Besonders wenn unsere Hunde älter werden oder auch krank sind, fällt es uns sehr schwer, sie alleine zu lassen. Die Sorge, dass irgendetwas sein könnte und dem Hund nicht gut geht ist einfach da, sobald man aus dem Haus geht. So geht es zumindest mir und vielen anderen Hundehaltern, mit denen ich mich ausgetauscht habe.

Ich bin in Sorge, wenn ich aus dem Haus gehe

Tessa und Snowy müssen nicht viel alleine zu Hause bleiben. Früher haben sie mich in die Praxis begleitet, heute können sie entspannt neben mir liegen, während ich im Home Office an meinem Schreibtisch arbeite. Dennoch lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass die beiden ab und an auch mal alleine bleiben müssen. Für Tessa und Snowy ist das kein Problem. Für mich, seit Snowy älter ist und in letzter Zeit auch gesundheitliche Probleme hatte, um ehrlich zu sein schon. In dem Punkt bin ich nicht nur Hundephysio, sondern vor allem ein Hundehalter, der Sorge hat, dass es dem Hund in der Zeit des Alleineseins schlecht gehen könnte.

Wie du weißt, teste ich nur selten Produkte. Als ich nun angesprochen wurde, ob ich die Furbo Hundekamera testen würde, habe ich zugestimmt. Ich wollte wissen, ob dies eine Möglichkeit wäre, beruhigter aus dem Haus zu gehen, vor allem wenn man einen älteren oder kranken Hund hat.

Deshalb testen wir die Furbo Hundekamera

In diesem Artikel möchte ich gerne unsere Erfahrungen mit der Furbo Hundekamera mit dir teilen. Der Einsatz der Kamera im Hundetraining wird in diesem Artikel allerdings nicht im Fokus stehen.

Wie funktioniert das jetzt eigentlich?!

Grundsätzlich wird die Furbo Hundekamera über eine App gesteuert. So kann man den Hund über das Mobiltelefon per Liveübertragung sehen, wenn er alleine zu Hause ist. Auch wenn dein Hund bellt, erhältst du eine Benachrichtigung auf dein Handy. Über die auf dem Handy installierte App kannst du sogar Leckerlis an deinen Hund verteilen und auch mit ihm sprechen. Ob und wie sinnvoll das im Rahmen des Hundetrainings ist, wenn der Hund Schwierigkeiten hat alleine zu bleiben, dann die Einrichtung zerlegt oder bellt, kann ich als Hundephysiotherapeutin nicht beurteilen und soll auch nicht Schwerpunkt meines Artikels sein.

Furbo Hundekamera Installation mit Handy

Furbo Hundekamera Installation mit Handy

Die technischen Aspekte der Furbo Hundekamera – es wird technisch

Inbetriebnahme & Nutzung

Die Furbo Hundekamera wird mit Netzstecker und einem 2 m langen USB Kabel sowie einer leicht verständlichen Kurzanleitung geliefert.

Das Gerät ist kompatibel mit IOS und Android und kann so über Smartphone und Tablets gesteuert werden.

Die Kamera platzierst du so im Raum, dass der Raum gut von ihr überblickt werden können. Dann verbindet man ihn über das USB Kabel mit dem Netzstecker und der Steckdose. Die Kamera beginnt dann zunächst weiß zu leuchten (=Inbetriebnahme) und wechselte danach auf ein grünes Licht. Das bedeutet, sie ist bereit zur Installation. Im nächsten Schritt installierst du die App auf deinem Smartphone oder Tablet, legst ein Benutzerkonto für dich an und folgst den Anweisungen auf dem Bildschirm. Dann erscheint das Bild der Furbo Hundekamera auf deinem Smartphone. Das Ganze geht sehr fix und ist auch leicht verständlich für Menschen, die nicht technikaffin sind.

Ohne Internetverbindung geht nichts

Damit die Kamera die Aufnahmen auf dein Handy übertragen kann benötigt sie eine stabile WLAN Verbindung. Die ist in den meisten Haushalten mittlerweile Gott sei Dank Standard. Allerdings benötigst du unterwegs auch für dein Smartphone eine gute Internetverbindung, damit die App problemlos auf die Hundekamera zugreifen kann.  Sonst kann es mit einer Liveübertragung schon einmal schwierig werden.

Wer Sorge hat, dass die übermittelten Daten zwischen der App und der Hundekamera abgegriffen werden könnten, kann beruhigt sein. Der Austausch der Daten erfolgt über eine verschlüsselte Verbindung.

Die Produkteigenschaften der Furbo Hundekamera

Ich bin erwiesenermaßen kein Technikgenie, möchte aber natürlich die wichtigsten Eigenschaften der Furbo Hundekamera  mit dir teilen.

Damit man einen möglichst guten Überblick mit der Kamera hat, ist sie mit einer Weitwinkellinse mit 160° Blickwinkel ausgestattet. Je nach dem wie und wo du die Kamera platzierst, kannst du so einen gesamten Raum überblicken. Die Kamera ist eine 1080p HD-Kamera und es gibt einen Infrarot LED Nachtsicht Modus. Perfekt, wenn du abends unterwegs bist (auch wenn bei uns immer ein Licht für die Hunde brennt).

Die Furbo Hundekamera kommt sehr stylisch daher

Die Furbo Hundekamera kommt sehr stylisch daher

Auch diese Funktionen bringt das Gerät mit sich

Die Hundekamera  verfügt über ein 2-Wege Audio System mit eingebautem Lautsprecher und Mikrofon. Zusätzlich ist sie mit einem Leckerli Auswurf ausgestattet. Dazu nimmt man am besten kleine Leckerlis mit einem Durchmesser von höchstens 1 cm. Die Leckerlis werden in hohem Bogen herausgeschossen. Wenn dein Hund bellt wird über den eingebauten Lautsprecher eine Info mittels „Bell-Alarm“ auf dein Smartphone geschickt (Voraussetzung guter Handyempfang). So weit zu den Funktionen.

Die Furbo Hundekamera im Einsatz bei Tessa und Snowy

Das Tessa und Snowy ohne Probleme alleine zu Hause bleiben können, weiß ich. Dennoch hat mich natürlich die Neugierde gepackt und ich wollte wissen, was sie denn so treiben, wenn ich nicht da bin. Vielleicht sind sie ja doch aufgeregter, als ich immer annahm? Beschwerden von Nachbarn gab es nie. Doch hatte Tessa zu Beginn große Trennungsangst, die wir mit Hilfe von professionellem Hundetraining gut in den Griff bekommen haben.

Also, was machen sie nun? Schlafen, herumlaufen oder was tun meine Hund sonst noch so, wovon ich nicht einmal etwas ahne.

Watching Tessi & Snowy

Wir haben die Hundekamera bei uns im Wohnzimmer installiert, da dies der Ort ist, an dem sich Tessa und Snowy auch in der Regel aufhalten. Nun war ich natürlich gespannt, was die Ladies so treiben, wenn ich nicht da bin. Und auch, ob ich ruhiger aus dem Haus gehen kann, wenn ich weiß, dass ich insbesondere Snowy immer sehen kann. Mein altes Mädchen macht mir in den letzten Monaten wirklich oft Sorgen und nach dem Vestibularsyndrom war ich das erste Mal so richtig ängstlich und unsicher, als sie dann das erste Mal wieder alleine bleiben musste.

Ich muss dich zu allererst enttäuschen: Tessa und Snowy haben sich nach kurzer Zeit („kommt sie vielleicht doch wieder?!“) in ihr Bettchen respektive aufs Sofa gelegt und geschlummert, entspannt und geschlafen.

Ja und ich?! Ja, mir hilft es durchaus, zwischendurch einen Blick nach Hause werfen zu können und zu sehen, dass es meinen Mädchen gut geht.

Furbo Kamera mit Tessa

Furbo Kamera mit Tessa

Unser Fazit zur Furbo Hundekamera

Die Kamera hat ein schickes Design und fällt so auch in der Einrichtung nicht unangenehm auf. Die Kamera ist sehr hochwertig und hat viele sinnvolle Funktionen.

Wenn dein Hund Schwierigkeiten hat, alleine zu bleiben, würdest du es dir in meinen Augen mit dem alleinigen Einsatz der Kamera zu einfach machen. Ich empfehle dir, mit Unterstützung eines professionellen Hundetrainers der Ursache auf dem Grund zu gehen und Maßnahmen zu entwickeln damit der Mund stressfrei alleine zu Hause bleiben kann. Sicherlich kann die Kamera in Absprache mit dem Trainer gezielt eingesetzt werden.

Für mich als Hundehalter kann ich sagen, dass die Funktion, meine Hunde sehen zu können, wenn ich unterwegs bin und sicherzugehen, dass es ihnen gut geht, durchaus sinnvoll ist. Besonders, wenn der Hund bereits älter ist oder krank, ist das sicherlich sehr hilfreich.

PS: Die Sprach- und Leckerli-Auswurf Funktionen haben wir nur zum Testen der Kamera genutzt, als wir Zuhause waren. Die Stimme klingt ein wenig verzerrt, was den Hund eventuell verwirren könnte. Der Leckerli-Auswurf macht natürlich Geräusche, an die man besonders geräuschempfindliche Hunde zunächst gewöhnen sollte.

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Alles Liebe, deine Tina

*Bei diesem Blogartikel handelt es sich um eine Kooperation mit Karkalis Communications, die uns freundlicherweise die Furbo Hundekamera zu Testzwecken zur Verfügung gestellt haben.