Was machen wir nun mit dem Kreuzbandriss?

Die Diagnose des Kreuzbandrisses war für Bella´s Frauchen ein echter Schock. Damit hatte niemand gerechnet. Nun musste eine Entscheidung getroffen werden. Soll Bellas Kreuzbandriss operiert werden, oder versucht man ihn ohne Operation zu behandeln?

Im Fall von Bella war die Entscheidung schnell getroffen

Das Narkoserisiko durch Bellas Gaumensegel ließ ihre Besitzerin keine Sekunde zögern. Eine Operation sollte unbedingt vermieden werden. Die Angst, dass sie die Narkose nicht überlebt, war einfach zu groß. Der Tierarzt verschrieb ihr entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente. Begleitend soll Bella Physiotherapie bekommen. So traf ich Bella und darf sie auf ihrem Weg der Genesung begleiten.

Bellas Besitzerin hat große Sorge um Bella. Die Situation ist völlig neu für sie und es ist einfach schlimm zu sehen, dass es dem eigenen Vierbeiner schlecht geht. Gleichzeitig macht sich eine große Hilflosigkeit breit.

Der Kreuzbandriss hat für Bella schnell spürbare Folgen:

  • Die Muskulatur an Bella´s betroffenem Bein wurde schnell schwächer. Binnen weniger als zwei Wochen ist Bellas linker Hinterlauf deutlich dünner geworden.
  • Die Muskulatur am Rücken, ihren Vorderbeinen und am rechten Hinterbein ist verspannt und schmerzt. Sie bewegt sich nicht mehr gern.
  • Gerade bei so kleinen Hunden wie Bella besteht das Risiko, dass sie schnell kompensieren und gut auf drei Beinen zu Recht kommen. Sie vergessen das vierte Bein und nutzen es nicht mehr. Das macht es dann zu einer echten Herausforderung, einen gesunden Bewegungsablauf zu trainieren.

Weitere Folgen und Risiken können sein:

  • Es entsteht Arthrose im betroffenen Knie.
  • Durch die Überbelastung der anderen Gelenke, besteht auch hier das Risiko von Arthrose.
  • Es kann im Laufe der Zeit ein Kreuzbandriss im anderen Knie entstehen, da es durch die vermehrte Belastung noch mehr strapaziert wird und leidet.

Also haben wir folgende Herausforderungen bei Bella:

  • Sie soll keine Schmerzen haben.
  • Verspannungen sollen gelöst werden, damit sie sich insgesamt wieder besser und weniger verkrampft bewegt.
  • Sie muss ihrem Hinterbein wieder vertrauen und es benutzen.
  • Wir müssen Muskulatur aufbauen, um die Gelenke zu entlasten und vor allem das andere Knie zu entlasten.
  • Sie soll wieder einen gesunden und normalen Bewegungsablauf haben.

Die ersten Maßnahmen für Bella

  • Bella läuft nur sehr kurze Strecken und diese möglichst im Schritt.
  • Aufgrund ihrer Größe kann sie Treppen hoch und auch ins Auto getragen werden.
  • Sprünge, Rennen und wildes Spiel mit Hundefreundin Gucci sind aktuell tabu.

Zu den körperlichen Schmerzen kommt hinzu, dass Bella´s Erkrankung auch Auswirkungen auf ihre Stimmung und ihr Verhalten hat. Das ist gar nicht ungewöhnlich, denn körperliche Gebrechen beeinflussen immer auch die Psyche. Bella ist nervöser, etwas ängstlicher und fühlt sich so gar nicht mehr wohl in ihrer Haut.

Eine ganz tolle Idee hatte da Bella´s Frauchen

Bella´s Frauchen hat ein Tragegeschirr gekauft. So kann Bella weiterhin überall dabei sein. Bella kann ihre Hundefreundin und die Besitzerin auch weiterhin auf Spaziergängen begleiten. Zwischendurch wird sie immer wieder zum Schnüffeln und für kurze Bewegungseinheiten runtergelassen.Eine ganz tolle Lösung insbesondere für kleine Hunde, damit sie auch weiterhin am Leben weitestgehend teilhaben können. Gerade in Mehrhundehaushalten vereinfacht es die Abläufe enorm.

PREVIEW: So geht es weiter…

Bella wird einen Trainingsplan bekommen, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. So kann Bella´s Frauchen auch in den Tagen, an denen wir uns nicht sehen, mit Bella trainieren und eine schnelle Genesung unterstützen. Wie die Übungen aussehen, mit welchem Trick wir Bella dazu bringen ihr Bein wieder bewusst zu nutzen, wie die ersten Trainingseinheiten laufen und wie die Herausforderungen sind, das teile ich in meinem nächsten Beitrag mit dir!

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Deine Tina