Behinderter Hund – Unverzichtbare Tipps für ein Leben mit Handicaphund

Behinderter Hund – Unverzichtbare Tipps für ein Leben mit Handicaphund

Ein behinderter Hund wird immer noch häufig kritisch angeschaut und gefragt, ob das Leben denn überhaupt lebenswert sei. Sehr oft habe ich mich mit Snowy dieser Frage stellen müssen. Doch ich sage ganz klar JA! Snowy hat ihre Handicaps, doch über die Jahre haben wir immer wieder neu unser Leben und unseren Alltag angepasst. Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst und Sorge, einen Hund mit einem Handicap zu adoptieren. Doch auch wenn der eigene Hund nach einer Erkrankung oder einem Unfall ein Handicap hat, sind Hundehalter überfordert. Kein Wunder, ändert sich doch so vieles im Alltag und man muss sein Leben neu einrichten und auf die besonderen Bedürfnisse des Hundes einrichten.

Es gibt allerdings mittlerweile viele – oftmals auch sehr einfache Dinge und Hilfsmittel – mit denen du euer Zusammenleben und den Alltag deines Hundes erleichtern kannst. Daher habe ich dir eine ganze Reihe von Ideen und Möglichkeiten zusammengestellt.

Man kann so vieles tun, um seinem Handicap-Hund den Alltag zu erleichtern:

Viele Hundehalter wissen gar nicht, was es mittlerweile alles im Angebot gibt für ältere oder Handicap-Hunde. Auch wenn es immer noch Menschen gibt, die dies für übertrieben halten – „es ist ja immer noch ein Hund“ – halte ich es für wichtig für deinen Hund aber auch für dich, dass ihr euch den Alltag so leicht wie möglich macht. Das spart Zeit und Energie für tolle gemeinsame Aktivitäten.

  • erhöhter Wasser-/Futternapf – ich weiß, der Wolf bekommt sein Kaninchen auch nicht auf dem Baumstamm serviert um sich nicht bücken zu müssen. Aber du kannst dir sicher vorstellen, welche Erleichterung eine erhöhte Futterbar für deinen Hund bedeutet
  • lege die „Highways“ im Haus oder in der Wohnung, die dein Hund am meisten benutzt, um sich zu bewegen mit rutschfestem Teppich oder ähnlichem aus. Das gibt ihm Halt und verhindert Stürze.
  • ein wärmender Mantel im Winter – schützt deinen Hund davor auszukühlen, hält Gelenke und Muskulatur geschmeidig und beugt Verspannungen vor.

Auch hiermit hilfst du deinem Hund:

  • orthopädische Hundebetten – guter Schlaf ist wichtig für jeden Hund. Doch besonders für ältere, erkrankte und Hunde mit Handicap ist es sehr wichtig gelenkschonend gelagert zu sein. Dein Hund liegt nicht nur perfekt, auch die Blutzirkulation ist optimal und Schmerzen können gelindert und vermieden werden.
  • Hunderampen fürs Auto – einen kleinen Hund kannst du ins Auto heben. Bei einem größeren Hund empfehle ich dir eine Hunderampe, auf der dein Hund sicher ins und aus dem Auto steigen kann.
  • Treppchen für das Sofa – dein Hund kuschelt gern bei dir auf dem Sofa oder im Bett? Mit Handicap wird der Aufstieg und auch das Runterklettern schnell zum unüberwindbaren Hindernis und Stürze sind vorprogrammiert. Dafür gibt es mittlerweile tolle Treppen, mit denen dein Hund sicher und bequem auf und absteigen kann.
  • Tragehilfen beim Treppensteigen – einen kleinen Hund kann man bequem tragen, doch ist der Hund größer oder schwerer kann das schnell gefährlich für dich und deinen Hund werden. Eine Tragehilfe entlastet euch Beide und ermöglicht leichtes und sicheres Treppensteigen.

Die Orthopädietechnik hält eine Vielzahl an Lösungen bereit:

Orthopädietechnik für Hunde?! So etwas gibt es? Ja und sie entwickelt sich rasant. Angelehnt an den Humanbereich wurden in den letzten Jahren viele Möglichkeiten entwickelt, deinen Hund mit Orthopädietechnik zu unterstützen. So sind folgende Produkte heute weit verbreitet. Zumeist ist eine Maßanfertigung für optimale Entlastung und Passform sinnvoll.

  • Bandagen
  • Orthesen
  • Prothesen
  • Hunderolli

Ein Physiotherapeut kann deinen Hund unterstützen mit:

Auch wenn dein Hund unter einem dauerhaften Handicap leidet, ist es sinnvoll und wichtig, deinen Hund physiotherapeutisch und mit Bewegungstherapie zu unterstützen. Dadurch kann man das Handicap zwar nicht „beseitigen“. Doch du hast die Möglichkeit, Verspannungen zu lösen, die sich durch veränderte Bewegungsabläufe zwangsläufig ergeben. Du kannst auch eine möglichst gleichmäßige Muskulatur erreichen und die Gelenke entlasten. Dies sind einige Bereiche aus der Physiotherapie, die deinem Hund helfen können.

  • Massagen und passive Bewegungsübungen
  • Laser
  • Elektrotherapie
  • Hydrotherapie
  • Akupunktur
  • Manuellen Therapieformen

Es gibt Möglichkeiten, wie du deinen Hund mit Übungen und Maßnahmen aus der Physiotherapie selbst unterstützen kannst:

Der regelmäßige Besuch beim Physio deines Vertrauens ist wichtig, keine Frage. Doch mindestens genauso wichtig ist es, dass du in der Zeit dazwischen deinen Hund bestmöglich unterstützt. Nach entsprechender fachlicher Anweisung kannst du beispielsweise folgende Maßnahmen selbst durchführen:

Du siehst, das Leben mit einem Handicap-Hund stellt einen sicher vor die eine oder andere Herausforderung. Doch bietet der Veterinär- und Hundebedarf heutzutage eine Große Bandbreite an Möglichkeiten, dir und deinem Hund das Leben zu erleichtern.

Hast du einen Handicap-Hund und noch mehr Tipps, wie man den Alltag erleichtern kann? Dann teile sie bitte für mich und andere Hundehalter in den Kommentaren mit uns!

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Alles Liebe, deine Tina behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund behinderter Hund

 

Schwimmen mit Hund – diese 10 Punkte solltest du beachten!

Schwimmen mit Hund – diese 10 Punkte solltest du beachten!

Schwimmen mit Hund ist eine beliebte Aktivität in den heißen Sommermonaten. Viele Hunde lieben es im kühlen Nass zu schwimmen und zu toben. Eine willkommene Abkühlung an heißen Sommertagen! Tessa zumindest schwimmt sehr gern, auch wenn viele Podencos um Wasser einen großen Bogen machen. So wie Snowy, für die es die absolute Schmerzgrenze ist, wenn ihre Pfoten nass werden.

Nicht nur für gesunde Hunde ist das Schwimmen klasse. Auch bei einigen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. ARTHROSE, neurologischen Erkrankungen wie z.B. BANDSCHEIBENVORFALL ist Schwimmen ein tolles Training. Du trainierst damit die Muskulatur und es ist toll für das Körpergefühl. Auch Gelenkbeweglichkeit und Koordination werden trainiert.

Positiv dabei ist, dass sich das Körpergewicht, dass dein Hund tragen muss verringert, je tiefer im Wasser ist. Und auch für das Herz- Kreislaufsystem ist es eine tolle Übung. Durch den Wasserwiderstand ist die Anstrengung deutlich höher und die Muskeln werden mehr trainiert, als beim Laufen an Land. Ein gelenkschonendes Training also.

Was liegt da näher, als das kühle Nass zu nutzen um unseren Hunden etwas Gutes zu tun?

Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, wenn dein Hund schwimmen geht:

  • Wenn du deinen Hund die ersten Male schwimmen läßt oder die Badesaison gerade erst begonnen hat, solltest du mit kurzen Einheiten von wenigen Minuten beginnen und es langsam minutenweise steigern. Auch für gesunde Hunde sind die Bewegungen anstrengend.
  • Achte immer auf das tägliche Befinden deines Hundes. Wie wir Menschen, sind unsere Hunde nicht jeden Tag gleich leistungsfähig.
  • Hunde haben kein Vernunftsdenken und kennen ihre eigenen Grenzen nicht immer. So schwimmen sie noch weiter obwohl sie schon längst müde sind.  Am Besten kommt dein Hund gar nicht erst in diesen Erschöpfungszustand. Beobachte ihn sehr genau.  Wenn dein Hund langsamer wird und Bewegungen angestrengt wirken, sollte definitiv Schluss sein. Ich bin mir sicher, du bekommst schnell ein Gefühl dafür.

Schwimmen mit Hund – auch das ist wichtig:

  • Erfrischung ist toll und angenehm. Doch sollte das Wasser nicht zu kalt sein. Dann zieht sich die Muskulatur des Hundes zusammen und sie verspannt. Ausserdem macht es nur halb so viel Spaß, wenn man im Wasser fröstelt.
  • Zwinge deinen Hund nie zum Schwimmen. Nicht jeder Hund findet es angenehm und hat Spaß daran. Es gibt sogar Hunde, die große Angst bekommen. Dann ist eventuell Wassertreten die bessere Wahl.
  • Es ist optimal, wenn dein Hund an einem flachen Ufer ins Wasser gehen kann.
  • Essen ist vor dem Schwimmen tabu. Genau wie bei jeder anderen sportlichen Aktivität auch. Nicht nur, dass es sich mit vollem Magen nicht gut trainiert. Es kann sogar gesundheitsgefährdend sein – Stichwort Magendrehung oder Kreislaufkollaps.

Auch diese Punkte lege ich dir ans Herz:

  • Wenn dein Hund noch nicht sicher im Schwimmen ist, Erkrankungen des Bewegungsapparates hat oder schon älter ist, empfehle ich dir, ihn mit einer Schwimmweste zu sichern.
  • Meide Gewässer mit Strömungen. Ein Hund kann nicht einschätzen, ob er mit der Strömung zurechtkommt und schwimmt zu weit raus und kommt nicht gegen die Strömung an. Das kann lebensgefährlich sein.
  • Bei Ellbogen– und Knieverletzungen und auch bei einigen Rückenerkrankungen sollte deinHund nicht schwimmen. Dann kannst du aufs Wassertreten ausweichen.

Wann ist Schwimmen tabu für deinen Hund?

Egal, wie viel Spaß das Schwimmen macht, es gibt Situationen, da ist es defintiv tabu. Bei Fieber und Infektionserkrankungen, bei offenen Wunden, Entzündungen und schweren Herzerkrankungen sollte dein Hund auf Schwimmen verzichten.

Nun kann es losgehen! Ich wünsche dir und deinem Hund viel Freude im kühlen Nass!

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Alles Liebe, deine Tina Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund Schwimmen mit Hund

 

 

 

Pfotenschleifen beim Hund – Wenn Bewegungen nicht normal sind – Gastartikel bei Bothshunde

Pfotenschleifen beim Hund – Wenn Bewegungen nicht normal sind – Gastartikel bei Bothshunde

Und es gibt noch einen zweiten Gastartikel im Rahmen des monatlichen Live Call bei Lieblingshund Training am 15.6.2018. Dort bin ich als Gastrednerin eingeladen. Du erfährst dort ganz genau, woran wir Schmerzen beim Hund erkennen! 

Es passiert nämlich sehr oft, dass Hundehalter Bewegungsabläufe für normal halten, weil der Vierbeiner das immer schon so gemacht hat. Aber es kommt auch häufig vor, dass sich Dinge im Bewegungsablauf und im Verhalten schleichend verändern. Sie deuten auf Schmerzen und/oder eine Erkrankung hin, werden aber im Alltag “übersehen.

Pfotenschleifen beim Hund – ein wichtiges Symptom für Erkrankungen des Bewegungsapparates

Das Thema ist natürlich extrem breit gefächert, aber es ist mir wichtig, dich dafür zu sensibilisieren. Denn je besser du über Schmerzsignale und unnormale Bewegungsabläufe Bescheid weißt, desto schneller kannst du erkennen, wenn es deinem Hund nicht gut geht.

In diesem Gastartikel, der auf dem Blog Bothshunde.com erscheint, geht es wieder um Auffälligkeiten im Bewegungsablauf des Hundes. In diesem Fall das Pfotenschleifen. Wenn du erfahren möchtest, was die Ursachen sein können, und du auch gern beim Live Call dabei sein möchtest, dann findest du hier den Artikel: Pfotenschleifen bei Hund – wenn Bewegungen nicht normal sind

Ich freue mich auf dich! Alles Liebe, deine Tina 

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Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt – so kannst du deinen Hund unterstützen

Wenn ein Hund an einem Rückenmarksinfarkt erkrankt, sind die betroffenen Hundehalter meistens sehr hilflos und übermannt von großer Angst um den Hund. Es fällt ihnen schwer, mit der Situation umzugehen. Wie kann man seinen Hund am Besten unterstützen? Daher ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, welche Maßnahmen man ergreifen kann, wenn der eigene Hund an einem Rückenmarksinfarkt oder auch einer anderen neurologischen Erkrankung erkrankt.

In diesem Artikel habe ich dir eine Reihe wichtiger Tipps zusammengefasst, wie du deinen Hund in dieser Situation unterstützen kannst.

Verhaltenstipps beim Rückenmarksinfarkt

Pfotenschutz

Solange dein Hund mit den Hinterpfoten schleift, unterstütze ihn mit Pfotenschuhen. Sie bieten ihm deutlich mehr Stabilität und er läuft sich seine Pfoten nicht blutig. Es gibt verschiedenen Varianten, die im Haus oder auch draußen getragen werden können. Wichtig ist eine gute Passform, um ein Rutschen oder Druckstellen zu vermeiden.

Antirutsch im Haus

Die neurologischen Störungen und/oder Lähmungen machen deinem Hund im Alltag große Probleme. Jeder Schritt ist mit Unsicherheit verbunden. Du kannst ihm viel Erleichterung verschaffen, wenn du dafür sorgst, dass er sich nur auf rutschfesten Untergründen bewegt. Klar, man kann nicht mal eben das gesamte Haus oder die Wohnung mit Teppich auslegen. Aber du kannst in den Bereichen, in denen dein Hund sich in der Regel viel bewegt z.B. vorübergehend mit rutschfesten Läufern auslegen oder Yogamatten.

Komfortabel aufs Sofa und ins Auto

Zum einen strapazieren Sprünge unnötig den Rücken deines Hundes, zum anderen fallen ihm Koordination und Balance schwer. Vermeide deshalb Sprünge in den und aus dem Kofferraum. Die Verletzungsgefahr ist groß. Falls du deinen Hund nicht in den Kofferraum heben kannst, gibt es praktische Hunderampen. Hunde gewöhnen sich meist schnell daran. Dein Hund liebt es auf dem Sofa zu schlafen? Dann solltest du vermeiden, dass er aufs Sofa springt. Wenn du ihn nicht hochheben kannst, es gibt tolle Steighilfen und Hundetreppen. Die kannst du ihm als Hilfe anbieten.

Hilfe und Sicherheit beim Treppensteigen

Dein Hund sollte möglichst wenige Treppen steigen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, gibt es praktische Tragehilfen. Damit kannst du deinen Hund unterstützen und entlasten – und gibst im Halt und Sicherheit.

Schütze den Rücken deines Hundes

Vermeide das Aufreiten anderer Hunde. Der Rücken ist besonders empfindlich und sollte geschützt werden. Auch das gutgemeinte Klopfen und Tätscheln auf dem Rücken ist für deinen Hund unangenehm und schädlich.

Angepasste Bewegung

Natürlich soll dein Hund in Bewegung bleiben. Passe jedoch Spaziergänge und Belastungen dem aktuellen Krankheitszustand deines Hundes an. Am Besten in Absprache mit deinem Physiotherapeuten oder Tierarzt. Mache lieber kürzere Spaziergänge, dafür häufiger.

Normalgewicht ist Pflicht!

Grundsätzlich schadet Übergewicht deinem Hund. Doch besonders jetzt ist eine Gewichtsreduktion unumgänglich, wenn dein Hund zu viel wiegt. Jedes Gramm zu viel auf den Rippen ist eine zusätzliche Belastung für den Bewegungsapparat.

Bitte kein Sport!

Leistungssport ist tabu. Kurze Stopps, enge Wendungen und Sprünge sind für den Körper außergewöhnliche Belastungen. Auch nach der Gesundung solltest du dies deinem Hund auf keinen Fall zumuten. Wenn es der Gesundheitszustand deines Hundes zulässt, lege ich dir sportliche Aktivitäten wie Mobility oder Degility ans Herz. Sie sind auf Hunde mit Bewegungseinschränkungen ausgerichtet und können individuell auf die Bedürfnisse deines Hundes angepasst erden.

Gut gebettet

Ein guter Schlafplatz ist immer sehr wichtig für deinen Hund. Unseren Hunden geht es wie uns: wenn wir auf einer guten Matratze schlafen, haben wir keine Rücken- und Gelenkschmerzen und sind ausgeruht. Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Ein orthopädisches Hundebett bietet eine wunderbare Druckentlastung für den Rücken. Dein Hund schläft wie auf Wolken. Es eignet sich für gesunde und erkrankte, sowie ältere Hunde gleichermaßen.

Bei der Auswahl des Schlafplatzes solltest du darauf achten, dass er ausreichend groß ist und die Möglichkeit bietet, dass dein Hund sich komplett ausstrecken kann. Das Hundebett sollte möglichst nicht in kalten, zugigen Bereichen stehen.

Bewegungstraining

Um zu vermeiden, dass dein Hund Muskulatur verliert und die Gelenke einrosten, ist es wichtig, dass du gezielt mit ihm arbeitest. Zusätzlich sollten auch Körpergefühl, Balance und Koordination gefördert werden. Lasse dir hier bitte von einer Fachperson entsprechende Übungen zeigen, die du regelmäßig Zuhause durchführen kannst.

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Rückenmarksinfarkt beim Hund – so hilfst du ihm mit Physiotherapie

Rückenmarksinfarkt beim Hund – so hilfst du ihm mit Physiotherapie

Schon im letzten Blogbeitrag ging es um den Rückenmarksinfarkt beim Hund und seine Entstehung sowie Symptome. In diesem Artikel bekommst du wichtige Informationen dazu, warum die Physiotherapie so unverzichtbar ist und welche Maßnahmen besonders gut helfen – und vor allem welche davon auch von dir selbst übernommen werden können.

Hunde, die einen Rückenmarksinfarkt erleiden, sollten unbedingt so schnell wie möglich physiotherapeutisch behandelt werden um so effektiv und intensiv den Schädigungen entgegenzuwirken. So wichtig, wie die Begleitung durch einen Physiotherapeuten ist, ist auch die intensive Mitarbeit der Hundehalter Zuhause, um einen möglichst guten Fortschritt in der Reha zu erreichen.

Daher empfehle ich dir, darauf zu achten, dass dein Physiotherapeut dich mit in den Gesundungsprozess involviert und dir Möglichkeiten an die Hand gibt, womit du deinen Hund Zuhause täglich unterstützen kannst. Je nach dem können das z.B. Massagegriffe, Passive Bewegungsübungen oder auch aktive Bewegungsübungen sein.

Aber was kann die Physiotherapie bei einem Rückenmarksinfarkt erreichen?

Die Therapieziele

  • Beweglichkeit der Gelenke erhalten und verbessern
  • Wiederherstellung eines normalen Gangbildes
  • Koordination- und Gleichgewicht verbessern und wiedererlernen
  • Schulung der Wahrnehmung und Sensibilität
  • Muskelerhalt und- aufbau
  • Schmerzlinderung/Entspannung der überbelasteten Strukturen durch falsche Bewegungsmuster

Rückenmarksinfarkt beim Hund – die Therapiemöglichkeiten

Es gibt eine große Auswahl an Therapiemöglichkeiten, mit denen man einen Hund bei einem Rückenmarksinfarkt unterstützen kann. Die Wahl und Zusammenstellung der Therapiearten ist immer individuell abhängig vom betroffenen Patienten.

Massage – Hiermit können Verspannungen und Schmerzen durch Fehlbelastungen gelindert werden. Massagegriffe können nach Anleitung auch vom Hundehalter durchgeführt werden.

Bürsten/ -Igelballmassage – Mit einer Bürstenmassage oder auch Stimulation durch einen Igelball kann die Sensibilität und Wahrnehmung verbessert werden.

Ausstreichen der Zehenzwischenräume und Massage der Pfotenballen – Hiermit wird die Nervenweiterleitung geschult und die Wahrnehmung gestärkt. Auch dies kannst du als Hundehalter durchführen.

Passives Bewegen – Mittels Passiven Bewegungsübungen kann die Beweglichkeit der Gelenke erhalten und verbessert werden.

Akupunktur – Auch mittels Akupunktur – durch Nadeln oder Softlaser kann die Reha unterstützt werden.

Physikalische Therapien – Je nach Equipment des Physiotherapeuten können auch physikalische Therapieformen wie Laser- oder Elektrotherapie zum Einsatz kommen.

Training im Unterwasserlaufband – Im Unterwasserlaufband kann man schonend gesunde Bewegungsabläufe trainieren und gleichzeitig Beweglichkeit und Muskulatur fördern.

Manuelle Lymphdrainage – Zur Schwellungsreduktion eignet sich hervorragend die manuelle Lymphdrainage. Damit wird das Ödem abtransportiert. Es wird Druck gemindert und die Nerven im betroffenen Segment können sich erholen. Und der Stoffwechsel wird verbessert.

Bewegungstraining

Das Bewegungstraining ist ein sehr wichtiger Teil der Physiotherapie und auch beim Rückenmarksinfarkt ein wichtiger Faktor. Du kannst Übungen nach Anleitung auch mit deinem Hund Zuhause durchführen, um die Reha zu unterstützen. Bitte lasse dich aber auf jeden Fall durch eine Fachfrau/ einen Fachmann anweisen und mache dich nicht selbst auf die Suche nach Übungen. Im Zweifel schadest du deinem Hund mehr, als das du ihm hilfst. Bei einem Rückenmarksinfarkt eignen sich Isometrische Übungen, Balancetraining, etc. hervorragend.

Grundsätzlich ist bei der Gesundung viel Geduld gefragt und der Weg ist lang für dich und deinen Hund. Du solltest aber keinesfalls aufgeben, denn wenn du kontinuierlich dranbleibst, hat dein Hund die Chance sich sehr gut zu erholen.

Im nächsten Artikel stelle ich dir hilfreiche Tipps zusammen, wie du deinen Hund bei einem Rückenmarksinfarkt im alltäglichen Leben unterstützen kannst.

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Alles Liebe

Deine Tina Rückenmarksinfarkt beim Hund Rückenmarksinfarkt beim Hund Rückenmarksinfarkt beim Hund Rückenmarksinfarkt beim Hund Rückenmarksinfarkt beim Hund Rückenmarksinfarkt beim Hund Rückenmarksinfarkt beim Hund

 

 

Rückenmarksinfarkt beim Hund – Krankheitsbild, Symptome & Diagnose

Rückenmarksinfarkt beim Hund – Krankheitsbild, Symptome & Diagnose

Rückenmarksinfarkt beim Hund – Schockdiagnose für Hundehalter

Es muss nicht immer ein Bandscheibenvorfall dahinter stecken, wenn es bei einem Hund aus einer Bewegung heraus plötzlich zu einer Lähmung kommt. Nicht selten ist ein Rückenmarksinfarkt – auch fibrokartilaginöse Embolie genannt – die Ursache. Es handelt sich dabei um eine degenerative und traumatische Erkrankung der Wirbelsäule, die eher bei größeren Hunden vorkommt und meist ohne Schmerzen einhergeht. Im Gegensatz zum Bandscheibenvorfall sind beim Rückenmarksinfarkt zudem auch oft jüngere oder mittelalte Vierbeiner betroffen. Das Durchschnittsalter liegt bei 6 Jahren.

Aus bislang noch ungeklärter Ursache löst sich degeneriertes Bandscheibenmaterial und gerät in ein das Rückenmark versorgendes Blutgefäß. Das hat zur Folge, dass das Gefäß verstopft und ein Teil des Rückenmarks von der Blutzufuhr abgeschnitten wird und abstirbt. Es kommt zu einer Einblutung. Der Infarkt kann an jeder Stelle im Rückenmark auftreten. Dementsprechend unterschiedlich können die neurologischen Ausfälle sein. So kann der Hund sowohl „nur“ an den Hinterbeinen gelähmt sein, als auch eine Lähmung aller vier Gliedmaßen zeigen.

Diagnosestellung

Die Diagnose Rückenmarksinfarkt stellt man im Ausschlussverfahren. Hierzu müssen Erkrankungen wie Rückenmarkstumor, Degenerative Myelopathie, Bandscheibenvorfall, Trauma, Cauda Equina Compressionssyndrom und das Wobbler Syndrom ausgeschlossen werden. Ein neurologischer Untersuchungsgang ist also elementar wichtig. Eine sichere Diagnose durch CT oder MRT ist nicht möglich. Besonders im hochakuten Stadium kann sich ein MRT sogar absolut unauffällig zeigen.

Symptome und Krankheitsverlauf des Rückenmarksinfarkts

Plötzlich und meist unerklärlich kommt es meist aus einer Bewegung heraus zu einer akuten Lähmung. Meist sind Brust- und Lendenwirbelsäulenbereiche betroffen, seltener der Halswirbelsäulen – Bereich. Es kommt zu einem Verlust der Sensibilität und auch Harn- und Kotinkontinenz sind möglich.

In knapp der Hälfte der Fälle wird von einer größeren körperlichen Anstrengung in den Stunden zuvor berichtet. In den ersten Stunden nach dem Infarkt kann der Hund Schmerzen haben und eine weitere Verschlechterung auftreten. Danach bleibt der Status in der Regel stabil und der Hund hat keine Schmerzen mehr.

Bei einem leichten Infarkt können sich die neurologischen Ausfallerscheinungen möglicherweise binnen der ersten 1-2 Tage von selbst verbessern. Je nach dem wie viel Rückenmark vom Infarkt betroffen ist, können sich alle Symptome zurückbilden. Es können allerdings auch Lähmungen zurück bleiben.

Behandlungsmöglichkeiten beim Rückenmarksinfarkt

Eine schnelle Behandlung eines Rückenmarksinfarktes ist sehr wichtig. Je schneller man den Hund behandelt, desto größer ist die Chance, dass sich die Lähmungserscheinungen vollständig zurückbilden. In der Regel erfolgt eine Behandlung mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten – insbesondere in der Akutphase.

Zudem ist es elementar wichtig für den Patienten, dass er so schnell wie möglich physiotherapeutisch behandelt wird.

Im nächsten Artikel erfährst du, wie du deinem Hund mit Physiotherapie beim Rückenmarksinfarkt helfen kannst und du bekommst hilfreiche Verhaltenstipps.

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Alles Liebe

Deine Tina

Degenerative Myelopathie – Verhaltenstipps Teil III der Blogreihe

Degenerative Myelopathie – Verhaltenstipps Teil III der Blogreihe

Die Degenerative Myelopathie ist eine gefürchtete Erkrankung unter Hundehaltern. Vermutet wird eine genetische Ursache, doch gänzlich geklärt ist es nicht. Besonders gefürchtet ist diese Erkrankung, weil sie nicht heilbar ist und sicher einen tödlichen Verlauf nimmt.

Die Diagnose ist für Hundehalter ein großer Schock, bedeutet sie doch den sicheren Tod des geliebten Vierbeiners. Dennoch wäre Aufgeben der falsche Weg. Es gibt zwar keine Heilung, aber es gibt Möglichkeiten, das Fortschreiten der Erkrankung deutlich zu verzögern.

Physiotherapie – wichtigste Maßnahme

Der wichtigste Faktor ist dabei die intensive physiotherapeutische Betreuung des Hundes. Es gibt viele Erfahrungsberichte die zeigen, das Hunde dadurch noch mehrere Jahre ein lebenswertes Leben führen konnten und der Fortschritt der Degenerativen Myelopathie enorm verlangsamt wurde.

Mittels Physiotherapie kann dem Verlust der Muskulatur und den Lähmungen entgegengewirkt werden. Die Gelenkbeweglichkeit wird erhalten und auch Koordination und Balance können lange stabilisiert werden. So gibt man dem Vierbeiner die Chance auf ein deutlich längeres aktives Hundeleben.

Auch so kannst du deinen Vierbeiner bei einer Degenerativen Myelopathie unterstützen

Pfotenschutz

Pfotenschuhe geben deinem Hund Halt.. Sie verhindern ein Wegrutschen und somit Stürze. Sie schützen auch Pfoten und Krallen bei Hunden, die mit den Pfoten schleifen. Wenn ein Vierbeiner nur unter einer Schwäche der Hinterläufe leidet, reichen ggfs. Schuhe an den Hinterpfoten.

Ich empfehle dir immer darauf zu achten, dass die Schuhe optimal passen. Sie dürfen nicht zu eng sein, aber auch nicht rutschen. Dann schaden sie eher als das sie nutzen. Es gibt Schuhe, die so beschaffen sind, dass man sie im Haus nutzen kann. Ebenso gibt es spezielle Outdoor Schuhe, die aus anderen Materialien hergestellt sind. Die Sohlen haben ein anderes Profil.

Weiche Liegeplätze

Auch der Schlafplatz deines Hundes sollte auf seine Erkrankung eingerichtet sein. Er sollte nicht in kalten, zugigen Bereichen liegen. Ein orthopädisches Hundebett beispielweise bietet eine wunderbare Druckentlastung für den Rücken. Dein Hund schläft wie auf Wolken. Übrigens kann ich dir orthopädische Hundebetten wärmstens empfehlen. Sie eignen sich für gesunde und erkrankte sowie ältere Hunde gleichermaßen.

Rutschfester Untergrund im Haus

Falls ein Hund von Degenerativer Myelopathie betroffen ist und im Haus keine Pfotenschuhe trägt, solltest du unbedingt rutschige Untergründe vermeiden. Bereiche im Haus, die er regelmäßig nutzt, kannst du beispielsweise mit Teppichresten oder ähnlichem sicherer gestalten. Du vermeidest so ein Wegrutschen und auch Stürze. Dein Vierbeiner bewegt sich lieber und leichter im Haus.

Belastung dem Krankheitszustand anpassen

Dabei sollte das Maß an Bewegung immer an den aktuellen Gesundheitszustand des Vierbeiners angepasst sein. Mache lieber kurze Spaziergänge, die deinen Hund nicht so sehr erschöpfen lassen. Auch die Regenerationsphase wird so verkürzt.

Rampen

Vermeide Sprünge in und aus dem Kofferraum. Falls du deinen Hund nicht in den Kofferraum heben kannst, gibt es praktische Hunderampen. Hunde gewöhnen sich meist schnell daran.

Tragehilfe

Es gibt praktische Tragehilfen. Damit kannst du deinen Hund unterstützen und entlasten. Sie geben ihm viel Sicherheit, wenn er wackelig auf den Beinen ist. Du solltest bei der Auswahl der Tragehilfe darauf achten, dass sie gut sitzt und aus einem reißfesten, stabilen Material gefertigt ist. Weiterhin sollte das Material weich sein und an keiner Stelle einschneiden. Häufig wird Neopren verwendet, was zudem leicht zu reinigen ist und schnell trocknet.

Erhöhter Trink- & Futterplatz

Besonders bei größeren Hunden ist ein erhöhter Trink- und Futterplatz eine gute Entlastung. Dein Hund muss sich nicht vorne überbeugen. Die Belastung auf die Gelenke ist dabei gleichmäßig verteilt. Er kann seine Mahlzeit in bequemer Haltung einnehmen.

Doch auch im Alltag gibt es einige Dinge zu beachten

  • Vermeide unbedingt das Aufreiten anderer Hunde.
  • Auch das Klopfen und Tätscheln auf dem Rücken ist für deinen Hund unangenehm.

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Degenerative Myelopathie Teil II – die Symptome

Degenerative Myelopathie Teil II – die Symptome

In Teil I der Blogreihe zur Degenerativen Myelopathie hast du bereits viele wichtigen Informationen rund um das Krankheitsbild erfahren. In diesem Artikel dreht sich alles um die Symptome der Degenerativen Myelopathie.

Ein frühes Erkennen der Erkrankung ist sehr wichtig, damit betroffene Vierbeiner möglichst schnell behandelt werden und der Fortschritt der Erkrankung möglichst verzögert wird.  Daher sollte man mit den wichtigsten Anzeichen vertraut sein. Natürlich können diese Anzeichen auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten.
Es ist daher sehr wichtig, seinen Hund untersuchen zu lassen, sobald er eines oder mehrere der aufgeführten Symptome zeigt.

Degenerative Myelopathie – die Symptome

  • Zunächst zeigen die Hunde Probleme bei der Koordination der Hinterhand und sie schleifen mit den Krallen.
  • Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es immer mehr auch zum Überkreuzen der Hinterläufe, Überköten, Wegkippen und Einsacken beim Drehen.
  • Es bilden sich Verspannungen der Muskulatur in den überlasteten Bereichen.
  • Betroffene Vierbeiner ziehen die Hinterläufe nach durch die fortschreitende Lähmung.
  • Der Hund zeigt unkoordinierte Bewegungen der Hinterhand.
  • Die Eigenwahrnehmung der an einer Degenerativen Myelopathie erkrankten Vierbeiner ist gestört.
  • Auch die Reflexe sind gestört.
  • Es kommt zu Harn und Kotinkontinenz.

Auch diese Symptome kann ein Hund bei einer Degenerativen Myelopathie zeigen:

  • Je nach Schwergrad und Stadium kommt es zum Einknicken auf der Hinterhand, neurologischen Ausfallerscheinungen und Gleichgewichtsproblemen.
  • Krallen-/Pfotenschleifen – die Krallen sind stark abgenutzt.
  • Hunde zeigen Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Hinlegen.
  • Erkrankte Vierbeiner haben Koordinationsschwierigkeiten z.B. beim Beinchenheben oder Schütteln.
  • Auch Sensibilitätsstörungen in den Pfoten treten auf.
  • Es kommt zum Verlust der Muskulatur.
  • Die Beweglichkeit ist immer mehr eingeschränkt.
  • Ein weiteres Symptom ist ein Tremor in den Hinterläufen.
  • Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es dann zu einer kompletten Lähmung des Hundes.
  • Der Verlauf der Erkrankung ist absolut schmerzfrei.

Dein Hund zeigt verschiedene der genannten Anzeichen? Dann solltest du diese auf jeden Fall ernst nehmen und deinen Vierbeiner untersuchen lassen.

Auch wenn keine Degenerative Myelopathie vorliegt, können die Symptome auch auf andere Erkrankungen des Bewegungsapparates hindeuten, wie beispielsweise einen Bandscheibenvorfall, Spondylose oder ein Cauda Equina Compressions Syndrom.

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Deine Tina

Degenerative Myelopathie Teil I – das Krankheitsbild, Ursachen, Diagnose & Therapieziele

Degenerative Myelopathie Teil I – das Krankheitsbild, Ursachen, Diagnose & Therapieziele

Das Krankheitsbild

Die Degenerative Myelopathie ist eine Erkrankung des Rückenmarks, die eine langsam fortschreitende komplette Lähmung des Hundes nach sich zieht. Dabei kommt es zu einer Demyelisierung und axonalen Degeneration der weißen Substanz des Rückenmarks. Die Erkrankung selbst ist komplett schmerzfrei. In den meisten Fällen sind ältere und größere Rassen betroffen – ab ca. 9 Jahren.

Die Ursache der Degenerativen Myelopathie ist immer noch unbekannt. Es wird allerdings eine genetische Prädisposition vermutet. Die Erkrankung verläuft immer tödlich, eine Heilung ist nicht möglich.

Studien zeigen jedoch, dass Hunde, die regelmäßige Physiotherapie erhielten wesentlich länger überlebten. Die Zeitspanne kann je nach Verlauf von wenigen Monaten bis Jahren reichen.

Folgen der Degenerativen Myelopathie

In einem mehr oder weniger langsamen Verlauf kommt es zu einer vollständigen Lähmung des Vierbeiners.

Behandlungsmöglichkeiten

Eine Heilung der Degenerativen Myelopathie ist nicht möglich. Allerdings hilft eine intensive physiotherapeutische Begleitung den betroffenen Vierbeinern enorm und kann den Fortschritt der Erkrankung deutlich verzögern. Denn mittels Physiotherapie kann man den Abbau der Muskulatur und die Funktionsverluste herauszögern.

Differenzialdiagnose

Bei einem Verdacht auf Degenerative Myelopathie müssen verschiedene andere mögliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu gehören der Bandscheibenvorfall, das Cauda Equina Compressionssyndrom, das Wobbler Syndrom, eine Neoplasie des Rückenmarks und eine fibrokartilaginöse Embolie.

Häufig betroffene Rassen

Es gibt bei der Degenerativen Myelopathie Rassen, die prädisponiert und häufiger betroffen sind. Dazu gehören:

  • Deutscher Schäferhund
  • Berner Sennenhund
  • Hovawart
  • Kuvasz

Wie kann eine Degenerative Myelopathie festgestellt werden?

Um die DM sicher zu diagnostizieren, sind einige spezielle Untersuchungsgänge notwendig:

  • Myelographie
  • Gentest
  • Röntgen/CT/MRT zum Ausschluss der Differenzialdiagnosen

Die Therapieziele der Physiotherapie

  • Der Hund soll so lange wie möglich fit gehalten werden
  • Erhalt der Muskulatur und verzögern des Muskelabbaus
  • Verspannungen lösen, die durch Fehlbelastung entstehen
  • Koordinationsförderung
  • Beweglichkeit des gesamten Körpers erhalten um Knorpelschäden zu vermeiden
  • Entlastung überbelasteter Strukturen
  • Vorbeugen von Dekubitus und Verletzungen der Pfoten durch Überköten/Pfotenschleifen

In Teil II und III der Blogreihe erfährst du, was die häufigsten Symptome für eine DM sind. Zudem bekommst du wertvolle Tipps, wie du deinen Hund unterstützen kannst und was du auf jeden Fall vermeiden solltest.

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Alles Liebe,

Deine Tina

So kommt dein Seniorhund gut durch den Winter – Mein Herz bellt Ausgabe #22

So kommt dein Seniorhund gut durch den Winter – Mein Herz bellt Ausgabe #22

Du hast einen Seniorhund? Besonders unseren älteren Vierbeinern macht die nasskalte Jahreszeit sehr zu schaffen. Die Kälte zieht in die Knochen und sie haben den widrigen Wetterbedingungen nicht mehr so viel entgegenzusetzen.

Ihr Stoffwechsel funktioniert langsamer, sie kühlen schneller aus– frieren somit schneller – und brauchen länger, bis sie wieder aufgewärmt sind. Oft sind in diesen Monaten die Gelenke besonders steif und die Bewegungen fallen noch viel schwerer als sonst. Unsere Hunde haben damit mehr zu kämpfen, als wir denken – auch wenn sie es nicht immer gleich offensichtlich zeigen.

Was kannst du tun?

Doch es gibt Möglichkeiten, mit denen du insbesondere einen Seniorhund in der kalten Jahreszeit unterstützen kannst und ihm das Leben erleichtern kannst. Einige Ideen habe ich dir zusammengestellt, womit du deinen älteren Hund in der kalten Jahreszeit unterstützen kannst.

Natürlich machen alle vorgestellten Maßnahmen auch Sinn für jeden anderen Hund – insbesondere jene, die unter Gelenkerkrankungen wie z.B. Arthrose, Hüftdysplasie oder Spondylose leiden.

Wie du deinen Vierbeiner am besten unterstützen kannst, erfährst du in meinem Artikel in der Ausgabe #22 der Mein Herz bellt:

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deine Tina

Diese 6 Punkte solltest du bei der Auswahl eines Hundebetts beachten!

Diese 6 Punkte solltest du bei der Auswahl eines Hundebetts beachten!

Die meisten unserer Vierbeiner haben mehr als ein Hundebett. Aber nach welchen Kriterien wählen wir das Bett für unseren Hund aus?

Unsere Hunde nutzen ihr Bettchen nicht nur, um darin nachts zu schlafen. Auch tagsüber wird dort ausgeruht, gedöst und gekuschelt. So viele Stunden, wie sie also darin verbringen, sollte man einige Punkte mehr berücksichtigen, als Form und Farbe. Unsere Hunde sollten einfach gut gebettet sein.

Daher habe ich dir einige wichtige Punkte zusammengestellt, die du bei der Auswahl des Hundebetts unbedingt beachten solltest.

  • Auch wenn Hunde sich oft klein einrollen: der Schlafplatz sollte ausreichend groß sein, damit dein Hund sich komplett ausstrecken kann.
  • Das Bettchen sollte an einem warmen und zugfreien Ort stehen und gut isoliert sein, damit Bodenkälte ferngehalten wird.
  • Hunde fühlen sich gern beschützt, wenn sie ruhen. Ein leicht erhöhter Rand am Hundebett sorgt dafür, dass dein Hund sich ankuscheln kann und seine Körperwärme wird besser reflektiert. Viele Hunde suchen bei zum Beispiel bei ARTHROSE von sich aus die Wärme und lieben es so zu liegen.

Auch diese Punkte sind wichtig bei einem Hundebett:

  • Mache es deinem Vierbeiner einfach, in sein Bettchen zu steigen: der Einstieg sollte besonders bei älteren Hunden oder jenen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates bequem und nicht zu hoch sein.
  • Gut gepolstert ist wichtig: mit dem richtigen Hundebett lassen sich Liegeschwielen vermeiden, von denen gerade ältere Hunde oder solche mit Gelenkerkrankungen betroffen sind.
  • Und der wichtigste Punkt zu Schluss: werfe einen Blick auf das Innenleben des Hundebetts – am besten bevor du es kaufst! Ein gutes Füllmaterial ist der Dreh- und Angelpunkt eines Hundebetts und entscheidet darüber, wie bequem dein Hund tatsächlich liegt. Besonders empfehlenswert sind orthopädische Betten, die über einen sogenannten Memory Foam verfügen. In vielen „normalen“ Hundebetten wird jedoch nur billiger Schaumstoff oder kleine Schaumstoffstücke und Füllwatte verwendet.

Dein geliebter Vierbeiner wird es dir danken, wenn du beim Kauf des nächsten Hundebettchen an diese Punkte denkst und er weich und gut gebettet schlafen kann.

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Schmerzen beim Hund – Wenn der Hund sich nicht setzt und Training nichts nützt – Gastartikel Bothshunde

Schmerzen beim Hund – Wenn der Hund sich nicht setzt und Training nichts nützt – Gastartikel Bothshunde

Schmerzen beim Hund ist großes Thema. Hunde zeigen auf unterschiedliche Weise, dass sie Schmerzen haben. Auch im Verhalten kann sich zeigen, dass ein Hund unter Schmerzen leidet. Da die Themen Schmerz und Verhalten beim Hund sehr eng zusammenhängen, freue ich mich sehr, dass Sarah vom Hundeblog Bothshunde einen Gastartikel auf Doggy Fitness zu diesem Thema veröffentlicht. Aber lese selbst, welche Erfahrungen Sarah im Hundetraining mit dem Thema “Schmerzen & Verhalten” gemacht hat:2527

„Es ist zum Verrücktwerden – Buddy setzt sich einfach nicht mehr hin, wenn ich ihm das Signal gebe. Kannst du mir helfen?“ 
So begann eines meiner Trainings in diesem Jahr. Buddy ist ein 6 Jahre alter Cattle Dog Rüde. Ihn kannte ich schon eine längere Zeit, da seine Halterin Jasmin und ich uns bereits auf einigen Seminaren begegnet waren. Im Alltag war Buddy ein absolut unauffälliger Hund, der sehr gut erzogen war. Außerdem betrieben die beiden gemeinsam Zughundesport und auch da war Buddy äußerst kooperativ und immer voll motiviert.
Dass er sich nun auf Aufforderung nicht mehr hinsetzt, erschien mir schon merkwürdig. Jasmin, die sich mit Hundetraining eigentlich gut auskennt, wusste nicht mehr weiter.
Ich war gespannt auf die Stunde, denn ich vermutete keines der üblichen Probleme, sondern einen Spezialfall.

Jasmin erzählte mir zu Beginn der Stunde, dass Buddy anfangs nur ab und an nicht mehr reagierte. Sie vermutete andere Ursachen und brachte die „Weigerung“ nicht in Zusammenhang mit diesem speziellen Signal. Die beiden waren schon länger nicht mehr im Training – bezogen auf ihren Sport, da Jasmin sich verletzt hatte. „Ich habe es im Alltag schleifen lassen und jetzt habe ich mir alle Signale kaputt gemacht“, folgerte sie.
Ich forschte weiter nach und fand heraus, dass alle anderen Signale, die die beiden im Alltag nutzen durchaus noch problemlos funktionieren. Er würde zwar nicht mehr so schnell wie früher reagieren, aber alles (außer das Sitz) ohne Weiteres ausführen.

Was kommt mir als Hundetrainerin in den Sinn, wenn Hunde plötzliche Verhaltensveränderungen zeigen?

Wenn Verhaltensveränderungen plötzlich und so unerklärlich auftreten, klingeln bei mir zunächst andere Glocken als: „Das Signal sollte neu aufgebaut werden oder es ist ein Fehler im Training passiert“. Welche Optionen ich dabei berücksichtige und welche ich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten abzuklären, das möchte ich dir heute einmal erzählen.

1) Hat der Hund Schmerzen?

Hunde sind sehr gut darin, etwaige Schmerzen nicht offen zu zeigen und das vorhandene Problem bühnenreif zu überspielen. Nur selten bekommen wir Menschen davon etwas mit, solange es nicht wirklich richtig schlimm ist.

Meine Hündin hatte letzten Sommer einen verschobenen Brustwirbel. Weder habe ich das gesehen, noch habe ich ihr wirklich angemerkt, dass etwas weh tut. Wenn du schon einmal Probleme mit verschobenen Wirbeln hattest, dann weißt du, wie unangenehm das ist. Mir fiel lediglich auf, dass meine Hündin nicht mehr sofort auf Aufforderung ins Auto sprang, ich vermutete jedoch nicht sofort eine Einschränkung. Erst als sie auch Veränderungen im Gangbild beim Treppenlaufen zeigte, wurde ich richtig hellhörig und lies sie vom Profi durchchecken. Siehe da, der verschobene Wirbel wurde entdeckt und wieder an die richtige Stelle gebracht. Von da an war das ins-Auto-springen kein Problem mehr.

Vor einigen Wochen war eine Kundin bei mir, deren Hund Probleme mit der Leinenführigkeit hatte. Der Hund hatte Schmerzen beim Stehen und langsam laufen, weil seine Krallen zu lang waren. Die ganze Geschichte zu „101 Methoden zur Leinenführigkeit“ kannst du hier lesen.

Schmerzen können durch verschiedene Ursachen entstehen

Von muskulären Verspannungen oder Überlastungen, über Verletzungen, bis hin zu Gelenkproblemen ist alles denkbar. Manche Schmerzen treten nur kurz auf, andere bleiben dumpf allgegenwärtig. Viele – so wie die Arthrose – werden in ihrer Schmerzintensität stark von den äußeren Bedingungen beeinflusst. Jetzt in der kälteren Jahreszeit werden sich die Tierarztbesuche häufen – bei Hunden, die plötzlich nicht mehr gut laufen.
Hat der Hund Schmerzen, dann ist es völlig normal, dass bestimmte Bewegungen nicht mehr möglich sind. In der Folge wird der Hund vermeiden, diese Bewegung zu machen. Denkbar ist auch, dass Hunde plötzlich aggressiv reagieren, weil ihnen bestimmte Dinge wehtun. Wenn ein Hund Schmerzen beim Laufen hat, dann wird er möglicherweise gereizt auf andere Hunde reagieren, mit denen er sonst gespielt hat, da er mit der Bewegung schmerzen verbindet.

• 2) Gibt es Veränderungen in der Wahrnehmung?

Gerne gesehen sind auch die gereizter werdenden älteren Hunde. Manchmal wird das Verhalten dann abgetan mit „jetzt wird er alt und komisch“. Manchmal steckt aber schlichtweg eine verschlechterte Wahrnehmung dahinter. Sieht oder hört der Hund nicht mehr so gut, kann es sein, dass andere Hunde, die sich schnell nähern ihn erschrecken. Es gibt also eine Ursache. In dem Fall kann die Ursache nicht behoben werden, aber es gibt sie und ich als Mensch kann meinem Hund in solchen Situationen helfen, wenn ich weiß, was ihm Probleme bereitet. Das ist ein klarer Unterschied zu „er wird alt, da kann man nichts machen“.

Tumore und jegliche Gewebeveränderung bringen ebenfalls eine starke Belastung für den Organismus mit und können zu Verhaltensveränderungen führen.

• 3) Gab es einschneidende Erlebnisse/ Fehlverknüpfungen

In Buddys Fall wäre es durchaus denkbar gewesen, dass er das Sitz mit etwas verbindet, das ihm Angst macht.
Ähnlich dem Hund, der Kühe als Schreckensszenario ansieht, weil er beim Anblick einer Kuh einmal an einen Stromzaun geraten ist.
Hund lernen immer und besonders wenn große Emotionen im Spiel sind, dann reicht manchmal schon eine Erfahrung, um einen massiven Eindruck zu hinterlassen. So hätte es durchaus sein können, dass Buddy sich hingesetzt hat und in dem Moment etwas einschneidendes erlebt hat – einen sehr lauter Knall zum Beispiel.

In diesem Fall hätten wir Schritt für Schritt daran arbeiten können, ihm das Setzen, eventuell sogar mit neuem Wortsignal, positiv zu belegen.

Fazit – Training über Probleme hinweg macht keinen Sinn, es gilt die Problemursache zu finden!

Bei Schmerzen und körperlichen Veränderung bin ich als Hundetrainerin nicht der Profi um genau alle Details zu kennen und schon gar nicht um die Probleme zu lösen. Gleichzeitig sollte ein guter Trainer erkennen können – oder zumindest die Möglichkeit im Hinterkopf haben-, dass eine „Weigerung“ des Hundes auch immer andere Ursachen haben kann. Hier gilt es zunächst alle körperlichen Fragen abzuklären, bevor man ins weitere Training mit dem Hund einsteigt. Denn ein Training auf Biegen und Brechen durchzuziehen – solange noch körperliche Beschwerden bestehen -, ist in meinen Augen mehr als unfair.

Bei Buddy war es schlussendlich so, dass er durch eine wilde Toberei mit einem der Kumpels eine Zerrung im Oberschenken hatte und sich die Hüfte leicht verschoben hatte. Nachdem beide Probleme behoben waren, lief er wieder beschwerdefrei und auch das „Sitz“ konnte er gewohnt schnell und zuverlässig umsetzen.

Zur Person, Sarah Both von Bothshunde:

Mein Name ist Sarah Both und ich möchte dir zu einem entspannteren Umgang mit deinem Hund verhelfen.
In diesem Zusammenhang gibt es für mich nichts Schöneres als wortloses Verstehen zwischen Mensch und Hund.
Mein Ziel ist es, im Einklang mit dem Hund und der Natur zu leben. Den Weg zu dieser Idylle möchte ich auch dir und deinem Hund ebnen. Ganz besonders am Herzen liegen mir hierbei die nervösen (hyperaktiven, sensiblen) Hunde dieser Welt. Ich zeige dir den Weg zum entspannten Alltag. Aber auch gemütlichere Charaktere können ihre Problemchen haben. – Löse gemeinsam mit mir deine alltäglichen Hundeprobleme.
Das Feedback meiner Kunden im Training vor Ort und auch Online ist für mich so toll, es freut mich sehr, dass ich mir meiner Arbeit vielen Menschen dabei helfen kann einen stressfreien Alltag mit entspannten Hunden zu leben.

Viele weitere spannende Artikel von Sarah findest du übrigens auf ihrem Blog BOTHSHUNDE. Ich kann dir wirklich sehr empfehlen, dort vorbeizuschauen!

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Deine Tina

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