Degility – gesunder und cooler Sport für deinen Hund!

Degility – gesunder und cooler Sport für deinen Hund!

Beim Thema Degility schlägt mein Physiotherapeuten-Herz höher. Warum? Weil ich nicht müde werde zu wiederholen, wie wichtig aktive Bewegung für Hunde jeden Alters ist. Ganz gleich ob “fußlahm” oder fit. Gezielte und sinnvolle Bewegung macht und hält fit. Sie verzögert den Alterungsprozess und verbessert den Gesundheitszustand signifikant.

Und da mich immer wieder Hundehalter ansprechen, welchen Sport sie den mit ihrem Hund machen können, auch wenn er eine Erkrankung des Bewegungsapparates hat, lege ich euch allen heute Degility ans Herz.

Was ist Degility?

Degility ist eine Kombination aus Agility und Mobility. Dabei werden verschiedene Hindernisse überwunden. Hört sich erstmal nicht besonders an? Ist es aber. Ich erkläre dir warum. Degility ist ein sehr gelenkfreundlicher Sport, der das Herz jedes Physiotherapeuten höher schlagen läßt. Motorik, Gleichgewicht und Koordination werden gefördert. Gleichzeitig werden Muskelaufbau, Beweglichkeit und Körpergefühl trainiert.

Zudem wird die Bindung zum Hundehalter und die Konzentration des Vierbeiners gefördert.

Jeder Hund darf mitmachen

Die Sportart eignet sich aufgrund ihrer Gelenkfreundlichkeit übrigens nicht nur für fitte Sporthunde. Auch Hunde mit Handicaps, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Senioren profitieren enorm. Größe und Gewicht des Hundes spielen keine Rolle. Jeder Hund ist geeignet. Geräte wie z.B. die Steilwand gibt es nicht. Finde ich toll, den sie hat einen sehr stark stauchenden Effekt und belastet die Gelenke stark.

Ehrgeiz ist fehl am Platze!

Geduld, Ruhe und Zeit sind gefragt! Gemeinsam erarbeiten Hund und Halter statt dessen Hindernisse wie Hängebrücken. Die Hindernisse und Tempo werden dabei individuell auf die Bedürfnisse des Vierbeiners angepasst. Der Hund kann  die Hindernisse in Ruhe erkunden und bewusst absolvieren. Druck und Zwang sind absolut tabu.

Höher, schneller, weiter war gestern!

Schnelligkeit steht absolut nicht im Vordergrund. Im Gegenteil. Es geht um Präzision, Konzentration und bewusstes, ruhiges Arbeiten. Das kann für impulsive Hunde schnell eine Herausforderung sein – und ein wunderbares Training. Die Sicherheit, die der Vierbeiner auf dem Platz durch das erfolgreiche Absolvieren des Parcours erfährt trägt sich natürlich auch in den Alltag. Alltagssituationen lassen sich leichter meistern.

Langsam heißt nicht langweilig!

Der Anspruch den das Degility an unsere Vierbeiner hat, ist nicht zu unterschätzen. Im Gegenteil, das langsame und bewusste Erarbeiten der Hindernisse ist anspruchvoll und erfordert Training.

Die positive Effekte des Degility zusammengefasst:

  • Gelenkschonendes Training von Muskulatur, Beweglichkeit, Koordination und Balance
  • Besseres Körpergefühl
  • Bessere Motorik
  • Erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Erhöhte geistige Leistungsfähigkeit, das Gehirn wird fit gehalten
  • Der Alterungsprozess wird verzögert
  • Es werden Endorphine ausgeschüttet – der Hund ist zufriedener
  • Bessere Bindung und Kommunikation zwischen Hund und Halter
  • Nicht zuletzt: eine Menge Spaß!

Also nichts wie los: im Internet findest du eine Vielzahl an Degility-Angeboten. Probiere es einfach aus.

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Deine Tina

 

Rückenschmerzen beim Hund – so erkennst du sie!

Rückenschmerzen beim Hund – so erkennst du sie!

Rückenschmerzen beim Hund sind keine Ausnahme!

Wer denkt, dass Rückenschmerzen beim Hund eine Ausnahmeerscheinung ist, der hat weit gefehlt. Viel mehr Vierbeiner sind betroffen, als man annehmen mag.

Im letzten Blogbeitrag habe ich dir bereits etwas über die Anatomie der Wirbelsäule erzählt. Es gibt eine Menge Gemeinsamkeiten zur menschlichen Wirbelsäule. Auch Erkrankungen wie Spondylose oder Bandscheibenvorfälle können gleichermaßen Mensch und Hund treffen.

Aber wie sieht es den mit Rückenschmerzen aus?

Uns Menschen können Rückenschmerzen wirklich das Leben schwer machen. Das wirst du vielleicht aus eigener leidvoller Erfahrung wissen. Aber wie sieht das bei unseren Hunden aus? Empfinden unsere Vierbeiner sie genauso?

Definitiv ja! Der Unterschied: Menschen können deutlich sagen, wenn der Rücken schmerzt. Bei unseren Hunden ist es manchmal auf den ersten Blick schwer zu erkennen.

Warum ist das so?

Das liegt daran, dass Schmerzen zu zeigen für deinen Hund ein Zeichen von Schwäche ist. Er wird also zunächst versuchen, zu verstecken, dass er Rückenschmerzen hat. Oft werden die Anzeichen auch falsch gedeutet. Denn wusstest du, das seine Lahmheit in den Hinterbeinen auch Rückenprobleme als Ursache haben kann? Da wird dann also ein Problem in Hüfte oder Knie vermutet, obwohl die Rücken schmerzt. Durch falsche Belastung kann der Vierbeiner auch Lahmheiten in den Vorderläufen zeigen – obwohl der Rücken der wahre Übeltäter ist.

Daher habe ich dir heute die wichtigsten Anzeichen für Rückenschmerzen beim Hund zusammengestellt:

  • Dauerhafte oder intermittierende Lahmheit der Vorder- und/oder Hinterläufe
  • Aufgezogener Rücken
  • Vermeiden von Bewegungen
  • Vermeiden von Sprüngen z.B. ins Auto oder aufs Sofa
  • Aufschreien bei bestimmten Bewegungen
  • Schwäche der Hinterläufe, auch geschwächte Muskulatur
  • Die Bewegungsfreude läßt nach und die Spaziergänge werden kürzer
  • Plötzliches und spontanes nach hinten Schnappen – verursacht durch einen stechenden Schmerz
  • Beknabbern oder Belecken von Gelenken – bei einer gestörten Nervenweiterleitung können Taubheitsgefühle oder Kribbeln auftreten
  • Schwerfälliges Aufstehen oder Hinlegen häufig verbunden mit Lautäusserungen wie Seufzen, Stöhnen
  • Berührungsempfindlichkeit am Rücken – Zusammenzucken bei Berührung
  • Pfotenschleifen
  • Verspannte Rückenmuskulatur
  • Verhaltensänderungen wie z.B. Ängste, Aggression oder Apathie

Wenn dein Hund eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, solltest du sie auf jeden Fall ernst nehmen. Dein Hund simuliert nicht. Rückenschmerzen beim Hund haben eine Ursache, die abgeklärt werden sollte. Stelle ihn am besten für eine umfassende Diagnose deinem Tierarzt vor.

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Deine Tina

Die Wirbelsäule vom Hund – das solltest du unbedingt wissen!

Die Wirbelsäule vom Hund – das solltest du unbedingt wissen!

Die Wirbelsäule vom Hund

Wie ist die Wirbelsäule vom Hund eigentlich aufgebaut? Wir machen einen kleinen Ausflug in die Anatomie. Anatomie ist langweilig? Finde ich gar nicht! Vor allem hilft dir etwas Wissen über die Anatomie des Hundes, seine Bewegung und auch mögliche Erkrankungen besser zu verstehen. Gleichzeitig schafft sie auch Klarheit darüber, warum verschiedene Bewegungen und Belastungen ungesund für deinen Hund sind und die Entstehung von Krankheiten fördern. Die Wirbelsäule vom Hund ist der des Menschen durchaus ähnlich. Der für jeden am deutlichsten erkennbare Unterschied ist, dass sie beim Menschen in der Senkrechten ist. Beim Hund hingegen ist sie in der Waagerechten.

Aber wie sieht der Aufbau der Wirbelsäule vom Hund aus?

Die Wirbelsäule besteht aus einzelnen aneinandergereihten Wirbeln. Diese wiederum bestehen aus dem Wirbelkörper und dem Wirbeldach. Sie sehen je nach Funktion unterschiedlich aus. Manche haben kurze, kompakte Wirbelkörper, andere wiederum lange Wirbelkörper. Auch die verschiedenen Fortsätze am Wirbeldach können unterschiedlich ausgeprägt sein. Für uns tastbar sind übrigens die Dornfortsätze die oben auf dem Wirbeldach zu finden sind. Du kannst es leicht testen, wenn du leicht deine Finger mittig auf dem Rücken gleiten lässt.

Wieviele Wirbel hat der Hund?

Die Anzahl der Wirbel variiert bei Mensch und Hund leicht. So haben Hund und Mensch zwar je 7 Halswirbel. Dafür hat der Hund mit 13 Brustwirbeln einen mehr, als wir Menschen. In der Lendenwirbelsäule sind es mit 7 Wirbeln gleich 2 Wirbel mehr. Das Kreuzbein ist uns beiden gemeinsam. Dann allerdings ist der Unterschied gravierend. Während der Mensch ein Steißbein hat, verfügt der Hund über 20-23 Schwanzwirbel.

Wie hängen die Wirbel zusammen?

Die einzelnen Wirbel sind über kleine Gelenke, die sogenannten Facettengelenke miteinander verbunden. Sie stellen die Beweglichkeit sicher. Umgeben ist das Ganze von Bändern und Muskulatur. Sie geben Halt. Zwischen den Wirbeln findet man Bandscheiben. Sie haben eine wichtige Stoßdämpferfunktion.

Der Wirbelkanal schützt das wichtige Rückenmark

Im Wirbelkanal, der durch die aneinandergereihten Wirbelkörper und Wirbeldächer entsteht, entsteht, verläuft gut geschützt das Rückenmark. Zwischen den einzelnen Wirbeln treten an verschiedenen Stellen durch sogenannte Nervernaustrittlöcher Nerven aus. Nerven haben unterschiedliche Funktionen. Sie sorgen z.B. für die Anspannung und Entspannung der verschiedenen Muskeln. So wird auch die Fortbewegung ermöglicht.

Cauda Equina – so kommt sie zu ihrem Namen

Am Ende des Rückenmarks tritt in Höhe des letzten Lendenwirbels, am Übergang zum Kreuzbein die sogenannte Cauda Equina aus. Ein Bündel Nerven, die pferdeschweifartig aussieht. Daher kommt auch der Name. Bei Erkrankungen wie dem Cauda Equina Compressions Syndrom wird durch verschiedene Ursachen Druck auf diesen Nervenschweif ausgelöst. So ähnlich sich hündische Wirbelsäule der des Menschen ist, so ähnlich sind auch die Erkrankungen, die sie treffen können. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder Spondylosen. Schwierig ist es allerdings, sie zu erkennen. Wir Menschen äußern Schmerzen deutlich. Unser Vierbeiner kann uns nicht sagen, wann er  unter Rückenschmerzen leidet. Also müssen wir unseren Blick schulen, um mögliche Anzeichen richtig zu deuten. Häufige Anzeichen für Rückenschmerzen beim Hund verrate ich dir in meinem nächsten Artikel!

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Deine Tina

Diese 15 Symptome beim Bandscheibenvorfall solltest du kennen!

Diese 15 Symptome beim Bandscheibenvorfall solltest du kennen!

Die wichtigsten Symptome beim Bandscheibenvorfall

Die Symptome beim Bandscheibenvorfall solltest du auf jeden Fall kennen. Warum? Der Bandscheibenvorfall ist eine häufige Erkrankung der Wirbelsäule beim Hund und ist nicht zu unterschätzen. Er kann weitreichende Folgen haben und das Leben deines Hundes verändern.

Bei einem Bandscheibenvorfall gilt vor allem eines: SCHNELL SEIN. Denn je früher dein Vierbeiner behandelt wird, umso größer ist die Chance, dass er wieder völlig gesund wird.

Daher habe ich dir heute die wichtigsten Symptome zusammengestellt. Diese Anzeichen können auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten. Und jeder Hund ist individuell zu betrachten. Dennoch ist es wichtig, dass du sie kennst. Und wenn dein Hund eines oder mehrere der Symptome zeigt, empfehle ich dir dringend, ihn einem Facharzt vorzustellen.

Wenn Bandscheiben verschleißen

Ein Großteil der Vorfälle betreffen Brust- oder Lendenwirbelsäule. Allerdings kann theoretisch jede Bandscheibe vom ersten Halswirbel bis zum Kreuzbein betroffen sein. Bandscheiben sitzen zwischen den einzelnen Wirbeln. Sie bestehen aus einem Faserring und einem Gallertkern. Sie dienen als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln. Gleichzeitig ermöglichen sie auch eine Bewegung der einzelnen Wirbelkörper untereinander.

Werden sie jedoch brüchig, trocken und porös, läßt die Funktion nach. Das veränderte Material fällt in den Wirbelkanal vor. Es drückt auf das Rückenmark und die Nerven. Die Funktion der Nerven wird gestört. Ein Bandscheibenvorfall ist meist akut.

Diese Faktoren sind wichtig

Wie stark die Anzeichen beim Bandscheibenvorfall sind, hängt vor allen Dingen von 2 Faktoren ab. Zum einen vom Tempo, mit der die Bandscheibe vorfällt. Zum anderen die Dauer des Drucks auf das Rückenmark. Wie gut und wie schnell sich ein Hund vom Vorfall erholt, ist ebenfalls davon abhängig.

Was sind die Symptome?

Die Anzeichen sind sehr vielfältig. Die wichtigsten und häufigsten Anzeichen solltest du kennen. Denn beim Bandscheibenvorfall gilt vor allem eines: Schnell handeln!

  • Viele Hunde zeigen vor dem akuten Vorfall einen steifen und aufgezogenen Rücken. Wie bei einem Katzenbuckel.
  • Sie reagieren im betroffenen Bereich empfindlich auf Berührung und zucken regelrecht zusammen.
  • Häufig kann man eine Erwärmung im betroffenen Bereich spüren.
  • Betroffene Hunde haben starke Rückenschmerzen.
  • Die Rückenmuskulatur verspannt sehr stark.
  • Es treten Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme auf.
  • Betroffene Vierbeiner bewegen sich nicht gern. Sie vermeiden Bewegung regelrecht.
  • Oft jaulen sie bei bestimmten Bewegungen vor Schmerz auf.
  • Viele Hunde vermeiden Dinge wie Treppensteigen und ins Auto springen.

Auch diese Anzeichen können auftreten:

  • Ein weiteres Anzeichen ist Pfotenschleifen. Die Krallen sind häufig abgewetzt und sehr kurz.
  • Es können Schwierigkeiten beim Absetzen von Kot und Urin auftreten.
  • Je nach dem welche Nerven komprimiert werden, ist auch Inkontinenz möglich.
  • Betroffene Hunde können mit den Hinterläufen einknicken.
  • Eine Lähmung der Hinterbeine ist möglich.
  • Bei einem Vorfall in der Halswirbelsäule ist auch eine Lähmung aller vier Läufe möglich.

Der Hund ist in einem Teufelskreis

Er leidet unter starken Schmerzen durch die vorgefallene Bandscheibe. Deshalb nimmt er eine Schonhaltung ein; in der Folge verspannt die Rückenmuskulatur. Dadurch erhöht sich wiederum der Druck auf die Bandscheibe, was den den Schmerz wiederum verstärkt. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Der betroffene Vierbeiner braucht eine sofortige Behandlung und entsprechende Medikation.

Möchtest du mehr zum Thema erfahren? Dann empfehle ich dir meinen Artikel zum Bandscheibenvorfall beim Hund. Dort findest noch viele weitere wertvolle Infos.

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Deine Tina Symptome beim Bandscheibenvorfall Symptome beim Bandscheibenvorfall 

Pfotenschleifen beim Hund

Pfotenschleifen beim Hund

Pfotenschleifen beim Hund – ein ernstzunehmendes Symptom

Doch was hat Pfotenschleifen mit Schnee zu tun? Ich finde diese Winterspaziergänge mit Hund durch den weißen, frischen und pulvrigen Schnee immer wunderschön. Irgendwie scheint immer alles so friedlich und die Zeit stillzustehen. Aber der Schnee bringt auch etwas zu Tage, was so mancher Hundebesitzer sonst gar nicht so wahrnimmt. Die Pfotenabdrücke die der Hund im Schnee hinterlässt, geben Anlass zum genaueren Hinsehen.

Es ist kein klarer Pfotenabdruck. Denn die Pfote zieht noch eine satte und unübersehbare Schleifspur hinter sich her. Manchmal ist es eine Pfote. Doch bei manchen Vierbeinern gleich mehrere Pfoten. Schnell wird das als „der ist nur faul und hebt seine Pfoten einfach nicht richtig hoch“. Oder aber „der läuft schon lange so komisch“ abgetan.

Es gibt immer eine Ursache

Das Schleifen der Pfote hat eine Ursache. Die solltest du nicht unterschätzen. Sie ist ein klares Symptom, dass im Bewegungsapparat deines Hundes etwas nicht stimmt. Ursache können neurologische Erkrankungen wie z.B. ein Bandscheibenvorfall, Wobbler Syndrom oder Cauda Equina Compressions Syndrom (CECS) sein. Durch sie kann es zu einer Kompression der Nerven kommen. Aber auch bei der Knochenspangenbildung der Spondylose können Nerven komprimiert werden. Deren Weiterleitung ist dann gestört. Ebenso ist das Pfotenschleifen eines der zahlreichen Symptome für eine Degenerative Myelopathie, eine neurologische Erkrankung des Rückenmarks, die einen genetischen Ursprung hat.

Was tun?

Um der Ursache auf den Grund zu gehen, empfehle ich dir dringend, deinen Hund tierärztlich untersuchen zu lassen. Dann kannst du im Anschluss Maßnahmen ergreifen, um das Fortschreiten der neurologischen Störungen aufzuhalten. In vielen Fällen ist eine deutliche Verbesserung des Zustandes mit intensivem Training möglich.

Auch wenn die Spur im Schnee besonders deutlich ist, kannst du es auch ohne Schnee gut sehen, wenn du deinen Hund aufmerksam beobachtest. Wenn dein Hund geht, kannst du hören, dass er die Pfote nicht richtig anhebt, da seine Krallen über den Boden schleifen. Kontrolliere auch regelmäßig den Zustand seiner Krallen. Bei Hunden, die die Pfoten nicht mehr anheben, sind die Krallen oft deutlich abgewetzt und ggfs. auch gesplittert.

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Deine Tina

Was ein orthopädisches Hundebett bewirkt! Produkttest tierlando.de

Was ein orthopädisches Hundebett bewirkt! Produkttest tierlando.de

Hält ein orthopädisches Hundebett, was es verspricht?

In meinem letzten Artikel habe ich dir verraten, was du bei der Auswahl eines Hundebetts beachten solltest, damit dein Hund wirklich entspannt liegt. Was ein orthopädisches Hundebett ausmacht und was du bei der Auswahl unbedingt beachten solltest, verrate ich dir in diesem Artikel!

Für welche Hunde eignet sich ein orthopädisches Hundebett?

Ich mache es kurz: Jeder sollte Hund optimal liegen! Denn ein erholsamer Schlaf wirkt sich auch auf das Allgemeinbefinden aus. Das bedeutet, es spielt dabei keine Rolle, ob dein Hund noch jung und gesund ist. Oder ob er als Sporthund besonderen Belastungen ausgesetzt ist .Auch ein ein älterer Hund profitiert. Der Effekt ist für jeden Hund spürbar. Für Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Hüftdysplasie, Spondylose, Arthrose oder Bandscheibenvorfällen ist ein orthopädisches Bett unverzichtbar. Denn es entlastet den Körper spürbar.

Was unterscheidet ein orthopädisches Hundebett von einem “normalen! Bett?

Um der Frage auf den Grund zu gehen, haben wir ein orthopädisches Hundebett einmal genau unter die Lupe genommen. Das bedeutet, haben wir uns das Innenleben näher angeschaut. Getestet haben wir das Hundebett MADDOX ORTHO von tierlando.de. Sie haben uns einen Einblick in Materialien und Aufbau ihrer Betten gewährt.

Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

Doggy Fitness – Produkttest Orthopädisches Hundebett

Zauberwort: Visco Schaum?

Der sogenannte Visco Schaum (Memory Foam) ist das Herzstück eines orthopädischen Hundebetts. Der Schaum wurde für die Raumfahrt entwickelt. Heute wird er für medizinische Zwecke eingesetzt. Denn dauerhaft liegenden Patienten verschafft der Visco Schaum spürbare Erleichterung. Durch den gleichmäßigen Liegedruck werden Schmerzen gelindert und der Körper gleichmäßig gestützt. Das bedeutet, es steigert den Liegekomfort und es werden zusätzlich Liegeschwielen vorgebeugt. Der Schaum passt sich der Körperform optimal an, man liegt wie auf einer Wolke.

Da diese besondere Eigenschaft des Visco Schaums auch beim Hund funktioniert, wird er als führendes Bestandteil eines orthopädischen Betten eingesetzt.

Reicht Visco Schaum alleine für einen entspannten Schlaf?

Damit der Viscoschaum wirken kann, die Matratze auch atmungsaktiv ist und es nicht zu Wärmestaus kommt, gibt es einiges zu beachten. Der richtige Aufbau spielt eine entscheidende Rolle! Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, werden bei der getesteten Matratze drei unterschiedliche Schichten in der Matratze verarbeitet. Eine Schicht Viscoschaum wird auf einer stützenden Schicht aus Kaltschaum aufgebracht. Eine Wattierung als dritte Schicht sorgt für den erforderlichen Temperaturausgleich.

Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

Doggy Fitness – Produkttest Orthopädisches Hundebett

Wie wirkt ein orthopädisches Hundebett?

  • Die Matratze passt sich durch die Verwendung bestimmter Materialen der Körperform des Hundes an. Das bedeutet, sie wirkt wohltuend und entlastend auf Wirbelsäule und Gelenke des Hundes.
  • Das Material reagiert punktelastisch und sensibel auf Körpertemperatur und Gewicht des Hundes. Also geht mit der Druckentlastung eine bessere Durchblutung des Körpers einher.
  • Die Liegefläche schmiegt sich den einsinkenden Konturen an. Das reduziert den Druck der Auflagepunkte. Während des Schlafens und Ruhens liegen Wirbelsäule und Gelenke anatomisch optimal.
  • Insgesamt sorgen die Punkte für einen erholsamen Schlaf und beugen Gelenk- und Rückenschmerzen durch falsches Liegen vor.

Meine Hunde haben den Test gemacht. Das ist unser Fazit:

  • Der Einstieg ist auch für einen Handicap-Hund oder einen Senior einfach. Der vordere Rand eine geringe Höhe hat.
  • Tessa und Snowy können sich im Bett gut ausstrecken und durch den hohen seitlichen Rand bequem einkuscheln.
  • Der dreischichtige Aufbau der Matratze gibt dem Hund einen stabilen Liegekomfort. Sie passt sich an die Form des Hundekörpers an. Und das ist etwas was von beiden Hunden als sehr angenehm empfunden.
  • Im Sommer ist es meinen Hundemädchen wichtig, dass sich die Hitze im Bett nicht staut. Umso erstaunter war ich, dass sie trotz hoher Temperaturen in der Nacht wenig Unruhe zeigen. Das spricht für eine gute Luftzirkulation.
  • Für uns der große Moment nach dem Aufstehen am Morgen: Snowy zeigt keine Steifigkeit in ihren Bewegungen und ist insgesamt sehr entspannt. Das bedeutet einen viel besseren Start in den Tag.
  • Auch bei den kleinen Nappys über Tag hat Snowy nach dem Aufstehen keine Schwierigkeiten. Denn die hat sie sonst schon mal, wenn sie zu hart – oder aber auch zu weich – gelegen hat.
  • Natürlich haben die beiden Hundedamen mehrere Betten im Haus zur Auswahl. Dennoch suchen sie immer wieder das orthopädische Bett auf und machen es sich dort gemütlich.
Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

Doggy Fitness – Produkttest Orthopädisches Hundebett

Auch wenn die Optik und die Alltagstauglichkeit in unserem Test eher Nebensache ist. Mir ist bewusst, dass sie am Ende bei der Auswahl eines Bettes eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Daher möchten wir dir auch diese Punkte nicht vorenthalten:

Für das MADDOX ORTHO von tierlando.de  stehen vier Bezüge zur Auswahl: Kunstleder, Cord, Polyester und Velour. Für welchen man sich entscheidet ist Geschmacksache. Vor allem des Hundes. Snowys Favorit ist der Cordbezug. Denn den scheint sie besonders kuschelig zu finden. Tessa fühlt sich im Kunstleder am Wohlsten. Alle Bezüge sind qualitativ sehr wertig und robust. Zudem halten sie auch den gesteigerten Bedürfnissen eines aktiven Hundes stand.

Wir hatten etwas Bedenken bei der Farbauswahl: Hellbeige. Aber es sieht schick und hochwertig aus. Die Bezüge sind zudem abnehmbar und lassen sich reinigen. Das haben wir auch getestet, die Bezüge sind leicht zu reinigen und auch nach der Wäsche noch formstabil. Alles in allem sind sie pflegeleicht und robust und auch gegenüber Hundekrallen recht unempfindlich.

Was wir sehr positiv finden: Auch bei dem Material des Bodens wird mitgedacht. Die Unterseite des Bettes ist mit einem rutschfesten Vlies versehen. Das ist nicht nur robust und reißfest, sondern auch atmungsaktiv. Ein sehr schöner Punkt. Denn so leidet das Bett auch draußen auf der Terrasse zum Beispiel nicht so sehr.. Das Hundebett ist übrigens in vielen verschiedenen Größen verfügbar. Getestet haben wir die XL Variante 120 cm, in der wenn es kuschelig sein darf sogar zwei schlanke Podenco-Damen Platz finden.

Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

Doggy Fitness – Produkttest Orthopädisches Hundebett

Einziger Wermutstropfen:

Im Internet wird angegeben, dass das Bett eng gerollt geliefert wird. Es kam allerdings ein riesengroßer Karton an. Bei der Abholung im Paketshop mit dem Kleinwagen muss man das berücksichtigen.

Das Fazit:

Das orthopädische Hundebett MADDOX ORTHO hat einen hohen Schlafkomfort. Das bedeutet, die orthopädische Matratze ist gut durchdacht und sehr gut verarbeitet. Das sich das Bett durch eine Auswahl von verschiedenen Farben super ins Wohnambiente eingliedert. Auch der Preis ist top für die Qualität. Das sind sehr positive Eigenschaften. Das Bett zeigt: schick und gesund ist machbar!

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Deine Tina

Cauda Equina Compressions Syndrom – Isometrie als Allroundübung

Cauda Equina Compressions Syndrom – Isometrie als Allroundübung

Was kannst du beim Cauda Equina Compressions Syndrom tun?

Dein Hund hat die Diagnose Cauda Equina Compressions Syndrom bekommen? Nun geht es darum, wie du deinen Hund unterstützen kannst, dass er wieder ohne Beschwerden läuft.

Meine “Allroundübung”

Ich verrate dir eine absolute „Allroundübung“ mit verschiedenen Variationen, die für dich und deinen Hund einfach zu erlernen sind. Und das Beste ist, ihr könnt sie überall durchführen und benötigt keinerlei Zubehör! „Allroundübung“ deshalb, weil sie extrem effektiv ist und gleich auf mehrfache Weise wirkt. Bei regelmäßiger Anwendung trainierst du die Muskulatur und Kraft im Rücken und in den Hinterläufen. Gleichzeitig förderst du die Koordination, Balance und das Körpergefühl deines Hundes!

Isometrisches Training – was ist das und wie wirkt es?

Mit dem Isometrischen Training trainierst du sehr effektiv Muskulatur und Kraft deines Hundes. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da die Muskulatur angespannt wird, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür aktiv bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand deiner Hand oder gegen die Schwerkraft. Isometrisches Training ist auch gut für Hunde geeignet, die Schmerzen während der Bewegung eines Gelenks haben.

Und so funktioniert es!

Dein Hund steht auf rutschfestem, ebenen Untergrund. Du kniest hinter deinem Hund.

Die erste Position:

Lege deine Hände seitlich auf die Oberschenkel deines Hundes. Gib nun mit deiner linken Hand leichten Druck auf den Oberschenkel nach rechts, bis du merkst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position ca. 3 Sekunden ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse dann langsam wieder locker und gib mit der rechten Hand einen leichten Druck nach links bis du spürst das dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält.

Halte diese Position wieder für ca. 3 Sekunden und lasse dann langsam locker.

Die zweite Position:

Als nächstes legst du deine Hände an die Vorderseite der Oberschenkel und umfasst diese leicht. Ziehe nun ganz leicht in deine Richtung, als würdest du deinen Hund zu dir ziehen wollen, bis du spürst, dass dein Hund gegen hält. Halte dann für ca. 3 Sekunden und lasse wieder locker.

Die dritte Position:

Nun legst du deine Hände flach auf den unteren Rücken deines Hundes, als würdest du ihn ins Sitz „drücken“. Achte darauf, dass deine Hände sich nicht im schmerzhaften oder operierten Bereich des Rückens befinden. Übe nun minimalen Druck nach unten aus, bis du spürst, dass dein Hund gegenhält. Er soll aber nicht dem Druck nachgeben und sich hinsetzen! Nur gerade so viel, dass du eine Anspannung der Muskulatur spürst. Halte den Druck für 3 Sekunden. Lasse dann langsam wieder locker. Es ist wichtig, dass der Druck den du ausübst sehr fein ist und nie ruckartig weggenommen wird.

Wie oft und wie lange?

Beginne mit einmal täglich 3 Wiederholungen á 3 Sekunden pro Übung. Im Trainingsverlauf kannst du die Anzahl der Wiederholungen und die Dauer der Übungen schrittweise steigern.

Als tolle Ergänzung zum Isometrischen Training empfehle ich dir das Cavaletti Training. Dabei wird neben Muskulatur und Koordination, auch die Gelenkbeweglichkeit und ein normaler Bewegungsablauf trainiert.

Wie bei allen physiotherapeutischen Anwendungen, sollen die Übungen nach der Freigabe durch den Tierarzt im Rehaverlauf durchgeführt werden.

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Deine Tina

Cauda Equina Compressions Syndrom Cauda Equina Compressions Syndrom Cauda Equina Compressions Syndrom

Cauda Equina Compressions Syndrom – was es für deinen Hund bedeutet

Cauda Equina Compressions Syndrom – was es für deinen Hund bedeutet

Das Cauda Equina Compressions Syndrom beim Hund

Der Begriff Cauda Equina Compressions Syndrom (kurz: CECS) fällt häufig unter Hundebesitzern. Doch was bedeutet er überhaupt? In meinem Beitrag erkläre ich dir, was es mit der Erkrankung auf sich hat. Du erfährst, wie sie entsteht und welche Symptome typisch sind. Zu dem erfährst du alles darüber, was sie für deinen Hund bedeutet, was du berücksichtigen musst und wie man ein CECS behandeln kann. Beim CECS kommt es zu einer Verengung des Wirbelkanals und zu einer Kompression der Nervenwurzeln am Ende des Rückenmarks. Die Nervenfasern werden durch den direkten Druck und durch die Unterversorgung der Blutgefäße beschädigt. In Folge entstehen neurologische Ausfallerscheinungen.

Was ist die Cauda Equina?

Als Cauda Equina bezeichnet man den hintersten Teil des Rückenmarks und das daraus entspringende Nervenbündel. Es ähnelt optisch einem Pferdeschweif. Daher der Name „Cauda Equina“. Diese Nerven haben eine sehr wichtige Funktion. Sie steuern den Kot- und Harnabsatz. Zudem innervieren die Schwanzmuskulatur und einen bedeutenden Anteil der Muskulatur der Hinterläufe.

Wie entsteht die Kompression und welche Hunde sind betroffen?

Beim CECS handelt es sich um eine degenerative, angeborene oder traumatische Verengung des Wirbelkanals. Die Kompression betrifft die Nervenwurzeln vom letzten Lendenwirbel, sowie Kreuzbein- und Schwanzwurzeln. Sie ziehen als sogenannter Cauda Equina (Pferdeschweif) durch die Region der unteren Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins. Die Kompression und die daraus resultierenden Folgen sind oft schleichend. Es gibt eine ganze Reihe von Auslösern für die Kompression der Nerven. Dazu gehören eine lumbosakrale Stenose (knöcherne Anlagerung), bindegewebige Anlagerungen und Bindegewebsschwächen.

Was kann noch zu einer Kompression führen?

Auch Fehlbildungen wie die Ausbildung eines Übergangswirbels, Bandscheibenvorfall oder –Vorwölbung und Spondylose können Ursachen sein. Weiterhin fördern  eine Fehl- oder Überbelastung bei Dienst- oder Sporthunden, starkes Übergewicht und der natürliche Alterungsprozess das Entstehen einer Kompression. Neben einer Instabilität zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein kann auch eine genetische Vorbelastung eine Ursache sein. Zu den genetisch vorbelasteten Hunderassen gehören zum Beispiel Schäferhund, Riesenschnauzer, Boxer, Rottweiler, Siberian Husky und Pudel. Seltenere Auslöser sind Neoplasien, Frakturen, Luxationen oder eine Diskospondylitis.

Was sind die Folgen?

Die Folgen einen CECS sind stark abhängig vom Ausmaß der Kompression auf die Nerven. Es kann im Krankheitsverlauf bei Nichtbehandlung zur kompletten Lähmung der Hinterläufe kommen. Auch zur Harn- und Kotinkontinenz kann es kommen.

Die Symptome eines CECS

Zu Beginn wird ein CECS oft als „Hexenschuss“ oder „er wird halt alt und kann nicht mehr so“ abgetan. Wenn dein Hund aber eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, lasse ihn dringend untersuchen. Die Symptome sind sehr breit gefächert. Denn sie sind abhängig vom Druck, der auf das Rückenmark ausgeübt wird. Sie entwickeln sich meist langsam und schleichend über Monate. Das Durchschnittsalter beim Auftreten der ersten Symptome ca. 6 Jahre. Es gibt aber auch sehr junge Patienten oder sehr alte Patienten. Das zunächst auffälligste Symptom ist ein Schmerz im Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein. Die Hunde vermeiden alle Bewegungen, die einen erhöhten Druck auf den unteren Rücken bedeuten wie zum Beispiel Springen, ins Auto steigen und Treppensteigen. Betroffene Hunde zeigen häufig die klassische Dämmerrute. Das bedeutet eine schlaff herunterhängende Rute als Folge mangelhafter Nervenweiterleitung. Das Hochbiegen der Rute ist für den Hund sehr schmerzhaft.

Auch diese Symptome können auftreten

Viele Hunde haben Schwierigkeiten beim Aufstehen und Hinlegen. Auch Beinchen heben und Schütteln wird zum Problem. Ebenso lassen die Koordination und das Gleichgewicht deutlich nach. Die Hunde sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, verlieren an Bewegungsfreude. Die Muskulatur am Rücken verspannt, es entstehen warme Stellen und der Hund ist sehr berührungsempfindlich. Die Muskulatur an den Hinterbeinen nimmt kontinuierlich ab. Zudem zeigen viele Hunde ein Zittern der Hintergliedmaßen durch Schwäche oder Schmerz. Betroffene Hunde versuchen nun die Fortbewegung komplett aus den Vorderläufen zu stemmen. Je nach Schweregrad kommt es im Krankheitsverlauf zum Einknicken auf der Hinterhand und neurologische Ausfallerscheinungen. Die Hunde heben ihre Pfoten nicht mehr hoch und schleifen mit den Krallen. Im Verlauf kann es zu einer kompletten Lähmung und Harn- und Kotinkontinenz kommen.

Wie kann man ein CECS diagnostizieren?

Als Erstuntersuchung ist ein Röntgen in zwei Ebenen sinnvoll. Denn hier werden Spondylosen, Tumore, Übergangswirbel, Frakturen gut sichtbar gemacht. Zusätzlich zu einer Röntgendiagnostik wird häufig noch ein CT oder MRT hinzugezogen. Damit werden eventuelle Veränderungen von Weichteilen wie Bändern und Bandscheiben eindeutig erkennbar.

Kann man deinem Hund helfen? Wie kann man ein CECS behandeln?

Die Therapie eines CECS ist abhängig vom Ausmaß der neurologischen Ausfallerscheinungen. Bei deutlichen Lähmungserscheinungen wird in der Literatur zur OP geraten. Beim operativen Eingriff ist die Dekompression des Rückenmarks durch das Entfernen des komprimierenden Materials das Ziel. Hat der Hund ein reines Schmerzsyndrom und Koordinationsschwierigkeiten wird in der Regel zu eine konservativen Therapie geraten. Bei einer konservativen Behandlung wird der Hund mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten versorgt. Grundsätzlich sollte allerdings auch immer das Alter und der allgemeine Gesundheitsstatus berücksichtigt werden. ich rate dazu von Fall zu Fall abzuwägen (Stichwort: Narkoserisiko).

 Wie geht es dann weiter? Was kannst du tun?

In beiden Fällen, also sowohl nach einer Operation als auch bei einer konservativen Behandlung soll umgehend mit der Physiotherapie begonnen werden. Ziel ist es Schmerzen zu lindern und überlastete Bereiche zu entspannen. Die Muskulatur und die Beweglichkeit zu erhalten und zu trainieren sowie die Nervenweiterleitung zu schulen um neurologischen Störungen entgegenzuwirken. Es ist wichtig die Koordination und das Körpergefühl des Hundes zu trainieren und an einem gesunden Bewegungsablauf zu arbeiten.

Das solltest du unbedingt beachten!

In den ersten 4-6 Wochen nach der Behandlung, unabhängig von einer operativen oder konservativen Behandlung, ist strikter Leinenzwang angesagt. Die Bewegung und Belastung soll dem Krankheitszustand angepasst sein. Ganz wichtig sind sehr kurze Bewegungseinheiten über den Tag, als lange Spaziergänge. Ruckartige Bewegungen, enge Wendungen, Springen, Treppensteigen und kurze Stopps sind tabu. Vermeide unbedingt das Aufreiten anderer Hunde und das Tätscheln und Klopfen auf dem Rücken durch den Menschen. Bei übergewichtigen Hunden ist eine Gewichtsabnahme sehr wichtig. Schütze bei nasskaltem Wetter den Rücken deines Hundes mit einem Mantel. Für sportlich geführte Hunde gilt: Leistungssport ist tabu. Die Gefahr einer erneuten Kompression ist gegeben und daher empfehle ich rücken- und gelenkschonende Sportarten.

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Deine Tina

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