Deshalb sollten Welpen und Junghunde nicht (zum Spaß) springen!

Deshalb sollten Welpen und Junghunde nicht (zum Spaß) springen!

Immer wieder sehe ich Videos in denen Welpen und Junghunde über Hürden oder auch andere Hindernisse springen. Oftmals einfach so zum Spaß. Doch das kann für einen jungen Hund sehr gefährlich sein. Du magst dir nun vielleicht denken, dass das völlig übertrieben sei, wenn ein Welpe oder Junghund zum Spaß ein paarmal über ein Hindernis springt. Er macht es ja nur mal so.

Doch besonders das ist fatal! In diesem Fall ist das Verletzungsrisiko besonders hoch. Welpen nicht springen

Warum ist das so? Welpen nicht springen

Der aktive und auch der passive Bewegungsapparat – also z.B. Muskulatur, Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder – passen sich an regelmäßige Bewegungen in ihren Strukturen an. Das bedeutet, wenn ein Hund einer regelmäßig wiederkehrenden Belastung z.B. beim Sport nachgeht, passt sich der Körper an. So nimmt z.B. in den stärker beanspruchten Körperregionen die Knochendichte zu. Der Körper kann mit der Belastung umgehen. Welpen nicht springen

Wenn ein Hund nun nur mal aus Spaß über Hürden hüpft oder anderweitig Hindernisse überspringt, ist der Körper auf diese Belastung nicht vorbereitet. Beim Welpen und Junghund kommt hinzu, dass der Hund die Bewegungsabläufe vielfach nicht gut kennt und sie somit auch nicht gut austarieren und steuern kann.

Der Bewegungsapparat ist noch nicht für solche Aktionen trainiert. Hinzu kommt, dass bei Welpen und Junghunden die Wachstumsfugen noch nicht geschlossen sind und Sprünge Gift für den Bewegungsapparat sind. Wenn es zu stauchenden Bewegungen kommt, kann es passieren, dass die Wachstumsfugen sich schneller schließen und das Wachstum gehemmt wird. Hiervon geht man beim Menschen bereits aus und auch bei Hunden wird dies vermutet. Welpen nicht springen

Wie macht man es richtig?

Im Wachstum sollte dein Hund nach Möglichkeit nur seinem Alter entsprechende Spaziergänge machen, gern auch mit Hundekumpels tollen. Doch Bewegungen wie Sprünge sollten vermieden werden. Dazu gehört übrigens auch das Springen ins Auto und auch heraus.

Du kannst deinen Hund in der Wachstumsphase z.B an das Laufen auf verschiedenen Untergründen heranführen, und insgesamt seine Koordination und sein Körpergefühl trainieren mit aktivem Bewegungstraining fördern. Das gemeinsame Training stärkt übrigens auch eure Bindung.

Damit schaffst du für ihn eine gute Basis für sein ganzes Leben. An das Thema Sprünge, wie z.B. im Hundesport, sollte dein Hund langsam herangeführt werden, wenn er ausgewachsen ist. Zuvor kannst du ihn aber z.B. schon mit den Hindernissen vertraut machen.

Alles Liebe, deine Tina

Deshalb verursacht Arthrose nicht immer Schmerzen – und ist trotzdem da!

Deshalb verursacht Arthrose nicht immer Schmerzen – und ist trotzdem da!

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund. Die meisten Hunde erkranken im Verlaufe ihres Lebens an Arthrose. Meist sind die Gelenke betroffen, die das meiste Gewicht des Körpers tragen. Dazu gehören Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte. Doch auch kleine Gelenke, wie die Zehengelenke können betroffen sein. Viele ältere Hunde leiden unter Arthrose. Arthrose Hund Schmerzen

Wie entsteht Arthrose und was sind die Folgen? Arthrose Hund Schmerzen

Arthrose kann durch Verschleiß in Folge des natürlichen Alterns oder Übergewicht entstehen. Aber auch Fehl- und Überbelastung, Inaktivität und Fehlstellungen von Gelenken können sie verursachen. Arthrose Hund Schmerzen

Was passiert im Gelenk?

Bei einer Arthrose werden Knorpelteilchen abgerieben oder splittern sogar ab. Diese Teilchen schwimmen dann frei in der Gelenkflüssigkeit umher und stören den Bewegungsablauf. In der Folge ist die Knorpeloberfläche ist nicht mehr glatt und die Dämmfunktion läßt nach. Im späteren Stadium wird der Knochen geschädigt. Auch für die Gelenkflüssigkeit bleibt das nicht ohne Folgen. Sie wird dünner und schmiert schlechter. Teilweise verschwindet sie ganz.

Im fortgeschrittenen Stadium versucht der Körper sich selbst zu helfen. Es bilden sich sogenannte Gelenklippen. Das sind knöcherne Zubildungen, um das Gelenk zu stabilisieren und schützen. Das bedeutet für den Hund eine Einschränkung und Schmerzen in der Bewegung. Arthrose Hund Schmerzen

Doch warum wird Arthrose oft erst spät diagnostiziert? Arthrose Hund Schmerzen

Erst wenn der Knorpel einen bedeutenden Schaden aufweist und eine Entzündung im Gelenk entsteht, spürt der Hund den Schmerz in der Bewegung. Oft bleibt sie lange unbemerkt. Sie wird erst wahrgenommen, wenn sie weit fortgeschritten ist. Das passiert, weil der Knorpel selbst nicht innerviert ist (mit Nerven durchzogen). Er gibt kein Signal, das etwas nicht in Ordnung ist. Deshalb zeigen Hunde häufig wenige bis keine Symptome und die Arthrose ist oft sogar ein Zufallsbefund. Arthrose Hund Schmerzen

Deshalb sollte Arthrose behandelt werden, auch wenn sie keine Beschwerden verursacht

Wenn die Arthrose nicht behandelt wird, schreitet sie immer weiter fort und wird im Krankheitsverlauf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen und auch einen Verlust der Muskulatur nach sich ziehen.

Was kannst du tun?

Mittels aktivem Bewegungstraining und physiotherapeutischer Behandlung kannst du das Fortschreiten der Arthrose verzögern und auch betroffene Gelenke wieder mobilisieren. Auch Maßnahmen wie Nahrungsergänzungsmittel und Goldakupunktur sind eine wertvolle Unterstützung bei an arthrosekranken Hunden.

Was hilft deinem Hund bei Arthrose? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Schüttelt sich dein Hund normal? So richtig von vorne bis nach hinten?

Schüttelt sich dein Hund normal? So richtig von vorne bis nach hinten?

Vielleicht hast du dir diese Frage noch nie wirklich bewusst gestellt und dir daher auch noch nie bewusst angeschaut, wie dein Hund sich schüttelt. Es hört sich im ersten Moment auch ausgesprochen seltsam an, denn was soll so besonders daran sein, wenn dein Hund sich schüttelt? Meine Empfehlung an dich ist, regelmäßig darauf zu achten, wie dein Hund sich schüttelt. Warum?  Es kann dir sehr viel über das Befinden deines Hundes zeigen.

Sich zu schütteln ist für unsere Hunde „Daily Business“. Nicht nur, wenn sie nass geworden sind, schütteln sie sich. Auch wenn sie „Stress abschütteln“ wollen. Die meisten Hunde schütteln sich, bevor sie nach einem Spaziergang zurück ins Haus gehen, manchmal auch nach dem Aufstehen.

Tessa schüttelt sich z.B. grundsätzlich, wenn wir vom Spaziergang zurück kommen bevor sie wieder ins Haus geht.

Wie schüttelt sich ein Hund normal?

Im Normalfall schüttelt dein Hund sich so richtig von vorne – also von der Nasenspitze – bis hinten – bis zur Rutenspitze – gleichmäßig durch. Die Bewegung ist fließend und der Hund bleibt im Gleichgewicht.

Wann ist das Schütteln beim Hund als auffällig zu betrachten?

Einige Hunde stoppen etwa ab der Rückenmitte, lassen den unteren Rücken aus und brechen das Schütteln ab. Wieder andere kommen beim Schütteln aus dem Gleichgewicht. Beides ist auffällig und kann auf körperliche Probleme hindeuten.

Was sind mögliche Ursachen?

Wenn du einen der beiden Punkte bei deinem Hund feststellst, oder das Schütteln sonst irgendwie seltsam angespannt oder unkoordiniert aussieht, kann das beispielsweise auf Rückenerkrankungen verbunden mit Rückenschmerzen und neurologische Probleme hindeuten. Auch ältere Hunde sind häufig nicht mehr „standfest“ und geraten aus dem Gleichgewicht. Mein Rat ist, dies in jedem Fall abklären zu lassen!

Übrigens: Auch wenn du beobachtest, dass dein Hund sich besonders häufig schüttelt, solltest du dem auf den Grund gehen. Dies kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben, denen man auf den Grund gehen sollte.

Hast du schon einmal Auffälligkeiten bei deinem Hund beobachtet, wenn er sich schüttelt? Teile sie gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Zu schnelles Wachstum beim Welpen und Junghund – so schädlich ist es für deinen Hund!

Zu schnelles Wachstum beim Welpen und Junghund – so schädlich ist es für deinen Hund!

Wusstest du, dass es lebenslange Erkrankungen des Bewegungsapparates nach sich ziehen kann, wenn ein Welpe oder Junghund zu schnell wächst? Ich bin immer wieder verwundert, wie ambitioniert Hundehalter teils sind, dass ihr junger Hund schnell wächst. Es scheint zu gelten: schnelles Wachstum = gute Pflege = super Hundehalter. Wachstum Welpe

Häufig lese ich, dass es sinnvoll sei, dem Hund Calcium zuzufüttern, und ihn auch mit möglichst viel Futter zu versorgen. Ein Hund muss schnell wachsen. Doch das ist ein Trugschluss. Beim Wachstum deines Hundes geht es nicht um „höher, schneller, weiter“. Es kann fatal sein, wenn junge Hunde zu schnell wachsen und das Wachstum durch den Halter auch noch gepusht wird, indem z.B. Calcium zugefüttert wird.

Doch was passiert, wenn man einfach Calcium zufüttert? Wachstum Welpe

Leider wird zu viel oder falsches Futter oder überschüssiges Calcium nicht enfach ausgeschieden. Der Körper nutzt die zugeführten Nährstoffe. Zu viel Calcium und zu viel oder falsches Futter sorgen für ein beschleunigtes Wachstum der Knochen und somit der Skelettentwicklung. Zudem kommen Strukturen wie Muskulatur nicht mit und es entsteht ein Missverhältnis zwischen aktivem und passivem Bewegungsapparat.

Weitere Folgen können ungleiches Knochenwachstum und Knorpelschäden sein. Und das bereits im Junghundalter. Auf den Punkt gebracht bedeutet das: dein Hund wird krank gemacht. Wachstum Welpe

Welche Erkrankungen können entstehen?

Ein Beispiel dafür ist die OCD der Schulter, die zwischen dem 4.-9. Lebensmonat auftritt, die unter anderem durch zu viel Calcium und/oder falsche Ernährung ausgelöst wird. Das führt dann meist zu einer Operation im Junghundalter. Doch nicht alle Schäden können operativ behandelt werden und bereiten dem Hund lebenslang Probleme.

Ich empfehle dir, nicht einfach so Calcium zuzufüttern und auch in Sachen Ernährung darauf zu achten, dass sie dem Alter des Hundes entsprechend ist. Gebe deinem Hund die Zeit, die der Körper braucht, um sich zu entwickeln. Genauso, wie wir es auch bei uns Menschen handhaben. Eine gesunde Entwicklung braucht ihre (individuelle) Zeit. Wenn du an dieser Stelle unsicher bist, ist es wirklich sinnvoll, sich hier Unterstützung durch einen Hundeernährungsberater zu holen. Wachstum Welpe

Wie bist du in Sachen Ernährung mit deinem Hund im Junghundalter verfahren? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Operation beim Hund vermeiden mit Hundephysiotherapie – geht das?

Operation beim Hund vermeiden mit Hundephysiotherapie – geht das?

Generell ist eine Operation bei einem Hund immer ein Eingriff, der mehr oder weniger invasiv ist und mit verschiedenen Risiken verbunden ist. Stichwort Narkoserisiko. Nicht immer lässt sich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eine Operation vermeiden. Bei vielen Erkrankungen gibt es allerdings die Möglichkeit, mit physiotherapeutischen Maßnahmen eine Operation zu vermeiden.

Selbst wenn eine Operation nicht immer vermeidbar ist, so kann man sie jedoch oftmals verzögern, z.B. bis der Hund gesundheitlich stabiler ist. Operation vermeiden Hund

Bei welchen Erkrankungen des Bewegungsapparates besteht die Möglichkeit, Operationen zu verhindern oder zu verzögern?

Es gibt viele verschiedene Erkrankungen, bei denen eine hundephysiotherapeutische Behandlung einen operativen Eingriff verhindern kann. Beispiele hierfür sind:

Hüftdysplasie Operation vermeiden Hund

Bei einer Hüftdysplasie kann eine Operation sehr häufig vermieden werden. Auch wenn im Hüftgelenk im Verlaufe der Zeit immer eine Arthrose entsteht, kann diese verzögert und aufgehalten werden. Mit physiotherapeutischen Maßnahmen kann die Gelenkbeweglichkeit gefördert und erhalten werden und eine starke Muskulatur aufgebaut werden, um das Hüftgelenk zu stärken.

Arthrose

Auch bei einer Gelenkarthrose kann eine Operation in den meisten Fällen vermieden werden. Wie bei der Hüftdysplasie auch, gilt es mit physiotherapeutischen Maßnahmen, das Voranschreiten der Arthrose zu verzögern, Beweglichkeit zu erhalten/zu fördern, Schmerzen zu lindern und eine starke Muskulatur zu schaffen.

Patellaluxation Operation vermeiden Hund

Bei der Patellaluxation springt die Kniescheibe immer wieder aus der Rollfurche, was für den Hund schmerzhaft ist und das Gelenk dauerhaft schädigt. Mit Hundephysiotherapie kann eine starke Muskulatur trainiert werden, die dem Gelenk mehr Stabilität gibt.

Bandscheibenvorfall

Bei Bandscheibenvorfällen kann eine konservative Behandlung mittels Medikamenten und Physiotherapie sehr erfolgreich sein, wenn es sich nicht um einen akuten Bandscheibenvorfall handelt. Vielfach kann eine Operation so vermieden werden.

Kreuzbandriss

Auch ein Kreuzbandriss muss nicht immer operiert werden. Mittlerweile wird bei vielen Hundepatienten der Kreuzbandriss konservativ behandelt, also auf eine Operation verzichtet. Mittels physiotherapeutischer Behandlung kann das Kniegelenk stabilisiert werden und das Gelenk in seinem Heilungsprozess unterstützt werden. Auch eine gute Muskulatur gibt Halt und stützt das Gelenk.

Anhand welcher Faktoren wird entschieden, ob eine Operation vermieden werden kann?

Grundsätzlich ist es von verschiedenen Faktoren abhängig, ob eine Operation vermieden werden kann. Dazu gehört, die Ausprägung der Symptome, das Schmerzgeschehen und die Art und Ausprägung der Erkrankung. Die verschiedenen Optionen sollten immer mit dem behandelnden Hundephysiotherapeuten und Tierarzt besprochen werden. Operation vermeiden Hund

Wie oft muss der Hund zur Physiotherapie?

Hier kann man keine Pauschale Aussage machen. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass eine einmalige Behandlung nicht ausreichend ist. Eine hundephysiotherapeutische Behandlung ist ein Prozess, der in seinem Verlauf auch immer wieder auf die Bedürfnisse und die Entwicklung des Hundes angepasst werden muss. Während die Behandlungen zu Beginn meist in kürzeren Abständen notwendig sind, können die Intervalle mit der Zeit meist verlängert werden. Operation vermeiden Hund

Wertvoll ist auch, wenn die Hundehalter sich aktiv einbringen und die gesundheitliche Entwicklung des Hundes mit verschiedenen Hausaufgabenübungen, wie aktive Bewegungsübungen, Massage etc. unterstützen.

Alles Liebe, deine Tina

Hoopers Agility – ein genialer, gelenkschonender Hundesport für Jederhund

Hoopers Agility – ein genialer, gelenkschonender Hundesport für Jederhund

Hoopers Agility auch bekannt unter N.A.D.A.C Hoppers oder einfach nur Hoopers, ist eine Hundesportart, die eigentlich aus den USA nach Europa kam. In Europa erfreuen sich immer mehr Hundehalter daran und die Sportart wird immer bekannter.

Doch was ist Hoopers Agility genau?

Im Hoopers Agility geht es darum, einen weitläufigen Geräteparcours in einer bestimmten Reihenfolge zu absolvieren. Dieser besteht aus Geräten wie z.B. Tonnen (Barrel), Tunnel, den sogenannten Zäunen (Gates) und Bögen (Hoops).  Gesprungen wird beim Hoopers nicht. Dieser sollte möglichst fehlerfrei absolviert werden. Dafür bedarf es einer tollen Kommunikation zwischen Mensch und Hund, Timing und Geschicklichkeit.

Wie sind die Regeln für den Sport und was unterscheidet ihn vom Agility?

Wie viele Geräte auf dem Parcours absolviert werden, wie die Reihenfolge und die Distanz zwischen den Geräten sind, ist immer abhängig davon, in welcher Klasse die Mensch Hund Teams starten. Anders als im klassischen Agility läuft der Hundehalter beim Hoopers nicht mit. Der Hund wird an den Start und geht dann in einen Führbereich, der nicht verlassen werden darf. Das macht Hoopers natürlich zu einer genialen Hundesportart für Menschen, die selbst Gelenkprobleme haben oder anderweitig in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Der Hund wird über Distanz mittels Sicht- und Hörzeichen und der Körpersprache des Hundehalters geführt.

Warum finde ich als Hundephysiotherapeutin Hoopers Agility klasse?

Du fragst dich sicher, warum ich so begeistert über Hoopers schreibe. Ganz einfach: Es ist eine Sportart für Hunde, die ausgesprochen gelenkfreundlich ist. Der Parcours ist weitläufig, was bedeutet, dass es keine engen Wendungen und kurze Stopps gibt. Zudem gibt es keine Sprünge, die bekanntermaßen nicht besonders gelenkfreundlich sind. Das macht es zu einer Sportart, die sich wirklich für „Jederhund“ eignet. Ob klein oder groß, jung oder alt. Jeder kann sich hier entfalten. Auch für Hunde mit Gelenkerkrankungen wie Arthrose ist es eine Hundesportart, die sich sehr gut eignet, da sie gelenkschonend ist.

Hast du schon mal Hoopers mit deinem Hund probiert? Wie sind deine Erfahrungen? Teile sie gern in den Kommentaren mit mir!

Alles Liebe, deine Tina

Wenn der Hund springt – das sind die Auswirkungen auf die Vorderhand

Wenn der Hund springt – das sind die Auswirkungen auf die Vorderhand

Ob im Wald über Baumstämme oder mal über kleinere Gräben und Hindernisse – fast jeder Hundehalter hat seinen Hund schon mal springen lassen. Auch im Hundesport gehören regelmäßige Sprünge dazu. Aber wusstest du, dass Sprünge bei der Landung einen extrem großen Impact auf die Vorderhand des Hundes haben? Hund springt

Aber wie stark ist die Belastung wirklich? Hund springt

Grob kann man sagen, dass sämtliche Strukturen der Vorderhand, wie die Gelenke, Muskulatur, Sehnen, Bänder etc. bei der Landung nach einem Sprung mit dem 2,5 bis 5-fachen des Körpergewichts belastet werden (Quelle: Meermann/Gräff – Sportphysiotherapie für Hunde). Das ist eine ganzer Menge. Am Beispiel eines etwa 20 kg schweren Hundes bedeutet das, dass bis zu 100 kg auf die Vorderläufe einwirken. v

Diese Faktoren beeinflussen, wie stark die Belastung bei der Landung nach dem Sprung ist

Es gibt verschiedene Faktoren, die bei einem Sprung Einfluss auf die Belastung der Vorderhand hat. Dies ist zum einen die Geschwindigkeit, mit der der Hund unterwegs ist, wenn er springt. Doch auch die Höhe des Hindernisses spielt eine Rolle. Weiterhin hat es einen großen Einfluss, wir der Hund nach dem Sprung landet. Nach einem geraden Sprung kommen die Vorderläufe nacheinander auf und der Hund bewegt sich in der Vorwärtsbewegung flüssig weiter voran. Springt der Hund schief oder in einer Kurve, landet der Hund mit beiden Vorderläufen nahezu gleichzeitig. Es kommt zu einer intensiven Stauchung in den Gelenken. Eine besonders starke Belastung, die zugleich ein hohes Verletzungsrisiko birgt.

Darf ein Hund nicht springen?

Bei Gelenkerkrankungen wie Ellbogendysplasie oder OCD der Schulter sollten Sprünge unbedingt vermieden werden – keine Frage. Wenn ein gesunder Hund spielt und rennt, lässt es lässt sich manchmal kaum vermeiden, dass er auch mal springt. Im Spiel ist er allerdings in aller Regel aufgewärmt. Hund springt

Den gesunden Hund einfach mal aus Spaß springen lassen, würde ich eher nicht provozieren. Muskulatur, Gelenke und Bänder sind kalt und nicht auf die Belastung vorbereitet. Da kann er sich schnell eine Muskelzerrung oder eine Verstauchung zuziehen. Falls es bei Hunden „daily Business“ ist, dass sie dann und wann einfach mal aufgefordert werden zu springen, kann dies sogar die frühzeitige Entstehung von Gelenkerkrankungen wie Arthrose begünstigen. Etwas, was sich erst später bemerkbar macht,

Stichwort Warm Up

Um das Aufwärmen hier noch einmal aufzugreifen, möchte ich dir unbedingt ans Herz legen, deinen Hund im Hundesport nur nach dem Aufwärmen springen zu lassen. Völlig kalt „aus dem Stand“ heraus, sind Sprünge Gift für die Gelenke und eine ungünstige Belastung, die du leicht vermeiden kannst. Hund springt

Alles Liebe, deine Tina

Hundesportarten – „High-Impact“ und „Low-Impact“ Sportarten – das sind die Unterschiede

Hundesportarten – „High-Impact“ und „Low-Impact“ Sportarten – das sind die Unterschiede

In den letzten Jahren hat sich die Welt des Hundesport nicht nur sehr gewandelt, sondern ist auch stark gewachsen. Doch nicht nur die Anzahl an anerkannten Hundesportarten hat sich stark verändert. Hinzu kommt, dass viele Hundesportler mittlerweile großen Wert darauf legen, den Sport mit ihrem Vierbeiner gesund und nachhaltig zu betreiben. Es ist noch nicht lange her, da gab es nur zwei anerkannte Hundesportarten: Turnierhundsport und Schutzhundsport. Davon sind wir heute weit entfernt. Es gibt so viele verschiedene Sportarten und wirklich für jedes Hundeherz ist hier das passende dabei.

Was allerdings wichtig zu wissen ist, ist dass die körperliche Beanspruchung und Belastung je nach Sportart unterschiedlich intensiv ist. Während manche Sportarten nur von körperlich gesunden Hunden ausgeführt werden sollten, eignen sich andere auch für Hunde mit Gelenkproblemen und ältere Hunde.

Hundesportarten lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  1. High-Impact Sportarten
  2. Low-Impact Sportarten

High-Impact Sportarten

Dies sind Hundesportarten, die auf unterschiedliche Art und Weise für den Hundekörper stark belastend sind. Dazu gehören:

  • Dog Frisbee
  • Flyball
  • Agility
  • Turnierhundsport
  • Canicross
  • Zughundsport
  • Hunderennen
  • IGP
  • Mondioring
  • Rettungshundesport
  • Jagdliche Arbeit

Was können Folgen von High-Impact Hundesportarten sein?

Es geht hierbei nicht darum High-Impact Hundesportarten „schlecht zu reden“. Allerdings ist es wichtig, sich bewusst zu sein, was sie mit sich bringen können.

Enge Wendungen, Sprünge, kurze Stopps etc.. bringen eine starke Belastung für den gesamten Hundekörper mit sich. Es besteht ein deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko wie z.B. Muskelverletzungen, das Risiko eines verstärkten Gelenkverschleiß, bis hin zu chronischen Gelenkerkrankungen wie Arthrose. Wenn Hunde bereits unter Gelenkproblemen leiden empfehle ich, auf High Impact Sportarten zu verzichten.

Low-Impact Sportarten

Darunter fallen Hundesportarten, die körperlich nicht stark belastend sind. Dazu gehören:

  • Mantrailing
  • Hoopers Agility
  • Fährtenarbeit
  • Longieren
  • Obedience
  • Rally Obedience
  • Dog Dancing

Für wen eignen sich Low-Impact Hundesportarten?

Wenn man mit Hunden sportlich aktiv sein möchte, die unter Gelenkproblemen leiden oder bereits älter sind empfehle ich auf eine dieser Sportarten zurückzugreifen. Sie belasten den Hundekörper und insbesondere den Bewegungsapparat nicht so stark und sind daher besser geeignet.

Natürlich gibt es bei beiden Kategorien auch Fälle, wo die Grenzen verschwimmen und stark belastende Sportarten abgemildert werden oder wenig belastende Sportarten zu belastenden werden. Dennoch ist es hilfreich, sich bewusst zu sein, ob und wie stark die Sportart für den Hund sind und was mögliche daraus resultierende Konsequenzen sein können.

Alles Liebe, deine Tina

Hund auf drei Beinen – das verändert sich für einen Hund nach einer Amputation und so kannst du ihn unterstützen

Hund auf drei Beinen – das verändert sich für einen Hund nach einer Amputation und so kannst du ihn unterstützen

Wenn Hundehalter erfahren, dass bei ihrem Hund eine Amputation eines Laufes notwendig wird, ist der Schock in der Regel erst einmal groß. Kein Wunder, eine Amputation ist ein großer, nicht revidierbarer Eingriff. Das will gut überlegt sein. Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb einem Hund ein Lauf amputiert werden muss. Dazu gehören z.B. Fehlbildungen, Verletzungen durch Unfälle oder Osteosarkome.

Da eine Amputation ein schwerwiegender Eingriff ist, wird ein Tierarzt diesen in aller Regel gut abwägen. Bei einem Osteosarkom z.B. kann sie dem Hund noch wertvolle Lebenszeit schenken. Amputation Hund

Ist ein Leben auf drei Beinen für einen Hund lebenswert?

Auf jeden Fall! Hunde können wunderbar kompensieren und kommen nach einer kurzen „Eingewöhnung“ in der Regel sehr gut auf drei Beinen zurecht. Spaziergänge, Spielen mit Hundekumpels – all das ist super machbar.

Was verändert sich für den Hundekörper? Amputation Hund

Bei einem gesunden vierbeinigen Hund sieht es so aus, dass die Vorderhand etwa 60% des Körpergewichtes stemmt. Die Hinterhand trägt etwa 40%. Den Schub für die Vorwärtsbewegung gibt der Hund aus der Hinterhand und er wird über die Wirbelsäule nach vorne transportiert. Die Vorderhand und der Schultergürtel geben dem Körper Stabilität. Amputation Hund

Hat der Hund nun „nur“ noch drei Beine, kommt es zum einen zu einer veränderten Verteilung der Traglast auf der Vorder- und Hinterhand. Die Statik des Hundekörpers ist verändert. Zum anderen verändern sich die „Funktionen“ von Vorder- und Hinterhand – immer auch abhängig davon, ob der Lauf vorne oder hinten amputiert wurde. Amputation Hund

Was sind mögliche Folgen? Amputation Hund

Durch die veränderte Gewichts- und Funktionsverteilung kommt es zu einer stärkeren Belastung der Gelenke und Muskulatur. Das zieht in der Folge einen schnelleren Verschleiß der Gelenke in Form von z.B. Arthrose nach sich und es kommt zudem zu Verspannungen der Muskulatur. Amputation Hund

Was kann man als Hundehalter tun?

Wichtig ist, dass du nicht erst wartest, bis sich bei deinem Hund starke und schmerzhafte Verspannungen gebildet haben. Von Beginn an, sollte die Muskulatur regelmäßig durch z.B. Massagen gelockert werden. Zudem sind aktive Übungen sinnvoll, die das veränderte Körpergefühl deines Hundes und seine Koordination stärken und zugleich eine gleichmäßige Bemuskelung sicherstellen. Zusätzlich kann auch der Einsatz von Bandagen oder Orthesen zur Entlastung und Unterstützung von Gelenken sehr sinnvoll sein.

Alles Liebe, deine Tina

Das Vestibularsyndrom – ein Grund deinen Hund einzuschläfern?

Das Vestibularsyndrom – ein Grund deinen Hund einzuschläfern?

Grundsätzlich kann es jeden Hund treffen, doch besonders ältere Hunde sind vom Vestibularsyndrom betroffen. Von jetzt auf gleich – meist über Nacht, können sie ihr Gleichgewicht nicht mehr halten und leiden unter starken Bewegungsstörungen, der Stellreflex ist verzögert, sie halten ihren Kopf oft schief, teils auch den Körper. Betroffene Hunde wirken wie betrunken und laufen im Kreis. Es kommt zum sogenannten Nystagmus und auch Schielen. Den Hunden ist übel, sie verweigern oft das Essen und leiden unter Erbrechen. Hund einschläfern Vestibularsyndrom

Doch wie kommt es zum Vestibularsyndrom? Hund einschläfern Vestibularsyndrom

Es handelt sich um eine Störung des Gleichgewichtsorgans, in dessen Folge der Hund aus dem Gleichgewicht gerät und sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Es fühlt sich für ihn an, als würde er in einem Karussell sitzen und er hat jedes Gefühl für die Position seines Körpers im Raum verloren. Die Ursache der Störung des Gleichgewichtsorgans ist immer noch nicht gänzlich geklärt. Hund einschläfern Vestibularsyndrom

Extrawissen: Auch Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen können betroffen sein.

Wichtig zu wissen ist, dass das Vestibularsyndrom beim Hund nichts mit einem Schlaganfall zu tun hat, auch wenn es teilweise sogar von Tierärzten als solcher bezeichnet wird. Es handelt sich um zwei verschiedene Krankheitsbilder. Beim Schlaganfall ist das Gehirn des Hundes betroffen, beim Vestibularsyndrom das Gleichgewichtsorgan. Ausführliche Informationen zu den Symptomen, der Diagnostik, etc. findest du hier.

Müssen Hunde mit einem Vestibularsyndrom eingeschläfert werden?

Ganz klar NEIN! Es passiert immer noch viel zu häufig, das betroffene Hunde eingeschläfert werden. Dabei gibt es hierzu keinen Grund – auch nicht, dass der Hund bereits älter ist!

Ich kann es nicht oft genug sagen, doch in der Regel braucht es nur ein wenig Geduld. Bereits innerhalb der ersten 48 Stunden treten die ersten Verbesserungen auf. Dazu gehört, dass die Bewegungsstörungen weniger werden. Auch das Schwindelgefühl, das Erbrechen und der Nystagmus lassen nach. Auch wenn ein Hund älter ist, kann er sich von einem Vestibularsyndrom in kurzer Zeit vollständig erholen. Bei einigen Hunden bleibt eventuell eine leichte Kopfschiefhaltung und leichte Koordinationsstörungen zurück.

Also bitte lasse deinen Hund nicht voreilig einschläfern und gebe ihm Zeit sich zu erholen.

Wie kann man das Vestibularsyndrom behandeln? Hund einschläfern Vestibularsyndrom

Das wichtigste für deinen Hund ist Ruhe und das du Ruhe bewahrst. Unterstützend machen Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen Sinn. Sehr bewährt hat sich die Gabe von durchblutungsfördernden Medikamenten. Auch eine Infusionstherapie kann eine gute Unterstützung sein. Zumeist erholen Hunde sich am besten in ihrer gewohnten Umgebung. Hier kannst du vieles tun, um die Genesung deines Hundes zu unterstützen und auch seinen Alltag in dieser Krankheitssituation zu erleichtern.

Es ist völlig klar, dass du in dieser Situation aufgeregt und eventuell auch überfordert bist. Hierbei möchte ich dich gern unterstützen und dir deine Angst nehmen und dazu Maßnahmen an die Hand geben, wie du die Gesundung deines Hundes fördern kannst. Wie du deinen Hund Zuhause unterstützen kannst, erfährst du in diesem Artikel: So kannst du deinen Hund nach einem Vestibularsyndrom unterstützen. Hund einschläfern Vestibularsyndrom

Maßnahmen zur Mobilisierung, die den zweiten wichtigen Baustein in der Genesung bildet, habe ich dir in diesem Artikel zusammengefasst:

So mobilisierst du deinen Hund nach einem Vestibularsyndrom.

Es ist mir sehr wichtig, dass du in dieser Akutsituation deinen Hund bestmöglich unterstützen kannst und du dich sicher fühlst. Dies gibt auch deinem Hund Sicherheit und unterstützt seine Genesung. Hund einschläfern Vestibularsyndrom

Alles Liebe, Tina

So vermeidest du muskuläre Dysbalancen und Verspannungen durch Fußarbeit im Hundesport

So vermeidest du muskuläre Dysbalancen und Verspannungen durch Fußarbeit im Hundesport

In vielen Hundesportarten wird Wert auf Fußarbeit gelegt. Das bedeutet, dass der Hund auf der linken Seite des Hundeführers läuft. Dabei sollte sich im Idealfall die Schulter des Hundes neben dem linken Knie des Hundeführers befinden. Der Hund soll dabei zudem Blickkontakt zum Hundeführer halten, indem er seinen Kopf in den Nacken legt und gerade nach oben schaut oder er ihn nach rechts zu ihm neigt.

Fußarbeit im Hundesport – Diese Bewegungen sind für deinen Hund unnatürlich und verursachen Probleme

Für den Hund ist diese Bewegung unphysiologisch. In diesem Fall bedeutet dies, dass es zu einer sehr starken Belastung der Halsmuskulatur und Halswirbelsäule kommt. Doch auch die restliche Wirbelsäule ist stark belastet und linker Vorder- und Hinterlauf werden stärker belastet, als die rechte Körperhälfte. Die Folgen: dein Hund bekommt unangenehme muskuläre Verspannungen und die Bemuskelung ist untergleichmäßig. Das hat dann wiederum auch Auswirkungen auf die Gelenke. Hinzu kommt, dass unphysiologische Bewegungsabläufe entstehen. Dein Hund steckt dann quasi in einem Teufelskreis.

Was kann man tun, um Überlastungsschäden in Form von muskulären Dysbalancen und Verspannungen bei der Fußarbeit zu vermeiden?

Zwischendurch auf der rechten Seite führen

Auch wenn es für deinen Sport nicht vorgesehen ist, hilft es deinem Hund sehr, wenn du ihn immer wieder auch auf der rechten Seite führst. Damit schaffst du eine entsprechende „Gegen- bzw. Ausgleichbewegung“ und vermeidest, dass sich muskuläre Ungleichmäßigkeiten und Verspannungen entwickeln. Fußarbeit im Hundesportit i

Ausgleichende Übungen aus dem Bewegungstraining Fußarbeit im Hundesport

Im Humanbereich ist es ganz normal, dass man den Sport mit „gymnastizierenden“ Übungen, Krafttraining etc. ergänzt. Auch im Hundesport sollte dies zur Routine gehören. Um Verspannungen vorzubeugen und eine ungleichmäßig ausgeprägte Muskulatur, kannst du Übungen aus dem Bewegungstraining nutzen. Dazu gehören z.B.:

Stretching

Mittels regelmäßigen Stretchingübungen z.B. wirkst du ausgleichend auf die Muskulatur ein und kannst du sie elastisch halten sowie einseitigen Verkürzungen entgegenwirken. Fußarbeit im Hundesportit im Hundesport

Isometrische Übungen

Mit isometrischen Übungen trainierst du eine gleichmäßig, ausgeprägte Muskulatur und eine gleichmäßige Belastung der Läufe, damit sich in normalen „Alltagsbewegungen“ der Schwerpunkt nicht gewohnheitsmäßig auf die linke Körperhälfte verlagert.

Balanceübungen

Auch mit Balanceübungen unterstützt du, dass dein Hund alle vier Läufe gleichmäßig einsetzt und eine ausgewogene, gesunde Belastung gesichert ist genauso wie ein gutes Körpergefühl. Fußarbeit im Hundesportit i

Du suchst nach entsprechenden Übungen für deinen Hund? Dann lege ich dir meine Hundefitness Online Kurse ans Herz, in denen du lernst, deinen Hund mit aktiven Bewegungsübungen seinen Bedürfnissen entsprechend zu unterstützen. Hier geht es zur Übersicht: Doggy Fitness Online Kurse

Massage

Deinen Hund nach dem Sport zu massieren, ist nicht nur als Wellness und Entspannung schön für ihn, sondern sorgt insbesondere dafür, dass Verspannungen vermieden werden oder sofort gelockert werden. Fußarbeit im Hundesportit i

Wenn du einfache Massagegriffe erlernen möchtest, findest du hier entsprechende Infos und Anleitungen: Massage beim Hund – Basics.

Bist du hundesportlich aktiv? Wie vermeidest du Verspannungen und muskuläre Dysbalancen bei deinem Hund?

Alles Liebe, deine Tina

Die Hunderute – viel mehr als ein Stimmungsbarometer

Die Hunderute – viel mehr als ein Stimmungsbarometer

Mit der Hunderute verbinden wir in erster Linie eines der vielen „Kommunikationsmittel“ unserer Hunde. Je nach Stimmung und Situation ist die Rute auf unterschiedlichste Art und Weise im Einsatz und wir können daran gut ablesen, wie er sich in diesem Moment fühlt.

Übrigens: Das Hunde mit der Rute wedeln, muss nicht immer Freude sein!

Wie ist die Rute des Hundes aufgebaut?

Die Rute des Hundes besteht aus 20-23 Schwanzwirbeln. Sie bilden die knöcherne Grundlage für den Schwanz. Die einzelnen Wirbel werden zum Schwanzende hin immer kürzer und verlieren die typischen Merkmale eines Wirbels.

Doch die Hunderute hat noch mehr Funktionen, als ein Stimmungsbarometer zu sein

Von körperlicher Seite her betrachtet nutzt der Hund die Rute, um sich auszubalancieren.  Sehr gut beobachten kannst du das, wenn dein Hund über unebene Untergründe geht oder auch bei Wendungen wird das sehr deutlich. Auch beim Schwimmen setzen Hunde ihren Schwanz gezielt ein. Schon bei Welpen konnte man beobachten, dass Welpen mit Rute einige Tage früher stehen können, als Welpen mit Stummelrute oder kupierter Rute. (Quelle: Hunde in Bewegung, M. Fischer/ K. Lilie)

Zudem kann man bei Hunden mit Erkrankungen des Bewegungsapparates sehr deutlich beobachten, dass die Rutenhaltung oft auffällig ist, z.B. zu einer Seite hin.

Was ist mit Hunden die eine angeborene Stummelrute oder eine kupierte Rute haben?

Hunden mit einer gänzlich kupierten Rute fehlt nicht nur ein wichtiges Mittel, um sich auszudrücken, es fehlt auch ein wichtiger Teil, um sich ausbalanciert fortzubewegen. Die Folge ist, das betroffene Hunde nach einer Möglichkeit zur Kompensation suchen, es entstehen Ausgleichsbewegungen und Fehlbelastungen der Wirbelsäule. Daher kommt es bei Hunden mit kupierter Rute im Verlauf des Lebens sehr häufig zu Erkrankungen der Wirbelsäule, insbesondere in Form von Spondylose.

Auch Hunde mit Stummelrute können betroffen sein. Allerdings sind sie aufgrund der Tatsache, dass zumindest ein Teil der Rute vorhanden ist, nicht so stark in ihrer Kommunikation eingeschränkt und die Rute kann zumindest eingeschränkt zum Ausbalancieren genutzt werden.

Wusstest du schon? Hunderute

Das Amputieren von Körperteilen nach § 6 Abs. 1 Satz 1 des Tierschutzgesetzes ist in Deutschland verboten. Seit mehr als 20 Jahren ist es auch verboten, Hunderuten zu kupieren. Ausnahmen sind jagdlich geführte Hunde und wenn eine medizinische Indikation vorliegt.

Gibt es Erkrankungen der Rute beim Hund?

Eine häufige Erkrankung der Hunderute ist die sogenannte Wasserrute. Diese Erkrankung ist sehr schmerzhaft für den Hund. Dadurch, dass sie häufig bei Hunden auftritt, die viel geschwommen sind, kam die Erkrankung zu ihrem Namen. Hunderute

Alle wichtigen Informationen zur Wasserrute habe ich dir in diesem Artikel zusammengefasst: Wasserrute beim Hund.

Wie sehr setzt dein Hund seine Rute ein, um sich auszubalancieren? Hast du schon einmal darauf geachtet?

Alles Liebe, deine Tina

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