzen. Für mich gibt es daher keinen Grund, dass alte Hunde nicht mehr bewegt werden und sich so viele Hundehalter einfach keine Mühe mehr mit der Bewegung des älteren Hundes geben.

Was hält dich noch auf?

Du siehst, ich kann dir keinen genauen Zeitrahmen nennen, wie viel du deinen älteren Hund bewegen darfst und sollst. Ich kann dir nur ans Herz legen ein gesundes Mittelmaß zu finden zwischen „mein Hund gehört zum alten Eisen“ und „ich laufe einfach und ignoriere sein Alter“.

Das ist gar nicht so schwer, wenn man ein Gefühl dafür entwickelt, was der eigene Hund noch kann. Unsere Hunde zeigen uns das sehr deutlich. So mag es sein, dass ein Seniorhund keine zwei Stunden mehr um den See laufen kann. Das mindert aber die Qualität der gemeinsamen Aktivität nicht. Passe eure gemeinsame Bewegung an und investiere wenige Minuten am Tag in die Mobilität und Fitness deines Hundes. Es wird sich langfristig auszahlen!

PS: Wenn du so richtig gezielt mit deinem älteren Hund trainieren möchtest, dann lege ich dir meinen Seniorfit Kurs ans Herz. Dort lernst du aktive Bewegungsübungen, die du regelmäßig mit deinem Hund durchführen kannst. Ohne großen Schnick-Schnack und Equipment und auf die körperlichen Bedürfnisse älterer Hunde zugeschnitten. Wenn du nicht sicher bist, ob dein Hund sich darauf einläßt (aber warum eigentlich nicht?!), kannst du den Kurs 7 Tage kostenfrei ausprobieren. Schau ml vorbei beim SENIORFIT ONLINE KURS – ich freue mich auf dich!

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Muskeltraining Hund: Isometrisches Training der Vorderläufe & Schultern

Muskeltraining Hund: Isometrisches Training der Vorderläufe & Schultern

Isometrische Übungen werden oft eher als langweilig betrachtet und geraten beim Bewegungstraining für Hunde oft ins Hintertreffen. Besonders in Zeiten, in denen vermittelt wird, Bewegungstraining ohne entsprechende Tools sei nicht möglich und sterbenslangweilig. Muskeltraining Hund

Dabei ist das isometrische Training, auch wenn es weder aufregend aussieht („man sieht ja nichts!“) noch aktive Bewegung erfordert, für unsere Hunde körperlich aber auch geistig anstrengend. Neben der Muskelanspannung ist nämlich auf 100% Konzentration und Fokussierung auf den eigenen Körper notwendig.

Ich liebe isometrische Übungen ganz besonders aus folgenden Gründen: Muskeltraining Hund

  • Das Training ist extrem effektiv
  • Man kann immer und überall trainieren – ohne Equipment und große Vorbereitung
  • Isometrische Übungen kann man auch machen, wenn ein Hund ein Gelenk noch nicht bewegen kann und man den betroffenen Lauf dennoch trainieren möchte. So kann man schon vor der Belastungsphase in der Reha dem Muskelabbau entgegenwirken und sogar Muskelaufbau fördern.
  • Es kann bei jedem Hund eingesetzt werden – angepasst auf seine körperlichen Bedürfnisse – ganz gleich ob älterer Hund, junger Hund, Sporthund, bei Gelenkerkrankungen oder neurologischen Erkrankungen. Es gibt einfach keine Kontraindikationen, sprich Gründe, bei dem man nicht mit isometrischen Übungen arbeiten könnte.

Isometrische Übungen – ein Allroundtalent

Aus den genannten Gründen arbeite ich in meinen Kursen sehr viel mit isometrischen Übungen zum Muskelaufbau und um Koordination, Balance und Körpergefühl und -wahrnehmung zu fördern. Hundehalter und Hund können diese Übungen sehr leicht erlernen und gezielt und korrekt einsetzen – mit einem maximalen Trainingseffekt.

Warum funktioniert Isometrisches Training? Muskeltraining Hund

Isometrische Übungen sind eine Form des Krafttrainings. Dabei werden Muskeln angespannt und die Anspannung wird gehalten.  All das passiert, ohne das eine aktive Muskel- oder Gelenkbewegung dafür nötig ist. Dein Hund arbeitet  dabei ausschließlich gegen den Druck ,den du mit einer Hand erzeugst bzw. gegen die Schwerkraft.

Das erklärt auch nochmal, warum diese Art des Trainings perfekt für Hunde geeignet ist mit versteiften Gelenken oder bei Schmerzen während einer Gelenkbewegung. Auch für Hunde mit neurologischen Erkrankungen und Lähmungen helfen sie sehr gut, wieder mobil zu werden und den Körper wahrzunehmen. Doch auch für Sporthunde wird das isometrische Training gezielt eingesetzt sowie für ältere Hunde.

Im Folgenden stelle ich dir zwei Varianten des isometrischen Trainings für die Vorderläufe und die Schultern des Hundes vor.

Beachte bei den Übungen immer, dass sie sehr anstrengend für deinen Hund sind. Halte dich bitte an meine Trainingsempfehlung. Diese isometrischen Übungen aber auch viele weitere (isometrische) Übungen findest du auch in meinen Online Selbstlernkursen für Hundehalter.

Übung #21 FRONT ISO Muskeltraining Hund

Trainierte Bereiche:Muskulatur der Vorderläufe, der Schultern und des Rumpfes, Brustmuskulatur

Wirkung:Stärkung der Muskulatur von Brust, Vorderläufen, Schultern und Rumpf. Gleichzeitig werden Balance und Koordination trainiert.

Wann nicht: Keine Einschränkung

Equipment: für Fortgeschrittene z. B. Balance Pad, Kissen, Trampolin, nachgiebiger Untergrund

Ausführung
Variante A:
Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Hocke dich zunächst vor deinen Hund, sodass ihr euch anschaut. Lege deine Hände nun seitlich auf die Schultern deines Hundes. Übe mit deiner linken Hand leichten Druck auf die Schulter aus, bis du merkst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder locker und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf die andere Schulter aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit und lasse dann langsam locker.

Variante B:
Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Du hockst auch jetzt wieder vor deinem Hund, so das ihr euch anschaut. Lege nun deine Hände auf die Brust deines Hundes und übe leichten Druck aus, als würdest du ihn von dir wegschieben. Halte den Druck wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit.

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gib deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Variation

Wenn dein Hund die Übung sicher beherrscht, kannst du sie auch auf einem weichen Untergrund wie zum Beispiel einem Kissen, Balance Pad durchführen. Das verstärkt den Trainingseffekt deutlich.

Trainingsempfehlung Muskelaufbau Hund Muskelaufbau Hund

Level 1

Häufigkeit: 3–5 x wöchentlich, Wiederholungen: 3 x pro Griff Dauer: je 3 Sek. pro Griff

Level 2

Häufigkeit: 3–5 x wöchentlich, Wiederholungen: 3–5 x pro Griff Dauer: je 3-5 Sek. pro Griff

Das hört sich ja furchtbar langweilig und so gar nicht anstrengend an? Versuche es mit deinem Hund und beobachte, wie er sich konzentrieren muss, auf den Druck mit deiner Hand zu reagieren!

Du hast Fragen zu den Übungen? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir eine Email! Ich helfe dir gern  weiter! Hier findest du Anleitungen für isometrisches Muskeltraining für die Hinterläufe und den unteren Rücken: ISOMETRISCHES TRAINING HINTERLÄUFE & RÜCKEN

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Gastbeitrag: Isometrisches Training im Hundetraining bzw. im Verhaltenstraining

Gastbeitrag: Isometrisches Training im Hundetraining bzw. im Verhaltenstraining

Wenn du meinem Blog schon länger folgst weisst du, dass ich ein großer Freund von Isometrischen Übungen bin und bei meinem Bewegungstraining auch immer das enge Zusammenspiel zwischen Körper und Geist sehe. Umso mehr freue ich mich über den Gastbeitrag von Ilka Hochstein, die die Wirkung und den Einsatz Isometrischer Übungen aus Sicht des Hundetrainings beleuchtet! Viel Freude mit dem Artikel!

Isometrisches Training im Hundetraining

Im November 2018 hat Martina von den Isometrischen Übungen zum Muskelaufbau geschrieben und das diese Übungen deutlich unterschätzt werden. Heute stelle ich Euch einen weiteren Nutzen dieser unbeachteten Übungen vor. Gestresste Hunde oder leicht erregbare, nervöse und ängstliche Hunde profitieren sehr von diesen Übungen. Denn man kann sie als konditionierte Entspannung ins Training mit einbauen.
Gut auf trainiert können diese Übungen langfristig helfen das der Hund gelassener und selbstbewusster wird. Um sich entspannen zu können, muss man loslassen. Das trainieren wir mit den Isometrischen Übungen.

Was sind isometrische Übungen? Isometrisches Training Hundetraining

Durch das Auflegen der Hand mit leichtem Druck kommt es beim Hund zu einer Spannungsänderung im Muskel. Das fördert die Wahrnehmung des eigenen Körpers und und stärkt  das eigene Körpergefühl.
Kommt der Hund nun in eine aufregende Situation beim Spaziergang, so können wir die zuvor erlernten Isometrischen Übungen anwenden.

Durch die willentliche An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen muss der Hund seine Konzentration auf sich selbst lenken (vom Auslöser weg), folgt auf die Anspannung nun ein Loslassen, dann kann ein Zustand der Entspannung hervorgerufen werden. Die Übungen bringen den Hund ins „hier und jetzt“ zurück, da er sich auf sich selbst konzentrieren muss. Das bedeutet nun nicht das der Hund nach einer sehr aufregenden Situation sofort in den Tiefschlaf fällt, aber es besteht die Möglichkeit das der Hund schnell wieder runter fährt und aus seiner reaktiven Aktion wieder ansprechbar wird.

Was ist der Nutzen im Hundetraining?

Ein aufgeregter Hund steht unter körperlicher und emotionaler Anspannung, dies kann der Hundehalter leicht daran erkennen das die Körperbewegungen steifer werden und die Muskulatur fester. Die Körpermitte verschiebt sich, das Gewicht des Hundes lastet nun mehr auf der Vorder- oder Hinterhand.

Wird das Kampf oder Fluchtsystem des Hundes aktiviert benötigt es Energie und die Muskeln werden angespannt, folgt danach nie eine Tiefenentspannung, dann bleibt die Restspannung im Körper und wird beim nächsten Stressauslöser in einer Stresskaskade noch größer.  Gesundheitliche Probleme können die Folge sein, diese Aufwärtsspirale können wir effektiv unterbrechen.

Durch gezieltes Training lernt der Hund das nach dem Auflegen der Hand auf bestimmte Muskelgruppen die Entspannung dieser Muskel folgt. Dieses Loslassen kann nur erfolgen wenn der Hund zurück in sein Gleichgewicht kommt, denn Entspannung ist das Gegenteil von Anspannung.

So hilft es deinem Hund

Durch kontinuierliches Training können wir unseren Hunden zu mehr Ruhe im Alltag verhelfen und erwarten langfristig eine Verhaltensanpassung.  Stress kann so besser kompensiert werden und bestimmte seelische und dadurch resultierende körperliche Beschwerden können gelindert werden.

Habt ihr schon beobachtet das Euer Hund sich in aufregenden Situationen an euch drückt? Das kann ein Zeichen zur Selbstentspannung sein, denn dabei werden auch Wohlfühlhormone, wie z.B. Oxytocin ausgeschüttet. 

Wir können das Training  immer und überall durchführen, weil wir nichts anderes als uns selbst dazu benötigen. Das die Isometrischen Übungen nur ein Teil eines Hundetrainings oder einer Verhaltenstherapie sein können ist selbstverständlich. Sie sind kein Allheilmittel und ein Teil des ganzen.

Viel Spaß beim Üben

Ilka Hochstein

Ilka Hochstein

Ilka Hochstein

Informationen zu meiner Person:

Ilka Hochstein

ich führe seit 7 Jahren eine Hundepension und gebe Hundetraining. Im Hundetraining ist unser Kernelement das Degility training. Dort arbeite ich nicht nur mit Hunden die körperliche Einschränkungen haben, sondern immer mehr mit den sogenannten „Hibbelhunden“ oder Hunden die Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Hier geht es zur Webseite: Hunde Hof Hochstein

Außerdem bin in ich Gesundheits- und Ernährungsberaterin für Hunde und unterstütze die Hundehalter in Futter und Gesundheitsfragen. Funktionale Lebensmittel sind mir wichtig, denn du bist was du isst – das gilt auch für unsere Vierbeiner. Zur Zeit bin ich in Ausbildung zur Phytotherapeutin für Hunde um noch umfassender die Gesundheit der Hunde vorantreiben zu können. Isometrisches Training Hundetraining Isometrisches Training Hundetraining Isometrisches Training Hundetraining Isometrisches Training Hundetraining Isometrisches Training Hundetraining Isometrisches Training Hundetraining

 

HAPPYFIT – aktives Bewegungstraining für die Fitness deines Hundes – inkl. Trainingsplan!

HAPPYFIT – aktives Bewegungstraining für die Fitness deines Hundes – inkl. Trainingsplan!

Du möchtest gern mit deinem Hund ins aktive Bewegungstraining starten und suchst nach Übungen für deinen Hund? Mit aktiven Bewegungsübungen bietest du deinem Hund nicht nur eine tolle Möglichkeit körperlich fit zu werden und zu bleiben, seine Muskulatur zu stärken, Beweglichkeit zu fördern und Koordination, Balance und Körpergefühl zu trainieren. Gleichzeitig bietest du deinem Hund auch eine Beschäftigung, die ihn geistig fordert und auslastet und ihr habt eine tolle gemeinsame Aktivität, die eure Bindung stärkt. Fitness Hund

Das aktive Bewegungstraining läßt sich sehr leicht, ohne spezielles Equipment und auch für Laien nach entsprechender Anleitung sofort umsetzen und erste Erfolge zeigen sich schnell. Die Übungen aus diesem Trainingsplan kannst du sowohl im Haus, im Garten aber auch unterwegs auf dem Spaziergang durchführen. In diesem Blogartikel findest du die bebilderten Übungsanleitungen und unter diesem Link kannst du dir den passenden Trainingsplan herunterladen.

Das Geheimnis des aktiven Bewegungstrainings ist nämlich die sinnvolle Kombination der verschiedenen Übungen. Es geht weder darum, dass sie besonders komplex aufzubauen sind (auch wenn man den Anspruch im Trainingsverlauf durchaus steigert) noch darum sehr viel Zeit in das Bewegungstraining zu investieren. Eine gezielte Kombination von effektiven Übungen, die sich häufig aus Alltagsbewegungen ergeben, bringt letztlich den Erfolg. Denn auch für ältere und erkrankte Hunde soll das Training gut umsetzbar sein. Alle Übungen des Happyfit Trainingsplans sind so ausgewählt, dass sie ein kleines Basistraining bieten. Du kannst sie also auch mit älteren oder gelenkkranken Hunden anwenden.

Die Übungsanleitungen findest du alle in diesem Artikel, den Trainingsplan kannst du dir ganz einfach gratis HIER RUNTERLADEN.

Aktive Übungen – Beachte dies bitte beim Training: Fitness Hund

Die Tagesform deines Hundes kann durchaus schwanken und so klappt es mal besser und mal schlechter. Sei daher geduldig mit deinem Hund.

Halte dich bitte auch an die empfohlene Anzahl an Wiederholungen. Mehr bringt nicht mehr. Wenn dein Hund eine Übung verweigert, versuche eine andere Herangehensweise, und/oder probiere es später noch einmal. Verweigert er eine Übung konsequent, ist es möglich, dass ihm eine bestimmte Bewegung schmerzt. Das solltest du unbedingt ernst nehmen und dem auf den Grund gehen. Melde dich bei Fragen sehr gern bei mir.

Das Happyfit Training ist kein Ersatz für einen Besuch beim Tierarzt oder beim Physiotherapeuten!

Alle Übungen, die du im Happyfit Trainingsplan vorgestellt bekommst, gewähren dir gleichzeitig einen kleinen Einblick in meine Online Kurse.

Übung #01 SAY HELLO

Trainierte Bereiche: Vorderläufe und Schultern

Wirkung: Pfote geben macht deinem Hund nicht nur viel Spaß, es eignet sich auch, um die Beweglichkeit des Ellbogens zu fördern. Zusätzlich trainierst du die Muskulatur des Vorderlaufes und die Koordination deines Hundes.

Wann nicht: Schmerzen im Vorderlauf, bei versteiften Ellbogengelenken

Say Hello - Pfote geben

Say Hello – Pfote geben

Ausführung

Dein Hund befindet sich im Sitz, du hockst dich vor ihn und ihr schaut euch an. Animiere ihn, seine Pfote in deine Hand zu legen. Um der Übung etwas mehr Abwechslung und Anspruch zu geben und die Gelenkbeweglichkeit zu fördern, biete deinem Hund die Hand in unterschiedlichen und wechselnden Höhen an, bis hin zum High-Five. Lasse dir beide Pfoten abwechselnd geben.

Variation

Wenn dein Hund sich bei der Übung nicht setzen kann oder möchte, kann er die Pfote auch im Liegen oder Stehen geben.

Übung #02 BACK DOWN

Trainierte Bereiche: Hinterläufe und unterer Rücken

Wirkung: Vom Steh ins Sitz und umgekehrt bringen wir unsere Hunde mehrmals täglich. Die Übung eignet sich sehr gut als Kraft- und Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe deines Hundes. Auch die Muskulatur des unteren Rückens wird trainiert

Wann nicht: Schmerzen oder Instabilität des Hinterlaufs, versteifte Gelenke oder Versteifung des unteren Rückens

Back Down - Steh Sitz Transfer

Back Down – Steh Sitz Transfer

Back Down - Steh Sitz Transfer

Back Down – Steh Sitz Transfer

Ausführung

Du stellst dich vor deinen stehenden Hund und ihr schaut euch an. Gib ihm das Signal, ins Sitz zu gehen. Er sollte sich möglichst gerade hinsetzen und sich nicht bequem auf eine Seite gleiten lassen. Je langsamer und bewusster dein Hund die Bewegung macht, desto größer ist der gymnastische Effekt.

Im nächsten Schritt gibst du ihm das Signal, vom Sitz ins Steh zu gehen. Dabei sollte er möglichst auf der Stelle bleiben, ohne einen Schritt vorwärts zu gehen. So ist der Trainingseffekt am größten. Dafür stellst du dich nah vor ihn. So arbeitet er nur mit der Muskulatur der Hinterläufe und nutzt nicht seine Vorderläufe, um sich hochzuziehen.

Wenn es nicht sofort perfekt funktioniert, habe etwas Geduld. Die korrekte Ausführung der Übung ist anstrengender und anspruchsvoller, als es aussieht. Bitte lasse deinen Hund eigenständig ins Sitz gehen. Nicht mit der Hand auf den Po drücken oder Ähnliches.

Übung #05 HURDLE RACE

Trainierte Bereiche: Alle vier Läufe

Wirkung: Die Gelenkbeweglichkeit und die Muskulatur aller vier Läufe werden trainiert. Mittels langsamer, bewusster Bewegungen werden ein gesunder Bewegungsablauf, Balance und Koordination des gesamten Körpers geschult.

Wann nicht: Bei versteiften Gelenken

Equipment: Für die Variation: 4–5 flache Hindernisse wie Äste, Stangen, Besenstiele

Hurdle Race - Cavaletti Training

Hurdle Race – Cavaletti Training

Ausführung

Setze dich mit gespreizten Beinen auf den Boden. Ist dein Hund zu Beginn aufgeregt, lass ihn zunächst neben dir absitzen, um etwas zur Ruhe zu kommen. Führe ihn langsam, Schritt für Schritt über deine Beine. Du kannst ihn hierzu auch an eine kurze Leine nehmen, um sein Tempo zu steuern. Am Ende angekommen lass ihn absitzen und vergiss nicht, ihn zu loben! Diese Übung erfordert viel Konzentration und ist für deinen Hund anstrengend. Nun geht es wieder zurück. Er sollte so langsam wie möglich gehen. Nur so verinnerlicht das Gehirn deines Hundes, wie die korrekte und gesunde Bewegung sein soll.

Variation

Du kannst deinen Hund alternativ auch über 4-5 Hindernisse wie Besenstiele, Cavaletti-Hindernisse oder dickere Äste führen. Lege die Hindernisse in einer Linie auf den ebenen Boden. 4–5 Hindernisse sind ideal, um deinen Hund in einen Bewegungsfluss zu bringen. Er sollte bequem darübersteigen können und nicht dazu verleitet werden zu springen. Ein Abstand von einer Hundelänge ist optimal.

Übung #06 SNAKE LINES

Trainierte Bereiche: Alle vier Läufe und der Rücken

Wirkung: Es werden eine gleichmäßige Belastung aller vier Läufe, ein gesunder Bewegungsablauf sowie Balance und Koordination trainiert. Gleichzeitig wird die Beugung der Wirbelsäule intensiviert und die Muskulatur des Rückens und der Läufe gestärkt.

Wann nicht: Instabilität oder Schmerzen in der Wirbelsäule

Equipment: Blumentöpfe, dicke Steine, Baumstümpfe oder Bücherstapel

Snake Lines - Slalom Training

Snake Lines – Slalom Training

Ausführung

Lege die Hindernisse in gerader Linie auf den ebenen Boden. Die Anzahl von 4–5 Hindernissen mit je einer Hundelänge Abstand ist optimal, um deinen Hund in einen Bewegungsfluss zu bringen.

Lasse deinen Hund absitzen, bevor es um die Hindernisse geht. Führe ihn langsam an der kurzen Leine um die Hindernisse. Durch die Leine steuerst du das Tempo und verhinderst, dass dein Hund die Übung abbricht. Am Ende angekommen lässt du ihn absitzen, bevor ihr zurückgeht. Geht so langsam wie möglich. Nur so verinnerlicht das Gehirn deines Hundes, wie die korrekte und gesunde Bewegung sein soll.

Variation

Wenn keine Hindernisse zur Hand sind, kann dein Hund auch zwischen deinen Beinen Slalom laufen. Du stellst dich breitbeinig hin, sodass dein Hund bequem zwischen deinen Beinen durchpasst. Locke ihn mit einem Leckerli zwischen deinen Beinen durch und führe ihn außen um deine Beine herum. Wiederhole die Übung auch auf der anderen Seite. Achte darauf, dass du ihn in beide Richtungen laufen lässt, damit beide Körperhälften belastet werden.

Übung #22 PAWS UP

Trainierte Bereiche: Muskulatur aller vier Läufe

Wirkung: Die Übung ist ein effektives Muskeltraining, ohne dass eine Gelenkbewegung nötig ist. Daher spricht man von einer isometrischen Übung (Muskelstärkung ohne aktive Bewegung des Gelenks). Zusätzlich trainierst du die Koordination und die Balance deines Hundes.

Wann nicht: Instabilität im Rücken oder in den Hinter- oder Vorderläufen

Paws Up - Pfoten anheben

Paws Up – Pfoten anheben

Paws Up - Pfoten anheben

Paws Up – Pfoten anheben

Ausführung

Dein Hund steht und du hockst dich vor oder neben ihn. Du greifst einen Vorderlauf (oberhalb der Pfote) und hebst ihn für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit an. Setze die Pfote ab, greife den anderen Vorderlauf und hebe das Bein leicht an. Hocke dich hinter deinen stehenden Hund. Hebe den einen Hinterlauf – ebenfalls oberhalb der Pfote – an und beuge den Lauf leicht, so wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Halte die Pfote für die in der Trainingsempfehlung angegebene Dauer.

Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat. Beim Anheben des Laufs kräftigst du durch die Gewichtsverlagerung die Muskulatur der übrigen drei Läufe und dein Hund muss die Verlagerung des Körperschwerpunktes ausgleichen.

Übung #25 NOSE UP Fitness Hund

Trainierte Bereiche: Vorderläufe, Nacken, Schulter, Rückenmuskulatur

Wirkung: Stretching der Muskeln der Vorderläufe sowie des Nackens, der Schulter und des Rückens, leichtes Training der Muskulatur der Hinterbeine, Balance und Koordination des gesamten Körpers

Wann nicht: Erkrankungen und Schmerzen in der Halswirbelsäule

Nose Up

Nose Up

Ausführung

Dein Hund steht neben dir und ihr blickt in dieselbe Richtung. Halte ein Leckerli dicht vor die Schnauze deines Hundes. Führe es langsam nah vor seiner Nase nach oben (um 90 Grad im Uhrzeigersinn), bis seine Schnauze (möglichst) senkrecht nach oben zeigt. Halte die Position wie in der Trainingsempfehlung angegeben. Führe das Leckerli langsam wieder in die Ausgangsposition. Alternativ kannst du auch vor deinem Hund stehen und das Leckerli führen.

Variation

Möglicherweise schafft dein Hund es zu Beginn nicht, seinen Hals bis in die Endposition zu strecken. Das ist gar nicht schlimm. Führe das Leckerli bis zu dem Punkt, wo es deinem Hund leichtfällt. Im Verlauf des Trainings wird seine Muskulatur elastischer werden und er wird es schaffen, seine Nasenspitze nach oben zu recken und diese Position zu halten. Hilf auf keinen Fall nach! Auch wenn dein Hund versucht sich hinzusetzen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Streckung für ihn zu stark war.

Jetzt wünsche ich dir und deinem Hund viel Freude beim Training!

Zur Sicherheit hier nochmal der LINK UM DEN HAPPYFIT TRAININGSPLAN GRATIS RUNTERZULADEN.

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Radfahren mit Hund – diese Dinge solltest du wissen!

Radfahren mit Hund – diese Dinge solltest du wissen!

Besonders im Frühjahr und Sommer ist das Radfahren mit dem Hund eine beliebte sportliche Aktivität. Wenn es richtig gemacht wird, ist es ein tolles Training für den Hund. Es trainiert die Muskulatur und die Kraft deines Hundes und gleichzeitig auch seine Ausdauer. Auch das Herz-Kreislauf-System wird trainiert. Natürlich hat es auch für dich einen positiven Effekt, denn es ist gesund und macht gute Laune.

Allerdings rede ich nicht davon, dass der Hund in der prallen Mittagshitze völlig erschöpft neben dem Fahrrad galoppiert. Für ein gesundes Radfahren mit Hund gibt es einige Dinge zu beachten. Die habe ich dir hier zusammengefasst.

Wann das Laufen am Fahrrad für einen Hund tabu ist:

  • Wenn der Hund noch im Wachstum ist, also jünger als 12-18 Monate, ist das Laufen am Rad tabu, denn es kann dauerhafte Schädigungen der Gelenke nach sich ziehen.
  • Auch alte Hunde gehören nicht ans Fahrrad. Das kontinuierliche Laufen im Trab am Rad überfordert sie körperlich.
  • Übergewichtige Hunde sollten ebenfalls nicht am Rad geführt werden, da es sie körperlich überfordert und die Gelenke überlastet.
  • Wenn ein Hund unter Schmerzen leidet, gesundheitlich angeschlagen ist oder unter einem Infekt oder Fieber leidet, ist das Laufen am Fahrrad ebenfalls tabu – wie jeder Art von Sport.
  • Molosserartige Hunde sind körperlich nicht für das ausdauernde Laufen am Rad gemacht. Auch Chihuahua, Dackel und Co. sind im Fahrradkörbchen besser aufgehoben, als neben dem Rad zu laufen.

Das Equipment

Beim Radfahren sollte dein Hund ein gut gepolstertes Geschirr tragen, in dem er alle Bewegungen in vollem Umfang durchführen kann, ohne dass das Geschirr ihn daran hindert. Wenn er an der Leine läuft, sollte diese locker hängen. Lasse dich nicht von deinem Hund am Rad ziehen. Zusätzlich gibt es spezielle Vorrichtungen, die man am Fahrrad befestigen kann, damit der Hund dort am Rad läuft.

Bevor es losgeht Radfahren Hund

Füttere deinen Hund nicht kurz vor der Radtour. Mit vollem Magen läuft es sich nicht gut und man riskiert eine Magendrehung sowie Kreislaufprobleme. Dein Hund sollte sich vor dem Training gelöst haben. Du solltest ihn auch nicht in einer Pause auf einer Radtour füttern.

Bevor es losgeht, solltest du einige Aufwärmübungen mit ihm machen. So erwärmst die Muskulatur und die Gelenke und bereitest ihn auf die sportliche Aktivität vor. Zudem verminderst du das Verletzungsrisiko. Dein Hund ist konzentriert und auch mental auf eure sportliche Aktivität vorbereitet.

Es geht los – Radfahren mit Hund

Falls möglich sollte der Untergrund beim Radfahren mit Hund kein Asphalt sein. Dort werden die Gelenke unnötig belastet. Nach Möglichkeit sollte man Wald- und Feldwege für Radtouren mit dem Hund nutzen. Besonders wenn ihr die ersten Male gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs seid oder ihr nach der Winterpause neu startet, sollte man das Training mit kurzen Einheiten langsam aufbauen. Starte hierzu mit wenigen Minuten im leichten Trab. Gebe deinem Hund dann die Möglichkeit kurze Zeit locker im Schritt zu laufen, bevor ihr die nächste Einheit im leichten Trab absolviert. Für ein kontinuierliches Laufen im Trab ist eine entsprechende Ausdauer nötig. Die muss langsam und gesund aufgebaut werden.

Deinen Hund am Rad galoppieren zu lassen, ist weder sinnvoll für seine Gelenke, noch gut für das Herz-Kreislauf-System. Die gelenkschonendste Fortbewegung für deinen Hund ist der Trab. Zusätzlich werden hier auch das Herz-Kreislauf-System und die Kondition schonend trainiert. Zeigt ein Hund von sich aus, dass er langsamer wird, in den Schritt wechselt oder er stark hechelt, gönne ihm sofort eine Pause bzw. beende das Training.

Nach dem Radfahren mit Hund

Es macht dir Spaß, das Radfahren mit deinem Hund zu teilen? Dann solltest du auch nach der gemeinsamen Aktivität, etwas Zeit in ein sogenanntes Cool Down investieren. Mit einigen lockeren Übungen und einem lockeren Auslaufen unterstützt du eine schnelle Regeneration des Hundekörpers und es ist der gelungene Abschluss des gemeinsamen Ausfluges. Beobachte dein Hund auch an den Tagen nach dem Training. Steht er schwerfällig auf oder macht den Anschein, als hätte er Muskelkater? Dann solltest du euer Trainingspensum definitiv anpassen!

Wie oft trainieren?

Lasse deinen Hund maximal jeden zweiten Tag am Rad laufen. Der Hundekörper braucht Zeit um sich zu erholen und auch die Muskulatur baut sich nur in diesen Pausen auf. Hinzu kommt, dass dein Hund Muskelkater bekommt, wenn er zu schnell oder zu lange läuft.

Auch das solltest du beachten Radfahren Hund

Wenn die Temperaturen hoch sind, ist das Laufen am Rat einfach tabu. Da gibt es nichts zu diskutieren. Du riskierst einen Hitzschlag beim Hund, der lebensgefährlich ist. Auch der Asphalt heizt sich stark auf und dein Hund kann sich seine Pfoten schmerzhaft verbrennen. Bedenke auch, dass dein Hund keine Kühlung durch Fahrtwind hat und es in Bodennähe wärmer ist als in Sattelhöhe. Wenn du in den Sommermonaten möchtest, dass dein Hund dich am Rad begleitet, dann verlege das Training in die frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden. Setze deinen Hund keinem gesundheitlichen Risiko aus.

Zusätzlich solltest du deinem Hund zwischendurch immer wieder Pausen gönnen und ihn immer genau beobachten. Gebe ihm die Möglichkeit, zwischendurch etwas zu trinken oder sich in einem Bach oder See zu erfrischen. Der Spaß beim Radfahren mit Hund sollte an erster Stelle stehen. Sportlicher Ehrgeiz hat hier keinen Platz.

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Knochenkrebs beim Hund – alle Fakten zur Erkrankung

Knochenkrebs beim Hund – alle Fakten zur Erkrankung

Knochenkrebs ist eine häufige Krebserkrankung beim Hund. Man muss nicht drum herum reden, dass die Prognose äußerst schlecht ist. Dennoch ist es eine Erkrankung, mit der wir uns als Hundehalter auseinandersetzen sollten. In meiner Praxis habe ich einige Hunde mit Knochenkrebs betreut. Meist bereits nach der Amputation eines Laufes. Die Situation ist für den Hund und den Halter gleichermaßen schwierig. Der Hundehalter weiß, dass die Diagnose Osteosarkom bedeutet, dass die Lebenszeit des Hundes äußerst begrenzt ist. Der betroffene Hund muss nach der Amputation mit einem neuen Körpergefühl zurechtkommen und Bewegungsabläufe für sich neu definieren. Mir ist es wichtig, dir als Hundehalter umfassende Informationen zur Erkrankung zu geben, damit der Umgang mit dem Knochenkrebs im Ernstfall leichter ist.

Knochenkrebs Hund

Ein Knochentumor ist immer ein primärer Tumor. Das bedeutet, dass der Tumor im Knochen entsteht und nicht in ihn metastasiert. Der Knochentumor metastasiert frühzeitig in die Lunge. Das bedeutet, dass wenn der Knochentumor erkannt wird, er bereits bei ca. 20 % der Hunde Metastasen in der Lunge gebildet hat. Ein großer Anteil der Patienten hat bereits Mikrometastasen. Sie sind zum Zeitpunkt der Diagnose aufgrund ihrer geringen Größe jedoch häufig noch nicht sichtbar. Knochenkrebs ist eine sehr aggressive Krebsart, die sehr schnell und früh metastasiert. Neben der Lunge sind auch oft die Lymphknoten befallen. Die Metastasen eines Knochentumors haben ein kugelähnliches Aussehen.

Welche Knochen sind beim Knochenkrebs betroffen?

Meist sind es die langen Röhrenknochen, wie Oberarm oder Oberschenkel, die vom Osteosarkom befallen werden. Aber auch Fußknochen, Rippen, Wirbelsäule Schulterblatt, Kopfknochen, Becken und der Brustbereich können betroffen sein.

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Man geht davon aus, dass einige Hunderassen eine erbliche Prädisposition haben, an Knochenkrebs zu erkranken. Meist sind es großwüchsige Rassen, wie zum Beispiel Irische Wolfshunde und deutsche Doggen. Kleine Hunde sind selten betroffen. Dann tritt der Knochenkrebs in den meisten Fällen in den kurzen und platten Knochen auf. Dazu gehört beispielsweise das Schulterblatt. In meiner Praxis habe ich aber häufig auch mittelgroße Hunde gehabt, die an einem Osteosarkom erkrankt waren.

Die Symptome bei Knochenkrebs

Lahmheit gehört meist zu einem der ersten Symptome bei Knochenkrebs. Das liegt daran, dass überwiegend die langen Röhrenknochen betroffen sind. Oft tritt dies auch nach einem vermeintlichen Bagatelltrauma auf, so dass man denkt, der Hund habe sich beim Herausspringen aus dem Auto beispielsweise vertreten.

Zusätzlich sind betroffene Hunde an der Stelle des Tumors besonders berührungsempfindlich und es tritt eine Schwellung auf. Die Hunde zeigen starke Schmerzen in der Bewegung und vermeiden daher viele Bewegungen. Der Allgemeinzustand des Hundes verschlechtert sich schnell. Die Schmerzen sind sehr stark, der Hund verliert den Appetit und somit auch Gewicht und wird zusehends kraftlos.

Wie kann Knochenkrebs festgestellt werden?

Beim Verdacht auf Knochenkrebs ist eine umfassende Diagnose notwendig. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Untersuchung der Lymphknoten
  • Blutuntersuchung und Organprofil
  • Röntgenaufnahmen der Knochenveränderungen sowie der Lunge in 3 Ebenen (ggfs. ergänzt durch ein CT)
  • Biopsie der knöchernen Veränderung sowie eventuell des vergrößerten Lymphknotens

Wie kann ein Knochentumor behandelt werden?

Im ersten Schritt ist es im Rahmen der Diagnosestellung wichtig zu wissen, in welchem Stadium der Erkrankung der betroffene Hund sich befindet und ob sich bereits Metastasen gebildet haben. In der Regel wird der Tumor nicht nur lokal entfernt, sondern die gesamte Gliedmaße amputiert. Nach gelagert empfehlen einige Tierärzte möglicherweise eine Chemotherapie, um der Bildung von Metastasen vorzubeugen, oder das Wachstum der Metastasen zu verzögern.

Ob man seinem Hund die Strapazen einer Chemotherapie zumuten möchte, liegt immer im Ermessen und ist Entscheidung des Hundehalters.

Prognose bei Knochenkrebs

Der Knochentumor wächst sehr schnell und metastasiert ebenso schnell. Unbehandelt liegt die durchschnittliche Überlebenszeit nach der Diagnose bei ca. drei Monaten. Bei einer Amputation und Chemotherapie liegt die Prognose bei ca. ein bis zwei Jahren. Nach einer bloßen Amputation wird die durchschnittliche Überlebenszeit des Hundes auf 6-9 Monate geschätzt.

Was kann man als Hundehalter für den Hund bei Knochenkrebs tun?

Wenn ein Hund unter Knochenkrebs leidet, steht die palliative Behandlung im Vordergrund. Ich empfehle, den Hund besonders nach der Amputation physiotherapeutisch begleiten zu lassen.

nach der Amputation einer Gliedmaße verändern sich der Körperschwerpunkt und auch das Körpergefühl des Hundes. Hinzu kommt, dass Missempfindungen und auch Phantomschmerzen auftreten können. Um dem Hund das Leben mit drei Gliedmaßen zu erleichtern, ist Physiotherapie eine sehr hilfreiche Maßnahme. Zum einen können Schmerzen gelindert werden, zum anderen werden neue Bewegungsabläufe trainiert, die Beweglichkeit erhalten und auch die Muskulatur gefördert.

Auch das hilft deinem Hund bei Knochenkrebs Hund

Weiterhin empfehle ich, Bewegungen und Spaziergänge des Hundes nach der Amputation anzupassen. Besser sind mehrere kurze Spaziergänge, da die Erholungsphase sich so deutlich verkürzt und der Hund nicht so stark ermüdet.

Meist arrangieren sich Hunde mit dem Leben auf drei Beinen sehr gut. Rutschige Untergründe wie Fliesen oder Parkett können für betroffene Hunde jedoch sehr schwierig sein. Mit Teppichläufern kannst du deinem Hund hier eine gute Erleichterung bieten. Alternativ gibt es auch Hundeschuhe, die ein Rutschen verhindern. Viele Hunde akzeptieren auch diese sehr leicht. Das Einsteigen ins Auto kann man mit Hilfe einer Rampe erleichtern und beim Treppensteigen gibt es praktische Tragehilfen, mit denen man einen Hund sichern und unterstützen kann. Achte auch darauf, dass dein Hund gut gebettet schläft, so dass sich keine Druckstellen und unnötige Verspannungen bilden. Erleichtere dem Hund das Leben so gut wie möglich und genießt die verbleibende Zeit intensiv und verbringt sie positiv.

Man sollte sich bewusst sein, dass die Prognose bei Knochenkrebs sehr schwierig ist und die palliative Begleitung und Schmerzfreiheit des Hundes sollte immer im Vordergrund stehen.

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