Kreuzbandriss beim Hund – die wichtigsten Symptome

Kreuzbandriss beim Hund – die wichtigsten Symptome

Der Kreuzbandriss beim Hund ist eine häufige Gelenkerkrankung. Dabei ist es meistens das vordere Kreuzband, das reisst. Damit es zum Kreuzbandriss kommt, reicht oft ein sogenanntes Bagatelltrauma. Dazu gehört z.B. eine falsche Bewegung beim Spiel oder das Treten in ein Erdloch.

Ist das Kreuzband teilweise oder ganz eingerissen, wird das Kniegelenk instabil. Es entsteht Arthrose und auch die Menisken werden in Mitleidenschaft gezogen. Im Kniegelenk entsteht eine Entzündung. In der Folge schwillt die Gelenkkapsel an. Dies ist eine Reaktion des Körpers. Sie gibt dem Kniegelenk wieder mehr Stabilität. Neben dem Hauptgeschehen im Kniegelenk wird auch der restliche Körper in Mitleidenschaft gezogen. Die starke Lahmheit fördert Verspannungen in den überbelasteten Bereichen wie z.B. der Rückenmuskulatur und den Schultermuskeln.

Kreuzbandriss beim Hund – Was sind die Symptome?

  • Ein Kreuzbandriss beim Hund hat sehr typische Anzeichen
  • In den ersten 1-3 Tagen nach dem Trauma lahmt der Hund sehr stark
  • Viele Hunde laufen häufig nur dreibeinig
  • Das Knie ist geschwollen und erwärmt
  • Dann scheint sich die Situation wieder zu verbessern
  • Die Lahmheit wird weniger
  • Oft denken Hundebesitzer dann, dass sich ihr Hund nur vertreten hat
  • Wenn der Hund wieder intensiver belastet, verschlimmert sich die Lahmheit massiv.
  • Oft treten die Hunde nur noch mit der Zehenspitze auf oder nutzen das Bein gar nicht mehr
  • Der Hund hat starke Schmerzen und das Strecken und Beugen des Knies ist daher nahezu unmöglich
  • Hinzu kommt, dass er am Knie sehr berührungsempfindlich ist
  • Wenn sich der Vierbeiner hinsetzt, winkelt er das Bein zur Seite gestreckt ab und setzt sich schräg hin
  • Das kommt daher, dass er das Knie bei einem Anriss oder Riss kaum mehr beugen kann
  • Ursache dafür sind die Schwellung im Gelenk und die Schmerzen.

Wenn dein Hund eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, empfehle ich dir dringend, ihn deinem Tierarzt vorzustellen. Sie deuten auf einen Kreuzbandriss hin, können aber natürlich auch ein Anzeichen für andere Erkrankungen im Kniegelenk sein.

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PS: Leidet dein Hund auch unter einer Erkrankung des Bewegungsapparates oder du hast einen Seniorhund, dem du zu mehr Mobilität und Fitness verhelfen willst? Dein Hund ist noch fit und du möchtest präventiv aktiv werden? Dann hast du jetzt die Möglichkeit, ihn aktiv zu unterstützen. Schau bitte unbedingt bei meinen Video Online Kursen für Hundehalter vorbei! Ich bin mir sicher, es ist der passende Kurs für deinen Vierbeiner dabei! ZUR KURSÜBERSICHT

Alles Liebe

Deine Tina

Schneller Notfallhelfer bei Schmerzen und Co. – Quarkwickel beim Hund

Schneller Notfallhelfer bei Schmerzen und Co. – Quarkwickel beim Hund

Wenn ich Hundehalter frage, ob sie Quarkwickel kennen, sagen die Meisten „Ja klar“. Meistens haben sie aber nicht darüber nachgedacht, dass sie ihrem Hund damit etwas Gutes tun können. Dabei liegen die einfachsten Dinge meistens so nah. Ich liebe diese althergebrachten und in ihrer Wirkung erprobten „Hausmittel“, die von Generation zu Generation weitergetragen werden.

Das Beste daran ist, dass sie in der Regel sehr einfach anzuwenden sind und man alles im Haus hat, was dafür benötigt wirkt. Deshalb möchte ich dir heute den Quarkwickel empfehlen, den ich schon vielen Hundehaltern ans Herz gelegt habe. Der Quarkwickel ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Am effizientesten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung/Reizung

Wie wirkt der Quarkwickel?

Allgemein wird durch Kälte die Geschwindigkeit der Nervenfasern herabgesetzt, die den Schmerz leiten. Daher wirkt Kälte schmerzlindernd, vor allem bei akuten Schmerzen. Zusätzlich sorgt Kälte dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen. Damit wird die Durchblutung gebremst und der Zellstoffwechsel reduziert. Somit wirkt sie entzündungshemmend und abschwellend.

Quark selbst zeichnet noch eine Besonderheit aus:

Einer der Hauptbestandteile von Quark ist Kasein. Wenn Kasein über die Haut einwirkt, wirkt es entzündungshemmend. Dadurch das Quark einen sehr hohen Flüssigkeitsgehalt hat, verdunstet diese und erzeugt so eine angenehm kühlende Verdunstungskälte.

Wann hilft ein Quarkwickel deinem Hund?

Wie macht man ihnrichtig?

Nehme den Quark am Besten einige Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank, damit er nicht zu kalt ist. Streiche den Quark ca. 0,5 cm auf ein Leinentuch und schlage es wie ein flaches Päckchen zusammen. Lege das Päckchen auf die Stelle auf, die du behandeln möchtest.

Lasse den Wickel 10-15 Minuten aufliegen. Wenn er Quark warm und bröselig wird, solltest du den Wickel runternehmen. Auch wenn der Quark keinen direkten Hautkontakt hat, entfaltet er seine volle Wirkung.

TIPP:

Da der Quark die entzündlichen Stoffe aufnimmt, ist es wichtig, dass dein Hund den Quark nach der Anwendung nicht ableckt. Wenn Snowy einen Quarkwickel bekommt, ist sie auch immer ganz heiß auf den Quark. Ich lasse daher einfach einen kleinen Löffel übrig, den sie immer genüsslich abschleckt.

Wann ist der Quarkwickel tabu?

  • Offene Wunden
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • Schwere Herzerkrankungen
  • Arterielle Durchblutungsstörungen
  • Karzinom
  • Überempfindlichkeit gegen Kälte

Bitte beachten!

Halte deinen Hund während der Anwendung unter Beobachtung, um Verbrennungen und Überreaktionen zu vermeiden. Er muss jederzeit die Chance haben zu entweichen, wenn die Kälte unangenehm ist. Kontrolliere bitte auch in regelmäßigen Abständen die Stelle, die du mit dem Quarkwickel behandelst.

Wie oft?

Nach Bedarf kannst du die Anwendungen beliebig oft wiederholen.

Du möchtest selbst aktiv werden und etwas für die Fitness und Gesundheit deines Vierbeiners tun? Dann schau doch bei meinen ONLINE VIDEO KURSEN VORBEI! Es ist garantiert der passende Kurs für dich und deinen Hund dabei!

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Deine Tina

Dog Story 4 Bella – Kampf dem Kreuzbandriss

Dog Story 4 Bella – Kampf dem Kreuzbandriss

Bella turnt gegen den Kreuzbandriss

Die kleine Bella ist nach ihrem Kreuzbandriss nun schon mitten in der Reha. Sie genießt die entspannenden Massagen sehr, da sich innerhalb kürzester Zeit Verspannungen durch die Fehlbelastung gebildet haben. Nach anfänglicher Aufregung schließt sie sogar nach einiger Zeit die Augen und ist sogar schon während der Massage eingeschlafen. Auch die Lasertherapie und das Magnetfeld helfen ihr sehr zur Schmerztherapie und Unterstützung des Heilungsprozesses.

Bellas Frauchen ist ganz diszipliniert und trainiert mit Bella täglich. Da die Übungen für Bella und ihre Besitzerin unkompliziert und einfach zu erlernen sind, lassen sie sich prima in den täglichen Ablauf integrieren. 

Mit folgenden Übungen haben wir das tägliche Training gestartet:

Pfoten anheben: Trainiert Muskulatur, Koordination und Balance

Steh Sitz Transfer: Trainiert Kraft, Muskulatur, Koordination und Beweglichkeit der Hinterläufe

Stretching Rücken: Stretcht die Rückenmuskulatur, unterstützt die Beweglichkeit des Rückens, Trainiert zusätzlich Balance und Körpergefühl

Auch wenn Bella unter einem Kreuzbandriss leidet, ist es wichtig, dass wir ihren ganzen Körper fit und beweglich halten.

Hat das „magische Haargummi“ gehalten was es verspricht?

Auch der Trick mit dem Haargummi an Bellas Hinterbein ist genial. Die anfängliche Sorge von Bellas Besitzerin, die könnte versuchen, es abzunehmen, war unbegründet. Bella setzt ihr Hinterbein tatsächlich viel häufiger auf, wenn auch noch sehr zaghaft. Wenn sie langsam und kontrolliert im Schritt geht, nutzt sie das Bein vorsichtig bei fast jedem Schritt.

Die große Herausforderung beim Kreuzbandriss: den Wirbelwind ruhig halten!

Es ist schwierig den kleinen Wirbelwind immer so ruhig zu halten, wie es sein sollte. Sie sieht ihre Hundefreundin Gucci wild rennen und möchte zu gern mitlaufen. Und auch die eine oder andere Spielaufforderung von Gucci kann sie einfach nicht ausschlagen. Und das Frauchen kann die Kleine nicht 24 Stunden bewachen. Eine schwierige Situation. Dennoch versucht sie, Bella so ruhig wie möglich zu halten.

Großartig findet Bella die Spaziergänge im Tragegeschirr und die kleinen Schnupperpausen mit ihrer Hundefreundin zwischendurch. Dabei sein ist alles für sie!

PREVIEW: So geht es weiter…

Bella war beim Tierarzt. Was sagt er zu Bellas Fortschritten? Bella durchlebt ihre erste „Reha-Trotzphase“. Was das heißt und welche Folgen das für Bella haben kann, verrate ich dir in meinem nächsten Artikel!

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Deine Tina

Dog Story 3 Bella – Rehabeginn nach dem Kreuzbandriss

Dog Story 3 Bella – Rehabeginn nach dem Kreuzbandriss

Bella startet nach der Diagnose “Kreuzbandriss” mit der Reha

Bei der kleinen Bella ging es hoch her. Der Schock nach dem Kreuzbandriss war groß. Die Optionen wurden abgewägt und eine Entscheidung getroffen: Bellas Kreuzbandriss soll nicht operiert werden. Nun soll es schnell weitergehen, damit wir bei Bella´s Genesung keine Zeit verlieren und bleibende Schäden vermieden werden.

Wir haben bereits erste Maßnahmen für Bella´s tägliches Leben definiert. Dazu gehören sehr kurze Spaziergänge, an der Leine im Schrittempo. Bella soll keine Treppen steigen, nicht springen, rennen und spielen. Das hat in den ersten Tagen nachdem ich Bella kennenlernte auch toll geklappt und Bella´s Besitzerin ist wahnsinnig diszipliniert. Das hilft der kleinen Maus ungemein.

Wir sind nun drei Wochen nach dem Kreuzbandriss. Die Kleine kommt schon ohne Schmerzmittel zurecht und es ist nur eine geringe Schwellung und Erwärmung im Gelenk zu spüren.

Bellas Trainingsziele zur Heilung des Kreuzbandriss sind definiert:

  • Sie soll keine Schmerzen haben
  • Verspannungen sollen gelöst werden, damit sie sich insgesamt wieder besser und weniger verkrampft bewegt
  • Sie muss ihrem Hinterbein wieder vertrauen und es benutzen
  • Wir müssen Muskulatur aufbauen, um die Gelenke zu entlasten und vor allem das andere Knie zu entlasten.
  • Ein gesunder und normaler Bewegungsablauf

Bella bekommt ihren eigenen Trainingsplan – speziell für den Kreuzbandriss

Um die Zeit zwischen den Behandlungen sinnvoll zu nutzen, und damit Bella schnell wieder fit wird, bekommt Bella einen Trainingsplan. Mit den einfachen aber effektiven Übungen unterstützt Bella´s Frauchen täglich die Genesung. Es macht übrigens nicht die Menge der Übungen, sondern wie effektiv sie miteinander kombiniert werden. Auch in diesem Fall gilt: „Viel hilft nicht viel.“ Wichtig ist dabei, dass wir uns nicht nur auf ihr Bein mit dem Kreuzbandriss konzentrieren, sondern auch den restlichen Körper im Auge behalten. Das heißt, wir trainieren neben der Muskulatur und Beweglichkeit des Hinterbeins auch den restlichen Körper, ihr Körpergefühl, ihre Balance und Beweglichkeit.

In der ersten Woche starten wir mit folgenden Übungen:

Pfoten anheben: Trainiert Muskulatur, Koordination und Balance

Steh-Sitz Transfer: Trainiert Kraft, Muskulatur, Koordination und Beweglichkeit der Hinterläufe

Stretching Rücken: Stretcht die Rückenmuskulatur, unterstützt die Beweglichkeit des Rückens, Trainiert zusätzlich Balance und Körpergefühl

Ein großes Problem, dass oft vor allem kleinere Hunde haben, wenn sie eine Verletzung am Lauf haben: sie kompensieren sehr gut und kommen perfekt auf drei Beinen zurecht. Das macht es schwer, sie dazu zu bringen, ihr verletztes Bein wieder zu nutzen. Sie „vergessen“ es förmlich und es gehört nicht mehr zu ihrem Körper.

Dafür gibt es einen genialen Trick, den wir auch bei Bella anwenden:

„Das magische Haargummi“: Bellas Frauchen legt ihr ein Haargummi oberhalb der Pfote des betroffene Beins an. Wichtig ist, darauf zu achten, dass es nicht einschneidet und unangenehm ist. Durch das Haargummi nimmt Bella ihr Bein bewusst wahr und unterstützt dabei, es schneller zu nutzen. Der Verlust der Muskulatur wird verringert, die Überlastung des andern Hinterbeins, des Rückens und der Vorderläufe ist geringer.

Ein ganz wichtiges Thema ist übrigens auch der (wunde) Punkt Futter:

Die kleine Bella hat eine tolle Figur. Damit das so bleibt und sie in der Phase der geringeren Bewegung nicht zunimmt und so die Gelenke noch mehr belastet, wird ihre Futterration auf die aktuelle Bewegung angepasst. Und was erst einmal auf den Rippen ist, geht umso schwerer wieder runter.

PREVIEW: So geht es weiter…

Wie wird Bella die Übungen annehmen und wie kooperativ ist sie? Funktioniert der Trick mit dem Haargummi wirklich?! Wie die ersten Trainingseinheiten laufen und wie die Herausforderungen im Alltag sind; dass teile ich in meinem nächsten Beitrag mit dir! 

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Deine Tina

Dog Story 2 Bella – Operation des Kreuzbandriss oder nicht?!

Dog Story 2 Bella – Operation des Kreuzbandriss oder nicht?!

Was machen wir nun mit dem Kreuzbandriss?

Die Diagnose des Kreuzbandrisses war für Bella´s Frauchen ein echter Schock. Damit hatte niemand gerechnet. Nun musste eine Entscheidung getroffen werden. Soll Bellas Kreuzbandriss operiert werden, oder versucht man ihn ohne Operation zu behandeln?

Im Fall von Bella war die Entscheidung schnell getroffen

Das Narkoserisiko durch Bellas Gaumensegel ließ ihre Besitzerin keine Sekunde zögern. Eine Operation sollte unbedingt vermieden werden. Die Angst, dass sie die Narkose nicht überlebt, war einfach zu groß. Der Tierarzt verschrieb ihr entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente. Begleitend soll Bella Physiotherapie bekommen. So traf ich Bella und darf sie auf ihrem Weg der Genesung begleiten.

Bellas Besitzerin hat große Sorge um Bella. Die Situation ist völlig neu für sie und es ist einfach schlimm zu sehen, dass es dem eigenen Vierbeiner schlecht geht. Gleichzeitig macht sich eine große Hilflosigkeit breit.

Der Kreuzbandriss hat für Bella schnell spürbare Folgen:

  • Die Muskulatur an Bella´s betroffenem Bein wurde schnell schwächer. Binnen weniger als zwei Wochen ist Bellas linker Hinterlauf deutlich dünner geworden.
  • Die Muskulatur am Rücken, ihren Vorderbeinen und am rechten Hinterbein ist verspannt und schmerzt. Sie bewegt sich nicht mehr gern.
  • Gerade bei so kleinen Hunden wie Bella besteht das Risiko, dass sie schnell kompensieren und gut auf drei Beinen zu Recht kommen. Sie vergessen das vierte Bein und nutzen es nicht mehr. Das macht es dann zu einer echten Herausforderung, einen gesunden Bewegungsablauf zu trainieren.

Weitere Folgen und Risiken können sein:

  • Es entsteht Arthrose im betroffenen Knie.
  • Durch die Überbelastung der anderen Gelenke, besteht auch hier das Risiko von Arthrose.
  • Es kann im Laufe der Zeit ein Kreuzbandriss im anderen Knie entstehen, da es durch die vermehrte Belastung noch mehr strapaziert wird und leidet.

Also haben wir folgende Herausforderungen bei Bella:

  • Sie soll keine Schmerzen haben.
  • Verspannungen sollen gelöst werden, damit sie sich insgesamt wieder besser und weniger verkrampft bewegt.
  • Sie muss ihrem Hinterbein wieder vertrauen und es benutzen.
  • Wir müssen Muskulatur aufbauen, um die Gelenke zu entlasten und vor allem das andere Knie zu entlasten.
  • Sie soll wieder einen gesunden und normalen Bewegungsablauf haben.

Die ersten Maßnahmen für Bella

  • Bella läuft nur sehr kurze Strecken und diese möglichst im Schritt.
  • Aufgrund ihrer Größe kann sie Treppen hoch und auch ins Auto getragen werden.
  • Sprünge, Rennen und wildes Spiel mit Hundefreundin Gucci sind aktuell tabu.

Zu den körperlichen Schmerzen kommt hinzu, dass Bella´s Erkrankung auch Auswirkungen auf ihre Stimmung und ihr Verhalten hat. Das ist gar nicht ungewöhnlich, denn körperliche Gebrechen beeinflussen immer auch die Psyche. Bella ist nervöser, etwas ängstlicher und fühlt sich so gar nicht mehr wohl in ihrer Haut.

Eine ganz tolle Idee hatte da Bella´s Frauchen

Bella´s Frauchen hat ein Tragegeschirr gekauft. So kann Bella weiterhin überall dabei sein. Bella kann ihre Hundefreundin und die Besitzerin auch weiterhin auf Spaziergängen begleiten. Zwischendurch wird sie immer wieder zum Schnüffeln und für kurze Bewegungseinheiten runtergelassen.Eine ganz tolle Lösung insbesondere für kleine Hunde, damit sie auch weiterhin am Leben weitestgehend teilhaben können. Gerade in Mehrhundehaushalten vereinfacht es die Abläufe enorm.

PREVIEW: So geht es weiter…

Bella wird einen Trainingsplan bekommen, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. So kann Bella´s Frauchen auch in den Tagen, an denen wir uns nicht sehen, mit Bella trainieren und eine schnelle Genesung unterstützen. Wie die Übungen aussehen, mit welchem Trick wir Bella dazu bringen ihr Bein wieder bewusst zu nutzen, wie die ersten Trainingseinheiten laufen und wie die Herausforderungen sind, das teile ich in meinem nächsten Beitrag mit dir!

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Deine Tina

 

Dog Story 1 Bella – Zwergspitzmädchen mit Kreuzbandriss

Dog Story 1 Bella – Zwergspitzmädchen mit Kreuzbandriss

Diagnose Kreuzbandriss – plötzlich ist alles anders

In meiner neuen Beitragsreihe „Dog Story“ stelle ich euch einige Hunde vor, deren Geschichte mich sehr berührt und die ich über einen langen Zeitraum begleite.

Das Hundemädchen Bella – ich möchte Bellas Schicksal und ihren Genesungsweg mit dir teilen. Alle Hoch´s und Tief´s, alle Fortschritte und auch die Herausforderungen.

Doch wer ist Bella?!

Bella ist ein kleines schokobraunes Zwergspitzmädchen. Sie ist neun Jahre alt und leidet unter einem Gaumensegel. Ansonsten ist die kleine Maus quietschfidel und für ihr Alter topfit und aktiv. Sie liebt es mit ihrem Frauchen und ihrer Hundefreundin Gucci spazieren zu gehen und ist auch sonst gern überall dabei und sie liebt Besuche im Café. Dort geschah es auch schon, dass Unsummen geboten wurden, um sie ihrem Frauchen abzuluchsen. Doch Bella wird nicht hergegeben, für kein Geld der Welt. Obwohl sie mit ihren süßen Ohren einfach zum Klauen ist!

Bella und ihrem Frauchen ist etwas passiert, was viele Hundebesitzer selbst schon durchlebt haben:

Bella freute sich unbändig und ist wie so oft ist sie an ihrem Frauchen hochgesprungen, um sie zu begrüßen. Ein kurzes Aufjaulen und dann der große Schock: plötzlich wollte sie ihr linkes Hinterbeinchen nicht mehr belasten.

Hatte sie sich nur vertreten?

Die Vermutung lag nahe, denn Bella war bis dahin immer fit und zeigte keine Beschwerden. Doch auch nach ein paar Tagen zeigte sich keine Besserung. Mehr als ein zaghaftes Auftippen mit der linken Hinterpfote wollte einfach nicht gelingen. Bella hatte starke Schmerzen. Sie winkelte bei Hinsetzen ihr Beinchen ab, konnte ihr Knie nicht mehr Beugen.

Der Gang zum Tierarzt brachte die Diagnose: Bella hat einen Kreuzbandriss

Die Symptome, die Bella zeigte, waren ganz klassisch für einen Kreuzbandriss:

  • Dreibeiniges Laufen
  • Auftreten häufig nur mit der Zehenspitze
  • Schmerzhaftigkeit beim Strecken und Beugen des Knies
  • Berührungsempfindlichkeit des Knies
  • Abgewinkeltes Bein beim Hinsetzen

Zusätzlich können noch auftreten:

  • Es kann eine kurzzeitige Verbesserung der Lahmheit auftreten gefolgt von einer massiven Verschlimmerung, wenn der Hund wieder mehr belastet
  • Starke Schwellung und Erwärmung des Knies

Auch die Entstehung des Kreuzbandrisses war typisch!

Ein Bagatelltrauma reicht, um das Kreuzband zum Reißen zu bringen. In diesem Fall, das freudige Hochspringen am Frauchen. Das kann z.B. auch beim Spiel oder Treten in ein Erdloch passieren.

Aber wie kann das so plötzlich passieren? 

Das passiert, weil es in der Regel eine genetische Vorbelastung ist, die einen vorzeitigen und fortschreitenden Verschleiß des Kreuzbands begünstigt. Und dann genügt ein kleiner Auslöser, um das verschlissene Kreuzband zum Reißen zu bringen. Übergewicht, Über- und Fehlbelastung können einen Kreuzbandriss dann noch fördern. Meist sind es mittelgroße bis große Hunde, die einen Kreuzbandriss erleiden.

Außergewöhnlich ist, dass Bella betroffen ist. Bella ist schlank, hat keinen Sport betrieben, der ihre Gelenke belastet und als Zwergspitz gehört sie zu einer kleinen Rasse.

Doch was nun tun? Wie soll Bellas Kreuzbandriss behandelt werden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Kreuzbandriss chirurgisch zu behandeln. Dazu gehören die TTA, die TPLO, Kapselraffung und natürlicher oder künstlicher Bandersatz. Im Anschluss erfolgt die Physiotherapie. Alternativ kann man den Kreuzbandriss konservativ behandeln, mittels Gabe von schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten und begleitender Physiotherapie.

PREVIEW: So geht es weiter…

Zu welchem Weg sich Bella´s Frauchen entscheidet, wie schnell Bella die Folgen des Kreuzbandrisses zu spüren bekommt, was ab jetzt absolut tabu ist und wie wir die kleine Bella wieder fit bekommen wollen. Das alles erzähle ich dir in meinem nächsten Beitrag zum Zwergspitzmädchen Bella.

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Deine Tina

Zwei aktive Übungen beim Kreuzbandriss zum Nachmachen

Zwei aktive Übungen beim Kreuzbandriss zum Nachmachen

Diese Übungen helfen deinem Hund mit Kreuzbandriss

Kreuzbandriss beim Hund war das Thema meines letzten Blogbeitrages. Dort habe ich dir das Krankheitsbild vorgestellt und die Folgen für deinen Hund erklärt. Heute verrate ich dir zwei gute Übungen, mit denen du einen Hund mit einem Kreuzbandriss unterstützen kannst. Mit den Übungen trainierst du gezielt die betroffene Muskulatur, einen normalen Bewegungsablauf, die Beweglichkeit und Koordination. Viele Hunde zögern nach einem Kreuzbandriss, das betroffene Bein wieder zu belasten. Diese beiden Übungen sind speziell darauf ausgerichtet, wieder Vertrauen in die Belastung des Beines zu fassen.

Die erste Übung ist das Slalom

 Und so funktioniert sie:

Du benötigst für die Übung 4-5 Hindernisse, damit dein Hund in einen Bewegungsfluss kommt. Zuhause kannst du beispielsweise auf kleine Bücherstapel zurückgreifen. Im Garten eignen sich Blumentöpfe. Wichtig ist sie sollten nicht zu klein sein damit dein Hund nicht in Versuchung kommt darüber zu springen. Du baust die Slalomhindernisse in gerader Linie auf ebenem Boden auf. Der Abstand ist mit ca. einer Hundelänge optimal. Nun führst du deinen Hund langsam an der kurzen Leine um die Hindernisse. Ist dein Hund sehr aufgeregt? Dann lasse ihn kurz absitzen, bevor es um die Hindernisse geht. Das Ganze sollte so langsam wie möglich passieren. Nur so verinnerlicht das Gehirn deines Hundes, wie die korrekte und gesunde Bewegung sein soll. Und ganz wichtig, lobt den Hund, wenn er es richtig gemacht hat. Am Ende angekommen lässt du deinen Hund wieder kurz absitzen, bevor es wieder zurück geht.

Ich empfehle dir die Übung einmal täglich mit je zwei Wiederholungen durchzuführen.

Der Effekt

Mit dem Slalom Training schulst du Beweglichkeit, einen normalen Bewegungsablauf und Koordination. Dein Hund verlagert sein Gewicht von der einen Körperhälfte auf die andere und belastet seine Beine gleichmäßig. Das Vertrauen und die Wahrnehmung in seinen Körper werden verbessert. Die Muskulatur allen vier Läufen und des Rückens wird gestärkt.

Zusätzlicher Effekt: Beim Absitzen jeweils zu Beginn und am Ende des Durchgangs trainiert dein Hund zusätzlich die Beugung und Streckung des Knies.

Die zweite Übung ist das „Pfote anheben“

Und so funktioniert die Übung:

Dein Hund steht auf rutschfestem Untergrund und du hockst neben deinen Hund. So kannst du ihn stützen, falls er aus dem Gleichgewicht kommt. Du greifst den Vorderlauf (oberhalb der Pfote), hebst ihn leicht an und entlastest das Bein für etwa 3-5 Sekunden. An den Hinterläufen greifst du ebenfalls oberhalb der Pfote und beugst den Lauf dabei leicht. So wie du es machst, wenn du deinem Hund die Pfote abtrocknest. Auch wenn die Übung einfach aussieht, Effekt und Anstrengung sind hoch, gerade wenn dein Hund einen Schwachpunkt im Bewegungsapparat hat.

Beginne mit zweimal täglich zwei Wiederholungen pro Lauf. Die Dauer des Haltens kann bis auf 15 Sekunden gesteigert werden und auch die Wiederholungen kannst du erhöhen.

Der Effekt

Du kräftigst mit der Übung, die Muskulatur der Läufe und trainierst die Koordination deines Hundes. Denn jedes Mal wenn du einen der drei gesunden Läufe anhebst, belastet der Hund das Bein, das durch den Kreuzbandriss geschwächt ist.

Extratipp für deinen Hund mit Kreuzbandriss

Wenn dein Hund nach einem Kreuzbandriss sein Füßchen nicht belasten möchte, lege ihm ein Haargummi um das betroffene Hinterbein (oberhalb der Pfote) des betroffenen Hinterlaufes. Das macht ihm sein Bein bewusst und unterstützt dabei, dass er wieder alle vier Beine benutzt.

Berücksichtige bei euren Trainingseinheiten immer die Tagesform deines Hundes. Auch dein Hund ist nicht jeden Tag gleich gut drauf und leistungsfähig.

Los geht´s! Viel Spaß beim Training mit deinem Hund! Du hast Fragen zu den Übungen oder wünschst dir Tipps zu anderen Krankheitsbildern? Dann schreibe mir gern einen Kommentar oder eine Nachricht!

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Deine Tina

Kreuzbandriss beim Hund – alles was du wissen musst!

Kreuzbandriss beim Hund – alles was du wissen musst!

Kreuzbandriss beim Hund

Der Kreuzbandriss ist eine häufige Gelenkerkrankung beim Hund. In den meisten Fällen ist das vordere Kreuzband betroffen. Es reicht oft ein sogenanntes „Bagatelltrauma“ ihn auszulösen. Das ist z.B. das Treten in ein Erdloch oder eine falsche Bewegung beim Spiel.

 Wie ist das Kniegelenk deines Hundes aufgebaut?

Das Knie ist das komplexeste Gelenk deines Hundes. Es wird gebildet aus dem Oberschenkel, dem Schienbein, dem Wadenbein und der Kniescheibe. Zusätzlich wird es durch verschiedene Bestandteile stabilisiert. Hierzu gehören Muskeln, die Menisken, die Gelenkkapsel und das Kniescheibenband. Es gibt 2 Seitenbänder, die ein seitliches Abknicken verhindern. Und dann gibt es die Kreuzbänder, die das Knie nach vorne und nach hinten stabilisieren.

Wie entsteht ein Kreuzbandriss? Welche Hunde sind betroffen?

Häufig sind mittelgroße bis große Hunde betroffen. In der Regel begünstigt eine genetischen Vorbelastung den vorzeitigen und fortschreitenden Verschleiß der Kreuzbänder. Auch zu viel oder falsche Belastung und Übergewicht, fördern einen Riss. Es entstehen kontinuierlich kleine Risse im Band. Irgendwann reicht eine falsche Bewegung und das Kreuzband reißt. Ein Trauma alleine ist eher selten alleinige Ursache. Es ist nur der Auslöser. Bei vielen Hunden reißt das vordere Kreuzband am zweiten Hinterbein im Laufe der Zeit ebenfalls.

Die Folgen

Ist das Kreuzband teilweise oder ganz eingerissen, wird das Kniegelenk instabil. Es entsteht Arthrose. Dabei werden auch die Menisken in Mitleidenschaft gezogen. Es entsteht eine Entzündung und die Gelenkkapsel schwillt an. Dies ist eine Reaktion des Körpers. Sie sorgt dafür dem Kniegelenk wieder mehr Stabilität zu geben. Das massive Lahmen fördert Verspannungen in den überbelasteten Bereichen wie z.B. der Rückenmuskulatur.

Was sind die Symptome?

Der Kreuzbandriss zeigt meist eine sehr typische Symptomatik. In den ersten 1-3 Tagen nach dem Trauma lahmt der Hund sehr stark. Viele Hunde laufen häufig nur dreibeinig. Das Knie ist geschwollen und erwärmt. Dann scheint sich die Situation wieder zu verbessern. Die Lahmheit wird weniger. Oft denken Hundebesitzer dann, dass sich ihr Hund nur vertreten hat. Wenn der Hund wieder intensiver belastet, verschlimmert sich die Lahmheit massiv. Oft treten die Hunde nur noch mit der Zehenspitze auf oder nutzen das Bein gar nicht mehr.

Welche Anzeichen gibt es noch?

Der Hund hat starke Schmerzen und das Strecken und Beugen des Knies ist daher nahezu unmöglich. Hinzu kommt, dass er am Knie sehr berührungsempfindlich ist. Wenn sich der Vierbeiner hinsetzt, winkelt er das Bein zur Seite gestreckt ab und setzt sich schräg hin. Das kommt daher, dass er das Knie bei einem Anriss oder Riss kaum mehr beugen kann. Ursache dafür sind die Schwellung im Gelenk und die Schmerzen.

Wie wird der Kreuzbandriss diagnostiziert?

Die sehr typischen Symptome geben oft schon deutliche Hinweise, ob ein Kreuzbandriss bei deinem Hund vorliegt. Um die Diagnose zu sichern, wendet der Tierarzt den Schubladentest und/oder den Tibiakompressionstest an. Auch der “Sitztest“ kann Aufschluss darüber geben, ob ein Kreuzbandriss vorliegen kann. Mit einer seitlichen Röntgenaufnahme kann zudem festgestellt werden, ob sich Arthrose gebildet haben. Auch inwieweit es zu Veränderungen im Kniegelenk gekommen ist, die auf einen Riss hinweisen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung. Zum einen gibt es chirurgische Verfahren, wie die TPLO, die TTA, die Kapselraffung und den natürlichen oder künstlichen Bandersatz. Je nach Verfahren sind sie unterschiedlich invasiv und verändern zum Teil die Biomechanik des Gelenks.

Wenn du eine Operation vermeiden möchtest

Eine konservative Behandlung, in Absprache mit dem Tierarzt, kann sinnvoll sein. Dabei werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamenten gegeben. Gerade bei Hunden bis 15 kg und auch bei älteren Hunden kann und sollte eine konservative Therapie versucht werden. Auch bei Hunden die nicht sportlich geführt werden, wird vermehrt die konservative Behandlung  durchgeführt. Sowohl nach einer chirurgischen Behandlung des Kreuzbandrisses als auch ohne OP führt kein Weg an einer Physiotherapie vorbei. Es ist wichtig, die Muskulatur und die Beweglichkeit zu trainieren. Die Verspannungen der überlasteten Muskulatur werden gelöst. Ein normaler Bewegungsablauf und das Vertrauen in das betroffene Hinterbein wird trainiert. Nur so kann dein Hund sich beschwerdefrei bewegen und vollständig gesunden.

Damit du deinen Hund aktiv unterstützen kannst, zeige ich dir in meinem nächsten Blogartikel zwei effektive und leicht umzusetzende Übungen zum Nachmachen. Damit trainierst du die Muskulatur, die Beweglichkeit und das Vertrauen in das betroffene Hinterbein.

Du möchtest selbst aktiv werden und etwas für die Fitness und Gesundheit deines Vierbeiners tun? Dann schau doch bei meinen ONLINE VIDEO KURSEN VORBEI! Es ist garantiert der passende Kurs für dich und deinen Hund dabei!

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Deine Tina

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