Was gibt es bei einem alten Hund unbedingt zu beachten?

Du hast einen alten Hund oder dein Hund ist im besten Alter? Auch dann solltest du auf jeden Fall weiterlesen. Denn auch dein Hund wird älter und oft bleiben die ersten Anzeichen lange unbemerkt. Im täglichen Zusammenleben nehmen wir Veränderungen an unserem Vierbeiner häufig erst spät wahr. Und eines Tages stellst du fest, dass er um die Schnauze langsam graue Haare bekommt. Oder das er nach einem langen Spaziergang größere Schwierigkeiten hat aufzustehen oder es ihm schwer fällt auf das Sofa zu klettern. Er wird schneller müde und braucht auch mehr Schlaf.

Wann ist ein Hund alt?

Wann dein Hund zu einem alten Hund wird, hängt von seiner Rasse und Größe ab. Kleinere Hunde wie zum Beispiel der Jack Russel Terrier oder der Malteser sind erst mit 9-11 Jahren im Seniorenalter. Irische Wolfshunde im Gegenzug gehören schon mit 5 Jahren zu den Senioren. Neben Rasse und Größe haben auch Faktoren wie Ernährung, Lebensumstände und die Gene eines jeden einzelnen Hundes Einfluß auf seine Lebenserwartung. Die Faktoren Ernährung und Lebensumstände liegen in unserer Hand und wir haben die Chance auch präventiv auf den Alterungsprozess einzuwirken und möglicherweise das Leben unseres Hundes und seine Lebensqualität zu verbessern.

Was sind die wichtigsten Dinge bei einem alten Hund?

In jedem Fall ist es wichtig, dass wir unsere Lebensumstände den Bedürfnissen von unserem alten Hund anpassen. Dazu lege ich dir einige Dinge ans Herz, die du beachten solltest, damit dein Hund möglichst beschwerdefrei und gesund durchs Seniorenalter kommt.

1. Regelmäßige Check Ups beim Tierarzt

Besonders im fortgeschrittenen Alter solltest du deinen Hund regelmäßig 8alle 6-12 Monate) beim Tierarzt durchchecken lassen. Nicht anders als bei uns Menschen braucht der Körper wesentlich mehr Aufmerksamkeit und bei regelmäßigen Untersuchungen können Erkrankungen früher erkannt und behandelt werden. Zu den routinemäßigen Kontrollen gehören eine Blutuntersuchungen und Untersuchungen des Organsystems. Auch der Zustand der Zähne muss im Auge behalten werden. Auch der Bewegungsapparat muss regelmäßig untersucht werden, um deinem Hund z.B bei Arthrosen, Spondylosen oder anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates zu helfen, bevor es zu Beeinträchtigungen und Schäden kommt.

2. Jedes Kilo zählt

Natürlich zählt dieser Punkt ein ganzes Hundeleben lang. Aber gerade bei unseren grauen Schnauzen, sehe ich es oft, dass er an Gewicht zulegt. Das passiert, weil die Futterzufuhr oder Zusammensetzung nicht auf die verminderte Bewegung angepasst wird. Achte deshalb unbedingt auf das optimale Gewicht deines Hundes. Jedes Kilo zuviel ist eine Last für deinen alten Hund und schadet den Gelenken dauerhaft.

3. Seniorengerechte Bewegung ist wichtig

Es hilft einem alten Hund, wenn ihr statt langen Spaziergängen am Tag, mehrere kürzere Runden macht. Die Bewegung tut deinem Hund gut und die Erholungsphasen nach dem Spaziergang verkürzen sich deutlich. Kurzum, dein Hund erschöpft weniger und läuft nicht Gefahr, sich zu überlasten. Dabei ist es wichtig, dass dein Hund im Alter in Bewegung bleibt, seine regelmäßigen Spaziergänge bekommt, in Kombination mit Bewegungsübungen, die ihn fit, beweglich und gut bemuskelt halten. Das Entstehen und Fortschreiten von Erkrankungen wie Arthrose und Spondylose kann so positiv beeinflusst werden. Aktive Übungen, die den Körper fit halten, trainieren übrigens gleichzeitig auch den Kopf deines Hundes! Auch das ist im fortschreitendem Alter sehr wichtig!

Es gibt für einen Senior nichts schlimmeres, als Tag ein Tag aus, diesselbe kleine Strecke zu laufen, weil “er ja nicht mehr so kann”. Es gibt viele Möglichkeiten, auch kürzere Spaziergänge spannend und motivieren zu gestalten! Viele wertvolle Ideen verrate ich dir in meinem Artikel So wird der Spaziergang zum Erlebnis.

4. Gestalte deinen Wohnumfeld “seniorengerecht”

Genauso wie du das Wohnumfeld im Welpenalter eines Hundes welpengerecht gestaltet hast, solltest du auch die Gegebenheiten an deinen älteren Hund anpassen. Für Hunde mit Gelenkerkrankungen bieten sich zum Beispiel orthopädische Hundebetten an, die sich dem Hundekörper anpassen und ihn im Schlaf entlasten. Rutschfeste Untergründe, besonders auf den Wegen im Haus, die dein Hund häufiger geht, helfen ihm nicht wegzurutschen und Stürze zu vermeiden. Wenn dein Hund Treppen steigen muss, gibt es Tragegeschirre, mit denen du ihn unterstützten kannst und ihm Sicherheit gibst. Für das Auto sind es Rampen und auch im Haus gibt es kleine Treppchen, die den Aufstieg aufs Sofa ermöglichen, wenn dein Hund nicht mehr springen kann. Viele Hunde finden auch erhöhte Futter- und Trinknäpfe toll.

5. Beobachte deinen Hund aufmerksam

Da unsere Hunde nicht mit uns sprechen können, ist es wichtig, das wir sie genau beobachten. Achte auf Verhaltensänderungen, Gewichtszu- oder -abnahme, Veränderung im Fressverhalten, Knubbel oder Liegeschwielen, die sich am Körper bilden und lasse Auffälligkeiten beim Tierarzt untersuchen. Bedenke, dass ein Hund niemals simuliert und Veränderungen im Verhalten immer eine Ursache haben. Was von uns als Starrköpfigkeit und Alterstarrsinn abgetan wird, hat meist eine wirkliche Ursache.

Sicherlich braucht dein Hund im Alter mehr deiner Aufmerksamkeit. Aber was gibt es Schöneres, als deinen treuen Begleiter auch im Alter zu umsorgen, zu pflegen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verleben? Auch Senioren geniessen ihr Leben, wenn auch die Schritte langsamer und beschwerlicher sind.

Wie gestaltest Du den Alltag mit deinem Senior? Was tut ihm besonders gut und woran hast du gemerkt, das dein Hund alt wird? Hinterlasse mir unten deinen Kommentar!

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Deine Tina

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