Diagnose Kreuzbandriss – plötzlich ist alles anders

In meiner neuen Beitragsreihe „Dog Story“ stelle ich euch einige Hunde vor, deren Geschichte mich sehr berührt und die ich über einen langen Zeitraum begleite.

Das Hundemädchen Bella – ich möchte Bellas Schicksal und ihren Genesungsweg mit dir teilen. Alle Hoch´s und Tief´s, alle Fortschritte und auch die Herausforderungen.

Doch wer ist Bella?!

Bella ist ein kleines schokobraunes Zwergspitzmädchen. Sie ist neun Jahre alt und leidet unter einem Gaumensegel. Ansonsten ist die kleine Maus quietschfidel und für ihr Alter topfit und aktiv. Sie liebt es mit ihrem Frauchen und ihrer Hundefreundin Gucci spazieren zu gehen und ist auch sonst gern überall dabei und sie liebt Besuche im Café. Dort geschah es auch schon, dass Unsummen geboten wurden, um sie ihrem Frauchen abzuluchsen. Doch Bella wird nicht hergegeben, für kein Geld der Welt. Obwohl sie mit ihren süßen Ohren einfach zum Klauen ist!

Bella und ihrem Frauchen ist etwas passiert, was viele Hundebesitzer selbst schon durchlebt haben:

Bella freute sich unbändig und ist wie so oft ist sie an ihrem Frauchen hochgesprungen, um sie zu begrüßen. Ein kurzes Aufjaulen und dann der große Schock: plötzlich wollte sie ihr linkes Hinterbeinchen nicht mehr belasten.

Hatte sie sich nur vertreten?

Die Vermutung lag nahe, denn Bella war bis dahin immer fit und zeigte keine Beschwerden. Doch auch nach ein paar Tagen zeigte sich keine Besserung. Mehr als ein zaghaftes Auftippen mit der linken Hinterpfote wollte einfach nicht gelingen. Bella hatte starke Schmerzen. Sie winkelte bei Hinsetzen ihr Beinchen ab, konnte ihr Knie nicht mehr Beugen.

Der Gang zum Tierarzt brachte die Diagnose: Bella hat einen Kreuzbandriss

Die Symptome, die Bella zeigte, waren ganz klassisch für einen Kreuzbandriss:

  • Dreibeiniges Laufen
  • Auftreten häufig nur mit der Zehenspitze
  • Schmerzhaftigkeit beim Strecken und Beugen des Knies
  • Berührungsempfindlichkeit des Knies
  • Abgewinkeltes Bein beim Hinsetzen

Zusätzlich können noch auftreten:

  • Es kann eine kurzzeitige Verbesserung der Lahmheit auftreten gefolgt von einer massiven Verschlimmerung, wenn der Hund wieder mehr belastet
  • Starke Schwellung und Erwärmung des Knies

Auch die Entstehung des Kreuzbandrisses war typisch!

Ein Bagatelltrauma reicht, um das Kreuzband zum Reißen zu bringen. In diesem Fall, das freudige Hochspringen am Frauchen. Das kann z.B. auch beim Spiel oder Treten in ein Erdloch passieren.

Aber wie kann das so plötzlich passieren? 

Das passiert, weil es in der Regel eine genetische Vorbelastung ist, die einen vorzeitigen und fortschreitenden Verschleiß des Kreuzbands begünstigt. Und dann genügt ein kleiner Auslöser, um das verschlissene Kreuzband zum Reißen zu bringen. Übergewicht, Über- und Fehlbelastung können einen Kreuzbandriss dann noch fördern. Meist sind es mittelgroße bis große Hunde, die einen Kreuzbandriss erleiden.

Außergewöhnlich ist, dass Bella betroffen ist. Bella ist schlank, hat keinen Sport betrieben, der ihre Gelenke belastet und als Zwergspitz gehört sie zu einer kleinen Rasse.

Doch was nun tun? Wie soll Bellas Kreuzbandriss behandelt werden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Kreuzbandriss chirurgisch zu behandeln. Dazu gehören die TTA, die TPLO, Kapselraffung und natürlicher oder künstlicher Bandersatz. Im Anschluss erfolgt die Physiotherapie. Alternativ kann man den Kreuzbandriss konservativ behandeln, mittels Gabe von schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten und begleitender Physiotherapie.

PREVIEW: So geht es weiter…

Zu welchem Weg sich Bella´s Frauchen entscheidet, wie schnell Bella die Folgen des Kreuzbandrisses zu spüren bekommt, was ab jetzt absolut tabu ist und wie wir die kleine Bella wieder fit bekommen wollen. Das alles erzähle ich dir in meinem nächsten Beitrag zum Zwergspitzmädchen Bella.

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Deine Tina