Bella startet nach der Diagnose „Kreuzbandriss“ mit der Reha

Bei der kleinen Bella ging es hoch her. Der Schock nach dem Kreuzbandriss war groß. Die Optionen wurden abgewägt und eine Entscheidung getroffen: Bellas Kreuzbandriss soll nicht operiert werden. Nun soll es schnell weitergehen, damit wir bei Bella´s Genesung keine Zeit verlieren und bleibende Schäden vermieden werden.

Wir haben bereits erste Maßnahmen für Bella´s tägliches Leben definiert. Dazu gehören sehr kurze Spaziergänge, an der Leine im Schrittempo. Bella soll keine Treppen steigen, nicht springen, rennen und spielen. Das hat in den ersten Tagen nachdem ich Bella kennenlernte auch toll geklappt und Bella´s Besitzerin ist wahnsinnig diszipliniert. Das hilft der kleinen Maus ungemein.

Wir sind nun drei Wochen nach dem Kreuzbandriss. Die Kleine kommt schon ohne Schmerzmittel zurecht und es ist nur eine geringe Schwellung und Erwärmung im Gelenk zu spüren.

Bellas Trainingsziele zur Heilung des Kreuzbandriss sind definiert:

  • Sie soll keine Schmerzen haben
  • Verspannungen sollen gelöst werden, damit sie sich insgesamt wieder besser und weniger verkrampft bewegt
  • Sie muss ihrem Hinterbein wieder vertrauen und es benutzen
  • Wir müssen Muskulatur aufbauen, um die Gelenke zu entlasten und vor allem das andere Knie zu entlasten.
  • Ein gesunder und normaler Bewegungsablauf

Bella bekommt ihren eigenen Trainingsplan – speziell für den Kreuzbandriss

Um die Zeit zwischen den Behandlungen sinnvoll zu nutzen, und damit Bella schnell wieder fit wird, bekommt Bella einen Trainingsplan. Mit den einfachen aber effektiven Übungen unterstützt Bella´s Frauchen täglich die Genesung. Es macht übrigens nicht die Menge der Übungen, sondern wie effektiv sie miteinander kombiniert werden. Auch in diesem Fall gilt: „Viel hilft nicht viel.“ Wichtig ist dabei, dass wir uns nicht nur auf ihr Bein mit dem Kreuzbandriss konzentrieren, sondern auch den restlichen Körper im Auge behalten. Das heißt, wir trainieren neben der Muskulatur und Beweglichkeit des Hinterbeins auch den restlichen Körper, ihr Körpergefühl, ihre Balance und Beweglichkeit.

In der ersten Woche starten wir mit folgenden Übungen:

Pfoten anheben: Trainiert Muskulatur, Koordination und Balance

Steh-Sitz Transfer: Trainiert Kraft, Muskulatur, Koordination und Beweglichkeit der Hinterläufe

Stretching Rücken: Stretcht die Rückenmuskulatur, unterstützt die Beweglichkeit des Rückens, Trainiert zusätzlich Balance und Körpergefühl

Ein großes Problem, dass oft vor allem kleinere Hunde haben, wenn sie eine Verletzung am Lauf haben: sie kompensieren sehr gut und kommen perfekt auf drei Beinen zurecht. Das macht es schwer, sie dazu zu bringen, ihr verletztes Bein wieder zu nutzen. Sie „vergessen“ es förmlich und es gehört nicht mehr zu ihrem Körper.

Dafür gibt es einen genialen Trick, den wir auch bei Bella anwenden:

„Das magische Haargummi“: Bellas Frauchen legt ihr ein Haargummi oberhalb der Pfote des betroffene Beins an. Wichtig ist, darauf zu achten, dass es nicht einschneidet und unangenehm ist. Durch das Haargummi nimmt Bella ihr Bein bewusst wahr und unterstützt dabei, es schneller zu nutzen. Der Verlust der Muskulatur wird verringert, die Überlastung des andern Hinterbeins, des Rückens und der Vorderläufe ist geringer.

Ein ganz wichtiges Thema ist übrigens auch der (wunde) Punkt Futter:

Die kleine Bella hat eine tolle Figur. Damit das so bleibt und sie in der Phase der geringeren Bewegung nicht zunimmt und so die Gelenke noch mehr belastet, wird ihre Futterration auf die aktuelle Bewegung angepasst. Und was erst einmal auf den Rippen ist, geht umso schwerer wieder runter.

PREVIEW: So geht es weiter…

Wie wird Bella die Übungen annehmen und wie kooperativ ist sie? Funktioniert der Trick mit dem Haargummi wirklich?! Wie die ersten Trainingseinheiten laufen und wie die Herausforderungen im Alltag sind; dass teile ich in meinem nächsten Beitrag mit dir! 

Dir hat mein Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit anderen Mensch-Hund Teams!

Deine Tina

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