7 Tipps, mit denen du einem Hund mit Behinderung das Leben erleichterst!

7 Tipps, mit denen du einem Hund mit Behinderung das Leben erleichterst!

Wenn ein Hund eine Behinderung hat, so muss man sein Leben im Alltag immer wieder auf die Bedürfnisse des Hundes anpassen. Viele Hundehalter sind verunsichert, wenn der Hund aufgrund einer Erkrankung Probleme in der Fortbewegung hat oder beispielsweise aufgrund einer Amputation sogar nur noch auf drei Beinen unterwegs  ist. Schnell fühlt man sich überfordert, weil sich plötzlich so vieles im Alltag ändert. Genauso sieht es aus, wenn man überlegt, einem älteren Vierbeiner oder einem Hund mit Handicap ein Zuhause zu schenken. Die Verunsicherung ist groß, wie man dem Hund gerecht werden kann. Man muss sein Leben neu einrichten und auf die besonderen Bedürfnisse des Hundes anpassen.

Handicap?! – Kein Grund zur Sorge!

Wenn du in dieser Situation bist, dass dein Hund aufgrund seines Alters Hilfestellung benötigt oder unter einem Handicap leidet, möchte ich dir gern deine Sorgen nehmen. Deshalb stelle ich dir in diesem Blogartikel einfache Tipps und Hilfsmittel zusammen, mit denen du euer Zusammenleben und den Alltag deines Hundes erleichtern kannst.

So erleichterst du dir und deinem Hund den Alltag!

Das Angebot an Hilfsmitteln für Seniorhunde und bei Handicaps wird immer größer – doch viele Hundehalter kennen diese noch gar nicht! Das Argument: „ Es ist ja immer noch ein Hund!“ lasse ich da übrigens nicht gelten. Sowohl für dich, als auch für deinen Hund bieten solche Hilfsmittel eine enorme Erleichterung im Leben. Diesen Punkt halte ich für extrem wichtig, denn es spart euch Zeit und Energie für tolle gemeinsame Aktivitäten. Und weshalb sollte man die Entwicklungen im Veterinärbereich nicht nutzen und das Leben leichter machen?!

Mit diesen Tipps erleichterst du deinem Hund das Leben:

  • Klar, schon beim Thema erhöhter Wasser-/Futternapf gibt es Diskussionen. Ich weiß, der Wolf bekommt sein Kaninchen auch nicht auf dem Baumstamm serviert um sich nicht bücken zu müssen. Aber du kannst dir sicher vorstellen, welche Erleichterung eine erhöhte Futterbar für deinen Hund bedeutet
  • Lege die Bereiche im Haus oder in der Wohnung, auf denen dein Hund sich am meisten bewegt, mit rutschfestem Teppich, Yogamatten, Kunstrasen oder ähnlichem aus. Das gibt ihm Halt und verhindert Stürze.
  • In der kalten Jahreszeit bietet ein wärmender Mantel– schützt deinen Hund davor auszukühlen, hält Gelenke und Muskulatur geschmeidig und beugt Verspannungen vor.

Auch erleichterst du dir und deinem Hund das Leben:

  • Hunderampen fürs Auto – klar, einen kleinen Hund kannst du leicht ins Auto heben. Bei einem größeren Hund, lege ich dir eine Hunderampe ans Herz. Hier kann dein Hund sicher ins Auto und wieder heraus steigen kann.
  • Tragehilfen beim Treppensteigen – einen kleinen Hund kann man bequem tragen, doch ist der Hund größer oder schwerer, wird es problematisch. Es ist gefährlich für dich und deinen Hund, da ihr aus dem Gleichgewicht kommen könntet und die Sturzgefahr steigt. Es gibt praktische Tragehilfen, die euch ein leichtes und sicheres Treppensteigen ermöglichen. Achte darauf, dass die Tragehilfe aus Neopren ist und eine gute Passform hat. Sie sollte keinesfalls einschneiden, da das für deinen Hund schmerzhaft ist.
  • orthopädische Hundebetten – guter Schlaf ist wichtig für jeden Hund. Doch besonders für ältere, erkrankte und Hunde mit Handicap ist es sehr wichtig gelenkschonend gelagert zu sein. Dein Hund liegt nicht nur perfekt, auch die Blutzirkulation ist optimal und Schmerzen können gelindert und vermieden werden.
Die Orthopädietechnik hält eine Vielzahl an Lösungen bereit:

Orthopädietechnik für Hunde – sie steckt längst nicht mehr in den Kinderschuhen. Und sie entwickelt sich rasant. Angelehnt an den Humanbereich werden immer mehr Möglichkeiten entwickelt, deinen Hund mit Handicaps zu unterstützen. So sind folgende Produkte heute weit verbreitet. Zumeist ist eine Maßanfertigung für optimale Entlastung und Passform sinnvoll.

  • Bandagen
  • Orthesen
  • Prothesen
  • Hunderolli

Du siehst, das Leben mit einem Handicap-Hund stellt dich sicher vor die eine oder andere Herausforderung. Allerdings gibt es viele Möglichkeiten, dir und deinem Hund das Leben zu erleichtern.

Welche Hacks hast du noch, die deinem Handicap-Hund das Leben erleichtern? Immer her damit! Teile sie gern mit mir und anderen Hundehaltern in den Kommentaren!

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Alles Liebe, deine Tina

Muskelaufbau Hund: Isometrisches Training der Vorderläufe & Schultern

Muskelaufbau Hund: Isometrisches Training der Vorderläufe & Schultern

Isometrische Übungen werden oft eher als langweilig betrachtet und geraten beim Bewegungstraining für Hunde oft ins Hintertreffen. Besonders in Zeiten, in denen vermittelt wird, Bewegungstraining ohne entsprechende Tools sei nicht möglich und sterbenslangweilig.

Dabei ist das isometrische Training, auch wenn es weder aufregend aussieht („man sieht ja nichts!“) noch aktive Bewegung erfordert, für unsere Hunde körperlich aber auch geistig anstrengend. Neben der Muskelanspannung ist nämlich auf 100% Konzentration und Fokussierung auf den eigenen Körper notwendig.

Ich liebe isometrische Übungen ganz besonders aus folgenden Gründen:

  • Das Training ist extrem effektiv
  • Man kann immer und überall trainieren – ohne Equipment und große Vorbereitung
  • Isometrische Übungen kann man auch machen, wenn ein Hund ein Gelenk noch nicht bewegen kann und man den betroffenen Lauf dennoch trainieren möchte. So kann man schon vor der Belastungsphase in der Reha dem Muskelabbau entgegenwirken und sogar Muskelaufbau fördern.
  • Es kann bei jedem Hund eingesetzt werden – angepasst auf seine körperlichen Bedürfnisse – ganz gleich ob älterer Hund, junger Hund, Sporthund, bei Gelenkerkrankungen oder neurologischen Erkrankungen. Es gibt einfach keine Kontraindikationen, sprich Gründe, bei dem man nicht mit isometrischen Übungen arbeiten könnte.

Isometrische Übungen – ein Allroundtalent

Aus den genannten Gründen arbeite ich in meinen Kursen sehr viel mit isometrischen Übungen zum Muskelaufbau und um Koordination, Balance und Körpergefühl und -wahrnehmung zu fördern. Hundehalter und Hund können diese Übungen sehr leicht erlernen und gezielt und korrekt einsetzen – mit einem maximalen Trainingseffekt.

Warum funktioniert Isometrisches Training?

Isometrische Übungen sind eine Form des Krafttrainings. Dabei werden Muskeln angespannt und die Anspannung wird gehalten.  All das passiert, ohne das eine aktive Muskel- oder Gelenkbewegung dafür nötig ist. Dein Hund arbeitet  dabei ausschließlich gegen den Druck ,den du mit einer Hand erzeugst bzw. gegen die Schwerkraft.

Das erklärt auch nochmal, warum diese Art des Trainings perfekt für Hunde geeignet ist mit versteiften Gelenken oder bei Schmerzen während einer Gelenkbewegung. Auch für Hunde mit neurologischen Erkrankungen und Lähmungen helfen sie sehr gut, wieder mobil zu werden und den Körper wahrzunehmen. Doch auch für Sporthunde wird das isometrische Training gezielt eingesetzt sowie für ältere Hunde.

Im Folgenden stelle ich dir zwei Varianten des isometrischen Trainings für die Vorderläufe und die Schultern des Hundes vor.

Beachte bei den Übungen immer, dass sie sehr anstrengend für deinen Hund sind. Halte dich bitte an meine Trainingsempfehlung. Diese isometrischen Übungen aber auch viele weitere (isometrische) Übungen findest du auch in meinen Online Selbstlernkursen für Hundehalter.

Übung #21 FRONT ISO

Trainierte Bereiche:Muskulatur der Vorderläufe, der Schultern und des Rumpfes, Brustmuskulatur

Wirkung:Stärkung der Muskulatur von Brust, Vorderläufen, Schultern und Rumpf. Gleichzeitig werden Balance und Koordination trainiert.

Wann nicht: Keine Einschränkung

Equipment: für Fortgeschrittene z. B. Balance Pad, Kissen, Trampolin, nachgiebiger Untergrund

Ausführung
Variante A:
Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Hocke dich zunächst vor deinen Hund, sodass ihr euch anschaut. Lege deine Hände nun seitlich auf die Schultern deines Hundes. Übe mit deiner linken Hand leichten Druck auf die Schulter aus, bis du merkst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder locker und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf die andere Schulter aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit und lasse dann langsam locker.

Variante B:
Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Isometrisches Training für die Vorderläufe & Schultern

Du hockst auch jetzt wieder vor deinem Hund, so das ihr euch anschaut. Lege nun deine Hände auf die Brust deines Hundes und übe leichten Druck aus, als würdest du ihn von dir wegschieben. Halte den Druck wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit.

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gib deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Variation

Wenn dein Hund die Übung sicher beherrscht, kannst du sie auch auf einem weichen Untergrund wie zum Beispiel einem Kissen, Balance Pad durchführen. Das verstärkt den Trainingseffekt deutlich.

Trainingsempfehlung Muskelaufbau Hund Muskelaufbau Hund

Level 1

Häufigkeit: 3–5 x wöchentlich, Wiederholungen: 3 x pro Griff Dauer: je 3 Sek. pro Griff

Level 2

Häufigkeit: 3–5 x wöchentlich, Wiederholungen: 3–5 x pro Griff Dauer: je 3-5 Sek. pro Griff

Das hört sich ja furchtbar langweilig und so gar nicht anstrengend an? Versuche es mit deinem Hund und beobachte, wie er sich konzentrieren muss, auf den Druck mit deiner Hand zu reagieren!

Du hast Fragen zu den Übungen? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar oder schreibe mir eine Email! Ich helfe dir gern  weiter! Hier findest du Anleitungen für isometrisches Muskeltraining für die Hinterläufe und den unteren Rücken: ISOMETRISCHES TRAINING HINTERLÄUFE & RÜCKEN

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Alles Liebe! Deine Tina Muskelaufbau Hund Muskelaufbau Hund Muskelaufbau Hund Muskelaufbau Hund 

 

Anzeige: Die Furbo Hundekamera – mehr Sicherheit für Hund und Halter, wenn der Vierbeiner alt und krank ist?!

Anzeige: Die Furbo Hundekamera – mehr Sicherheit für Hund und Halter, wenn der Vierbeiner alt und krank ist?!

Besonders wenn unsere Hunde älter werden oder auch krank sind, fällt es uns sehr schwer, sie alleine zu lassen. Die Sorge, dass irgendetwas sein könnte und dem Hund nicht gut geht ist einfach da, sobald man aus dem Haus geht. So geht es zumindest mir und vielen anderen Hundehaltern, mit denen ich mich ausgetauscht habe.

Ich bin in Sorge, wenn ich aus dem Haus gehe

Tessa und Snowy müssen nicht viel alleine zu Hause bleiben. Früher haben sie mich in die Praxis begleitet, heute können sie entspannt neben mir liegen, während ich im Home Office an meinem Schreibtisch arbeite. Dennoch lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass die beiden ab und an auch mal alleine bleiben müssen. Für Tessa und Snowy ist das kein Problem. Für mich, seit Snowy älter ist und in letzter Zeit auch gesundheitliche Probleme hatte, um ehrlich zu sein schon. In dem Punkt bin ich nicht nur Hundephysio, sondern vor allem ein Hundehalter, der Sorge hat, dass es dem Hund in der Zeit des Alleineseins schlecht gehen könnte.

Wie du weißt, teste ich nur selten Produkte. Als ich nun angesprochen wurde, ob ich die Furbo Hundekamera testen würde, habe ich zugestimmt. Ich wollte wissen, ob dies eine Möglichkeit wäre, beruhigter aus dem Haus zu gehen, vor allem wenn man einen älteren oder kranken Hund hat.

Deshalb testen wir die Furbo Hundekamera

In diesem Artikel möchte ich gerne unsere Erfahrungen mit der Furbo Hundekamera mit dir teilen. Der Einsatz der Kamera im Hundetraining wird in diesem Artikel allerdings nicht im Fokus stehen.

Wie funktioniert das jetzt eigentlich?!

Grundsätzlich wird die Furbo Hundekamera über eine App gesteuert. So kann man den Hund über das Mobiltelefon per Liveübertragung sehen, wenn er alleine zu Hause ist. Auch wenn dein Hund bellt, erhältst du eine Benachrichtigung auf dein Handy. Über die auf dem Handy installierte App kannst du sogar Leckerlis an deinen Hund verteilen und auch mit ihm sprechen. Ob und wie sinnvoll das im Rahmen des Hundetrainings ist, wenn der Hund Schwierigkeiten hat alleine zu bleiben, dann die Einrichtung zerlegt oder bellt, kann ich als Hundephysiotherapeutin nicht beurteilen und soll auch nicht Schwerpunkt meines Artikels sein.

Furbo Hundekamera Installation mit Handy

Furbo Hundekamera Installation mit Handy

Die technischen Aspekte der Furbo Hundekamera – es wird technisch

Inbetriebnahme & Nutzung

Die Furbo Hundekamera wird mit Netzstecker und einem 2 m langen USB Kabel sowie einer leicht verständlichen Kurzanleitung geliefert.

Das Gerät ist kompatibel mit IOS und Android und kann so über Smartphone und Tablets gesteuert werden.

Die Kamera platzierst du so im Raum, dass der Raum gut von ihr überblickt werden können. Dann verbindet man ihn über das USB Kabel mit dem Netzstecker und der Steckdose. Die Kamera beginnt dann zunächst weiß zu leuchten (=Inbetriebnahme) und wechselte danach auf ein grünes Licht. Das bedeutet, sie ist bereit zur Installation. Im nächsten Schritt installierst du die App auf deinem Smartphone oder Tablet, legst ein Benutzerkonto für dich an und folgst den Anweisungen auf dem Bildschirm. Dann erscheint das Bild der Furbo Hundekamera auf deinem Smartphone. Das Ganze geht sehr fix und ist auch leicht verständlich für Menschen, die nicht technikaffin sind.

Ohne Internetverbindung geht nichts

Damit die Kamera die Aufnahmen auf dein Handy übertragen kann benötigt sie eine stabile WLAN Verbindung. Die ist in den meisten Haushalten mittlerweile Gott sei Dank Standard. Allerdings benötigst du unterwegs auch für dein Smartphone eine gute Internetverbindung, damit die App problemlos auf die Hundekamera zugreifen kann.  Sonst kann es mit einer Liveübertragung schon einmal schwierig werden.

Wer Sorge hat, dass die übermittelten Daten zwischen der App und der Hundekamera abgegriffen werden könnten, kann beruhigt sein. Der Austausch der Daten erfolgt über eine verschlüsselte Verbindung.

Die Produkteigenschaften der Furbo Hundekamera

Ich bin erwiesenermaßen kein Technikgenie, möchte aber natürlich die wichtigsten Eigenschaften der Furbo Hundekamera  mit dir teilen.

Damit man einen möglichst guten Überblick mit der Kamera hat, ist sie mit einer Weitwinkellinse mit 160° Blickwinkel ausgestattet. Je nach dem wie und wo du die Kamera platzierst, kannst du so einen gesamten Raum überblicken. Die Kamera ist eine 1080p HD-Kamera und es gibt einen Infrarot LED Nachtsicht Modus. Perfekt, wenn du abends unterwegs bist (auch wenn bei uns immer ein Licht für die Hunde brennt).

Die Furbo Hundekamera kommt sehr stylisch daher

Die Furbo Hundekamera kommt sehr stylisch daher

Auch diese Funktionen bringt das Gerät mit sich

Die Hundekamera  verfügt über ein 2-Wege Audio System mit eingebautem Lautsprecher und Mikrofon. Zusätzlich ist sie mit einem Leckerli Auswurf ausgestattet. Dazu nimmt man am besten kleine Leckerlis mit einem Durchmesser von höchstens 1 cm. Die Leckerlis werden in hohem Bogen herausgeschossen. Wenn dein Hund bellt wird über den eingebauten Lautsprecher eine Info mittels „Bell-Alarm“ auf dein Smartphone geschickt (Voraussetzung guter Handyempfang). So weit zu den Funktionen.

Die Furbo Hundekamera im Einsatz bei Tessa und Snowy

Das Tessa und Snowy ohne Probleme alleine zu Hause bleiben können, weiß ich. Dennoch hat mich natürlich die Neugierde gepackt und ich wollte wissen, was sie denn so treiben, wenn ich nicht da bin. Vielleicht sind sie ja doch aufgeregter, als ich immer annahm? Beschwerden von Nachbarn gab es nie. Doch hatte Tessa zu Beginn große Trennungsangst, die wir mit Hilfe von professionellem Hundetraining gut in den Griff bekommen haben.

Also, was machen sie nun? Schlafen, herumlaufen oder was tun meine Hund sonst noch so, wovon ich nicht einmal etwas ahne.

Watching Tessi & Snowy

Wir haben die Hundekamera bei uns im Wohnzimmer installiert, da dies der Ort ist, an dem sich Tessa und Snowy auch in der Regel aufhalten. Nun war ich natürlich gespannt, was die Ladies so treiben, wenn ich nicht da bin. Und auch, ob ich ruhiger aus dem Haus gehen kann, wenn ich weiß, dass ich insbesondere Snowy immer sehen kann. Mein altes Mädchen macht mir in den letzten Monaten wirklich oft Sorgen und nach dem Vestibularsyndrom war ich das erste Mal so richtig ängstlich und unsicher, als sie dann das erste Mal wieder alleine bleiben musste.

Ich muss dich zu allererst enttäuschen: Tessa und Snowy haben sich nach kurzer Zeit („kommt sie vielleicht doch wieder?!“) in ihr Bettchen respektive aufs Sofa gelegt und geschlummert, entspannt und geschlafen.

Ja und ich?! Ja, mir hilft es durchaus, zwischendurch einen Blick nach Hause werfen zu können und zu sehen, dass es meinen Mädchen gut geht.

Furbo Kamera mit Tessa

Furbo Kamera mit Tessa

Unser Fazit zur Furbo Hundekamera

Die Kamera hat ein schickes Design und fällt so auch in der Einrichtung nicht unangenehm auf. Die Kamera ist sehr hochwertig und hat viele sinnvolle Funktionen.

Wenn dein Hund Schwierigkeiten hat, alleine zu bleiben, würdest du es dir in meinen Augen mit dem alleinigen Einsatz der Kamera zu einfach machen. Ich empfehle dir, mit Unterstützung eines professionellen Hundetrainers der Ursache auf dem Grund zu gehen und Maßnahmen zu entwickeln damit der Mund stressfrei alleine zu Hause bleiben kann. Sicherlich kann die Kamera in Absprache mit dem Trainer gezielt eingesetzt werden.

Für mich als Hundehalter kann ich sagen, dass die Funktion, meine Hunde sehen zu können, wenn ich unterwegs bin und sicherzugehen, dass es ihnen gut geht, durchaus sinnvoll ist. Besonders, wenn der Hund bereits älter ist oder krank, ist das sicherlich sehr hilfreich.

PS: Die Sprach- und Leckerli-Auswurf Funktionen haben wir nur zum Testen der Kamera genutzt, als wir Zuhause waren. Die Stimme klingt ein wenig verzerrt, was den Hund eventuell verwirren könnte. Der Leckerli-Auswurf macht natürlich Geräusche, an die man besonders geräuschempfindliche Hunde zunächst gewöhnen sollte.

Falls du dich für eine Furbo Hundekamera interessierst: über diesen Link mit dem Rabattcode doggyfitness50 erhältst du 50 Euro Rabatt: FURBO HUNDEKAMERA

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Alles Liebe, deine Tina

*Bei diesem Blogartikel handelt es sich um eine Kooperation mit Karkalis Communications, die uns freundlicherweise die Furbo Hundekamera zu Testzwecken zur Verfügung gestellt haben.

 

 

Vestibularsyndrom beim Hund – die wichtigsten Verhaltenstipps

Vestibularsyndrom beim Hund – die wichtigsten Verhaltenstipps

Das Vestibularsyndrom beim Hund ist eine weit häufigere Erkrankung bei unseren Vierbeinern, als die meisten denken. Nachdem Snowy Ende Oktober an einem Vestibularsyndrom erkrankt ist, habe ich bereits über die Erkrankung geschrieben. Dabei habe ich viele Nachrichten bekommen von Hundehaltern, deren Hunde auch betroffen waren und die im Moment der Erkrankung wenig Informationen darüber erhalten haben und auch nicht viele Informationen recherchieren konnten. Sie fühlten sich alleine gelassen und waren hilflos. Grund genug also, dass ich betroffenen Hundehaltern alle wichtigen Infos zur Erkrankung und auch hilfreiche Tipps für den Umgang mit dem Vestibularsyndrom zusammenstelle.

Die wichtigsten Fakten zum Vestibulärsyndrom beim Hund habe ich dir daher bereits im ersten Artikel dazu zusammengestellt. Für deinen Hund ist die Situation sehr unangenehm. Alles dreht sich und er hat keine Orientierung im Raum mehr. In der Folge taumelt und stürzt er. Der Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten. Vergleichbar wäre es damit, wenn ein Mensch völlig alkoholisiert ist.

So gehst du mit dem Vestibulärsyndrom beim Hund um

Sehr wichtig ist aber für Hundehalter insbesondere, wie man in der Situation am besten mit dem Vestibulärsyndrom umgeht und wie man seinem Hund das Leben erleichtern kann. Daher habe ich dir hier wichtige Verhaltenstipps zusammengefasst, mit denen du deinen Hund unterstützen kannst.

Denn eines ist klar: in der akuten Situation ist man zunächst überfordert und aufgeregt und es ist schwierig, einen klaren Kopf zu bewahren. Wenn man weiß, wie man richtig reagiert und wie man seinen Hund gut unterstützen kann, dann macht es viele Dinge leichter. Besonders das habe ich aus der Situation mitgenommen. Wie bei Erster Hilfe wusste ich genau, was zu tun ist. Mir liegt es am Herzen, dass auch du dich im Umgang mit Erkrankungen sicher fühlst.

Nach ca. 1-3 Tagen beginnen die Symptome langsam abzuklingeln, doch bis dein Hund gesundet ist, kann es längere Zeit dauern. Daher ist es wichtig, dass du weißt, wie ihr euren Alltag anpassen könnt.

Was der Tierarzt beim Vestibularsyndrom beim Hund tun kann

Dein Tierarzt kann deinen Hund mit Medikamenten gegen Übelkeit und Erbrechen sowie durchblutungsfördernde Medikamente sinnvoll unterstützen. Auch eine Infusionstherapie kann helfen.

Nach dem Tierarztbesuch – so hilfst du deinem Hund Zuhause

Vestibularsyndrom beim Hund – Ruhe steht an erster Stelle

In erster Linie braucht dein Hund Ruhe. Viel Ruhe. Dein Hund braucht nun viel Schlaf. Achte darauf, dass er gut gebettet ist. Viele Hunde mögen in der Situation gern recht bodennah liegen, z.B. auf einer Schlafmatte. Wenn er wie gewohnt im Hundebett schläft, achte darauf, dass es einen niedrigen Einstieg hat. Das erleichtert deinem Hund den Ein-und Ausstieg, wenn er wieder mobil wird, aber immer noch wackelig auf den Beinen ist.

Snowy hatte beide Möglichkeiten zur Auswahl: eine Hundematte und ein Hundebett.Sie hat zumeist ihr Hundebett bevorzugt und fühlte sich mit dem Kuschelrand drumherum wohl sehr geschützt. Achte bitte auch auf die Qualität des Schlafplatzes. Er sollte eine druckentlastende Matratze haben, damit dein Hund gelenkschonend gebettet ist und auch für die nötige Druckentlastung gesorgt ist. Ansonsten kann es zu Liegestellen kommen. Achte auch darauf, das der Schlafplatz so steht, dass du deinen Hund im Blick hast. So bist du zur Stelle, wenn er versucht aufzustehen und kannst ihm Unterstützung bieten.

Dadurch, dass dein Hund viel liegt, ist es auch wichtig, dass er nicht auskühlt, durch die Immobilität. Prüfe regelmäßig, ob er es warm genug hat.

Doch dein Hund muss auch in Bewegung bleiben

Das hört sich jetzt nach einem Widerspruch an: auf der einen Seite ist Ruhe wichtig, auf der anderen in Bewegung bleiben. Wie soll das gehen? Zusätzlich solltest du deinen Hund mit gezielten Bewegungsanbahnungen mobilisieren. Ziel ist es, da besonders ältere Hunde betroffen sind, dass sie nicht immobil werden. Lasse dir von deinem Hundephysiotherapeuten zeigen, wie du das mehrmals täglich durchführen kannst

Unterstütztes Gehen – sicher bewegen

Dein Hund ist nicht in der Lage, selbständig sicher zu laufen. Er wankt und kippt um. Das solltest du vermeiden, da er sich so noch zusätzlich verletzen kann. Dennoch muss er natürlich auch raus, um sein Geschäft zu erledigen und soll in Bewegung bleiben.

Im Akutfall empfehle ich dir, einfach ein Handtuch zu nehmen, um deinen Hund beim Gehen zu unterstützen. Das legst du unter seinem Bauch durch und hältst du beiden Enden in den Händen. Ein Handtuch ist gut, weil es nicht unter dem Bauch einschneidet und den Druck verteilt. So hast du eine schnelle Lösung für eine Gehhilfe zur Hand.

Es gibt auch praktische Tragehilfen, meist aus Neopren, die man im Internet bestellen kann. Die hat man natürlich im ersten Moment nicht zur Hand, kann man aber bestellen und bis dahin einfach ein Handtuch nehmen.

Aber nicht nur zum Pipi machen, sondern auch um immer wieder mal ein paar Schritte zu gehen, solltest du es nutzen. Unterstütztes Gehen nennt man  das. Es hilft, deinen Hund mobil zu halten.

So solltest du ihn mehrmals täglich zum Untersützten Gehen animieren. Das hilft dabei, dass seine Gelenke nicht einrosten und auch das Herz-Kreislaufsystem mobilisiert wird.

Aus der Hand füttern

Wie schon beschrieben, ist deinem Hund übel und alles dreht sich permanent. So fühlt es sich dann auch an, wenn er aus dem Futternapf essen soll. Es hat sich bewährt, Hunde mit einem Vestibulärsyndrom aus der Hand zu füttern. Das würde ich dir auch unbedingt empfehlen.

Genügend trinken

Achte darauf, dass dein Hund genügend trinkt. Die Gefahr der Dehydrierung ist groß. Besonders, wenn dein Hund erbricht, verliert er viel Flüssigkeit. Auch dadurch, dass er viel liegt und nicht selbständig zum Wassernapf gehen kann, solltest du ihm häufiger Wasser anbieten.

Antirutsch im Haus

Deinem Hund macht jetzt jeder Schritt große Probleme. Jeder Schritt ist mit Unsicherheit verbunden. Du kannst ihm viel Erleichterung verschaffen, wenn du dafür sorgst, dass er sich nur auf rutschfesten Untergründen bewegt. Klar, man kann nicht mal eben das gesamte Haus oder die Wohnung mit Teppich auslegen. Aber du kannst in den Bereichen, in denen dein Hund sich in der Regel viel bewegt z.B. vorübergehend mit rutschfesten Läufern auslegen oder Yogamatten.

Treppenlaufen vermeiden

Dein Hund sollte keine Treppen steigen. Durch das fehlende Raumgefühl sind gefährliche Stürze vorprogrammiert. Wenn dein Hund wieder mobiler ist, solltest du ihn it einem Handtuch oder einer Tragehilfe unterstützen. Das gibt Sicherheit.

Hund tragen

Im ersten Moment denkt man sich, man trägt seinen Hund einfach. Wenn möglich solltest du das aber vermeiden. Es ist nachgewiesen, dass es das Schwindelgefühl noch verstärkt.

Ein Tipp für die Nacht

Auch Dunkelheit verstärkt das Schwindelgefühl enorm. Daher empfehle ich dir, deinem Hund für die Nacht eine Lichtquelle anzulassen. So kann er besser zur Ruhe kommen. Und wie wir gelernt haben, ist Ruhe beim Vestibularsyndrom das wichtigste.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, deinen Hund zu unterstützen, damit er im Alltag gut zurecht kommt, wenn er an einem Vestibularsyndrom erkrankt ist. In einem weiteren Artikel werde ich dir noch einige Übungen zusammenstellen, mit denen du seine Gesundung unterstützen kannst

Ist dein Hund auch schon an einem Vestibulärsyndrom erkrankt? Wie hast du ihn unterstützt? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit uns! Hast du noch Fragen? Dann hinterlasse mir auch gern einen Kommentar!

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Alles Liebe, Deine Tina Vestibularsyndrom beim Hund Vestibularsyndrom beim Hund Vestibularsyndrom beim HundVestibularsyndrom beim Hund Vestibularsyndrom beim Hund Vestibularsyndrom beim Hund

Bei deinem Hund machen sich die Zeichen des Alters bemerkbar? Die Spaziergänge werden kürzer und er läßt sich oft zurückfallen? Dein Hund wirkt oft müde und erschöpft – viele Bewegungen fallen schwer. Er wirkt häufig steifbeinig oder ist wackelig auf den Beinen? Aber du möchtest, dass dein Vierbeiner noch lange an deiner Seite ist und das möglichst fit und mobil. Auch im Alter soll er agil und mit viel Lebensfreude an deiner Seite sein. Hier lernst du, ihn aktiv zu unterstützen Muskulatur aufzubauen und beweglicher zu werden. Für mehr INFOS ZUM KURS HIER KLICKEN

 

Muskelaufbau Hund: Isometrisches Training für Hinterläufe und Rücken

Muskelaufbau Hund: Isometrisches Training für Hinterläufe und Rücken

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Isometrisches Training wird in der Bewegungstherapie und auch im Sporthunde-Training von Hundehaltern häufig unterschätzt, weil „man sieht ja so wenig“. Dabei passiert eine ganze Menge und das Isometrische Training ist extrem effektiv. Ich finde es besonders toll, weil man es auch anwenden kann, wenn ein Hund z.B. ein Gelenk nicht bewegen kann, man den betroffenen Lauf aber dennoch trainieren möchte, bzw. einem Muskelabbau entgegenwirken will. Toll also bei allen Gelenkerkrankungen.

Isometrische Übungen – ein Allroundtalent

Auch in meinen Kursen arbeite ich mit vielen verschiedenen isometrischen Übungen für den gesamten Körper. Sie sind für den Hund sehr leicht zu erlernen, man benötigt keinerlei Zubehör und kann sie immer und überall durchführen. Zudem sind isometrische Übungen extrem effektiv und wirken auf mehrfache Weise. Du kannst den Muskelaufbau und Kraft deines Hundes trainieren, aber auch Körpergefühl, Körperwahrnehmung im Raum, Balance und Koordination.  Aber was heißt isometrisches Training eigentlich?

Isometrisches Training – so funktioniert es!

Isometrische Übungen sind eine besondere Form des Krafttrainings, weil dabei die Muskulatur angespannt wird, ohne dass eine aktive Muskel- oder Gelenkbewegung dafür nötig wäre. Der Hund arbeitet rein gegen den Druck den du mit einer Hand erzeugst bzw. gegen die Schwerkraft. Daher ist das Training auch so perfekt für Hunde geeignet mit versteiften Gelenken, oder jene die Schmerzen während einer Gelenkbewegung haben. Auch für Hunde mit neurologischen Erkrankungen und Lähmungen helfen sie sehr gut, wieder mobil zu werden und den Körper wahrzunehmen.

Doch auch für Sporthunde wird das isometrische Training gezielt eingesetzt sowie für ältere Hunde. Kurzum: jeder Hund profitiert vom Training. Und was so einfach und nach so wenig aussieht, ist extrem effektiv – und auch anstrengend für deinen Hund.

Du kannst diese Übungen bei jedem Hund anwenden und es gibt keine Erkrankung, bei der sie tabu wären.

Isometrisches Training für die Hinterläufe und den unteren Rücken

Aus meinen Kursen stelle ich dir heute die Übung Rear Iso vor. Dabei werden mittels isometrischem Training der untere Rücken und die Hinterläufe trainiert.

Übung #20 REAR ISO

Wirkung:Stärkung der Muskulatur und Kraft der Hinterläufe und des unteren Rückens. Gleichzeitig werden Balance und Koordination trainiert. Mit isometrischen Übungen trainiert man sehr effektiv die Muskulatur. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da man die Muskulatur anspannt, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand der Hand oder gegen die Schwerkraft.

Wann nicht: Keine Einschränkung

Ausführung:

Dein Hund steht auf rutschfestem, ebenen Untergrund. Du kniest hinter deinem Hund.

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

1. Position

Hocke dich hinter deinen stehenden Hund und lege deine Hände seitlich auf seine Oberschenkel. Ihr blickt in dieselbe Richtung. Übe mit der linken Hand leichten Druck auf den Oberschenkel aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Dauer, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder los und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf den anderen Oberschenkel aus, bis du wieder spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position so lange, wie in der Trainingsempfehlung angegeben, und lasse anschließend langsam los.

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

2. Position:

Als Nächstes umfasst du die Oberschenkel vorne. Ziehe ganz leicht in deine Richtung, als würdest du deinen Hund zu dir ziehen wollen, bis du merkst, dass dein Hund gegenhält. Halte die Position für die angegebene Dauer und lasse wieder locker.

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

3. Position

Nun legst du deine Hände flach auf den unteren Rücken/Po deines Hundes, als würdest du ihn in den Sitz drücken. Übe leichten Druck nach unten aus, bis du spürst, dass dein Hund gegenhält, und halte wieder für die im Plan angegebene Dauer. Lasse dann langsam wieder locker.

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gebe deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Trainingsempfehlung:

Häufigkeit: 3–4 x wöchentlich Wiederholungen: 3 x pro Griff Dauer: je 3 Sek. pro Griff

Im Trainingsverlauf kannst du die Anzahl der Wiederholungen und die Dauer der Übungen schrittweise steigern.

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Alles Liebe,

deine Tina

Vestibularsyndrom beim Hund – die wichtigsten Fakten zur Erkrankung!

Vestibularsyndrom beim Hund – die wichtigsten Fakten zur Erkrankung!

Wie viele von euch wissen hat Snowy kürzlich ein Vestibularsyndrom erlitten. Auch ich als Hundephysio bin in diesem Moment einfach „nur“ Hundehalter und es hat mich völlig überraschend getroffen. Auch wenn ich aufgrund meiner Erfahrung wusste, was zu tun ist und leichter mit einem Handicap Hund umgehen kann.

Dennoch war ich völlig geschockt, als Snowy am Morgen nicht wie gewohnt aufstand, um nach Katzenfutter-Resten zu stöbern und kurz eine Runde durch den Garten zu stiefeln.

Es traf uns über Nacht

Das ist übrigens ganz klassisch. Häufig tritt es quasi über Nacht auf. Auch Snowy war in den Tagen zuvor super drauf und es traf uns absolut überraschend. Snowy konnte nicht mehr aufstehen. In diesem Moment schießt einem alles mögliche Gedanken durch den Kopf.  Wer Snowy kennt weiß, dass sie ja bereits unter Rückenproblemen leidet. Im ersten Moment befürchtete ich einen Bandscheibenvorfall. Doch aufgrund ihrer Anzeichen kam mir das Vestibularsyndrom schnell in den Sinn. Ich trug sie in den Garten, um zu sehen wie Bewegungen aussehen, wo die Probleme sind. Dann überprüfte ich ihre Reflexe, die deutlich verzögert waren. Snowy wankte, wie ein Betrunkener und konnte sich nur mit Unterstützung auf den Beinen halten. Sie wirkte unruhig und verängstigt und wusste nicht, wie ihr geschah. Sofort meldeten wir uns beim Tierarzt an.

Snowy beim Tierarzt

Mittels eines neurologischen Untersuchungsgangs wurde mein Verdacht des Vestibulärsyndroms bestätigt. Snowy litt z.B. auch unter dem für  den Symptomkomplex klassischen Nystagmus. Wieder Zuhause bettete ich Snowy erst einmal, damit sie zur Ruhe kommen konnte. Dann musste ich mich sammeln und überlegen, wie ich sie am Besten unterstützen und wieder auf die Beine bringen kann.

Dabei fiel mir auf, dass ich auf Doggy Fitness noch nie über das Vestibulärsyndrom geschrieben habe. Dabei ist es ein sehr häufiger Symptomkomplex und ebenso oft kommt es zu Fehldiagnosen. Grund genug also jetzt die wichtigsten Infos rund um das Vestibulärsyndrom zusammenzustellen.

Was ist das Vestibularorgan?

Das Vestibularorgan ist das Gleichgewichtsorgan. Es ist ein sehr komplex aufgebautes Organ, das die Orientierung im dreidimensionalen Raum ermöglicht um die Bewegungen des Körpers entsprechend seiner Lage zu koordinieren. Es liegt gleich am Ohr und steht im andauernden Austausch mit dem Gehirn.

Was passiert, wenn das Gleichgewichtsorgan gestört ist?

Wenn das Gleichgewichtsorgan gestört ist, gerät der Hund aus dem Gleichgewicht und kann sich nicht mehr auf den Beinen halten.

Der Hund hat ein Gefühl, als säße es in einem Karussell. Er weiß nicht mehr, wo oben und unten ist und wo er sich im Raum befindet. Das Vestibularsyndrom kann bei Hunden und Katzen, aber auch bei Kaninchen und Meerschweinchen auftreten. Die Störung kann wenige Tage, aber auch mehrere Wochen andauern.

Wie es genau zu einer Störung des Gleichgewichtsorgans kommt ist immer noch nicht gänzlich geklärt. Grundsätzlich kann es jeden Hund treffen. Häufig sind jedoch ältere Hunde betroffen.

Das Vestibularsyndrom hat übrigens nicht mit einem Schlaganfall zu tun, auch wenn es im Volksmund häufig so genannt wird. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Krankheitsbilder. Der Schlaganfall beim Hund kommt nur sehr selten vor und es handelt sich um dabei eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Das Vestibulärsyndrom bezieht sich jedoch rein auf das Gleichgewichtsorgan.

Woran erkennt man das Vestibularsyndrom? – Die Anzeichen

Die Anzeichen für ein Vestibulärsyndrom sind sehr typisch.

  • Die Hunde halten ihren Kopf oft schief, teils auch den Körper.
  • Sie halten ihn immer zu der Seite hin, die betroffen ist.
  • Betroffene Hunde wirken wie betrunken.
  • Es kommt zu extremen Bewegungsstörungen.
  • Die Hunde laufen im Kreis. Dies nennt man Manegeverhalten.
  • Schielen ist ein weiteres Anzeichen.
  • Rhytmische horizontale Augenbewegungen – der sogenannte Nystagmus – sind ein unverwechselbares Symptom.
  • Die Stellreflexe des betroffenen Hundes sind verzögert.
  • Bei einem Vestibulärsyndrom leiden Hunde unter starker Übelkeit. Sie verweigern das Essen und leiden unter Erbrechen.

Was sind die Folgen einer Störung des Gleichgewichtsorgans?

Immer wieder höre ich von Hunden, die wegen eines Vestibularsyndroms eingeschläfert wurde. Völlig unnötig! Es braucht ein wenig Geduld. Doch innerhalb der ersten 48 Stunden treten meist erste Verbesserungen auf. Das Erbrechen und der Schwindel lassen nach genauso wie der Nystagmus. Der Hund kann sich von einem Vestibulärsyndrom wieder vollständig erholen. Bei wenigen Patienten bleibt eine leichte Kopfschiefhaltung zurück, auch leichte Störungen in der Bewegung bzw. Koordination sind möglich.

Diagnosemöglichkeiten

  • neurologischer Untersuchungsgang
  • CT für die Differenzialdiagnose
  • klinische Untersuchungen wie Blutuntersuchung und klassischer Untersuchungsgang (Ohren, Maul, Temperatur etc. prüfen) auch speziell für die Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnose

Es gibt einige andere Erkrankungen, die ähnliche oder überschneidende Anzeichen des Vestibulärsyndroms zeigen.  Dazu gehören:

  • Ohrenentzündung
  • Trauma im Kopfbereich
  • Fremdkörper im Ohr
  • Infektionskrankheiten wie Staupe oder FIP bei Katzen
  • Toxoplasmose
  • Tumor

Wie kann man das Vestibularsyndrom behandeln?

In erster Linie braucht dein Hund Ruhe. Viel Ruhe. Unterstützend ist eine Gabe von Medikamenten gegen Übelkeit und Erbrechen sowie durchblutungsfördernde Medikamente sinnvoll. Auch eine Infusionstherapie kann unterstützend wirken. Zusätzlich solltest du deinen Hund mit gezielten Bewegungsanbahnungen mobilisieren. Ziel ist es, da besonders ältere Hunde betroffen sind, dass sie nicht immobil werden. In einem weiteren Artikel werde ich dir einfache und effektive Übungen beim Vestibulärsyndrom zusammenstellen und Verhaltenstipps, wenn dein Hund an einem Vestibulärsyndrom erkrankt. In dieser akuten Situation ist man sehr überfordert und natürlich auch aufgeregt. Wenn man weiß, wie man richtig reagiert und wie man seinen Hund gut unterstützen kann, dann macht es viele Dinge leichter. Besonders das habe ich aus der Situation mitgenommen. Wie bei Erster Hilfe wusste ich genau, was zu tun ist. Mir liegt es am Herzen, dass auch du dich im Umgang mit Erkrankungen sicher fühlst.

PS: Natürlich halte ich dich auch weiter über Snowys Genesung auf dem Laufenden!

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Alles Liebe,

deine Tina

Hundemantel – für welche Hunde ist er unverzichtbar?

Hundemantel – für welche Hunde ist er unverzichtbar?

Der Herbst naht mit großen Schritten und schnell wird es wieder windig, nasskalt und ungemütlich werden. Also ist es Zeit für einen Hundemantel. Wie jedes Jahr ein hoch diskutiertes Thema – obwohl er für viele Hunde längst nicht mehr wegzudiskutieren ist.

Ich rede dabei nicht von einem Hundemantel aus modischer Sicht oder als Accessoire sondern als ein Hilfsmittel, um deinen Hund in der nasskalten Jahreszeit sinnvoll zu schützen. Oberstes Gebot sollte hier also Funktionalität sein.

Zunächst möchte ich dir allerdings wichtige Punkte aufzeigen, an denen du erkennst, dass dein Hund friert

  • Ein frierender Hund hält sich verkrampft und spannt die Muskulatur stark an. Oft kauern sie sich dann zusammen und ziehen den Bauch hoch.
  • Auch Hunde zittern, wenn sie frieren.
  • Das Tippeln von einer Pfote auf die andere ist ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Hund friert.
  • Hunde die frieren, gehen bei Kälte oder nassem Wetter oft auch ungern raus.

Frieren ist unangenehm

Frieren fühlt sich für unsere Hunde genauso an, wie für uns Menschen. Die Folge der angespannten Muskulatur sind schmerzhafte Verspannungen. Zusätzlich bedeutet zu Frieren für deinen Hund großen Stress. Wie wir Menschen auch, wird der Hund unruhig, wenn er friert und kann durchaus auch unleidlich werden.

Welcher Hund braucht einen Hundemantel?

Es wird immer viel diskutiert, ob ein Hund einen Mantel braucht oder nicht. Oft höre ich Argumente wie: „ Das ist ein großer Hund, der braucht das nicht!“ oder „Das Fell ist so lang, das reicht völlig aus!“.  Doch entscheidend, ob ein Hund einen Hundemantel benötigt – oder auch nicht, ist weder die Größe, noch die Länge des Fells.

Natürlich ist ein Hundemantel für viele kurzfellige und windhundartige Hunderassen unverzichtbar. Doch nicht nur da schützt er und sorgt für wohlige, gesunde (Körper-) Wärme.

Besonders für ältere Hunde und Hunde mit Gelenkerkrankungen sind sie sehr wichtig, denn sie schützen den Rücken und die Gelenke vor widrigen Wetterbedingungen. Er bietet umfassenden Schutz davor, dass Kälte und Feuchtigkeit in die Gelenke kriechen. So siehst du, dass weit mehr entscheidend ist, als die Größe oder die Länge des Fells. Auch Hunde mit längerem Fell auch von großwüchsigen Rassen, die älter sind und/oder Gelenkprobleme haben, wie z.B. Arthrose und Spondylose profitieren sehr von einem schützenden Hundemantel.

Grundsätzlich solltest du bei einem älteren Hund oder einem Hund mit Gelenkerkrankungen also einen Hundemantel in Erwägung ziehen.

Tipp – habe Geduld

In der Regel nehmen Hunde einen Hundemantel schnell und unkompliziert an. Aber natürlich gibt es auch jene Hunde, die sich erst gewöhnen müssen und sich zunächst nicht so wohl fühlen. Gewöhne deinen Hund daher frühzeitig an einen Hundemantel, indem du ihn beispielsweise zunächst für wenige Minuten anziehst und danach wieder ausziehst. Habe auf jeden Fall etwas Geduld und gebe deinem Hund die Chance sich an seinen Hundemantel zu gewöhnen.

Worauf achten beim Hundemantel-Kauf?

In der nächsten Woche erfährst du, was du beim Kauf eines Hundemantels auf jeden Fall beachten solltest.

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Alles Liebe

Deine Tina

Behinderter Hund – Unverzichtbare Tipps für ein Leben mit Handicaphund

Behinderter Hund – Unverzichtbare Tipps für ein Leben mit Handicaphund

Ein behinderter Hund wird immer noch häufig kritisch angeschaut und gefragt, ob das Leben denn überhaupt lebenswert sei. Sehr oft habe ich mich mit Snowy dieser Frage stellen müssen. Doch ich sage ganz klar JA! Snowy hat ihre Handicaps, doch über die Jahre haben wir immer wieder neu unser Leben und unseren Alltag angepasst. Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst und Sorge, einen Hund mit einem Handicap zu adoptieren. Doch auch wenn der eigene Hund nach einer Erkrankung oder einem Unfall ein Handicap hat, sind Hundehalter überfordert. Kein Wunder, ändert sich doch so vieles im Alltag und man muss sein Leben neu einrichten und auf die besonderen Bedürfnisse des Hundes einrichten.

Es gibt allerdings mittlerweile viele – oftmals auch sehr einfache Dinge und Hilfsmittel – mit denen du euer Zusammenleben und den Alltag deines Hundes erleichtern kannst. Daher habe ich dir eine ganze Reihe von Ideen und Möglichkeiten zusammengestellt.

Man kann so vieles tun, um seinem Handicap-Hund den Alltag zu erleichtern:

Viele Hundehalter wissen gar nicht, was es mittlerweile alles im Angebot gibt für ältere oder Handicap-Hunde. Auch wenn es immer noch Menschen gibt, die dies für übertrieben halten – „es ist ja immer noch ein Hund“ – halte ich es für wichtig für deinen Hund aber auch für dich, dass ihr euch den Alltag so leicht wie möglich macht. Das spart Zeit und Energie für tolle gemeinsame Aktivitäten.

  • erhöhter Wasser-/Futternapf – ich weiß, der Wolf bekommt sein Kaninchen auch nicht auf dem Baumstamm serviert um sich nicht bücken zu müssen. Aber du kannst dir sicher vorstellen, welche Erleichterung eine erhöhte Futterbar für deinen Hund bedeutet
  • lege die „Highways“ im Haus oder in der Wohnung, die dein Hund am meisten benutzt, um sich zu bewegen mit rutschfestem Teppich oder ähnlichem aus. Das gibt ihm Halt und verhindert Stürze.
  • ein wärmender Mantel im Winter – schützt deinen Hund davor auszukühlen, hält Gelenke und Muskulatur geschmeidig und beugt Verspannungen vor.

Auch hiermit hilfst du deinem Hund:

  • orthopädische Hundebetten – guter Schlaf ist wichtig für jeden Hund. Doch besonders für ältere, erkrankte und Hunde mit Handicap ist es sehr wichtig gelenkschonend gelagert zu sein. Dein Hund liegt nicht nur perfekt, auch die Blutzirkulation ist optimal und Schmerzen können gelindert und vermieden werden.
  • Hunderampen fürs Auto – einen kleinen Hund kannst du ins Auto heben. Bei einem größeren Hund empfehle ich dir eine Hunderampe, auf der dein Hund sicher ins und aus dem Auto steigen kann.
  • Treppchen für das Sofa – dein Hund kuschelt gern bei dir auf dem Sofa oder im Bett? Mit Handicap wird der Aufstieg und auch das Runterklettern schnell zum unüberwindbaren Hindernis und Stürze sind vorprogrammiert. Dafür gibt es mittlerweile tolle Treppen, mit denen dein Hund sicher und bequem auf und absteigen kann.
  • Tragehilfen beim Treppensteigen – einen kleinen Hund kann man bequem tragen, doch ist der Hund größer oder schwerer kann das schnell gefährlich für dich und deinen Hund werden. Eine Tragehilfe entlastet euch Beide und ermöglicht leichtes und sicheres Treppensteigen.

Die Orthopädietechnik hält eine Vielzahl an Lösungen bereit:

Orthopädietechnik für Hunde?! So etwas gibt es? Ja und sie entwickelt sich rasant. Angelehnt an den Humanbereich wurden in den letzten Jahren viele Möglichkeiten entwickelt, deinen Hund mit Orthopädietechnik zu unterstützen. So sind folgende Produkte heute weit verbreitet. Zumeist ist eine Maßanfertigung für optimale Entlastung und Passform sinnvoll.

  • Bandagen
  • Orthesen
  • Prothesen
  • Hunderolli

Ein Physiotherapeut kann deinen Hund unterstützen mit:

Auch wenn dein Hund unter einem dauerhaften Handicap leidet, ist es sinnvoll und wichtig, deinen Hund physiotherapeutisch und mit Bewegungstherapie zu unterstützen. Dadurch kann man das Handicap zwar nicht „beseitigen“. Doch du hast die Möglichkeit, Verspannungen zu lösen, die sich durch veränderte Bewegungsabläufe zwangsläufig ergeben. Du kannst auch eine möglichst gleichmäßige Muskulatur erreichen und die Gelenke entlasten. Dies sind einige Bereiche aus der Physiotherapie, die deinem Hund helfen können.

  • Massagen und passive Bewegungsübungen
  • Laser
  • Elektrotherapie
  • Hydrotherapie
  • Akupunktur
  • Manuellen Therapieformen

Es gibt Möglichkeiten, wie du deinen Hund mit Übungen und Maßnahmen aus der Physiotherapie selbst unterstützen kannst:

Der regelmäßige Besuch beim Physio deines Vertrauens ist wichtig, keine Frage. Doch mindestens genauso wichtig ist es, dass du in der Zeit dazwischen deinen Hund bestmöglich unterstützt. Nach entsprechender fachlicher Anweisung kannst du beispielsweise folgende Maßnahmen selbst durchführen:

Du siehst, das Leben mit einem Handicap-Hund stellt einen sicher vor die eine oder andere Herausforderung. Doch bietet der Veterinär- und Hundebedarf heutzutage eine Große Bandbreite an Möglichkeiten, dir und deinem Hund das Leben zu erleichtern.

Hast du einen Handicap-Hund und noch mehr Tipps, wie man den Alltag erleichtern kann? Dann teile sie bitte für mich und andere Hundehalter in den Kommentaren mit uns!

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Schwimmen mit Hund – diese 10 Punkte solltest du beachten!

Schwimmen mit Hund – diese 10 Punkte solltest du beachten!

Schwimmen mit Hund ist eine beliebte Aktivität in den heißen Sommermonaten. Viele Hunde lieben es im kühlen Nass zu schwimmen und zu toben. Eine willkommene Abkühlung an heißen Sommertagen! Tessa zumindest schwimmt sehr gern, auch wenn viele Podencos um Wasser einen großen Bogen machen. So wie Snowy, für die es die absolute Schmerzgrenze ist, wenn ihre Pfoten nass werden.

Nicht nur für gesunde Hunde ist das Schwimmen klasse. Auch bei einigen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. ARTHROSE, neurologischen Erkrankungen wie z.B. BANDSCHEIBENVORFALL ist Schwimmen ein tolles Training. Du trainierst damit die Muskulatur und es ist toll für das Körpergefühl. Auch Gelenkbeweglichkeit und Koordination werden trainiert.

Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer im Wasser ist. Und auch für das Herz- Kreislaufsystem ist es eine tolle Übung. Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land. Ein gelenkschonendes Training also.

Was liegt da näher, als das kühle Nass zu nutzen um unseren Hunden etwas Gutes zu tun?

Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, wenn dein Hund schwimmen geht:

  • Wenn du deinen Hund die ersten Male schwimmen läßt oder die Badesaison gerade erst begonnen hat, solltest du mit kurzen Einheiten von wenigen Minuten beginnen und es langsam minutenweise steigern. Auch für gesunde Hunde sind die Bewegungen anstrengend.
  • Achte immer auf das tägliche Befinden deines Hundes. Wie wir Menschen, sind unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig.
  • Hunde haben kein Vernunftsdenken und kennen ihre eigenen Grenzen nicht immer. So schwimmen sie noch weiter obwohl sie schon längst müde sind.  Am Besten kommt dein Hund gar nicht erst in diesen Erschöpfungszustand. Beobachte ihn sehr genau.  Wenn dein Hund langsamer wird und Bewegungen angestrengt wirken, sollte definitiv Schluss sein. Ich bin mir sicher, du bekommst schnell ein Gefühl dafür.

Schwimmen mit Hund – auch das ist wichtig:

  • Erfrischung ist toll und angenehm. Doch sollte das Wasser nicht zu kalt sein. Dann zieht sich die Muskulatur des Hundes zusammen und sie verspannt. Ausserdem macht es nur halb so viel Spaß, wenn man im Wasser fröstelt.
  • Zwinge deinen Hund nie zum Schwimmen. Nicht jeder Hund findet es angenehm und hat Spaß daran. Es gibt sogar Hunde, die große Angst bekommen. Dann ist eventuell Wassertreten die bessere Wahl.
  • Es ist optimal, wenn dein Hund an einem flachen Ufer ins Wasser gehen kann.
  • Essen ist vor dem Schwimmen tabu. Genau wie bei jeder anderen sportlichen Aktivität auch. Nicht nur, dass es sich mit vollem Magen nicht gut trainiert. Es kann sogar gesundheitsgefährdend sein – Stichwort Magendrehung oder Kreislaufkollaps.

Auch diese Punkte lege ich dir ans Herz:

  • Wenn dein Hund noch nicht sicher im Schwimmen ist, Erkrankungen des Bewegungsapparates hat oder schon älter ist, empfehle ich dir, ihn mit einer Schwimmweste zu sichern.
  • Meide Gewässer mit Strömungen. Ein Hund kann nicht einschätzen, ob er mit der Strömung zurechtkommt und schwimmt zu weit raus und kommt nicht gegen die Strömung an. Das kann lebensgefährlich sein.
  • Bei Ellbogen– und Knieverletzungen und auch bei einigen Rückenerkrankungen sollte deinHund nicht schwimmen. Dann kannst du aufs Wassertreten ausweichen. Möchtest du deinen Hund dennoch schwimmen lassen, dann solltest du auf therapeutisches Schwimmen unter Begleitung eines Hundephysios zurückgreifen.

Wann ist Schwimmen tabu für deinen Hund?

Egal, wie viel Spaß das Schwimmen macht, es gibt Situationen, da ist es defintiv tabu. Bei Fieber und Infektionserkrankungen, bei offenen Wunden, Entzündungen und schweren Herzerkrankungen sollte dein Hund auf Schwimmen verzichten.

Nun kann es losgehen! Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude im kühlen Nass!

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Pfotenschleifen beim Hund – Wenn Bewegungen nicht normal sind – Gastartikel bei Bothshunde

Pfotenschleifen beim Hund – Wenn Bewegungen nicht normal sind – Gastartikel bei Bothshunde

Und es gibt noch einen zweiten Gastartikel im Rahmen des monatlichen Live Call bei Lieblingshund Training am 15.6.2018. Dort bin ich als Gastrednerin eingeladen. Du erfährst dort ganz genau, woran wir Schmerzen beim Hund erkennen! 

Es passiert nämlich sehr oft, dass Hundehalter Bewegungsabläufe für normal halten, weil der Vierbeiner das immer schon so gemacht hat. Aber es kommt auch häufig vor, dass sich Dinge im Bewegungsablauf und im Verhalten schleichend verändern. Sie deuten auf Schmerzen und/oder eine Erkrankung hin, werden aber im Alltag “übersehen.

Pfotenschleifen beim Hund – ein wichtiges Symptom für Erkrankungen des Bewegungsapparates

Das Thema ist natürlich extrem breit gefächert, aber es ist mir wichtig, dich dafür zu sensibilisieren. Denn je besser du über Schmerzsignale und unnormale Bewegungsabläufe Bescheid weißt, desto schneller kannst du erkennen, wenn es deinem Hund nicht gut geht.

In diesem Gastartikel, der auf dem Blog Bothshunde.com erscheint, geht es wieder um Auffälligkeiten im Bewegungsablauf des Hundes. In diesem Fall das Pfotenschleifen. Wenn du erfahren möchtest, was die Ursachen sein können, und du auch gern beim Live Call dabei sein möchtest, dann findest du hier den Artikel: Pfotenschleifen bei Hund – wenn Bewegungen nicht normal sind

Ich freue mich auf dich! Alles Liebe, deine Tina 

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Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

Wenn ein Hund an einem Rückenmarksinfarkt erkrankt, sind die betroffenen Hundehalter meistens sehr hilflos und übermannt von großer Angst um den Hund. Es fällt ihnen schwer, mit der Situation umzugehen. Wie kann man seinen Hund am Besten unterstützen? Daher ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, welche Maßnahmen man ergreifen kann, wenn der eigene Hund an einem Rückenmarksinfarkt oder auch einer anderen neurologischen Erkrankung erkrankt.

In diesem Artikel habe ich dir eine Reihe wichtiger Tipps zusammengefasst, wie du deinen Hund in dieser Situation unterstützen kannst.

Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt

Pfotenschutz

Solange dein Hund mit den Hinterpfoten schleift, unterstütze ihn mit Pfotenschuhen. Sie bieten ihm deutlich mehr Stabilität und er läuft sich seine Pfoten nicht blutig. Es gibt verschiedenen Varianten, die im Haus oder auch draußen getragen werden können. Wichtig ist eine gute Passform, um ein Rutschen oder Druckstellen zu vermeiden.

Antirutsch im Haus

Die neurologischen Störungen und/oder Lähmungen machen deinem Hund im Alltag große Probleme. Jeder Schritt ist mit Unsicherheit verbunden. Du kannst ihm viel Erleichterung verschaffen, wenn du dafür sorgst, dass er sich nur auf rutschfesten Untergründen bewegt. Klar, man kann nicht mal eben das gesamte Haus oder die Wohnung mit Teppich auslegen. Aber du kannst in den Bereichen, in denen dein Hund sich in der Regel viel bewegt z.B. vorübergehend mit rutschfesten Läufern auslegen oder Yogamatten.

Komfortabel aufs Sofa und ins Auto

Zum einen strapazieren Sprünge unnötig den Rücken deines Hundes, zum anderen fallen ihm Koordination und Balance schwer. Vermeide deshalb Sprünge in den und aus dem Kofferraum. Die Verletzungsgefahr ist groß. Falls du deinen Hund nicht in den Kofferraum heben kannst, gibt es praktische Hunderampen. Hunde gewöhnen sich meist schnell daran. Dein Hund liebt es auf dem Sofa zu schlafen? Dann solltest du vermeiden, dass er aufs Sofa springt. Wenn du ihn nicht hochheben kannst, es gibt tolle Steighilfen und Hundetreppen. Die kannst du ihm als Hilfe anbieten.

Hilfe und Sicherheit beim Treppensteigen

Dein Hund sollte möglichst wenige Treppen steigen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, gibt es praktische Tragehilfen. Damit kannst du deinen Hund unterstützen und entlasten – und gibst im Halt und Sicherheit.

Schütze den Rücken deines Hundes

Vermeide das Aufreiten anderer Hunde. Der Rücken ist besonders empfindlich und sollte geschützt werden. Auch das gutgemeinte Klopfen und Tätscheln auf dem Rücken ist für deinen Hund unangenehm und schädlich.

Angepasste Bewegung

Natürlich soll dein Hund in Bewegung bleiben. Passe jedoch Spaziergänge und Belastungen dem aktuellen Krankheitszustand deines Hundes an. Am Besten in Absprache mit deinem Physiotherapeuten oder Tierarzt. Mache lieber kürzere Spaziergänge, dafür häufiger.

Normalgewicht ist Pflicht!

Grundsätzlich schadet Übergewicht deinem Hund. Doch besonders jetzt ist eine Gewichtsreduktion unumgänglich, wenn dein Hund zu viel wiegt. Jedes Gramm zu viel auf den Rippen ist eine zusätzliche Belastung für den Bewegungsapparat.

Bitte kein Sport!

Leistungssport ist tabu. Kurze Stopps, enge Wendungen und Sprünge sind für den Körper außergewöhnliche Belastungen. Auch nach der Gesundung solltest du dies deinem Hund auf keinen Fall zumuten. Wenn es der Gesundheitszustand deines Hundes zulässt, lege ich dir sportliche Aktivitäten wie Mobility oder Degility ans Herz. Sie sind auf Hunde mit Bewegungseinschränkungen ausgerichtet und können individuell auf die Bedürfnisse deines Hundes angepasst erden.

Gut gebettet

Ein guter Schlafplatz ist immer sehr wichtig für deinen Hund. Unseren Hunden geht es wie uns: wenn wir auf einer guten Matratze schlafen, haben wir keine Rücken- und Gelenkschmerzen und sind ausgeruht. Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Ein orthopädisches Hundebett bietet eine wunderbare Druckentlastung für den Rücken. Dein Hund schläft wie auf Wolken. Es eignet sich für gesunde und erkrankte, sowie ältere Hunde gleichermaßen.

Bei der Auswahl des Schlafplatzes solltest du darauf achten, dass er ausreichend groß ist und die Möglichkeit bietet, dass dein Hund sich komplett ausstrecken kann. Das Hundebett sollte möglichst nicht in kalten, zugigen Bereichen stehen.

Bewegungstraining

Um zu vermeiden, dass dein Hund Muskulatur verliert und die Gelenke einrosten, ist es wichtig, dass du gezielt mit ihm arbeitest. Zusätzlich sollten auch Körpergefühl, Balance und Koordination gefördert werden. Lasse dir hier bitte von einer Fachperson entsprechende Übungen zeigen, die du regelmäßig Zuhause durchführen kannst.

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Rückenmarksinfarkt beim Hund – so hilfst du ihm mit Physiotherapie

Rückenmarksinfarkt beim Hund – so hilfst du ihm mit Physiotherapie

Schon im letzten Blogbeitrag ging es um den Rückenmarksinfarkt beim Hund und seine Entstehung sowie Symptome. In diesem Artikel bekommst du wichtige Informationen dazu, warum die Physiotherapie so unverzichtbar ist und welche Maßnahmen besonders gut helfen – und vor allem welche davon auch von dir selbst übernommen werden können.

Hunde, die einen Rückenmarksinfarkt erleiden, sollten unbedingt so schnell wie möglich physiotherapeutisch behandelt werden um so effektiv und intensiv den Schädigungen entgegenzuwirken. So wichtig, wie die Begleitung durch einen Physiotherapeuten ist, ist auch die intensive Mitarbeit der Hundehalter Zuhause, um einen möglichst guten Fortschritt in der Reha zu erreichen.

Daher empfehle ich dir, darauf zu achten, dass dein Physiotherapeut dich mit in den Gesundungsprozess involviert und dir Möglichkeiten an die Hand gibt, womit du deinen Hund Zuhause täglich unterstützen kannst. Je nach dem können das z.B. Massagegriffe, Passive Bewegungsübungen oder auch aktive Bewegungsübungen sein.

Aber was kann die Physiotherapie bei einem Rückenmarksinfarkt erreichen?

Die Therapieziele

  • Beweglichkeit der Gelenke erhalten und verbessern
  • Wiederherstellung eines normalen Gangbildes
  • Koordination- und Gleichgewicht verbessern und wiedererlernen
  • Schulung der Wahrnehmung und Sensibilität
  • Muskelerhalt und- aufbau
  • Schmerzlinderung/Entspannung der überbelasteten Strukturen durch falsche Bewegungsmuster

Rückenmarksinfarkt beim Hund – die Therapiemöglichkeiten

Es gibt eine große Auswahl an Therapiemöglichkeiten, mit denen man einen Hund bei einem Rückenmarksinfarkt unterstützen kann. Die Wahl und Zusammenstellung der Therapiearten ist immer individuell abhängig vom betroffenen Patienten.

Massage – Hiermit können Verspannungen und Schmerzen durch Fehlbelastungen gelindert werden. Massagegriffe können nach Anleitung auch vom Hundehalter durchgeführt werden.

Bürsten/ -Igelballmassage – Mit einer Bürstenmassage oder auch Stimulation durch einen Igelball kann die Sensibilität und Wahrnehmung verbessert werden.

Ausstreichen der Zehenzwischenräume und Massage der Pfotenballen – Hiermit wird die Nervenweiterleitung geschult und die Wahrnehmung gestärkt. Auch dies kannst du als Hundehalter durchführen.

Passives Bewegen – Mittels Passiven Bewegungsübungen kann die Beweglichkeit der Gelenke erhalten und verbessert werden.

Akupunktur – Auch mittels Akupunktur – durch Nadeln oder Softlaser kann die Reha unterstützt werden.

Physikalische Therapien – Je nach Equipment des Physiotherapeuten können auch physikalische Therapieformen wie Laser- oder Elektrotherapie zum Einsatz kommen.

Training im Unterwasserlaufband – Im Unterwasserlaufband kann man schonend gesunde Bewegungsabläufe trainieren und gleichzeitig Beweglichkeit und Muskulatur fördern.

Manuelle Lymphdrainage – Zur Schwellungsreduktion eignet sich hervorragend die manuelle Lymphdrainage. Damit wird das Ödem abtransportiert. Es wird Druck gemindert und die Nerven im betroffenen Segment können sich erholen. Und der Stoffwechsel wird verbessert.

Bewegungstraining

Das Bewegungstraining ist ein sehr wichtiger Teil der Physiotherapie und auch beim Rückenmarksinfarkt ein wichtiger Faktor. Du kannst Übungen nach Anleitung auch mit deinem Hund Zuhause durchführen, um die Reha zu unterstützen. Bitte lasse dich aber auf jeden Fall durch eine Fachfrau/ einen Fachmann anweisen und mache dich nicht selbst auf die Suche nach Übungen. Im Zweifel schadest du deinem Hund mehr, als das du ihm hilfst. Bei einem Rückenmarksinfarkt eignen sich Isometrische Übungen, Balancetraining, etc. hervorragend.

Grundsätzlich ist bei der Gesundung viel Geduld gefragt und der Weg ist lang für dich und deinen Hund. Du solltest aber keinesfalls aufgeben, denn wenn du kontinuierlich dranbleibst, hat dein Hund die Chance sich sehr gut zu erholen.

Im nächsten Artikel stelle ich dir hilfreiche Tipps zusammen, wie du deinen Hund bei einem Rückenmarksinfarkt im alltäglichen Leben unterstützen kannst.

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