21 Punkte die dir verraten, ob dein Hund Schmerzen hat!

21 Punkte die dir verraten, ob dein Hund Schmerzen hat!

Woran erkennst du, dass dein Hund Schmerzen hat?

Du bist dir nicht sicher, ob dein Hund Schmerzen hat oder sich unwohl fühlt? Dein Hund kann nicht sprechen. Deshalb ist es wichtig, dass du genau weißt wie dein Hund dir zeigt, dass es er unter Schmerzen leidet. Schmerzäußerungen werden beim Hund auch vom Charakter beeinflusst. Dennoch gibt es eine ganze Reihe von Anzeichen von Schmerz und die verrate ich dir!

Dein Hund simuliert nicht!

Das zu sagen, ist mir ein besonderes Anliegen, den zu oft habe ich von Besitzern, deren Hund ganz offensichtlich Schmerzen hat, gehört: “Der simuliert nur, der will nur nach Hause“. Dabei würden Hunde eher versuchen einen Schmerz und ein Unwohlsein zu verstecken, als es offen zu zeigen. Den Schmerz ist ein Zeichen von Schwäche.

Wie nimmt dein Hund Schmerzen wahr?

Wie wir Menschen haben Hunde eine individuelle Wahrnehmung von Schmerz und eine individuelle Toleranz von Schmerz. Hinzu kommt, dass unser Hund denselben Schmerz mal stärker und mal schwächer empfindet. Chronische Schmerzen zu erkennen ist oft noch schwieriger, da die Verhaltensänderungen schleichend sind. Das alles macht es für uns Hundebesitzer nicht einfacher. Übrigens: es ist nachgewiesen, dass die Schmerzwahrnehmung des Hundes der der Menschen sehr ähnlich ist. Ein Hund empfindet den Schmerz bei Arthrose also ähnlich wie ein Mensch es bei einer Arthrose tut. 

Unterschied akuter und chronischer Schmerz

Es gibt zwei Arten von Schmerzen, die sich unterschiedlich äußern: Ein akuter Schmerz ist ein kurz andauernder Schmerz, dessen Ursache in der Regel bekannt ist. Er ist örtlich und zeitlich begrenzt. Beispiele für einen akuten Schmerz sind Prellungen, Zerrungen, Knochenbrüche und Kopfweh. Die Verhaltensänderungen bei deinem Hund treten bei einem akuten Schmerz sofort auf und sind deutlich zu erkennen.

Akute Schmerzsignale sind:

  • Hecheln
  • Winseln und Aufjaulen
  • Zittern
  • Schonen einer Gliedmaße
  • Vermeiden einer Bewegung

Der akute Schmerz ist eine sehr gute Warn- und Schutzfunktion des Körpers, da er zu einem schmerzmeidenden und heilungsfördernden Verhalten führt. Dein Hund schont sich. Eine Heilung führt zur Beseitigung des Schmerzes. Eine Beseitigung der schmerzauslösenden Ursache beendet auch den Schmerz. Du solltest einen akuten Schmerz bei deinem Hund niemals ignorieren, da sich daraus auch ein chronischer Schmerz entwickeln kann.

Chronischer Schmerz dauert einen längeren Zeitraum an. Man spricht in der Regel bei Schmerzen die länger als 3 Monate andauern von einem chronischen Schmerz. Diese Art von Schmerz schleicht sich langsam und ist häufig schwierig zu erkennen und bleibt lange unerkannt. Der Schmerz ist oft schwierig zu lokalisieren. Chronische Schmerzen treten zum Beispiel auf bei fortschreitenden Gelenkserkrankungen oder Erkrankungen an der Wirbelsäule. Auch rheumatischen Erkrankungen, Nervenschmerzen z.B. nach einem Bandscheibenvorfall und Schmerzen durch eine Krebserkrankung sind chronisch. Der Schmerz selbst wird zum Krankheitsbild und hat keine Alarmfunktion mehr. Unbehandelt kann ein chronischer Schmerz für deinen Hund die Lebensqualität deutlich einschränken.

21 Punkte die dir helfen zu erkennen, ob dein Hund Schmerzen hat

  • Dein Hund zeigt ein vermehrtes Ruhebedürfnis und schläft mehr als sonst.
  • Dein Hund möchte weniger spazieren gehen und ermüdet schneller.
  • Der Gang deines Hundes staksig oder steif.
  • Dein Hund zeigt manchmal oder dauerhaft eine Lahmheit.
  • Vermeidet dein Hund bestimmte Bewegungen oder ist die Beweglichkeit eines Gelenks eingeschränkt?
  • Dein Hund schleift mit den Pfoten und seine Krallen sind ungleichmäßig abgelaufen.
  • Läuft er unkoordiniert, schwankend und wackelig oder hat er Probleme beim Beinchen heben oder Pfoten abtrocknen?
  • Vermeidet dein Hund Dinge wie Treppen steigen, ins Auto oder aufs Sofa springen?
  • Dein Hund setzt auffällig schnell hin oder lehnt sich im Stand schnell an.
  • Dein Hund hat nach einer Ruhepause Schwierigkeiten aufzustehen oder Positionswechsel fallen ihm schwer. Häufig sind diese Positionswechsel auch mit Stöhnen oder Seufzen verbunden.

Doch auch dies können Zeichen von Schmerzen sein:

  • Zeigt dein Hund Unruhe und Rastlosigkeit und wechselt häufig seine Liegeposition?
  • Beknabbert dein Hund regelmäßig ein oder mehrere Gelenke?
  • Dein Hund ist am Rücken oder an bestimmten Gelenken berührungsempfindlich oder es sind Erwärmungen zu fühlen.
  • Die Muskulatur deines Hundes ist weniger geworden.
  • Es sind Verspannungen und Verhärtungen an der Muskulatur zu spüren.
  • Das Fell deines Hundes ist schuppig, glanzlos, struppig oder fettig.
  • Der Geruch deines Hundes hat sich verändert.
  • Der Gesichtsausdruck deines Hundes ist verändert, sein Gesicht wirkt angestrengt. Auch Hunde können Ränder unter den Augen haben, in Form von deutlichen Vertiefungen.
  • Dein Hund hechelt, schmatzt und gähnt er häufiger.
  • Das Sozialverhalten deines Hundes ist verändert, er meidet den Kontakt zu anderen Hunden oder zeigt Ängste, Unsicherheit oder sogar Aggression.
  • Hat dein Hund weniger oder keinen Spaß mehr an Dingen die ihm vorher große Freude machten?

Du siehst, dein Hund kann dir auf vielerlei Arten zeigen, dass er Schmerzen hat. Häufig sind es Veränderungen im Verhalten und von Angewohnheiten, aber auch körperliche Veränderungen. Es ist unsere Aufgabe, unsere Hunde sehr genau zu beobachten, um möglichst früh zu erkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist und zu handeln. Bitte bedenke immer, dass jeder Hund auf seine eigene und individuelle Art Schmerzen zeigt. Die gennannten Schmerzzeichen können einzeln und in ganz individuell unterschiedlichen Kombinationen auftreten.

Du solltest jede Schmerzäußerung deines Hundes ernst nehmen, DENN: Dein Hund simuliert niemals!

Im Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ gehen wir noch einmal intensiv auf das Thema Gelenkschmerzen beim Hund ein, aber auch auf typische Auffälligkeiten in der Bewegung, die auf verschiedene Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation o.ä. hindeuten können. Hier kannst du dabei sein: Zum Webinar „Bewegungsschmerz beim Hund“ anmelden. Übrigens mit dem Rabattcode: WEBINAR-FJI erhältst du 10% Rabatt!

Du hast noch Fragen zum Thema oder zum Webinar? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir eine Email an: tina@doggy-fitness.de .

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Schwimmweste – Sicherheit und Spaß im Wasser – Produkttest: Alcott Mariner

Schwimmweste – Sicherheit und Spaß im Wasser – Produkttest: Alcott Mariner

Braucht ein Hund wirklich eine Schwimmweste?

Schwimmen macht Hunden nicht nur Spaß, sondern ist auch gut für die Gesundheit. Durch das reduzierte Gewicht des Körpers im Wasser ist es auch Tieren mit Schmerzen möglich einen effektiven und zugleich gelenkschonenden Muskelaufbau zu erreichen. Gelenke, Bänder und Sehnen sowie die Wirbelsäule können entlastend bewegt werden. Außerdem wird die Reaktivierung der Nervenbahnen gefördert, gesunde Bewegungsabläufe trainiert. Des Weiteren wird beim Schwimmen das Herz-Kreislauf-System trainiert und die Kondition verbessert bzw. wieder aufgebaut.

So profitieren Hunde mit Gelenkerkrankungen, neurologischen Erkrankungen, ältere und übergewichtige aber auch sportlich geführte und gesunde Hunde enorm vom Schwimmen. Was du beim Schwimmen beachten musst, verrate ich dir in meinem Artikel zum Thema Schwimmen.

Warum eine Schwimmweste? Jeder Hund kann doch schwimmen!

Ok, auf hoher See, wenn dein Hund dich auf dem Boot begleitet, beim Stand Up Paddeling oder auf dem Kanu sollte er aus Sicherheitsgründen eine Weste tragen. Daran führt kein Weg vorbei.

Aber ist sie beim Schwimmen im See nicht übertrieben?!

Richtig, jeder Hund kann schwimmen, aber nicht jeder Hund ist ein guter Schwimmer. Und wenn es um mehr geht, als zu plantschen, wenn wir unseren Hund trainieren oder seine Genesung unterstützen möchten, ist es wichtig, dass die Schwimmbewegungen ruhig und gleichmäßig sind und der Hund gerade und ruhig im Wasser liegt. Viele Hunde, gerade wenn sie körperlich nicht fit sind, strampeln wild, sind unkoordiniert und die Bewegungen ungleichmäßig und der Rücken in leichter Schräglage.

Das sind keine guten Voraussetzungen, um Muskulatur aufzubauen, Bewegungen zu trainieren und den Hund fit zu halten oder bei der Genesung zu unterstützen.

Was kann die Schwimmweste ausrichten?

Eine Schwimmweste für deinen Hund:

  • funktioniert wie eine Weste für den Menschen: sie gibt Auftrieb. Dank Auftriebszellen oder Auftriebsmaterial, meist Neopren, wird der Körper über Wasser gehalten.
  • sorgt dafür, dass der Rücken gerade bleibt.
  • sorgt dafür, dass der Hund sich durch den Auftrieb ganz auf seine Bewegungen konzentrieren kann.
    gibt dir die Möglichkeit, die Bewegungen deines Hundes zu führen und auch das Tempo zu bestimmen.

Was macht eine gute Schwimmweste aus?

Ganz gleich für welchen Zweck du die Schwimmweste nutzen möchtest, bei der Auswahl einer Schwimmweste gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Die Weste muss schwimmfähig sein und genügend Auftrieb besitzen, um deinen Hund beim Schwimmen zu unterstützen.
  • Die Auftriebszellen müssen so angebracht sind, dass der Hund nicht in Schieflage gerät und seine natürlichen Schwimmbewegungen nicht beeinträchtigt werden. Wenn der auftriebsstarke Bereich im Brustbereich liegt, hat man hierfür einen guten Anhaltspunkt.
  • Bauchschwimmkörper geben zusätzlichen Auftrieb.
  • Sie sollte deinem Hund genügend Bewegungsfreiheit geben. TEST: Dein Hund muss sich auch an Land ohne Probleme in der Weste bewegen können und seine Beine im normalen Bewegungsausmaß vor und zurückführen können.
  • Die Weste darf nicht einschneiden, keine scharfen Kanten haben und soll gut gepolstert sein.
  • Sie sollte einen robusten und stabilen Haltegriff haben, damit du deinen Hund daran halten, führen und sichern kannst.
  • Verstellbare Gurte und Riemen sind wichtig, damit sie gut und individuell auf deinen Hund anzupassen ist. So ist sicher, dass sie gut sitzt und beim Schwimmen nicht verrutscht.
  • Wichtig sind ein stabiles und reißfestes Material, sowie gute und stabile Nähte.
  • Das Material sollte (form-) stabil sein, auch wenn es nass ist und schnell trocknen.
  • Achte darauf, dass hochwertige und stabile Schnallen/Verschlüsse verarbeitet werden und die Weste einen D-Ring für die Sicherungsleine hat.
  • Die Weste sollte leicht sein und auch im nassen Zustand nur wenig an Gewicht zulegen.

Wir haben die Möglichkeit bekommen, eine Schwimmweste für dich zu testen

Die Alcott Mariner Hundeschwimmweste haben wir auf alle Punkte getestet, die bei einer Schwimmweste wichtig sind.

Bei 30 Grad und Sonnenschein haben Tessa und Snowy es sich nicht nehmen lassen, die Schwimmweste ausgiebig bei ihren Ausflügen ins kühle Nass und ihren Schwimmeinheiten zu testen.

Die Probandinnen:

Tessa, kerngesund, agil und ein super Schwimmer.

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste an Tessa

Snowy, verschiedene Gelenkerkrankungen, eine eher mäßige Schwimmerin.

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste an Snowy

Die Vorteile:
  • Optisch sieht sie toll aus, wahlweise in aquablau oder sonnigem gelb.
  • Die Schwimmweste ist sehr preisgünstig, was sie zu einem attraktiven Einsteigermodell macht.
  • Die Weste ist aus robustem und schnelltrocknendem Nylon hergestellt und ein echtes Leichtgewicht.
  • Sie ist mit 3 Auftriebkammern ausgestattet.
  • Es gibt 3 Klettverschlüssen, die die Schwimmweste gut an Brust und Bauch anpassbar machen.
  • Sie ist mit einem angenehm, weichem Neoprenbauchteil ausgestattet, der Druck gleichmäßig am Brustkorb verteilt.
  • Sitzt die Weste gut, schneidet sie nicht ein und ist so konzipiert, dass der Hund eine sehr gute Bewegungsfreiheit hat.
  • Es gibt eine Kinn-Schwimmplatte, damit der Kopf des Hundes über Wasser bleibt.
    Der Hebegriff ist sogar angenehm gepolstert.
  • An den Seiten gibt es Reflektorstreifen.
  • Material: Nylon, Neopren
Die Wermutstropfen:
  • Leider nur 3 Größen zur Auswahl, was für eine ideale Passform schwierig werden könnte. Größe M war bei Tessa am Bauch etwas zu klein. Für Snowy war die Weste in Größe L noch etwas zu groß.
  • Wenn dein Hund von der Größenproblematik betroffen ist, ist es auch ggfs. schwer folgenden Punkten gerecht zu werden:
    – Normales Bewegungsausmaß
    – Kein Einschneiden
    – Guter Sitz und auch kein Verrutschen beim Schwimmen
  • Die Schwimmweste hält den Hund nicht automatisch über Wasser, er muss weiter paddeln. Wir wollten es genau wissen und haben getestet: Die Weste in Größe M hat eine Auftriebskraft von 3,2 kg, die Weste in Größe L liegt die Auftriebskraft bei 5,2 kg.
  • Es gibt keinen D-Ring um eine Leine zu befestigen.

Unser Fazit:

Die Weste eignet sich super, um deinen Hund im Wasser zu unterstützen und ihn zu entlasten. Sie bietet sich an, wenn dein Hund in seichteren Gewässern mit anderen Hunden umhertollt, oder zu ihn beim Schwimmtraining stabilisieren und entlasten möchtest. Gerade Snowy lag mit ihrem Körper viel gerade im Wasser und schien besonders vom Auftrieb der Weste zu profitieren. Ihre Bewegungen waren wesentlich ruhiger und ich konnte ihre Bewegungen Dank des Haltegriffs besser steuern. Sie bietet allerdings nicht genug Auftrieb, um einem erschöpften Hund das Leben zu retten, da er immer selbst paddeln muss, um über Wasser zu bleiben. (Darauf weist der Hersteller allerdings auch hin.) Daher sollte man bei Aktivitäten auf See auf eine klassische Rettungsweste zurückgreifen. Auch für Schwimmübungen mit einem gelähmten Hund während der Reha ist sie nicht geeignet, da sie den Hund nicht komplett trägt.

Als Einsteigermodell, um dem Hund Unterstützung und Führung bei Schwimmübungen zu geben, ist die Alcott Mariner Hundeschwimmweste eine sehr gute und preisgünstige Lösung. Du möchtest genau diese Weste für deinen Hund haben? Hier gehts zur Alcott Mariner Hundeschwimmweste!

 

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness - Schwimmweste für den Hund

Doggy Fitness – Alcott Mariner Schwimmweste für den Hund

Diagnose OCD – zwei Übungen, die die Reha unterstützen

Diagnose OCD – zwei Übungen, die die Reha unterstützen

Wie kannst du deinem Hund bei einer OCD der Schulter helfen?

Die Osteochondrosis dissecans (OCD) deines Hundes wurde erfolgreich behandelt? Nun geht es darum, deinen Hund zu unterstützen, damit er wieder ohne Beschwerden läuft. Ich zeige dir zwei Übungen. Sie sind für dich und deinen Hund einfach zu erlernen. Das Wichtigste ist, sie sind extrem effektiv und wirken auf mehrfache Weise. Bei regelmäßiger Anwendung trainierst du die Muskulatur und Kraft in den Vorderläufen. Gleichzeitig förderst du die Gelenkbeweglichkeit, die Koordination und das Vertrauen in das betroffene Vorderbein.

Die erste Übung ist die Gewichtsverlagerung von vorne nach hinten

So funktioniert sie:

Du kniest dich vor deinen Hund. Bringe ihn dazu, sich mit den Vorderläufen auf eine Erhöhung zu stellen. Die Erhöhung kann eine Stufe sein. Aber auch einige Bücher oder ein niedriger Baumstumpf. Die Erhöhung sollte der Höhe seiner Handgelenke entsprechen. So kann er die Gewichtsverlagerung stabil halten. Dadurch verlagert er sein Gewicht auf die Hinterläufe und den unteren Rücken. Nehme nun ein Leckerchen und führe es vor der Nase deines Hundes etwas nach vorne. So reckt dein Hund seinen Hals. Er verlagert sein Gewicht auf die Vorderläufe. Er trainiert so die Muskulatur der Vorderläufe und der Schultern. Dabei bleiben die Hinterläufe in ihrer ursprünglichen Position. Du hältst diese Position für etwas 3-5 Sekunden. Dann gibst du ihm das Leckerchen.

Der zweite Schritt:

Nun führst du aus der Position ein zweites Leckerchen über den Kopf deines Hundes, so dass er seinen Kopf nach oben nimmt. Er wird deiner Hand folgen. Sein Gewicht verlagert er nun auf die Hinterläufe und den unteren Rücken. In dieser Position verbleibt ihr ebenfalls. Bevor du ihm das Leckerchen gibst.

Ich empfehle dir zu Beginn einmal täglich drei Wiederholungen nach vorn und hinten.

Du kannst diese Übung steigern, indem du deinen Hund länger in der Position verbleiben lässt und die Anzahl der Wiederholungen erhöhst.

Die Wirkung

Diese Übung ist gut bei einer OCD, da du die Muskulatur des Vorderlaufes trainierst. Gleichzeitig stärkst sie das Vertrauen in den Vorderlauf. Auch die Koordination und das Gleichgewicht deines Hundes werden gefördert.

BONUS: Gleichzeitig wird auch die Muskulatur der Hinterläufe und des Rückens trainiert. Also ein perfektes Ganzkörper-Workout!

Die zweite Übung ist das „Pfote anheben“

Und so funktioniert die Übung:

Dein Hund steht auf rutschfestem Untergrund. Du hockst neben deinem Hund. So kannst du ihn stützen, falls er aus dem Gleichgewicht kommt. Du greifst den Vorderlauf (oberhalb der Pfote), hebst ihn leicht an. Halte das Bein für etwa 3-5 Sekunden. An den Hinterläufen greifst du ebenfalls oberhalb der Pfote. Beuge den Lauf dabei leicht. So wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch. Besonders wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.

Beginne mit zweimal täglich zwei Wiederholungen pro Lauf. Die Dauer des Haltens kann bis auf 15 Sekunden gesteigert werden. Auch die Wiederholungen kannst du erhöhen.

Die Wirkung

Du kräftigst mit der Übung, die Muskulatur der Läufe und trainierst die Koordination deines Hundes. Denn jedes Mal wenn du einen der drei gesunden Läufe anhebst, belastet den Hund das Bein, das durch die OCD geschwächt ist. Gleichzeitig werden die Gelenke gebeugt und die Gelenkbeweglichkeit gefördert.

BONUS: Auch bei dieser Übung hat dein Hund ein Workout für die Muskulatur und Beweglichkeit aller vier Beine und gibt deinem Hund ein gutes Körpergefühl!

Physio-Training ist wichtig für alle Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates

Physio-Training ist wichtig für alle Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates

Physio-Training ist wichtig für alle Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates

Physio-Training ist wichtig für alle Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Extratipp: wenn dein Hund nach einer OCD sein Füßchen nicht belasten möchte, lege ihm ein Haargummi um das betroffene Vorderbein (oberhalb der Pfote). Das macht ihm sein Bein bewusst und unterstützt dabei, dass er wieder alle vier Beine benutzt.

 

OCD der Schulter – was bedeutet das für deinen Hund?

OCD der Schulter – was bedeutet das für deinen Hund?

OCD der Schulter – typische Erkrankung beim Junghund

In diesem Artikel verrate ich dir, wie eine OCD entsteht. Du erfährst, woran du sie beim Hund erkennst und was sie für ihn bedeutet. Zusätzlich geht es darum, wie du sie vermeiden und behandeln kann.

Die OCD ist eine Gelenkerkrankung bei jungen Hunden. Das bedeutet, sie tritt in der Regel zwischen dem 4. und 8. Lebensmonat auf. Meist ist das Schultergelenk betroffen. Selten werden Knie, Ellbogen und Sprunggelenk in Mitleidenschaft gezogen. Dabei sind immer die Gelenke betroffen, die besonderen belastet werden.

Wie setzt sich das Schultergelenk zusammen?

Es besteht aus Schulterblatt und Oberarm. Die beiden Schulterblätter liegen seitlich an der Brustwand an. Sie sind nur durch große Muskelstränge mit dem Brustkorb verbunden. Das Schulterblatt hat eine leicht dreieckige Form und ist ein flacher Knochen. Seine Spitze ist nach unten gewinkelt. Du kannst die Ränder des Schulterblattes bei deinem Hund gut ertasten. Die nach unten zeigende Spitze bildet eine Gelenkpfanne. Der Kopf des Oberarmknochens passt dort hinein. Gemeinsam bilden sie das Schultergelenk. Das Schultergelenk ist ein sogenanntes Kugelgelenk. Das bedeutet, dass eine schalenförmige Gelenkpfanne einen kugelförmigen Gelenkkopf umfasst. Es gibt straffe Bänder, die innen und außen entlang des Gelenkes laufen. Sie lassen nur eine Beugung und Streckung zu. Eine Bewegung nach links oder rechts ist nur minimal möglich.

Wie entsteht eine OCD?

Beim Junghund besteht das Skelett nicht durchgehend aus Knochen, sondern noch aus dem weichen Knorpelgewebe. Während des Wachstums werden die Knorpelzellen allmählich durch Knochenzellen ersetzt. Die Verknöcherung festigt zum einen das Skelett. Zum anderen gewährleistet sie die Ernährung und Sauerstoffversorgung sowohl der Knochen- als auch der Knorpelzellen. Es gibt verschiedene Auslöser, die während des Wachstums zu Störungen in der Verknöcherung führen.

Was passiert?

Dabei nimmt der Knorpel unregelmäßig an Dicke zu. Knorpel und Knochenmasse die darunter liegen, werden nicht mehr ausreichend versorgt. Sie sterben ab. Wenn es zu einer größeren Beanspruchung kommt, reißt der Knorpel ein. Die Gelenkflüssigkeit dringt in den entstandenen Spalt ein. Sie verhindert, dass das abgebrochene Knorpelstück wieder anheilen kann. Ein solches freies Knorpelstück nennt man „Corpora libre“. Es schwimmt frei im Gelenk umher. Zudem verhindert es die volle Bewegung. In der Bewegung löst es Schmerzen aus. Gleichzeitig entsteht eine Arthrose, was im jungen Hundeleben fatal ist.

Welche Hunde sind betroffen? Was sind Auslöser für eine OCD?

Es gibt Rassen, die eine genetische Veranlagung haben, betroffen zu sein. Zu diesen Rassen gehören zum Beispiel Deutscher Schäferhund, Golden Retriever und Deutsche Doggen. Aber auch Rottweiler, Labrador und Berner Sehnenhunde sind betroffen. Alle Rassen haben gemeinsam, dass sie als erwachsene Hunde ein Gewicht von 25kg und mehr erreichen können. Dabei sind Rüden häufiger betroffen als Hündinnen. Zusätzlich fördern übermäßige Aktivität im Junghundalter und Übergewicht eine OCD. Auch zu schnelles Wachstum durch zu energiereiches Futter ist ein Faktor. Zudem fördert die übermäßige Gabe von Mineralstoffen und Vitaminen eine OCD. Natürlich kann sie auch durch einen Unfall oder Sturz entstehen.

Was sind die Folgen?

Es entsteht Arthrose, die immer weiter fortschreiten. Dein Hund verliert Muskulatur. Es entstehen Verspannungen in den stark belasteten Bereichen durch die Schonhaltung.

Wie sind die Symptome für eine OCD?

Die ersten Symptome zeigen sich in der Regel zwischen dem 4. und 8. Lebensmonat. Die Hunde zeigen eine Lahmheit meist nach Belastung. Sie drehen das betroffene Bein nach außen und drücken den Oberarm an den Körper. Das Gelenk ist erwärmt und geschwollen. Besonders das Beugen und Strecken des Laufes ist schmerzhaft. Die Schrittlänge ist verkürzt und die Beweglichkeit des Laufes eingeschränkt. Betroffene Hunde vermeiden Sprünge. Sie verlieren Muskulatur am betroffenen Vorderlauf. Durch die Schonhaltung und Überbelastung bilden sich Verspannungen.

Wie wird eine OCD festgestellt?

Erste Anhaltspunkte für die Diagnose ergeben das Alter und die Symptome. Mittels einer Röntgen kann die OCD sichtbar werden.

Wie kann man sie behandeln?

Bei einer leichten OCD ohne freie Knorpelteilchen kann eine konservative Therapie versucht werden. Das bedeutet mittels entzündungshemmender und schmerzlindernder Medikamente. Begleitet durch strikten Leinenzwang. Bei abgelösten Knorpelteilen macht es Sinn, diese chirurgisch zu entfernen. Je früher das erfolgt, umso eher kann man die Bildung von Arthrosen verhindern oder in einem geringen Ausmaß halten. Mit Physiotherapie linderst du die Schmerzen des Hundes. Sie hilft Verspannungen zu lösen, sowie die Beweglichkeit im Schultergelenk wiederherzustellen. Auch die Muskulatur wird wieder aufgebaut und ein normaler Bewegungsablauf trainiert. Diese Maßnahmen sind nach einer chirurgischen Entfernung der Knochen- und Knorpelteile sinnvoll. Doch auch bei einer Behandlung ohne OP solltest du darauf nicht verzichten.

Wie vermeidest du eine OCD?

Wenn dein Hund jung ist, soll und darf er sich bewegen. Doch achte darauf, dass er sich nicht überanstrengt. Laufen am Fahrrad überlastet den Hund. Vermeide Sprünge, abrupte Stopps und enge Wendungen. Achte auf eine altergerechte Fütterung. Vermeide zu energiereiches Futter. Das Gewicht deines Hundes solltest du immer im Blick haben. So verhinderst du Gelenkschäden.

Du möchtest selbst aktiv werden und etwas für die Fitness und Gesundheit deines Vierbeiners tun? Dann schau doch bei meinen ONLINE VIDEO KURSEN VORBEI! Es ist garantiert der passende Kurs für dich und deinen Hund dabei!

 

 

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