Arthrose beim Hund und wie du aktiv werden kannst

In meinem letzten Blogbeitrag ging es darum, wie eine Arthrose entsteht, was die Folgen sind und wie du deinen Hund unterstützen kannst. Ich zeige dir in diesem Beitrag zwei Übungen. Die kannst  du regelmäßig mit deinem Hund durchführen. Dabei ist es das Ziel, das dein Hund schmerzfrei wird, mehr Bewegung in das Gelenk zu bringen, die Lahmheit zu reduzieren und die Muskulatur zu erhalten. Beide Übungen sind sehr effektiv und du kannst sie ohne großen Aufwand durchführen.

Die erste Übung ist das „Pfote anheben“

Und so funktioniert die Übung: 

Dein Hund steht auf rutschfestem Untergrund und du hockst neben deinen Hund. So kannst du ihn stützen, falls er aus dem Gleichgewicht kommt. Du greifst den Vorderlauf (oberhalb der Pfote), hebst ihn leicht an und entlastest das Bein für etwa 3-5 Sekunden. An den Hinterläufen greifst du ebenfalls oberhalb der Pfote und beugst den Lauf dabei leicht. So wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest.
Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.

Wie oft und wie ist der Effekt?

Beginne mit zweimal täglich 2 Wiederholungen pro Lauf. Die Dauer des Haltens kann bis auf 15 Sekunden gesteigert werden und auch die Wiederholungen kannst du erhöhen. Du kräftigst mit der Übung, die Muskulatur der übrigen 3 Läufe und trainierst die Koordination deines Hundes.

Die zweite Übung ist das Cavaletti Training

Das benötigst du:

Du benötigst für die Übung fünf Hindernisse über die dein Hund steigt. Diese Anzahl ist wichtig, damit dein Hund in einen Bewegungsfluss kommt.
Zuhause kannst du bspw. auf Besenstiele zurückgreifen, im Wald oder Garten eignen sich Äste perfekt. Du baust die Hindernisse in gerader Linie auf ebenem Boden auf. Der Abstand ist mit einer Hundelänge optimal. Sie sollten von der Höhe her so sein, dass dein Hund bequem darüber steigen kann und nicht dazu verleitet wird zu springen.

Jetzt geht es los:

Führe deinen Hund langsam, Schritt für Schritt an einer kurzen Leine über die Hindernisse. Mit der Leine verhinderst du, dass dein Hund die Übung abbricht. Gleichzeitig bestimmst du auch das Tempo. Ist dein Hund aufgeregt, lass ihn vor dem ersten Hindernis absitzen, dann kommt er etwas zur Ruhe. Am Ende angekommen lass ihn wieder absitzen. Und vergiss nicht ihn zu loben! Diese Übung erfordert viel Konzentration und ist für jeden Hund mit Arthrose anstrengend. Dann geht es wieder zurück. Geht so langsam wie möglich.

Nur so verinnerlicht das Gehirn deines Hundes, wie die korrekte und gesunde Bewegung sein soll.

Wie oft und wie ist der Effekt?

Mit der Übung trainierst du die Koordination deines Hundes und bringst ihn dazu, seine Läufe langsam und bewusst zu bewegen. Du trainierst seine Wahrnehmung und das Vertrauen in seinen Körper. Zusätzlich beugt und streckt er seine Gelenke, die Muskulatur wird gestärkt. Bänder, Sehnen und Gelenke werden geschmeidig gehalten. Keinen Sinn macht die Übung, wenn dein Hund ein versteiftes Gelenk hat.

Beginne mit zweimal täglich zwei Wiederholungen. Im Trainingsverlauf kannst du die Anzahl der Wiederholungen steigern.

Berücksichtige bei euren Trainingseinheiten immer die Tagesform deines Hundes. Auch dein Hund ist nicht jeden Tag gleich gut drauf und leistungsfähig.

In meinem Artikel über Arthrose erfährst du übrigens noch viel mehr zur Erkrankung.

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Deine Tina