Muskelaufbau Hund: Isometrisches Training für Hinterläufe und Rücken

Muskelaufbau Hund: Isometrisches Training für Hinterläufe und Rücken

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Isometrisches Training wird in der Bewegungstherapie und auch im Sporthunde-Training von Hundehaltern häufig unterschätzt, weil „man sieht ja so wenig“. Dabei passiert eine ganze Menge und das Isometrische Training ist extrem effektiv. Ich finde es besonders toll, weil man es auch anwenden kann, wenn ein Hund z.B. ein Gelenk nicht bewegen kann, man den betroffenen Lauf aber dennoch trainieren möchte, bzw. einem Muskelabbau entgegenwirken will. Toll also bei allen Gelenkerkrankungen.

Isometrische Übungen – ein Allroundtalent

Auch in meinen Kursen arbeite ich mit vielen verschiedenen isometrischen Übungen für den gesamten Körper. Sie sind für den Hund sehr leicht zu erlernen, man benötigt keinerlei Zubehör und kann sie immer und überall durchführen. Zudem sind isometrische Übungen extrem effektiv und wirken auf mehrfache Weise. Du kannst den Muskelaufbau und Kraft deines Hundes trainieren, aber auch Körpergefühl, Körperwahrnehmung im Raum, Balance und Koordination.  Aber was heißt isometrisches Training eigentlich?

Isometrisches Training – so funktioniert es!

Isometrische Übungen sind eine besondere Form des Krafttrainings, weil dabei die Muskulatur angespannt wird, ohne dass eine aktive Muskel- oder Gelenkbewegung dafür nötig wäre. Der Hund arbeitet rein gegen den Druck den du mit einer Hand erzeugst bzw. gegen die Schwerkraft. Daher ist das Training auch so perfekt für Hunde geeignet mit versteiften Gelenken, oder jene die Schmerzen während einer Gelenkbewegung haben. Auch für Hunde mit neurologischen Erkrankungen und Lähmungen helfen sie sehr gut, wieder mobil zu werden und den Körper wahrzunehmen.

Doch auch für Sporthunde wird das isometrische Training gezielt eingesetzt sowie für ältere Hunde. Kurzum: jeder Hund profitiert vom Training. Und was so einfach und nach so wenig aussieht, ist extrem effektiv – und auch anstrengend für deinen Hund.

Du kannst diese Übungen bei jedem Hund anwenden und es gibt keine Erkrankung, bei der sie tabu wären.

Isometrisches Training für die Hinterläufe und den unteren Rücken

Aus meinen Kursen stelle ich dir heute die Übung Rear Iso vor. Dabei werden mittels isometrischem Training der untere Rücken und die Hinterläufe trainiert.

Übung #20 REAR ISO

Wirkung:Stärkung der Muskulatur und Kraft der Hinterläufe und des unteren Rückens. Gleichzeitig werden Balance und Koordination trainiert. Mit isometrischen Übungen trainiert man sehr effektiv die Muskulatur. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da man die Muskulatur anspannt, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand der Hand oder gegen die Schwerkraft.

Wann nicht: Keine Einschränkung

Ausführung:

Dein Hund steht auf rutschfestem, ebenen Untergrund. Du kniest hinter deinem Hund.

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

1. Position

Hocke dich hinter deinen stehenden Hund und lege deine Hände seitlich auf seine Oberschenkel. Ihr blickt in dieselbe Richtung. Übe mit der linken Hand leichten Druck auf den Oberschenkel aus, bis du spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Dauer, ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse langsam wieder los und übe mit der rechten Hand einen leichten Druck auf den anderen Oberschenkel aus, bis du wieder spürst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position so lange, wie in der Trainingsempfehlung angegeben, und lasse anschließend langsam los.

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

2. Position:

Als Nächstes umfasst du die Oberschenkel vorne. Ziehe ganz leicht in deine Richtung, als würdest du deinen Hund zu dir ziehen wollen, bis du merkst, dass dein Hund gegenhält. Halte die Position für die angegebene Dauer und lasse wieder locker.

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

Isometrisches Training zum Muskelaufbau für die Hinterläufe und den Rücken

3. Position

Nun legst du deine Hände flach auf den unteren Rücken/Po deines Hundes, als würdest du ihn in den Sitz drücken. Übe leichten Druck nach unten aus, bis du spürst, dass dein Hund gegenhält, und halte wieder für die im Plan angegebene Dauer. Lasse dann langsam wieder locker.

Es ist wichtig, dass der Druck, den du ausübst, sehr fein ist und nie ruckartig passiert. Gebe deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Trainingsempfehlung:

Häufigkeit: 3–4 x wöchentlich Wiederholungen: 3 x pro Griff Dauer: je 3 Sek. pro Griff

Im Trainingsverlauf kannst du die Anzahl der Wiederholungen und die Dauer der Übungen schrittweise steigern.

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Alles Liebe,

deine Tina

Gratis Winterfit Training – aktive Übungen für deinen Hund

Gratis Winterfit Training – aktive Übungen für deinen Hund

Die kalte und ungemütliche Jahreszeit steht vor der Türe und daher ist es wieder Zeit für einen neuen Winterfit Trainingsplan. Ich habe dir wieder ein tolles Ganzkörper-Workout mit aktiven Übungen für deinen Hund zusammengestellt. Damit hältst du ihn fit auch wenn die Spaziergänge bei Schmuddelwetter mal kürzer ausfallen. Zudem schaffst du damit auch eine tolle Möglichkeit deinen Hund auch geistig zu fordern und ihr verbringt eine tolle gemeinsame Zeit.

Alle Übungen des Winterfit Trainingsplans sind so ausgewählt, dass du sie auch perfekt im Haus durchführen kannst. Sie brauchen nämlich alle sehr wenig Raum. Die Übungsanleitungen findest du alle in diesem Artikel, den Trainingsplan kannst du dir ganz einfach HIER RUNTERLADEN.

Aktive Übungen – Beachte dies beim Training:

Die Tagesform deines Hundes kann durchaus schwanken und so klappt es mal besser und mal schlechter. Sei daher geduldig mit deinem Hund. Ihr sollt beide Spaß am Bewegungstraining haben.

Halte dich bitte auch an die empfohlene Anzahl an Wiederholungen. Mehr bringt nicht mehr. Wenn dein Hund eine Übung verweigert, versuche eine andere Herangehensweise, und/oder probiere es später noch einmal. Verweigert er eine Übung konsequent, ist es möglich, dass ihm eine bestimmte Bewegung schmerzt. Das solltest du unbedingt ernst nehmen und dem auf den Grund gehen. Das Winterfit Training ist kein Ersatz für einen Besuch beim Tierarzt oder beim Physiotherapeuten!

Alle Übungen, die du im Winterfit Trainingsplan vorgestellt bekommst, gewähren dir gleichzeitig einen kleinen Einblick in meine Online Kurse.

Übung #05 HURDLE RACE

Trainierte Bereiche:Alle vier Läufe

Wirkung

Die Gelenkbeweglichkeit und die Muskulatur aller vier Läufe werden trainiert. Mittels langsamer, bewusster Bewegungen werden ein gesunder Bewegungsablauf, Balance und Koordination des gesamten Körpers geschult.

Wann nicht

Bei versteiften Gelenken

Equipment

Für die Variation: 4–5 flache Hindernisse wie Äste, Stangen, Besenstiele

Ausführung

Setze dich mit gespreizten Beinen auf den Boden.
Ist dein Hund zu Beginn aufgeregt, lass ihn zunächst neben dir absitzen, um etwas zur Ruhe zu kommen. Führe ihn langsam, Schritt für Schritt über deine Beine. Du kannst ihn hierzu auch an eine kurze Leine nehmen, um sein Tempo zu steuern.
Am Ende angekommen lass ihn absitzen und vergiss nicht, ihn zu loben! Diese Übung erfordert viel Konzentration und ist für deinen Hund anstrengend. Nun geht es wieder zurück. Er sollte so langsam wie möglich gehen. Nur so verinnerlicht das Gehirn deines Hundes, wie die korrekte und gesunde Bewegung sein soll.

Variation

Du kannst deinen Hund alternativ auch über 4-5 Hindernisse wie Besenstiele, Cavaletti-Hindernisse oder dickere Äste führen. Lege die Hindernisse in einer Linie auf den ebenen Boden. 4–5 Hindernisse sind ideal, um deinen Hund in einen Bewegungsfluss zu bringen. Er sollte bequem darübersteigen können und nicht dazu verleitet werden zu springen. Ein Abstand von einer Hundelänge ist optimal.

Übung #26 SIT PRETTY

Trainierte Bereiche:Schultermuskulatur und Vorderläufe, Nacken-, Rücken- und Kruppenmuskulatur

Wirkung

Stretching von Nacken- sowie Rückenmuskulatur, Training der Muskulatur der Vorderläufe und der Schultern, der Muskulatur des Rückens und der Kruppe, Balance und Koordination des gesamten Körpers

Wann nicht

Instabilität oder Schmerzen in der Halswirbelsäule

Ausführung

Du stehst neben deinem sitzenden Hund und ihr schaut in eine Richtung. Halte ein Leckerli dicht über die Nase deines Hundes und führe es sehr langsam senkrecht ein wenig nach oben, sodass dein Hund sich danach streckt. Achte darauf, dass er nicht aufspringt; wenn das passiert, warst du zu schnell bzw. dann hältst du das Leckerli zu hoch. Optimal ist die Übung ausgeführt, wenn dein Hund nicht nur den Hals streckt, sondern sich mit den Vorderpfoten leicht auf die Zehenspitzen stellt. Halte die Position wie in der Trainingsempfehlung angegeben. Führe das Leckerli langsam wieder in die Ausgangsposition, bevor du es deinem Hund gibst.

Übung #27 BELLY DANCE

Trainierte Bereiche: Hals-Kopf-Nacken-Muskulatur, Schultermuskulatur, Vorderläufe, Rückenmuskulatur

Wirkung

Stretching von Nacken-, Schulter- sowie Rückenmuskulatur, Training der Muskulatur der Vorderläufe, Balance und Koordination des gesamten Körpers, Entlastung der Rückenmuskulatur

Wann nicht

Erkrankungen der Halswirbelsäule

Ausführung

Du hockst dich neben deinen stehenden Hund. Führe eine Hand mit einem Leckerli von hinten zwischen seine Vorderbeine. Dein Hund wird schauen, was unter seinem Bauch passiert, und hierzu seinen Kopf unter den Bauch recken. Schaut dein Hund nicht selbst nach, halte das Leckerli etwas weiter vorne und sobald er daran schnüffelt, führst du die Hand langsam etwas weiter nach hinten. Halte diese Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit, bevor du ihm das Leckerli gibst. Dein Hund sollte dabei auf der Stelle stehen bleiben.

Variation

Ist dein Hund in der Übung fit, kannst du das Leckerli ein Stückchen weiter hinten halten. Dadurch muss er seinen Kopf weiter unter den Bauch recken, Rücken und Nacken werden noch etwas runder und somit mehr gestreckt. Nicht mit Druck nachhelfen!

Übung #28 PUSH UP

Trainierte Bereiche:Muskulatur der Vorder- und Hinterläufe, Rückenmuskulatur

Wirkung

Der Steh-Platz-Transfer ist eine sehr effektive Übung, um die Muskulatur aller vier Läufe und des Rückens zu trainieren. Zusätzlich trainierst du die Gelenkbeweglichkeit und dein Hund muss sich ausbalancieren.

Wann nicht

Instabilität oder Schmerzen von Wirbelsäule oder Gelenken, versteifte Gelenke

 

 

 

 

Ausführung

Beim Steh-Platz-Transfer geht dein Hund direkt vom Steh ins Platz, ohne sich zuerst hinzusetzen. Hierzu stehst du vor deinem stehenden Hund – ihr blickt euch an. Bringe ihn ins Platz, entweder mit einem Signal oder einem Leckerli, das du vor seiner Nase zum Boden führst. Animiere ihn, wieder aufzustehen, möglichst ohne dass er dabei einen Schritt nach vorne geht. Steht er mit allen Vieren gleichzeitig auf, ist der Trainingseffekt am größten. Wenn du recht nah vor ihm stehst, unterstützt du dies.

Wenn das nicht sofort klappt, habe etwas Geduld. Die Übung ist schwieriger, als sie aussieht. Dein Hund sollte möglichst gerade liegen und nicht mit dem Hinterteil auf die Seite rutschen.

Übung #40 SNAKE FIGHT

Trainierte Bereiche: Nacken-, Hals- und Rückenmuskulatur

Wirkung

Du hältst Muskulatur, Sehnen und Bänder von Hals, Nacken und Rücken elastisch und steigerst die Beweglichkeit deines Hundes. Das ist wichtig, weil sie die Wirbelsäule unterstützen und Stabilität geben. Zusätzlich trainierst du mit dieser Übung die Koordination und das Gleichgewicht.

Wann nicht

Instabilität und Schmerzen in der Wirbelsäule

Ausführung

Du stehst in Höhe der Hüfte über deinem Hund. Ihr blickt in dieselbe Richtung. Führe ein Leckerli von der Nase deines Hundes langsam linksherum in einem Bogen in Richtung Oberschenkel deines Hundes. Um an das Leckerli zu kommen, muss er die Wirbelsäule seitlich biegen. Halte die Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit. Führe das Leckerli zurück, bis dein Hund in der Ausgangsposition ist, und gib es ihm. Führe danach die Beugung in Richtung des rechten Oberschenkels durch.

Möglicherweise ist dein Hund zu Beginn des Trainings noch etwas steif im Rücken. Es geht nicht darum, dass ihr direkt in die maximale Beugung geht, sondern dass die Beugung langsam gesteigert wird, so wie dein Hund es ohne Schwierigkeiten kann.
Du solltest auf keinen Fall selbst durch Drücken am Kopf nachhelfen. Damit kannst du bei deinem Hund Schmerzen verursachen. Es ist bei vielen Hunden ganz normal, dass das Stretching zu einer Seite besser klappt als zur anderen.

Übung #42 MAGIC JOKER

Trainierte Bereiche:Vorderläufe, Nacken, Hals, Schultern, Rücken, Hinterläufe

Wirkung

Du trainierst sehr effektiv die Muskulatur der Vorder- und Hinterläufe, der Schultern, des Nackens und des Rückens. Die Hals- und Rückenmuskulatur wird gestretcht. Dazu ist die Übung ein sehr gutes Koordinations- und Gleichgewichtstraining. Sie ist also ein geniales Ganzkörper-Workout.

Wann nicht

Instabilität im Rücken oder in den Hinter- oder Vorderläufen

Equipment

Eine niedrige Erhöhung, z. B. eine Stufe, ein Bordstein, Bücher oder ein niedriger Baumstumpf

Ausführung

Hocke dich hin und platziere vor dir eine Erhöhung. Locke deinen Hund mit den Vorderläufen auf die Erhöhung; sie sollte maximal der Höhe seiner Handgelenke betragen. Er verlagert sein Gewicht zunächst auf die Hinterläufe und den unteren Rücken. Führe ein Leckerli von der Nase deines Hundes auf dich zu, sodass dein Hund seinen Hals in deine Richtung streckt. Er verlagert sein Gewicht auf die Vorderläufe, dabei bleiben die Hinterläufe in ihrer ursprünglichen Position. Du hältst diese Position wie in der Trainingsempfehlung angegeben. Gehe in die Ausgangsposition und belohne ihn. Nun führst du aus der Ausgangsposition das Leckerli von seiner Nase nach oben über seinen Kopf, sodass er seine Nase nach oben streckt. Er wird deiner Hand folgen und das Gewicht auf die Hinterläufe und den unteren Rücken verlagern. In dieser Position verbleibt ihr ebenfalls für die angegebene Dauer, bevor du das Leckerli wieder in die Ausgangsposition führst und es ihm gibst.

Variation

Wenn dein Hund die Übung sicher beherrscht, kann er mit den Hinterläufen auch auf weicherem Untergrund wie einem Balance Pad oder einem Kissen stehen.

Jetzt wünsche ich dir und deinem Hund viel Freude beim Training!

Zur Sicherheit hier nochmal der LINK UM DEN WINTERFIT TRAININGSPLAN RUNTERZULADEN.

Du hast noch Fragen? Dann stelle sie gern in den Kommentaren! Ich freue mich!

Du hast hundebegeisterte Freunde? Dann sende ihnen gern den Link zum Winterfit Training!

Alles Liebe,

Deine Tina

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So bleibt dein Hund in Bewegung trotz Hitze –  3 aktiven Übungen für deinen Hund

So bleibt dein Hund in Bewegung trotz Hitze – 3 aktiven Übungen für deinen Hund

Die warmen Sommertemperaturen haben uns voll im Griff und somit fallen die täglichen Spaziergänge bei uns kürzer aus. Besonders Snowy, die schon etwas älter ist, hat mit den aktuellen Temperaturen zu kämpfen. Auch unsere Hunde bekommen bei Hitze Kreislaufprobleme und jede Aktivität ist viel anstrengender als bei kühleren Temperaturen.

Ich empfehle dir auf jeden Fall, eure Spaziergänge in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Es ist auch nicht dramatisch, wenn die Gassirunden mal kürzer ausfallen. Auch sportliche Aktivitäten sollten gut abgewägt werden und dem Wetter angepasst werden. Sonst riskierst du einen Hitzschlag oder Kreislaufversagen bei deinem Hund.

 3 abwechslungsreiche aktive Übungen – so bleibt dein Hund in Bewegung trotz Hitze

Damit dein Hund trotz Hitze Bewegung hat, habe ich dir 3 aktive Übungen zusammengestellt. Sie halten nicht nur fit, sondern sind auch eine tolle Beschäftigung.

Das solltest du beachten:

Auch hier gilt natürlich: am besten morgens und abends, nie in der Mittagshitze und achte auf das Befinden deines Hundes. Auch solltest du dich an die Trainingsempfehlung halten. Die Übungen mögen für dich einfach aussehen, haben aber insbesondere für Einsteiger, ältere Hunde oder jene mit Erkrankungen des Bewegungserkrankungen einen hohen Anspruch.

1. Twist & Turn

Effekt: Stretching der Rückenmuskulatur, Balance und Koordination des gesamten Körpers, gleichmäßige Belastung beider Körperseiten

So geht´s: Du stehst vor deinem stehenden Hund und ihr schaut euch an. Halte ein Leckerli vor die Nase deines Hundes und führe es in einem großen horizontalen Kreis, sodass dein Hund sich um die eigene Achse dreht. Er sollte die Drehung möglichst langsam und bewusst ausführen und sie sollte nicht ruckartig sein. Wenn er eine oder mehrere Drehungen komplett hat, belohne ihn. Mache zwischen den einzelnen Drehungen kurze Pausen und führe den Twist in beide Richtungen durch.

Wann nicht: Instabilität und Schmerzen in der Wirbelsäule

Trainingsempfehlung: beginne mit 2-3 Wiederholungen je Richtung und steigere langsam

2. Cavaletti über die Beine

Effekt: Macht nicht nur Spaß sondern trainiert Beweglichkeit, Koordination und Muskulatur – eine tolle Übung für fast jeden Hund auch bei Arthrose, Spondylose, Ellbogendysplasie, Hüftdysplasie und Co..

Und so geht´s: Du setzt dich auf den Boden, deine Beine sind V-förmig auseinander. Führe dann dein Hund (mit einem Leckerli) langsam über deine Beine. Er sollte möglichst nicht springen.

Wann nicht: versteifte Gelenke

Trainingsempfehlung: beginne mit 2-3 Wiederholungen und steigere langsam

3. Stretching Hüfte

Effekt: bringt Bewegung in die Hüfte und trainiert zugleich noch die Muskeln der Hinterläufe.

So geht’s: Du stehst vor deinem Hund und ihr schaut euch an. Animiere deinen Hund (mit Hilfe eines Leckerli), an dir hochzuspringen. Du kannst die Übung auch mit einem Wortsignal verknüpfen, damit es nicht zu unerwünschtem Hochspringen kommt. Dein Hund soll sich dann mit seinen gestreckten Vorderläufen an dir hochstellen. Verbleibt in der Position für die im Trainingsplan angegebene Zeit. Gebe deinem Hund dann das Signal wieder zurück in die Ausgangshaltung zu gehen.

Wann nicht: Instabilität oder Schmerzen im unteren Rückens und/oder der Hüfte

Trainingsempfehlung: beginne mit 2-3 Wiederholungen á 2-3 Sekunden und steigere langsam

Diese Übungen und noch einige mehr findest du übrigens auch im Sommerfit Trainingsplan. Hier geht es zum Download: SOMMERFIT TRAININGSPLAN

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Alles Liebe, deine Tina Hund in Bewegung trotz Hitze Hund in Bewegung trotz Hitze Hund in Bewegung trotz Hitze Hund in Bewegung trotz Hitze Hund in Bewegung trotz Hitze Hund in Bewegung trotz Hitze

Ursachen für Übergewicht beim Hund – so wird dein Hund dick!

Ursachen für Übergewicht beim Hund – so wird dein Hund dick!

Übergewicht ist ein ernstes Gesundheitsrisiko. Ursachen für Übergewicht beim Hund – da gibt es auf jeden Fall verschiedene. Und dabei meine ich nicht:

  • „Das ist alles nur Fell! Wenn er nass ist, sieht man, wie dünn er wirklich ist!“
  • „Der war schon immer so!
  • „Das ist die kompakte Körperform!“

Und seien wir mal ehrlich, niemand hört gern, dass sein Hund zu dick ist. Weder vom geliebten Nachbarn noch vom Tierarzt. Dabei besteht dringender Redebedarf und auch Handlungsbedarf seitens der Hundehalter: denn ca. 40 Prozent aller Hunde und Katzen in den westlichen Industrieländern sind übergewichtig oder sogar fettleibig.

Umgerechnet ist das fast jeder zweite Hund. Aber nicht nur das jedem zweiten jede Bewegung unnötig schwer fällt. Übergewicht ist ein ernsthaftes Gesundheitsproblem für deinen Hund! Hinzu kommt, dass sich die Lebenserwartung um ca. 20 Prozent deutlich verkürzt.

Die Ursachen für Übergewicht beim Hund – wie wird ein Hund dick?

Hier lauern Gefahren für Übergewicht:

Die häufigste Ursache für Übergewicht ist zugleich die Einfachste: es ist die fehlende Abstimmung zwischen Bewegung und Futtermenge. Das hört sich unspektakulär an, ist jedoch zweifelsohne die häufigste Ursache, die dafür sorgt, dass dein Hund zuviel auf den Rippen hat.

Tückisch sind dabei oft auch die Angaben zur Futtermenge auf den Futter-Verpackungen. In der Regel sind sie eher zu hoch als zu niedrig angegeben und nicht jeder Hund verbraucht die gleiche Futtermenge. Gehe also nicht strikt nach den angegebenen Mengen. Wenn du merkst, dass dein Hund zulegt, passe die Futtermenge unbedingt an.

Zudem gibt es Faktoren, durch die sich der Energiebedarf deines Hundes verändert

  • Es gibt auch beim Hund z.B. Stoffwechselerkrankungen, die zu Übergewicht führen können.
  • Wenn dein Hund z.B. an einer Gelenkerkrankung leidet und sich weniger bewegen kann oder darf, verändert sich der Energiebedarf. Viele Hunde nehmen dann zu, was eine zusätzliche Last für die Gelenke bedeutet. Passe unbedingt rechtzeitig die Mahlzeiten an.
  • Auch das Alter spielt eine Rolle, dein Hund bewegt sich weniger, der Stoffwechsel verlangsamt sich, der Hundekörper benötigt weniger Nahrung oder in einer anderen Zusammensetzung. Auch hier solltest du die Ernährung anpassen. Achte aber auch unbedingt darauf, dass dein Hund alle nötigen Nährstoffe bekommt.
  • Die Kastration hat Einfluss auf den Hormonhaushalt und somit auch auf den Energiebedarf deines Hundes.
  • Hinzu kommt, dass leidige Thema Leckerchen. Nicht selten berücksichtigen wir sie nicht bei der Bestimmung der Futtermenge.

Übergewicht ist tückisch – es kommt nämlich schleichend

Übergewicht entwickelt sich allmählich. Der Prozess beginnt mit der so genannten „dynamischen Phase“ – dabei wird Fett eingelagert. Dein Hund bekommt mehr Futter, als er benötigt. Dann folgt die sogenannte „statische Phase“. Dann ist das  Fettansatz-Vermögen erschöpft.. Während dieser Phase reicht eine kleine Futtermenge aus, um das Übergewicht aufrecht zu erhalten.

Daher nehmen viele Hunde bei Übergewicht trotz reduzierter Futtermenge nicht ab. Oft höre ich von Hundehaltern, dass der Hund nur eine „eine verschwindende Menge am Tag bekommt“ und dennoch kein Gewicht verliert. Ein langer Weg, bis wieder Normalgewicht erreicht ist.

Für deinen Hund ist das sehr anstrengend. Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Du solltest also versuchen, Überwicht bei deinem Hund gar nicht erst entstehen zu lassen.

Achte bei jeder Futterreduktion darauf, dass dein Hund alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine bekommt und lasse dich am Besten von einer Fachkraft beraten und einen Futterplan erstellen.

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Dein Hund schwimmt nicht gern oder darf es nicht? – Wassertreten für Hunde  – die Alternative

Dein Hund schwimmt nicht gern oder darf es nicht? – Wassertreten für Hunde – die Alternative

Wassertreten für Hunde wird immer populärer. Aber warum eigentlich? Hunde können doch schwimmen, oder? Außerdem hört es sich sterbenslangweilig an. Doch es gibt sie, die Hunde die einfach nicht gern schwimmen oder Panik bekommen, wenn sie den Boden unter den Füßen nicht mehr spüren. Es gibt aber z.B. auch Erkrankungen des Bewegungsapparates wo Schwimmen einfach tabu ist.

Bei Ellbogen– und Knieverletzungen und auch bei einigen Rückenerkrankungen sollte dein  Hund nicht schwimmen. Dann kannst du aufs Wassertreten ausweichen. Da ist Wassertreten auf jeden Fall die bessere Wahl und es ist herrlich entspannend, mit deinem Hund durchs Wasser zu waten, es kühlt deinen Hund wunderbar ab und das Wassertreten hat gleichzeitig noch einen tollen Trainingseffekt.

Wie ist der Trainingseffekt und was bringt es meinem Hund?

Wenn du deinen Hund im Schritt und Trab durch das Wasser führst, ist das ein effizientes Training für die Muskulatur und die Gelenkbeweglichkeit. Dein Hund muss sich bewusst bewegen und präzise ausbalancieren. Das ist gut für sein Körpergefühl! Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land.

Beim Wassertreten trainierst du auch einen normalen und gesunden Bewegungsablauf. Und auch für das Herz- Kreislaufsystem ist es eine tolle Übung. Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer er durchs Wasser watet.

Wie lange darf mein Hund Wassertreten?

Beginnt mit der Übung im flachen Wasser und steigert euch dann zum knietiefen Wassertreten. Beginne mit 1-2 Minuten und steigere die Einheiten langsam.

Diese Punkte solltest du auf jeden Fall beachten für den Trainingsspaß im kühlen Nass!

  • Beim Wassertreten beginnt ihr damit, dass das Wasser bis zum Sprunggelenk reicht und steigert euch dann über das knietiefe Wasser bis hin zum hüfttiefen Wasser.
  • Führe deinen Hund beim Wassertreten an Geschirr und Leine, damit du das Tempo bestimmen kannst und seine Bewegungen flüssig sind – nur so habt ihr einen Trainingseffekt!
  • Du solltest dich bei deinen Trainingseinheiten immer nach dem täglichen Befinden deines Hundes richten. Wie auch wir Menschen, sind unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig.
  • Das Wasser sollte nicht zu kalt sein. Dann zieht sich die Muskulatur deines Hundes zusammen und verspannt sich. Wenn dein Hund fröstelt, macht ihm das Training im Wasser auch keine Freude.
  • Für Junghunde und ältere Hunde würde ich immer das Wassertreten am Ufer empfehlen. Es ist optimal, wenn dein Hund an einem flachen Ufer ins Wasser gehen kann. Unkontrollierte Sprünge ins Wasser solltest du vermeiden.
  • Essen ist vor dem Wassertreten oder Schwimmen übrigens tabu. Genau wie bei jeder anderen sportlichen Aktivität auch. Nicht nur, dass es sich mit vollem Magen nicht gut trainiert. Es kann sogar gesundheitsgefährdend sein.

Wann ist Wassertreten für Hunde tabu?

Bei Fieber und Infektionserkrankungen, bei offenen Wunden, Entzündungen und schweren Herzerkrankungen sollte dein Hund auf Schwimmen und Wassertreten verzichten.

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Schwimmen mit Hund – diese 10 Punkte solltest du beachten!

Schwimmen mit Hund – diese 10 Punkte solltest du beachten!

Schwimmen mit Hund ist eine beliebte Aktivität in den heißen Sommermonaten. Viele Hunde lieben es im kühlen Nass zu schwimmen und zu toben. Eine willkommene Abkühlung an heißen Sommertagen! Tessa zumindest schwimmt sehr gern, auch wenn viele Podencos um Wasser einen großen Bogen machen. So wie Snowy, für die es die absolute Schmerzgrenze ist, wenn ihre Pfoten nass werden.

Nicht nur für gesunde Hunde ist das Schwimmen klasse. Auch bei einigen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. ARTHROSE, neurologischen Erkrankungen wie z.B. BANDSCHEIBENVORFALL ist Schwimmen ein tolles Training. Du trainierst damit die Muskulatur und es ist toll für das Körpergefühl. Auch Gelenkbeweglichkeit und Koordination werden trainiert.

Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer im Wasser ist. Und auch für das Herz- Kreislaufsystem ist es eine tolle Übung. Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land. Ein gelenkschonendes Training also.

Was liegt da näher, als das kühle Nass zu nutzen um unseren Hunden etwas Gutes zu tun?

Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, wenn dein Hund schwimmen geht:

  • Wenn du deinen Hund die ersten Male schwimmen läßt oder die Badesaison gerade erst begonnen hat, solltest du mit kurzen Einheiten von wenigen Minuten beginnen und es langsam minutenweise steigern. Auch für gesunde Hunde sind die Bewegungen anstrengend.
  • Achte immer auf das tägliche Befinden deines Hundes. Wie wir Menschen, sind unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig.
  • Hunde haben kein Vernunftsdenken und kennen ihre eigenen Grenzen nicht immer. So schwimmen sie noch weiter obwohl sie schon längst müde sind.  Am Besten kommt dein Hund gar nicht erst in diesen Erschöpfungszustand. Beobachte ihn sehr genau.  Wenn dein Hund langsamer wird und Bewegungen angestrengt wirken, sollte definitiv Schluss sein. Ich bin mir sicher, du bekommst schnell ein Gefühl dafür.

Schwimmen mit Hund – auch das ist wichtig:

  • Erfrischung ist toll und angenehm. Doch sollte das Wasser nicht zu kalt sein. Dann zieht sich die Muskulatur des Hundes zusammen und sie verspannt. Ausserdem macht es nur halb so viel Spaß, wenn man im Wasser fröstelt.
  • Zwinge deinen Hund nie zum Schwimmen. Nicht jeder Hund findet es angenehm und hat Spaß daran. Es gibt sogar Hunde, die große Angst bekommen. Dann ist eventuell Wassertreten die bessere Wahl.
  • Es ist optimal, wenn dein Hund an einem flachen Ufer ins Wasser gehen kann.
  • Essen ist vor dem Schwimmen tabu. Genau wie bei jeder anderen sportlichen Aktivität auch. Nicht nur, dass es sich mit vollem Magen nicht gut trainiert. Es kann sogar gesundheitsgefährdend sein – Stichwort Magendrehung oder Kreislaufkollaps.

Auch diese Punkte lege ich dir ans Herz:

  • Wenn dein Hund noch nicht sicher im Schwimmen ist, Erkrankungen des Bewegungsapparates hat oder schon älter ist, empfehle ich dir, ihn mit einer Schwimmweste zu sichern.
  • Meide Gewässer mit Strömungen. Ein Hund kann nicht einschätzen, ob er mit der Strömung zurechtkommt und schwimmt zu weit raus und kommt nicht gegen die Strömung an. Das kann lebensgefährlich sein.
  • Bei Ellbogen– und Knieverletzungen und auch bei einigen Rückenerkrankungen sollte deinHund nicht schwimmen. Dann kannst du aufs Wassertreten ausweichen.

Wann ist Schwimmen tabu für deinen Hund?

Egal, wie viel Spaß das Schwimmen macht, es gibt Situationen, da ist es defintiv tabu. Bei Fieber und Infektionserkrankungen, bei offenen Wunden, Entzündungen und schweren Herzerkrankungen sollte dein Hund auf Schwimmen verzichten.

Nun kann es losgehen! Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude im kühlen Nass!

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10 wichtige Fakten zum Radfahren mit Hund

10 wichtige Fakten zum Radfahren mit Hund

Im Frühjahr zieht es uns alle bei den ersten Sonnenstrahlen nach draußen und Aktivitäten mit unseren Hunden machen gleich doppelt so viel Spaß! Dann sieht man auch wieder viele Menschen, die ihren Hund am Rad führen. Wenn man einige wichtige Punkte beachtet, ist dies ein tolles Training für deinen Hund und ein schönes gemeinsames Hobby.

Die Muskulatur wird aufgebaut und Kraft und Kondition deines Hundes trainiert. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird trainiert und wie bei uns Menschen macht Sport gute Laune!

Damit das Radfahren mit Hund auch tatsächlich gesund ist, empfehle ich dir, folgende Punkte auf jeden Fall zu beachten:

  1. Wann ist Radfahren mit Hund tabu?

Widmen wir uns zunächst den Fällen, wo dein Hund dich auf keinen Fall am Fahrrad begleiten sollte. Das ist der Fall, wenn er stark übergewichtig ist, er im Wachstum (jünger als 12-18 Mon.) oder sehr alt ist. Auch wenn dein Hund unter Schmerzen leidet, sollte er nicht am Fahrrad laufen. Aber auch wenn dein Vierbeiner gesundheitlich angeschlagen ist, gehört er nicht ans Rad. Weiterhin empfehle ich, bei sehr großen, massigen Hunden auf das Laufen am Fahrrad zu verzichten. Genauso, wenn du einen sehr kleinen Hund (mit langem Rücken) hast. Ihr Körperbau ist für das Laufen am Rad einfach nicht gemacht.

  1. Das Equipment

Führe deinen Hund am besten an einem gut sitzenden Geschirr, dass nicht einschneidet. So sind Bewegungen im vollen Ausmaß möglich, ohne das das Geschirr hinderlich ist. Achte darauf, dass die Leine locker hängt. Du solltest dich nicht von deinem Hund am Rad ziehen lassen.

  1. Die Vorbereitung

Füttere deinen Hund bitte nicht vor dem Training. Mit vollem Bauch läuft es sich nicht gut und du gehst gesundheitliche Risiken, wie eine Magendrehung ein. Auch das Herz-Kreislauf System wird übermäßig strapaziert. Optimal ist es, wenn dein Hund sich vor dem Laufen am Rad gelöst hat.

  1. Aufwärmen

Wärme deinen Hund kurz auf, bevor es losgeht. Damit erwärmst du die Muskulatur und die Gelenke und verringerst das Verletzungsrisiko. Ist der Hundekörper aufgewärmt, ist er elastischer ist und kann mit abrupten Bewegungen besser umgehen. Auch mental bereitet sich dein Hund so vor und ist konzentrierter. Hier findest du passende Übungen zum Aufwärmen: WARM UP – SO GEHT ES

  1. Der Untergrund

Ein weicher, federnder Untergrund ist super beim Laufen am Rad. Asphalt und Schotter sind weniger zu empfehlen, da die Gelenke wesentlich stärker belastet werden. Besonders wenn dein Hund unter einer Gelenkerkrankung leidet, ist hier Vorsicht geboten. Perfekt sind Wald- und Feldwege für eure Touren. Bewegungen werden hier optimal abgefedert.

  1. Das richtige Pensum

Besonders nach der Winterpause oder als Einsteiger sollten die ersten Einheiten kurz sein und langsam gesteigert werden. Baue das Training langsam und sinnvoll auf. Starte mit wenigen Minuten im Trab und wechsele dann in den Schritt. Dann folgt die nächste Einheit im Trab. Gebe deinem Hund die Chance langsam und gesund Kondition aufzubauen.

Der Trab ist die optimale Gangart um am Rad zu laufen, denn sie schont die Gelenke am Besten und ist auch die energiesparendste Gangart. Das Tempo solltest du immer der Größe deines Hundes anpassen. Lange Strecken im Galopp sind nicht gut für die Gelenke deines Hundes. Wenn dein Hund langsamer wird und in den Schritt wechselt oder stark hechelt, gönne ihm bitte sofort eine Pause bzw. beende das Training.

  1. Beobachte deinen Hund aufmerksam

Sind seine Bewegungsabläufe und seine Aktivität nach dem Laufen am Rad wie gewohnt? Bewegt er sich schwerfällig oder ist auffällig ruhig? Dann hast du ihn möglicherweise überfordert, denn auch Hunde können einen schmerzhaften Muskelkater bekommen, wenn sie zu schnell oder zu lange laufen. Passe dann das Trainingspensum unbedingt an.

  1. Pausen sind wichtig

Trainiere maximal jeden zweiten Tag. So hat der Körper die nötige Zeit sich zu erholen und die Muskulatur baut sich nur in diesen Pausen auf.

  1. Radfahren bei Hitze ist tabu!

Bei hohen Temperaturen am Rad zu laufen ist extrem anstrengend für deinen Hund und sein Herz-Kreislaufsystem. Dein Hund erfährt keine Kühlung durch Fahrtwind und in Bodennähe ist es wärmer als in Sattelhöhe. Zudem heizt der Asphalt sich auf, was für die Pfoten deines Hundes schnell schmerzhaft werden kann. Fahre in den Sommermonaten daher unbedingt am frühen Morgen oder späten Abend mit dem Rad. Ansonsten setzt du deinen Hund einer ernsthaften gesundheitlichen Gefahr aus.

  1. Abkühlung und Erfrischung unterwegs

Gönne deinem Hund auch während des Laufens Pausen. Ein Bad im See oder Bach kann eine willkommene Abkühlung sein, wenn dein Hund sich vorher schon einen kurzen Moment runtergekühlt hat. Bei euren Ausflügen solltest du auf jeden Fall immer Wasser für dich und deinen Hund dabei haben, um eine Überhitzung zu vermeiden.

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Alles Liebe, deine Tina Radfahren mit Hund Radfahren mit Hund Radfahren mit Hund Radfahren mit Hund Radfahren mit Hund Radfahren mit Hund Radfahren mit Hund Radfahren mit Hund

 

Urlaub mit Hund – Fit im Urlaub mit diesem einfachen Training! (Anzeige)

Urlaub mit Hund – Fit im Urlaub mit diesem einfachen Training! (Anzeige)

Die Urlaubssaison beginnt wieder und was gibt es für uns Hundehalter Schöneres, als den Urlaub mit unseren Hunden zu verbringen. Auch wenn wir versuchen, jeden Tag bewusst zu erleben, genieße ich Urlaubstage mit Tessa und Snowy immer sehr. Endlich viel gemeinsame Zeit, die man voll und ganz auskosten möchte – durchatmen, ausschlafen, neue Dinge entdecken und die Seele baumeln lassen. Man kann fernab vom normalen (Arbeits-) Alltag gemeinsame Zeit verbringen und gemeinsam Dinge erleben und die Umgebung erkunden.

Bei so viel gemeinsamer Zeit: was liegt näher, als sich täglich ein paar Minuten für die Fitness und Gesundheit deines Hundes zu nehmen?

Klar, das ist für deinen Hund auch im normalen täglichen Leben wichtig und unverzichtbar. Doch oft fehlt die Motivation zu starten – man schiebt es immer weiter auf. So ein gemeinsamer Urlaub ist der richtige Zeitpunkt, in das Training einzusteigen und eine Routine zu finden, die man im Alltag nach dem Urlaub weiter umsetzen kann. Schon kurze Trainingseinheiten mit einfachen aktiven Übungen haben einen großen Effekt. Du tust du viel für die Gesundheit deines Hundes. Nicht nur Beweglichkeit, Muskulatur, Koordination und Balance werden trainiert. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird in Schwung gebracht.

Zusätzlich habt ihr eine Menge Spaß zusammen und du stärkst eure Bindung. Deshalb habe ich dir 4 einfache Übungen zusammengestellt, die du im Urlaub täglich mit deinem Hund durchführen kannst – ganz egal wo ihr seid. Du benötigst nämlich kein Equipment. Wir nutzen Übungen, die die meisten Vierbeiner bereits aus dem täglichen Leben kennen – die aber einen hohen Trainingseffekt haben.

Bewegungstraining leicht gemacht – vier einfache und effektive Übungen

Wichtig bei allen Übungen

– alle Bewegungen sollen möglichst langsam durchgeführt werden, damit sich dein Hund konzentrieren muss.

– starte pro Übung mit 3 Wiederholungen pro Tag.

– für alle Übungen sollte dein Hund auf einem rutschfesten, ebenen Untergrund stehen.

Die erste Übung STEH-SITZ-TRANSFER:

Übung Sitz Tessa Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Sitz Tessa Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Du bringst deinen Hund vom Stand in den Sitz und dann wieder vom Sitz in den Stand. Dabei sollte er möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen. Stehst du recht nah vor ihm, ist es für ihn einfacher auf der Stelle zu bleiben.

Mit dieser Übung trainierst du die Muskulatur und Beweglichkeit der Hinterläufe, die Muskulatur des unteren Rückens und die gesamte Balance und Koordination.

Die zweite Übung SITZ-PLATZ-TRANSFER:

Du bringst deinen Hund in den Sitz. Nun gibst du ihm das Signal ins Platz zu gehen. Von dort soll er wieder in den Sitz wechseln.

Die Übung trainiert vor allem die Beweglichkeit der Vorderläufe und die Muskulatur des Schultergürtels, des oberen Rückens und der Vorderläufe.

Übung Sitz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Sitz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Die dritte Übung STEH-PLATZ-TRANSFER:

Dein Hund steht. Gib ihm nun das Signal ins Platz zu gehen. Er soll sich nicht erst setzen, sondern aus dem Steh direkt ins Platz gehen. Lasse ihn dann wieder vom Platz direkt ins Steh gehen. Auch bei dieser Übung sollte er beim Aufstehen möglichst auf einer Stelle bleiben und nicht nach vorne weg gehen.

Die Übung ist ein wahres Ganzkörper-Workout! Die Beweglichkeit aller Gelenke wird trainiert, die Muskulatur aller vier Läufe und auch des Rückens. Gleichzeitig förderst du Balance und Koordination deines Vierbeiners.

Übung Steh Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Steh Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Platz Troy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Die vierte Übung GIB FÜNF!:

Übung Pfote Snowy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Übung Pfote Snowy Doggy Fitness Urlaub mit Hund

Beim Pfote geben sollte dein Hund am besten sitzen. Lass dir abwechselnd beide Pfoten von ihm geben. Du kannst auch in der Höhe variieren und dir die Pfote in verschiedenen Höhen geben lassen – bis hin zum High Five!

Das Pfote geben kennen die meisten Hunde. Aber wusstest du auch, dass du Beweglichkeit und Muskulatur der Vorderläufe trainierst, den Schultergürtel stärkst und dein Hund auch seine Koordination und Balance trainiert?

Wann sind die Übungen tabu?

Das Training ist für deinen Hund tabu, wenn dein Hund unter Schmerzen oder akuten Entzündungen im Gelenk leidet. Hat dein Hund versteifte Gelenke, verzichte auf die Übungen, die eine Beugung des betroffenen Gelenks erfordern. Auch bei akuten Infekten und Fieber solltest du deinen Hund schonen.

Alle vier Übungen kannst du im Haus, aber auch draußen durchführen. Sogar auf euren Spaziergängen kannst du sie einbauen.

Doch auf euren Spaziergängen und Ausflügen kannst du noch mehr tun!

1.     Bewegungstraining im Wasser

Ausgedehnte Strandspaziergänge und frische Meeresluft sind traumhaft. Viele Hunde genießen es, durch das Meerwasser zu tollen. Wenn du deinen Hund im Schritt und Trab durch das Meerwasser führst, ist das ein effizientes Training für die Muskulatur und die Gelenkbeweglichkeit. Dein Hund muss sich bewusst bewegen und präzise ausbalancieren. Das ist gut für sein Körpergefühl! Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land. Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer er durchs Wasser watet. Beginnt mit der Übung im flachen Wasser und steigert euch dann zum knietiefen Wassertreten. Beginne mit 1-2 Minuten und steigere die Einheiten langsam.

Kein Meer in Sicht?

Kein Problem, ein See mit einem flachen Ufer eignet sich auch für euer Training! Das Wassertreten könnt ihr im See genauso durchführen und der Trainingseffekt ist derselbe. Beginnt auch hier mit 1-2 Minuten waten durch das flache Wasser. Das kann im Wechsel im Schritt und Trab erfolgen. Steigert euch dann bis auf knietiefes Wasser.

2. Auf zu neuen Ufern – Training im Sand

Am Strand aber auch an vielen Seeufern gibt es Sand – und den nutzen wir für euer Training. Das Laufen im Sand ist sehr anstrengend – viel anstrengender als auf normalem festen Boden. Dein Hund trainiert dabei Kraft und Muskulatur, muss seine Pfoten höher heben und seine Gelenke mehr beugen als auf hartem, ebenen Untergrund. Auch seine Balance und Koordination werden gefördert.

3. Wald und Wiesen als Balanceparcours

In der Natur geht es über Stock und Stein. Intensive Gerüche umgeben deinen Hund und er bahnt sich den Weg durch Wiesen und den Wald. Das ist total spannend! Aber es trainiert auch seine Fitness. Die unebenen und vielen verschiedenen Untergründe sind das optimale Balance- und Koordinationstraining für deinen Hund. Dein Hund nimmt Bewegungen bewusst wahr und sein Körpergefühl wird trainiert und verbessert. Zusätzlich wird die Muskulatur und Gelenkbeweglichkeit gefördert.

4. Zwei zusätzliche Outdoor Übungen: Baumstamm & Co. als Trainingsgerät

Suche dir auf dem Spaziergang mehrere dicke Äste. Sie sollten so sein, dass dein Hund leicht darüber klettern kann. Lege sie in einer Hundelänge Abstand hintereinander. Dann lässt du deinen Hund langsam und Schritt für Schritt drüber laufen. Dabei trainierst du seine Gelenkbeweglichkeit, Balance und Koordination. Zusätzlich werden Muskulatur und ein gesunder Bewegungsablauf gefördert.

Auch Baumstümpfe und dicke Steine kannst du nutzen. Führe deinen Hund langsam im Slalom um die Hindernisse herum. Wie beim Cavaletti Training sollte der Abstand der Hindernisse ca. eine Hundelänge sein. Mit dieser Übung trainierst du Körpergefühl, Balance und Koordination deines Hundes. Gleichzeitig wird die Wirbelsäule in eine leichte Seitwärtsbeugung gebracht, beweglich gehalten und die Muskulatur trainiert. Auch für einen gesunden Bewegungsablauf ist diese Übung toll!

Beide Übungen kannst du je drei Mal wiederholen. Wenn du deinen Hund auch nach dem Urlaub fit halten möchtest, nehme dir die Zeit und führe die Übungen Zuhause weiter durch!

Wie sieht es mit eurer Urlaubplanung aus

Urlaub mit Hund - ferienwohnungen.de

Urlaub mit Hund – ferienwohnungen.de

Habt ihr schon das passende Urlaubsdomizil für euch und euren Vierbeiner gefunden oder seid ihr noch auf der Suche nach einer passenden Unterkunft?

Dann schaut doch mal bei Ferienwohnungen.de vor­bei. Dort findet ihr auch ein sehr großes Angebot europaweit mit tollen, hundefreundlichen Unterkünften.

Dieser Blogbeitrag ist entstanden im Rahmen eines Fotowet­tbe­werbs aufmerk­sam gewor­den, bei dem auch ich mit­mache: Postet bis Ende des Jahres euer schön­stes Urlaub­s­foto mit dem Hashtag

#mein­hun­deurlaub

bei Insta­gram. Natür­lich gibt’s auch etwas zu gewin­nen. Alle Infos finden sich unter diesem YouTube-Spot.

Ich wünsche euch eine wunderbare Urlaubszeit und viele tolle, unvergessliche Erlebnisse!

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Alles Liebe, deine Tina

 

 

Aus dem Nähkästchen geplaudert – mein Weg zur Hundephysio

Aus dem Nähkästchen geplaudert – mein Weg zur Hundephysio

Ich bin nicht als Hundephysio auf die Welt gekommen. Puh, so jetzt ist es raus. 😉

“Was bedeutet der Hund als Berufung für dich?”

Dieser Frage stellte ich mich im Rahmen der Blogparade von Anna Meissner von „Der Hund als Berufung“ und möchte damit auch die Frage vieler Leser des Blogs beantworten, die mich immer wieder fragen „Wie bist du eigentlich dazu gekommen, Physiotherapeutin für Hunde zu werden“. Als Blogger lässt man seine Leser ja so oder so – auch auf verschiedenen Social Media Kanälen – unweigerlich immer wieder an seinem Leben teilhaben. Aber so richtig aus dem Nähkästchen geplaudert habe ich auf meinem Blog hier noch nicht. Also muss ich mal gaaaaanz tief durchatmen, denn heute geht es nicht um Gelenkerkrankungen, Übungen und Tipps, sondern um meine persönliche Story.

Hier nun also meine persönliche Story auf dem Weg zur Hundephysio 

Meine Liebe zu Tieren begleitet mich eigentlich schon mein Leben lang. Ein Leben ohne Tiere – für mich unvorstellbar. Doch das Beruf etwas mit Berufung zu tun hat, war mir mit 18 Jahren noch nicht so klar. Ich habe das “Rufen” zwar gehört und auch gespürt, aber der Einfluß von aussen war einfach stärker. Einen Beruf zu erlernen, der mit Tieren zu tun hat, kurz nach meinem Abitur also unvorstellbar. Geprägt durch das gute Zureden der Familie lernte ich „erst mal etwas vernünftiges“. So wurde ich schnell in der Hotellerie erfolgreich und als ich mit ca. 24 Jahren die Wahl hatte, im nächsten Schritt ein Hotel zu leiten, kam mir schon der Gedanke „das kann doch nicht alles gewesen sein – da muss noch mehr sein“.

Das führte allerdings zunächst dazu, dass ich mich in einer Media Agentur bewarb. Medienbranche hört sich ja immer cool an. Auch dort wurde ich schnell erfolgreich. Aber nicht glücklicher. Getrieben von einem unerschütterlichen Ehrgeiz arbeitete ich viele, viele Stunden in der Woche, verdiente gutes Geld und bekam viel Anerkennung.

Trotzdem – ich fühlte mich nicht erfüllt. Ich war nicht glücklich. Glücklich machte mich in dieser Konstellation nur mein damaliger Hundejunge Juan, der mich täglich treu in die Agentur begleitete und schlussendlich den Ausschlag dafür gab, dass ich aktiv wurde und nachdachte. Also war da immer dieses leise Rufen, dass mir sagte “da ist noch etwas anderes”.

Mit 28 Jahren fällte ich dann die Entscheidung: bevor ich 30 Jahre alt bin, muss ich etwas ändern. Ich dachte viel nach, horchte in mich hinein. Was würde mich beruflich erfüllen und glücklich machen? Was könnte ich mir vorstellen? Die nächste Beförderung, die nächste Gehaltserhöhung, der nächstgrößere Firmenwagen. All das ganz sicher nicht.

Der Wunsch danach, mit Tieren zu arbeiten wurde immer präsenter und nahm Formen an. Ich begann zu recherchieren, welche Möglichkeiten es gab, die Liebe zu Tieren mit dem Beruf zu verbinden. Mit Ende 20 Tiermedizin studieren? Das schien mir wenig greifbar und aufgrund meiner Lebensumstände auch schwer realisierbar. Und ich wollte gern intensiv und bewusst Zeit mit den Tieren verbringen. Mir Zeit nehmen können. Und mir wurde mehr und mehr klar, dass ich gern selbständig arbeiten wollte.

Ich stieß dann auf die Ausbildung zur Physiotherapeutin für Hunde. Das faszinierte mich gleich unglaublich. Eine intensive Arbeit, im Kontakt mit Hunden und Katzen sein und das auch noch selbständig.

Überlegt habe ich dann nicht mehr lange – muss ich zugeben – ich wollte Hundephysio werden

Trotz 70 Stunden Woche in der Agentur schrieb ich mich für die Ausbildung ein. Über gut 1,5 Jahre bedeutete dies nun eine Doppelbelastung. Weiter mein Pensum in der Agentur in einer Führungsposition bewältigen und gleichzeitig jede freie Sekunde Pauken und an den Wochenenden Unterricht. Aber es fühlte sich endlich nach dem richtigen Weg an.

Als ich meinem Geschäftsführer eröffnete, dass ich die Agentur verlassen wollte ließ ich mich auch von seiner Aussage „Wenn du meinst, von nun an Waldi die Pfote einrenken zu wollen“ nicht abschrecken. Nicht nur er hielt mich für verrückt, einen gutbezahlten Job, gegen eine Vision und einen Traum einzutauschen.

Mein eigene Praxis – ein Traum wurde wahr

Ich ließ mich nicht beirren und liebte diesen Beruf gleich von der ersten Stunde an. Mein Plan für meine eigene Praxis mit dem passenden Equipment und der Businessplan standen. Pünktlich zur bestandenen Prüfung war die Praxis renoviert fertig eingerichtet und bereit für die ersten Patienten. Ich hatte keine Zweifel. Denn ich war dem “Rufen” gefolgt und konnte nun endlich meine Berufung leben. Mit meinen Hunden und für Hunde.

Fünf wunderbare Jahre habe ich viele tolle Hunde, Katzen und Menschen kennenlernen dürfen und viele berührende Momente erlebt. Ich lebte meine Berufung. Endlich.

Doch meine Berufung entwickelte sich weiter

Vor allem durch meine beiden Hundemädchen Tessa und Snowy , die mich immer in die Praxis begleitet haben und eine tolle Unterstützung für mich, die Hundehalter aber auch die anderen Hunde waren, wuchs die Idee, etwas neues und anderes schaffen zu wollen. Ich spürte wie sehr etwas Snowy mit all ihren Handicaps half, nicht nur physiotherapeutisch behandelt zu werden, sondern vor allem auch mit aktivem Bewegungstraining viel mehr Sicherheit hatte und Fortschritte machte. Auch mit Tessa arbeitete ich viel mit aktivem Training, was ihr als Angsthund viel Sicherheit gab.

Und so wurde Dank Tessa und Snowy die Idee zu Doggy Fitness geboren und mir die Chance gegeben mich und meine Berufung aufs Neue weiterzuentwickeln. Der Gedanke, Hundehaltern wie meinen Patientenbesitzern ein umfangreiches, auf die Bedürfnisse der Vierbeiner zugeschnittenes Übungskonzept mit an die Hand zu geben, um selbst etwas zu tun und dem Hund zu Fortschritten zu verhelfen, ließ mich nicht mehr los.

Wieder hielten mich alle für verrückt – aber das kennen wir ja schon

So begann ich Mitte 2015 an einem Konzept zu arbeiten und mit Tessa und Snowy Übungen zu entwickeln und zu testen, die ich Hundehaltern an die Hand geben konnte. Sie sollten leicht umsetzbar sein, nicht fehleranfällig, trotzdem effektiv und vor allem gut in den Alltag zu integrieren. Nur der Weg, wie sie die Hundehalter erreichen sollte war noch nicht ganz klar.

Ich wusste nur: ich wollte den Weg (auch) digital gehen und das Konzept gleich auf ein Level heben, das es so noch nicht gab. Wieder erklärten mich alle für verrückt. Aber das kannte ich ja schon: Kopfschütteln und Augenrollen….

Also begann ich mich mit dem Thema „Video“ und Online Kurse respektive E-Learning zu beschäftigen. Ein völlig neues Feld. Aber ich wollte wieder alles von Grund auf selbst lernen.
Die Basis des Konzeptes sollte ein Blog sein, in dem Hundehalter valide Informationen rund um die Bewegung und Erkrankungen des Bewegungsapparates finden sollten. Denn schon in der Praxis stellte ich immer wieder fest, das Hundehalter es schwer hatten, umfassende und verständliche Informationen zu der Erkrankung ihres Hundes zu finden, oder gar Tipps, wie sie ihren Hund im Alltag unterstützen können.

Also dachte ich mir, „baue“ ich eine Website selbst – mit WordPress – und beginne zu bloggen. Zu diesem Zeitpunkt, waren für mich Plugins, Widgets und all das andere „Webseiten-Fachchinesisch“ völlig neu. Leichter gesagt als getan, aber in meinem ungebrochenen Enthusiasmus ließ ich mich nicht bremsen und baute nächtelang an meiner Webseite.

Schnell fanden sich die ersten Leser und ich bekam viele Fragen und es entstand ein intensiver Dialog mit vielen Lesern. Ihre Fragen und Probleme halfen mir, mein Konzept ganz gezielt umzusetzen.

Für mich bei der Entwicklung meiner Kurse extrem wertvoll und unverzichtbar.

Hundehalter-Hunde-und-Alltags-gerecht

Nachdem ich gut 1,5 Jahre am Konzept gefeilt hatte, die Idee zig Mal wieder umgestaltet habe, stand Anfang 2017 „Fit durchs Leben“. Mein erstes Buch, das 25 Übungen für Hundehalter enthielt und die „Vorstufe“ zu meinen Kursen bildete.

Doch nun sollten auch die Kurse endlich „geboren“ werden. Das bedeutete wieder viel, viel Technik und Try & Error. Nach vielen Monaten voll mit Videodrehs, Erstellung von Trainingsplänen, Videos schneiden, Gestaltung der Kurse standen im September 2017 endlich die ersten 5 Online Video Kurse für Hundehalter. Mittlerweile sind daraus10 Kurse geworden, zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse.

Ich gebe zu, ich hatte Zweifel – und konnte es dennoch nicht erwarten

Meine großen Zweifel, ob eine solche Idee, die es bis dato noch nicht in dieser Form gibt, tragfähig ist, lösten sich schnell in Luft auf.

Eine ständig wachsende Zahl an Hundehaltern hat große Freude und auch großen Erfolg damit, mit den eigenen Vierbeiner aktiv zu sein. Es wird ihnen Hilflosigkeit genommen und die Hunde haben mehr Lebensfreude und sind deutlich fitter. Das Feedback von Kursteilnehmern, die mir begeistert berichten und sich so sehr freuen, zeigt mir jedes Mal aufs Neue, das es sich lohnt an einer (für andere augenscheinlich verrückten) Idee festzuhalten und seinen Traum und seine Vision in die Realität umzusetzen.

So, ich persönlich kann sagen, es hat gar nicht so “weh” getan, so offen von sich zu erzählen, auch wenn es nicht ganz einfach ist. Aber ich zeige und sage gerne offen, dass es nicht immer der direkte und gerade Weg ist, den man im Leben geht. Es sind viele Windungen, Wendungen und vielleicht auch Wirrungen. Das Wichtigste jedoch ist, das man für sich ankommt und glücklich ist.

Wie ergeht es dir? Hast du deine Berufung bereits gefunden? Wünschst du dir oder lebst du gar schon deine “Berufung in der Hundewelt”? Wenn ja, wie sieht sie aus? Schreibe mir gerne einen Kommentar, ich bin gespannt!

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SOMMERFIT – Aktive Übungen für die Fitness deines Hundes (mit Trainingsplan)

SOMMERFIT – Aktive Übungen für die Fitness deines Hundes (mit Trainingsplan)

Man kann den Frühling schon fast riechen. Die Sonne beginnt uns langsam mit ihren Strahlen zu wärmen und es zieht uns nach draussen. Mit der neuen Jahreszeit ist auch wieder Zeit für einen NEUEN TRAININGSPLAN mit aktiven Übungen für deinen Hund. In meinem neuen Trainingsplan, den du dir gratis runterladen kannst, findest du eine Auswahl an Bewegungsübungen für deinen Vierbeiner. Sinnvoll kombiniert unterstützen sie eine gute Beweglichkeit, Muskulatur, Koordination und Balance.

Also schnapp dir jetzt am Besten sofort den neuen SOMMER FIT TRAININGSPLAN!

Damit du alle Übungen richtig anwenden kannst, habe ich dir in diesem Artikel wieder Anleitungen zu jeder Übung zusammengestellt.

Aktive Übungen im SOMMERFIT TRAININGSPLAN

1. Steh Sitz Transfer

Effekt: Beweglichkeit der Gelenke und Muskulatur der Hinterläufe sowie die untere Rückenmuskulatur werden trainiert.

Dein Hund steht auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund. Du stehst vor deinem Hund und gibst im das Kommando sich zu setzen. Er sollte sich möglichst gerade setzen und der Po nicht auf die Seite rutschen. Lasse ihn eigenständig ins Sitz gehen. Drücke ihn nicht mit der Hand auf den Po oder ähnliches. Je langsamer dein Hund die Bewegung vom Steh ins Sitz macht umso grösser ist der gymnastische Effekt. Im nächsten Schritt soll dein Hund wieder aufstehen. Dafür hältst du ihm Leckerchen vor seine Nase. Dann bewegst du dich langsam ein wenig rückwärts und gibst ihm das Signal wieder aufzustehen.

Er sollte langsam aufstehen, ohne dabei nach vorne zu gehen. Nur so arbeitet er nur mit der Muskulatur der Hinterläufe und nutzt nicht seine Vorderläufe um sich hochzuziehen. Wenn es nicht sofort perfekt funktioniert, habe Geduld. Die Übung ist schwieriger und anstrengender als sie aussieht.

Hier ist ein Video zur Übung: STEH SITZ TRANSFER 

2. Pfote geben

Das Pfote geben lernen die meisten Hunde schnell und es ist eine tolle Übung für die Vorderläufe.

Effekt: Trainiert die Beweglichkeit und Muskulatur der Vorderläufe.

ANLEITUNG PFOTE GEBEN

3. Twist & Turn

Effekt: Stretching der Rückenmuskulatur, Balance und Koordination des gesamten Körpers, gleichmäßige Belastung beider Körperseiten

Du stehst vor deinem stehenden Hund und ihr schaut euch an. Halte ein Leckerli vor die Nase deines Hundes und führe es in einem großen horizontalen Kreis, sodass dein Hund sich um die eigene Achse dreht. Er sollte die Drehung möglichst langsam und bewusst ausführen und sie sollte nicht ruckartig sein. Wenn er eine oder mehrere Drehungen komplett hat, belohne ihn.

Mache zwischen den einzelnen Drehungen kurze Pausen und führe den Twist in beide Richtungen durch.

4. Cavaletti über die Beine

Effekt: Macht nicht nur Spaß sondern trainiert Beweglichkeit, Koordination und Muskulatur.

Und so geht´s: Du setzt dich auf den Boden, deine Beine sind V-förmig auseinander. Führe dann dein Hund (mit einem Leckerli) langsam über deine Beine. Er sollte möglichst nicht springen.

5. Stretching Hüfte

Effekt: bringt Bewegung in die Hüfte und trainiert zugleich noch die Muskeln der Hinterläufe.

Du stehst vor deinem Hund und ihr schaut euch an. Animiere deinen Hund (mit Hilfe eines Leckerli), an dir hochzuspringen. Du kannst die Übung auch mit einem Wortsignal verknüpfen, damit es nicht zu unerwünschtem Hochspringen kommt. Dein Hund soll sich dann mit seinen gestreckten Vorderläufen an dir hochstellen. Verbleibt in der Position für die im Trainingsplan angegebene Zeit. Gebe deinem Hund dann das Signal wieder zurück in die Ausgangshaltung zu gehen.

6. Pfoten anheben

Sieht einfacher aus als es ist. Hier werden Vierbeiner zu Balancekünsterlern!

Hie geht es zur ANLEITUNG PFOTEN ANHEBEN

Beachte bei allen aktiven Übungen, dass du bei Instabilität oder versteiften Gelenken, bitte auf die jeweilige Übung verzichtest. Achte auch auf die Tagesform deines Hundes und passe ggfs. das Training an.

Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude beim Training!

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Deine Tina aktive Übungen aktive Übungen aktive Übungen aktive Übungen aktive Übungen aktive übungen aktive übungen aktive übungen aktive übungen aktive übungen aktive übungen aktive übungen aktive übungen

5 Dinge, die du unbedingt über Degility wissen solltest! – midoggy Blogparade

5 Dinge, die du unbedingt über Degility wissen solltest! – midoggy Blogparade

Die midoggy Parade im Monat Februar läuft unter dem Thema “Diese Hundesportart macht jeden Sportmuffel zum Sportfreak”. Für mich als Physiotherapeutin steht beim Thema Hundesport natürlich vor allem der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Denn klar, Hundesport soll Spass machen, aber bitte nicht auf Kosten der Gesundheit. Aber es gibt durchaus Sportarten, die auch mein Physiotherapeuten-Herz höher schlagen lässt. Dazu gehört vor allem Degility.

Aber warum?

Degility ist für mich eine der Sportarten, die für alle Hunde geeignet ist. Ganz gleich welchen Alters, ob sie Beschwerden haben oder topfit sind. Ich werde nicht müde, immer wieder zu wiederholen, wie wichtig aktive Bewegung für unsere geliebten Vierbeiner ist. Gezielte und sinnvolle Bewegung macht und hält fit. Sie verzögert den Alterungsprozess und verbessert den Gesundheitszustand signifikant.

Und so bietet Degility die Möglichkeit, mit seinem Hund aktiv zu sein und ihn in Bewegung zu halten und dabei den aktuellen Gesundheitszustand immer zu berücksichtigen und intensiv darauf einzugehen. Wenn mich Hundehalter fragen, welchen Sport ich empfehlen kann, dann gehört Degility ganz sicher immer dazu.

Die fünf wichtigsten Fakten zum Degility habe ich dir zusammengefasst

  1. Was ist Degility und wie funktioniert es?

Degility kombiniert Elemente des Agility und des Mobility miteinander. Dabei gilt es, gelenkschonend verschiedene Hindernisse zu überwinden. Das können z.B. Balanceboards, Stege, Cavaletti und Slalom in angenehmem Abstand bzw. Höhe sein – und der Kreativität des Trainers sind keine Grenzen gesetzt. Klingt unspektakulär, ich weiß. Ist es aber nicht. Denn dabei werden Motorik, Gleichgewicht und Koordination gefördert. Gleichzeitig werden Muskelaufbau, Beweglichkeit und Körpergefühl trainiert.

Gleichzeitig hast du viel Spaß mit deinem Hund, begleitest ihn dabei, wie er die Hindernisse in seinem Tempo überwindet und eure Bindung wird gestärkt.

  1. Dabei sein ist alles – jeder Hund darf mitmachen

Degility ist nicht nur für gesunde Hunde geeignet, sondern aufgrund der Tatsache, dass es so gelenkschonend ist, profitieren auch Hunde mit Handicaps, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Senioren enorm. Größe und Gewicht des Hundes spielen dabei keine Rolle. Jeder Hund darf mitmachen – also auch bei Arthrose, Ellbogendysplasie, Spondylose, etc.. Geräte wie z.B. die Steilwand gibt es nicht. Finde ich toll, den sie hat einen sehr stark stauchenden Effekt und belastet die Gelenke stark.

  1. Individualität ist gefragt!

In der Ruhe liegt die Kraft und der Weg ist das Ziel. Geduld, Ruhe und Zeit sind gefragt! Gemeinsam erarbeiten Hund und Halter Hindernisse wie Hängebrücken und Stege. Dabei geht ihr in eurem ganz eigenen Tempo vor und auch die Hindernisse werden dabei individuell auf die Bedürfnisse des Vierbeiners angepasst. Der Hund kann  die Hindernisse in Ruhe erkunden und bewusst absolvieren. Druck und Zwang sind absolut tabu. Klingt gut, oder?!

  1. Slow down – no need for speed!

Im Gegenteil, Schnelligkeit steht absolut nicht im Vordergrund. Gefragt sind Präzision, Konzentration und bewusstes, ruhiges Arbeiten. Besonders für temperamentvolle und impulsive Hunde kann dies schnell eine Herausforderung sein – und zugleich ein wunderbares Training. Die Sicherheit, die der Vierbeiner auf dem Platz durch das erfolgreiche Absolvieren des Parcours erfährt, trägt sich natürlich auch in den Alltag. Alltagssituationen lassen sich leichter meistern.

  1. Langsam heißt nicht langweilig!

Degility als langweilig oder anspruchslos zu bezeichnen, wäre absolut fehl am Platze. Der Anspruch den das Degility an unsere Vierbeiner hat, ist nicht zu unterschätzen. Im Gegenteil, das langsame und bewusste Erarbeiten der Hindernisse ist anspruchsvoll für jeden Hunde – auch den Gesunden – und erfordert Training.

Die wichtigsten, positive Fakten zum Degility auf den Punkt:

  • Gelenkschonendes Training von Muskulatur, Beweglichkeit, Koordination und Balance
  • Besseres Körpergefühl & bessere Motorik
  • perfekt geeignet bei Gelenkerkrankungen wie Spondylose, Arthrose, Hüftdysplasie & Co.
  • Erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Training für den Kopf und erhöhte geistige Leistungsfähigkeit
  • Der Alterungsprozess wird durch das Training verzögert
  • Degility macht glücklich: Es werden Endorphine ausgeschüttet – dein Hund ist zufriedener
  • Toll Bindung und bessere Kommunikation zwischen dir und deinem Hund
  • Faktor Spaß: ihr verbringt gemeinsam eine tolle Zeit und habt Spaß zusammen. Was gibt es tolleres für Mensch und Hund?!

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Alles Liebe, deine Tina

Fit und beweglich trotz Hüftdysplasie – So kämpft Maggie gegen ihre HD

Fit und beweglich trotz Hüftdysplasie – So kämpft Maggie gegen ihre HD

Eine Hüftdysplasie ist für die meisten Hundehalter erst einmal eine Schockdiagnose und macht hilflos. Es stellen sich 1000 Fragen:

  • Ist eine Operation notwendig?
  • Wenn ja, welche OP Methode ist sinnvoll?
  • Oder kann man eine OP vermeiden?
  • Was kann ich meinem Hund sonst Gutes tun?
  • Was darf er, was darf er nicht?

Um nur einige Beispiele zu nennen. Jenny und Maggie haben sich entschieden, nach mehreren erfolglosen Behandlungen, der Hüftdysplasie den Kampf anzusagen.

Schon vor wenigen Wochen hat Jenny über Maggie hier auf Doggy Fitness berichtet. Heute gibt es nun Teil II der Geschichte. Wie es ihr ergangen ist, ob es die richtige Entscheidung war und wie es Maggie nun geht, erfährst du im Artikel.

Maggie und der Hüftfit Kurs – ein Erfahrungsbericht, der Mut macht – Bitte lest selbst! 

In unserem letzten Artikel habe ich euch von Maggies Vorgeschichte erzählt, der niederschmetternden Diagnose HD, unseren Behandlungen dagegen (OP, Goldakupunktur und Physiotherapie). Ich habe euch bereits angedeutet dass sich durch den Hüftfit Kurs einiges für uns geändert hat. Doch was genau, darauf möchte ich diesmal näher eingehen. Ich hatte von Doggy Fitness durch die Mithilfe von Maggies Facebook-Fans einen Online Kurs gewonnen.

Welche Auswahlmöglichkeiten hatte ich?

Da gibt es neben dem HüftFit Kurs noch den Happy Move Kurs, der die Koordination fördert, den Puppy Move Kurs, für die altersgerechte Förderung von Junghunden. Zusätzlich  den Arthrosefit Kurs, für alle Arthrose-geplagten (dieser Kurs wäre meine zweite Wahl für Maggie gewesen). Auch einen  Rückenfit Kurs gibt es, denn auch Hunde neigen zu Rückenproblemen. Der Seniorfit Kurs verschafft Vierbeinern mehr Mobilität im Alter. Auch zwei Kurse für gesunde Hunde gibt es zur Prävention: den Basicfit Kurs, für gesunde Hunde die mit dem Training anfangen und den Profifit Kurs, für Hundehalter, die bereits fortgeschritten sind.

Was ist der Hüftfit Kurs?

Ich entschied mich also für unsere größte Baustelle und wählte den Hüftfit Kurs. Der Kurs ist eine Art Online Seminar. Er ist in sechs Wochen-Module gegliedert. In jeder Woche erhält man einen spezifisch auf die Baustelle des Hundes zugeschnittenen Trainingsplan. Im Trainingsplan sind täglich drei bis vier verschiedene Übungen zu absolvieren. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit für Fleißige ein bis zwei Ergänzungsübungen täglich zu absolvieren.

Wie werden die einzelnen Übungen erklärt?

Dies ist wirklich klasse gelöst, denn unter jeder Trainingswoche findet man die zum Plan passenden Videos. Jede Übung wird einzeln in einem Video zunächst theoretisch erklärt und dann auch mit unterschiedlichen Hunden mehrmals vorgemacht. Es wird gesagt worauf genau man achten soll, wie man dem Hund helfen kann und was genau die Übung bewirkt.

Was ist wenn mein Hund eine Übung nicht machen kann? Sie nicht versteht oder einfach nicht schafft?

In diesem Fall ist es total hilfreich dass man mit Kursbeginn in die Facebook Gruppe eintreten kann. Dort ist die Kursentwicklerin Martina regelmäßig online und erklärt geduldig alternative Ansätze um dem Hund eine Übung leichter vermitteln zu können oder aber wie man eine Übung für den Hund vereinfachen kann, sodass er die entsprechenden Muskelgruppen mit aufbaut, aber nicht überlastet.

Maggie Gewichtsverlagerung - Hüftfit - Doggy Fitness

Maggie Gewichtsverlagerung – Hüftfit – Doggy Fitness

Wieviel Zeit haben wir täglich mit den Übungen verbracht?

In etwa waren es 15 bis 20 Minuten. Wir konnten es also immer prima in unseren Alltag integrieren und für mich war es eine tolle Möglichkeit Maggie bevor ich zur Arbeit ging mal zu beschäftigen, reines Gassi reicht meiner Maus leider selten, sie will halt einfach auch kopfmässig ausgelastet werden. Das zeigt sie einem auch ganz deutlich, Maggie ist eh nie subtil, wenn sie unausgelastet ist, dann wird sie knatschig und verweigert jegliches Futter. Man muss sich für die kleine Berner- Prinzesschen also immer was einfallen lassen. Dank unseres Trainingsplans brauchte ich nun vor der Arbeit nicht groß kreativ sein, sondern machte mit ihr nach dem Gassi einfach die täglichen Übungen und siehe da, die Maus konnte danach zufrieden fressen.

Was braucht man für die Übungen?

In aller Regel braucht man für die Übungen außer dem Hund und Leckerchen für die bessere Motivation und die gezielte Einwirkung, sowie einem rutschfesten Untergrund nichts. Da Maggie allerdings recht groß ist, 70cm Schulterhöhe und ich selbst nicht ganz stabil auf den Beinen steh, haben wir uns für die Achten Pylonen genommen. Diese werden im Original durch die Beine des Hundehalters ersetzt. Und für das Hochstellen, wo der Hund im Original am Halter hochspringt und durch diesen gestützt wird, haben wir in der endschleunigten Variante mit unserer Aufstiegshilfe am Stall absolviert.

Maggie beim Slalom Training - Hüftfit - Doggy Fitness

Maggie beim Slalom Training – Hüftfit – Doggy Fitness

Wie waren die Übungen für uns?

Wir waren zu Beginn bereits Feuer und Flamme, ich weil ich unbedingt Maggies Muskulatur stärken wollte und Maggie weil sie einfach mal wieder etwas neues nur mit mir machen konnte und immernoch kann. Sie genießt die Zeit, es ist regelrecht Quality Time für sie. Sie hatte die meisten Übungen sehr schnell drauf und verdiente sich daher fleißig Lob und Leckerchen. Uns fiel es durch unsere Motivation teilweise schwer dass immer der letzte Tag des Wochenplans einen Tag Pause vorsah 😉

Was für Erfolge haben wir festgestellt und wie?

Maggie wird regelmäßig, mindestens alle 14 Tage von unserer Physiotherapeutin betreut. Dieser hatte ich nicht gesagt wann ich den Kurs gestartet habe und welche Übungen er enthielt, sodass sie unvoreingenommen ihr Urteil geben konnte. Nach zwei Wochen mit dem Kurs stellte sie fest, dass Maggies Hüftkapsel straffer in Muskelatur gebettet war, die Oberschenkel im Umfang um einiges gewachsen waren, der Gang stabiler geworden war und der ganze Hund trotzdem einfach locker war, von Muskelkater also keine Spur. Dies spricht dafür dass der Plan auch für sehr angeschlagene Hunde wirklich realisierbar ist, denn als solchen muss man Maggie leider betrachten und wir haben es wirklich geschafft sie ohne Überforderung aufzubauen.

Wie geht es weiter?

Im Anschluss an das 6 Wochen Programm gibt es einen Stay-Fit Plan. Dieser soll also dafür sorgen, dass man die Muskulatur, die nun aufgebaut wurde erhält. Wir werden diesen definitiv fleißig nutzen. Außerdem läuft ja schon wieder das nächste Gewinnspiel, wäre toll wenn wir nochmal Glück hätten, aber ansonsten werden wir uns auf Dauer einen weiteren Kurs zusammensparen, denn für uns hat es sich definitiv gelohnt.

So und wie Maggie sich bei verschiedenen Übungen so angestellt hat, dass könnt ihr auf den beigefügten Fotos erkennen.

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Alles Liebe,

Deine Tina Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie Hüftdysplasie