Gesundheitscheck für ältere Hunde – was gemacht wird und weshalb er unverzichtbar ist

Gesundheitscheck für ältere Hunde – was gemacht wird und weshalb er unverzichtbar ist

Viele Hundehalter schauen mich mit großen Augen an, wenn ich ihnen empfehle, weil ihrem älteren Hund einen regelmäßigen Gesundheitscheck für ältere Hunde machen zu lassen. Die Antwort lautet meist: „Aber der hat doch gar nichts, der ist einfach nur alt.“ Gesundheitscheck alter Hund

Allerdings ist es so, dass sich der Körper im Alter verändert. Ältere Hunde haben einen veränderten Stoffwechsel und ein schwächeres Immunsystem. Das macht sie anfälliger für Krankheiten. Gleichzeitig ist aber auch die Gesundung sehr anstrengend für den Körper und benötigt viel Kraft.

Viele Erkrankungen entstehen schleichend

Viele Erkrankungen zeigen zu Beginn kaum auffällige Symptome und der Vierbeiner kann sie auch gut kompensieren und auch vertuschen. Dabei erhöht eine frühe Erkennung der Krankheit in sehr vielen Fällen die Heilungschancen und verkürzt die Rekonvaleszenz.

Daher liegt es in unserer Verantwortung als Hundehalter, unsere Seniorenhunde regelmäßig durchchecken zu lassen, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Unsere Vierbeiner können sich uns nicht mitteilen und im Alltag fallen Veränderungen häufig verzögert auf. Daher ist es absolut unverzichtbar, den älteren Hund zumindest alle 6 Monate zum Geriatriecheck für Hunde vorzustellen.

Ein chronischen Verlauf kann irgendwann zu eingeschränkter Lebensqualität führen Gesundheitscheck alter Hund

Es ist nicht nur so, dass der Hundekörper mit Erkrankungen im Alter schlechter umgehen kann. Viele Erkrankungen nehmen zusätzlich einen chronischen Verlauf. In einigen Fällen kann das verhindert werden. Doch selbst wenn der chronische Krankheitsverlauf nicht verhindert werden kann, so können jedoch die Krankheitssymptome abgemildert werden und Schmerzen gelindert oder sogar verhindert werden.

Schöner Lebensabend und Lebensqualität trotz Krankheit

Wie eingangs bereits beschrieben: je eher eine Erkrankung festgestellt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Vielfach kann das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten werden. Im besten Fall bevor es zu Symptomen kommt, die die Lebensqualität mindern. Besonders bei alterstypischen Herzerkrankungen und Gelenkerkrankungen wie Arthrose und Rückenproblemen wie Spondylose ist dies der Fall.

Diese Parameter werden beim Geriatriecheck für Hunde überprüft

Der Tierarzt wird im ersten Schritt eine gründliche Anamnese erstellen. Dazu gehört die Erfassung der Krankheitsgeschichte deines Hundes und auch möglichen aktuellen Symptomen. Dein Tierarzt untersucht deinen Hund gründlich. Dazu gehören beispielsweise die Kontrolle der Augen und des Gehörs, sowie der Körperöffnungen. Auch ein Blick in das Maul deines Hundes darf keinesfalls fehlen. Besonders die Zähne sind bei Seniorhunden oft eine Baustelle. Auch der Zustand von Haut und Fell werden überprüft.

Dein Hund wird auch eingehend abgetastet. So versucht dein Tierarzt, Schwellungen, Verhärtungen und schmerzhafte Stellen zu ertasten. Die Gelenke deines Hundes werden auf Beweglichkeit und mögliche schmerzende Gelenkarthrose überprüft. Auch der Rücken wird abgetastet, um möglichen Rückenschmerzen auf die Schliche zu kommen.

Auch diese Untersuchungen gehören dazu Gesundheitscheck alter Hund

Weiterhin wird eine Laboruntersuchung von Blut und Urin vorgenommen. Besonders Blut- und Harnuntersuchung geben einen guten Aufschluss über den Gesundheitszustand deines Hundes. Hier können Krankheiten festgestellt werden, die äußerlich möglicherweise noch gar keine Symptome zeigen. Nierenerkrankungen zeigen erste deutliche Symptome z.B. erst, wenn mehr als die Hälfte des Nierengewebes bereits geschädigt ist.

Es ist auch empfehlenswert, einen Herzultraschall machen zu lassen, um mögliche Herzprobleme frühzeitig zu erkennen. Sollten sich bei der allgemeinen Untersuchung Auffälligkeiten zeigen, sind teilweise weitere diagnostische Untersuchungen wie Röntgen, EKG oder Ultraschall notwendig, um eine Diagnose zu stellen.

Gesundheitscheck für ältere Hunde als Prävention

Du siehst, ein regelmäßiger Check Up beim Tierarzt für deinen älteren Hund ist kein unnützer Schnick-Schnack. Im Gegenteil. Es gibt dir die Möglichkeit, dass Erkrankungen bei deinem Hund frühzeitig erkannt und behandelt werden. Deinem Hund gibt es die Chance mit viel Lebensqualität und ohne schwere Symptome und Schmerzen zu altern.

Du hast dich schon immer gefragt, was im Hundekörper passiert, wenn dein Hund älter wird: Das passiert im Körper deines Hundes, wenn er altert.

Hast du einen älteren Hund und schon einmal einen Gesundheits-Check machen lassen? Wie sind deine Erfahrungen damit? Gesundheitscheck alter Hund

So hilft isometrisches Training deinem Hund entspannt durch stressige Weihnachtstage zu kommen!

So hilft isometrisches Training deinem Hund entspannt durch stressige Weihnachtstage zu kommen!

Die Weihnachtstage und auch die Vorweihnachtszeit können auch für unsere Hunde stressig sein. Sie spüren einfach, dass auch wir Menschen im Jahresendspurt sind. Aber auch an den Feiertagen selbst, wenn die Familie zu Besuch ist und das Haus voll ist, kann das für unsere Hunde schnell eine stressige Angelegenheit werden. Wenn der Vierbeiner dann noch von Natur aus eher nervös, leicht erregbar oder ängstlich ist, dann wird es für ihn umso schwieriger.

Es gibt allerdings Möglichkeiten, wie du deinem Hund zu Entspannung verhelfen kannst, auch wenn es mal etwas trubeliger zugeht. Da auch Tessa schnell nervös wird, besonders wenn andere Menschen da sind und die Stimmung etwas „aufgeregter“ ist, unterstütze ich sie in diesen Situationen gern mit isometrischen Übungen.

Wie wirken isometrische Übungen?

Bei isometrischen Übungen haben wir eine gezielte Muskelan- und entspannung ohne eine aktive Muskelbewegung. Die An- und Entspannung wird über den leichten Druck der Hand des Menschen ausgelöst. Zudem wird hierbei die Eigenwahrnehmung des Körpers gefördert. Der Hund muss sich auf sich selbst und seinen Körper konzentrieren und fährt so seinen Erregungszustand sukzessive runter. Körper und Geist befinden sich immer in einem engen Zusammenspiel. Und so können wir mit isometrischen Übungen über die Bewusstmachung des Körpers auch eine geistige und seelische Entspannung herbeiführen.

Es ist übrigens sinnvoll, wenn du nicht erst im Stressmoment selbst mit dem Aufbau der isometrischen Übungen beginnst, sondern schon vorher. So kennt dein Hund sie bereits und sie können als konditionierte Entspannung genutzt werden. Ich stelle dir im Folgenden verschiedenen isometrische Handgriffe vor, die du sehr leicht mit deinem Hund umsetzen kannst.

Isometrische Übungen zur Stressreduktion deines Hundes

Für die Übungen sollte dein Hund immer auf einem rutschfesten, ebenen Untergrund stehen.

Die erste Position:

Hocke dich als erstes hinter deinen Hund. Lege nun deine Hände seitlich auf die Oberschenkel deines Hundes. Gebe mit deiner rechten Hand leichten Druck auf den Oberschenkel nach links. Du wirst spüren, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position ca. 3 Sekunden und federe nicht nach. Lasse nun langsam wieder locker. Gebe jetzt mit der linken Hand leichten Druck nach rechts. Du wirst wieder spüren, dass dein Hund seine Muskeln anspannt und gegenhält.

Halte diese Position wieder für ca. 3 Sekunden und lasse dann langsam locker.

Die zweite Position:

Hocke dich nun vor deinen Hund, sodass ihr euch anschaut. Lege deine Hände seitlich auf die Schultern deines Vierbeiners. Als erstes übst du mit deiner rechten Hand leichten Druck auf die Schulter aus. Du wirst nun wieder spüren, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit. Federe nicht nach und erhöhe auch nicht den Druck. Lasse langsam wieder locker und übe mit der linken Hand einen leichten Druck auf die andere Schulter aus. Wenn du spürst, dass dein Hund gegenhält, hältst du diese Position wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit und lasse dann langsam locker.

Für den nächsten Griff legst du deine Hände auf die Brust deines Hundes. Übe nun einen leichten Druck aus, als würdest du ihn von dir wegschieben. Halte den Druck wieder für die in der Trainingsempfehlung angegebene Zeit.

Achte darauf, dass der Druck, den du ausübst, nie stark oder ruckartig passiert. Gib deinem Hund zwischendurch die Möglichkeit, sich zu lockern.

Wie oft und wie lange?

Beginne mit einmal täglich 3 Wiederholungen á 3 Sekunden pro Übung.

Der große Vorteil an isometrischen Übungen ist, dass du sie immer und überall und in wirklich jeder Situation mit deinem Hund durchführen kannst. Welche Tipps hast du, damit dein Hund sich in stressigen Situationen entspannt? Teile sie gern in den Kommentaren mit anderen Hundefreunden!

 

Beinwell Wickel  – sanfte Hilfe aus der Natur bei Gelenkproblemen & Schmerzen

Beinwell Wickel – sanfte Hilfe aus der Natur bei Gelenkproblemen & Schmerzen

Bereits der Name Beinwell verrät uns, seine hauptsächliche Wirkung. Traditionell wurde er bei Knochenbrüchen eingesetzt. Ursprünglich stammt der Beinwell aus Osteuropa und Asien. Mit der Zeit hat er sich aber in Europa und Nordamerika verbreitet. Das die Pflanze recht robust und nicht besonders anspruchsvoll ist, tut da sicher ihr übriges. Den Namen Beinwell erhielt die Pflanze, weil ihr eine heilungsfördernde Wirkung auf Muskeln, Sehnen, Haut und Knochen nachgesagt wird.

Was genau ist Beinwell?

Der Beinwell ist eine Staude, mit rauhaarigen, stark geäderten herablaufenden Blättern, die bis zu 30 cm breit und 50 cm lang werden können. Die Blüten des Beinwells sind weißlich bis gelblich, rötlich bis blauviolett. Insgesamt kann die Pflanze bis zu 1,50 cm hoch werden. Sie wächst sehr schnell und man kann sie 5-6 Mal im Jahr schneiden. Die Wurzeln des Beinwells sind außen dunkelbraun und innen fleischig und weiß. Sie entwickeln ein weitläufiges Wurzelsystem und eine Wurzel kann sogar armdick werden und bis zu einem Meter lang werden.

Diese Stoffe sind in Beinwell enthalten

Im Beinwell finden sich Allantoin, Aspargin, Cholin, Flavonoide, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren, Schleimstoffe und Triterpenoide. Auch der Anteil an Vitamin B12 ist extrem hoch. Weitere Bestandteile sind Panthothensäure, Niacin, Riboflavin, Vitamin A, Vitamin C, Kalium und Calcium.

Zusätzlich sind im Beinwell folgende Inhaltsstoffe enthalten: Chlorophyll, Phosphor und viele Spurenelemente.

Wie wirken die Stoffe des Beinwells?

Der Wirkstoff von dem wir beim Einsatz beim Mensch und Hund am meisten profitieren ist Allantoin. Er ist in allen Pflanzenteilen enthalten und es handelt sich um ein Stoffwechselprodukt, dass eine wundheilende und zellregenerierende Wirkung hat. Allantoin kann auch synthetisch hergestellt werden, aber man vermutet, dass das natürliche im Beinwell vorkommende Allantoin vor allem durch das Zusammenspiel mit den anderen enthaltenen Inhaltsstoffen synthetischen Produkten überlegen ist.

Extrawissen: Aufgrund lebertoxischer Inhaltsstoffe wird Beinwell nur äußerlich angewendet.

In der Naturheilkunde wird die Wurzel der Beinwellpflanze daher vor allem bei:

eingesetzt.

Aber auch bei Ekzemen, Stichen, Mastitis, Hautausschlägen, Krampfadern, Konjunktivitis, Hautgeschwüren oder Wunden kann es Linderung verschaffen und die Heilung fördern.

Extrawissen: ich empfehle dir, getrockneten Beinwell beim Krallenschneiden stets bereitzuhalten. Er ist ein sehr wirksamer Blutstiller. Wenn du ihn einfach auf die Wunde tupfst, wird die Blutung sofort gestoppt.

Wann solltest du auf Anwendungen bzw. Produkten mit Beinwell verzichten?

  • bei Welpen
  • für trächtige und laktierende Hündinnen ist er nicht geeignet
  • bei Hunde mit Lebererkrankungen

So kannst du Beinwell bei deinem Hund einsetzen

Meistens wird die Wurzel als Umschlag oder in einer Salbe verwendet. Es können aber auch Blätter und die Wurzel verwendet werden. Ich selber setze Beinwell beim Hund sehr gern als Wickel ein. So lässt er sich sehr gut bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose, Verstauchungen, Sehnen- und Bandverletzungen, Muskelverletzungen und Verspannungen, sowie Arthritis gezielt am „Ort des Geschehens“ einsetzen.

So stellst du einen Beinwell Wickel her

Wickel mit Wurzelpulver

Wenn du zur Herstellung eines Beinwell Wickels Wurzelpulver verwendest, rührst du das Pulver mit kaltem oder heißem Wasser zu einem Brei an. Diesen Wurzelbrei trägst du dann dick auf ein Leintuch auf. Schlage es dann ein und lege den Wickel dann auf die gewünschte Stelle. Du kannst den Wickel dann noch mit einem Außentuch befestigen, um ein verrutschen zu verhindern.

Wickel mit frischer oder getrockneter Wurzel

Wenn du die frische oder getrocknete Wurzel verwendest, dann solltest du die getrocknete Wurzel möglichst klein hacken oder auch mahlen. Dann kochst du sie 10-20 Minuten auf. Danach siebst du sie ab und trägst die feuchte Masse auf ein Leinentuch auf, schlägst es ein und legst den Wickel auf die betroffene Stelle auf.

Beinwell Wickel mit Blättern

Wenn du die Blätter des Beinwells für einen Wickel nutzen möchtest, dann musst du im ersten Schritt die frischen Blätter mit einem Nudelholz walzen. Dadurch werden die Fasern gebrochen. Nun legst du die Blätter kurz in schwach kochendes Wasser. Im Anschluss nimmst du die Blätter und legst sie auf ein Leinentuch. Schlage dies ein und lege es auf die Stelle, die du behandeln möchtest

Das solltest du bei der Anwendung des Beinwell Wickels beachten

Dein Hund sollte bei einer Anwendung mit einem Wickel ruhen. Achte darauf, dass er nicht friert. Wenn du einen Wickel beim Hund anwendest, solltest du nach wenigen Minuten die Reaktion auf seiner Haut überprüfen. Wenn die Haut stark errötet oder Pusteln auftreten, solltest du den Wickel sofort entfernen. Achte darauf, dass bei einem warmen Wickel die Temperatur des Wickels nicht zu hoch ist. Das kannst du leicht überprüfen, wenn du die Temperatur des Wickels an der Innenseite deines eigenen Handgelenks überprüfst. Wenn du den Wickel auflegst, solltest du immer schauen, dass du ihn faltenfrei auflegst. Gebe deinem Hund nach der Anwendung des Wickels etwas Zeit, nachzuruhen.

Wie lange und wie häufig?

Wenn dein Hund es toleriert, kannst du den warmen Wickel zwischen 15-30 Minuten aufliegen lassen, bis er kalt geworden ist. Bei kalten Wickeln im Gegenzug, kann er aufliegen, bis er warm geworden ist. Einen Wickel kannst du ohne weiteres auch 2 Mal täglich anwenden.

Wenn du deinen Hund gern mit naturheilkundlichen Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt, dann kann ich dir übrigens die SHOP APOTHEKE sehr ans Herz legen. Dort findest du eine Vielzahl an hochwertiger Produkte für die Gesundheit deines Hundes!

Hast du bereits Erfahrungen mit Beinwell im Einsatz beim Hund gesammelt? Teile sie gern mit mir und anderen Hundefreunden in den Kommentaren.

 

 

OCD  beim Junghund – wenn der junge Hund Gelenkprobleme bekommt

OCD beim Junghund – wenn der junge Hund Gelenkprobleme bekommt

Wenn ein Welpe oder junger Hund einzieht, geht man grundsätzlich davon aus, dass das neue vierbeinige Familienmitglied fit und gesund ist. Denn welche Krankheiten – und vor allem Gelenkerkrankungen – soll ein so junger Hund in den ersten Lebensjahren schon bekommen.

Doch weit gefehlt. Es gibt Gelenkerkrankungen die insbesondere in den ersten Lebensmonaten des jungen Hundes auftreten. Dazu gehört auch die OCD beim Junghund. Sie tritt in der Regel zwischen dem 4. und 8.  Lebensmonat auf. Also dann, wenn man als Hundehalter eigentlich denkt, dass man eine unbeschwerte Zeit mit seinem Hund verlebt und er vor Gesundheit nur so strotzt.

Bei der OCD sind immer die Gelenke betroffen, die besonders belastet und genutzt werden. In der Hauptsache tritt die OCD im Schultergelenk des jungen Hundes auf. Aber auch Knie, Ellbogen und Sprunggelenk können betroffen sein. Da die OCD beim Junghund in den meisten Fällen in der Schulter auftritt, schauen wir uns zunächst die Anatomie des Schultergelenks etwas näher an.

Wie setzt sich das Schultergelenk zusammen? OCD beim Junghund

Das Schultergelenk besteht aus Schulterblatt und Oberarm. Beim Hund liegen die Schulterblätter seitlich an der Brustwand an. Im Gegensatz zum Menschen sind sie bei unserem Hund nur durch große Muskelstränge mit dem Brustkorb verbunden. Das Schulterblatt hat eine leicht dreieckige Form und ist ein flacher Knochen. Seine Spitze ist nach unten gewinkelt. Die Ränder des Schulterblatts kannst du gut ertasten. Die nach unten zeigende Spitze bildet eine Gelenkpfanne. Dorthinein passt der Kopf des Oberarmknochens. Schulterblatt und Oberarm bilden so ein sogenanntes Kugelgelenk.

Extrawissen: ein Kugelgelenk bildet sich aus einer schalenförmigen Gelenkpfanne, die einen kugelförmigen Gelenkkopf umfasst.

Im Schultergelenk und auch außen gibt es straffe Bänder, die nur eine Beugung und Streckung des Gelenks zulassen. Eine Bewegung nach links und rechts hingegen ist nur minimal möglich.

Die Entstehung einer OCD beim Junghund

Beim Welpen und Junghund ist das Skelett noch in der Entwicklung. Es besteht nicht durchgehend aus Knochen, sondern noch aus weichem Knorpelgewebe.

Im Verlaufe des Wachstums werden die Knorpelzellen dann nach und nach von Knochenzellen ersetzt. So kommt es zu einer Verknöcherung und Festigung des Skeletts. Gleichzeitig gewährleistet sie auch die Ernährung und Sauerstoffversorgung der Knochen- und Knorpelzellen. Während des Wachstums gibt es verschiedene Auslöser, die zu Störungen in der Verknöcherung führen.

Was passiert?

Diese Auslöser haben gemeinsam, dass durch sie der Knorpel unregelmäßig an Dicke zunimmt. In der Folge wird aber der darunterliegende Knorpel und die Knochenmasse nicht mehr genügend versorgt. Es kommt zum Absterben der Zellen.

Kommt es dann zu einer größeren Beanspruchung, reißt der Knorpel ein. Nun dringt Gelenkflüssigkeit in den entstandenen Spalt ein. Dadurch kann das abgesplitterte Knorpelfragment nicht wieder anheilen. Es schwimmt nun frei in der Gelenkflüssigkeit. In der Bewegung löst es Schmerzen aus und es entsteht eine Gelenkarthrose. Ein solches freies Knorpelstück nennt man Corpora Libre.

Die Auslöser für eine OCD

Für die OCD gibt es verschiedene Auslöser. Zum einen ist eine genetische Vorbelastung möglich. Auch eine übermäßige Aktivität sowie Übergewicht im Junghundalter begünstigen die Entstehung einer OCD.  Doch auch die Fütterung kann ein Auslöser sein. So kann es zu einem zu schnellen Wachstum durch zu energiereiches Futter kommen. Zudem fördert die übermäßige Gabe von Mineralstoffen und Vitaminen eine OCD. Doch auch ein Unfall oder Sturz als Ursache sind möglich.

Gibt es Hunde, die besonders häufig betroffen sind?

Wie gerade bereits erwähnt, gibt es Rassen, die eine genetische Prädisposition haben. Dazu gehören beispielsweise der Deutsche Schäferhund, Golden Retriever und die Deutsche Dogge. Doch auch Rassen wie Rottweiler, Labrador und Berner Sennenhunde können betroffen sein. Alle Rassen haben gemeinsam, dass sie als erwachsene Hunde ein Gewicht von 25kg und mehr erreichen können. Rüden sind jedoch häufiger betroffen als Hündinnen.

Was sind die Folgen? OCD beim Junghund

Eine OCD löst einen Teufelskreis aus. Mit dem abgesplitterten Knorpelfragment ist der Grundstein für Arthrose gelegt. Diese schreitet immer weiter fort. Gleichzeitig ist die Bewegung der Schulter schmerzhaft und eingeschränkt. Der betroffene Hund verliert immer weiter an Muskulatur. Es entstehen Schonhaltungen, um Schmerzen zu vermeiden, was wiederum zu Überlastung in anderen Körperbereichen führt. Durch das Schonen schreitet in der Folge aber auch die Arthrose weiter fort, was zu immer stärker werdenden Bewegungseinschränkungen und Schmerzen führt.

Wie sind die Symptome für eine OCD?

  • Die ersten Symptome treten in der Regel zwischen dem 4. und 8. Lebensmonat auf. Ein betroffener Hund lahmt meist nach Belastung.
  • Der betroffene Lauf wird nach außen gedrückt und der Oberarm wird möglichst nah an den Körper gedrückt.
  • Man kann fühlen, dass das Schultergelenk erwärmt und geschwollen ist.
  • Der Hund vermeidet das Beugen und Strecken des Laufes, denn es ist schmerzhaft.
  • In der Folge ist dann auch die Schrittlänge ist verkürzt und die Beweglichkeit des Gelenks eingeschränkt.
  • Belastungen durch Sprünge beispielsweise vermeiden betroffene Hunde von sich aus.
  • Die Muskulatur ist schwächer als am anderen Vorderlauf.

Wie wird eine OCD diagnostiziert?

Aufgrund der klassischen Symptome, die im Junghundalter auftreten ergeben sich erste Anhaltspunkte für die Diagnose. Durch ein bildgebendes Verfahren wie eine Röntgenaufnahme kann dann die OCD sichtbar gemacht werden.

Die Behandlung der OCD beim Junghund

Wenn es sich um eine leichte OCD ohne freie Knorpelteilchen handelt, kann eine konservative Therapie versucht werden. Im Detail bedeutet das die Gabe von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten. Begleitend muss der Hund strikt über einen längeren Zeitraum an der kurzen Leine geführt werden. Sprünge, Rennen etc. sind absolut tabu. Gibt es bereits abgelöste Knorpelteilchen, ist eine chirurgische Entfernung dieser meist unumgänglich.

In diesem Fall muss man wirklich sagen, je früher die Corpora Libre entfernt werden, desto geringer ist das Ausmaß von Arthrose. Eine frühe OP macht an dieser Stelle wirklich Sinn, auch wenn ich grundsätzlich ein Freund davon bin, operative Eingriffe möglichst zu umgehen und alle anderen Mittel auszuschöpfen.

Extratipp: Vorsorgen mit einer Hunde-OP-Versicherung der HanseMerkur!

An dieser Stelle kann ich dir übrigens ans Herz legen, dass sich eine OP-Versicherung für deinen Hund auch schon im Junghundalter absolut bezahlt macht. Die HanseMerkur hat hierzu eine ganz neue Versicherung entwickelt, um dich in solchen Situationen zu unterstützen. Denn in dem Moment, wo der geliebte Vierbeiner eine solche Diagnose bekommt, hat man 1000 Dinge im Kopf. Häufig auch die Finanzen, da ein operativer Eingriff in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist. Mit einer entsprechenden OP-Versicherung nimmt dir die HanseMerkur zumindest diese Sorge und du kannst dich zu 100% auf deinen Hund und seine Gesundheit konzentrieren. Die entsprechenden Konditionen und Tarife einer Hunde-OP-Versicherung hat die HanseMerkur hier für dich zusammengefasst: https://www.hansemerkur.de/hunde-op-versicherung

Physiotherapie ist unverzichtbar bei einer OCD beim Junghund

Im Anschluss an die Entfernung der Knorpelteilchen ist eine entsprechende Physiotherapie für den Hund wichtig. Normale Bewegungsabläufe sollten trainiert werden, damit sich nicht unsaubere Bewegungen durch die Lahmheit manifestieren und den Hund sein Leben lang begleiten. Zugleich wird durch die Physiotherapie die Beweglichkeit gefördert, die Muskulatur trainiert, Schmerzen gemildert und Verspannungen durch Schonhalten gelöst. Auch wenn man bei einer leichten OCD auf eine operative Entfernung der Knorpelfragmente verzichtet, sollte eine physiotherapeutische Behandlung angeschlossen werden.

Kann man eine OCD beim Junghund vermeiden?

Ist der Hund genetisch vorbelastet, dann ist es kaum möglich, die OCD zu vermeiden. Wohl aber hat man mit einer entsprechend frühen Diagnostik und angeschlossenen Behandlung die Möglichkeit, das Ausmaß der Erkrankung möglichst gering zu halten.

Bei Welpen und Junghunden sollte man weiterhin auf eine angemessene Bewegung achten. Dein junger Hund darf sich ausprobieren, tollen und rennen. Doch alles in einem gesunden Maß. Achte darauf, dass er sich nicht überanstrengt. Dinge wie das Laufen am Fahrrad ist bei jungen Hunden vor Abschluss des Wachstums tabu. Sprünge, abrupte Stopps und enge Wendungen sollten vermieden werden. Wichtig ist auch eine altersgerechte Fütterung. Der Hund sollte nicht zu energiereich ernährt werden und auch das Gewicht deines Hundes sollte sich im Normalbereich bewegen. OCD beim Junghund OCD beim Junghund OCD beim Junghund OCD beim Junghund

 

Dürfen Hunde Treppen steigen? – das sind die Go´s & No Go´s!

Dürfen Hunde Treppen steigen? – das sind die Go´s & No Go´s!

Ob Hunde Treppen steigen dürfen ist eine der häufigen Fragen, die mir gestellt werden. Es ist ein Thema, dass unter Hundehaltern viel diskutiert wird und für viele gibt es nur schwarz oder weiß.  Da heißt es dann, dass Treppen steigen für Hunde grundsätzlich schädlich und zu vermeiden ist. Denn Treppen steigen führt bei unseren Vierbeinern zwangsläufig zu Arthrose, Rückenproblemen etc.. Aber kann man das so stehen lassen? Hund Treppe

Ist Treppen steigen für Hunde so schädlich, wie es immer gesagt wird? Hund Treppe

Ich kann dir gleich sagen, dass es aus meiner Sicht als Hundephysio keine Antwort gibt, die schwarz oder weiß ist. Fangen wir bei Welpen an. Das ist das wohl strittigste Thema. Wer schon einmal ein Röntgenbild vom Skelett eines Welpen gesehen hat, der weiß, dass der Bewegungsapparat bei jungen Hunden tatsächlich noch ziemlich „unfertig“ ist. Das bedeutet im Umkehrschluss daher auch, dass ich grundsätzlich darauf achten sollte, dass die Aktivitäten auf das unfertige Skelett angepasst sein soll. Daher sollte ein Hund auch nicht am Fahrrad laufen, bevor er nicht ausgewachsen ist. Beim Thema Treppensteigen empfehle ich ebenfalls, in den ersten etwa sieben Lebensmonaten den jungen Hund zwar an das Thema Treppen steigen heranzuführen. Dennoch halte ich es für schädlich, wenn ein Welpe in diesem Alter mehrmals täglich Treppen steigt. www.doggy-fit.com

Bedeutet also: in den ersten Lebensmonaten sollte man den Welpen an das Thema Treppen steigen heranführen, damit er später sicher und souverän Treppen läuft. Doch regelmäßiges Treppensteigen in den 3. Stock halte ich in den ersten ca. 7 Lebensmonaten durchaus für grenzwertig. Wenn ein junger Hund aber ab und an ein paar Stufen hinauf und hinab läuft, wird das eher keine Gelenkprobleme bei ihm auslösen.

Darf der Hund denn Treppen steigen, wenn er erwachsen ist?

Schritt eins ist für mich persönlich, dass ich es wichtig finde, dass Hunde Treppen langsam laufen und nicht mehr oder weniger hinauf- und hinabstürzen.

Wenn man einen jungen Hund Schritt für Schritt daran heranführt, dann funktioniert das meist ganz gut. Aus eigener Erfahrung ist es aber beispielsweise bei Hunden aus dem Tierschutz, die zum Teil einfach keine Treppen kennen, gar nicht so einfach. Oft fürchten sie sich und das Treppenlaufen wird dann eher hektisch absolviert, um es hinter sich zu bringen. Dem Hund hilft es grundsätzlich, wenn du ihn führst – und zwar an der Leine. Wenn ein Hund regelmäßig Treppen laufen muss und das für ihn schwierig ist, dann solltest du in jedem Fall einen Hundetrainer zu Rate ziehen.

Aber ist es denn nun schädlich, wenn mein Hund regelmäßig Treppen steigen muß? Hund Treppe

Hier unterscheide ich ein wenig zwischen treppauf – und treppab laufen. Wenn Hunde eine Treppe langsam hinauflaufen, kann man das sogar gut als kleines Training nutzen. Laufen Hunde treppab, lastet das Körpergewicht recht ungünstig auf den Vorderläufen. Die Belastung ist durch die Körperhaltung recht hoch.

Viele Hundehalter wohnen aber nun einmal nicht im Erdgeschoss und der Hund muss regelmäßig Treppen bewältigen. Wenn man in der 1. Etage wohnt, empfinde ich das auch nicht als dramatisch. Wenn der Hund mehrmals täglich in die 3. oder 4. Etage laufen muss, dann sehe ich das schon als ordentliche Belastung für die Gelenke. Insbesondere, wenn Hunde dann älter werden, kann das zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Hund Treppe

Wenn du Treppen in deinem Haus hast und nicht möchtest, dass dein Hund unkontrolliert hinauf und hinabläuft, dann hilft oft schon ein Babygitter. So kannst du genau steuern, wann und wie oft dein Hund die Treppe läuft.

Was ist mit Treppenlaufen, wenn mein Hund bereits Gelenkprobleme hat?

Dann stehe ich dem Thema durchaus kritisch gegenüber. Mir ist bewusst, dass es sich im täglichen Leben nicht immer vermeiden läßt. Aber für einen Hund mit Ellbogenarthrose ist das Treppablaufen eher schädlich und kann schmerzhaft sein. Auch Hunde mit Rückenproblemen haben oft Schwierigkeiten und es ist schmerzhaft für sie.

Fazit zum Thema Treppen laufen beim Hund Hund treppe

Grundsätzlich dürfen Hunde Treppen laufen. Leidet ein Hund unter Gelenkproblemen, ist es eher schädlich. Auch junge Hunde sollten nicht unkontrolliert Treppen laufen, aber an das Thema herangeführt werden. Es ist auch kein Drama, wenn ein Welpe ein paar Stufen hinauf- und hinabläuft.

Bei einem gesunden, erwachsenen Hund ist für mich das gesunde Mittelmaß entscheidend. Jeden Tag 3x täglich in die 5. Etage rauf und runter laufen zu müssen, halte ich nicht für sinnvoll. In einem normalen Maß, beispielsweise in die 1. oder 2. Etage, halte ich es allerdings für absolut in Ordnung. Grundsätzlich ist es super, wenn Hunde möglichst langsam und kontrolliert Treppen laufen.

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Retterspitz – Wickel  – schneller Helfer gegen Gelenkschmerzen beim Hund

Retterspitz – Wickel – schneller Helfer gegen Gelenkschmerzen beim Hund

Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Hüftdysplasie sind auch für unsere Hunde oftmals schmerzhaft. Natürlich sollte kein Vierbeiner Schmerzen leiden. Unterstützung hole ich mir da gern aus der Natur und bin ein großer Freund von Wickel-Umschlägen. Neben dem Quarkwickel nutze ich auch gern Retterspitz Wickel, um Hunden bei Gelenkschmerzen schnelle Erleichterung zu verschaffen.

Retterspitz wird bei Entzündungen aller Art genutzt. Die Wickel können sowohl warm als auch kalt angelegt werden. Ich nutze bei der Anwendung an Gelenken allerdings in der Regel die kalte Variante.

Wann hilft ein Retterspitz-Wickel deinem Hund?

Übrigens auch bei Insektenstichen kannst du den Wickel prima anwenden. Aber: die Anwendung von Wickeln ersetzt nicht grundsätzlich den Besuch beim Tierarzt. Bei schweren Erkrankungen oder bei Insektenstichen im Hals- und Mundraum solltest du bitte umgehend deinen Tierarzt aufsuchen.

Wann sind Retterspitz-Wickel tabu?

  • offene Wunden
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • schwere Herzerkrankungen
  • arterielle Durchblutungsstörungen
  • Karzinom
  • Überempfindlichkeit gegen Kälte
  • Allergien oder Unverträglichkeiten gegen die Inhaltsstoffe

Das brauchst du für den Wickel mit Retterspitz

  • Leintuch oder ein Baumwolltuch für das Innentuch
  • Baumwoll als Zwischentuch (am besten ein wenig größer als das Innentuch)
  • evt. Baumwoll- oder Frotteetuch zum Fixieren
  • Retterspitz
  • kaltes oder heißes Wasser
  • eine Schüssel

So machst du den Retterspitzwickel richtig

Du nimmst die Retterspitz Tinktur/Flüssigkeit und mischst sie mit kaltem Wasser. Tauche darin dann ein Leintuch ein und wringe es aus. Dies kommt dann auf die betroffene Stelle. Darüber wickelst du ein trockenes Zwischentuch und fixierst den Wickel je nach Position dann noch mit einem Außentuch. Bitte achte darauf, dass du den Wickel nicht zu straff anlegst und dass sich keine Falten bilden.

Überprüfe nach einigen Minuten die Haut deines Hundes auf Reaktionen. Wenn dein Hund auf den Wickel mit einer starken Rötung oder Pustelbildung reagiert, nehme ihn bitte sofort ab. Ist der Wickel warm geworden, nimmst du ihn wieder ab.

Achte darauf, dass dein Hund während der Anwendung ruht und nicht friert. Wenn du den Wickel warm anwendest, sollte er nicht zu heiß sein. Überprüfe die Temperatur auf der Innenseite deines eigenen Handgelenks. Gebe deinem Hund nach dem Wickel etwas Zeit um nachzuruhen.

Wie lange sollte der Wickel aufliegen und wie oft kann man ihn anwenden?

Der Wickel sollte heruntergenommen werden, wenn er warm wird (bei einer kalten Anwendung). Bei einem warmen Wickel, wenn dieser erkaltet ist. Das passiert in der Regel nach 15-30 Minuten. Grundsätzlich solltest du aber auch die Toleranz deines Hundes berücksichtigen. Bei Bedarf kannst du die Wickel ohne Bedenken mehrmals täglich anwenden.

 

 

 

 

6 wertvolle Tipps für den Herbst – so unterstützt du deinen arthrosegeplagten Hund

6 wertvolle Tipps für den Herbst – so unterstützt du deinen arthrosegeplagten Hund

Wenn ein Hund unter Gelenkerkrankungen wie Arthrose, Hüftdysplasie oder Spondylose leidet, kommt mit dem Herbst die Jahreszeit, in denen die Gelenke oft Schmerzen und jeder Schritt schwer fällt.

Zwar kann man die Gelenkprobleme meist nicht „beseitigen“ und heilen, aber es gibt viele Möglichkeiten, wie du deinem Hund bei nasskaltem Wetter Erleichterung verschaffen kannst.

Nun neigt sich der Sommer langsam dem Ende und die Tage werden kürzer. Doch auch die Temperaturen sinken und die regnerischen Tage werden mehr. Da sich die widrigen Wetterbedingungen meist über viele Monate ziehen, kannst du mit dem Tipps, die ich dir in diesem Artikel verrate, die Lebensqualität deines Hundes deutlich verbessern.

Mit diesen 6 Tipps kommt dein Hund besser durch die kalte Jahreszeit, wenn er unter Gelenkproblemen leidet

Wärme

Wärme hilft deinem Hund sehr gut, wenn er unter Gelenkschmerzen leidet. So kann man sie sehr gut einsetzen, wenn ein Hund unter nichtentzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates leidet. Ich wende Wärme gern bei Arthrose, Ellbogendysplasie, Hüftdysplasie und Spondylose ein – immer außerhalb eines akuten Schubs. Aber auch bei chronisch-rheumatischen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen hilft Wärme hervorragend. Zusätzlich fördert die Wärme auch die Gelenkbeweglichkeit.

Du kannst Wärmetherapie ganz einfach einsetzen mit Hilfe von Rotlicht, Kirschkernkissen und Hotpacks. Eine ausführliche Anleitungen, wie es richtig funktioniert, findest du hier: Wärmetherapie – so setzt du sie bei Gelenkerkrankungen richtig ein.

Quarkwickel

Nicht nur Wärme hilft sehr gut bei Gelenkbeschwerden sondern auch Kälte. Besonders gern empfehle ich hier Quarkwickel. Sie sind schnell gemacht, man hat eigentlich immer alles dafür im Haus und sie wirken schnell.

Ich liebe diese althergebrachten und in ihrer Wirkung erprobten „Hausmittel“, die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Deshalb möchte ich dir heute den Quarkwickel empfehlen. Der Quarkwickel ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Am effizientesten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung/Reizung. Wie du ihn am besten anwendest und was du dafür brauchst, habe ich dir hier zusammengefasst: Quarkwickel – so hilft er deinem Hund bei Schmerzen.

Hundemantel

Entscheidend, ob ein Hund einen Hundemantel benötigt, ist weder seine Größe, noch die Länge des Fells. Klar, für viele kurzfellige und windhundartige Hunderassen ist er so oder so unverzichtbar. Aber nicht nur da macht er Sinn.

Besonders für ältere Hunde und Vierbeiner mit Gelenkerkrankungen ist ein Hundemantel sehr sinnvoll, denn er schützt den Rücken und die Gelenke vor widrigen Wetterbedingungen. Er bietet umfassenden Schutz davor, dass Kälte und Feuchtigkeit in die Gelenke kriechen. Alle wichtigen Fakten erfährst du in meinem Artikel zu den wichtigsten Fakten bei der Auswahl des Hundemantels.

Warmer Liegeplatz

Hunde schlafen viel mehr, als wir es meist wahrnehmen. 17-20 Stunden sind ganz normal. Und auch wenn sie nicht schlafen, liegen sie oft in ihrem Bettchen und ruhen sich aus und dösen. Daher sollte man grundsätzlich – aber insbesondere wenn ein Hund Gelenkprobleme hat oder älter ist – darauf achten, dass er auf einem hochwertigen Hundebett liegt, dass eine gute Matratze hat. Das sorgt nicht nur für eine gute Lagerung der Gelenke und der Wirbelsäule und eine gute Durchblutung sondern kann auch eine Schmerzlinderung unterstützen.

Angepasste Bewegung – aber nicht komplett schonen

Wenn das Wetter so richtig schmuddelig wird, werden auch die Spaziergänge  manches Mal kürzer. Das ist auch legitim. Dennoch ist es wichtig, deinen Hund mobil zu halten. Ansonsten schreitet die Arthrose im Gelenk weiter fort und die Muskulatur deines Hundes baut ab. Ein gezieltes, regelmäßiges Bewegungstraining mit aktiven Übungen ist eine tolle Möglichkeit, kürzere Spaziergänge auszugleichen.

Extratipp: bei Gelenkproblemen ist es so oder so sinnvoll, dass dein Hund mehrere kürzere Spaziergänge über den Tag verteilt hat. So verkürzt sich die Regenerationszeit deutlich. hier wichtig für deinen Hund als Ergänzung zu täglichen Spaziergängen.

Schmerzlinderung mit Nahrungsergänzungsmitteln

Es gibt viele Helferlein aus der Natur, mit denen du deinen Hund bei Gelenkproblemen gut unterstützen kannst. Je nach dem wirken sie schmerzlindernd und auch entzündungshemmend. Viele nähren das Gelenk auch und unterstützen den Knorpel. Weihrauch, Teufelskralle, Ingwer, Hagebutte und Sanddornbeere sind nur einige Beispiele. Insgesamt hält unsere Natur eine große Vielfalt an natürlichen Mitteln bereit, um den Gelenken des Hundes Unterstützung zu bieten.

 Arthrose Hund Arthrose Hund

7 Tipps, mit denen du einem Hund mit Behinderung das Leben erleichterst!

7 Tipps, mit denen du einem Hund mit Behinderung das Leben erleichterst!

Wenn ein Hund eine Behinderung hat, so muss man sein Leben im Alltag immer wieder auf die Bedürfnisse des Hundes anpassen. Viele Hundehalter sind verunsichert, wenn der Hund aufgrund einer Erkrankung Probleme in der Fortbewegung hat oder beispielsweise aufgrund einer Amputation sogar nur noch auf drei Beinen unterwegs  ist. Schnell fühlt man sich überfordert, weil sich plötzlich so vieles im Alltag ändert. Genauso sieht es aus, wenn man überlegt, einem älteren Vierbeiner oder einem Hund mit Handicap ein Zuhause zu schenken. Die Verunsicherung ist groß, wie man dem Hund gerecht werden kann. Man muss sein Leben neu einrichten und auf die besonderen Bedürfnisse des Hundes anpassen.

Handicap?! – Kein Grund zur Sorge!

Wenn du in dieser Situation bist, dass dein Hund aufgrund seines Alters Hilfestellung benötigt oder unter einem Handicap leidet, möchte ich dir gern deine Sorgen nehmen. Deshalb stelle ich dir in diesem Blogartikel einfache Tipps und Hilfsmittel zusammen, mit denen du euer Zusammenleben und den Alltag deines Hundes erleichtern kannst.

So erleichterst du dir und deinem Hund den Alltag!

Das Angebot an Hilfsmitteln für Seniorhunde und bei Handicaps wird immer größer – doch viele Hundehalter kennen diese noch gar nicht! Das Argument: „ Es ist ja immer noch ein Hund!“ lasse ich da übrigens nicht gelten. Sowohl für dich, als auch für deinen Hund bieten solche Hilfsmittel eine enorme Erleichterung im Leben. Diesen Punkt halte ich für extrem wichtig, denn es spart euch Zeit und Energie für tolle gemeinsame Aktivitäten. Und weshalb sollte man die Entwicklungen im Veterinärbereich nicht nutzen und das Leben leichter machen?!

Mit diesen Tipps erleichterst du deinem Hund das Leben:

  • Klar, schon beim Thema erhöhter Wasser-/Futternapf gibt es Diskussionen. Ich weiß, der Wolf bekommt sein Kaninchen auch nicht auf dem Baumstamm serviert um sich nicht bücken zu müssen. Aber du kannst dir sicher vorstellen, welche Erleichterung eine erhöhte Futterbar für deinen Hund bedeutet
  • Lege die Bereiche im Haus oder in der Wohnung, auf denen dein Hund sich am meisten bewegt, mit rutschfestem Teppich, Yogamatten, Kunstrasen oder ähnlichem aus. Das gibt ihm Halt und verhindert Stürze.
  • In der kalten Jahreszeit bietet ein wärmender Mantel– schützt deinen Hund davor auszukühlen, hält Gelenke und Muskulatur geschmeidig und beugt Verspannungen vor.

Auch erleichterst du dir und deinem Hund das Leben:

    • Hunderampen fürs Auto – klar, einen kleinen Hund kannst du leicht ins Auto heben. Bei einem größeren Hund, lege ich dir eine Hunderampe ans Herz. Hier kann dein Hund sicher ins Auto und wieder heraus steigen kann.
    • Tragehilfen beim Treppensteigen – einen kleinen Hund kann man bequem tragen, doch ist der Hund größer oder schwerer, wird es problematisch. Es ist gefährlich für dich und deinen Hund, da ihr aus dem Gleichgewicht kommen könntet und die Sturzgefahr steigt. Es gibt praktische Tragehilfen, die euch ein leichtes und sicheres Treppensteigen ermöglichen. Achte darauf, dass die Tragehilfe aus Neopren ist und eine gute Passform hat. Sie sollte keinesfalls einschneiden, da das für deinen Hund schmerzhaft ist.
    • orthopädische Hundebetten – guter Schlaf ist wichtig für jeden Hund. Doch besonders für ältere, erkrankte und Hunde mit Handicap ist es sehr wichtig gelenkschonend gelagert zu sein. Dein Hund liegt nicht nur perfekt, auch die Blutzirkulation ist optimal und Schmerzen können gelindert und vermieden werden.
Die Orthopädietechnik hält eine Vielzahl an Lösungen bereit:

Orthopädietechnik für Hunde – sie steckt längst nicht mehr in den Kinderschuhen. Und sie entwickelt sich rasant. Angelehnt an den Humanbereich werden immer mehr Möglichkeiten entwickelt, deinen Hund mit Handicaps zu unterstützen. So sind folgende Produkte heute weit verbreitet. Zumeist ist eine Maßanfertigung für optimale Entlastung und Passform sinnvoll.

  • Bandagen
  • Orthesen
  • Prothesen
  • Hunderolli

Du siehst, das Leben mit einem Handicap-Hund stellt dich sicher vor die eine oder andere Herausforderung. Allerdings gibt es viele Möglichkeiten, dir und deinem Hund das Leben zu erleichtern.

Welche Hacks hast du noch, die deinem Handicap-Hund das Leben erleichtern? Immer her damit! Teile sie gern mit mir und anderen Hundehaltern in den Kommentaren!

 

Der Hund im Sommer – Schwimmen, Bewegung & Beschäftigung – Sommer Best Of

Der Hund im Sommer – Schwimmen, Bewegung & Beschäftigung – Sommer Best Of

Wir stecken schon mitten in der Urlaubs- und Ferienzeit und da stehen natürlich auch wieder tolle Aktivitäten mit unseren Hunden auf dem Programm. Vielleicht genießt du gerade die Auszeit vom Arbeitsalltag und hast Zeit und Lust etwas zu stöbern. Mir kam die Idee eine Art „Sommer Best Of“ für dich zusammenzustellen rund um das Thema: Hund im Sommer. Daher habe ich dir in diesem Artikel eine Auswahl  verschiedener Blogartikel zusammengefasst rund um dieses Thema.

Ein viel diskutiertes Thema möchte ich gern direkt zu Beginn ansprechen. Und zwar geht es darum, was du in Sachen Bewegung beim Hund bei hohen Temperaturen beachten solltest. Das ist einer meiner neuesten Artikel und eventuell hast du ihn bereits gelesen. Falls nicht kannst du hier weiterlesen:  „Diese Punkte gibt es im Sommer bei der Bewegung deines Hundes zu beachten!“

Dein Hund schwimmt gern? Dann sind diese Artikel perfekt für dich! Hund Sommer

Auch das Thema Schwimmen mit Hund spielt besonders in den warmen Monaten eine große Rolle. Daher lege ich dir nicht nur meine Artikel zum Thema „Schwimmen“ ans Herz. Hier sollte man nämlich einige Punkte zu Gunsten der Gesundheit deines Hundes beachten.

Hier kannst du weiterlesen: „Schwimmen mit Hund – diese Punkte solltest du beachten“

Da nicht jeder Hund gern schwimmt, gibt es hier natürlich auch passende Alternativen. Das Wassertreten beispielsweise ist eine tolle Erfrischung auch für wasserscheue Hunde – gleichzeitig bietest du deinem Hund bei Gelenkproblemen ein gelenkschonendes Training im kühlen Nass. Auch wenn es sich „altmodisch“ anhört, den meisten Hunden gefällt es ausgesprochen gut, durchs Wasser zu waten.

Hier findest du den Artikel zum Thema „Wassertreten mit Hund“.  Hund Sommer

Wenn du meinen Blog schon länger liest, weißt du, dass mir auch das Thema Bewegungstraining sehr (und besonders) am Herzen liegt. Gerade wenn es mal etwas wärmer ist, fallen die Spaziergänge gerne mal kürzer aus. Das ist auch sehr gut so! Wenn du deinen Hund trotzdem ein wenig fit halten möchtest und du ihm auch ein wenig Beschäftigung bieten möchtest, empfehle ich dir meinen kostenfreien Happyfit Trainingsplan. Den kannst du dir ganz einfach runterladen. Die passenden Übungsanleitungen habe ich dir in diesem Artikel zusammengefasst.

Einer meiner meistgelesenen Blogartikel ist jener zur Wasserrute.  Was das bedeutet, warum sie oft auftritt, wenn Hunde im Wasser waren und wie du sie vermeiden kannst, kannst du hier lesen: „Wasserrute beim Hund – deshalb erkranken nicht nur Hunde, die schwimmen!“

Radfahren & Joggen mit Hund – auch hier gibt es einiges zu beachten

Im Sommer sind viele Hundehalter mit ihren Hunden am Rad unterwegs oder lieben es ihn als Jogging Partner dabei zu haben. Kann man machen, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Worauf du beim Joggen mit Hund achten solltest, kannst du hier lesen:  „Joggen mit Hund“.Wenn dich das Thema Radfahren mit Hund interessiert, habe ich hier alle wichtigen Informationen für dich zusammengefasst: „10 wichtige Fakten zum Radfahren mit Hund.“

So nun solltest du eine breitgefächerte Sommerlektüre rund um das Thema „Der Hund im Sommer“ und den passenden Aktivitäten haben. Ich hoffe, dass du die Artikel ganz gemütlich in der Hängematte oder im Liegestuhl genießen kannst – und sicher einige Inspirationen mitnehmen kannst, wie du die Zeit mit deinem Hund verbringen kannst.

PS: Auch nichts tun ist wichtig! Das gilt nicht nur für dich, sondern auch für deinen Hund. Faulenzen, einen heißen Sommertag einfach im Schatten liegend verstreichen lassen und ein leckeres Eis essen – das sollte definitiv mehr als einmal auf der „Tagesordnung“ stehen!

Hund Sommer

MSM, Glucosamin & Chondroitin – 3 Nahrungsergänzungsmittel, die deinem Hund bei Gelenkproblemen helfen

MSM, Glucosamin & Chondroitin – 3 Nahrungsergänzungsmittel, die deinem Hund bei Gelenkproblemen helfen

Wenn dein Hund unter Gelenkproblemen leidet, gibt es gute Möglichkeiten, ihn mit Nahrungsergänzungsmitteln gezielt zu unterstützen. Es gibt eine große Vielfalt an natürlichen „Helferlein“ und in diesem Artikel möchte ich dir drei Nahrungsergänzungsmittel vorstellen, um die Gelenke deines Hundes gezielt zu unterstützen.

Was muss ich bei der Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln beachten?

Immer wieder berichten mir Hundehalter von der Vielzahl an Nahrungsergänzungsmitteln, die sie ihrem Hund täglich verabreichen. Dabei macht es allerdings nicht die Masse. Viel sinnvoller ist eine gute Kombination ausgewählter Nahrungsergänzung, um die Gesundheit des Hundes dauerhaft zu unterstützen.

Mit Hilfe von Nahrungsergänzung kann man, je nach Produkt, Schmerzen lindern, Entzündungen mildern oder auch eine bessere Ernährung des Gelenkes erreichen. In der Folge kann sich der Hund schmerzfrei(er) bewegen und es ist eine bessere Gelenkbeweglichkeit möglich. Das wiederum ermöglicht es, mit Hilfe von gezielter Bewegung, das Fortschreiten der Gelenkerkrankung wie Arthrose, Ellbogendysplasie, Hüftdysplasie oder Spondylose  – um nur einige zu nennen – zu verzögern oder aufzuhalten.

Drei Nahrungsergänzungsmittel, die die Gelenke nähren, Schmerzen lindern & entzündungshemmend wirken.

Glucosamin

Glucosamin eignet sich sehr gut um den Gelenkknorpel zu unterstützen und Schmerzen zu lindern. Gleichzeitig wirkt es auch leicht entzündungshemmend. Es empfiehlt sich Glucosamin immer in Kombination mit Sulfat zu verabreichen, damit es in die Gelenke transportiert wird. Ein Beispiel dafür ist MSM (Methylsulfonylmethan).

Chondroitin

Chondroitin kommt genau wie Glucosamin als körpereigener Stoff im Gelenkknorpel vor und kann vom Körper selbst gebildet werden. Es nährt und versorgt den Knorpel.
Zudem unterstützt es, dem Abbau von Knorpel, Sehnen, Bändern, Bindegewebe und Haut entgegenzuwirken.

MSM

MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine organische, sprich körpereigene Schwefelverbindung. Sie kommt zu einem großen Anteil in Knochen, Muskeln und Haut vor. Auch durch die Nahrung wird MSM aufgenommen. Es kommt z.B. im Fleisch, Eiern, Milch, Brokkoli und Paprika vor. Die Wirkung ist breit gefächert. Bei Gelenkerkrankungen wird es aufgrund der starken schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung angewandt. Zusätzlich lindert MSM auch Muskelschmerzen, fördert die Durchblutung und unterstützt die Fitness.

MSM unterstützt vor allem in Kombination mit Glucosamin die Zellerneuerung von Gelenknorpel, Sehnen und Bändern. Auch Haut, Fell und Krallen profitieren.

Das Gehirn ist leistungsfähiger und das Gedächtnis funktioniert besser.

Kann ich Nahrungsergänzungsmittel auch geben, wenn mein Hund noch keine Beschwerden hat?

Es ist natürlich nicht sinnvoll, deinem Hund willkürlich Nahrungsergänzungsmittel zu verabreichen, Allerdings gibt es Mittel, die du auch vorsorglich geben kannst. So können sie präventiv dazu beitragen, Gelenke und Knochen zu unterstützen. Bereits im Erwachsenenalter kannst du so den Gelenken deines Hundes vorsorglich etwas Gutes tun. Präparate wie Neuseeländische Grünlippmuschel können gute Dienste leisten, die Gelenke zu pflegen und zu versorgen. Insgesamt hält unsere Natur eine große Vielfalt an natürlichen Mitteln bereits, die den Hundekörper unterstützen.

Mit welchen Nahrungsergänzungsmitteln hast du bei deinem Hund besonders gute Erfahrungen gemacht? Teile deine Erfahrungen gern mit mir und anderen Hundehaltern in den Kommentaren!

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4 Tipps damit ein Hund mit Gelenkproblemen schnell wieder fit wird & was du vermeiden solltest!

4 Tipps damit ein Hund mit Gelenkproblemen schnell wieder fit wird & was du vermeiden solltest!

Gelenkprobleme beim Hund sind ein Thema, was fast jeden Hundehalter im Laufe eines Hundelebens trifft. Immer wieder fragen mich dann Hundehalter nach Tipps, wie sie ihren Hund bei Gelenkproblemen wieder fit bekommen und was für den Hund absolut tabu ist. Ich habe dir in diesem Artikel eine Reihe wichtiger Punkte zusammengestellt, wie du deinen Hund unterstützen kannst und was du am Besen vermeidest – bzw. was sinnvolle Alternativen sind.

Angepasste Bewegung – aber nicht komplett schonen

Wichtig ist, die Beweglichkeit zu erhalten. Ansonsten schreitet die Arthrose im Gelenk weiter fort und die Muskulatur deines Hundes baut ab. Ein gezieltes Bewegungstraining mit aktiven Übungen ist hier wichtig für deinen Hund als Ergänzung zu täglichen Spaziergängen. So kann man das Fortschreiten der Arthrose aufhalten.

Passe die Bewegung und Belastung deines Hundes seinem Gesundheitszustand an. Ich empfehle dir, statt weniger kurzer mit der Diagnose Arthrose auf mehrere kürzere Spaziergange über den Tag verteilt umzustellen. Dein Hund erschöpft nicht so und die Erholungsphase ist deutlich kürzer. Zusätzlich ist aktives Bewegungstraining unverzichtbar, um die Beweglichkeit und Muskulatur zu erhalten

Nahrungsergänzungsmittel zur Schmerztherapie und Gelenkunterstützung

Helfer aus der Natur – wie Weihrauch, Teufelskralle, Ingwer, Hagebutte und Sanddornbeere –  wirken entzündungshemmend, lindern Schmerzen, unterstützen die Gelenke und helfen deinem Hund bei einer Arthrose.

Mit der Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln kannst du dazu beitragen, Gelenke und Knochen zu unterstützen. Auch Präparate wie Kollagenpeptide oder Grünlippmuschel können gute Dienste leisten, die Gelenke zu pflegen und zu versorgen. Insgesamt hält unsere Natur eine große Vielfalt an natürlichen Mitteln bereits, die den Hundekörper unterstützen.

Ein mit bedacht gewählter Schlafplatz

Unsere Hunde schlafen 17-20 Stunden am Tag. Auch wenn sie nicht schlafen, nutzen sie ihr Hundebett, um sich auszuruhen, zu dösen oder sich zurückzuziehen. Deshalb ist es wichtig, auf eine gute Qualität des Schlafplatzes zu achten. Dabei sollte man vor allem einen Blick auf das Innere des Hundebetts werfen und Wert auf eine qualitativ hochwertige Matratze legen. Sehr empfehlen kann ich orthopädische Hundebetten, da ein gutes orthopädisches Hundebett druckentlastend auf die Gelenke und die Wirbelsäule wirkt. Somit wird ein gelenkschonendes Liegen gefördert, eine gute Durchblutung ist gewährleistet und Gelenkschmerzen durch schlechtes Liegen werden verhindert. Hier lege ich dir natürlich gern unsere von mir entwickelten orthopädischen Hundebetten ans Herz. Was sie ausmacht, erfährst du hier: orthopädische 2-Komponenten Matratze.

Extratipp: mit Wärme und Kälte Schmerzlinderung verschaffen

Bei schmerzenden Gelenken durch Arthrose kann man sehr gut entweder auf Rotlicht oder Kirschkernkissen aber auch auf kühlende Quarkwickel zurückgreifen. Sie lindern auf natürliche Weise die Schmerzen im Gelenk und verschaffen so mehr Mobilität.

Gibt es Dinge, die ein Hund mit Gelenkbeschwerden auf keinen Fall machen sollte?

Übergewicht ist bei Arthrose (und eigentlich grundsätzlich!) tabu!

Übergewicht macht deinen Hund krank und ist bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose extrem schädlich. Bereits ein wenig zu viel auf den Rippen schadet deinem Hund dauerhaft! Die „paar Gramm“ bis hin zu starkem Übergewicht sind eine Hauptursache für Gelenkerkrankungen und verschlimmern sie noch weiter.

Die Gelenke deines Hundes werden dauerhaft über- und fehlbelastet, die Beweglichkeit wird eingeschränkt, es entstehen Schmerzen und Verspannungen, die Muskulatur baut ab. Ein wahrer Teufelskreis. Dein Hund hat zu viel auf den Rippen? Dann beginne jetzt mit einer Diät in Kombination mit angepasster Bewegung.

Hundesport – immer an die Erkrankung angepasst

Hundesport ist bei Arthrose und anderen Gelenkerkrankungen immer gezielt auszuwählen. Sportarten wie beispielsweise Agility empfehle ich zu vermeiden. Stattdessen sollte man auf Sportarten wie zum Beispiel Degility oder Mobility auszuweichen. Hierbei werden die Erkrankungen deines Vierbeiners berücksichtigt und ihr habt viel Spaß zusammen. Die Art der sportlichen Aktivität sollte auch immer auf die körperlichen Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt sein.

Vermeide übermäßige Belastungen, die ein arthrosekrankes Gelenk zusätzlich belasten

Dazu gehört beispielsweise, dass man bei einer Arthrose in einem Gelenk der Vorderläufe kurze Stopps, enge Wendungen etc. vermeidet. Die entstehen besonders bei Aktivitäten wie Bällchenspielen , Frisbee und Stöckchenwerfen. Sprünge belasten Vorder- und Hinterläufe gleichermaßen. So sind Sprünge in und aus dem Auto zu vermeiden und auch Sportarten, die Sprünge erfordern tabu. Beim Auto kann man beispielsweise auf Rampen zurückgreifen.

 Gelenkprobleme Hund

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Wie lange darf mein alter Hund spazieren gehen und wie viel Bewegung braucht er überhaupt noch?!

Wie lange darf mein alter Hund spazieren gehen und wie viel Bewegung braucht er überhaupt noch?!

Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Doch wie viel Bewegung ist tatsächlich gut für ältere Hunde? Und kann man dazu überhaupt eine pauschale Aussage tätigen?

Ganz klar nein! – jeder Hund ist individuell

Das erste Problem, das es im Umgang mit älteren Hunden gibt ist, dass Hundehalter nicht erkennen, wenn der Hund bereits erschöpft ist. Wenn du aktiv darauf achtest, wirst du viele ältere Hunde unterwegs sehen, die ihrem Halter mühsam hinterherlaufen. Immer bemüht, irgendwie Schritt zu halten. Das der Hundehalter sein Tempo anpasst und mit dem Hund läuft: Fehlanzeige! Da sehen wir dann also völlig abgehetzte und ausgepowerte alte Hundeseelchen, die einfach nicht mehr mit dem Tempo des Halters Schritt halten können. Ob diese Art von Spaziergang gesund ist oder sogar Spaß macht – die Frage kann man sich eigentlich selbst beantworten.

Aber da gibt es noch ein weiteres Bewegungsproblem bei unseren Seniorhunden

Das zweite Problem in Sachen Bewegung beim älteren Hund ist, dass Hunde vorschnell zum alten Eisen gezählt werden. Doch nur wer in Bewegung bleibt, der kann auch fit bleiben.

Ja, dann ist er halt alt!

Wenn der Hund älter ist und man merkt, er kommt nicht mehr so recht mit und am Fahrrad nebenher laufen klappt auch nicht mehr: ja dann ist er halt alt! In der Folge, gibt es nur noch die absolut unvermeidbare Bewegung und das bedeutet meistens eine kurze Pipirunde, bevor der Hund sich wieder in sein Bettchen zurückzieht.

Die Folge: es ist ihm sterbenslangweilig. Sein Geist verkümmert und sein Körper ebenfalls. Er hat keine Kondition mehr, verliert an Muskulatur, die Gelenke rosten ein. Es entstehen Arthrose und andere Gelenkerkrankungen. Jede Bewegung schmerzt. Auch das Herz-Kreislaufsystem ist nicht mehr leistungsfähig. In der Folge wird dann einfach noch weniger bewegt. Der Hund ist in einem Teufelskreis.

Aber die Frage ist ja, wie man alte Hunde richtig bewegt!

Die Bewegung des älteren Hundes lässt sich sehr gut mit der Bewegung älterer Menschen vergleichen. So sollte sie zwar angepasst werden an das Alter und den Gesundheitszustand, doch ist sie weiterhin ein wichtiger Bestandteil des täglichen Hundelebens!

Das bedeutet in der Praxis, dass tägliche Spaziergänge für deinen Hund weiterhin wichtig sind. Und zwar für seinen Körper aber auch für sein seelisches Befinden. Achte bei euren Spaziergängen darauf, dass du das Tempo und auch die Strecke, an sein Befinden anpasst.

Er sollte deinem Tempo gut Schritt halten können und sich nicht abhetzen müssen. Passe dein Tempo also an das deines Hundes an. Ansonsten überanstrengt er unnötig. Die Dauer des Spaziergangs solltest du so anpassen, dass er beendet ist, bevor dein Hund erschöpft ist, sprich bevor er müde hinterherschlufft. Empfehlenswert sind mehrere kleine Spaziergänge, anstatt zwei großer Runden. Dadurch verkürzt sich auch die Regenerationszeit deines Hundes signifikant. Auch die Gelenke werden nicht übermäßig belastet.

Wenn dein Hund zu den Vierbeinern gehört, die mehr Couchpotatoe sind als aktiver und rüstiger Seniorhund – dann solltest du etwas ändern.

Ja, dein Hund darf und soll mehr Ruhephasen haben. Aber er soll auch agil und fit gehalten werden. Dabei geht es nicht darum, das er ewig jung bleibt. Es geht darum, dass er schmerzfrei und würdig mit viel Lebensqualität älter werden darf.

Wie du das erreichen kannst!

Wenn du jetzt hochmotiviert bist, dann muss ich dich erst einmal bremsen! Eine solche Veränderung erreicht man langsam und kontinuierlich. Es ist also Ausdauer gefragt. Mit einem ausgiebigen Spaziergang – ganz wie früher – um den Lieblingssee, beruhigst du zwar wahrscheinlich kurzfristig dein Gewissen. Aber deinem Hund hilft es überhaupt nicht.

Empfehlenswert ist es, die Spaziergänge langsam zu steigern. Hier spreche ich von einer minutenweisen Steigerung. Also alle paar Tage, so wie es für deinen Hund gut machbar ist, eine Minute mehr pro Spaziergang. Wenn du spürst, dass das zuviel ist, dann starte mit 30 Sekunden mehr.

Für dich hört sich das vielleicht albern an.

– „Soll ich jetzt etwa die Zeit stoppen?!“

Ja genau, das sollst du! Schaue auf die Uhr und plane den Spaziergang so, dass eine langsame Steigerung der Bewegung möglich ist. Nur so gewöhnt sich der Körper deines Hundes daran und es baut sich langsam aber sicher Kondition auf. Ergänzend empfehle ich dir, auf dem Spaziergang auch etwas für Beweglichkeit und Koordination zu tun. Die bleibt bei älteren Hunden häufig auch auf der Strecke. Ganz zu schweigen von einem guten Körpergefühl.

Diese Übungen sind prima für unterwegs:

Ein guter Einstieg sind simple Alltagsbewegungen wie:

  • Steh-Sitz
  • Pfote geben
  • um Poller oder Baumstümpfe Slalom laufen
  • über Äste Hürden laufen lassen
Das tägliche Fitnessprogramm für Zuhause

Zusätzlich macht es wirklich Sinn, dass du auch Zuhause ein- bis zweimal täglich mit deinem Hund einige aktive Bewegungsübungen durchführst. So wie eine tägliche Pilateseinheit beim Menschen. Damit tust du nicht nur eine Menge für seine körperliche Fitness – und den Trainingseffekt wirst du sehr schnell bemerken – du schaffst auch ein tolles Ritual für euch, auf das dein Hund sich täglich freuen kann!

Du glaubst nicht, wie viele Hundehalter mir erzählen, dass ihre Hunde das tägliche Training nunmehr von sich aus einfordern. Oder sie sich vor Freude kaum einkriegen, sobald sie die Trainingsutensilien erblicken.

Beim Training werden übrigens auch Endorphine ausgeschüttet. Das macht deinen Hund glücklich. Sie geben ihm Lebensfreude und gleichzeitig helfen sie gegen Schmerzen. Für mich gibt es daher keinen Grund, dass alte Hunde nicht mehr bewegt werden und sich so viele Hundehalter einfach keine Mühe mehr mit der Bewegung des älteren Hundes geben.

Was hält dich noch auf?

Du siehst, ich kann dir keinen genauen Zeitrahmen nennen, wie viel du deinen älteren Hund bewegen darfst und sollst. Ich kann dir nur ans Herz legen ein gesundes Mittelmaß zu finden zwischen „mein Hund gehört zum alten Eisen“ und „ich laufe einfach und ignoriere sein Alter“.

Das ist gar nicht so schwer, wenn man ein Gefühl dafür entwickelt, was der eigene Hund noch kann. Unsere Hunde zeigen uns das sehr deutlich. So mag es sein, dass ein Seniorhund keine zwei Stunden mehr um den See laufen kann. Das mindert aber die Qualität der gemeinsamen Aktivität nicht. Passe eure gemeinsame Bewegung an und investiere wenige Minuten am Tag in die Mobilität und Fitness deines Hundes. Es wird sich langfristig auszahlen!

PS: Wenn du so richtig gezielt mit deinem älteren Hund trainieren möchtest, dann lege ich dir meinen Seniorfit Kurs ans Herz. Dort lernst du aktive Bewegungsübungen, die du regelmäßig mit deinem Hund durchführen kannst. Ohne großen Schnick-Schnack und Equipment und auf die körperlichen Bedürfnisse älterer Hunde zugeschnitten. Wenn du nicht sicher bist, ob dein Hund sich darauf einläßt (aber warum eigentlich nicht?!), kannst du den Kurs 7 Tage kostenfrei ausprobieren. Schau ml vorbei beim SENIORFIT ONLINE KURS – ich freue mich auf dich!

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