Pfotenschleifen beim Hund

Pfotenschleifen beim Hund

Pfotenschleifen beim Hund – ein ernstzunehmendes Symptom

Doch was hat Pfotenschleifen mit Schnee zu tun? Ich finde diese Winterspaziergänge mit Hund durch den weißen, frischen und pulvrigen Schnee immer wunderschön. Irgendwie scheint immer alles so friedlich und die Zeit stillzustehen. Aber der Schnee bringt auch etwas zu Tage, was so mancher Hundebesitzer sonst gar nicht so wahrnimmt. Die Pfotenabdrücke die der Hund im Schnee hinterlässt, geben Anlass zum genaueren Hinsehen.

Es ist kein klarer Pfotenabdruck. Denn die Pfote zieht noch eine satte und unübersehbare Schleifspur hinter sich her. Manchmal ist es eine Pfote. Doch bei manchen Vierbeinern gleich mehrere Pfoten. Schnell wird das als „der ist nur faul und hebt seine Pfoten einfach nicht richtig hoch“. Oder aber „der läuft schon lange so komisch“ abgetan.

Es gibt immer eine Ursache

Das Schleifen der Pfote hat eine Ursache. Die solltest du nicht unterschätzen. Sie ist ein klares Symptom, dass im Bewegungsapparat deines Hundes etwas nicht stimmt. Ursache können neurologische Erkrankungen wie z.B. ein Bandscheibenvorfall, Wobbler Syndrom oder Cauda Equina Compressions Syndrom (CECS) sein. Durch sie kann es zu einer Kompression der Nerven kommen. Aber auch bei der Knochenspangenbildung der Spondylose können Nerven komprimiert werden. Deren Weiterleitung ist dann gestört. Ebenso ist das Pfotenschleifen eines der zahlreichen Symptome für eine Degenerative Myelopathie, eine neurologische Erkrankung des Rückenmarks, die einen genetischen Ursprung hat.

Was tun?

Um der Ursache auf den Grund zu gehen, empfehle ich dir dringend, deinen Hund tierärztlich untersuchen zu lassen. Dann kannst du im Anschluss Maßnahmen ergreifen, um das Fortschreiten der neurologischen Störungen aufzuhalten. In vielen Fällen ist eine deutliche Verbesserung des Zustandes mit intensivem Training möglich.

Auch wenn die Spur im Schnee besonders deutlich ist, kannst du es auch ohne Schnee gut sehen, wenn du deinen Hund aufmerksam beobachtest. Wenn dein Hund geht, kannst du hören, dass er die Pfote nicht richtig anhebt, da seine Krallen über den Boden schleifen. Kontrolliere auch regelmäßig den Zustand seiner Krallen. Bei Hunden, die die Pfoten nicht mehr anheben, sind die Krallen oft deutlich abgewetzt und ggfs. auch gesplittert.

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Deine Tina

Was ein orthopädisches Hundebett bewirkt! Produkttest tierlando.de

Was ein orthopädisches Hundebett bewirkt! Produkttest tierlando.de

Hält ein orthopädisches Hundebett, was es verspricht?

In meinem letzten Artikel habe ich dir verraten, was du bei der Auswahl eines Hundebetts beachten solltest, damit dein Hund wirklich entspannt liegt. Was ein orthopädisches Hundebett ausmacht und was du bei der Auswahl unbedingt beachten solltest, verrate ich dir in diesem Artikel!

Für welche Hunde eignet sich ein orthopädisches Hundebett?

Ich mache es kurz: Jeder sollte Hund optimal liegen! Denn ein erholsamer Schlaf wirkt sich auch auf das Allgemeinbefinden aus. Das bedeutet, es spielt dabei keine Rolle, ob dein Hund noch jung und gesund ist. Oder ob er als Sporthund besonderen Belastungen ausgesetzt ist .Auch ein ein älterer Hund profitiert. Der Effekt ist für jeden Hund spürbar. Für Hunde mit Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Hüftdysplasie, Spondylose, Arthrose oder Bandscheibenvorfällen ist ein orthopädisches Bett unverzichtbar. Denn es entlastet den Körper spürbar.

Was unterscheidet ein orthopädisches Hundebett von einem “normalen! Bett?

Um der Frage auf den Grund zu gehen, haben wir ein orthopädisches Hundebett einmal genau unter die Lupe genommen. Das bedeutet, haben wir uns das Innenleben näher angeschaut. Getestet haben wir das Hundebett MADDOX ORTHO von tierlando.de. Sie haben uns einen Einblick in Materialien und Aufbau ihrer Betten gewährt.

Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

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Zauberwort: Visco Schaum?

Der sogenannte Visco Schaum (Memory Foam) ist das Herzstück eines orthopädischen Hundebetts. Der Schaum wurde für die Raumfahrt entwickelt. Heute wird er für medizinische Zwecke eingesetzt. Denn dauerhaft liegenden Patienten verschafft der Visco Schaum spürbare Erleichterung. Durch den gleichmäßigen Liegedruck werden Schmerzen gelindert und der Körper gleichmäßig gestützt. Das bedeutet, es steigert den Liegekomfort und es werden zusätzlich Liegeschwielen vorgebeugt. Der Schaum passt sich der Körperform optimal an, man liegt wie auf einer Wolke.

Da diese besondere Eigenschaft des Visco Schaums auch beim Hund funktioniert, wird er als führendes Bestandteil eines orthopädischen Betten eingesetzt.

Reicht Visco Schaum alleine für einen entspannten Schlaf?

Damit der Viscoschaum wirken kann, die Matratze auch atmungsaktiv ist und es nicht zu Wärmestaus kommt, gibt es einiges zu beachten. Der richtige Aufbau spielt eine entscheidende Rolle! Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, werden bei der getesteten Matratze drei unterschiedliche Schichten in der Matratze verarbeitet. Eine Schicht Viscoschaum wird auf einer stützenden Schicht aus Kaltschaum aufgebracht. Eine Wattierung als dritte Schicht sorgt für den erforderlichen Temperaturausgleich.

Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

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Wie wirkt ein orthopädisches Hundebett?

  • Die Matratze passt sich durch die Verwendung bestimmter Materialen der Körperform des Hundes an. Das bedeutet, sie wirkt wohltuend und entlastend auf Wirbelsäule und Gelenke des Hundes.
  • Das Material reagiert punktelastisch und sensibel auf Körpertemperatur und Gewicht des Hundes. Also geht mit der Druckentlastung eine bessere Durchblutung des Körpers einher.
  • Die Liegefläche schmiegt sich den einsinkenden Konturen an. Das reduziert den Druck der Auflagepunkte. Während des Schlafens und Ruhens liegen Wirbelsäule und Gelenke anatomisch optimal.
  • Insgesamt sorgen die Punkte für einen erholsamen Schlaf und beugen Gelenk- und Rückenschmerzen durch falsches Liegen vor.

Meine Hunde haben den Test gemacht. Das ist unser Fazit:

  • Der Einstieg ist auch für einen Handicap-Hund oder einen Senior einfach. Der vordere Rand eine geringe Höhe hat.
  • Tessa und Snowy können sich im Bett gut ausstrecken und durch den hohen seitlichen Rand bequem einkuscheln.
  • Der dreischichtige Aufbau der Matratze gibt dem Hund einen stabilen Liegekomfort. Sie passt sich an die Form des Hundekörpers an. Und das ist etwas was von beiden Hunden als sehr angenehm empfunden.
  • Im Sommer ist es meinen Hundemädchen wichtig, dass sich die Hitze im Bett nicht staut. Umso erstaunter war ich, dass sie trotz hoher Temperaturen in der Nacht wenig Unruhe zeigen. Das spricht für eine gute Luftzirkulation.
  • Für uns der große Moment nach dem Aufstehen am Morgen: Snowy zeigt keine Steifigkeit in ihren Bewegungen und ist insgesamt sehr entspannt. Das bedeutet einen viel besseren Start in den Tag.
  • Auch bei den kleinen Nappys über Tag hat Snowy nach dem Aufstehen keine Schwierigkeiten. Denn die hat sie sonst schon mal, wenn sie zu hart – oder aber auch zu weich – gelegen hat.
  • Natürlich haben die beiden Hundedamen mehrere Betten im Haus zur Auswahl. Dennoch suchen sie immer wieder das orthopädische Bett auf und machen es sich dort gemütlich.
Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

Doggy Fitness – Produkttest Orthopädisches Hundebett

Auch wenn die Optik und die Alltagstauglichkeit in unserem Test eher Nebensache ist. Mir ist bewusst, dass sie am Ende bei der Auswahl eines Bettes eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Daher möchten wir dir auch diese Punkte nicht vorenthalten:

Für das MADDOX ORTHO von tierlando.de  stehen vier Bezüge zur Auswahl: Kunstleder, Cord, Polyester und Velour. Für welchen man sich entscheidet ist Geschmacksache. Vor allem des Hundes. Snowys Favorit ist der Cordbezug. Denn den scheint sie besonders kuschelig zu finden. Tessa fühlt sich im Kunstleder am Wohlsten. Alle Bezüge sind qualitativ sehr wertig und robust. Zudem halten sie auch den gesteigerten Bedürfnissen eines aktiven Hundes stand.

Wir hatten etwas Bedenken bei der Farbauswahl: Hellbeige. Aber es sieht schick und hochwertig aus. Die Bezüge sind zudem abnehmbar und lassen sich reinigen. Das haben wir auch getestet, die Bezüge sind leicht zu reinigen und auch nach der Wäsche noch formstabil. Alles in allem sind sie pflegeleicht und robust und auch gegenüber Hundekrallen recht unempfindlich.

Was wir sehr positiv finden: Auch bei dem Material des Bodens wird mitgedacht. Die Unterseite des Bettes ist mit einem rutschfesten Vlies versehen. Das ist nicht nur robust und reißfest, sondern auch atmungsaktiv. Ein sehr schöner Punkt. Denn so leidet das Bett auch draußen auf der Terrasse zum Beispiel nicht so sehr.. Das Hundebett ist übrigens in vielen verschiedenen Größen verfügbar. Getestet haben wir die XL Variante 120 cm, in der wenn es kuschelig sein darf sogar zwei schlanke Podenco-Damen Platz finden.

Doggy Fitness - Produkttest Orthopädisches Hundebett

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Einziger Wermutstropfen:

Im Internet wird angegeben, dass das Bett eng gerollt geliefert wird. Es kam allerdings ein riesengroßer Karton an. Bei der Abholung im Paketshop mit dem Kleinwagen muss man das berücksichtigen.

Das Fazit:

Das orthopädische Hundebett MADDOX ORTHO hat einen hohen Schlafkomfort. Das bedeutet, die orthopädische Matratze ist gut durchdacht und sehr gut verarbeitet. Das sich das Bett durch eine Auswahl von verschiedenen Farben super ins Wohnambiente eingliedert. Auch der Preis ist top für die Qualität. Das sind sehr positive Eigenschaften. Das Bett zeigt: schick und gesund ist machbar!

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Deine Tina

Cauda Equina Compressions Syndrom – Isometrie als Allroundübung

Cauda Equina Compressions Syndrom – Isometrie als Allroundübung

Was kannst du beim Cauda Equina Compressions Syndrom tun?

Dein Hund hat die Diagnose Cauda Equina Compressions Syndrom bekommen? Nun geht es darum, wie du deinen Hund unterstützen kannst, dass er wieder ohne Beschwerden läuft.

Meine “Allroundübung”

Ich verrate dir eine absolute „Allroundübung“ mit verschiedenen Variationen, die für dich und deinen Hund einfach zu erlernen sind. Und das Beste ist, ihr könnt sie überall durchführen und benötigt keinerlei Zubehör! „Allroundübung“ deshalb, weil sie extrem effektiv ist und gleich auf mehrfache Weise wirkt. Bei regelmäßiger Anwendung trainierst du die Muskulatur und Kraft im Rücken und in den Hinterläufen. Gleichzeitig förderst du die Koordination, Balance und das Körpergefühl deines Hundes!

Isometrisches Training – was ist das und wie wirkt es?

Mit dem Isometrischen Training trainierst du sehr effektiv Muskulatur und Kraft deines Hundes. Es ist eine besondere Form des Krafttrainings, da die Muskulatur angespannt wird, ohne dass sie oder ein Gelenk dafür aktiv bewegt werden muss. Dein Hund arbeitet gegen den Widerstand deiner Hand oder gegen die Schwerkraft. Isometrisches Training ist auch gut für Hunde geeignet, die Schmerzen während der Bewegung eines Gelenks haben.

Und so funktioniert es!

Dein Hund steht auf rutschfestem, ebenen Untergrund. Du kniest hinter deinem Hund.

Die erste Position:

Lege deine Hände seitlich auf die Oberschenkel deines Hundes. Gib nun mit deiner linken Hand leichten Druck auf den Oberschenkel nach rechts, bis du merkst, dass dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält. Halte diese Position ca. 3 Sekunden ohne nachzufedern oder den Druck zu erhöhen. Lasse dann langsam wieder locker und gib mit der rechten Hand einen leichten Druck nach links bis du spürst das dein Hund die Muskeln anspannt und gegenhält.

Halte diese Position wieder für ca. 3 Sekunden und lasse dann langsam locker.

Die zweite Position:

Als nächstes legst du deine Hände an die Vorderseite der Oberschenkel und umfasst diese leicht. Ziehe nun ganz leicht in deine Richtung, als würdest du deinen Hund zu dir ziehen wollen, bis du spürst, dass dein Hund gegen hält. Halte dann für ca. 3 Sekunden und lasse wieder locker.

Die dritte Position:

Nun legst du deine Hände flach auf den unteren Rücken deines Hundes, als würdest du ihn ins Sitz „drücken“. Achte darauf, dass deine Hände sich nicht im schmerzhaften oder operierten Bereich des Rückens befinden. Übe nun minimalen Druck nach unten aus, bis du spürst, dass dein Hund gegenhält. Er soll aber nicht dem Druck nachgeben und sich hinsetzen! Nur gerade so viel, dass du eine Anspannung der Muskulatur spürst. Halte den Druck für 3 Sekunden. Lasse dann langsam wieder locker. Es ist wichtig, dass der Druck den du ausübst sehr fein ist und nie ruckartig weggenommen wird.

Wie oft und wie lange?

Beginne mit einmal täglich 3 Wiederholungen á 3 Sekunden pro Übung. Im Trainingsverlauf kannst du die Anzahl der Wiederholungen und die Dauer der Übungen schrittweise steigern.

Als tolle Ergänzung zum Isometrischen Training empfehle ich dir das Cavaletti Training. Dabei wird neben Muskulatur und Koordination, auch die Gelenkbeweglichkeit und ein normaler Bewegungsablauf trainiert.

Wie bei allen physiotherapeutischen Anwendungen, sollen die Übungen nach der Freigabe durch den Tierarzt im Rehaverlauf durchgeführt werden.

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Deine Tina

Cauda Equina Compressions Syndrom Cauda Equina Compressions Syndrom Cauda Equina Compressions Syndrom

Cauda Equina Compressions Syndrom – was es für deinen Hund bedeutet

Cauda Equina Compressions Syndrom – was es für deinen Hund bedeutet

Das Cauda Equina Compressions Syndrom beim Hund

Der Begriff Cauda Equina Compressions Syndrom (kurz: CECS) fällt häufig unter Hundebesitzern. Doch was bedeutet er überhaupt? In meinem Beitrag erkläre ich dir, was es mit der Erkrankung auf sich hat. Du erfährst, wie sie entsteht und welche Symptome typisch sind. Zu dem erfährst du alles darüber, was sie für deinen Hund bedeutet, was du berücksichtigen musst und wie man ein CECS behandeln kann. Beim CECS kommt es zu einer Verengung des Wirbelkanals und zu einer Kompression der Nervenwurzeln am Ende des Rückenmarks. Die Nervenfasern werden durch den direkten Druck und durch die Unterversorgung der Blutgefäße beschädigt. In Folge entstehen neurologische Ausfallerscheinungen.

Was ist die Cauda Equina?

Als Cauda Equina bezeichnet man den hintersten Teil des Rückenmarks und das daraus entspringende Nervenbündel. Es ähnelt optisch einem Pferdeschweif. Daher der Name „Cauda Equina“. Diese Nerven haben eine sehr wichtige Funktion. Sie steuern den Kot- und Harnabsatz. Zudem innervieren die Schwanzmuskulatur und einen bedeutenden Anteil der Muskulatur der Hinterläufe.

Wie entsteht die Kompression und welche Hunde sind betroffen?

Beim CECS handelt es sich um eine degenerative, angeborene oder traumatische Verengung des Wirbelkanals. Die Kompression betrifft die Nervenwurzeln vom letzten Lendenwirbel, sowie Kreuzbein- und Schwanzwurzeln. Sie ziehen als sogenannter Cauda Equina (Pferdeschweif) durch die Region der unteren Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins. Die Kompression und die daraus resultierenden Folgen sind oft schleichend. Es gibt eine ganze Reihe von Auslösern für die Kompression der Nerven. Dazu gehören eine lumbosakrale Stenose (knöcherne Anlagerung), bindegewebige Anlagerungen und Bindegewebsschwächen.

Was kann noch zu einer Kompression führen?

Auch Fehlbildungen wie die Ausbildung eines Übergangswirbels, Bandscheibenvorfall oder –Vorwölbung und Spondylose können Ursachen sein. Weiterhin fördern  eine Fehl- oder Überbelastung bei Dienst- oder Sporthunden, starkes Übergewicht und der natürliche Alterungsprozess das Entstehen einer Kompression. Neben einer Instabilität zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein kann auch eine genetische Vorbelastung eine Ursache sein. Zu den genetisch vorbelasteten Hunderassen gehören zum Beispiel Schäferhund, Riesenschnauzer, Boxer, Rottweiler, Siberian Husky und Pudel. Seltenere Auslöser sind Neoplasien, Frakturen, Luxationen oder eine Diskospondylitis.

Was sind die Folgen?

Die Folgen einen CECS sind stark abhängig vom Ausmaß der Kompression auf die Nerven. Es kann im Krankheitsverlauf bei Nichtbehandlung zur kompletten Lähmung der Hinterläufe kommen. Auch zur Harn- und Kotinkontinenz kann es kommen.

Die Symptome eines CECS

Zu Beginn wird ein CECS oft als „Hexenschuss“ oder „er wird halt alt und kann nicht mehr so“ abgetan. Wenn dein Hund aber eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, lasse ihn dringend untersuchen. Die Symptome sind sehr breit gefächert. Denn sie sind abhängig vom Druck, der auf das Rückenmark ausgeübt wird. Sie entwickeln sich meist langsam und schleichend über Monate. Das Durchschnittsalter beim Auftreten der ersten Symptome ca. 6 Jahre. Es gibt aber auch sehr junge Patienten oder sehr alte Patienten. Das zunächst auffälligste Symptom ist ein Schmerz im Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein. Die Hunde vermeiden alle Bewegungen, die einen erhöhten Druck auf den unteren Rücken bedeuten wie zum Beispiel Springen, ins Auto steigen und Treppensteigen. Betroffene Hunde zeigen häufig die klassische Dämmerrute. Das bedeutet eine schlaff herunterhängende Rute als Folge mangelhafter Nervenweiterleitung. Das Hochbiegen der Rute ist für den Hund sehr schmerzhaft.

Auch diese Symptome können auftreten

Viele Hunde haben Schwierigkeiten beim Aufstehen und Hinlegen. Auch Beinchen heben und Schütteln wird zum Problem. Ebenso lassen die Koordination und das Gleichgewicht deutlich nach. Die Hunde sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, verlieren an Bewegungsfreude. Die Muskulatur am Rücken verspannt, es entstehen warme Stellen und der Hund ist sehr berührungsempfindlich. Die Muskulatur an den Hinterbeinen nimmt kontinuierlich ab. Zudem zeigen viele Hunde ein Zittern der Hintergliedmaßen durch Schwäche oder Schmerz. Betroffene Hunde versuchen nun die Fortbewegung komplett aus den Vorderläufen zu stemmen. Je nach Schweregrad kommt es im Krankheitsverlauf zum Einknicken auf der Hinterhand und neurologische Ausfallerscheinungen. Die Hunde heben ihre Pfoten nicht mehr hoch und schleifen mit den Krallen. Im Verlauf kann es zu einer kompletten Lähmung und Harn- und Kotinkontinenz kommen.

Wie kann man ein CECS diagnostizieren?

Als Erstuntersuchung ist ein Röntgen in zwei Ebenen sinnvoll. Denn hier werden Spondylosen, Tumore, Übergangswirbel, Frakturen gut sichtbar gemacht. Zusätzlich zu einer Röntgendiagnostik wird häufig noch ein CT oder MRT hinzugezogen. Damit werden eventuelle Veränderungen von Weichteilen wie Bändern und Bandscheiben eindeutig erkennbar.

Kann man deinem Hund helfen? Wie kann man ein CECS behandeln?

Die Therapie eines CECS ist abhängig vom Ausmaß der neurologischen Ausfallerscheinungen. Bei deutlichen Lähmungserscheinungen wird in der Literatur zur OP geraten. Beim operativen Eingriff ist die Dekompression des Rückenmarks durch das Entfernen des komprimierenden Materials das Ziel. Hat der Hund ein reines Schmerzsyndrom und Koordinationsschwierigkeiten wird in der Regel zu eine konservativen Therapie geraten. Bei einer konservativen Behandlung wird der Hund mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten versorgt. Grundsätzlich sollte allerdings auch immer das Alter und der allgemeine Gesundheitsstatus berücksichtigt werden. ich rate dazu von Fall zu Fall abzuwägen (Stichwort: Narkoserisiko).

 Wie geht es dann weiter? Was kannst du tun?

In beiden Fällen, also sowohl nach einer Operation als auch bei einer konservativen Behandlung soll umgehend mit der Physiotherapie begonnen werden. Ziel ist es Schmerzen zu lindern und überlastete Bereiche zu entspannen. Die Muskulatur und die Beweglichkeit zu erhalten und zu trainieren sowie die Nervenweiterleitung zu schulen um neurologischen Störungen entgegenzuwirken. Es ist wichtig die Koordination und das Körpergefühl des Hundes zu trainieren und an einem gesunden Bewegungsablauf zu arbeiten.

Das solltest du unbedingt beachten!

In den ersten 4-6 Wochen nach der Behandlung, unabhängig von einer operativen oder konservativen Behandlung, ist strikter Leinenzwang angesagt. Die Bewegung und Belastung soll dem Krankheitszustand angepasst sein. Ganz wichtig sind sehr kurze Bewegungseinheiten über den Tag, als lange Spaziergänge. Ruckartige Bewegungen, enge Wendungen, Springen, Treppensteigen und kurze Stopps sind tabu. Vermeide unbedingt das Aufreiten anderer Hunde und das Tätscheln und Klopfen auf dem Rücken durch den Menschen. Bei übergewichtigen Hunden ist eine Gewichtsabnahme sehr wichtig. Schütze bei nasskaltem Wetter den Rücken deines Hundes mit einem Mantel. Für sportlich geführte Hunde gilt: Leistungssport ist tabu. Die Gefahr einer erneuten Kompression ist gegeben und daher empfehle ich rücken- und gelenkschonende Sportarten.

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Deine Tina

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