Was passiert, wenn dein Hund alt wird? – wichtige Veränderungen im Hundekörper

Was passiert, wenn dein Hund alt wird? – wichtige Veränderungen im Hundekörper

Wir können es nicht verhindern: irgendwann werden unsere Hunde älter – doch was passiert im Körper wenn dein Hund alt wird?Das Altern ist ein biologischer Prozess, der sich nicht verhindern oder rückgängig machen läßt. Allerdings können wir die sogenannte Rückbildungsphase beeinflussen und verzögern.

Sichtbare äußere Veränderungen – Fell & Krallen & Co.

Rein äußerlich stellen wir die ersten Anzeichen des Alterns bei unseren Vierbeinern meist schleichend fest. Dazu gehören, das Ergrauen des Fells im Kopfbereich sowie schlechtere Seh- und Hörvermögen. Die Beweglichkeit und die Bewegungsfreude, sowie die Kondition lassen nach. Häufig verlieren die Vierbeiner Muskulatur und wirken sogar „eingefallen“. Unsere Hunde haben ein erhöhtes Schlaf- und Ruhebedürfnis und brauchen länger, um sich zu regenerieren.

Im weiteren Verlauf kann auch das Fell am restlichen Körper ergrauen. Häufig verändert sich das Fell, es wirkt struppiger und glanzlos.

Auch die Haut verändert sich. An viel stark belasteten Stellen wie z.B. dem Ellbogen bilden sich Liegeschwielen. Häufig entstehen Warzen an verschiedenen Stellen des Körpers. Die Pfotenballen können rissig werden und benötigen Pflege. Die Krallen der Vierbeiner wachsen verstärkt und bedürfen ebenfalls einer besonderen Aufmerksamkeit.

Was passiert im Körper, wenn dein Hund alt wird?

Mit fortschreitendem Alter verlangsamt sich die Zellteilung und kommt schlussendlich zum Erliegen. Das hat zur Folge, dass die Funktion der Zellen abnimmt. Die abgestorbenen Zellen werden im mittleren Alter durch Bindegewebe ersetzt. Im fortgeschrittenen Alter durch Fettgewebe. Zudem nimmt der Anteil der Körperflüssigkeit ab. Es lagern sich Stoffwechselendprodukte in den Zellen ein. Der geringere Anteil an Körperflüssigkeit ist bei uns Menschen sehr deutlich sichtbar. Unsere Haut die mit 20 noch prall und fest war, wird mit fortschreitendem Alter faltig und trockener. Ein Tribut des Alters. Doch die steigende „Trockenheit“ bezieht sich auf den gesamten Körper.

Auch der Anteil an Körperflüssigkeit im Bewegungsapparat sinkt. Bänder und Bandscheiben werden porös, die Gelenkkapsel schrumpft. Auch der Knorpel wird schlechter mit Flüssigkeit versorgt und wird poröser. Dasselbe passiert auch mit den Knochen. In der Folge verlieren sie an Belastbarkeit und Stabilität. Ebenso werden die Muskeln weniger mit Flüssigkeit versorgt.

Stoffwechsel & Immunsystem

Die beschriebenen Prozesse haben in der Summe einen verminderten Stoffwechsel zur Folge. Das bedeutet einen verringerten Energiebedarf. Gleichzeitig aber auch, dass das Immunsystem schwächer wird. Der Hund wird anfälliger für Infektionserkrankungen und Autoimmunerkrankungen. Die Regeneration nach Erkrankungen dauert deutlich länger.

Gleichzeitig hat der verminderte Stoffwechsel auch Auswirkungen auf das Wärmebedürfnis älterer Vierbeiner. Hunde frieren im Alter schneller.

Muskulatur

Bei vielen Hunden wird im Alter die Muskulatur weniger und schwächer. Der Verlust der Muskulatur bedeutet nicht nur eine verminderte Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig steigt die Belastung für Knochen und Gelenke. Im Alter werden Muskelzellen durch Fettzellen ersetzt. Wie ausgeprägt der Verlust der Muskulatur ist, hängt stark von der Aktivität des Vierbeiners ab. Wenn du deinen Hund also immer beweglich hältst, hast du einen großen Einfluss darauf wie gut er bemuskelt ist.

Skelett

Knochen und Gelenke verändern sich im Alter. Mit dem fortschreitenden Alter des Hundes geht die Elastizität des Knorpels verloren. Insbesondere an den Rändern der Gelenke nimmt er ab. Die Gelenkfläche verringert sich und somit auch die Beweglichkeit. Knorpelfragmente splittern ab, es entsteht Arthrose. Die Gelenkflüssigkeit wird zäh und weniger. Die Gelenkkapsel schrumpft. An den Knochen entwickeln sich Gelenklippen und Zubildungen. Besonders bekannt sind hier die Knochenspangen an der Wirbelsäule in Form von Spondylose. Gleichzeitig werden die bindegewebigen Strukturen wie Bandscheiben porös. Auch die Knochenmasse verringert sich. Die Gefahr von Osteoporose steigt.

Alle diese Veränderungen werden verstärkt durch Übergewicht und mangelnde Bewegung.

Nervensystem

Die Nerven lassen in ihrer Leitfähigkeit nach. Das kann zu neurologischen Problemen führen. Die Nervenleitfähigkeit wird zusätzlich von möglichen Kompressionen des Rückenmarks durch Wirbelsäulenerkrankungen wie Bandscheibenvorfällen und Spondylosen beeinflusst. Gleichzeitig verändert sich auch das Gehirn. Das kann sich wie bei uns Menschen in Form von Wahrnehmungs- und Orientierungsstörungen äussern. Auch das Gedächtnis läßt nach. Hunde finden sich weniger gut in ihrer Umgebung zurecht. Zusätzlich zeigen sie häufig ein vermindertes Durstgefühl und trinken weniger. Hier lauert die Gefahr der Dehydrierung. Du solltest also immer darauf achten, dass dein Vierbeiner genügend trinkt. Mit viel frischer Luft (erhöhte Saurstoffzufuhr) unterstützt du übrigens das Gehirn und den Erhalt seiner Funktionen.

Sinnesorgane

Im Alter lassen vor allem die Seh- und Hörfähigkeit nach. Das Nachlassen der Sinne kann auch Verhaltensveränderungen zur Folge haben. Möglicherweise reagiert dein Hund in bestimmten Situationen schreckhafter und ängstlicher, oder im Gegenteil: viel gelassener.

Dein Hund braucht etwas mehr Zeit, um sich auf neue Situationen einzustellen und Dinge in der Kommunikation mit dir umzusetzen. Das wird häufig falsch als Sturheit oder fehlender Gehorsam interpretiert. Du solltest also etwas nachsichtig mit deinem Hund sein und ihm etwas mehr Zeit geben.

Herz-Kreislaufsystem und Atmung

Im Alter läßt die Leistung des Herzens deutlich nach. Ausserdem kann es zu Erkrankungen wie z.B. Herzinsuffizienz kommen. Es ist wichtig, die Herzfunktion deines Hundes regelmäßig überprüfen zu lassen. Auch die Lungenfunktion läßt im Alter nach. Die Lunge kann sich weniger und schlechter ausdehnen. Die Atmung verändert sich und die Sauerstoffversorgung verringert sich. Auch hier gilt: regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hält das Herz-Kreislaufsystem und die Lungenfunktion in Schach und versorgt das Gehirn mit Sauerstoff.

Übrigens: schlechte Zahnpflege und Zahnsteinbildung können Auslöser für Herz- und Atemwegserkrankungen sein.

Im nächsten Blogbeitrag verrate ich dir wertvolle Tipps, wie du den Alterungsprozess deines Vierbeiners verzögern kannst!

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Physiotherapie beim Hund – Fitness und Mobilität für jeden Hund

Physiotherapie beim Hund – Fitness und Mobilität für jeden Hund

Ich nehme es gleich vorweg: Physiotherapie beim Hund ist tatsächlich für “Jederhund“ empfehlenswert

Völlig grundlos gibt es immer noch Stimmen, die Physiotherapie beim Hund belächeln. Doch warum sollte etwas, was uns Menschen so wunderbar hilft, unseren Vierbeinern nicht helfen? Physiotherapie ist viel mehr als Wellness für unsere Hunde. Sie trägt ganz entscheidend zu Fitness, Rehabilitation und Gesundheit bei.

In den letzten Jahren hat sich die Physiotherapie beim Hund nicht nur kontinuierlich weiterentwickelt. Behandlungsmethoden wurde sorgsam vom Zwei- auf den Vierbeiner übertragen. Die Anwendbarkeit und Wirkung erprobt. Auch in der Veterinärmedizin findet sie immer mehr Anklang. Immer mehr Tierärzte empfehlen eine Behandlung durch einen Physiotherapeuten.

Bei welcher Erkrankung macht der Besuch beim Physiotherapeuten Sinn?

Das Anwendungsgebiet ist ebenso breit gefächert wie in der Humanphysiotherapie. Grundsätzlich kann man Vierbeiner bei allen Arten von Erkrankungen des Bewegungsapparates unterstützen. Dazu gehören Gelenkerkrankungen wie Patellaluxation, Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie und Co.. Auch bei neurologischen Erkrankungen gelingt es, Vierbeiner wieder „ans Laufen“ zu bringen. Wie beispielsweise bei Cauda Equina Compressions Syndrom, Bandscheibenvorfälle, Wobbler Syndrom, Vestibulärsyndrom oder Rückenmarksinfarkt. Doch auch beim klassischen Kreuzbandriss, Sehnenentzündungen und –rissen, Brüchen, Muskelerkrankungen etc.. Ich lege da jedem Hundehalter ans Herz, einen Physiotherapeuten zu Rate zu ziehen.

Und was ist bei Krankheiten, die nicht heilbar sind?

Es gibt in der Tat Erkrankungen des Bewegungsapparates, die nicht heilbar sind. Beispiele dafür sind Arthrose oder Spondylose. Wir können diese Erkrankungen nicht heilen. Allerdings kann mit Physiotherapie das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten und verzögert werden. Auch Symptome werden gemildert, Schmerzen gelindert und mehr Beweglichkeit und Lebensqualität gegeben. Gerade und besonders hier ist die Physiotherapie beim Hund sehr wertvoll.

Doch Physiotherapie beim Hund ist viel mehr als „Krankengymnastik“

Im Alter rüstig

Unseren Senioren hilft die Physiotherapie dabei fit und mobil zu bleiben oder zu werden. So mancher Senior, der sich bei den ersten Terminen in meine Praxis nur mühsam bewegte, ist schon nach kurzer Zeit seinen Haltern wieder auf der Nase herumgetanzt – hüpfte plötzlich wieder aufs Sofa, begann zu spielen oder forderte längere Spaziergänge ein. Dies sind keine Einzelfälle und keine Zauberei.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt dabei auf aktiven Bewegungsübungen – denn genauso wie Menschen im fortschreitenden Altern und aktiver Bewegung länger fit bleiben – profitieren auch unsere Vierbeiner davon. So bleiben Körper und Kopf länger fit und agil.

Die Schwergewichte unter den Vierbeinern

In den letzten Jahren hat der Anteil an übergewichtigen Hunden drastisch zugenommen. Und die Folgen von Übergewicht sind drastisch! So sinkt die Lebenserwartung der Hunde um 20%. Nahezu unvermeidlich zieht es zudem Schäden am Bewegungsapparat nach sich. Die Anzahl an Hunden, die ihre überflüssigen Pfunde mit der Unterstützung eines Physiotherapeuten abtrainieren und ihnen den Kampf ansagen, wächst stetig.

Auch die Sportler sollten regelmäßig ihren Physiotherapeuten sehen

Der Bereich des Hundesports wächst stetig und immer neue Hundesportarten sprießen aus dem Boden. Genauso wächst auch die Anzahl verantwortungsvoller Hundebesitzer, die sich nicht nur nach dem Wettkampf zur Entspannung und dem Lösen von Blockaden beim Physiotherapeuten einfinden – sondern für die z.B. regelmäßige Check Ups oder Konditionsaufbau in fachlich kompetenter Hand selbstverständlich ist.

Der Hund sollte dabei nicht als „Sportgerät“ gesehen werden, das „funktionieren“ muss, sondern als Partner, mit dem man den Sport gemeinsam ausübt.

Denn wie kann ich Leistung im Sport von meinem Hund erwarten, der unter Blockaden und Verspannungen leidet? Wenn man in den Leistungssport beim Menschen schaut, muss man nicht lange suchen: bei den Fußballteams stets an der Seite der Mannschaft: der Physiotherapeut, der bei der sportlichen Vorbereitung unterstützt, bei Verletzungen handelt und behandelt und den strapazierten Sportlerkörper nach der Anstrengung wieder entspannt und lockert.

Genau das sollte man sich als Beispiel nehmen, wenn man verantwortungsvollen Hundesport betreiben möchte.

Und wenn mein Hund fit und gesund ist?!

Das Stichwort ist „Prävention“. Es ist ganz wunderbar, wenn unsere Vierbeiner fit und gesund sind – ein völlig beschwerdefreies Leben leben. Der Traum eines jeden Hundebesitzers. Also muss man doch eigentlich nichts tun oder? Nicht ganz – natürlich ist keine intensive Behandlung nötig, wie beispielsweise bei einem Hund mit einem akuten Kreuzbandriss, der sich in der Rehabilitation befindet.

Dennoch halte ich es für wichtig, das unsere Vierbeiner nicht nur zum regelmäßigen Check Up mit Blutbild beim Tierarzt vorgestellt werden – sondern auch beim Physiotherapeuten des Vertrauens. Der schaut, ob noch alles am „rechten Platz ist“  und ob es Verspannungen oder Auffälligkeiten im Bewegungsablauf gibt. Gleichzeitig kannst du vieles im alltäglichen Leben tun damit dein Hund so fit bleibt wie er ist. Denn es gibt keinen Grund zu warten, bis er die ersten Zeichen des Alters zeigt, um mit gezielter Bewegung zu beginnen. So hat sich bei Hunden, die ich betreue gezeigt, dass schon eine Kombination aus wenigen verschiedenen, gezielten aktiven Bewegungsübungen, die regelmäßig durchgeführt werden, einen großen Trainingseffekt hat.

Das kostet nicht viel Zeit, es macht dem Hund Spaß, wir Menschen verbringen gleichzeitig Zeit mit unserem Hund – und trainieren seinen Körper und auch Kopf.

Ich vergleiche dies immer mit regelmäßigen Joggingeinheiten oder anderen sportlichen Aktivitäten, denen wir Menschen nachgehen, um etwas für unsere Fitness und Gesundheit zu tun. Dies gilt ebenso der Prävention wie mein Trainingsansatz. Nehme dir mehrmals die Woche etwas Zeit  und führe mit deinem Hund verschiedene aktive Bewegungsübungen durch.

Dies kannst du noch mit einem leichten Konditionstraining ergänzen.

Das gibt es zu beachten, wenn du aktiv werden möchtest:

Wichtig ist, dass du dir dein Trainingsprogramm für deinen Hund von einem Fachmann/-frau zusammenstellen lässt. Lasse auch Häufigkeit und Intensität der Trainingseinheiten gezielt auf deinen Hund anpassen.

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Deine Tina

 

Alter Hund – 7 Dinge mit denen du ihn im Alltag unterstützt

Alter Hund – 7 Dinge mit denen du ihn im Alltag unterstützt

Mit dem Thema “ Alter Hund “ muss wir Hundehalter uns alle früher oder später beschäftigen. Es ist nicht immer einfach zu sehen, dass unser Vierbeiner nicht mehr der junge agile Hüpfer ist, sondern das mehr und mehr das Eine oder Andere schwerer fällt. Es gibt allerdings viele Dinge, mit denen wir unseren alten Hund insbesondere im fortschreitendem Alter unterstützen können. Sie machen ihnen das Leben angenehmer und einfacher.

Eine Reihe davon stelle ich dir hier vor. Auch wenn Wohlfühlen immer individuell ist, so bin ich mir sicher, dass dein Vierbeiner eine Vielzahl der Ideen nach Bedarf sehr schätzen wird. Und deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Beobachte deinen Vierbeiner einfach gut.

1. Der richtige Liegeplatz

Die Auswahlkriterien für den Schlafplatz unseres Vierbeiners richten sich oft nach Geschmack und Wohnungseinrichtung des Hundehalters. Allerdings nutzen unsere Hunde ihr Bettchen nicht nur für die Nacht – viele Stunden am Tag schlafen, dösen, kuscheln und ruhen sie darin. Grund genug, darauf zu achten, dass unsere Hunde gut gebettet sind! Besonders wenn Hunde älter werden, schlafen sie mehr und brauchen längere Ruhephasen. Umso wichtiger, dass der Schlafplatz gut gewählt ist.

Was ich dir sehr empfehle, ist ein orthopädisches Hundebett. Für unsere Hunde ist es sehr angenehm und gesund in einem orthopädischen Bett zu schlafen. Es passt sich der Körperform an, entlastet die Gelenke opimal, Liegeschwielen werden vermieden. Die Schlafqualität erhöht sich deutlich. Besser ausgeruht bedeutet auch mehr Lebensqualität. Also Grund genug zu checken, wie dein Senior gebettet ist.

2. Tragehilfe für Treppen

Vielen Hunden macht es im Alter große Mühe, Treppen zu steigen. Manche Vierbeiner kann man bequem die Treppe hinauf tragen. Ab einer gewissen Größe das allerdings schwierig. Dafür wurden Tragehilfen entwickelt, mit denen du deinen Hund sehr gut beim Treppensteigen unterstützen kannst. Es gibt Tragehilfen nur für die Unterstützung der Vorder- oder Hinterläufe. Aber auch solche, die den kompletten Hund unterstützen. Du kannst sie auch sehr gut nutzen, wenn es deinem Hund schwer fällt aufzustehen oder er Hilfe und etwas Halt beim Gehen benötigt.

Du solltest bei der Auswahl der Tragehilfe darauf achten, dass sie gut sitzt und aus einem reißfesten, stabilen Material gefertigt ist. Weiterhin sollte das Material weich sein und an keiner Stelle einschneiden. Häufig wird Neopren verwendet, was zudem leicht zu reinigen ist und schnell trocknet.

3. Aufstiegshilfen und Hunderampen

Wenn dein Hund vor dem offenen Kofferraum steht und zögerlich von einer Pfote auf die andere tritt – statt schwungvoll ins Auto zu springen – spätestens dann ist Zeit ihn beim Ein- und Ausstieg ins/aus dem Auto zu unterstützen. Natürlich kannst du ihn ins Auto heben. Je nach Größe des Hundes, ist es für beide Seiten jedoch angenehmer, auf eine Rampe zurückzugreifen. Achte immer darauf, dass die Rampe breit genug für deinen Hund, nicht zu steil und rutschfest ist. Zusätzlich empfehle ich dir, immer neben ihm zu sein, wenn er die Rampe nutzt. So kannst du ihn sichern, falls er die Balance verliert.

Viele Vierbeiner liegen mit auf dem Sofa, manche auch mit im Bett. Auch hier gibt es zwei- bis dreistufige kleine Treppen, die deinem Hund den Aufstieg deutlich erleichtern. Achte auch hier bitte darauf, dass die Stufen rutschfest sind und groß genug. Nur so kann dein Hund sie trittsicher nutzen.

4. Pfoten- und Krallenschutz

Von vielen werden Pfotenschuhe immer noch belächelt. Sie haben allerdings nichts mit einem modischen Accessoire zu tun. Für einige Vierbeiner sind sie unverzichtbar. Beispielsweise wenn Hunde auf glatten Böden nicht mehr den nötigen Halt finden. Sie verhindern ein Wegrutschen und somit Stürze. Sie schützen auch Pfoten und Krallen bei Hunden, die mit den Pfoten schleifen. Wenn ein Vierbeiner nur unter einer Schwäche der Hinterläufe leidet, reichen ggfs. Schuhe an den Hinterpfoten. Ich empfehle dir immer darauf zu achten, dass die Schuhe optimal passen. Sie dürfen nicht zu eng sein, aber auch nicht rutschen. Dann schaden sie eher als das sie nutzen. Es gibt Schuhe, die so beschaffen sind, dass man sie im Haus nutzen kann. Ebenso gibt es spezielle Outdoor Schuhe, die aus anderen Materialien hergestellt sind. Die Sohlen haben ein anderes Profil.

5. Erhöhter Trink- & Futterplatz

Besonders bei größeren Hunden ist ein erhöhter Trink- und Futterplatz eine gute Entlastung im Alter. Dein Hund muss sich nicht vorne überbeugen. Die Belastung auf die Gelenke ist dabei gleichmäßig verteilt. Er kann seine Mahlzeit in bequemer Haltung einnehmen.

6. Hundemantel

Besonders im Alter neigen Hunde dazu schneller zu frieren. Auch wenn sie in jungen Jahren nie gefroren haben. Dies liegt am verlangsamten Stoffwechsel. Natürlich hält das Fell, je nach Dichte und Beschaffenheit, einige Zeit warm. Aber auch unsere Vierbeiner kühlen aus. Die Kälte greift besonders über die Pfoten, Kopf- und Bauchregion an und es kann unseren Hunden empfindlich kalt werden. Verstärkt wird dies noch, wenn der Hund an der Leine laufen muss und sich nicht frei bewegen und “warmlaufen” kann.

Ältere Hunde haben widrigen Wetterbedingungen und Kälte nicht mehr soviel entgegenzusetzen wie ein junger und gesunder Hund. Nicht nur das Immunsystem ist schwächer. Sie können auch Körperwärme nicht so lange speichern und beginnen so schneller zu frieren. Wenn sie dann zusätzlich noch unter einer Gelenkerkrankung wie Arthrose, Spondylose, HD oder ED leiden oder einer neurologischen Erkrankung wie einem Cauda Equina Compressions Syndrom, profitieren sie bei nasskaltem Wetter von einem wärmenden Hundemantel.

7. Orthesen & Bandagen

Orthesen und Bandagen geben deinem Hund Stabilität. Sie unterstützen und entlasten Gelenke. Bänder und Sehnen werden im Alter schwächer. Viele Hunde neigen z.B. zu Durchtrittigkeit. Da ist es eine große Hilfe, wenn mittels Orthesen oder Bandagen das Gelenk unterstützt und geführt wird.

Es gibt sowohl bewegliche als auch gelenkfixierende Produkte. Dabei gibt es vorgefertige, aber auch maßgefertigte Orthesen und Bandagen. Ich empfehle dir hier, dich bei der Auswahl individuell von deinem Physiotherapeuten oder Orthopädietechniker beraten zu lassen.

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Deine Tina

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Passgang beim Hund – was es heisst und worauf er hindeutet

Passgang beim Hund – was es heisst und worauf er hindeutet

Passgang beim Hund – was bedeutet das eigentlich?

Wenn ein Hund im Passgang geht, bewegt er abwechselnd jeweils die rechten oder linken Beine gleichzeitig vorwärts. Während beispielsweise das rechte Hinterbein und das rechte Vorderbein gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig auftreten und das Gewicht tragen, befindet sich das entgegengesetzte linke Beinpaar in der Luft und schwingt nach vorn.

Es gibt einige Tierarten, bei denen er völlig normal ist, wie z.B. bei Elefanten, Bären oder Kamelen. Man kann beobachten, dass sie einen sehr schaukelnden Gang haben. Bei Hunden kommt er eigentlich eher selten vor. Es gibt allerdings einige Rassen, die grundsätzlich im Pass laufen.

Wann Passgang harmlos ist

Völlig harmlos ist er beim Übergang vom Schritt zum Trab. Das passiert häufig, wenn Hunde an der Leine laufen und das Tempo zu schnell für Schritt und zu langsam für Trab ist. Auch über längere Distanzen nutzen Hunde häufig den Passgang, weil es eine sehr energiesparende Gangart ist.

Aber Achtung!

Häufig ist er beim Hund jedoch ein Anzeichen für körperliche Probleme und man sollte der Ursache auf den Grund gehen. Besonders, wenn der Vierbeiner zuvor nicht im Passgang gelaufen ist, oder er mal häufiger mal weniger häufig auftritt. Er kann ein Anzeichen sein für Gelenkprobleme aller Art und auch für Wirbelsäulenprobleme. Aber auch auf Bauchschmerzen oder Probleme mit der Bauchspeicheldrüse kann der Passgang hindeuten.

Auch bei älteren Hunden tritt er vermehrt auf. Durch z.B. Arthrose und steife Gelenke versuchen sie so, sich „angenehmer“ und energiesparend fortzubewegen. Natürlich sollte auch hier die Ursache behandelt werden.

Tritt das Passgehen in Kombination mit weiteren Schmerzanzeichen wie z.B.

  • Berührungsempfindlichkeit an Gelenken oder Rücken
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Hinlegen
  • Veränderung im Sozialverhalten
  • Vermehrtes Aufstöhnen oder Seufzen
  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder ins Auto steigen
  • Bewegungsunlust
  • Pfotenschleifen
  • Vermehrtes Hecheln

auf, ist höchste Alarmstufe.

Du solltest dann nicht lange zögern und deinen Tierarzt aufsuchen, damit man der Ursache auf den Grund geht.

Weitere Ursachen

Passgang kann auch andere Ursachen haben. Einige Hunde, die auf dem Hundeplatz stets Blickkontakt halten sollen, neigen zum Passgang. Denn die einseitige Kopfhaltung läßt die Rückenmuskulatur verspannen. Auch Arbeitshunde, die gern mal „in der Leine hängen“ zeigen häufiger diese Auffälligkeit im Gangbild. Aber auch Ausstellungshunde im zu kleinen Ausstellungsring zeigen häufiger Passgang.

Was kann man gegen den Passgang tun?

Zunächst einmal ist es wichtig, die Ursache zu kennen und gezielt zu behandeln bzw. zu beseitigen. Liegen Verspannungen vor, sollten diese mittels Massagen gelöst werden. Mit Hilfe gezielter aktiver Bewegungstherapie und Training normaler Bewegungsabläufe kann man dann dem Passgang, der sich manifestiert hat entgegenwirken. Dies ist zwar häufig ein längerer Prozess, da die  Bewegungsabläufe im Gehirn gespeichert werden und das „Umprogrammieren“ etwas Zeit benötigt. Aber um dauerhaften Fehlbelastungen entgegenzuwirken, ist es wichtig, eine gesunden Bewegungsablauf zu trainieren.

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Deine Tina

Arthritis beim Hund – Diagnose, Behandlung & Verhaltenstipps

Arthritis beim Hund – Diagnose, Behandlung & Verhaltenstipps

Im letzten Blogbeitrag ging es bereits um die Arthritis beim Hund. Du hast alles über das Krankheitsbild und die verschiedenen Formen der Arthritis erfahren, die Symptome und welche drastischen Folgen sie haben kann.

In diesem Artikel erfährst du alles über die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und was du als Hundehalter tun kannst, um deinem Hund zu helfen.

Arthritis beim Hund – die Diagnose

  • Meist geben die Symptome schon deutliche Hinweise auf eine Arthritis. Je nach Ausprägung können verschiedene weitere Untersuchungen Sinn machen. Häufig gibt das klinische Bild bereits deutliche Hinweise auf eine Gelenkentzündung. Je nach Schwere und Eindeutigkeit der Befunde können folgende weiterführende Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen:
  • Mittels Röntgen können andere Erkrankungen, wie z.B. ein Knochenbruch ausgeschlossen werden. Gleichzeitig werden knöcherne Zubildungen und Schädigungen des Knorpels sichtbar gemacht.
  • Durch eine Punktion des Gelenks unter Vollnarkose wird Gelenkflüssigkeit entnommen, die untersucht werden kann. So können z.B. Bakterien und Entzündungszellen festgestellt werden.
  • Bei der Untersuchung von Blut und Urin können Veränderungen in der Zusammensetzung festgestellt werden.
  • Bei einem Verdacht auf eine Immunbedingte Arthritis empfiehlt sich auch eine Untersuchung der inneren Organe.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Wahl der Therapie ist abhängig von der Form der Arthritis.

Bei der infektiösen Arthritis wird das Gelenk punktiert und gespült. So werden Bakterien und Knorpelstücke gründlich entfernt. Die Wunde wird verbunden, engmaschig überwacht. Häufige Verbandswechseln und hygienischen Bedingungen sind unerlässlich. Es muss unbedingt vermieden werden, dass der Vierbeiner an der wunde leckt, um eine neue Infektion zu vermeiden. Parallel wird der Hund mit einem Antibiotikum versorgt. Auch die Gabe eines Schmerzmittels und entzündungshemmenden Medikamenten ist wichtig.

Bei der traumatisch bedingten Arthritis wird der Vierbeiner mit entzündungshemmenden Medikamenten versorgt und einer entsprechenden Schmerztherapie. Eine Eröffnung des Gelenks ist nicht notwendig. Wichtig ist, den Vierbeiner möglichst ruhig zu halten und das Gelenk zu schonen.

Bei einer Immunbedingten Arthritis werden immunsuppressive Medikamente eingesetzt. Sie müssen meist über einen langen Zeitraum von mehreren Monaten gegeben werden.

Bei einer rheumatoiden Arthritis empfehle ich unbedingt eine Goldakupunktur..

Im Anschluss einer jeden Form der Arthritis hilft den Hunden eine physiotherapeutische Behandlung zur Förderung der Gelenkbeweglichkeit, Muskelaufbau, dem Lockern von Verspannungen und dem Training eines normalen Bewegungsablaufs.

Verhaltenstipps für Hundehalter

  • Ruhighalten, Schonen des betroffenen Gelenks
  • Leinenzwang
  • Bewegung nach Abklingen der Entzündung sehr langsam steigern, um ein Wiederaufflammen zu vermeiden

Wie du deinen Vierbeiner unterstützen kannst

Auch du selbst kannst deinen Vierbeiner bei einer Arthritis nach Absprache mit deinem Tierarzt unterstützen. Wenn keine offene Wunde vorliegt, helfen z.B. kühlende Wickel oder Cool Packs deinem Hund sehr. Sie lindern die Schmerzen und hemmen die Entzündung. Besonders Quarkwickel kann ich dir sehr ans Herz legen.

Zusätzlich können entzündungshemmende und schmerzlindernde Nahrungsergänzungsmittel eine gute Erleichterung für deinen Vierbeiner schaffen.

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Arthritis beim Hund – Ursachen, Symptome und Folgen

Arthritis beim Hund – Ursachen, Symptome und Folgen

Eine Arthritis beim Hund ist eine entzündliche Gelenkerkrankung. Sie unterscheidet sich von der Arthrose insofern, dass eine Arthrose ein Gelenkverschleiß ist und somit ein „kaltes Geschehen“. Eine Arthritis hingegen ist ein entzündlicher Prozess im Gelenk mit unterschiedlichen Ursachen und ein „warmes“ Geschehen.

Sie zeigt die 5 typischen Entzündungszeichen: Schwellung, Erwärmung, Rötung, Schmerz, Bewegungseinschränkung.

Eine Arthritis kann hauptsächlich zwei verschiedene Auslöser haben.

Zum einen ist eine infektiöse Arthritis möglich

Dabei dringen Krankheitserreger in den Körper ein. Diese können beispielsweise durch einen Biss oder eine Verletzung in den Körper gelangen und eine Entzündung im Gelenk verursachen. Doch auch über verschiedene Infektionserkrankungen wie z.B. eine Borreliose verursacht durch einen Zeckenbiss oder Leishmaniose, können die Krankheitserreger in den Körper gelangen und eine Gelenkentzündung hervorrufen.

Es entsteht eine schwere Entzündung im Gelenk. Es schwillt stark an und schmerzt massiv. Durch die eitrige Entzündung wird der Gelenkknorpel aufgeweicht und geschädigt.

Der zweite Auslöser ist eine nicht-infektiöse Arthritis

Eine nicht infektiöse Arthritis kann durch ein stumpfes Trauma entstehen. Das kann ein Sturz sein, Hängenbleiben oder falsches Auftreten sein, die eine Zerrung, Stauchung oder Quetschung im Gelenk verursachen.

In diesem Fall dringen keine Bakterien ins Gelenk ein. Das Gelenk wird allerdings geschädigt, da die Bänder überdehnt werden, die Gelenkapsel oder der Knorpel beschädigt werden. Darauf reagiert der Körper mit einer Entzündung. Es entsteht ein Gelenkerguss.

Aber auch eine Reaktion oder Fehlfunktion des Immunsystems ist möglich. Dann spricht man von einer Immunbedingten Arthritis. Ein häufiges Beispiel ist die rheumatoide Arthritis. Dabei sind meist mehrere Gelenke betroffen und man spricht dann von einer Polyarthritis. Die genaue Ursache der immunbedingten Arthritis ist nicht gänzlich geklärt. Es werden vom Immunsystem bestimmte Botenstoffe gebildet. Diese setzen einen entzündlichen Prozess im Gelenk in Gang.

Allerdings kann auch eine Arthrose in eine nicht infektiöse Arthritis übergehen. Diese beschränkt sich dann meist auf ein Gelenk.

Symptome einer Arthritis beim Hund

Die Anzeichen für eine Arthritis sind je nach Auslöser der Erkrankung etwas unterschiedlich.

Bei einer infektiösen Arthritis leiden die Hunde meist unter Fieber, sind schlapp und teilnahmslos. Sie zeigen eine hochgradige Lahmheit. Das betroffene Gelenk ist erwärmt, geschwollen und schmerzt.

Auch bei einer traumatischen Arthritis ist das Gelenk geschwollen, erwärmt und schmerzhaft. Unter Fieber leiden die betroffenen Vierbeiner nicht. Die Lahmheit tritt jedoch meist zeitnah nach dem Trauma auf. Beispielsweise, wenn der Vierbeiner sich beim Spielen verletzt hat.

Die Anzeichen einer Immunbedingten Arthritis sehen wieder etwas anders aus. Die Hunde sind sehr schlapp, müde und fiebrig. Oft auch begleitet von Appetitlosigkeit. Aufstehen und Bewegen fällt schwer, der Gang ist steifbeinig. Die Lahmheit kann unterschiedlich stark und an verschiedenen Gelenken auftreten.

Prognose

Bei jeder Form der Arthritis ist eine sehr schnelle Behandlung wichtig. Je schneller behandelt wird, desto besser die Prognose. Die Behandlung ist allerdings meist langwierig. In einigen Fällen, kann die Arthritis immer wieder aufflammen.

Folgen der Arthritis bim Hund

Durch die Fehl- und Überlastung der anderen Gelenke kann es dort zu Arthrose kommen. Gleichzeitig entstehen muskuläre Verspannungen. Als Spätfolge der Arthritis entsteht meist eine Arthrose im Gelenk und das Gelenk ist dauerhaft geschädigt. Bei sehr schweren Formen ist eine Amputation unvermeidbar. Unbehandelt kann eine Arthritis zum Tod führen.

Im nächsten Artikel erfährst du alles darüber, wie man eine Arthritis diagnostiziert, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie du deinen Vierbeiner selbst unterstützen kannst.

Hat dein Hund schon einmal unter einer Arthritis gelitten? Wie ist sie entstanden und konnte sie erfolgreich behandelt werden?

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Dein Hund will nicht mehr ins Auto springen? – Das ist kein Trotz!

Dein Hund will nicht mehr ins Auto springen? – Das ist kein Trotz!

Dein Hund will nicht mehr ins Auto springen und du ärgerst dich total darüber? Unschlüssig steht er vor dem geöffneten Kofferraum und will sich scheinbar keinen Millimeter mehr bewegen. Oder er tippelt nervös von einer Seite auf die andere. Auch beim Aussteigen blickt er dich mit großen, fragenden Augen an. Aus dem Bauch heraus unterstellen wir unserem Vierbeiner meist erst mal, dass er einfach nicht hören will, das er stur ist, keine Lust hat etc..

Sollte es allerdings häufiger vorkommen, dass dein Hund nicht mehr ins Auto oder aus dem Auto heraus springen will, dann solltest du das auf jeden Fall hinterfragen. Es steckt dann möglicherweise viel mehr dahinter.

Was können die Gründe sein?

Hunde vermeiden oft auch verschiedene Bewegungen oder Handlungen im Alltag, weil sie ihnen unangenehm sind oder sie sogar Schmerzen dabei haben. Ursache dafür können verschiedene Gelenkerkrankungen sein, wie Arthrose, Ellbogen- und Hüftdysplasie oder Spondylose. Neben dem Schmerz ist die Folge einer Erkrankung des Bewegungsapparates aber auch, dass sich das Körpergefühl zum negativen verändert. Der Hund traut seinem Körper nicht mehr zu 100%. Das verunsichert ihn besonders in solchen Situationen.

Auch wenn unsere Vierbeiner langsam älter werden, fehlt irgendwann die Kraft, selbständig ins Auto zu springen und die eigene Körperwahrnehmung verschlechtert sich.

Dein Hund will nicht mehr ins Auto springen – Wie solltest du reagieren?

Es ist dann sehr wichtig, die Hunde nicht zu zwingen und Druck auszuüben. Dein Hund braucht Unterstützung und die solltest du ihm auch geben. Falls dein Vierbeiner klein ist und nicht viel wiegt, hebe ihn ins Auto und heraus. Für die größeren Hunde gibt es mittlerweile tolle Rampen, die den Einstieg ins Auto deutlich erleichtern. Sie können sicher und leicht ein und aussteigen. Und auch der Rücken des Hundehalters wird geschont.

Gleichzeitig empfehle ich dir auch, wenn dein Hund häufiger den Einstieg ins Auto oder auch den Ausstieg verweigert, der Ursache auf den Grund zu gehen. Leidet dein Vierbeiner unter einer Erkrankung des Bewegungsapparates, ist es wichtig, diese zu behandeln und ihn bestmöglich zu unterstützen.

Wie sieht das bei deinem Vierbeiner aus, hattet ihr diese Situation schon häufiger? Wie seid ihr damit umgegangen und was war die Ursache? Ich freue mich über deinen Kommentar!
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Beknabbern und Belecken der Gelenke – das ist kein Putzfimmel!

Beknabbern und Belecken der Gelenke – das ist kein Putzfimmel!

Häufig wird das Beknabbern und Belecken der Gelenke als Teil der Körperpflege betrachtet. Natürlich, auch unsere Vierbeiner betreiben durchaus Körperpflege. Beispielsweise legen viele Hunde nach einem Spaziergang erstmal eine kleine „Reinigungseinheit“ ein. Dazu gehört, sich beispielsweise Pfoten und Bauch zu lecken und das Gesicht mit den Pfoten zu säubern. Das betreibt jeder Hund individuell intensiv.

Wann muss ich besorgt sein?

Wenn dein Hund sich allerdings häufiger und nicht nur während der Putzstunde ausgiebig an bestimmten Gelenken knabbert und leckt, gehört das definitiv nicht zur Körperpflege. Vielmehr sind sie ein deutliches Anzeichen dafür, dass dein Vierbeiner eine Gelenkerkrankung haben könnte. Die Gelenke „ziepen“ und es schmerzt.

Häufig zeigen Hunde bei Erkrankungen wie Arthrose, Ellbogendysplasie oder Hüftdysplasie genau dieses Verhalten. Und weil es sich über die Zeit eingeschlichen hat (das hat er doch immer schon getan, oder?!), wird es als Symptom für eine Gelenkerkrankung meist nicht erkannt.

Bei einigen Hunden geht das Belecken und Beknabbern sogar so weit, dass das Fell an den entsprechenden Stellen kurz oder sogar weggeknabbert ist. Es kommt zu kahlen Stellen, die teils auch Nässen und im fortgeschrittenen Stadium auch blutig sein können. Achtung, es besteht akute Gefahr einer Entzündung. Offene Stellen an Gelenken heilen sehr schlecht ab, da dort immer sehr viel „Bewegung“ ist. Wunden reißen so immer wieder ein.

Du solltest handeln beim Beknabbern und Belecken der Gelenke

Wenn dir also auffällt, dass dein Vierbeiner häufiger an einem oder mehreren Gelenken knabbert oder diese ausgiebig beleckt, solltest du es auf jeden Fall ernst nehmen und von deinem Tierarzt untersuchen lassen. Es ist eines der häufigsten Anzeichen für eine Gelenkerkrankung.

Bei der rechtzeitigen Diagnose einer Arthrose oder anderen Gelenkerkrankung hast du die Möglichkeit, dass Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und die Beschwerden deines Hundes zu lindern. Hilfreich sind dabei Maßnahmen wie Nahrungsergänzungsmittel, Physiotherapie und Bewegungstraining, Goldakupunktur oder je nach Ausmaß und Krankheitsbild auch die Behandlung mit Schmerzmitteln oder Entzündungshemmern. Ich selber habe bei meiner Snowy sehr gute Erfahrungen mit einer Goldakupunktur gemacht in Kombination mit regelmäßiger Physiotherapie. Ergänzen tun wir das Ganze noch mit einer sinnvollen Kombination an Nahrungsergänzungsmitteln. Auf Schmerzmittel konnten wir bis dahin noch verzichten.

In der Folge lässt auch das Knabbern und Belecken nach oder verschwindet gänzlich.

Du kannst deinen Vierbeiner im akuten Arthroseschub auch sehr gut mit z.B. Quarkwickeln unterstützen, da sie Schmerzen lindern.

Möchtest du noch mehr über Anzeichen für Schmerzen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates lernen? Dann lege ich dir meinen Artikel Anzeichen Schmerz ans Herz.

Ist dir bei deinem Hund auch schon aufgefallen, dass er an Gelenken knabbert? Wenn ja, was hast du unternommen und was hilft deinem Vierbeiner?

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Deine Tina

Beknabbern und Belecken der Gelenke Beknabbern und Belecken der Gelenke Beknabbern und Belecken der Gelenke Beknabbern und Belecken der Gelenke Beknabbern und Belecken der Gelenke

 

Degility – gesunder und cooler Sport für deinen Hund!

Degility – gesunder und cooler Sport für deinen Hund!

Beim Thema Degility schlägt mein Physiotherapeuten-Herz höher. Warum? Weil ich nicht müde werde zu wiederholen, wie wichtig aktive Bewegung für Hunde jeden Alters ist. Ganz gleich ob “fußlahm” oder fit. Gezielte und sinnvolle Bewegung macht und hält fit. Sie verzögert den Alterungsprozess und verbessert den Gesundheitszustand signifikant.

Und da mich immer wieder Hundehalter ansprechen, welchen Sport sie den mit ihrem Hund machen können, auch wenn er eine Erkrankung des Bewegungsapparates hat, lege ich euch allen heute Degility ans Herz.

Was ist Degility?

Degility ist eine Kombination aus Agility und Mobility. Dabei werden verschiedene Hindernisse überwunden. Hört sich erstmal nicht besonders an? Ist es aber. Ich erkläre dir warum. Degility ist ein sehr gelenkfreundlicher Sport, der das Herz jedes Physiotherapeuten höher schlagen läßt. Motorik, Gleichgewicht und Koordination werden gefördert. Gleichzeitig werden Muskelaufbau, Beweglichkeit und Körpergefühl trainiert.

Zudem wird die Bindung zum Hundehalter und die Konzentration des Vierbeiners gefördert.

Jeder Hund darf mitmachen

Die Sportart eignet sich aufgrund ihrer Gelenkfreundlichkeit übrigens nicht nur für fitte Sporthunde. Auch Hunde mit Handicaps, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Senioren profitieren enorm. Größe und Gewicht des Hundes spielen keine Rolle. Jeder Hund ist geeignet. Geräte wie z.B. die Steilwand gibt es nicht. Finde ich toll, den sie hat einen sehr stark stauchenden Effekt und belastet die Gelenke stark.

Ehrgeiz ist fehl am Platze!

Geduld, Ruhe und Zeit sind gefragt! Gemeinsam erarbeiten Hund und Halter statt dessen Hindernisse wie Hängebrücken. Die Hindernisse und Tempo werden dabei individuell auf die Bedürfnisse des Vierbeiners angepasst. Der Hund kann  die Hindernisse in Ruhe erkunden und bewusst absolvieren. Druck und Zwang sind absolut tabu.

Höher, schneller, weiter war gestern!

Schnelligkeit steht absolut nicht im Vordergrund. Im Gegenteil. Es geht um Präzision, Konzentration und bewusstes, ruhiges Arbeiten. Das kann für impulsive Hunde schnell eine Herausforderung sein – und ein wunderbares Training. Die Sicherheit, die der Vierbeiner auf dem Platz durch das erfolgreiche Absolvieren des Parcours erfährt trägt sich natürlich auch in den Alltag. Alltagssituationen lassen sich leichter meistern.

Langsam heißt nicht langweilig!

Der Anspruch den das Degility an unsere Vierbeiner hat, ist nicht zu unterschätzen. Im Gegenteil, das langsame und bewusste Erarbeiten der Hindernisse ist anspruchvoll und erfordert Training.

Die positive Effekte des Degility zusammengefasst:

  • Gelenkschonendes Training von Muskulatur, Beweglichkeit, Koordination und Balance
  • Besseres Körpergefühl
  • Bessere Motorik
  • Erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Erhöhte geistige Leistungsfähigkeit, das Gehirn wird fit gehalten
  • Der Alterungsprozess wird verzögert
  • Es werden Endorphine ausgeschüttet – der Hund ist zufriedener
  • Bessere Bindung und Kommunikation zwischen Hund und Halter
  • Nicht zuletzt: eine Menge Spaß!

Also nichts wie los: im Internet findest du eine Vielzahl an Degility-Angeboten. Probiere es einfach aus.

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Deine Tina

 

Schneller Notfallhelfer bei Schmerzen und Co. – Quarkwickel beim Hund

Schneller Notfallhelfer bei Schmerzen und Co. – Quarkwickel beim Hund

Wenn ich Hundehalter frage, ob sie Quarkwickel kennen, sagen die Meisten „Ja klar“. Meistens haben sie aber nicht darüber nachgedacht, dass sie ihrem Hund damit etwas Gutes tun können. Dabei liegen die einfachsten Dinge meistens so nah. Ich liebe diese althergebrachten und in ihrer Wirkung erprobten „Hausmittel“, die von Generation zu Generation weitergetragen werden.

Das Beste daran ist, dass sie in der Regel sehr einfach anzuwenden sind und man alles im Haus hat, was dafür benötigt wirkt. Deshalb möchte ich dir heute den Quarkwickel empfehlen, den ich schon vielen Hundehaltern ans Herz gelegt habe. Der Quarkwickel ist ein kalter Wickel und kann zur akuten Schmerztherapie bei Entzündungen und Schwellungen eingesetzt werden. Am effizientesten wirkt er in den ersten 24 bis 72 Stunden einer Entzündung/Reizung

Wie wirkt der Quarkwickel?

Allgemein wird durch Kälte die Geschwindigkeit der Nervenfasern herabgesetzt, die den Schmerz leiten. Daher wirkt Kälte schmerzlindernd, vor allem bei akuten Schmerzen. Zusätzlich sorgt Kälte dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen. Damit wird die Durchblutung gebremst und der Zellstoffwechsel reduziert. Somit wirkt sie entzündungshemmend und abschwellend.

Quark selbst zeichnet noch eine Besonderheit aus:

Einer der Hauptbestandteile von Quark ist Kasein. Wenn Kasein über die Haut einwirkt, wirkt es entzündungshemmend. Dadurch das Quark einen sehr hohen Flüssigkeitsgehalt hat, verdunstet diese und erzeugt so eine angenehm kühlende Verdunstungskälte.

Wann hilft ein Quarkwickel deinem Hund?

Wie macht man ihnrichtig?

Nehme den Quark am Besten einige Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank, damit er nicht zu kalt ist. Streiche den Quark ca. 0,5 cm auf ein Leinentuch und schlage es wie ein flaches Päckchen zusammen. Lege das Päckchen auf die Stelle auf, die du behandeln möchtest.

Lasse den Wickel 10-15 Minuten aufliegen. Wenn er Quark warm und bröselig wird, solltest du den Wickel runternehmen. Auch wenn der Quark keinen direkten Hautkontakt hat, entfaltet er seine volle Wirkung.

TIPP:

Da der Quark die entzündlichen Stoffe aufnimmt, ist es wichtig, dass dein Hund den Quark nach der Anwendung nicht ableckt. Wenn Snowy einen Quarkwickel bekommt, ist sie auch immer ganz heiß auf den Quark. Ich lasse daher einfach einen kleinen Löffel übrig, den sie immer genüsslich abschleckt.

Wann ist der Quarkwickel tabu?

  • Offene Wunden
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • Schwere Herzerkrankungen
  • Arterielle Durchblutungsstörungen
  • Karzinom
  • Überempfindlichkeit gegen Kälte

Bitte beachten!

Halte deinen Hund während der Anwendung unter Beobachtung, um Verbrennungen und Überreaktionen zu vermeiden. Er muss jederzeit die Chance haben zu entweichen, wenn die Kälte unangenehm ist. Kontrolliere bitte auch in regelmäßigen Abständen die Stelle, die du mit dem Quarkwickel behandelst.

Wie oft?

Nach Bedarf kannst du die Anwendungen beliebig oft wiederholen.

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Deine Tina

Wenn der Junghund plötzlich humpelt – OCD der Schulter

Wenn der Junghund plötzlich humpelt – OCD der Schulter

Diagnose: OCD der Schulter – Ein Fallbericht aus der Praxis

In meinem neuesten Artikel in der Zeitschrift Mein Herz bellt #19 zur OCD der Schulter, geht es um eine Geschichte aus meinem Praxisalltag. Was Daisy und ihrer Familie passiert ist, kommt gar nicht so selten vor. Und zieht den Hundehaltern meist erst einmal den Boden unter den Füßen weg. Denn das ein so junger Hund schon eine Erkrankung des Bewegungsapparates, damit rechnet natürlich erstmal niemand.

Doch im Falle von Daisy war es leider so

Alles beginnt bei einem entspannten Spaziergang mit Daisy, die dabei lustig mit ihrem Hundekumpel tobte. Doch plötzlich beginnt sie mit ihrem linken Vorderlauf zu humpeln. Dabei ist sie noch ein junger Hund von gerade mal sieben Monaten und bis zu diesem Moment war sie quietschfidel.

Was die OCD der Schulter für einen Junghund bedeutet,ob man sie vermeiden kann, wie man sie erkennt und behandelt – und auch wie es Daisy ergangen ist, liest du in meinem Artikel in der Ausgabe #19 von Mein Herz bellt, dem Magazin für den interessierten Hundefreund.

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Deine Tina

PS: Kennst du schon meinen neuen Fitness Check? Falls nicht: Hier geht es zum GRATIS FITNESSCHECK

Diagnose OCD der Schulter – Fallbericht aus der Praxis In meinem neuesten Artikel in der Zeitschrift Mein Herz bellt #19 zur OCD der Schulter, geht es um eine Geschichte aus meinem Praxisalltag. Was Daisy und ihrer Familie passiert ist, kommt gar nicht so selten vor. Und zieht den Hundehaltern meist erst einmal den Boden unter den Füßen weg. Denn das ein so junger Hund schon eine Erkrankung des Bewegungsapparates, damit rechnet natürlich erstmal niemand. Doch auch im Falle von Daisy war es leider so. Alles beginnt bei einem entspannten Spaziergang mit Daisy, die dabei lustig mit ihrem Hundekumpel tobte. Doch plötzlich beginnt sie mit ihrem linken Vorderlauf zu humpeln. Dabei ist sie noch ein junger Hund von gerade mal sieben Monaten und bis zu diesem Moment war sie quietschfidel.

Die 14 wichtigsten Symptome bei einer Ellbogendysplasie

Die 14 wichtigsten Symptome bei einer Ellbogendysplasie

Die wichtigsten Symptome bei einer Ellbogendysplasie

Die Symptome bei einer Ellbogendysplasie sind meist sehr eindeutig. Dennoch sehe ich häufig Vierbeiner, bei denen die Erkrankung unerkannt bleibt. Bei einer Ellbogendysplasie passen Elle, Speiche und Oberarm nicht optimal zusammen. Das kann auf verschiedene Arten geschehen.

Folgende Fehlbildungen des Ellbogengelenks liegen bei einer ED häufig vor

  • Ein fragmentierter Processus Coronoideus (kurz FCP). Das ist eine Ablösung des innen liegenden Kronfortsatzes der Elle
  • Eine Osteochondrosis dissecans (kurz OCD). Das bedeutet eine Knorpelablösung am innen liegenden Rollhöcker des Oberarmknochens
  • Ein isolierter Processus Anconeus (kurz IPA), Es liegt eine Ablösung des Ellbogenfortsatzes der Elle vor.

In der Regel sind beide Ellbogen betroffen. Wobei sich einer meist früher auffällig zeigt.

Wie kommt es zu einer Ellbogendysplasie?

Die Ellbogendysplasie ist zwar eine erblich bedingte Erkrankung. Doch Faktoren wie falsche Ernährung haben einen großen Einfluss auf die Ausprägung (zu hoher Energie-, Kalzium oder Vitamin D Gehalt). Sie begünstigen ein zu schnelles Wachstum. Auch zu viel und falsche körperliche Aktivitäten in den ersten Lebensmonaten begünstigen eine ED. Übrigens sind Rüden durch ihr höheres Körpergewicht häufiger betroffen. Generell sind es meist mittlere bis große Rassen, die an einer ED erkranken. Beispiele dafür sind Labrador- und Golden Retriever und Neufundländer. Aber auch Rottweiler, Deutscher Schäferhund und Berner Sennenhund.

Was sind die Symptome?

Junghunde zeigen zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat erste Anzeichen. Bei einer geringen Fehlstellung des Gelenks kann die Arthrose das einzige Anzeichen der ED sein.

  • Das Ellbogengelenk zeigt eine deutliche Bewegungseinschränkung.
  • Die Bewegung des Ellbogengelenks ist sehr schmerzhaft.
  • Der Ellbogen wird nah an den Körper gedrückt.
  • In der Folge wird die Pfote nach außen gedreht.
  • Die Hunde sind oft berührungsempfindlich am Ellbogen.
  • Das Ellbogengelenk ist geschwollen und erwärmt.
  • Häufig belecken und beknabbern Hunde am Gelenk.

Auch diese Anzeichen können auftreten:

  • Ein früh auftretendes Anzeichen ist Steifigkeit am Morgen.
  • Viele Hunde haben Anlaufschwierigkeiten nach dem Ruhen.
  • Es treten Lahmheiten auf. Die können dauerhaft sein, aber auch intermittierend.
  • Betroffene Hunde sind häufig bewegungsunlustig.
  • Viele Hunde vermeiden Dinge wie das Einsteigen ins Auto.
  • Die Muskulatur an den Vorderläufen wird schwächer.
  • Im Gegenzug verspannt sich die Muskulatur an Rücken und Hinterläufen.

Wenn dein Hund eines oder mehrere der Anzeichen zeigt, empfehle ich dir, ihn deinem Tierarzt vorzustellen.

Du möchtest wissen, welche Übungen deinem Hund bei Ellbogendysplasie helfen? Dann empfehle ich dir meinen Artikel 2 AKTIVE ÜBUNGEN BEI ELLBOGENDYSPLASIE.

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Deine Tina Symptome bei einer Ellbogendysplasie Symptome bei einer Ellbogendysplasie

Symptome bei einer Ellbogendysplasie Symptome bei einer Ellbogendysplasie

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