7 wichtige Dinge beim Agility mit kleinen Hunden

7 wichtige Dinge beim Agility mit kleinen Hunden

Agility ist längst nicht mehr nur eine Sportart für Border Collie & Co.

Auch immer mehr kleine Hunde erobern die Trainingsplätze. Ob groß oder klein – viele Vierbeiner haben Spaß an aktivem Hundesport. Wer Agility mit kleinen Hunden betreiben möchte, sollte unbedingt ein paar Dinge beachten, damit der Vierbeiner keinen gesundheitlichen Schaden nimmt. Grundsätzlich dürfen und sollten auch kleinere Hunde Hundesport betreiben – auch Agility. Auch wenn ich der Meinung bin, dass ein Dackel zum Beispiel aufgrund seiner Anatomie auf einem Agilityparcour nicht gut aufgehoben ist. Die kurzen, leicht gekrümmten Beinchen und der lange Rücken bieten keine Basis für diese Art von Sport.

Dies sind die wichtigsten Dinge, die du beachten musst, wenn du verantwortungsvoll mit einem kleinen Hund Agility betreiben möchtest:

1. Das passende Equipment und angepasste Hindernisse

Grundsätzlich ist es wichtig, dass ein kleiner Hund die Hindernisse nicht in derselben Höhe überwinden muß, wie z.B. ein Border Collie. Wenn du mit einem kleineren Hund Agility machen möchtest, achte darauf, dass die Ausrüstung an die Größe deines Hundes angepasst ist. Es gibt sogar Tunnel, Hürden und Wippen, die extra für Agility mit kleinen Hunden gedacht sind.

2. Gesundheitscheck auch für kleine Hunde

Jeder Hund sollte bevor er mit dem Sport beginnt durchgecheckt werden. Auch wenn es häufig eher die größeren Hunde sind, die von Hüft– und Ellbogendysplasie betroffen sind, solltest du auch einen kleinen Hund gründlich untersuchen lassen, bevor es auf dem Platz geht. Es ist wichtig zu wissen, ob es Probleme mit dem Bewegungsapparat gibt, denn dies bedeutet, dass gewisse Sportarten deinem Hund schaden.

3. Vernünftiges Trainingspensum

Oft scheinen unsere Hunde unermüdlich und die kleinen Hunde sind unglaublich quirlig. Dennoch ist das Training gerade zu Beginn anstrengend für Deinen Hund und die Beanspruchung und die Anforderungen an den Hundekörper neu und sehr fordernd. Regelmäßige Pausen und ein langsam aufgebautes Training sind elementar für einen gesunden Hundesport. Die Schädigungen des Bewegungsapparates durch Überlastung sind nicht zu unterschätzen.

4. Ausgewachsen trainiert es sich besser

Auch bei kleinen Hunden ist es extrem wichtig, dass du mit dem Hundesport wartest, bis er ausgewachsen ist. Spätfolgen wie Gelenkerkrankungen und Bandscheibenvorfälle durch zu frühe und falsche Belastung sind ansonsten kaum zu vermeiden.

5. Nicht jeder kleine Hund ist geeignet

Für die meisten kleinen Hunderassen ist Agility kein Problem. Bei einigen Rassen sollte man zugunsten der Gesundheit allerdings auf das Agility verzichten. Dazu gehören Hunde mit einem sehr langen Rücken oder sehr kurzen, krummen Beinen, wie zum Beispiel Dackel.

6. Egal ob groß oder klein: WARM UP IST EIN MUSS!

Dieser Punkt liegt mir besonders am Herzen. Immer wieder sehe ich es, dass die Hunde aus dem Auto direkt auf den Trainingsplatz gehen, ohne sich zuvor aufzuwärmen. Die körperlichen Anforderungen, wie enge Wendungen, kurze Stopps, Sprints, Sprünge, die das Agility mit sich bringt, machen ein Warm up absolut unverzichtbar! Du minderst damit das Verletzungsrisiko enorm, machst deinen Hund leistungsfähiger, weil der Körper auf die Bewegungen vorbereitet wird und du vermeidest Langzeitschäden des Bewegungsapparates. Auch wenn dein Hund klein ist und sehr wenig und quirlig ist, benötigt sein Körper eine entsprechende Vorbereitung auf das Training! Hier erfährst du alles zum Thema WARM UP.

7. Nach dem Training das Cool Down nicht vergessen!

Auch hier gilt: auch ein kleiner Hund braucht nach dem Training ein Cool Down, um die Regeneration ach dem Sport zu unterstützen. HIER erfährst du wie es geht!

PS: die meisten Punkte haben natürlich ebenso bei allen anderen Hunden Gültigkeit und sind unverzichtbar!

 

Der richtige Schlafplatz für deinen Hund – DAS solltest du unbedingt beachten!

Der richtige Schlafplatz für deinen Hund – DAS solltest du unbedingt beachten!

Schenke dem Schlafplatz deines Vierbeiners etwas Aufmerksamkeit

Pünktchen, Streifen oder lieber unifarben? Rund oder eckig? Die Auswahlkriterien für den Schlafplatz unseres Vierbeiners richten sich oft nach Geschmack und Wohnungseinrichtung des Hundehalters.

Allerdings nutzen unsere Hunde ihr Bettchen nicht nur für die Nacht – viele Stunden am Tag schlafen, dösen, kuscheln und ruhen sie darin. Grund genug, darauf zu achten, dass unsere Hunde gut gebettet sind!

Ich verrate dir wichtige Punkte, die du bei der Auswahl des Hundebetts unbedingt beachten solltest.

Was gibt es grundsätzlich beim Schlafplatz zu beachten?

  • Der Schlafplatz sollte ausreichend groß sein, damit dein Hund sich komplett ausstrecken kann.
  • Das Bettchen sollte an einem warmen und zugfreien Ort stehen und gut isoliert sein, damit Bodenkälte ferngehalten wird.
  • Dein Hund soll mit gerade mit Erkrankungen des Bewegungsapparates nicht auf kalten Böden liegen.
  • Ein leicht erhöhter Rand am Hundebett sorgt dafür, dass dein Hund sich ankuscheln kann und seine Körperwärme wird besser reflektiert. Viele Hunde suchen bei zum Beispiel bei ARTHROSE von sich aus die Wärme und lieben es so zu liegen.
  • Der Einstieg sollte gerade bei älteren oder kranken Hunden bequem und nicht zu hoch sein.
  • Mit dem richtigen Hundebett lassen sich Liegeschwielen vermeiden, von denen gerade ältere Hunde oder solche mit Gelenkerkrankungen betroffen sind.
  • Es lohnt sich immer ein Blick auf das Innere des Hundebetts. Ein gutes Füllmaterial ist der Dreh- und Angelpunkt eines Hundebetts und entscheidet darüber, wie bequem dein Hund tatsächlich liegt. Da mit diesem Punkt die Qualität eines Hundebetts steht und fällt, möchte ich darauf ausführlicher eingehen.

Außen Hui, innen Pfui – gilt leider auch für viele Hundebetten

Wenn man in die Inlays der verschiedensten Hundebettchen schaut, zeigt sich leider häufig dasselbe traurige Bild. Außen ist das Bett schick, toll verarbeitet und modern. Doch der Liegekomfort bleibt gnadenlos auf der Strecke. Billigster Schaumstoff oder kleine Schaumstoffstücke und Füllwatte sind die am häufigsten verwendeten Materialien im Kern des Bettes.

Wie soll ein Hund darauf bequem und sogar gesund schlafen?

Auf einer Matratze aus einfachem Schaumstoff und Füllwatte würden wir kein Auge zu tun, wie soll sich dein Hund wohl fühlen? Die Belastung auf den einzelnen Körperbereichen ist ungleichmäßig, der Hund liegt nicht nur unbequem, sondern sein Körper wird während der Ruhephase belastet. Da hilft auch die schöne Optik nicht mehr!

Ob dein Hund gesundheitlich fit ist, älter oder unter einer Gelenkerkrankung leidet: Verspannungen, Rückenschmerzen, Gelenksteifigkeit sind da auf Dauer vorprogrammiert.

Nur Trend oder wirklicher Nutzen für deinen Hund? – Orthopädische Hundebetten!

Habe ich vor einigen Jahren in meiner Praxis meinen Patienten-Besitzern für ihre Vierbeiner ein orthopädisches Hundebett empfohlen, wurde ich häufig belächelt. Zum Glück hat sich das, was vor wenigen Jahren noch ein junger Trend für Luxushunde war, durchgesetzt. Für unsere Hunde ganz gleich, ob gesund oder durch Erkrankungen des Bewegungsapparates geplagt, ist es sehr angenehm und gesund in einem orthopädischen Bett zu schlafen.

Hatte der Wolf hat in der freien Wildbahn auch ein orthopädisches Bett?!

Eine Gegenfrage: Wieso sollen unsere Vierbeiner nicht davon profitieren, wenn wir ihnen das Leben angenehmer gestalten? Wir Menschen kennen es auch: Haben wir auf einer schlechten Matratze geschlafen, wachen wir am nächsten Morgen auf und sind wie gerädert. Der Rücken schmerzt, alle Gelenke sind steif. Oft kommen noch Kopfschmerzen dazu. Eigentlich ist der Tag gelaufen. Kannst du dir vorstellen, dass es deinem Hund genauso geht?!

Welche Vorteile ein orthopädisches Hundebett für deinen Hund hat, wie die Füllung aussehen sollte und was es sonst noch zu beachten gibt, verrate ich dir in meinem nächsten Artikel!

 

Schwimmweste – Sicherheit und Spaß im Wasser – Produkttest: Alcott Mariner

Schwimmweste – Sicherheit und Spaß im Wasser – Produkttest: Alcott Mariner

Braucht ein Hund wirklich eine Schwimmweste?

Schwimmen macht Hunden nicht nur Spaß, sondern ist auch gut für die Gesundheit. Durch das reduzierte Gewicht des Körpers im Wasser ist es auch Tieren mit Schmerzen möglich einen effektiven und zugleich gelenkschonenden Muskelaufbau zu erreichen. Gelenke, Bänder und Sehnen sowie die Wirbelsäule können entlastend bewegt werden. Außerdem wird die Reaktivierung der Nervenbahnen gefördert, gesunde Bewegungsabläufe trainiert. Des Weiteren wird beim Schwimmen das Herz-Kreislauf-System trainiert und die Kondition verbessert bzw. wieder aufgebaut.

So profitieren Hunde mit Gelenkerkrankungen, neurologischen Erkrankungen, ältere und übergewichtige aber auch sportlich geführte und gesunde Hunde enorm vom Schwimmen. Was du beim Schwimmen beachten musst, verrate ich dir in meinem Artikel zum Thema Schwimmen.

Warum eine Schwimmweste? Jeder Hund kann doch schwimmen!

Ok, auf hoher See, wenn dein Hund dich auf dem Boot begleitet, beim Stand Up Paddeling oder auf dem Kanu sollte er aus Sicherheitsgründen eine Weste tragen. Daran führt kein Weg vorbei.

Aber ist sie beim Schwimmen im See nicht übertrieben?!

Richtig, jeder Hund kann schwimmen, aber nicht jeder Hund ist ein guter Schwimmer. Und wenn es um mehr geht, als zu plantschen, wenn wir unseren Hund trainieren oder seine Genesung unterstützen möchten, ist es wichtig, dass die Schwimmbewegungen ruhig und gleichmäßig sind und der Hund gerade und ruhig im Wasser liegt. Viele Hunde, gerade wenn sie körperlich nicht fit sind, strampeln wild, sind unkoordiniert und die Bewegungen ungleichmäßig und der Rücken in leichter Schräglage.

Das sind keine guten Voraussetzungen, um Muskulatur aufzubauen, Bewegungen zu trainieren und den Hund fit zu halten oder bei der Genesung zu unterstützen.

Was kann die Schwimmweste ausrichten?

Eine Schwimmweste für deinen Hund:

  • funktioniert wie eine Weste für den Menschen: sie gibt Auftrieb. Dank Auftriebszellen oder Auftriebsmaterial, meist Neopren, wird der Körper über Wasser gehalten.
  • sorgt dafür, dass der Rücken gerade bleibt.
  • sorgt dafür, dass der Hund sich durch den Auftrieb ganz auf seine Bewegungen konzentrieren kann.
    gibt dir die Möglichkeit, die Bewegungen deines Hundes zu führen und auch das Tempo zu bestimmen.

Was macht eine gute Schwimmweste aus?

Ganz gleich für welchen Zweck du die Schwimmweste nutzen möchtest, bei der Auswahl einer Schwimmweste gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Die Weste muss schwimmfähig sein und genügend Auftrieb besitzen, um deinen Hund beim Schwimmen zu unterstützen.
  • Die Auftriebszellen müssen so angebracht sind, dass der Hund nicht in Schieflage gerät und seine natürlichen Schwimmbewegungen nicht beeinträchtigt werden. Wenn der auftriebsstarke Bereich im Brustbereich liegt, hat man hierfür einen guten Anhaltspunkt.
  • Bauchschwimmkörper geben zusätzlichen Auftrieb.
  • Sie sollte deinem Hund genügend Bewegungsfreiheit geben. TEST: Dein Hund muss sich auch an Land ohne Probleme in der Weste bewegen können und seine Beine im normalen Bewegungsausmaß vor und zurückführen können.
  • Die Weste darf nicht einschneiden, keine scharfen Kanten haben und soll gut gepolstert sein.
  • Sie sollte einen robusten und stabilen Haltegriff haben, damit du deinen Hund daran halten, führen und sichern kannst.
  • Verstellbare Gurte und Riemen sind wichtig, damit sie gut und individuell auf deinen Hund anzupassen ist. So ist sicher, dass sie gut sitzt und beim Schwimmen nicht verrutscht.
  • Wichtig sind ein stabiles und reißfestes Material, sowie gute und stabile Nähte.
  • Das Material sollte (form-) stabil sein, auch wenn es nass ist und schnell trocknen.
  • Achte darauf, dass hochwertige und stabile Schnallen/Verschlüsse verarbeitet werden und die Weste einen D-Ring für die Sicherungsleine hat.
  • Die Weste sollte leicht sein und auch im nassen Zustand nur wenig an Gewicht zulegen.

Wir haben die Möglichkeit bekommen, eine Schwimmweste für dich zu testen

Die Alcott Mariner Hundeschwimmweste haben wir auf alle Punkte getestet, die bei einer Schwimmweste wichtig sind.

Bei 30 Grad und Sonnenschein haben Tessa und Snowy es sich nicht nehmen lassen, die Schwimmweste ausgiebig bei ihren Ausflügen ins kühle Nass und ihren Schwimmeinheiten zu testen.

Die Probandinnen:

Tessa, kerngesund, agil und ein super Schwimmer.

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste an Tessa

Snowy, verschiedene Gelenkerkrankungen, eine eher mäßige Schwimmerin.

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste an Snowy

Die Vorteile:
  • Optisch sieht sie toll aus, wahlweise in aquablau oder sonnigem gelb.
  • Die Schwimmweste ist sehr preisgünstig, was sie zu einem attraktiven Einsteigermodell macht.
  • Die Weste ist aus robustem und schnelltrocknendem Nylon hergestellt und ein echtes Leichtgewicht.
  • Sie ist mit 3 Auftriebkammern ausgestattet.
  • Es gibt 3 Klettverschlüssen, die die Schwimmweste gut an Brust und Bauch anpassbar machen.
  • Sie ist mit einem angenehm, weichem Neoprenbauchteil ausgestattet, der Druck gleichmäßig am Brustkorb verteilt.
  • Sitzt die Weste gut, schneidet sie nicht ein und ist so konzipiert, dass der Hund eine sehr gute Bewegungsfreiheit hat.
  • Es gibt eine Kinn-Schwimmplatte, damit der Kopf des Hundes über Wasser bleibt.
    Der Hebegriff ist sogar angenehm gepolstert.
  • An den Seiten gibt es Reflektorstreifen.
  • Material: Nylon, Neopren
Die Wermutstropfen:
  • Leider nur 3 Größen zur Auswahl, was für eine ideale Passform schwierig werden könnte. Größe M war bei Tessa am Bauch etwas zu klein. Für Snowy war die Weste in Größe L noch etwas zu groß.
  • Wenn dein Hund von der Größenproblematik betroffen ist, ist es auch ggfs. schwer folgenden Punkten gerecht zu werden:
    – Normales Bewegungsausmaß
    – Kein Einschneiden
    – Guter Sitz und auch kein Verrutschen beim Schwimmen
  • Die Schwimmweste hält den Hund nicht automatisch über Wasser, er muss weiter paddeln. Wir wollten es genau wissen und haben getestet: Die Weste in Größe M hat eine Auftriebskraft von 3,2 kg, die Weste in Größe L liegt die Auftriebskraft bei 5,2 kg.
  • Es gibt keinen D-Ring um eine Leine zu befestigen.

Unser Fazit:

Die Weste eignet sich super, um deinen Hund im Wasser zu unterstützen und ihn zu entlasten. Sie bietet sich an, wenn dein Hund in seichteren Gewässern mit anderen Hunden umhertollt, oder zu ihn beim Schwimmtraining stabilisieren und entlasten möchtest. Gerade Snowy lag mit ihrem Körper viel gerade im Wasser und schien besonders vom Auftrieb der Weste zu profitieren. Ihre Bewegungen waren wesentlich ruhiger und ich konnte ihre Bewegungen Dank des Haltegriffs besser steuern. Sie bietet allerdings nicht genug Auftrieb, um einem erschöpften Hund das Leben zu retten, da er immer selbst paddeln muss, um über Wasser zu bleiben. (Darauf weist der Hersteller allerdings auch hin.) Daher sollte man bei Aktivitäten auf See auf eine klassische Rettungsweste zurückgreifen. Auch für Schwimmübungen mit einem gelähmten Hund während der Reha ist sie nicht geeignet, da sie den Hund nicht komplett trägt.

Als Einsteigermodell, um dem Hund Unterstützung und Führung bei Schwimmübungen zu geben, ist die Alcott Mariner Hundeschwimmweste eine sehr gute und preisgünstige Lösung. Du möchtest genau diese Weste für deinen Hund haben? Hier gehts zur Alcott Mariner Hundeschwimmweste!

 

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste für den Hund

5 geniale Übungen – so kommt dein Hund fit durch den Sommer

5 geniale Übungen – so kommt dein Hund fit durch den Sommer

Sommer, Sonne, Sonnenschein…. Sommer Hund

Der Sommer ist manchmal Fluch und Segen zugleich. Die Temperaturen gehen hoch, die Luft ist drückend und am besten kommt man mit wenig Bewegung und an einem schattigen Plätzchen durch den Tag. Unseren Vierbeinern geht es da nicht anders. Insbesondere wenn unsere Hunde schon etwas älter sind oder gesundheitlich angeschlagen, fällt Aktivität im Sommer deutlich schwerer. Auch für unsere kurznasigen Vierbeiner wie Möpse und Bulldoggen wird die Bewegung bei Wärme schnell zur hohen Anstrengung. Kurzum, auch wenn wir unsere Spaziergänge in die frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden verlegen: meist fallen die Gassirunden deutlich kürzer aus. Das ist auch gar kein Drama. Sommer Hund

Aber wie stellen wir sicher, dass unsere Hunde auch im Sommer rundum fit bleiben?

Mit diesem kleinen Workout gebe ich dir einige Inspirationen, wie dein Hund super in Form bleibt, auch wenn die Spaziergänge mal kürzer ausfallen. Das Training kannst du mehrmals die Woche oder auch täglich durchführen. Mit diesen Übungen hältst du deinen Hund fit und beweglich. Du trainierst Kraft, Muskulatur, Gelenkbeweglichkeit und Koordination. UND: ihr habt auch noch eine Menge Spaß zusammen!

Die Übungen sind so konzipiert, dass du sie auch bequem Zuhause durchführen kannst und kein Equipment benötigst. Alle Übungen solltest du auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund durchführen, damit dein Hund sicher steht und sich auf die Übungen konzentrieren kann. Sommer Hund

1. Alltagsübungen als Ganzkörper-Workout: Sommer Hund

Diese Übungen beherrschen die meisten Hunde aus ihrer Grunderziehung. Wir nutzen sie für die Fitness deines Hundes. Sie sind ein tolles Workout, um den gesamten Körper zu trainieren! Die gesamte Muskulatur wird gestärkt, die Gelenkbeweglichkeit erhöht und auch die Koordination verbessert:

  • Bringe deinen Hund vom Steh ins Sitz. Dann vom Sitz ins Platz und lasse ihn dann vom Platz wieder ins Steh gehen – ohne das er zuvor ins Sitz geht. Das wiederholst du mehrmals – zu Beginn empfehle ich dir, mit 2 Durchgängen zu beginnen.
2. „Gib Fünf!“ –Pfote geben

Mit dem Pfote geben trainierst du die Beweglichkeit und die Muskulatur der Vorderläufe. Gleichzeitig muss dein Hund ausbalancieren:

  • Lass dir abwechselnd die beiden Vorderpfoten geben. Variiere in der Höhe, bis hin zum High Five! Wiederhole die Übung zu Beginn drei Mal pro Vorderlauf.
3. Slalom durch die Beine:

Du trainierst die Beweglichkeit des Rückens, ein gutes Körpergefühl, eine gleichmäßige Belastung aller vier Läufe und die Muskulatur.

  • Du solltest sicher stehen, deine Beine soweit auseinander stellen, dass dein Hund bequem dazwischen durch passt. Lasse deinen Hund langsam Achten durch deine Beine laufen. Je langsamer er sich bewegt, desto größer ist der Trainingseffekt! Zu Beginn kannst du ihn mit einem Leckerchen führen. Denke daran, ihn in beide Richtungen laufen zu lassen. Starte mit 3 Wiederholungen.
4. Pfoten anheben:

Du kräftigst die Muskulatur der Läufe und trainierst die Koordination deines Hundes. Die Übung sieht einfach aus, ist aber anstrengend und der Trainingseffekt hoch.

  • Hocke dich neben deinen Hund. Dann greifst du einen Vorderlauf (oberhalb der Pfote), hebst für etwa 3 Sekunden leicht an und setzt ihn wieder ab. Wechsele dann zum nächsten Vorderlauf. Dasselbe führst du an den Hinterläufen durch. So wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfoten abtrocknest. Wiederhole die Übung zu Beginn zweimal pro Pfote.
5. Cavaletti über die Beine:

Das Cavaletti-Training ist eine sehr effektive Übung. Dein Hund muss gezielt seine Füße anheben und so seine Koordination und Balance trainieren. Gleichzeitig trainiert er seine Muskulatur und einen gleichmäßigen Bewegungsablauf.

  • Setze dich auf den Boden, die Beine ausgestreckt und auseinander. Führe deinen Hund nun langsam über deine Beine hin und her. Starte mit 3 Wiederholungen.

Du solltest auf das Sommer-Training verzichten, wenn dein Hund: Sommer Hund

  • Schmerzen hat.
  • unter Fieber, Entzündungen oder einer Infektion leidet.
  • ein instabiles oder versteiftes Gelenk hat.

Berücksichtige beim Training immer wie es deinem Hund gerade geht. Wie wir Menschen, sind auch unsere Hunde nicht jeden Tag gleich gut drauf und gleich leistungsfähig. Passe das Training an oder pausiere, wenn du das Gefühl hast, dein Hund ist nicht gut drauf oder erschöpft. Sommer Hund

Du möchtest mehr tun und strukturiert auf die Bedürfnisse deines Hundes zugeschnitten trainieren? Dann schau bei meinen Online Selbstlernkursen zum Bewegungstraining vorbei!

 

Fit und gesund im kühlen Nass – Schwimmen und Wassertreten

Fit und gesund im kühlen Nass – Schwimmen und Wassertreten

Schwimmen und Wassertreten mehr als Freizeitspaß?

Die meisten Vierbeiner lieben es wenn es warm ist: schwimmen und toben durchs kühle Nass. Und endlich ist der Sommer da. Zumindest kalendarisch! Und er bringt (etwas 😉 ) wärmere Temperaturen und Sonnenschein mit sich! Wir sind wir mit unseren Vierbeinern viel draußen unterwegs und genießen die Natur.

Was liegt da näher, als das kühle Nass zu nutzen um unseren Hunden etwas Gutes zu tun?

Für Hunde mit Erkrankungen am Bewegungsapparat  wie z..B. ARTHROSE, neurologischen Erkrankungen wie z.B. BANDSCHEIBENVORFALL aber auch für gesunde Hunde ist das Schwimmen oder Wassertreten in natürlichen Gewässern eine sehr gute Übung. Du trainierst damit die Muskulatur, Kraft und es ist toll für sein Körpergefühl. Auch die Gelenkbeweglichkeit und Koordination werden trainiert. Beim Wassertreten trainierst du auch einen normalen und gesunden Bewegungsablauf.

Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land. Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer im Wasser ist. Und auch für das Herz- Kreislaufsystem ist es eine tolle Übung.

Ein paar Dinge solltest du auf jeden Fall beachten für den Trainingsspaß im kühlen Nass!

Allgemein:
  • Schwimmen und Wassertreten ist für deinen Hund sehr anstrengend. Bei beidem solltest du mit kurzen Einheiten von wenigen Minuten beginnen und es langsam minutenweise steigern. Auch für einen gesunden Hund sind die Bewegungen viel anstrengender und sollte langsam aufgebaut werden.
  • Du solltest dich bei deinen Trainingseinheiten immer nach dem täglichen Befinden deines Hundes richten. Wie auch wir Menschen, sind unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig.
  • Hunde kennen ihre eigenen Grenzen oft nicht und laufen oder schwimmen noch weiter obwohl sie schon längst ermüdet sind.  Optimaler Weise sollte dein Hund gar nicht in diesen Erschöpfungszustand kommen. Beobachte ihn dazu sehr genau.  Wenn dein Hund langsamer wird und die Bewegungen angestrengter wirken sollte definitiv Schluss sein. Versuche jedoch ein Gefühl dafür zu bekommen, dass es so weit nicht kommt.

Aber auch diese Punkte sind wichtig:

  • Das Wasser sollte nicht zu kalt sein. Dann zieht sich die Muskulatur deines Hundes zusammen und verspannt sich. Wenn dein Hund fröstelt, macht ihm das Training im Wasser auch keine Freude.
  • Für Junghunde und ältere Hunde würde ich immer das Wassertreten am Ufer empfehlen.
  • Du solltest deinen Hund nie zum Schwimmen zwingen. Manche Hunde mögen es einfach nicht oder geraten in Panik, wenn sie keinen Boden mehr unter den Pfoten spüren. Dann ist das Waten durch das Wasser die bessere Wahl.
  • Es ist optimal, wenn dein Hund an einem flachen Ufer ins Wasser gehen kann.
  • Unkontrollierte Sprünge ins Wasser solltest du vermeiden.
  • Essen ist vor dem Wassertreten oder Schwimmen übrigens tabu. Genau wie bei jeder anderen sportlichen Aktivität auch. Nicht nur, dass es sich mit vollem Magen nicht gut trainiert. Es kann sogar gesundheitsgefährdend sein.

Beim Schwimmen:

  • Wenn dein Hund schwimmen geht, solltest du ihn entweder mit einer Schwimmweste sichern, oder mit einem Geschirr und einer langen Leine.
  • Wenn du mit ins Wasser gehst, kannst du beim Schwimmen die Bewegungen deines Hundes steuern und auch das Tempo regulieren.
  • Gewässer mit Strömungen solltest du meiden. Ein Hund kann nicht einschätzen, ob er mit der Strömung zurechtkommt und schwimmt dann eventuell zu weit raus und kommt nicht gegen die Strömung an.
  • Bei Ellbogen und Knieverletzungen und auch bei einigen Rückenerkrankungen sollte dein  Hund nicht schwimmen. Dann kannst du aufs Wassertreten ausweichen.

Beim Wassertreten:

  • Beim  Wassertreten beginnt ihr damit, dass das Wasser bis zum Sprunggelenk reicht und steigert euch dann über das knietiefe Wasser bis hin zum hüfttiefen Wasser.
  • Führe deinen Hund beim Wassertreten an Geschirr und Leine, damit du das Tempo bestimmen kannst und seine Bewegungen flüssig sind – nur so habt ihr einen Trainingseffekt!

Wann ist Schwimmen oder Wassertreten tabu für deinen Hund?

Bei Fieber und Infektionserkrankungen, bei offenen Wunden, Entzündungen und schweren Herzerkrankungen sollte dein Hund auf Schwimmen und Wassertreten verzichten.

Nun kann es losgehen! Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude beim Training im kühlen Nass!

 

 

 

Fit im Urlaub – mit 5 Minuten täglich mehr Fitness –Teil 1

Fit im Urlaub – mit 5 Minuten täglich mehr Fitness –Teil 1

So kommt das Bewegungstraining auch im Urlaub nicht zu kurz

Endlich Urlaub – Durchatmen, ausschlafen, neue Dinge entdecken und die Seele baumeln lassen. Nur das tun, was einem Freude macht und gut tut! Im Urlaub hast du endlich mehr Zeit für deinen Hund. Fernab vom Arbeitsalltag verbringt ihr eine tolle und entspannte Zeit zusammen. Was liegt näher, als sich täglich ein paar Minuten für die Fitness und Gesundheit deines Hundes zu nehmen? Schon mit einem kurzen täglichen Bewegungstraining tust du viel für die Gesundheit deines Hundes. Nicht nur Beweglichkeit, Muskulatur, Koordination und Balance werden trainiert. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird in Schwung gebracht.

Und das Schöne: Eure Bindung wird gestärkt und ihr habt viel Spaß zusammen!

Wie kann das tägliche Bewegungstraining für deinen Hund aussehen?

Alltagsübungen als Work Out:

Die folgenden 4 Übungen kennen die meisten Hunde aus ihrem alltäglichen Leben mit ihrem Menschen. Wir machen sie uns zu Nutze, um deinen Hund zu trainieren. Mit ihnen trainierst du die Gelenkbeweglichkeit, die Muskulatur, das Körpergefühl und die Balance deines Hundes. Wichtig dabei ist, dass alle Bewegungen möglichst langsam durchgeführt werden, damit sich dein Hund konzentrieren muss. Starte pro Übung mit 3 Wiederholungen pro Tag. Für alle Übungen sollte dein Hund auf einem rutschfesten, ebenen Untergrund stehen.

  • Die erste Übung STEH-SITZ-TRANSFER: Du bringst deinen Hund vom Stand in den Sitz und dann wieder vom Sitz in den Stand. Dabei sollte er möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen. Stehst du recht nah vor ihm, ist es für ihn einfacher auf der Stelle zu bleiben.
  • Die zweite Übung SITZ-PLATZ-TRANSFER: Du bringst deinen Hund in den Sitz. Nun gibst du ihm das Signal ins Platz zu gehen. Von dort soll er wieder in den Sitz wechseln.
  • Die dritte Übung: STEH-PLATZ-TRANSFER: Dein Hund steht. Gib ihm nun das Signal ins Platz zu gehen. Er soll sich nicht erst setzen, sondern aus dem Steh direkt ins Platz gehen. Lasse ihn dann wieder vom Platz direkt ins Steh gehen. Auch bei dieser Übung sollte er beim Aufstehen möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen.
  • Die vierte Übung: GIB FÜNF!: Beim Pfote geben sollte dein Hund am besten sitzen. Lass dir abwechselnd beide Pfoten von ihm geben. Du kannst auch in der Höhe variieren und dir die Pfote in verschiedenen Höhen geben lassen – bis hin zum High Five!

Stretching:

Beim Stretching werden die Elastizität der Muskulatur und die Beweglichkeit deines Hundes erhöht. Starte pro Übung mit 3 Wiederholungen pro Tag.

Die erste Übung: STRETCHING RÜCKEN: Für diese Übung stellst du dich im Bereich der Hinterläufe über deinen Hund, so dass er zwischen deinen Beinen steht und ihr in dieselbe Richtung blickt. Nehme ein Leckerchen, halte es ihm vor die Nase und führe es dann langsam von der Nase linksherum in einem Bogen in Richtung Hinterbein deines Hundes. Dein Hund wird dem Leckerchen folgen und versuchen es zu erreichen. Dabei beugt er seine Wirbelsäule zur Seite. Bringe deinen Hund nicht dazu sich weiter zur Seite zu beugen, indem du nachhilfst und ihn drückst. Er soll die Bewegung nur so weit ausführen, wie er es kann. Halte das Leckerchen in der Position für etwa 3 Sekunden, bevor du es wieder zur Nase zurückführst und es ihm dann gibst. Dann führst du dasselbe rechtsherum durch.

Die zweite Übung: STRETCHING HÜFTE: Für das Stretching der Hüfte lässt du deinen Hund entweder an dir oder z.B. einer Mauer hochstellen und ihn diese Position für etwa 3 Sekunden halten.

Das vorgestellte Bewegungstraining solltest du nicht durchführen wenn:

Verzichte auf ein Training, wenn dein Hund unter Schmerzen oder akuten Entzündungen im Gelenk leidet. Hat dein Hund versteifte Gelenke, verzichte auf die Übungen, die eine Beugung des betroffenen Gelenks erfordern. Auch bei akuten Infekten und Fieber solltest du deinen Hund schonen.

Entspannung am Abend

Am Abend könnt ihr euren gemeinsamen, aufregenden Urlaubstag mit einer kleinen Massage ausklingen lassen. Die ist für deinen Hund sehr entspannend und wohltuend. Neben der Entspannung der Muskulatur ist es echtes Wellness für die Seele und stärkt zusätzlich die Bindung zwischen euch Beiden!

Viel Freude und tolle Abenteuer wünsche ich euch bei eurem gemeinsamen Urlaub! Habt eine wunderbare Zeit!

Im zweiten Teil zu “Fit im Urlaub” zeige ich dir, wie du auch deine Umgebung und die Natur für tolle Trainingseinheiten im Urlaub nutzen kannst!

PS: Alle diese Übungen könnt ihr auch weitermachen, wenn ihr wieder Zuhause seid! Sie eignen sich perfekt als Workout, um deinen Hund fit zu halten und ihr verbringt gleichzeitig eine tolle Zeit zusammen!

 

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So beugst du Gelenkprobleme vor – Gastbeitrag bei midoggy

So beugst du Gelenkprobleme vor – Gastbeitrag bei midoggy

Was kannst du tun, um Gelenkprobleme wie Arthrose und Co. zu vermeiden? Gelenkprobleme Hund vorbeugen

Viele Hundebesitzer fragen sich, was sie tun können, um Gelenkprobleme bei ihrem Vierbeiner vorzubeugen. Denn das es gar nicht erst dazu kommt, ist natürlich das Ziel. Dabei ist Vorsorge ein Thema, mit dem du dich intensiv befassen solltest. Das bedeutet keinen großen Aufwand. Denn du kannst, wenn du einige einfache Dinge beachtest, viele Beschwerden vermeiden und deinen Hund fit halten.

In meinem Gastbeitrag für die Internetplattform midoggy habe ich mich mit dem Thema Gelenkprobleme befasst. Ich  verrate ich dir, was du tun kannst, um deinen Hund fit und gesund zu halten. Keine Angst, es ist kein Hexenwerk. Denn wirklich jeder Hundehalter kann mit einigen wenigen Dingen so viel für seinen Vierbeiner tun.

Du willst wissen, wie du Gelenkprobleme vorbeugst? Dann lese jetzt meinen Artikel: HIER GEHT ES ZUM ARTIKEL

Ich wünsche dir viel Freude mit meinem Beitrag!  Gelenkprobleme Hund vorbeugen

Viele Hundebesitzer fragen sich, was sie tun können, um Gelenkprobleme bei ihrem Vierbeiner vorzubeugen. Denn das es gar nicht erst dazu kommt, ist natürlich das Ziel. Dabei ist Vorsorge ein Thema, mit dem du dich intensiv befassen solltest. Das bedeutet keinen großen Aufwand. Denn du kannst, wenn du einige einfache Dinge beachtest, viele Beschwerden vermeiden und deinen Hund fit halten.

In meinem Gastbeitrag für die Internetplattform midoggy habe ich mich mit dem Thema Gelenkprobleme befasst. Ich  verrate ich dir, was du tun kannst, um deinen Hund fit und gesund zu halten. Keine Angst, es ist kein Hexenwerk. Denn wirklich jeder Hundehalter kann mit einigen wenigen Dingen so viel für seinen Vierbeiner tun.

Du willst wissen, wie du Gelenkprobleme vorbeugst? Dann lese jetzt meinen Artikel: HIER GEHT ES ZUM ARTIKEL

Ich wünsche dir viel Freude mit meinem Beitrag!  Gelenkprobleme Hund vorbeugen

 

 

Joggen mit Hund – das solltest du wissen

Joggen mit Hund – das solltest du wissen

Joggen mit Hund – Fitness für Mensch und Vierbeiner

Viele Hunde haben großen Spaß dabei ihren Besitzer beim Joggen zu begleiten. Sie sind tolle Ausdauerläufer und das Joggingtempo des Menschen bedeutet für sie ein lockeres Traben neben ihrem Menschen. Diese Gangart ist für den Hund toll, um Kraft und Muskulatur aufzubauen. Gleichzeitig trainiert er seine Kondition und das Herz-Kreislaufsystem.

Doch was solltest du beachten, damit ihr beide Freude dabei habt und dein Hund dabei gesund bleibt?

Darf jeder Hund joggen?

Ganz klar nein. Damit dein Hund dich beim Joggen begleiten darf, sollte er ausgewachsen sein. Ansonsten riskierst du dauerhafte Gelenkschäden. Für Junghunde ist Joggen also tabu! Wenn dein Hund schon älter ist, sollte auch die Bewegung seinem Alter angepasst sein. Beobachte ihn sehr genau, ob er noch mithalten kann, oder ob das Joggen für ihn zu anstrengend wird. Dann sollte das Tempo langsamer werden und auch die Strecke angepasst werden. Ab einem gewissen Alter solltest du dann vom Joggen auf entspannte Spaziergänge mit deinem Hund umsteigen.

Es gibt auch Hunderassen, deren Körperbau sie nicht zu ausdauernden Läufern macht. Dazu gehören beispielweise Hunde, mit einem schweren und massiven Körperbau wie Französische Bulldoggen. Auch stark übergewichtige Hunde sollten dich nicht auf deinen Joggingrunden begleiten, sondern zunächst etwas an Gewicht verlieren. Die Belastung für die Gelenke ist ansonsten viel zu hoch und dauerhafte Schädigungen der Gelenke vorprogrammiert.

Wie lange darf ein Hund laufen und muss er trainiert sein?

Einfach mit deinem Hund losjoggen- schön wäre es! Aber erinnere dich an deine ersten Joggingrunden. Das war mit Sicherheit ziemlich anstrengend und du hast immer wieder Pausen und Tempowechsel gemacht. Das gilt auch für deinen Hund. Das Training sollte auf jeden Fall Schritt für Schritt aufgebaut werden. Gerade nach der Winterpause oder wenn ihr Neueinsteiger seid, beginne das Training mit kurzen Einheiten, die du langsam aufbaust. Starte mit wenigen Minuten im leichten Trab und wechsele dann für kurze Zeit in den Schritt, bevor du die nächste Einheit im Trab anschließt. Dein Hund muss die Möglichkeit haben, fit zu werden und Kondition aufzubauen. Überfordere auch einen älteren Hund nicht und denke immer an die Gelenke. Wenn dein Hund langsamer wird und in den Schritt wechselt oder stark hechelt, solltest du ihm sofort eine Pause gönnen bzw. das Training beenden.

Welcher Boden eignet sich?

Der optimale Untergrund ist weich und federnd. Asphalt- und Schotterwege sind nicht gut für die Gelenke und insbesondere bei Hunden mit Gelenkerkrankungen sollte man darauf achten, dass der Untergrund gelenkschonend ist. Wähle nach Möglichkeit Wald- und Feldwege für eure gemeinsamen Joggingrunden, dadurch werden die Bewegungen besser abgefedert.

Wann ist Joggen tabu?

Das Joggen ist tabu für deinen Hund, wenn er stark übergewichtig ist, er im Wachstum (jünger als 12-18 Mon.) oder sehr alt ist. Auch wenn dein Hund unter Schmerzen leidet, sollte er nicht mit dir Joggen. Ist dein Hund gesundheitlich angeschlagen oder leidet er unter einer Entzündung, einem Infekt oder Fieber? Auch dann ist jede Form von Sport tabu.

Darf dein Hund davor essen?

Bitte füttere deinen Hund mindestens 2 Stunden davor nicht und auch nicht zwischendurch. Mit vollem Magen trainiert es sich nicht gut und die Anstrengung für den Kreislauf ist ungleich höher. Somit setzt du deinen Hund einem Risiko aus, wenn er mit vollem Magen Sport betreibt.

Dein Hund sollte sich auch vor dem Sport gelöst haben!

Und wie sieht es mit Trinken zwischendurch aus?

Dein Hund darf sowohl vor dem Joggen als auch zwischendurch etwas trinken. Auch ein Bad im See oder Bach kann eine willkommene Abkühlung sein, wenn dein Hund sich vorher schon einen kurzen Moment runtergekühlt hat.

Bevor es losgeht: Aufwärmen!

Zu Beginn solltest du mit ihm einige Aufwärmübungen durchführen. Mit dem WARM UP erwärmst du die Muskulatur und die Gelenke. Zudem verminderst du das Verletzungsrisiko, da der Hundekörper nach dem Aufwärmen elastischer ist und mit abrupten Bewegungen besser umgehen kann. Hinzu kommst, dass dein Hund sich auch mental auf das Training einrichtet und konzentrierter ist. Und nach dem Training solltest du dir noch etwas Zeit für ein paar COOL DOWN Übungen nehmen.

Wie oft darf dein Hund joggen gehen?

Trainiere mit deinem Hund maximal jeden zweiten Tag. Der Körper braucht Zeit, um sich zu erholen und die Muskulatur baut sich nur in diesen Pausen auf.

Was ist mit Joggen bei warmen Temperaturen?

Gehe nie bei Hitze mit deinem Hund joggen. Das bedeutet eine extreme Anstrengung für das Herz-Kreislaufsystem. Der Asphalt heizt sich stark auf, was für die Pfoten deines Hundes schnell schmerzhaft werden kann. In den Sommermonaten solltest du mit deinem Hund daher unbedingt am frühen Morgen oder späten Abend joggen gehen. Ansonsten bringst du deinen Hund in eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr.

Nach dem Joggen:

Beobachte deinen Hund auch nach dem Training und am Tag danach aufmerksam. Sind seine Bewegungsabläufe und seine Aktivität normal? Oder bewegt er sich schwerfällig und ist auffällig ruhig? Auch Hunde können einen schmerzhaften Muskelkater bekommen, wenn sie zu schnell oder zu lange laufen. Falls das vorkommt, solltest du das Trainingspensum unbedingt anpassen.

TIPP: Wenn du beim Joggen die Hände frei haben möchtest, dein Hund aber nicht frei laufen kann, gibt es übrigens Jogginggurte, die du um deinen Bauch herum befestigst.

Viel Spaß bei euren gemeinsamen Jogging-Touren!

Nach dem Sport wird dein Hund etwas Entspannung sehr genießen. Eine leichte MASSAGE um die Muskeln zu lockern, ist da genau das Richtige für ihn und ein tolles Ritual für euch beide!

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Wirkungsvolles Cool Down beim Sporthund

Wirkungsvolles Cool Down beim Sporthund

Cool Down beim Hund

Cool Down ist völlig überbewertet? Darüber sollten wir reden. Denn was passiert eigentlich nach dem Sport, einfach wieder ab nach Hause? Auf keinen Fall! Denn der Hundekörper ist noch länger im Leistungsmodus, als du denkst.

Erst mal runterkommen steht auf dem Plan!

Ein lockeres Cool Down oder Abkühlen sollte jede Trainingseinheit oder einen Wettkampf abschließen. Ziel ist es, den Hundekörper nach der sportlichen Betätigung wieder auf die normale Körpertemperatur herunterzufahren. Das erleichtert die Regeneration des Körpers. Zudem werden Verletzungen vermindert und längerfristig gute Trainingsergebnisse erzielt.

Was bedeutet Leistungsmodus?

Beim Sport wird das Herz-Kreislaufsystem zu Höchstleistung angeregt. Der Stoffwechsel ist beschleunigt. Auch Puls und Atemfrequenz gehen nach oben. Die Muskelspannung des Hundes erhöht sich. Dein Hund ist angespannt und hochkonzentriert.

Was soll ein Cool Down bewirken?

Das Cool Down ist ein langsames Abkühlen des Körpers nach einem speziellen Rhythmus. Nach dem Sport müssen Stoffe wie Laktakt abtransportiert werden. Auch der Stoffwechsel, das Herz-Kreislaufsystem, Puls und Atemfrequenz müssen sich wieder normalisieren. Kurzum: Dein Hund muss sich abkühlen und runterfahren. Deshalb ist es wichtig, dass du dir Zeit nimmst für die Nachbelastungsphase: das Cool Down.

Wie sieht das nun aus?

Bei uns Menschen ist es das „Auslaufen“ nach der Sporteinheit, Pferde werden „trockengeritten“. Auch dein Hund sollte sich nach intensiver Beanspruchung langsam abkühlen. Dafür sollte er sich bspw. locker auslaufen. Beim lockeren Laufen im Schritt oder Trab wird das verbrauchte und sauerstoffarme Blut aus der Muskulatur zum Herzen transportiert. So werden die Schlackenstoffe aus der Muskulatur abtransportiert. Dazu vermeidest du Läsionen an den Z-Scheiben der Skelettmuskulatur, auch als Muskelkater bekannt. Die Muskelspannung sinkt wieder und dein Hund beruhigt sich auch psychisch und baut Stress ab.

Ein Cool-down kann einfach durch einen kleinen Spaziergang erreicht werden und sollte deinem Hund zu Liebe fester Bestandteil jeder Sporteinheit sein!

Zusätzlich helfen leichte Dehnübungen deinem Hund dabei, die Muskulatur nach dem Sport zu lockern. Anleitungen zu Stretching Übungen findest du in meinem BLOGBEITRAG WARM UP – so geht es!

Dazu lockert eine MASSAGE die Muskulatur und unterstützt deinen Hund wieder in den Ruhemodus zu kommen. Ein positiver Nebeneffekt der Massage: Du bekommst ein Gefühl für die Muskulatur und merkst frühzeitig, ob dein Hund eventuell Verspannungen, Schmerzen oder eine leichte Verletzung hat.

Wie lang solltest du dir für das Cool Down Zeit nehmen?

Plane für das Abkühlen kannst du etwa 10-15 Minuten ein.

Wie du erkennst, ob die Werte deines Hundes wieder im Normbereich sind

Über die Atmung deines Hundes kannst du gut beurteilen, ob Pulsfrequenz und Kreislaufwerte wieder normal sind. Ist die Atmung im normalen Bereich, kannst du davon ausgehen, dass sich auch die anderen Werte im Normbereich eingependelt haben. Nach spätestens 20 Minuten sollte der Hund wieder die gleiche Atem- und Pulsfrequenz haben wie vor der Belastung. Braucht dein Hund länger, bis sich seine Atmung, Puls und Herz- Kreislauf-System normalisiert haben? Dann hat er sich möglicherweise überanstrengt. Du solltest die nächste Sporteinheit kürzer gestalten oder weniger intensiv. Ein wichtiger Punkt: Je besser dein Hund trainiert ist, umso schneller erreicht er wieder seine Ruhewerte.

Der positive Effekt des Cool Down auf euer Training

Sich nach dem Training zu regenerieren ist für den Trainingsprozess sehr wichtig. Das Cool Down führt dazu, dass dein Hund sich schneller erholt. Das verkürzt die Regenerationsphase des Körpers und minimiert Überlastungsschäden.

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So geht aktives Warm Up beim Hund – Teil 2

So geht aktives Warm Up beim Hund – Teil 2

Effektives Warum Up ist wichtig

Im letzten Artikel ging es darum, weshalb ein WARM UP für deinen Sporthund so wichtig ist, was beim Warm Up passiert und aus welchen Teilen es bestehen sollte. Durch ein gezieltes Aufwärmen werden Gelenkerkrankungen und Verletzungen vermieden und dein Hund ist leistungsfähiger. Denn richtiges Aufwärmen bereitet den Hund körperlich und geistig auf die Leistung vor. Er konzentriert sich und es motiviert ihn.

Daher stelle ich dir In diesem Artikel einige Übungen für das allgemeine Warm Up vor. Wende sie vor dem Sport mit deinem Hund an.

Das aktive Warm up – allgemeine Übungen

Beginne das aktive Warm up immer mit der Erwärmung und Lockerung der großen Muskelgruppen von Rücken, Vorder- und Hinterläufen. Dazu gehören zum Beispiel gleichmäßiges Vorbereiten des gesamten Körpers mit Warmlaufen, Stretching und Steigerungsläufe. Dafür solltest du dir ca. 10 Minuten Zeit nehmen.

So kann dein Warm Up aussehen:

Warmlaufen:
  • Führe deinen Hund im Schritt, dann wechselst du in den Trab. Diese Geschwindigkeitswechsel führst du mehrfach durch. Im Schritt macht dein Hund bewusste und konzentrierte Bewegungen. Er muss eine gute Körperspannung und ein gutes Körpergefühl haben. Denn das ist beim Sport unerlässlich und unverzichtbar. Für viele Hunde ist es sehr schwierig bewusst im Schritt zu gehen, weil die Gangart sehr anstrengend ist. Im Trab wird die gesamte Muskulatur deines Hundes aufgewärmt. Zusätzlich werden auch Bänder und Sehnen aufgewärmt. Die Gelenke werden durch die Bewegung geschmiert.
Dann kommt der nächste Schritt – Alltagsübungen:

Mit diesen Übungen wird die Muskulatur aufgewärmt und die Gelenke in Bewegung gebracht:

  • Bringe deinen Hund vom Steh ins Sitz. Dann vom Sitz ins Platz und lasse ihn dann vom Platz wieder ins Steh gehen. Das wiederholst du mehrfach.
Nun folgt das Stretching:

Mit Stretching werden Muskeln noch stärker aufgewärmt. Sie werden elastischer und die Beweglichkeit erhöht. Dein Hund sollte sich zwischen den einzelnen Übungen immer kurz lockern können. Du kannst ihn hierzu ein paar Meter traben lassen.

Zum Stretching gibt es verschiedene Übungen:

Stretching der Wirbelsäule:

  • Lasse deinen Hund im Kreis um dich herumlaufen. Achte darauf, dass er sowohl linksherum, als auch rechtsherum läuft.
  • Der Twist: Bei den Drehungen um seine eigene Achse wird die Wirbelsäule noch stärker gebeugt und die Muskulatur elastisch.
  • Slalom durch die Beine: Lasse deinen Hund Achten durch deine Beine laufen. Denke daran, ihn in beide Richtungen laufen zu lassen.

Stretching der Halswirbelsäule, um Hals und Nackenmuskulatur gezielt aufzuwärmen:

  • Du stehst vor deinem Hund und führst ein Leckerchen vor seiner Nase nach oben, nach unten und auch nach links und rechts. Halte die Position für wenige Sekunden. Dein Hund soll auf derselben Stelle stehenbleiben.

Stretching der Hüfte:

  • Lasse deinen Hund an dir oder an einer Mauer aufstellen und abstützen und ihn die Position für wenige Sekunden halten.

Stretche die Vorderläufe:

  • Lass dir hierzu die Pfote in verschiedenen Höhen geben, bis zum High Five.
Dann gibt es noch mal etwas Tempo:
  • Führt mehrere weite Wendungen durch, gefolgt von einigen kurzen Galoppsequenzen.
  • Geht dann über zu kurzen Sprints und engen Wendungen.

 Spezifisches Aufwärmen

Beim spezifischen Warm Up trainierst du die Muskelgruppen, die für die Übungen der jeweiligen Sportart intensiv genutzt werden nochmals intensiver. Richte sie danach aus, welche Leistung der Körper erbringen soll und welche Körperpartien besonders gefordert sind.

Bei jeder Sportart werden alle Muskeln des Hundekörpers benötigt, aber die Muskelgruppen werden unterschiedlich stark belastet. Das Aufwärmen dieser Muskelgruppen kann nicht nur das Verletzungsrisiko beim Training verringern, auch das Risiko für Spätschäden am aktiven oder passiven Bewegungsapparat sinkt. Dafür solltest du dir ca. 5 Minuten Zeit nehmen.

Je nach Sportart gehören dazu beispielsweise niedrige Sprünge, Slalom, kurze Stopps und Bremsmanöver.

Achte darauf, das dein Hund beim Warm Up nicht ermüdet.

Jetzt kann es richtig losgehen! Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude beim Sport!

Und nach dem Sport solltest du dir etwas Zeit für ein Cool down nehmen. Wie das aussehen kann, zeige ich dir in meinem nächsten Beitrag!

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Mit Warm Up Verletzungen beim Sporthund vorbeugen – Teil 1

Mit Warm Up Verletzungen beim Sporthund vorbeugen – Teil 1

Warm up – Aktives Aufwärmen für Hunde

Die Anzahl an Hundesportlern und Sporthunden wächst und dennoch ist Warm Up nicht selbstverständlich. Ein gutes Warm up Programm ist oft die Ausnahme.
Für uns Menschen ist es ganz selbstverständlich, das wir uns aufräumen bevor wir Joggen gehen oder einem anderen Sport nachgehen. Wir Menschen wärmen unsere Muskeln auf. Wir stretchen uns und bereiten uns so auf die bevorstehende Belastung vor. Warum tun wir also nicht dasselbe bei unseren Hunden?

Die Gegenfrage vieler Hundebesitzer darauf lautet: „Wärmt sich denn der Wolf auf, bevor er zur Jagd geht?!“ Beobachtet man den Wolf, erkennt man, dass er aufsteht, sich reckt und streckt. Nun setzt er sich langsam in Bewegung, erst im Schritt, dann im Trab. Das Tempo erhöht sich langsam, die Körperspannung ebenfalls. Das Kaninchen wartet meist nicht direkt um die Ecke, also folgt eine längere Phase im Trab, durch Geäst, über Baumstämme. Der Wolf macht Sprünge, er duckt sich, muss ausbalancieren. Dann erst sichtet er seine Beute, schleicht sich an und springt.

Warum ist ein aktives Warm Up für deinen Hund so wichtig?

Durch ein gezieltes Aufwärmen verhinderst du Folgeschäden für deinen Hund. Ebenso vermeidest du Verletzungen und dein Hund ist leistungsfähiger. Mit richtigem Aufwärmen bereitest du den Hund körperlich und geistig auf die Leistung vor. Er konzentriert sich und ist motiviert.

Was passiert beim Warm Up?

Die Körpertemperatur und Herzfrequenz steigen und die Durchblutung ist erhöht. Die Muskulatur, Nerven, Sehnen und Bänder werden vermehrt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Denn genau das brauchen sie, wenn sie erhöhte Leistung bringen müssen. Durch richtiges Aufwärmen steigt in den Gelenken verstärkt die Produktion der wichtigen Gelenkschmiere. Sie garantiert eine reibungslose Funktion der Gelenke. Die Gelenke werden beweglicher, sie werden elastischer und belastbarer. Dadurch werden späteren Gelenkschäden vorgebeugt. Durch das Aufwärmen der Rückenmuskulatur wird die Wirbelsäule stabilisiert, gestützt und entlastet. Muskeln, Bänder und Sehnen werden geschmeidig und elastisch und Verletzungen werden vorgebeugt.

Auch die Nerven spielen eine große Rolle

Die Nervenbahnen werden besser versorgt, die Koordination wird verbessert und Bewegungsmuster können besser und schneller abgerufen werden. Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit werden körperlich als auch physisch gesteigert. Das Herz-Kreislauf-System wird auf die kommende Belastung vorbereitet; die Atemfrequenz und der Herzschlag erhöhen sich. So wird sichergestellt, dass die Muskeln mit genügend Sauerstoff versorgt werden. Durch Aufwärmen erhöht sich die Körpertemperatur um 1 bis 1,5 °C.

Wichtig:

  • Aufwärmen ist keine Trainingszeit, es soll den Hund nicht ermüden, sondern aktivieren!
  • Richtiges Aufwärmen bedeutet, vom Langsamen zum Schnelleren und von allgemeinen zu sport-speziellen Übungen zu kommen.
  • Zwischen Warm up und Training sollten keine langen Wartezeiten (maximal 5 Minuten) entstehen. Halte deinen Hund  während einer Wartezeit warm. Im Winter macht hier ein Hundemantel durchaus Sinn.

Es gilt einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Je kälter die Außentemperatur, umso länger muss die Aufwärmphase sein.
  • Umso schlechter der Hund trainiert ist, desto länger muss die Aufwärmphase sein.
  • Je älter der Hund ist, umso länger muss die Aufwärmphase sein.

Let´s go! – Wie funktioniert ein Warm up?

Allem Voran steht das mentale Warm Up

Wir kennen es von uns selbst und auch bei Hochleistungssportlern ist es nicht anders. Schon mit dem Packen der Tasche, dem Anziehen der Sportkleidung bereiten wir uns mental auf den Sport vor. Wir sind konzentriert, fokussiert und bereiten uns auf den Sport vor. Körper und Geist sind in einer gewissen Grundanspannung.

Das geht unseren Hunden nicht anders

Sie spüren sofort, wenn es auf den Hundeplatz geht. Ein Ritual wie das Anlegen einen speziellen Geschirrs oder Halsbandes, das Zusammenpacken bestimmter Utensilien lässt ihn aufmerksam werden und er weiß, das es losgeht. Das Eintreffen auf dem Hundeplatz ist meist schon mit Fiepen und Gebell vor lauter Aufregung verbunden. Deine Fellnase kann es kaum erwarten, dass es losgeht. Bevor es losgeht, gebe deinem Hund die Möglichkeit, sich zu lösen. Vor dem Training ist Essen tabu. Denn mit vollem Magen trainiert es sich nicht nur schlecht. Es ist auch gesundheitsgefährdend, wenn man zum Beispiel an die Magendrehung denkt.

Das aktive Warm up besteht aus mehreren Stufen und sollte sinnvoll aufgebaut sein, damit es effektiv ist.

Allgemeine Übungen und Stretching

Beginne das aktive Warm up immer mit der Erwärmung und Lockerung der großen Muskelgruppen von Rücken, Vorder- und Hinterläufen. Dazu gehören zum Beispiel gleichmäßiges Vorbereiten des gesamten Körpers mit Warmlaufen, Stretching, Steigerungsläufe. Plane dafür ca. 10 Minuten Zeit ein.

Das spezifische Warm Up

Wärme dann die speziellen Muskelgruppen auf. Richte sie danach aus, welche Leistung der Körper erbringen soll und welche Körperpartien besonders gefordert sind. Nehme dir ca. 5 Minuten Zeit dafür.

Wie genau sieht ein optimales Warm Up aus und welche Übungen kannst du anwenden?

In meinem nächsten Blogbeitrag stelle ich dir ein aktives Warm up für deinen Hund zusammen, dass deinen Hund optimal auf den Sport vorbereitet. Ich erkläre dir genau, mit welchen Übungen du welche Körperpartien aufwärmst und wie sie funktionieren. Mit diesem Warm Up minimierst du das Verletzungsrisiko und spätere Gelenkschäden.

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Radfahren mit deinem Hund – Gesundheit und Spaß

Radfahren mit deinem Hund – Gesundheit und Spaß

Richtig umgesetzt ist Radfahren ein tolles Training für Hund und Halter

Radfahren mit Hund steht bei den Aktivitäten vieler Hundebesitzer ganz weit oben. Bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen zieht es uns wieder raus an die frische Luft. Eine schönes Hobby, um mit seiner Fellnase die Welt zu erkunden und es macht bei schönen Wetter noch mehr Freude mit dem Hund unterwegs zu sein. Du kannst das Radfahren mit deinem Hund auch sehr gut als Trainingseinheit nutzen. Du baust Muskulatur auf und trainierst Kraft und Kondition deines Hundes. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird trainiert und wie bei uns Menschen macht Sport gute Laune!

Das ist wichtig beim Radfahren mit Hund:

Es gibt beim Radfahren mit deinem Hund einige Punkte zu beachten, damit ihr beide Spaß an eurem Hobby habt. Daher gebe ich dir in diesem Beitrag einige wertvolle Tipps an die Hand, die du beachten solltest, wenn du mit deinem Hund Radfahren möchtest.

Was musst du beachten:

  • Das Training am Fahrrad ist tabu für deinen Hund, wenn er stark übergewichtig ist, er im Wachstum (jünger als 12-18 Mon.) oder sehr alt ist. Das Training am Rad kann dauerhafte Schädigungen der Gelenke nach sich ziehen und ihn körperlich überfordern. Auch wenn dein Hund unter Schmerzen leidet, sollte er nicht am Fahrrad laufen. Ist dein Hund gesundheitlich angeschlagen ist, oder leidet er unter einem Infekt oder Fieber? Auch dann ist jede Form von Sport tabu.
  • Sehr kleine Hunde sollten nicht am Fahrrad laufen. Sie haben für diese Art von Sport definitiv zu kurze Beine. Es gibt allerdings tolle Fahrradkörbchen, die einen gemeinsamen Ausflug mit deinem Hund ermöglichen. Auch sehr große und massige Hunde sollten nicht am Rad laufen, da ihr Körper für ausdauernde Bewegungen nicht geschaffen sind.
  • Dein Hund soll möglichst an einem gut gepolsterten Geschirr geführt werden, in dem die Bewegungen seines Körpers im vollen Umfang möglich sind, ohne dass das Geschirr ihn daran hindert. Die Leine soll locker hängen. Es ist nicht gut, wenn dein Hund an der Leine zieht, oder du dich am Rad von ihm ziehen lässt.

Bevor es losgeht:

  • Dein Hund sollte sich vor eurer Trainingseinheit gelöst haben und mit leerem Darm starten. Bitte füttere deinen Hund nicht vor dem Training mit dem Rad und auch nicht zwischendurch. Mit vollem Magen trainiert es sich nicht gut und die Anstrengung für den Kreislauf ist ungleich höher. Somit setzt du deinen Hund einem Risiko aus, wenn er mit vollem Magen Sport betreibt.
  • Zu Beginn solltest du mit ihm einige Aufwärmübungen durchführen. Damit erwärmst du die Muskulatur und die Gelenke. Zudem verminderst du das Verletzungsrisiko, da der Hundekörper nach dem Aufwärmen elastischer ist und mit abrupten Bewegungen besser umgehen kann. Hinzu kommst, dass dein Hund sich auch mental auf das Training einrichtet und konzentrierter ist.
  • Der optimale Untergrund beim Training am Fahrrad ist weich und federnd. Asphalt- und Schotterwege sind nicht gut für die Gelenke und insbesondere bei Hunden mit Gelenkerkrankungen sollte man darauf achten, dass der Untergrund gelenkschonend ist. Wähle nach Möglichkeit Wald- und Feldwege für eure Touren, dadurch werden die Bewegungen besser abgefedert.

Der ideale Rhythmus:

  • Gerade nach der Winterpause oder wenn ihr Neueinsteiger seid, beginne das Training mit kurzen Einheiten, die du langsam aufbaust.
  • Starte mit wenigen Minuten im leichten Trab und wechsele dann für kurze Zeit in den Schritt, bevor du die nächste Einheit im Trab absolvierst. Das kontinuierliche Laufen im Trab ist für deinen Hund sehr anstrengend. Dein Hund muss die Möglichkeit haben, fit zu werden und Kondition aufzubauen. Überfordere auch einen älteren Hund nicht und denke immer an die Gelenke.
  • Dein Hund sollte im lockeren Trab neben deinem Rad herlaufen. Diese Gangart schont die Gelenke deines Hundes am meisten und eignet sich am besten um Muskulatur und Kondition aufzubauen. Das Tempo solltest du immer der Größe deines Hundes anpassen. Lange Strecken im Galopp sind nicht gut für die Gelenke deines Hundes.
  • Wenn dein Hund langsamer wird und in den Schritt wechselt oder stark hechelt, solltest du ihm sofort eine Pause gönnen bzw. das Training beenden.

Grundsätzliches:

  • Beobachte deinen Hund nach dem Training und am Tag danach aufmerksam. Sind seine Bewegungsabläufe und seine Aktivität normal? Oder bewegt er sich schwerfällig und ist auffällig ruhig? Auch Hunde können einen schmerzhaften Muskelkater bekommen, wenn sie zu schnell oder zu lange laufen. Falls das vorkommt, solltest du das Trainingspensum unbedingt anpassen.
  • Trainiere mit deinem Hund maximal jeden zweiten Tag. Der Körper braucht Zeit, um sich zu erholen und die Muskulatur baut sich nur in diesen Pausen auf.
  • Fahre nie bei Hitze mit deinem Hund Rad. Das bedeutet eine extreme Anstrengung für das Herz-Kreislaufsystem. Dein Hund hat keine Kühlung durch Fahrtwind, außerdem ist es in Bodennähe wärmer als in Sattelhöhe. Der Asphalt heizt sich stark auf, was für die Pfoten deines Hundes schnell schmerzhaft werden kann. In den Sommermonaten solltest du mit deinem Hund daher unbedingt am frühen Morgen oder späten Abend Rad fahren. Ansonsten bringst du deinen Hund in eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr.
  • Grundsätzlich gilt, das du deinem Hund immer wieder Pausen gönnen und ihn immer beobachten solltest. Ein Bad im See oder Bach kann eine willkommene Abkühlung sein, wenn dein Hund sich vorher schon einen kurzen Moment runtergekühlt hat. Bei euren Ausflügen solltest du auf jeden Fall immer Wasser für dich und deine Fellnase dabei haben, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Viel Spaß bei eurem gemeinsamen Training am Rad!

Nach dem Sport wird dein Hund etwas Entspannung sehr genießen. Eine leichte Massage um die Muskeln zu lockern, ist da genau das Richtige für ihn und ein tolles Ritual für euch beide!