Die Nervenfunktion stärken beim Hund – so geht´s!

Die Nervenfunktion stärken beim Hund – so geht´s!

Wenn Hunde unter Rückenerkrankungen leiden, wie z.B. einem Bandscheibenvorfall, dem Cauda Equina Compressions Syndrom, einer Spondylose, ist häufig die Nervenfunktion gestört. Ursache ist hier in der Regel eine Kompression der Nerven, wodurch die Nervenweiterleitung nicht wie gewohnt funktioniert. Doch auch bei Erkrankungen wie der Fibrokartilaginösen Embolie – dem Rückenmarksinfarkt kann es zu Störungen der Nervenfunktion kommen. Alle diese Erkrankungen können je nach Dauer und Intensität der Kompression zu kompletten Lähmungen führen. Nervenfunktion stärken beim Hund

Was sind weitere Symptome für eine gestörte Nervenfunktion?

Mögliche Anzeichen können beispielsweise sein: Nervenfunktion stärken beim Hund

  • Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme
  • Pfotenschleifen
  • schwächer werdende Muskulatur
  • Unsicherheit bei bestimmten Bewegungen
  • Einknicken mit der Hinterhand
  • Inkontinenz

Warum funktioniert so oft der Muskelaufbau bei neurologischen Erkrankungen nicht oder nur unzureichend? Nervenfunktion stärken beim Hund

In der Rehabilitation ist dann ein wichtiges Therapieziel, die Muskulatur des Hundes zu erhalten und auch wieder zu stärken. Doch dies kann nur funktionieren, wenn wir eine ausreichende Nervenfunktion haben. Immer noch häufig höre ich von Fällen, in denen trotz intensiven Muskeltrainings keine oder nur sehr wenig Muskulatur aufgebaut wird. Dies ist dann vielfach ursächlich darin, dass in der Therapie nicht berücksichtigt wurde, dass die Nervenfunktion hinreichend gewährleistet ist.

Das bedeutet, dass in der Weiterleitung der Information vom Gehirn über das Rückenmark und den Nerv hin zum Muskel eine Unterbrechung oder mangelhafte Weiterleitung vorliegt. Die Information für den Muskel zur Anspannung kann vom Nerv nicht oder nur unzureichend weitergegeben werden. Ein Muskelaufbau über reines Krafttraining wird hier daher niemals funktionieren.

Wie kann man die Nervenfunktion fördern und verbessern? Nervenfunktion stärken beim Hund

  • Sehr hilfreich und effektiv ist das Ausstreichen der Zehenzwischenräume. Dies sollte man am besten mehrmals täglich durchführen. Eine Anleitung zum Ausstreichen der Zehenzwischenräume findest du in diesem Artikel von mir.
  • Zusätzlich helfen stimulierende Massagen, die Nervenfunktion zu verbessern. Du kannst diese mit einem weichen Gummistriegel für Pferde oder einem Massagehandschuh. Durchführen. Auch hierzu habe ich eine ausführliche Anleitung für dich erstellt, die du hier findest: Massage mit dem Massagehandschuh.
  • Die Pfoten kannst du mit einer weichen Babybürste ausstreichen, damit die Nervenweiterleitung verbessert wird. Achte darauf, dass du weder mit zu viel, noch mit zu wenig Druck arbeitest.
  • Auch das aktive Bewegungstraining darf natürlich nicht fehlen. Hier hilft es sehr, zusätzlich die Übungen auf stimulierenden Untergründen mit Noppen (Targets oder Sensimats) zu machen, oder einfach eine Kokosmatte zu nutzen. In diese Artikel erfährst du genau, was es beim aktiven Bewegungstraining bei neurologischen Erkrankungen zu beachten gibt, damit es erfolgreich ist.

Leidet dein Hund ebenfalls unter einer Erkrankung, die neurologische Störungen verursacht? Wenn auch du Probleme hast, seine Muskulatur zu stärken, melde dich gern bei mir und wir tauschen uns aus! (tina@doggy-fitness.de)

Alles Liebe, deine Tina Nervenfunktion stärken beim Hund

Hundefitness – Hunde gesund fordern, ohne zu überfordern

Hundefitness – Hunde gesund fordern, ohne zu überfordern

Hundefitness Training erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Nicht ohne Grund. Es ist eine tolle Möglichkeit, als Hundemensch aktiv etwas für die Gesundheit seines Hundes zu tun. Die aktive Bewegungstherapie bzw. das Hundefitnesstraining hat zum Ziel Muskulatur aufzubauen, die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern, Körpergefühl, Koordination, Ausdauer und Balance zu stärken. Auch Lähmungen können hiermit behandelt werden. Zum Einsatz können verschiedene Geräte, wie Cavaletti, Slalom, Balancekissen, etc. kommen. Doch auch ohne Equipment, gibt es viele Übungen, die eingesetzt werden können. Hier sind z.B. isometrische Übungen oder Alltagsbewegungen zu nennen.

Was sollte man wissen, wenn man in die Hundefitness einsteigen möchte?

Wer sich im Humanbereich schon einmal mit dem Thema Fitness beschäftigt hat, weiß, dass dies gar nicht so einfach ist.

Es gilt z.B. zu wissen: Training Hundefitness

  • Welche Übung trainiert welchen Körperbereich auf welche Art?
  • Wie komplex ist die Übung?
  • Kann der Körper sie leisten?
  • Gibt es Kontraindikationen für die Übung?
  • Wie viele Wiederholungen machen Sinn?
  • Wie kombiniere ich Übungen sinnvoll miteinander?

Alle diese Fragen sollte man sich auch stellen, wenn man Fitnesstraining mit dem Hund praktiziert. Für einen Laien sind diese nicht einfach zu beantworten. Es gilt hier, genau zu wissen, wie fit der Hund ist und was er leisten kann. Auch seine körperlichen Bedürfnisse gilt es zu bewerten.

Hole dir fachliche Unterstützung Training Hundefitness

Einschätzen kann diese Punkte eine Fachkraft. Damit meine ich einen Hundephysiotherapeuten, der sich auch im Bereich Hundefitness und Bewegungstraining auskennt. Deshalb möchte ich dir unbedingt davon abraten, einfach selbst wild drauflos zu experimentieren und dir Übungen zu überlegen. Besser ist es, wenn du mit einem Konzept, ja mit einem Trainingsplan an das Training herangehst. Zudem sollte ein solcher Plan von einer Fachkraft, also einem Physiotherapeuten erstellt worden sein. So wird dir ein strukturiertes Training ermöglicht, du kannst Ziele definieren und auch zugleich eine Messbarkeit gewährleisten.

Schütze deinen Hund vor Überforderung im Training

Auch in der Hundefitness gilt: Qualität vor Quantität und viel hilft nicht viel. Wenn du zu viel machst, sprich du deinen Hund überforderst, dann wird das das Trainingsergebnis deutlich verschlechtern. Über die Grenze zu gehen bedeutet aber nicht nur, dass dein Hund eine Übung nicht korrekt durchführen kann und ggfs. stolpert und scheitert. Es bedeutet, dass es zu körperliche Beschwerden kommen kann, wie Muskelkater, Verspannungen oder Gelenkschmerzen. Es bedeutet auch, dass das Training ihn frustriert. Der Spaß an der gemeinsamen Aktivität geht verloren, ebenso wie der gesundheitsfördernde Aspekt. Training Hundefitness

Selbiges gilt, wenn du Übungen einsetzt, denen dein Hund körperlich (noch) nicht gewachsen ist. Er wird sie nicht korrekt und sauber ausführen können. Der Trainingseffekt bleibt aus und es kann statt dessen zu Verspannungen oder Muskelkater kommen.

Fordern statt überfordern Training Hundefitness

Das bedeutet, immer bedürfnisgerecht zu trainieren. Übungen sollten immer von leicht zu komplex ausgewählt werden. Mit der Entwicklung des Hundes können diese sich dann in der Komplexität anpassen. Auch die Intensität des Trainings kann mit der körperlichen Entwicklung des Hundes wachsen.

Hinsichtlich des Trainingsuntergrundes rate ich dir, Übungen immer zunächst auf einem festen Untergrund durchzuführen und dann nachgiebigere Untergründe einzusetzen. Auch hier gibt es Unterschiede. Zunächst solltest du wenig nachgiebige Untergründe wählen und dann erst weichere.

Mein Tipp: Probiere für dich selbst einmal aus, wie intensiv es sich anfühlt, sich auf den verschiedenen Trainingstools zu bewegen. Spüre selbst einmal den Unterschied, Cavalettis zu überlaufen, die in einem niedrigen und gleichmäßigen Abstand sind und dann welche, die unterschiedlich hoch sind und in unterschiedlichen Abständen positioniert wurden. Ich bin mir sicher, du wirst selbst den Unterschied spüren. Training Hundefitness

Deinem Hund geht es genauso. Im Training neue Bewegungen und Übungen einzubringen darf deinen Hund fordern. Es sollte ihn aber immer vor lösbare Aufgaben stellen. Zu viel Ehrgeiz ist hier fehl am Platze. Es gilt, sich im Tempo des Hundes zu entwickeln und nicht so, wie der Hundemensch es sich wünschen würde.

PS: Regelmäßige Pausen gehören zum Training genauso wie eure Trainingseinheiten. Sie ermöglichen dem Hundekörper, das Trainierte zu verarbeiten und daran zu „wachsen“.

Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude bei eurem Training! Training Hundefitness

Du hast Fragen zum Training? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir an tina@doggy-fitness.de .

Alles Liebe, deine Tina

Wandern mit Hund – für welchen Hund eignet es sich, wie baut man es richtig auf und vermeidet Überlastung und Verletzungen?

Wandern mit Hund – für welchen Hund eignet es sich, wie baut man es richtig auf und vermeidet Überlastung und Verletzungen?

Wandern mit Hund ist eine Aktivität, die viele Hundehalter lieben. Es ist einfach wunderschön, gemeinsam mit seinem Hund die Natur zu erkunden. Aber was muss man beachten, wenn man mit seinem Hund wandern gehen möchte? Kann man einfach loslegen, oder gibt es Dinge, die man beachten sollte? Die wichtigsten Fakten fasse ich dir im Artikel zusammen.

Kann jeder Hund wandern?

Ganz klar nein. Wanderungen sind eine körperliche Anstrengung, der nicht jeder Hund gewachsen ist und im Zweifelsfall kann die Aktivität gesundheitsschädigend sein. Vorsicht ist z.B. geboten bei kurznasigen Hunden, da sie Atemprobleme bekommen können.

Mit Welpen und Junghunden sollte man auf das Wandern in jedem Fall verzichten. Die Belastung für die Gelenke ist intensiv. Daher würde ich nur mit einem ausgewachsenen Hund wandern gehen, sprich die Wachstumsphase muss abgeschlossen sein. Zuvor kann man den Hund in jedem Fall körperlich auf das Wandern vorbereiten. Du kannst sein Körpergefühl, die Koordination und eine gute Muskulatur trainieren und zugleich langsam und schonend die Ausdauer aufbauen.

Bei kleinen Hunden ist zu berücksichtigen, dass sie aufgrund der geringeren Körpergröße entsprechend mehr Schritte laufen müssen und die Route sollte entsprechend angepasst werden. Auch das Terrain sollte für den kleinen Hund körperlich gut zu bewältigen sein.

Ältere Hunde und Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates

Hier kann man nicht pauschal sagen, dass Seniorhunde oder jene, die von Gelenkproblemen betroffen sind, nicht wandern dürften. Dies muss immer individuell entschieden werden. Wenn ein Hund jedoch Schmerzen hat, lahmt oder Bewegungseinschränkungen hat, dann ist Wandern absolut tabu. Ansonsten kann auch ein Hund mit z.B. Arthrose oder Hüftdysplasie oder eine graue Schnauze mit dir wandern gehen, so lange die Länge und die Beschaffenheit der Strecke auf ihn angepasst ist.

Und dann? Einfach mal loswandern? – Hund ohne große Vorbereitung zum Wandern mitnehmen – Ja oder Nein?

Das kann für deinen Hund im Zweifel übel enden. Die meisten Hunde sind gut im Gelände unterwegs – keine Frage. Sie lieben es, mit uns unterwegs zu sein und gehen mit Freude über Stock und Stein – und haben am Ende des Tages den Muskelkater des Jahrhunderts.

Viele Hundehalter unterschätzen die besondere körperliche Beanspruchung, die das Wandern für Hunde mit sich bringt. Steigungen und Gefälle, sowie unwegsames Gelände sind wesentlich anspruchsvoller als der normale Spaziergang. Das Herz-Kreislaufsystem und auch der Bewegungsapparat werden stark beansprucht. Es ist also etwas Vorbereitung nötig, wenn man seinem Hund nicht schaden möchte. Im ersten Schritt sollte sichergestellt sein, dass der Hund gesundheitlich in der Lage ist zu wandern. Organisch und auch in Sachen Bewegungsapparat muss die Aktivität für ihn in Ordnung sein. Entsprechend der gesundheitlichen Bedürfnisse kann man dann beginnen, dem Hobby Wandern mit Hund nachzugehen.

Der Einstieg ins Wandern – so gelingt er!

Hier empfehle ich dir zum einen, sehr gut auf die die Länge und den Schwierigkeitsgrad der Strecke zu achten. Beginne mit einfachen und kurzen Strecken. Steigere langsam und mit Bedacht. Beobachte deinen Hund gut. Er sollte nach der Wanderung nicht stark erschöpft sein und sich unterwegs auch nicht zurückfallen lassen. Die körperlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten haben oberste Priorität.

Startet man unvorbereitet und ambitioniert sofort mit einer anspruchsvollen und ausgiebigen Wanderung, riskiert man Verletzungen, Muskelkater und Überlastungsschäden.

Körperlich auf das Wandern vorbereiten – die körperliche Fitness trainieren

Zudem lege ich dir ans Herz, deinen Hund körperlich auf eure Aktivität vorzubereiten und begleitend aufzubauen.

Hier geht es insbesondere um folgende Faktoren: Ausdauer, Kraft und, Körpergefühl und Koordination.

Ausdauer trainieren

Wenn du gerade erst damit beginnst, mit deinem Hund zu wandern, oder ihr länger nicht gewandert seid, dann ist erstmal Training angesagt, um den Hund körperlich auf das Wandern vorzubereiten.

Ein regelmäßiges Konditionstraining ist wichtig. Das kannst du beispielsweise mit Trabeinheiten (zu Beginn im Wechsel mit Schritteinheiten), um gesund die Ausdauer zu fördern. Auch gemeinsam Joggen oder das Laufen am Fahrrad im Trab trainieren die Ausdauer. Auch das Herz-Kreislauf System wird hierdurch fit gemacht. Das kommt besonders bei Höhenunterschieden zum Tragen und wenn die Routen länger sind.

Hier findet ihr meine Tipps zum Joggen und Radfahren mit Hund.

Hundefitness-Übungen als begleitendes und vorbereitendes Training beim Wandern

Auch die Kraft, Koordination und Körpergefühl sollten gut sein, damit der Hund sich nach Möglichkeit nicht verletzt und im Gelände gut zurechtkommt.

Da die körperliche Beanspruchung eine andere ist, als bei den alltäglichen Spaziergängen, muss auch der Hundekörper genau darauf vorbereitet werden. Das geht prima mit aktiven Bewegungsübungen aus dem Hundefitness. Nur mit einem guten Körpergefühl kann der Hund sich auch in unwegsamerem Gelände sicher bewegen und Verletzungen vermieden werden.

In meinem Basicfit Kurs wird gezielt eine gute Basisfitness, die Kraft, das Körpergefühl und die Koordination gestärkt. Ist dein Hund bereits gut trainiert, dann ist der Profifit Kurs perfekt, um ihn weiter zu stärken.

Warm Up und Cool Down auch beim Wandern mit Hund?

Nehme dir in jedem Fall Zeit, deinen Hund kurz Aufzuwärmen bevor es losgeht und nach der Wanderung für ein Cool Down. Du verminderst das Verletzungsrisiko und zugleich wird die Regenerationsphase verkürzt. Der Hund kann mit der körperlichen Belastung besser umgehen. Beim Warm up wird der Körper auf die folgende körperliche Belastung vorbereitet.

Übrigens: Die perfekte Ergänzung zum Cool Down ist eine wohltuende Massage. Die meisten Hunde lieben sie. Sie löst Verspannungen und lindert auch Schmerzen.

Hier findest du mehr zum Thema Warm up für Hunde und hier verschiedene Übungsvorschlägen.

Wann hat man dem Hund zu viel zugemutet und wie kann man es vermeiden?

Grundsätzlich sollte eine Wanderung so gut geplant sein, dass sie beendet ist, BEVOR der Hund stark erschöpft ist. Es sollte also nach Möglichkeit vermieden werden, dass man den Hund überfordert, da dies nicht nur kurzfristig die Gesundheit strapaziert, sondern auch langfristige gesundheitliche Folgen haben kann.

Wenn du unterwegs feststellst, dass dein Hund sich beispielsweise immer wieder zurückfallen lässt, stark hechelt, sich ggfs. hinlegt, sind das klare Anzeichen, dass der Hund überfordert ist. Mit Faulheit hat das nichts zu tun. Gönne ihm in dieser Situation eine entsprechende Pause, gebe ihm die Möglichkeit zu trinken und gehe erst weiter, wenn er körperlich so weit erholt ist, dass es für ihn in Ordnung ist.

Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude bei euren gemeinsamen Wanderausflügen!

Alles Liebe, deine Tina

Deshalb verursacht Arthrose nicht immer Schmerzen – und ist trotzdem da!

Deshalb verursacht Arthrose nicht immer Schmerzen – und ist trotzdem da!

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund. Die meisten Hunde erkranken im Verlaufe ihres Lebens an Arthrose. Meist sind die Gelenke betroffen, die das meiste Gewicht des Körpers tragen. Dazu gehören Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte. Doch auch kleine Gelenke, wie die Zehengelenke können betroffen sein. Viele ältere Hunde leiden unter Arthrose. Arthrose Hund Schmerzen

Wie entsteht Arthrose und was sind die Folgen? Arthrose Hund Schmerzen

Arthrose kann durch Verschleiß in Folge des natürlichen Alterns oder Übergewicht entstehen. Aber auch Fehl- und Überbelastung, Inaktivität und Fehlstellungen von Gelenken können sie verursachen. Arthrose Hund Schmerzen

Was passiert im Gelenk?

Bei einer Arthrose werden Knorpelteilchen abgerieben oder splittern sogar ab. Diese Teilchen schwimmen dann frei in der Gelenkflüssigkeit umher und stören den Bewegungsablauf. In der Folge ist die Knorpeloberfläche ist nicht mehr glatt und die Dämmfunktion läßt nach. Im späteren Stadium wird der Knochen geschädigt. Auch für die Gelenkflüssigkeit bleibt das nicht ohne Folgen. Sie wird dünner und schmiert schlechter. Teilweise verschwindet sie ganz.

Im fortgeschrittenen Stadium versucht der Körper sich selbst zu helfen. Es bilden sich sogenannte Gelenklippen. Das sind knöcherne Zubildungen, um das Gelenk zu stabilisieren und schützen. Das bedeutet für den Hund eine Einschränkung und Schmerzen in der Bewegung. Arthrose Hund Schmerzen

Doch warum wird Arthrose oft erst spät diagnostiziert? Arthrose Hund Schmerzen

Erst wenn der Knorpel einen bedeutenden Schaden aufweist und eine Entzündung im Gelenk entsteht, spürt der Hund den Schmerz in der Bewegung. Oft bleibt sie lange unbemerkt. Sie wird erst wahrgenommen, wenn sie weit fortgeschritten ist. Das passiert, weil der Knorpel selbst nicht innerviert ist (mit Nerven durchzogen). Er gibt kein Signal, das etwas nicht in Ordnung ist. Deshalb zeigen Hunde häufig wenige bis keine Symptome und die Arthrose ist oft sogar ein Zufallsbefund. Arthrose Hund Schmerzen

Deshalb sollte Arthrose behandelt werden, auch wenn sie keine Beschwerden verursacht

Wenn die Arthrose nicht behandelt wird, schreitet sie immer weiter fort und wird im Krankheitsverlauf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen und auch einen Verlust der Muskulatur nach sich ziehen.

Was kannst du tun?

Mittels aktivem Bewegungstraining und physiotherapeutischer Behandlung kannst du das Fortschreiten der Arthrose verzögern und auch betroffene Gelenke wieder mobilisieren. Auch Maßnahmen wie Nahrungsergänzungsmittel und Goldakupunktur sind eine wertvolle Unterstützung bei an arthrosekranken Hunden.

Was hilft deinem Hund bei Arthrose? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Schüttelt sich dein Hund normal? So richtig von vorne bis nach hinten?

Schüttelt sich dein Hund normal? So richtig von vorne bis nach hinten?

Vielleicht hast du dir diese Frage noch nie wirklich bewusst gestellt und dir daher auch noch nie bewusst angeschaut, wie dein Hund sich schüttelt. Es hört sich im ersten Moment auch ausgesprochen seltsam an, denn was soll so besonders daran sein, wenn dein Hund sich schüttelt? Meine Empfehlung an dich ist, regelmäßig darauf zu achten, wie dein Hund sich schüttelt. Warum?  Es kann dir sehr viel über das Befinden deines Hundes zeigen.

Sich zu schütteln ist für unsere Hunde „Daily Business“. Nicht nur, wenn sie nass geworden sind, schütteln sie sich. Auch wenn sie „Stress abschütteln“ wollen. Die meisten Hunde schütteln sich, bevor sie nach einem Spaziergang zurück ins Haus gehen, manchmal auch nach dem Aufstehen.

Tessa schüttelt sich z.B. grundsätzlich, wenn wir vom Spaziergang zurück kommen bevor sie wieder ins Haus geht.

Wie schüttelt sich ein Hund normal?

Im Normalfall schüttelt dein Hund sich so richtig von vorne – also von der Nasenspitze – bis hinten – bis zur Rutenspitze – gleichmäßig durch. Die Bewegung ist fließend und der Hund bleibt im Gleichgewicht.

Wann ist das Schütteln beim Hund als auffällig zu betrachten?

Einige Hunde stoppen etwa ab der Rückenmitte, lassen den unteren Rücken aus und brechen das Schütteln ab. Wieder andere kommen beim Schütteln aus dem Gleichgewicht. Beides ist auffällig und kann auf körperliche Probleme hindeuten.

Was sind mögliche Ursachen?

Wenn du einen der beiden Punkte bei deinem Hund feststellst, oder das Schütteln sonst irgendwie seltsam angespannt oder unkoordiniert aussieht, kann das beispielsweise auf Rückenerkrankungen verbunden mit Rückenschmerzen und neurologische Probleme hindeuten. Auch ältere Hunde sind häufig nicht mehr „standfest“ und geraten aus dem Gleichgewicht. Mein Rat ist, dies in jedem Fall abklären zu lassen!

Übrigens: Auch wenn du beobachtest, dass dein Hund sich besonders häufig schüttelt, solltest du dem auf den Grund gehen. Dies kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben, denen man auf den Grund gehen sollte.

Hast du schon einmal Auffälligkeiten bei deinem Hund beobachtet, wenn er sich schüttelt? Teile sie gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

So vermeidest du muskuläre Dysbalancen und Verspannungen durch Fußarbeit im Hundesport

So vermeidest du muskuläre Dysbalancen und Verspannungen durch Fußarbeit im Hundesport

In vielen Hundesportarten wird Wert auf Fußarbeit gelegt. Das bedeutet, dass der Hund auf der linken Seite des Hundeführers läuft. Dabei sollte sich im Idealfall die Schulter des Hundes neben dem linken Knie des Hundeführers befinden. Der Hund soll dabei zudem Blickkontakt zum Hundeführer halten, indem er seinen Kopf in den Nacken legt und gerade nach oben schaut oder er ihn nach rechts zu ihm neigt.

Fußarbeit im Hundesport – Diese Bewegungen sind für deinen Hund unnatürlich und verursachen Probleme

Für den Hund ist diese Bewegung unphysiologisch. In diesem Fall bedeutet dies, dass es zu einer sehr starken Belastung der Halsmuskulatur und Halswirbelsäule kommt. Doch auch die restliche Wirbelsäule ist stark belastet und linker Vorder- und Hinterlauf werden stärker belastet, als die rechte Körperhälfte. Die Folgen: dein Hund bekommt unangenehme muskuläre Verspannungen und die Bemuskelung ist untergleichmäßig. Das hat dann wiederum auch Auswirkungen auf die Gelenke. Hinzu kommt, dass unphysiologische Bewegungsabläufe entstehen. Dein Hund steckt dann quasi in einem Teufelskreis.

Was kann man tun, um Überlastungsschäden in Form von muskulären Dysbalancen und Verspannungen bei der Fußarbeit zu vermeiden?

Zwischendurch auf der rechten Seite führen

Auch wenn es für deinen Sport nicht vorgesehen ist, hilft es deinem Hund sehr, wenn du ihn immer wieder auch auf der rechten Seite führst. Damit schaffst du eine entsprechende „Gegen- bzw. Ausgleichbewegung“ und vermeidest, dass sich muskuläre Ungleichmäßigkeiten und Verspannungen entwickeln. Fußarbeit im Hundesportit i

Ausgleichende Übungen aus dem Bewegungstraining Fußarbeit im Hundesport

Im Humanbereich ist es ganz normal, dass man den Sport mit „gymnastizierenden“ Übungen, Krafttraining etc. ergänzt. Auch im Hundesport sollte dies zur Routine gehören. Um Verspannungen vorzubeugen und eine ungleichmäßig ausgeprägte Muskulatur, kannst du Übungen aus dem Bewegungstraining nutzen. Dazu gehören z.B.:

Stretching

Mittels regelmäßigen Stretchingübungen z.B. wirkst du ausgleichend auf die Muskulatur ein und kannst du sie elastisch halten sowie einseitigen Verkürzungen entgegenwirken. Fußarbeit im Hundesportit im Hundesport

Isometrische Übungen

Mit isometrischen Übungen trainierst du eine gleichmäßig, ausgeprägte Muskulatur und eine gleichmäßige Belastung der Läufe, damit sich in normalen „Alltagsbewegungen“ der Schwerpunkt nicht gewohnheitsmäßig auf die linke Körperhälfte verlagert.

Balanceübungen

Auch mit Balanceübungen unterstützt du, dass dein Hund alle vier Läufe gleichmäßig einsetzt und eine ausgewogene, gesunde Belastung gesichert ist genauso wie ein gutes Körpergefühl. Fußarbeit im Hundesportit i

Du suchst nach entsprechenden Übungen für deinen Hund? Dann lege ich dir meine Hundefitness Online Kurse ans Herz, in denen du lernst, deinen Hund mit aktiven Bewegungsübungen seinen Bedürfnissen entsprechend zu unterstützen. Hier geht es zur Übersicht: Doggy Fitness Online Kurse

Massage

Deinen Hund nach dem Sport zu massieren, ist nicht nur als Wellness und Entspannung schön für ihn, sondern sorgt insbesondere dafür, dass Verspannungen vermieden werden oder sofort gelockert werden. Fußarbeit im Hundesportit i

Wenn du einfache Massagegriffe erlernen möchtest, findest du hier entsprechende Infos und Anleitungen: Massage beim Hund – Basics.

Bist du hundesportlich aktiv? Wie vermeidest du Verspannungen und muskuläre Dysbalancen bei deinem Hund?

Alles Liebe, deine Tina

Koordination beim Hund – sind koordinierte Bewegungen beim Hund angeboren?

Koordination beim Hund – sind koordinierte Bewegungen beim Hund angeboren?

Zwar sind unseren Hunden von Beginn an eine gewissen Mobilität und motorische Fähigkeiten gegeben und schnell beginnen sie, sich auf ihren vier Pfoten fortzubewegen und ihre Welt zu erkunden. Doch ihnen ist nicht automatisch mit auf den Weg gegeben, dass sie sich koordiniert bewegen können. Das ist für uns Menschen auch ziemlich offensichtlich, denn wenn man Welpen die Bewegungen eines Welpen betrachtet, sieht man auf den ersten Blick, wie tapsig und manchmal unbeholfen er sich fortbewegt. Das eine oder andere Mal kommt es zu Stolperern insbesondere, wenn sie auf ungewohnte, Terrain unterwegs sind. Koordination beim Hund

Das bedeutet: Hunde müssen Bewegungen und Koordination erst lernen Koordination beim Hund

Der Hundekörper ist bei der Geburt mit einer „Basisausstattung“ versehen. Das bedeutet, dass das Nervensystem zwar grundsätzlich programmiert ist, um verschiedene Bewegungen auszuführen. Doch erst durch Übung ergeben sich daraus physiologische und funktionierende Bewegungsabläufe.

Worum geht es beim Erlernen von Bewegungen?

Grundsätzlich geht es darum, Muskulatur so gezielt einzusetzen, dass eine reibungslose Abfolge von Gelenkbewegungen entsteht. Dies nennt man dann koordinierte Bewegungen. Besonders zu Beginn ist dies sehr anstrengend und schwierig. Das kennst du sicher selbst, wenn du eine neue Bewegung z.B. beim Sport erlernen musst. Zunächst fällt dies sehr schwer und du musst dich stark konzentrieren. Doch mit etwas Praxis fällt es dir leichter und irgendwann sind die Bewegungen so abgespeichert, dass sie wie automatisch passieren und du gar nicht mehr wirklich darüber nachdenken musst. Koordination beim Hund

Der Körper verbraucht beim Erlernen einer Bewegung übrigens deutlich mehr Energie, als wenn er diese bereits häufiger durchgeführt hat. Zugleich werden die Bewegungen über das regelmäßige trainieren eben dieser auch präziser und effizienter.

Warum haben manche Hunde eine schlechte Koordination? Koordination beim Hund

Du hast sicher selbst schon häufiger gesehen, dass es Hunde gibt, die sich extrem sicher und mit einer sehr guten Koordination bewegen. Auch neue Bewegungsabläufe haben sie schnell drauf. Dann gibt es wiederum Hunde, die auch im Erwachsenenalter eher ungelenk sind und große Schwierigkeiten haben, sich auf neue Bewegungen einzulassen. Ursache kann hier z.B. sein, dass im Welpen- und Junghundalter die Koordination nicht ausreichend gefördert und trainiert wurde. Doch auch Erkrankungen des Bewegungsapparates können Störungen in der Koordination nach sich ziehen. Zudem ist es so, dass mit fortschreitendem Alter die Nervenfunktion etwas nachlassen kann.

Das Gute ist: Die Koordination, das Körpergefühl und Balance kann man ein Hundeleben lang trainieren

Koordination ist tatsächlich etwas, was sich in jedem Alter verbessern läßt. Wenn man bemerkt, dass ein Hund Probleme hat, sich mit gut koordinierten Bewegungen fortzubewegen, sollte man in jedem Fall eine Verbesserung der Koordination fördern. Eine schlechte Koordination zieht nämlich in aller Regel unphysiologische Bewegungsabläufe, eine ungleichmäßige Bemuskelung und Verspannungen und eine eventuell nicht optimale Gelenkbeweglichkeit nach sich, die später Arthrose entstehen läßt.

Wie kann man die Koordination fördern?

Hierzu nutzt man Übungen aus dem aktiven Bewegungstraining, die sehr sanft und nachhaltig koordinierte Bewegungsabläufe schulen. Hierbei geht es im ersten Schritt gar nicht um komplexe Übungen und Bewegungen. Vielmehr ist es sinnvoll, sich zunächst auf Basisbewegungen des Hundes zu konzentrieren. Dazu gehören Dinge wie, sich korrekt hinzusetzen, sich sauber hinzulegen, eine korrekte Stehposition einzunehmen und sich im Schritt präzise zu bewegen. Koordination beim Hund

Zusätzlich können z.B. Übungen wie Cavaletti Training und das Laufen über einen Hindernisparcours sinnvoll sein. Das Portfolio an Übungen ist riesig. Bei der Auswahl der Übungen sollte man sich allerdings immer am jeweiligen Hund orientieren und immer mit leichten Übungen beginnen, bevor man komplexere Bewegungsabläufe trainiert. Nur wenn die Basis stimmt, können auch kompliziertere Übungen korrekt absolviert werden. Wenn man sich entscheidet im Verlauf des Trainings flexible Untergründe hinzuzunehmen, dann sollte man immer von festeren Untergründen zu weicheren Untergründen gehen und nicht mit sehr nachgiebigen Untergründen beginnen. K

Dein Hund hat eine schlechte Koordination und du möchtest unbedingt gezielt etwas dafür tun, dass er sich sicherer bewegt? Dann lege ich dir meinen Balancefit Online Kurs ans Herz! Hier lernst du, wie du die Balance, Koordination und das Körpergefühl deinen Hund mit aktivem Bewegungstraining selbst unterstützt – für einen Vierbeiner, der fit und sicher im Leben steht.

Koordination beim Hund

Alles Liebe, deine Tina

Das Canine Wobbler Syndrom – Entstehung, betroffene Rassen & Symptome

Das Canine Wobbler Syndrom – Entstehung, betroffene Rassen & Symptome

Das Canine Wobbler Syndrom ist eine Erkrankung der Halswirbelsäule und des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule. „to wobble“ bedeutet schwanken oder wackeln und beschreibt so sehr eindeutig eines der Hauptsymptome der Erkrankung: Koordinationsstörungen. Diese sind auf eine Kompression des Rückenmarks zurückzuführen.

Wie entsteht das Canine Wobbler Syndrom?

Das Wobbler Syndrom kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine häufige Ursache ist eine chronisch fortschreitende Bandscheibenerkrankung. Im Verlaufe des Alterungsprozesses verschleißt das Bandscheibenmaterial mehr und mehr. Das hat eine Veränderung der Bandscheiben in ihrer Form und auch eine Aufquellung zur Folge. Es kommt in der Folge zu einer Vorwölbung des degenerierten Bandscheibenmaterials in Richtung des Wirbelkanals. Dadurch entsteht eine Kompression des Rückenmarks und die Nervenfunktion wird gestört. Der Bereich vom 5.-7- Halswirbel ist am häufigsten betroffen.

Verstärkt wird dieser Degenerationsprozess der Bandscheibe bei langhalsigen Hunden häufig noch durch eine Formveränderung der Wirbel. Dazu kommt es, weil die Wirbel instabil sind. Die Belastung für die Bandscheiben ist dadurch dann ungleich höher. Diese Formveränderung der Wirbel ist vermutlich genetisch bedingt.

Aber auch ein Wirbel selbst kann eine Kompression des Rückenmarks und somit ein Wobbler Syndrom hervorrufen.

Hierbei unterscheidet man zum einen statische Kompressionen durch knöcherne Zubildungen entlang des Wirbelkanals in Bereich der Halswirbelsäule. Zum anderen kann eine dynamische Subluxation eine Kompression hervorrufen. Das bedeutet, dass durch die veränderte Form des Wirbelkörpers eine Instabilität entsteht, die wiederum Verrenkungen der Wirbel gegeneinander nach sich zieht. Die Subluxation wird bei der Beugung des Halses verursacht, bzw. verstärkt. Diese Art der Subluxationen ist in aller Regel nicht schmerzhaft. Die verschiedenen Ursachen können auch in Kombination miteinander auftreten.

Welche Hunderassen sind häufig betroffen?

Besonders häufig betroffen sind junge Deutsche Doggen und Dobermänner mittleren Alters. Zudem sind männliche Hunde etwa doppelt so häufig betroffen, wie Hündinnen. Zumeist sind häufiger große Hunderassen mit langen Hälsen wie Rhodesian Ridgeback, Barsoi und auch Dalmatiner, betroffen. Canine Wobbler Syndrom

Das sind die typischen Symptome des Wobbler Syndroms

Wie eingangs bereits beschrieben, ist es vor allem das schwankende Gangbild und die mehr oder weniger starken Koordinationsstörungen, die charakteristisch sind. Dies geschieht durch die Beeinträchtigung der langen Rückenmarksbahnen wodurch die Informationsweiterleitung zwischen Gehirn und Hinterhand nicht mehr optimal funktioniert.

Schrittweite und -höhe sind zumeist gesteigert. Betroffene Vierbeiner laufen mit weit nach außen greifenden Schritten. Steigt die Kompression des Rückenmarks, zeigt sich auch das Pfotenschleifen als ein typisches Symptom. Zudem kommt es vielfach zu Störungen der Propriozeption (Körperwahrnehmung). In der Vorderhand sind besonders die kleinen tippelnden Schritte auffällig, den sogenannten Soldatenschritt. Daraus ergeben sich zwei verschiedene Gangmuster vorne und hinten.

In seltenen Fällen kann es durch ein akutes Trauma zu einer vollständigen Lähmung kommen. Das Trauma selbst ist hierbei zumeist geringgradig. Es ist die fortgeschrittene Vorschädigung des Rückenmarks, die ein sogenanntes Bagatelltrauma ausreichen läßt, um eine vollständige Lähmung zu verursachen. Die Hunde zeigen vielfach einen Schmerz im Halsbereich oder einen Schmerz in der Bewegung des Halses. Der Kopf wird häufig tief getragen. Die Halsmuskulatur verspannt stark. Es kommt zu einer fortschreitenden Muskelatrophie der Läufe.

Im nächsten Artikel erfährst du alles zur Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten des Caninen Wobbler Syndroms!

Alles Liebe, deine Tina

Wie findest du die richtigen Fitnessübungen für deinen Hund? – das solltest du beachten

Wie findest du die richtigen Fitnessübungen für deinen Hund? – das solltest du beachten

Immer wieder werde ich von Hundehaltern angeschrieben, die nach Fitnessübungen für ihren Hund suchen. Es werden verschiedenste Trainingstools wie Balancepads, Wackelbretter, Cavaletti, Igelpods und Co. angeschafft – aber was damit tun? Ich weiß, alle diese Tools sehen toll aus, viele bunte Farben und das Angebot ist einfach riesig. Fitnessübungen für Hunde

Allerdings halte ich diese Herangehensweise an das Hundefitnesstraining für falsch. Der richtige Weg wäre, erst zu schauen, wie sind die körperlichen Bedürfnisse und auch Defizite meines Hundes, was möchte ich trainieren und erst DANN geht es darum, welche Übungen sich eigenen und ob und welche Tools dafür überhaupt notwendig sind.

Auch wenn Hunde gesund sind und man nur als Beschäftigung „just for fun“ ein bißchen trainieren möchte, gilt es zu schauen, was Sinn macht. Warum? Auch hier kann es passieren, dass man den Hund überfordert und vor allem Übungen falsch durchführt.

Was muss ich bei der Auswahl der Übungen beachten?

  • Wie ist der gesundheitliche Zustand meines Hundes? Gibt es organische Erkrankungen, die das Training beeinflussen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Hüftdysplasie oder Spondylose?
  • Hat mein Hund Schwachstellen im Bewegungsapparat? Diese können z.B. muskulärer Natur sein, die Gelenkbeweglichkeit, die Körperwahrnehmung und Koordination betreffen.
  • Wie ist grundsätzlich der Muskelstatus? Wie sind die bindegewebigen Strukturen beschaffen?
  • Wie alt ist er Hund?
  • Wie ist der Körperbau des Hundes – Schlank und drahtig, groß und schwerfällig, etc.?
  • Wie gut und lange kann er sich konzentrieren?

Weiterhin ist es wichtig, auf folgende Aspekte zu achten: Fitnessübungen für Hunde

  • Wie ist grundsätzlich der Trainingsstatus des Hundes? Ist er gänzlich untrainiert und Anfänger im Bewegungstraining oder hat er bereits Trainingserfahrung?
  • Wie viele Wiederholungen einer Übung sind dementsprechend sinnvoll?
  • Wie ist der Schwierigkeitsgrad der Übungen, die trainiert werden
  • Eine sinnvolle Kombination der Übungen und somit zielgerichtetem Training hinsichtlich Schwierigkeit, trainierter Körperbereiche und Art der Übung (Muskelaufbau/Beweglichkeit/Koordination/ statisch oder dynamisch…) ist wichtig. Hier macht z.B. das Training mit Hilfe eines Trainingsplans Sinn.
  • Abwechslung der Übungen
  • Korrekter Aufbau der Übungen – kann mein Hund die Übung hinsichtlich der Komplexität körperlich und geistig gut bewältigen, so dass man die Übung korrekt aufbauen kann, ohne den Hund zu überfordern?
  • Welche Tools eignen sich bei den Übungen – je nach Trainingsstatus weniger nachgiebige oder flexiblere Tools.

Hundefitness Training braucht Struktur, um gesund und zielgerichtet zu trainieren

Die oben genannten Punkte sind nur eine Auswahl, die man bei der Auswahl der Übung und Gestaltung des Fitnesstrainings mit seinem Hund beachten sollte. Vor allem sollten sie bedacht werden, bevor man sich für den Einsatz eines Tools entscheide.

Falscher Trainingsaufbau, für dein Hund ungeeignete Trainingstools (zu klein/groß, zu flexibel,…) zu anspruchsvolle Übungen oder jene, die falsch durchgeführt werden oder sich für den Hund gar nicht eigenen, können einen Schaden anrichten. Dessen sollte man sich immer bewusst sein. Immer wieder sehe ich Videos mit Hunden, die sich mit viel Mühe völlig verkrampft auf Tools halten und der Halter ist begeistert. Das der Hund massiv angespannt ist und ein Trainingseffekt völlig unmöglich ist, wird dabei nicht bedacht.

Ich möchte dich an dieser Stelle keinesfalls verunsichern, sondern dich vielmehr dafür sensibilisieren, dich mit den körperlichen Strukturen deines Hundes, seinen körperlichen Bedürfnissen und Defiziten, etc. intensiv zu beschäftigen und sein Training dementsprechend zu strukturieren. Fitnessübungen für Hunde

Wenn du hierbei sichergehen möchtest, dass du alle Aspekte eines gut strukturierten Trainings berücksichtigst und Trainingspläne zur Orientierung toll findest, dann lege ich dir meine Online Kurse rund um das Thema Hundefitness ans Herz. Du findest dort eine große Auswahl an Kursen zu den unterschiedlichsten Themen, mit detaillierten Videoanleitungen zu den Übungen und passenden Trainingsplänen. Fitnessübungen für Hunde

Wenn du Fragen hast, oder Beratung benötigst, dann schreibe mir gern an tina@doggy-fitness.de !

Alles Liebe, deine Tina

Hundefitness für die Vorderhand deines Hundes – 3 aktive Übungen für Muskulatur und Beweglichkeit

Hundefitness für die Vorderhand deines Hundes – 3 aktive Übungen für Muskulatur und Beweglichkeit

Bei Erkrankungen der Vorderhand des Hundes wie beispielsweise einer Ellbogendysplasie oder OCD der Schulter, ist es sehr wichtig, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten. Auch die Muskulatur sollte stabil gehalten werden, denn eine schwache Muskulatur wirkt sich wiederum nachteilig auf das Gelenk aus. Gleichzeitig sollte eine gleichmäßige Belastung beider Vorderläufe trainiert werden und normale Bewegungsabläufe, damit der Hund mit seiner Gelenkerkrankung gut zurecht kommt und das fortschreiten der Erkrankung aufgehalten wird. Doch auch bei sportlich geführten Hunden werden Körperpartien gezielt trainiert. Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Sowohl bei Gelenkerkrankungen, als auch zur Prävention oder im Sport eignen sich aktive Bewegungsübungen besonders gut. Über die aktive Mitarbeit und Bewegung trainiert der Hund seine Bewegungsabläufe und nimmt sie bewusst wahr. Neben einer besseren Beweglichkeit und guter Muskulatur haben Hund und Halter auch gleichzeitig noch eine spannende gemeinsame Aktivität. Aus diesem Grund stelle ich dir hier eine Reihe aktiver Bewegungsübungen vor, die die Vorderhand und den Schultergürtel gezielt trainieren. Bei aktiven Bewegungsübungen geht es nicht um eine besonders hohe Komplexität, sondern darum, dass der Hund die Bewegung möglichst präzise, langsam und konzentriert durchführt. Schon sehr einfach erscheinende Bewegungsabläufe haben einen hohen Trainingseffekt.

Das gibt es beim Training zu beachten: Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Achte beim Training darauf, dass dein Hund auf einem rutschfesten Untergrund steht, nehme dir Zeit für ihn und konzentriere dich ausschließlich auf die Übungen. Bitte habe Geduld mit deinem Hund und erwarte keine Perfektion vom ersten Moment an. Der Weg ist das Ziel und dein Hund soll vor allem Freude an den Übungen haben.

Pfote geben Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Trainierte Bereiche: Vorderläufe und Schultern

Wirkung

Pfote geben macht deinem Hund nicht nur viel Spaß, es eignet sich auch, um die Beweglichkeit des Ellbogens zu fördern. Zusätzlich trainierst du die Muskulatur des Vorderlaufes und die Koordination deines Hundes. Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Wann nicht: bei versteiften Ellbogengelenken

Ausführung

Dein Hund befindet sich im Sitz, Du hockst dich vor ihn und ihr schaut euch an. Animiere deinen Hund, seine Pfote in deine Hand zu legen. Um der Übung etwas mehr Abwechslung und Anspruch zu geben und die Gelenkbeweglichkeit zu fördern, biete deinem Hund die Hand in unterschiedlichen und wechselnden Höhen an, bis hin zum High-Five. Lasse dir beide Pfoten abwechselnd geben.

Variation

Wenn dein Hund sich bei der Übung nicht setzen kann oder möchte, kann er die Pfote auch im Liegen oder Stehen geben. Ist dein Hund sicher und erfahren mit der Übung, kannst du die Übung auch auf einem flexiblen Untergrund durchführen.

Sitz Platz Transfer

Trainierte Körperbereiche: Muskulatur der Vorderläufe, Brustmuskeln, Schultern und Rücken Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Wirkung

Der Sitz-Platz Transfer ist ein Krafttraining für die Vorderläufe, Brustmuskeln und Schultern. Indirekt wird auch der Rücken trainiert. Zusätzlich wird die Gelenkbeweglichkeit der Vorderläufe gefördert.

Wann nicht

Versteifte Gelenke

So geht´s Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Dein Hund befindet sich in der Grundposition Platz. Dabei sollte er gerade liegen und nicht bequem auf die Seite gerutscht sein. Nun gibst du ihm das Signal aus dem Platz ins Sitz zu wechseln. Du kannst das Wortsignal auch noch mit einer Handbewegung und einem Leckerli, dass du vor seiner Nase nach oben führst unterstützen. Belohne ihn dann, wenn er sich im Sitz befindet.

Ziel ist, dass dein Hund mit Hinterläufen möglichst in seiner Position bleibt und die Bewegung rein aus der Vorderhand kommt. Indem du recht nah vor ihm stehst, unterstützt du dies. Aus dem Sitz kannst du ihn nun wieder ins Platz bringen und die Übung wiederholen.

Wenn es deinem Hund schwerfällt, mit den Hinterpfoten auf einer Position zu bleiben, kann ein Target unter den Hinterpfoten helfen.

Isometrisches Training Vorderhand

Trainierte Körperbereiche: Muskulatur der Vorderläufe, der Schultern und des Rumpfes, Brustmuskulatur

Wirkung

Stärkung der Muskulatur von Brust, Vorderläufen, Schultern und Rumpf. Gleichzeitig werden Körpergefühl, Balance und Koordination trainiert. Mit isometrischen Übungen trainiert man sehr effektiv die Muskulatur. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da man die Muskulatur anspannt, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand der Hand oder gegen die Schwerkraft.

Wann nicht

Keine Einschränkung Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Equipment

Für Fortgeschrittene z. B. Balance Pad, Kissen, Trampolin, nachgiebiger Untergrund

So geht´s

Ausgangsposition für alle Varianten: Dein Hund befindet sich im Steh, auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund

Variante A: Du hockst dich vor deinen Hund, sodass ihr euch anschaut. Lege deine Hände seitlich auf die Schultern deines Hundes. Übe mit deiner linken Hand leichten, gleichbleibenden Druck auf die Schulter aus, bis du merkst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die im Trainingsplan angegebene Zeit, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder locker und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf die andere Schulter aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position wieder für die im Trainingsplan angegebene Zeit und lasse dann langsam locker.

Variante B: Lege deine Hände auf die Brust deines Hundes und übe leichten Druck aus, als würdest du ihn von dir wegschieben. Halte den Druck wieder für die im Trainingsplan angegebene Zeit.

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gib deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Variation Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Wenn dein Hund die Übung sicher beherrscht, kannst du sie auch auf einem weichen Untergrund wie zum Beispiel einem Kissen, Balance Pad durchführen. Das verstärkt den Trainingseffekt deutlich.

Bitte beachte beim regelmäßigen Training immer auch die Tagesform deines Hundes. Auch unsere Vierbeiner sind nicht jeden Tag in gleich guter Verfassung. Arbeite nie mit Druck und zwinge deinen Hund nicht in eine Position. Der Spaß am Training soll immer im Vordergrund stehen. Wenn er Schwierigkeiten mit einer Übung hat, nehme diese bitte Ernst und gehe der Ursache auf den Grund.

Ich wünsche dir viel Freude bei den hier vorgestellten aktiven Bewegungsübungen für die Vorderhand deines Hundes! Hundefitness für die Vorderhand des Hundes

Alles Liebe, deine Tina

3 Stretching Übungen für deinen Hund – perfekt auch für das Warm Up

3 Stretching Übungen für deinen Hund – perfekt auch für das Warm Up

Stretching Übungen beim Hund sind nicht nur im Hundesport zum Aufwärmen sinnvoll und bilden einen wichtigen Bestandteil des Warm Up. Zugleich kann man Stretching auch nutzen, um bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei älteren Hunden und nach Frakturen die Beweglichkeit des Hundes wieder zu verbessern. Bei einem aktiven Stretching wird zum einem die Muskulatur gestretcht, aber auch Bänder, Sehnen und die Gelenkkapsel. Zugleich wird die Gelenkbeweglichkeit gefördert. Stretching Übungen Hund

Zudem kann es helfen, vorhandene Muskelverspannungen lösen und verkürzte Muskeln zu dehnen. Der Muskeltonus wird verbessert. So werden muskuläre Dysbalancen vermieden und somit Fehlhaltungen vorbeugt.

Stretching im Hundesport als Warm Up und Cool Down – deshalb ist es so wichtig Stretching Übungen Hund

Neben den beschriebenen Wirkungsweisen führt das Stretching zudem zu einer Stoffwechselaktivierung und steigert die Durchblutung der Muskulatur. Im Hundesport leistet das Stretchen der Muskulatur als Bestandteil des Aufwärmens einen wichtigen Beitrag dazu, dass das Verletzungsrisiko minimiert wird und die Leistungsfähigkeit des Hundes gesteigert wird. Die Beweglichkeit des gesamten Körpers steigert sich und die koordinative Leistungsfähigkeit wird besser. In der Phase des Cool Downs kann die Muskulatur besser und schneller regenerieren.

Wann man auf Stretching beim Hund verzichten sollte

Auf Stretching Übungen sollte man verzichten beispielsweise, wenn Gelenke entzündet sind, bei Muskelverletzungen, Tumore oder geschwollene Lymphknoten im zu dehnenden Bereich. Auch bei einer Instabilität des zu dehnenden Bereiches, sollte man auf aktives Stretching verzichten. Stretching Übungen Hund

3 Übungen, um den Körper des Hundes zu stretchen

Im Folgenden stelle ich dir verschiedene Übungen zu einem aktiven Stretching verschiedener Bereiche des Hundekörpers vor. Die Übungen können natürlich auf unterschiedlichem Weg aufgebaut werden – z.B. mit einem Clicker, mit Targets, Markerworten oder Leckerlis. Mir liegt es am Herzen, dass du bitte immer positiv mit deinem Hund arbeitest.

Wichtig beim aktiven Stretching ist, dass dein Hund die Bewegung grundsätzlich selbst durchführt. Du solltest also keinesfalls durch Drücken oder ähnlichem „nachhelfen“. Gebe deinem Hund die Möglichkeit, die Übung und die damit verbundenen Bewegungen zu erarbeiten. Das Bewegungsausmaß des trainierten Bereichs wird sich sukzessive und im individuellen Tempo deines Hundes verbessern. Besonders wenn Körperbereiche „eingerostet“ sind und die Beweglichkeit eingeschränkt ist, braucht es etwas Geduld, um sie wieder zu steigern. Der Weg ist das Ziel und bereits der Aufbau der Übung führt dazu, dass dein Hund seinen Körper bewusst einsetzt.

Stretching – Alle Himmelsrichtungen Stretching Übungen Hund

Trainierte Körperbereiche

Nacken-, Hals- und Rückenmuskulatur

Wirkung

Du hältst Muskulatur, Sehnen und Bänder von Hals, Nacken und Rücken elastisch und steigerst die Beweglichkeit deines Hundes. Das ist wichtig, weil sie die Wirbelsäule unterstützen und Stabilität geben. Zusätzlich trainierst du mit dieser Übung die Koordination und das Gleichgewicht.

Wann nicht

Instabilität und Schmerzen in der Wirbelsäule

So geht´s – Aufbau der Übung Stretching Übungen Hund

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Steh.

Um die Beweglichkeit der Wirbelsäule in alle Richtungen zu fördern, führst du ein Leckerli in Richtung der verschiedenen Gelenke deines Hundes führen. So kannst du ein Leckerli in beide Richtungen in einem engen Bogen in Richtung Schulter oder – etwas tiefer – in Richtung Ellbogen führen. Zudem kannst du ein Leckerli in Richtung der Vorder- und Hinterpfoten, der Knie, Sprunggelenke und Hüften jeweils in beide Richtungen führen. Dein Hund sollte die Position jeweils kurz halten – für etwa 3-5 Sekunden.

Hier kann ein Target helfen, damit dein Hund seine Position auf der Stelle halten kann. Dein Hund darf sich übrigens gern zur Unterstützung an deinen Beinen anlehnen.

Variation der Übung

Manchen Hunden ist es unangenehm, wenn du über ihnen stehst. In diesem Fall empfehle ich dir, dich vor oder neben deinen stehenden Hund zu hocken und das Leckerli von dort aus zu führen. Stretching Übungen Hund

Tipp: Wenn dein Hund den Nasentouch beherrscht, kannst du ihn auch statt des Leckerlis nutzen, um die Position zu halten.

Stretching – Auf den Hinterbeinen stehen

Trainierte Körperbereiche

Vorderbein- und Schultermuskulatur, Rückenmuskulatur, Hinterläufe und Kruppenmuskulatur

Wirkung

Das Auf den Hinterbeinen Stehen ist ein effektives Stretching der Muskeln der Vorderläufe sowie der Schulter, des Rückens und der Hüfte. Zudem wird die Muskulatur der Hinterbeine und des unteren Rückens gestärkt sowie die Balance und Koordination des gesamten Körpers gefördert.

Wann nicht

Instabilität und Schmerzen im unteren Rücken oder in den Hinterläufen

So geht´s  – Aufbau der Übung

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Steh oder Sitz. Du stehst vor deinem Hund und ihr schaut euch an. Animiere deinen Hund (mithilfe eines Leckerlis), sich an dir hochzustellen. Dein Hund soll sich möglichst mit gestreckten Vorderläufen an dir aufstellen, damit der Stretchingeffekt am größten ist. Diese Position sollte er für etwa 3-5 Sekunden halten. Anschließend gibst du deinem Hund das Signal, wieder zurück in die Ausgangshaltung zu gehen und belohnst ihn. Wenn dein Hund verstanden hat, was du bei der Übung von ihm möchtest, kannst du das Leckerli auch sukzessive weglassen und mit einem Sicht- und Wortsignal arbeiten.

Falls du nicht möchtest, dass dein Hund an dir hochspringt, kannst du ihn auch motivieren, sich an eine Mauer, einen Baum o. Ä. hochzustellen.

Variation der Übung

Wenn dein Hund die Übung sicher beherrscht, kannst du sie auch auf einem flexiblen Untergrund wie einem Balance Pad o.ä. durchführen.

Stretching – Verbeugen Stretching Übungen Hund

Trainierte Körperbereiche

Gesamter Körper, besonders Muskulatur der Hintergliedmaßen und unterer Rücken

Wirkung

Das Verbeugen trainiert die Beweglichkeit der Vordergliedmaßen und der Brustwirbelsäule, stretcht die Muskulatur der Vorderläufe und Schultern. Zusätzlich werden die Tiefenmuskulatur und Koordination des Hundes gefördert.

So geht´s – Aufbau der Übung

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition Steh. Dein Hund soll nun mit den Vorderkörper in die Tiefstellung gehen, so als würde er eine Spielaufforderung machen. Dafür führst du ein Leckerli vor der Nase deines Hundes nach unten in Richtung seiner Vorderläufe. Sobald er seine Vorderläufe beugt, belohnst du ihn (du kannst hier auch mit Markerwort/Clicker arbeiten) und führst sofort das nächste Leckerli wieder nach oben, so dass er wieder in der Ausgangsposition ist.

Diese Bewegung wiederholst du mehrmals und versuchst deinen Hund schrittweise weiter nach unten zu locken. Sein Po sollte dabei oben bleiben. Wenn dein Hund die Bewegung sicher durchführt, kannst du das Leckerli schrittweise weglassen und ein Hand- und Wortsignal einführen. Belohne ihn dann entsprechend erst nach jeder Wiederholung. In der Verbeugung sollte er für etwa 5-7 Sekunden verbleiben.

Tipp: Wenn dein Hund dazu neigt, mit dem Po runterzugehen, kannst du als Hilfe eine Hand unter seinen Bauch halten.

Variation der Übung

Wenn dein Hund die Übung sicher beherrscht, kannst du die Dauer steigern, in der er in der Verbeugung bleibt.

Qualität statt Quantität

Wie bei allen Übungen aus dem Fitness– und Bewegungstraining beim Hund ist es wichtig, dass du dir Zeit nimmst, die Übungen langsam und möglichst präzise aufzubauen. Je präziser dein Hund in der Durchführung der Übung ist, desto größer ist der Effekt. Dein Hund sollte immer die Möglichkeit bekommen, mitzudenken und sich die Übung zu erarbeiten. Weiterhin kommt es bei den Übungen nicht auf die Quantität sondern auf die Qualität an, mit der dein Hund sie durchführt. Stretching Übungen Hund

Nun wünsche ich dir und deinem Hund viel Freude beim Ausprobieren der Übungen!

PS: Wenn du noch mehr Übungen aus der Welt des Hundefitness kennenlernen möchtest, dann empfehle ich dir meine Hundefitness Mediathek! Dort findest du mehr als 50 verschiedene Videoanleitungen mit Übungen rund um das Hundefitnesstraining – Muskelaufbau, Beweglichkeit, Koordination, Stretching, isometrische Übungen, u.v.m..

Alles Liebe, deine Tina

Bewegungstraining beim Junghund – 2 aktive Übungen für ein gutes Körpergefühl und Koordination

Bewegungstraining beim Junghund – 2 aktive Übungen für ein gutes Körpergefühl und Koordination

Wenn ein junger Hund einzieht, erfreut man sich als Hundehalter an seinen tapsigen und oftmals unbeholfenen Bewegungen, wenn er Schritt für Schritt die Welt erkundet. Es ist einfach zu niedlich anzuschauen. Doch insbesondere im ersten Lebensjahr eines Junghundes werden die Weichen für die Bewegungsabläufe des Hundes gestellt. Als Hundehalter kann man in dieser Lebensphase des Hundes viel tun, damit er sich auch später sicher durchs Leben bewegt. Bewegungstraining beim Junghund

So lassen sich gesunde Bewegungsabläufe und ein gutes Körpergefühl bereits in den ersten Lebensmonaten trainieren. Es empfiehlt sich hier besonders spielerisch mit dem Junghund zu trainieren und seinen Hund während des Wachstums in der Entwicklung seiner Bewegungen zu begleiten.

Was bedeutet Körpergefühl? Bewegungstraining beim Junghund

Körpergefühl‏‎ ist das Gefühl, das der Mensch, aber auch der Hund in Bezug auf seinen Körper hat. Es meint das Gefühl, wie man seinen Körper bewegen kann aber auch die Eigenwahrnehmung über Lage und Position des Körpers im Raum. Das nennt man auch Propriozeption.

Warum ist ein gutes Körpergefühl wichtig?

Ein gutes Gefühl für den eigenen Körper hat auch für unsere Hunde viele entscheidende Vorteile. Zum einen ermöglicht es, dass sich der Hund sicher bewegen kann. Zudem kann er sich schneller bewegen, bzw. schneller und sicherer reagieren. Hinzu kommt, dass das Verletzungsrisiko deutlich gemindert ist. Somit ist es sowohl im Alltag sehr hilfreich, aber auch, wenn man mit dem jungen Hund plant, sportlich aktiv zu sein. Ein gutes Körpergefühl kann man mit einigen einfachen Übungen unterstützen und fördern. Schon im Welpen- und Junghundalter positiv auf die Eigenwahrnehmung des Köpers seines Hundes einzuwirken, hat den Vorteil, dass sich schon in den ersten Lebensmonaten sichere Bewegungsabläufe im Gehirn verfestigen.

Daher stelle ich dir im Folgenden 2 aktive Übungen vor, mit denen du spielerisch ein gutes Körpergefühl eines Welpen oder Junghundes trainieren kannst. Bewegungstraining beim Junghund

Das gibt es beim Training mit dem Junghund zu beachten

Junge Hunde sind oft übermotiviert und die Konzentrationsphasen sind kurz. Wichtig ist daher, dass du beim Training mit deinem Hund Ruhe bewahrst und dich geduldig zeigst. Zudem sollten die Trainingseinheiten immer kurz sein. Wenn du spürst, dass dein Hund sich nicht mehr konzentrieren kann, beende das Training. Beim Einstieg in das Bewegungstraining geht es nicht darum, dass Übungen möglichst komplex sind. Einfache, spielerische Bewegungen haben bereits einen großen Effekt. Jetzt ist es wichtig, die Basis für gesunde Bewegungen zu schaffen. Stelle deinen Hund daher immer vor lösbare Aufgaben.

Bitte achte auch darauf, dass dein Hund während der Übungen sicher und rutschfest steht.

2 aktive Übungen, die ein gutes Körpergefühl bei deinem Junghund unterstützen

Balance Training auf der Decke B

Balance Training Decke

Balance Training Decke

Trainierte Körperbereiche – Gesamter Körper

Wirkung

Das Balance Training fördert gezielt die Koordination, das Gleichgewicht und ein gutes Körpergefühl deines Hundes. Zugleich wird mit der Übung das Vertrauen in seinen Körper und die gesamte Muskulatur gestärkt.

Equipment

Decke oder großes Handtuch

So geht´s

Für die Übung nimmst du dir ein größeres Handtuch oder eine Decke – je nach Größe deines Hundes. Dein Hund soll sich dann etwa mittig auf diese Decke stellen. Nun beginnst du leicht und langsam an unterschiedlichen Ecken der Decke oder des Handtuchs leicht zu ziehen. Dein Hund muss so den Belastungsschwerpunkt von einem Lauf auf den anderen geben und sich ausbalancieren. Zusätzlich nimmt er so seinen Körper gesamthaft wahr. Die Übung ist für deinen Hund anstrengender, als es auf den ersten Blick aussehen mag. Starte mit einer Einheit von 20-30 Sekunden und steigere die Einheiten dann langsam.

Doggy Twist – um die eigene Achse drehen B

Doggy Twist

Doggy Twist

ewegungstraining beim Junghund

Trainierte Körperbereiche – Rückenmuskulatur

Wirkung

Der Doggy Twist ist ein intensives aktives Stretching der Rückenmuskulatur. Zusätzlich werden Balance und Koordination des gesamten Körpers, sowie gleichmäßige Belastung beider Körperseiten gefördert.

Wann nicht

Instabilität der Wirbelsäule

Ausführung

Dein Hund befindet sich in der Grundposition Steh und du stehst vor ihm, mit Blick zueinander. Halte zunächst ein Leckerli in der Hand und bewege es vor der Nase deines Hundes in einer Rechtsdrehung von dir weg. Dein Hund wird deiner Handbewegung folgen und sich so um die eigene Achse drehen. Hat er sich vollständig gedreht, gibst du ihm das Leckerli. Nun führst du selbiges gegen den Uhrzeigersinn durch, indem du einen Keks in die Hand nimmst und ihn vor der Nase deines Hundes in einer Linksdrehung wegbewegst, so dass er eine Drehung um die eigene Achse in die andere Richtung durchführt. Ist er wieder in der Ausgangsposition angekommen, belohnst du ihn wieder. Gönne ihm zwischen den Wiederholungen kurze Pausen, damit ihm nicht schwindelig wird. Wenn dein Hund die Übung verstanden hat, kannst du die Drehung nach links oder rechts mit einem Wortsignal verbinden.

Übrigens: Es ist nicht außergewöhnlich, wenn du feststellst, dass die Drehung deinem Hund in eine der beiden Richtungen leichter fällt. Auch Hunde haben eine Schokoladenseite. Über das kontinuierliche Training kannst du die schwächere Seite allerdings stärken.

Du möchtest mehr über das Bewegungstraining beim Junghund erfahren? Dann empfehle ich dir meinen Basisfit Junghund Kurs. Damit schaffst du die perfekte Basis für gesunde Bewegungen und einen gesunden Bewegungsapparat bei deinem jungen Hund!

Alles Liebe, deine Tina

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