So kommt dein Hund fit durch den Winter!

„Hund fit“ im Winter – widerspricht sich das nicht? Die Tage werden kürzer und die dunkle Jahreszeit nähert sich mit großen Schritten. Zeit für gemütliche Abende am Kamin, Kerzen und kuschelige Decken.

Aber was, wenn die Bewegung des Hundes dabei auf der Strecke bleibt?

Gerade älteren Hunden oder solchen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates setzt die nasskalte Zeit sehr zu. Die Spaziergänge fallen dann etwas kürzer aus, weil der Vierbeiner einfach nicht viel laufen mag – und die Symptome von Arthrose, Hüftdysplasie, Spondylose und Co. sind präsenter als je zu vor. Doch es sind genauso die jungen und gesunden Hunde, die über den Winter einrosten. Es geht ihnen wie uns Menschen, wenn wir unsere Bewegung reduzieren. Wir verlieren Muskulatur, die Bewegungen werden schwerfälliger und steifer. Und zu guter Letzt hat dein Hund plötzlich noch ein paar Gramm mehr auf den Rippen, weil er sich weniger bewegt und weiter genussvoll seine tägliche Ration verspeist hat. Also „Hund fit“ auch im Winter ist kein Widerspruch.

„Was tun, damit mein Hund nicht einrostet oder sogar Schmerzen hat?“

Meine Antwort ist: Du kannst selbst etwas tun und deinen Hund fit halten! Mir liegt die Gesundheit deines Hundes sehr am Herzen und es ist mir wichtig, dich zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Daher habe ich dir ausgewählte Übungen zusammengestellt, mit denen dein Hund fit bleibt, auch wenn er weniger draußen unterwegs ist. Du trainierst seine Beweglichkeit, seine Muskulatur und auch seine Balance.
Und das Beste: die richtige Portion Entspannung ist auch dabei!

Damit du genau weißt, wie du die Übungen richtig anwendest, bekommst du von mir genaue Übungsanleitungen. Alle Übungen habe ich dir in einem gratis 30-Tage-Trainingsplan (HIER GEHT´S ZUM DOWNLOAD)  zusammengestellt, damit das Physio-Training auch richtig effektiv ist. Du kannst die Übungen natürlich auch über einen längeren Zeitraum durchführen, damit dein Hund gut durch den Winter kommt und direkt fit in den nächsten Frühling starten kann!

Und los geht´s! – So wird dein Hund fit

Steh-Sitz-Transfer

Vom Steh ins Sitz bringst du deinen Hund sicher mehrmals täglich. Aber wusstest du auch, dass die Übung einen genialen Trainingseffekt hat?

Effekt: Kraft- & Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe deines Hundes. Auch die Muskulatur des unteren Rückens wird trainiert.

Und so geht´s: ANLEITUNG STEH-SITZ-TRANSFER

Pfote geben

Das „Pfote geben“ oder „High Five „ ist einer der Tricks die viele Vierbeiner super beherrschen. Wir nutzen ihn für das Training!

Effekt: Trainiert die Beweglichkeit und Muskulatur der Vorderläufe.

Und so geht´s: ANLEITUNG PFOTE GEBEN

Slalom durch die Beine

Effekt: Stretcht den Rücken und trainiert Muskulatur, Koordination, Balance und einen gesunden Bewegungsablauf.

Und so gehts: Du stellst dich mit auseinandergestellten Beinen auf rutschfesten, ebenen Untergrund. Locke nun deinen Hund mit einem Leckerchen zwischen deinen Beinen durch und führe ihn außen um deine Beine herum. Du läßt deinen Hund “8” durch deine Beine laufen. Achte darauf, dass du ihn in beide Richtungen laufen läßt, damit beide Körperhälften gleichmäßig belastet werden. Das Ganze sollte so langsam wie möglich passieren. Nur so verinnerlicht das Gehirn deines Hundes, wie die korrekte und gesunde Bewegung sein soll. Und ganz wichtig, lobt deinen Hund, wenn er es richtig gemacht hat.

Steh Platz Transfer

Effekt: Der Effekt ist mit der Liegestütze beim Menschen vergleichbar. Trainiert wird der gesamte Körper.

Und so geht´s: Beim Steh-Platz Transfer geht dein Hund vom Steh ins Platz ohne sich zuerst hinzusetzen. Du stehst vor deinem Hund und bringst ihn zunächst ins Platz (entweder mit einem Signal, oder einem Leckerli, dass du vor seiner Nase zum Boden führst). Animiere ihn dann wieder aufzustehen, möglichst ohne das er nach vorne geht. Indem du recht nah vor ihm stehst, unterstützt du dies. Er sollte mit allen Vieren gleichzeitig aufstehen. So habt ihr die Beanspruchung der Muskeln auf alle vier Beine verteilt. Dein Hund sollte möglichst gerade liegen und nicht mit dem Hinterteil auf die Seite rutschen.

Cavaletti über die Beine

Effekt: Macht nicht nur Spaß sondern trainiert Beweglichkeit, Koordination und Muskulatur.

Und so geht´s: Du setzt dich auf den Boden, deine Beine sind V-förmig auseinander. Führe dann dein Hund mit einem Leckerli langsam über deine Beine. Er sollte möglichst nicht springen

Gewichtsverlagerung vorn-hinten

Effekt: zugegeben, die Übung ist nicht ganz einfach, aber ein geniales Workout für den gesamten Körper!

Und so geht´s: ANLEITUNG GEWICHTSVERLAGERUNG VORN-HINTEN

Sit Ups

Effekt: ja, auch Hunde können Sit Up´s! Und eine gute Bauchmuskulatur unterstützt den Rücken und gibt Stabilität.

Und so geht´s: ANLEITUNG SIT UP´S

Isometrische Übungen

Effekt: Die Übung sieht easy aus, der Trainingseffekt ist aber groß: sie ist ein tolles Krafttraining!

Und so geht´s: ANLEITUNG ISOMETRISCHE ÜBUNGEN

Stretching Hüfte

Effekt: bringt Bewegung in die Hüfte und trainiert zugleich noch die Muskeln der Hinterläufe.

Und so geht´s: Du stehst vor deinem Hund und ihr schaut euch an. Animiere deinen Hund (mit Hilfe eines Leckerli), an dir hochzuspringen. Du kannst die Übung auch mit einem Wortsignal verknüpfen, damit es nicht zu unerwünschtem Hochspringen kommt. Dein Hund soll sich dann mit seinen gestreckten Vorderläufen an dir hochstellen. Verbleibt in der Position für die im Trainingsplan angegebene Zeit. Gebe deinem Hund dann das Signal wieder zurück in die Ausgangshaltung zu gehen.

Beachte bei allen aktiven Übungen, dass du bei Instabilität oder versteiften Gelenken, bitte auf die jeweilige Übung verzichtest.

Du möchtest, das dein Hund fit wird? Dann habe ich etwas für dich: Im gratis Trainingsplan findest du die optimale Kombination der einzelnen Übungen inklusive Empfehlungen für die Anzahl der Wiederholungen. Hier geht es zum TRAININGSPLAN!

Das Entspannungsprogramm für deinen Hund:

Eine Massage tut nicht nur der Seele gut. Sie entspannt auch die Muskulatur deines Hundes, Verspannungen und Verklebungen werden gelöst und Schmerzen werden gelindert. Davon profitiert jeder Hund – ganz gleich ob jung oder alt, Sporthund oder Handicap-Hund. Es gibt einfache und dennoch wirkungsvolle Massagegriffe, die du leicht erlernen kannst.

Nimm dir besonders in der kalten Jahreszeit kleine Auszeiten, um deinen Hund mit einer Massage zu verwöhnen. Positiver Nebeneffekt: du stärkst auch die Bindung und das Vertrauen zwischen euch!

Hier findest du ausführliche Anleitungen inklusive einer kurzen Videoanleitung:

VIDEO: MASSAGEGRIFF „STREICHUNGEN“ 

VIDEOANLEITUNG: MASSAGEGRIFF „KNETUNGEN“

VIDEO: MASSAGEGRIFF „ZIRKELUNGEN“

Die vorgestellten Übungen sind kein Ersatz für einen Besuch beim Tierarzt oder Physiotherapeuten, sondern sollen deinen Hund fit halten und dienen als Ergänzung und Unterstützung. Ich wünsche dir und deinem Hund viel Spaß und tolle Momente beim Training!

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Deine Tina

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